Schmiele
das Wort,
ahd. smelaha, smelawa, mhd. smël(e)he, smële, ist für Bed. 1 Rhfrk Wend-Gehw Heimb, Birkf, an der uNahe, im Hunsr, Mosfrk
n. einschl. Hochw, Mos, Westerw u. sich anschliessend im Rip, Nfrk allg. Es fehlen also Belege fast nur von der oNahe, von der Saar (doch Ottw-Neunk, Saarbr-Karlsbrunn, Saarl-Schaffhsn [
-īlən m.] Wadgassen, Saarbg-Winchering [
-i·l.], hier aber Bed. 2 c), u. zwar durchweg Formen mit
-l, –īl, Pl.
-lə Rhfrk,
-ī:l, Pl.
-lən Bitb, SPrüm, Neuw (Wiedscher Teil) [Wittl-Honth Krinkhf
-E:l; OÖffl
-i·l.; dies auch Prüm-Schlausenb Auw Reuth Nimsreuland; Bernk-Liesenich
-e·l.; Daun-Boxbg
-ø- Neuw-Isenbg
-ē:l; Koch-Ernst
-ē:l, Pl.
-e·l.ə, Bernk-Gonzerath
-e·i.l; Olkenb
-ęilχən, Pl.
-χər]; uMos von Zell an, NMay, sonstige Eif, NNeuw, Altk, Rip, OBerg, Lennep, Sol (rip.)
-i·l., –e-, Pl.
-·l.ə(n) [Malm-Bütgenb
-ęə·l., Aach-Breinig Bütgenb Walh
-ę·l.; Bardenbg
-ē:l; Alsd Höngen Herzogenr Merkst
-ī·ə.l; Aden-Kaltenborn, Sol-Burschd
-i·l.ə(n) Sg. u. Pl.; Waldbr, Gummb-Homburgisch, Remschd
-ī:l, –īəl; Aach-Stdt
-e·i.l; Gummb-Harschd
šnī·ə.l; Bergh-Brüggen
šwøl (
n.)], Siegld-Netphegeb. OSetzen Geisweid
-ēărl; oFerndorft
-īəl; NBerg in Lennep, Mettm
-īəl, Pl.
-lən, in Barm, Elbf u. auch Mettm, Sol (nfrk.)
-ēl; Düss
-e·l.; SNfrk, SGeld
-ī·ə.l, Pl.
-īələ; Klevld
-ēl, Pl.
-lə(n) [MülhRuhr
-ēl;
n. Ruhr in Dinsl, Rees-Bienen Krudenbg Ringenbg
-el]. — Verstreut Mosfrk eine ablautende Form
-u·l., Pl.
-·l.ə Koch-Greimersbg, Daun-Schönb;
-ū:- Prüm-NHersd, Bitb-Usch. — Im übrigen rhfrk., mosfrk. Geb. Formen mit besondern Suffixen, uNahe
-ilf, Pl.
-wə, dies auch Merz-Rappw, Bernk-Merschd, May;
-e·l.f Trier-Möhn;
-īləf, Pl.
-wən Mos in Trier, Wittl, Bernk; dann
-īləm m., meist Pl. t.
-mə Birkf-Elchw Schmissbg, Simm, Goar [
-Eləm Simm-Laufersw, Zell Lautzenhsn;
-ē- Goar-Weiler]; dann verstreut
-i·l.əm Neuw-Dierd Linkenb, Altk-Betzd NFischb Hinhsn Mudersb Sassen; Daun-OBetting Stroheich Tetting, Prüm-Steffeln, Schleid-Alend;
-e·l.əm Aden-Hausen Kirmutschd, Sieg-Felderhoferbrücke;
-ø- Daun-Üxh;
-ēləm Schleid-Baasem;
-e- Nettersh, Geilk-Lindern;
-ęlmər m. Siegld-Dielfen Mittelhees NSchelden Siegen Trupb UWilden;
-earməl Eiserf Neunk Wilnsd;
-ilmə f. Freudenbg;
-aiməl Geisweid Weidenau;
šwęlm »Windhalm, apera spica venti« UWilden [für Bed. 2 kommen fast nur diese Bildungen vor]; dann
s. noch
-it, Pl.
-də(n) f. Schmiele; Demin.
-χə(n), –lkə(n), –ltšə, –ltjə f.: 1.a. eine langaufgeschossene, saftlose Grasart, aira flexuosa u. caespitosa, bes. die im Walde wachsende Allg. [Straussgras agrostis alba und vulgaris; Windhalm apera spica venti; Honiggras holcus lanatus und mollis Siegld;
-i·l. Samenstengel des Wegerichs Rheinb-GrBüllesh Odend, Sieg-Mülld;
-ilwər Flughafer, auch von einzelnen Ährchen Kreuzn; Roggentrespe, bromus secalinus uNahe]; man benutzt eine
Schm. zum Reinigen der Tabakpfeife, zum Anbinden der Bohnenstengel Allg.; die Kinder fertigen aus ihnen
Katzentrappen, –stöhlchen an Sol (rip.); man fädelt Wald- oder Erdbeeren an sie an Siegld, OBerg; man heftet Papierblumen an ihnen an u. stellt sie als Zimmerschmuck in Vasen Altk-Wissen;
he wassen eckersch (nur)
Schm.ə nicht nur die besondere Grasart, sondern allg. dürres, saftloses Gras, dünne, magere Halme von Gräsern u. Getreide Allg. RA.:
Deər (
denn dürr, mager)
wie en Schm. Koch, Allg.;
he hät e Paar Ben (so mager)
wie en Schm. Eusk-Langend;
su strack (schlank)
wie en Schm. Sol-Burschd;
se (das Mädchen)
äs wie en Schm. schlank u. dünn Prüm, Allg.
Datt es so vill wie en Schm. im Ollerschlok (Speicherloch, –türe) sehr wenig Gummb-Berghsn.
Wenn am Stephansdag de Schm.ə drifft, gift et en gott Bukweitenjohr (Buchweizenjahr) Dinsl-Gahlen.
He ströft (sträuft)
Schm.ə zeigt sich unterwürfig, kriechend Grevbr-Wickrathhahn.
Better wat as necks, saij de Foss (Fuchs),
du satt hei achter de Schm. en schulde (suchte er Schutz vor Regen)
sich för Regen Klev.
Et es äwwel Schul (Regenschutz),
sät de F., du sot he ochter en Schm. Geld-Leuth.
Ek sett wat owerwendig (-windig),
s. de F., du sot hen achter en Schm. Geld-Pont.
Half Bosch, h. Rogg, s. de F., du wor he achter en Schm. gekropen Rees-Ringenbg.
Gott help de Lüj, die in't flacke Feld sind, s. de F., duw schulde (suchte er Schutz vor Regen)
hen sech achter (onder) en Schm., — du hatt hei bei Regen a. en Schm. geseten Klevld.
Die ärm Lück (Leute),
die em Freien sen (die bussent Dach sen), sat Ülespegel, do soss e em Ren hönder (önner) en Schm. Ahrw-Gelsd, Malm, Prü
m. Enne Spreng dör de Schm.ə (imperat. Wortform) ein dürrer Mensch Klev-Appeldorn.
Mer ment (meint),
mer met (müsste)
än (in)
en Schm. krochen (kriechen) aus der Haut fahren Prü
m. Ene möt en Schm. en de Nas kettele (kitzeln) ihm schmeicheln Kemp-Grefr. — b. übertr. α. sachl. αα. verächtl. armseliges Pflänzchen Aach. — ββ. kleine, biegsame Gerte Trier-Möhn, Kemp-Süchteln. — γγ. verächtl. Pl. magere Beine Bo-Gielsd. — δδ. Angelfaden zum Fischen Aach-Eschw. — εε. verächtl. Pl. dünnes, faseriges Haar Duisb; über die Stirne hängende Haare, bei Frauen Aach-Stdt; Bartflaum, dünner Schnurrbart Klev, Geld. — ζζ. Pl. lange Reihen gemähten Grases Rees-Wesel. — β. persönl. verächtl. αα. lang aufgeschossener, hagerer Mensch, bes. Weib, Mädchen;
en düərn Schm. Sieg, Allg.;
en schmill Wif Ahrw-Heimersh. — ββ.
-i·l.f mageres Schwein May. — 2. andere dünne, schmale Gegenstände. a. Metallzwinge an Geräten, Stöcken, u. zwar
-e·l., Pl.
-·l.ə Sieg-Vinxel;
-eləp, Pl.
-wə Meis-Meddersh (1 fehlt);
-i·l.f, Pl.
-wə May-Kollig (u. 1);
-ę·l.fχən, Pl.
-χər Wittl-Monzel (1
-īləf);
-iləf (1
-ī-) Trier-Stdt;
-u·l.əf, Pl.
-wə Koch-Hambuch Lutzerath Stdt (1
-i·l.);
-ǫ- Bitb-Dudeld (1
-ī:l);
-e·l.bər, Pl.
-bərn Prüm-Ringhuschd Steffeln (1
-i·l.əm);
-e·l.əm, Pl.
-mə Sieg (1
-e·l.);
-i- Kobl (1
-i·l.);
-e·l.əm Neuw (1
-ī:l);
-eləm Birkf (1 fehlt);
-ī- m. Simm (u. 1) [Simm-Schlierschd
-ī- u.
-E-);
-ęlmər Siegld;
-i·l.mərl Pl.
-rə m. Sieg-Roleber (1
-i·l.);
-i·l.məl, Pl.
-lə m. Sieg-Meind
(-i·l.). — Schelm m. Teil des Tabakpfeifenrohres, in dem der Schlauch sitzt Neuw-Datzeroth. — b. Schwiele, Druckstelle in der Hand, u. zwar
-īl, Pl.
-lə Birkf-Steinbg (1 fehlt);
-il Lennep-Dabringhsn (u. 1), MülhRh-BGladb (u. 1);
-ī·ə.l MGladb-Rheydt;
-ǫ·l. Altk-Steeg. — c. Tiere. α. Blattlaus an der Unterseite der Gemüsepflanzen, an der vicia faba, u. zwar nach Wk. VII 39 an der Saar, Trier, Bernk, WEif, u. zwar meist Pl. t.
-ī:lən Saarbr-Lauterb, Trier-Cordel Eitelsb Konz Mehring Minden Osbg, Bitb-OGeckler Nusbaum, Prüm-Maxw;
-i·l.ən Trier-OEmmel Wintersd, Bernk-Lükkenbg Neunk, Prüm-Jucken (in diesem bis jetzt genannten Geb. lautet 1 ebenso; aber an der Mos
-īləf); die ganze Saar, wo Schm. 1 sehr vereinzelt ist, hat
-ilwən, seltener
-e-, ebenso Trier (u.
-ī-), Bernk-Merschd [Merz-Brotd
-e·l.bən, Trier-Stdt
-i·l.f, Pl.
-wən, aber
-iləf 2 a; Trier-Cönen
-ø·l.wən, Trier-Gilzem
šwīlən]. — β.
-ilwə Pl. Holzwürmer Ottw-Theley. — γ.
-īl, Pl.
-lə Feuersalamander Neuw-Stebch.