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schrillen

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schrillen verb.

Bd. 15, Sp. 1751
schrillen, verb. schrill tönen, schrillen laut von sich geben; in älterer mundartlicher form schrellen, die sich auszer im niederdeutschen auch mitteldeutsch findet (ein hund der immer schrellt und billt. Kirchhof wendunm. 236), auch schralen (im ditmarsischen, brem. wb. 5, 690), norwegisch skrala, schwed. skrla, laut und lärmend singen, schreien, plärren, skrälla, schmettern, knallen, gellen, vgl. oben schrallen; die form schrillen, die sich seit den späteren zeiten des 18. jh. in der schriftsprache findet, hat sich unter einflusz des engl. to shrill hell tönen, gellen, schwirren, dröhnen, ergeben, vgl. dazu oben schrill; es ist nur der gewählten und dichterischen sprache eigen, und wird zuerst als solcher zugehörig und neu gebildet von Campe aufgeführt, 'besonders von dem tone der grillen'; im eigentlichen sinne: wenn .. der klingende ton der grillen durch die feyerliche stille schrillte. Göthe 18, 33; die heuschrecken, die gleich bei sonnenuntergang zu schrillen anfangen. 27, 38; die frösche schrillen mir den kopf wüste. an frau von Stein 1, 97; indem die heimchen und grillen im grase schrillten. Tieck 5, 602; meiner natur nach muszte ich in der nacht und schon am abend zirpen und schrillen. nov. kranz 4, 272; bald erhob sich unter seinem fenster das getöse einer eifrig arbeitenden säge .. er begann .. von dem schrillen und schnurren seine gedanken mit macht seitwärts zu führen. Immermann Münchh. 2, 42; schrillten die grellen töne einer sägemühle. Auerbach dorfgesch. 1, 323; an dem mastbaum klammert die möwe sich mit heiserem schrillen und schrein. H. Heine 15, 137; zwischendrein schrillen die möwen. 248; ein leises brodeln quillt im moor, ein schwaches schrillen, ein gezische dringt aus der niederung hervor. A. v. Droste-Hülshoff ged. (1873) 56; im öden thurme kein heimchen schrillt. 73; ein häuschen liegt mit stroh bedeckt, wohin nur schwach der wilde klang gleich kranichheeres schrillen drang. 378; zitternde blätter singen mich ein, nächtliche grillen schrillen darein. Ludwig 1, 54; im part. schrillend: in der tiefe klangen schrillende, pfeifende töne, wie sie die groszen eulen von sich zu geben pflegen. Immermann Münchh. 3, 89; nun zog er zürnend die wolke des blauen rockes wieder um sich, pfiff schrillender als je, so dasz es drüben in der groszen glocke wiedertönte. Ludwig 1, 202; das tiefe, dröhnende summen .. fuhr pfeifend und schrillend durch jede öffnung, die es traf. 359. übertragen: offenbar hatte die erwähnung dieser heirath eine saite in ihr angeschlagen, die häszlich durch ihre seele schrillte. Spielhagen probl. nat. 41.
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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schrillenv., ntr, intrs

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    ○ Schrillen , v. ntr . mit haben und intrs . einen lauten feinen und zitternden Ton, welchen das Wort nachahmet, von sic…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schrillen

    Goethe-Wörterbuch

    schrillen 1 durchdringende Töne von sich geben, zirpen; von Heuschrecken die Heuschrecken, die gleich bei Sonnenuntergan…

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sch+rillen

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Cotta, M. (2026). „schrillen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schrillen/dwb
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Cotta, Marcel. „schrillen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schrillen/dwb. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „schrillen". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schrillen/dwb.
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