Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Zopf m.
Zopf m.
Zopf m. ‘Haarflechte’. Das bis auf das Got. in allen germ. Sprachen bezeugte Substantiv ahd. zoph ‘Haarlocke, Haarbüschel’ (Hs. 12. Jh.), mhd. zopf, zoph, (md.) zop ‘Haarflechte, hinterstes Ende, Schwanz, Zipfel’, mnd. top ‘Zopf, äußerste Spitze, höchstes Ende, Baumwipfel’ (s. Topp), mnl. top ‘Spitze, Scheitel, Kopfhaar’, nl. top ‘Gipfel, Baumwipfel, Spitze’, aengl. topp ‘Gipfel’, engl. top ‘Spitze, (Haar)schopf’, anord. toppr ‘Spitze, aufgebundenes Haar’, schwed. topp ‘Gipfel, Baumwipfel’ ist mit Zapfen, Zipfel, zupfen, 2tippen (s. d.) am ehesten aus einer onomatopoetischen (weithin expressive Konsonantendoppelung aufweisenden) germ. Grundform *toppa- zur Bezeichnung von etw. Spitzem zu erklären, da sichere außergerm. Parallelen fehlen. Zu anderen, unbefriedigenden Herleitungsversuchen, z. B. 1, 384, der Verwandtschaft mit russ. dýba (дыба) ‘Wippe, Folterbank, Galgen’, dýbit’sja (дыбиться) ‘sich aufbäumen’ annimmt, vgl. Nl. 741. Die Bedeutung ‘Haarflechte’ entwickelt sich nur im Dt., ausgehend von ‘am Scheitel, an der Kopfspitze hoch-, zusammengebundenes Haarbüschel’.