Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
schurren
schurren
schurren Vb. ‘sich geräuschvoll bewegen, schlurfen, rutschen’, vorwiegend nordd. (17. Jh.); vgl. mnd. schurren ‘einen dumpf kratzenden Ton hervorbringen’, das im Ablaut zu scharren (s. d.) steht. – Schurrmurr m. ‘altes Gerümpel, ausrangierter Hausrat, wertloses Zeug’, nordd. (19. Jh.), wohl zu schurren gebildet, vielleicht in einer an scharren (s. d.) angelehnten Bedeutung ‘zusammenkratzen’, so daß von ‘zusammengescharrter Dreck, Kehricht’ auszugehen ist. Das zweite Kompositionsglied hat wahrscheinlich nur lautmalende und reimprägende Funktion. Vgl. nl. schorremorrie ‘Ausschuß, niederes Volk’, eigentlich ‘Zusammengerafftes, Unrat’. Die mehrfach vermutete Herleitung des Ausdrucks von pers. šur-o-mur ‘Verwirrung’ ist unwahrscheinlich, vgl. Nl. 626.