Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Robbe f.
Robbe f.
Robbe f. (bis ins 19. Jh. auch m.) Name für verschiedene Meeressäugetiere (Flossenfüßer), ein Küstenwort, seit Anfang des 17. Jhs. in der Literatursprache (zuvor Seehund, Meerkalb, -schwein, -hund), nordfries. Rob f. und m., nd. Rubbe, nl. rob. Herkunft ungewiß. Eine Anschlußmöglichkeit bietet nl. robben ‘reiben, sich balgen, ausgelassen spielen’, nordfries. rubben ‘reiben, kratzen, raufen, zerren’, eigentlich ‘gesponnenes Garn für Taue glattreiben, glattstreichen und in Teer tauchen’, schwed. rubba ‘vom Platz rücken, verschieben’, isl. rubba ‘kratzen, scheuern’, nhd. (md.) rubbeln ‘tüchtig abreiben’ (zu der unter Raub, s. d., angeführten Wurzelerweiterung), falls der Name die Fortbewegungsart und das Treiben der Tiere an Land wiederzugeben sucht (vgl. Nl. 581). – robben Vb. ‘robbenartig kriechen’ (20. Jh.).