Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
schrillen
schrillen
schrill Adj. ‘grell, durchdringend hell tönend, kreischend’. Nd. schrell ‘scharf von Schall und Geschmack, rauh im Hals’, unter Einfluß von schrillen (s. unten) an engl. shrill ‘überlaut, gellend, kreischend’ in Form und Bedeutung angeglichen, wird nach 1800 in die Literatursprache aufgenommen. Vergleicht man nl. schril ‘grell tönend’, mengl. shrille ‘grell tönen’, norw. (stark) skrella ‘krachen, schallen’, frühnhd. (md.) schrellen, schrallen ‘grell, laut bellen, klingen, tönen, kreischen’ und abgeleitetes aengl. scrallettan ‘laut schreien’, norw. (schwach) skrella ‘schreien, laut lachen’, so ist Anschluß an die (hier mit s- anlautende) schallnachahmende Wurzel ie. *ker-, *kor-, *kr- für heisere, rauhe Töne (wozu auch Harke, Rabe, schreien, Schrulle, s. d.) möglich (vgl. Nl. 632). – schrillen Vb. ‘laut und grell tönen, kreischen’, hervorgegangen (18. Jh.) aus mundartlichem schrellen, schrallen (s. oben) unter Einfluß von gleichbed. engl. to shrill.