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Rottanne

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Rottanne

Rottanne

Tanne f. immergrüne Gattung der Kieferngewächse, landschaftlich auch ‘Fichte’ und allgemein ‘Nadelbaum’, ahd. tanna ‘Nadelbaum’ (9. Jh.), mhd. tanne, auch ‘Mastbaum’, asächs. danna, mnd. mnl. danne (aus germ. *danwō) stellen sich zu asächs. dennia, nl. den (aus germ. *danniō). Herkunft unsicher. Vergleichbar sind aind. dhánuḥ und (bei abweichendem Anlaut) awest. θanvan-, θanvar- ‘Bogen’, wenn man annimmt, daß dieser Bezeichnung für ein hölzernes Gerät ein Baumname (ie. *dʰanu- oder *dʰonu-) zugrunde liegt. Oder man sieht in dem Namen eine Ableitung von germ. *dan- ‘Wald, Gehölz’, das weiterlebt in Tann m. ‘Nadelwald, Hain’, ahd. tan- (in tanesil ‘Wild-, Waldesel’, Hs. 12. Jh.), mhd. tan, mnd. dan, wozu mnd. denne f. ‘Waldtal, Niederung’ und außergerm. wohl aind. dhánu- ‘Sandbank, Insel’, dhánvan- n. ‘trockenes Land, Wüste’, aus ie. *dʰanue, *dʰanu- (s. Tenne). Da der Name für Tanne nur im Kontinentalwestgerm. begegnet und der Baum in Mitteleuropa heimisch ist, kann darin freilich auch ein vorie. Substratwort vermutet werden (vgl. de Vries Nl. 111). Tannenbaum m., Tannebaum (17. Jh.), mhd. tanboum. tannen Adj. ‘aus Tannenholz bestehend’ (Anfang 18. Jh.), zuvor frühnhd. tennen, mhd. tennīn. Rottanne f. ‘Fichte’ (16. Jh.), benannt nach der anfängs rötlichen (später grau-weißen) Rinde.
1302 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    rottannef.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    rottanne , f. , s. v. a. rotfichte, pinus abies Nemnich (rote danne, picea Stieler 288 ), roth-tanne, abies ligno subrub…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Rottanne

    Goethe-Wörterbuch

    Rottanne mit innerer Flexion für die (durch eine rotbraune, schuppige Rinde gekennzeichnete) Gemeine Fichte, Rotfichte […

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Rottanne

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Rottanne , soviel wie gemeine Fichte.

  4. modern
    Dialekt
    Rottanne

    Bayerisches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    Rottanne Band 3, Spalte 3,1183

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rottanne

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von rottanne

rottannen + -e

rottanne leitet sich vom Lemma rottannen ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von rottanne 2 Komponenten

rott+anne

rottanne setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — rottanne kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

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APA
Cotta, M. (2026). „rottanne". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/rottanne/pfeifer_etym
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Cotta, Marcel. „rottanne". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/rottanne/pfeifer_etym. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „rottanne". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/rottanne/pfeifer_etym.
BibTeX
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