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sack

ahd. bis spez. · 22 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

ElsWB
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26 in 22 Wb.
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Eintrag · Elsässisches Wb.

Sack

Bd. 2, Sp. 341b
Sack [Sàk allg.; Pl. Sèk; Demin. Sèklə Liebsd. M., Saklə O.; Sakl K. Z. Han.; Sækl Str.] m. 1. Sack für Getreide, Kartoffeln usw. (s. auch Stumpen). Mir hän drissig Seck (voll) gemacht geerntet Dü. Ein S. voll Kartoffeln wiegt 130 Pfd. Gebw., 132 Thann Rapp., 132—140 Altk., 150 Schlettst. Barr Erstein Molsh. Bisch., 152 Str., 154 Ndrbr. Rda. s ist finster wie im e S. allg. Dis Kleid hënkt am (an ihm) e Sack hat einen sehr schlechten Schnitt Z. JB. VII 197. Er hat s Lachen und s Hülen in einem S. Str. (Säckle Barr). E Katz im S. käufen etwas unbesehen an sich bringen, übtr. eine Jungfrau heiraten Wh. Do ist der S. den Bëndel nit wërt die ganze Sache hat keine Bedeutung Hf. ‘Der den sack uff hebt ist glich dem der in stilet’ Geiler, Als. 1862, 155. ‘Wer de Sack hebt, ist e so gut wi der wu enin schitt’ W. JB. XI 47. ‘Sack one boden, es gat oben und unten us’ Geiler, Als. 1862, 155; vgl. Hebammensack u. Pfaffensack. Spw. ‘Es sucht keiner keinen im sack, er sey dann zuvor darin gesteckt’ ebd. ‘Nuss durch ain sack beissen’ sich vergeblich um etw. bemühen Murner Schelmz. 67. Rda. Uf den S. schlägt men, und den Esel meint men Bf. Scheinbarer Fluch: Heb der S. jetz unden dief! Winzenh. b. Co., od.: Heb, der S. ist rund und unden dief! euphem. für Herrgott sacker nondedje! Co. Rda. Er ist heüt [hæìt] im Narren iwer den Sack gesprungen ist nicht gut gelaunt Ndrröd. 2. die Menge von Trauben, die auf einmal gekeltert werden M. Z.; in dieser Bed. auch das Demin. Säckel bei kleiner Menge. Vgl. Satz 3. 3. Tasche in den Kleidern. Hestch e S. drin? fragt man Kinder, die zum ersten Mal die neuen Hosen anhaben. Ist es so, dann schenkt man ihnen eine Kleinigkeit hinein Dü., eine Geldmünze K. Z. Gassenhauer mit hochd. Formen: Ach, ich bin so müde, Ach, ich bin so matt; Ich hob kein Gëld im Portemonnaie Und hob auch keins im S. Dunzenh. Ditschi Seck Hosentaschen, die vorn oder hinten, mit wagerechter Öffnung, [] nicht auf der Seite (nicht mit schrägem Schlitz) angebracht sind. Ich fing der S. nit; ich kumm nit in S. mit dem Ellenbogen ich habe kein Geld Steinb. Ich kann (od. kumm) mit dem Ellenbaujen nit in den S. sagt ein Geiziger K. Z. Einen im S. han sich jem. durch Vorschüsse gänzlich verpflichtet und zu willen gemacht haben Dü. In der S. stecken überlisten: Dëne könnt mer zehnmol in der S. stecken, er gät nix meriken Co. ‘Der ist in kèn Sack se bringen ist schlau W. JB. XI 43. Er het s Mul im S. schweigt sich aus Gebw. Ruf. Str. Zss. Sackgëld, –tuech, –uhr. 4. grosser Bauch Heidolsh. 5. Gebärmutter des Viehes. 6. Hodensack. Er ist uf der S. gheit Eschenzw. Schlëck mir den S.! Schmeck mir in der S. lass mich in Ruhe! Fisl. 7. Regenwolken. D Sunn ist in den S. gschlupft, morgen gibt s Rëjen Z. s hat e S. gejen Dehlingen nach D. zu ist's finster am Himmel Wh. 8.Hure; Bsp. CS. Hist. Wb. Das Demin. ist von der Bed. 1. gebräuchlich. Ich hab min Säckele usgelërt gebeichtet Kaysersbg. Eine-n-im Säckel han a) einen ärgern: Hitn mir der L. im S. ghet, mir hän ihn eso verzürnt, dass er bald furtgeloffen wär Str.; b) über einen Abwesenden sich lustig machen, durchhecheln Str. ‘Ja s isch merkwürdig was d Litt for e Pläsier henn, wenn sie eine e bissel in's Seckel könne nemme durchhecheln Elsass 1894, Nr. 38, S. 2, Sp. 3. Demin. im Kinderscherz s. Floch. ‘schAeme dich nicht das SAeckle selber vnter dem Mantel zu nemmen’ Mosch. II 809. Basel 247. Bayer. 2, 220. Hess. 335.
3573 Zeichen · 154 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    sack

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA) · +1 Parallelbeleg

    sackariAWB m. ja-St., in Gl. ab Beginn des 9. Jh.s: ‚Scheiterhaufen; pyra, rogus‘.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    sackM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    sack , M. Vw.: s. sak

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sack

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Der Sack , des -es, plur. die -Säcke, Diminut. das Säckchen, Oberd. Säcklein. 1. Im weitesten Verstande, ein jeder hohle…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Sack

    Goethe-Wörterbuch

    Sack 1 aus meist (grobem) Stoff gefertigtes, an einer Seite offenes Behältnis a als Aufbewahrungs- od Transportverpackun…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sack

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Sack , Aug. Friedr. Wilh., protest. Theolog, geb. 1703 zu Harzgerode im Bernburgischen, gest. 1786 als Oberhofprediger u…

  6. modern
    Dialekt
    Sack

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    PfWB LothWB RhWB Sack [Sàk allg.; Pl. Sèk; Demin. Sèklə Liebsd. M. , Saklə O.; Sakl K. Z. Han. ; Sækl Str. ] m. 1. Sack …

  7. Sprichwörter
    Sack

    Wander (Sprichwörter)

    Sack 1. Alte Säcke brauchen viel Flecke. – Winckler, IX, 57. 2. Alte Säcke näht man nicht mit Seide. – Eiselein, 538. 3.…

  8. Spezial
    Sack

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Sack m. (-[e]s, Säcke) 1 (Behältnis) sach (sac) m. 2 (Sackvoll) sach (sac) m. 3 (Tasche am Kleid) gofa (gofes) f. 4 (Beu…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sack

1.909 Bildungen · 434 Erstglied · 1.465 Zweitglied · 10 Ableitungen

sack‑ als Erstglied (30 von 434)

Sack I

Idiotikon

Sack I Band 7, Spalte 604 Sack I 7,604

Sack II

Idiotikon

Sack II Band 7, Spalte 648 Sack II 7,648

sack(e)risch

Idiotikon

sack(e)risch Band 7, Spalte 660 sack(e)risch 7,660

sack(s)dick

Idiotikon

sack(s)dick Band 12, Spalte 1253 sack(s)dick 12,1253

Sackanzug

SHW

Sack-anzug Band 5, Spalte 15-16

Sackbauch

SHW

Sack-bauch Band 5, Spalte 15-16

Sackbär

SHW

Sack-bär Band 5, Spalte 15-16

Sackdiel

SHW

Sack-diel Band 5, Spalte 15-16

Sackgasse

SHW

Sack-gasse Band 5, Spalte 21-22

Sackgeld

SHW

Sack-geld Band 5, Spalte 21-22

Sackheber

SHW

Sack-heber Band 5, Spalte 21-22

Sackjacke

SHW

Sack-jacke Band 5, Spalte 21-22

Sackkarch

SHW

Sack-karch Band 5, Spalte 21-22

Sacklauf

SHW

Sack-lauf Band 5, Spalte 21-22

Sackmann

SHW

Sack-mann Band 5, Spalte 21-22

Sackmeß

SHW

Sack-meß Band 5, Spalte 21-22

sack als Zweitglied (30 von 1.465)

Kasack

RDWB1

Kasack m (nicht "казак") казакин устар. (длинная) рабочая блуза (напр., у помощниц врача во врачебной практике)

A(n)henksack

Idiotikon

A(n)henksack Band 7, Spalte 623 A(n)henksack 7,623

Aalsack

MeckWB

aal·sack

Wossidia Aalsack m. Sack für den Aalfang, besonders in Mühlengewässern.

Aassack

MeckWB

aas·sack

Wossidia Aassack m. 'Freßsack', meist für die Futterkiepe Wa Waren@Wredenhagen Wred .

Achtersack

MeckWB

achter·sack

Wossidia Achtersack m. der hinten an der Fischreuse angebrachte Fangsack.

Aepfelsack

Wander

apfel·sack

Aepfelsack 1. Haben sie dich beim Äppelsack? 2. In den Äppelsack greifen. Etwas auf gut Glück beginnen, versuchen.

Amb(e)lasch(i)sack

Idiotikon

Amb(e)lasch(i)sack Band 7, Spalte 618 Amb(e)lasch(i)sack 7,618

Amballasch(i)sack

Idiotikon

Amballasch(i)sack Band 7, Spalte 618 Amballasch(i)sack 7,618

Amessack

RhWB

ame·s·sack

Ames-sack RhWBN m.: das an einer Schnur über die Schulter gehängte Säckchen, in dem das O. bewahrt wird.

Ammelssack

RhWB

ammel·s·sack

Ammels-sack m.: einer, der die Worte langsam spricht ( Neuwerk ).

Anhënksack

ElsWB

Anhënksack m. Tasche, die um den Leib gebunden wird, von Holzmachern gebraucht Felleri. , von alten Weibern Mittl. Horbg.

Appelsack

MeckWB

appel·sack

Wossidia Appelsack m. Sack zum Aufnehmen der Äpfel, im Spottreim: de dune Kierl mit 'n Appelsack Ma. Me. 1, 157.

Arbeitssack

GWB

arbeits·sack

Arbeitssack Der Tag rückt weiter nun heran | Besuch! — Ah was geht der mich an! | Ich bilde mir so freundlich ein, | Ich säs noch Draus mit …

Arschsack

PfWB

arsch·sack

Arsch-sack m. : ' Gesäßtasche ', Aaʳschsack [ KL-Wörsb BZ-Dierb ]; vgl. PfWB Arschtasche .

Aschersack

MeckWB

ascher·sack

Wossidia Aschersack Aschen-, Asker- m. Aschensack, den z. B. der Ruhklas bei seinem Umzug mit sich führt: 'Wenn he (nämlich der Ruhklas ), w…

Aschsack

RhWB

asch·sack

Asch-sack m.: im Zuruf an die Fastnachtsnarren: Fuck, F., F. du Äischesack! Monsch .

Aufwäschsack

PfWB

aufwasch·sack

Aufwäsch-sack m. : = PfWB Aufwäschlumpen , 'Putzlumpen' [ KU-Herchw Krottb Dunzw WD-Hoof HB-Nd'bexb IB-Heckdh ZW-Riedbg Maßw PS-Haust ],

Aufwischsack

PfWB

auf·wischsack

Aufwisch-sack m. : = PfWB Aufwäschlumpen (für den Boden), Ufwäschsack [ HB-Höch ].

Aufziehsack

PfWB

Aufzieh-sack m. : = PfWB Aufwäschlumpen .

Backbeerensack

MeckWB

backbeeren·sack

Wossidia Backbeerensack m. Backbirnensack, nur im Ausschämreim: pfui, schäm di wat, du gäle Gatt, du Backbeerensack, wo lett di dat! Pa Parc…

Bädelsack

MeckWB

Wossidia Bädelsack Beddel- m. Bettelsack: in 'n leddigen Bädelsack steckt oft mihr Glück in, as söss Pier von 'n Eddelhoff trecken Bri. Volk…

Ableitungen von sack (10 von 10)

besack

MNWB

besack- s. besakk-.

besacken

DWB

besacken , saccis onerare, quaestum facere, beladen, bepacken: sein bendel darvon bringen. Maaler 59 d ; mit vollen henden oder wol besackt …

Besackung

Idiotikon

Besackung Band 7, Spalte 652 Besackung 7,652

entsacken

DWB

entsacken , sarcinam tollere, absacken. Stieler 1659 .

Gesack

RhWBN

Ge-sack Siegld m.: S., worin das zum Brotbacken bestimmte Korn zur Mühle getragen wird; auch Backessack.

Gesacken

Adelung

Gesacken , S. Adelung Sacken .

sacke

Lexer

sack , sacke s. sac.

versacken

DWB

versacken , verb. in sackartiger form sich zusammenballen. gewitter versacken sich im thalkessel, finden keinen ausgang. technischer ausdruc…

Zersack

Idiotikon

Zersack Band 7, Spalte 648 Zersack 7,648