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Taschenspieler

nhd. bis sprichw. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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9 in 9 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Taschenspieler

Taschenspieler

Tasche f. ‘tragbarer Behälter’ (in der Hand, an Riemen oder Bändern über der Schulter, an der Kleidung befestigt oder auch in die Kleidung eingearbeitet). Die Herkunft des ursprünglich nur im Dt. und Nl. begegnenden Substantivs ahd. tasca ‘Ranzen, Säckchen’ (9. Jh.), mhd. tasche, tesche, asächs. dasga, mnd. taske, tasche (woraus vermutlich anord. schwed. taska, dän. taske), mnl. tassce, tessce, nl. tas ist nicht geklärt. Ein Versuch, das Wort als Entlehnung aus einer Rückbildung vlat. *tasca ‘aufgetragenes Pensum’, lat. *taxa von lat. taxāre ‘prüfend berühren, antasten’ (s. taxieren) zu erklären, wird von FEW 17, 323, das für afrz. tasche, taisse, tasse ‘Beutel, Tasche’ Entlehnung aus dem Germ. (ohne nähere Angaben) annimmt, als semantisch unwahrscheinlich abgelehnt. Geht man von germ. Herkunft des Wortes aus, so kann am ehesten eine Anknüpfung an nd. tasen ‘pflücken, rupfen’ versucht werden, so daß sich Verwandtschaft mit der unter zausen (s. d.) dargestellten Wortgruppe ergäbe, vielleicht im Sinne von ‘aus Bastfasern geflochtener Behälter’. Vgl. de Vries Nl. 724. – Taschenbuch n. ‘jährlich erscheinendes Buch unterhaltender und belehrender Art in Taschenformat, Almanach, Notizbuch’ (18. Jh.), ‘billiges Reihenbuch’ (19. Jh.), besonders ‘billiges broschiertes Buch in Taschenformat’, verbreitet seit Mitte des 20. Jhs. nach engl. pocketbook. Taschengeld n. ‘an nicht selbst Verdienende regelmäßig gezahlte Geldsumme für kleine persönliche Ausgaben’ (18. Jh.). Taschenmesser n. ‘kleines, in der Tasche zu tragendes, zusammenklappbares Messer’, spätmhd. taschenmeʒʒer. Taschenspieler m. ‘wer kleine Kunststücke vorführt, die besondere Fingerfertigkeit erfordern, Gaukler’ (Mitte 17. Jh.), nach der Wendung aus der Tasche spielen ‘aus einer scheinbar leeren Tasche allerhand Dinge hervorziehen’ (17. Jh.). Taschentuch n. ‘kleines, in der Tasche eines Kleidungsstücks oder in der Handtasche zu tragendes Tuch zum Naseputzen’ (Campe 1810). Täschner m. ‘Lederwarenhersteller’, spätmhd. tasch(e)ner.
2011 Zeichen · 58 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Táschenspieler

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Táschenspieler , des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Taschenspielerin, eine Person, welche, vermittelst der Gesch…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Taschenspieler

    Goethe-Wörterbuch

    Taschenspieler [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Taschenspieler

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Taschenspieler , Leute, welche durch Gewandtheit und Handfertigkeit, auch durch chemische und mechanische Kenntnisse Spi…

  4. Sprichwörter
    Taschenspieler

    Wander (Sprichwörter)

    Taschenspieler Man muss dem Taschenspieler auf die Hand lugen, nicht auf die Augen. – Simrock, 10108.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit taschenspieler

14 Bildungen · 14 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von taschenspieler

taschenspiel + -er

taschenspieler leitet sich vom Lemma taschenspiel ab mit Suffix -er.

Zerlegung von taschenspieler 2 Komponenten

taschen+spieler

taschenspieler setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

taschenspieler‑ als Erstglied (14 von 14)

taschenspielerei

DWB

taschen·spielerei

taschenspielerei , f. beschäftigung und kunststück eines oder wie eines taschenspielers: und am ende war es auch nur ... eine kleine taschen…

Taschenspielereile

Campe

taschenspieler·eile

○ Die Taschenspielereile , o. Mz . die Eile, Geschwindigkeit des Taschenspielers. Der Liebesgott — — — — Vollendet was sonst kaum in Jahren …

taschenspielerin

DWB

taschen·spielerin

taschenspielerin , f. praestigiatrix Hederich 2198 ; taschenspielerin heiszen diejenigen im lande herum vagirenden und auf die jahr-märkte r…

taschenspielerisch

DWB

taschen·spielerisch

taschenspielerisch , adj. und adv. nach der art eines taschenspielers: taschenspielerische operazionen. Wieland 36, 145 ; ( die experimente …

taschenspielerkniff

DWB

taschenspieler·kniff

taschenspielerkniff das erste exemplar ( der schrift ) mit einem andern umgetauscht, in dem jede klausel fehlte. 8, 340; er ( der Sicilianer…

Taschenspielerkunst

Campe

taschen·spielerkunst

Die Taschenspielerkunst , Mz. — künste . 1) Die Kunst des Taschenspielers; ohne Mehrzahl. 2) Eine Taschenspielerkunst, eine einzelne Probe v…