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Schnappsack

nhd. bis sprichw. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
9 in 9 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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Verweise raus
13

Eintrag · Pfälzisches Wb.

Schnappsack m.

Bd. 5, Sp. 1243
Schnapp-Sack m.: 1.a. 'größerer Beutel aus Sackleinen, in dem man gewöhnlich eine kleine Mahlzeit mit zur Arbeit nimmt; wird auf dem Rücken getragen', Schnappsack (šnabsag) [KU-Kaulb Schmittw/O ZW-Gr'bundb RO-Dielkch Lettw N'hemsb KL-Siegb NW-Hardbg, Lambert Penns 137 Don-Franzfeld]; Pl. -säck (-sęg) [NW-Elmst]; vgl. Sack, Stümmel; 50 cm lang und 20 - 25 cm breit, mit Schultertragriemen, meist von Holzmachern [PS-Erfw], Holzfuhrleuten [PS-Hintwdth], Handwerksburschen [FR-Tiefth], dem Pelznickel [KU-Kaulb Kreimb], den Händlern [KU-Kaulb Kreimb] oder zum Laubsammeln [PS-Schmalbg] gebraucht. Der Sch. wird oft auch Schnaps-sack genannt, weil die Arbeiter gewöhnlich Schnaps darin mitgenommen haben [PS-Erfw]. Die Lumpesammler sind früher mit einem weiten Sch. herumgelaufen [ZW-Battw]. RA.: Meiner Sch.!, als Bekräftigung für den Wahrheitsgehalt einer Aussage [FR-Albsh]. SprW.: Der Schnappsack krieht nit genunk, von einem Uner- sättlichen [ZW-Battw]. Den 19. Januar sind ungefehr 150 Mann franken hier durch nach Neustatt gegangen und hatten einen Kapuziner bey sich, welchem sie ein Gewehr, Patronentasch und Schnapsack angehengt hatten [H. Niedhammer, Geschichte von Wachenheim. Wachenheim 1906 S. 125]. — b. 'die Innentasche der Männerjacke' [NW-Hardbg Kallstdt]. — c. 'Ledertasche, die man sich an die Seite hängt' [NW-Frankeck]. — d. 'Geldbeutel der Händlerin' [Don-Franzfeld]. — 2. Schimpfw. für ein (unbeholfenes) Kind [PS-Schmalbg NW-Elmst]. — 3. schwacher Fluch: Heiliger Sch.! [ZW-Battw]. De Sch. muß (soll) dich hole! [ZW-Battw KB-Bubh]. Dich soll de Sch. hole!, eine nicht ernst gemeinte Verwünschung [KB-Albish]. — Rhein. VII 1547; Els. II 343; Hess.-Nass. III 322/23; DWb. IX 1176; Frankf. V 2773. —
1764 Zeichen · 43 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schnappsack

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Schnappsack , des -es, plur. die -säcke, ein Sack oder Beutel, trockne Speisen darin auf Reisen bey sich zu führen. …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schnappsack

    Goethe-Wörterbuch

    Schnappsack einmal -ps- Tragebeutel für Reiseproviant Die Waidtasche.|Reget sich was, gleich schießt der Jäger, ihm sche…

  3. modern
    Dialekt
    Schnappsack

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Schnappsack [ʿSnàpsàk, vielfach durch Volksetymologie zu ʿSnàpssàk umgedeutet Dü. Bebelnh. Bf. Barr ] m. 1. ein langer a…

  4. Sprichwörter
    Schnappsack

    Wander (Sprichwörter)

    Schnappsack 1. Dos is in Abraham's Schnoppsok gspoziad. ( Steiermark. ) – Firmenich, II, 766, 54. Das ist in Abraham's S…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schnappsack

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Zerlegung von schnappsack 2 Komponenten

schnapp+sack

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