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ho

ahd. bis lat. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

EWA
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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

ho

hovaroht(i)AWB, hoviroht(i)AWB adj., im Abr
(1,221,10 [Kb, Ra]) und weiteren Gl.: ‚einen
Buckel habend, bucklig, krumm, einen
geschwollenen Hals habend; gibbero-
sus/gypperosus, gibbosus, gibbus, obliquus,
strumosus
(mhd. hoveroht, hovereht; as. ho-
varodi [Gl. 2,241,9 = WaD 81, 17, 11. Jh.],
mndd. hȫverich; ae. hoferede). Denominale
Ableitung mit dem Fortsetzer des Suffixes
urgerm. *-aχta/i- (vgl. Krahe-Meid 1969: 3,
§ 145). S. hovar. – hovastatAWB, hofstatAWB f. i-St.,
in zahlreichen Gl. ab dem 9. Jh., bei NBo:
‚Grund und Boden eines Hofes (samt Ge-
bäuden), hof(statt), Wohnstätte, Tenne; ara-
le, area, area inhabitandi, areola, burgus,
casale, curtiferum, curtile, fundus, mansura,
saeptum, sedes
(mhd. hovestat, hofstat, nhd.
Hofstatt; mndd. hōvestat, hofstat; mndl. ho-
vestat; vgl. as. hofstedi [WaD 23, 13 hofstadi
nom.pl.], mndd. hofstede; mndl. hofstede; in
anderer Bedeutung aisl. hofstaðr m. ‚Heilig-
tum‘
). Determinativkomp. S. hof, stat. – hovatrûtho
vatrûtAWB
m. a-St., in Gl. ab dem 12. Jh., haupt-
sächlich im SH: ‚Höfling, Diener am Hof;
aulicus
(mhd. hovetrût m. n.). Determina-
tivkomp. S. hof, trût. – hovawartAWB m. a-St.,
Gl. 2,521,51 (1. Hälfte des 13. Jh.s, alem.).
52 (2 Hss., 10. oder 11. Jh., alem., bei 1 Hs.
Zeit des Gl.eintrags unbekannt). 564,67
(10./11. Jh.), LBai: ‚Hofhund; canis, canis
miles
, eigtl. ‚Hofwächter‘ (mhd. hovewart
st. m., hovewarte sw. m. [DRW 5, 1374 f.],
auch als FamN, nhd. Hovawart [Hunderas-
se]; as. hovaward [Gl. 2,577,67 = WaD 92,
35], mndd. hofwart; ae. hofweard ‚Hofwäch-
ter; aedilis
). Determinativkomp. S. hof,
wart. – hovazûnAWB m. i-St., Gl. 2,353,15 (3
Hss., 2. Drittel des 11. Jh.s und 12. Jh., beide
bair., bei 1 Hs. Zeit des Gl.eintrags unbe-
kannt): ‚Umzäunung eines Hofes; tuninus
(mhd. hovezûn, nhd. Hofzaun; mndd. hoftūn
‚Hausgarten‘; mndl. hoftuun ‚Umzäunung
[eines Hofes]‘
). Determinativkomp. S. hof,
1089 hovaroht(i), hoviroht(i) – hogênS1090
zûn. – hovejungerAWB mhd. st. m., Gl. 3,381,23
(12./13. Jh., mfrk.): ‚Hofhöriger, Gefolgs-
mann am Hof; curtilis
(mhd. auch in der
Bedeutung ‚Gerichtsbote‘, frühnhd. hofjün-
ger; vgl. DRW 5, 1248 f.). Determinativ-
komp. S. hof, jungiro. – hövecAWB mhd. adj., Gl.
3,265,40 (13./14. Jh.): ‚zum Hof gehörig; au-
licus
(frühnhd. höfig, nhd. mdartl. schweiz.
höfig ‚höflich, wohlgesittet‘ [Schweiz. Id. 2,
1041
; Stalder, Versuch eines schweiz. Id. 2,
50]; mndd. hōvich ‚zu einer Bauernstelle ge-
hörig‘
, hōvich lant ‚Bauernland‘; mndl. hovich
‚höflich‘). S. hof, -îg. – höveschAWB mhd. adj.,
Gl. 3,377,26 (12./13. Jh., mfrk.): ‚zum Hof
gehörig, höfisch, am Hof gebräuchlich‘
, nur
in hövesch bendelîn ‚Stirnband; redimicu-
lum
(nhd. höfisch; mndd. hȫvesch; mndl.
hovesc; afries. hovisk). Denominales Adj.
mit dem Fortsetzer des Suffixes urgerm.
*-iska-. S. hof, -isc. – hoveschalcAWB mhd. st. m.,
Gl. 3,666,8 (13. Jh.): ‚Hofknecht; colonus
(frühnhd. hofschalk ‚Hofnarr‘). Determina-
tivkomp. S. hof, skalc. – hoffoAWB m. n-St., nur
Gl. 3,363,13 (12./13. Jh.): ‚Hüfte; femur. S.
huf. – hofgesindeAWB mhd. st. n., Gl. 3,68,59
(SH, 15. Jh.): ‚Gesinde, Dienerschaft am
Hof; familia
(nhd. Hofgesinde; mndd. hof-
gesinde; mndl. hofgesinde). S. hof, gisindi. –
Ahd. Wb. 4, 1169 ff.; Splett, Ahd. Wb. 1, 394.
395. 407. 436. 818. 830. 924. 1024. 1066.
1200; Köbler, Wb. d. ahd. Spr. 555 f.; Schütz-
eichel6 164; Starck-Wells 280. 288. 822;
Schützeichel, Glossenwortschatz 4, 351.
353 ff. 418 (s. v. huf).
3562 Zeichen · 213 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    ho

    Althochdeutsches Wörterbuch · +10 Parallelbelege

    ho .. S 293,9 s. houbit.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    adj., adv., stf.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    hô adj. adv. stf. s. hôch, hôhe, hœhe.

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ³hôconj.

    Mittelniederdeutsches Wb. · +3 Parallelbelege

    3 ° hô (hoe) , conj. , wie, je, hô —

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    hointerj.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    ho , interj. , einen lauten und gröberen anruf in sich schlieszend, vergl. unter ha sp. 5. 1 1) es ist ermunternder zuru…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ho

    Goethe-Wörterbuch

    ho Interj a in Ausruf von Frohlocken, Freude od Verärgerung, auch als Aufforderung zum Herhören, Reagieren, einmal als R…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ho

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Ho (»Menschen«, auch Larkha Kol, »kämpfende Kol«), der körperlich begabteste Stamm der Kolarier im Distrikt Singhbum in …

  7. modern
    Dialekt
    ho

    Elsässisches Wb. · +11 Parallelbelege

    ho [hù K. Z. ] Interj. bei gleichgiltiger Hinwegsetzung über einen Einwurf oder Vorwurf: [hù, wàs leit s mér ôn! meinetw…

  8. Latein
    ho

    Mittellateinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    ho - v. et o-. Wellhausen

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