Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Sode f.
Sode f.
Sode f. ‘abgestochenes Rasen- oder Torfstück’, im 17. Jh. in die Literatursprache aus dem Nd. aufgenommen. Etymologie ungewiß. Mnd. mnl. sōde ‘Rasenstück’ (aus dem Mnd. oder Mnl. entlehnt engl. sod), nl. zode, afries. sātha, sāda. Falls von einer Grundbedeutung ‘zur Feuerung beim Kochen verwendetes Stück Torf’ ausgegangen werden kann, ist Anschluß an sieden (s. d.) und die dort genannte Wurzel möglich. Vielleicht aber ist das Wort besser zu verbinden mit ahd. sou (9. Jh.), aengl. sēaw ‘Saft’, isl. söggur ‘feucht’ sowie den unter saufen, saugen und suhlen (s. d.) genannten Formen und an eine Dentalerweiterung der dort angeführten lautmalenden Wurzel ie. *seu-, *sū- ‘tropfen lassen, schlürfen, saugen’ anzuschließen, so daß Sode als ‘etw. Feuchtes’ aufzufassen ist.