bequem üb 900 Belege 1 als sachl Qualität, in überwiegend positiver Wertung; oft iVbdg mit sinnverwandten Charakterisierungen wie ‘leicht, (natur-)gemäß, natürlich, anständig, schicklich, gefällig, angenehm, heiter, frei, schön, gut, sicher, behaglich’; mehrf idWdgn ‘es b. haben’, ‘es sich, jdm b. machen’ a passend, geeignet, angemessen, günstig, sowohl iSv sachdienlich, zweckmäßig, häufig ‘b. zu etw’, als auch iSv naturgemäß sowie subjektiv gelegen, genehm, häufig ‘jdm b.’; iVbdg mit ‘angemessen, analog, zureichend, nutzhaft, glatt’ ua eine Wohnung .. die zu solchen Arbeiten b. [a proposito] sei GWB44,44,7 Cell III 4 Ansehn .. im Volke .. bei Mächtigen Einfluß, | Oder was sonst noch b. unter den Menschen erscheint GWB1,315 VenEpigr 166 so war mir dieses Geschäft [Fl] zuletzt sehr gelenk und b., ja sogar anmuthig GWBB21,215,9 Sartorius 23.3.10 Nun ist mir’s b. dein gestrenges Gebot, | Ich eile zu scheiden, ich suche den Tod GWBPand 485 [für: convenient] GWB46,222,16 Hackert TgbKnight GWBB22,22,5 Reinhard 22.1.11 GWBB49,230,2 Zelter 4.2.32 uö zur Bezeichnung des Naturgemäßen einer theoret Operation, meist in Vbdgn wie ‘sich b. ableiten lassen aus, anschließen an’ Und so lassen sich die Farben bei Gelegenheit der Refraction aus der Lehre von den trüben Mitteln gar b. ableiten GWBN1,98,14 FlD 239 gar hübsche Analogien .. wodurch sich diese Erscheinung [entopt Farben], die erst ganz isolirt dastand, daß man neue Hypothesen ausklügeln mußte, sich immer gelenker und b-er an das Bekannte schließt GWBB29,199,8 Schultz 8.6.18 GWBN2,280,8 FlP 643 uö, überwiegend mBez auf G-s Farbenlehre der menschl Natur bequem; meist zur Bezeichnung der notwendigen Subjektivität natwiss Anschauungs- u Erklärungsweisen; vereinzelt mBez auf die individuelle Anlage weder räthlich, noch möglich, sie [Teleologie] im Ganzen zu bestreiten .. eine triviale Vorstellungsart, die eben deßwegen .. trivial ist, weil sie der menschlichen Natur im Ganzen b. und zureichend ist GWBN7,218,11 AllgVergleichungslehre der .. Forscher .. damit er nicht überall schroff bei einerlei Erklärungsweise verharre, sondern in jedem Falle die b-ste, der Ansicht, dem Anschauen analogste zu wählen verstehe GWBN6,349,25 Morph Aphorist GWBN10,207,4 HypothErdbildg GWB20,397,8 Wv II 17 Gespr(He2,327) Riemer 27.8.08 uö als ästhet Qualität, auch iSv eingängig, gefällig [iUz pompösen frz Barockoper] hatten die Italiäner die .. Entdeckung gemacht, daß wenige Personen .. durch melodischen Gesang, heitern und b-en Vortrag eine viel lebhaftere Wirkung hervorzubringen im Stande seien GWB45,169,2 RamNeffe Anm Eine lebhafte .. Einbildungskraft, um dem Dichter leicht zu folgen, eine Fähigkeit, das so Empfangene sinnlich b. wieder darzustellen GWB47,245,10 ÜbFlaxmanWerke Bretzner und Jünger [Lustspieldichter] .. gaben anspruchslos einer b-en Fröhlichkeit Raum GWB33,251,24 Camp 412,zu 280,6u23 Neueste dtPoesie Tab uö b der Annehmlichkeit des Daseins, dem Wohlgefühl dienlich, behaglich, auch komfortabel, überwiegend von Einrichtungen bzw als Qualität des zivilisierten, kultivierten Lebens; iVbdg mit ‘artig, zierlich, prächtig; bürgerlich, begünstigt’ ua; vereinzelt ‘das B-e’ Die Enge und Beschränktheit der .. Häuser, welche mit unsern Begriffen von b-er und stattlicher Wohnung nicht wohl vereinbar ist GWB491,171,22 Zahn,Pompeji [betr Dekoration im neuen Weim Schloß] Unser Fürst hat einen trefflichen Blick über das Schickliche und B-e, das Anständige und Lebensgemäße; nur ist er zu schnell geneigt das Schöne der Form dagegen aufzuopfern GWBB13,359,19 Voigt 26.12.98 die höheren Stände freuten sich .. dereinst am Neubrunnen [in Karlsbad] einen b-ern und schicklichern Spaziergang zu finden .. Aussicht .. aus dem .. unanständigen Gedränge in eine würdig geräumige Säulenhalle versetzt zu sein GWB36,18,27 TuJ [Birstal] hier ist nichts Willkürliches, hier wirkt ein alles langsam bewegendes ewiges Gesetz, und nur von Menschenhand ist der b-e Weg, über den man durch diese seltsamen Gegenden durchschleicht GWB19,226,17 BrSchweiz II ~ GWBB4,72,23 ChStein 3.10.[79] B-es Wandern GWB3,134 Titel GWB131,72,29 Was wir bringen uö zur Charakterisierung eines menschl (äußeren u/od inneren, allg od bes) Zustands; meist iVbdg mit ‘Leben’, ‘Zustand’ uä, speziell als ökonom Status einem so genügsamen Manne ein leidliches und b-es Dasein zu verschaffen GWB28,106,24 DuW 12 in früherer ruhiger Zeit .. da man zwar nicht im Überfluß, doch b. lebte GWBB10,263,2 Moser [22.5.95] K die Tagebücher deiner Reise .. wir dachten es uns so b., so artig, so gemüthlich und heimlich, die Welt .. in der Erinnerung zu durchreisen GWB20,11,9 Wv I 1 daß die Gewohnheit sich vollkommen an die Stelle der Liebesleidenschaft setzen kann, sie fordert nicht sowohl eine anmuthige als b-e Gegenwart, alsdann aber ist sie unüberwindlich GWB422,164,17 MuR(390) GWB491,297,2 Kupferstich nachTizian GWB12,97,23 Fischerin uö idWdg ‘es sich, jdm b. machen’ speziell vom Gast iSv ablegen (u Platz nehmen) GWB8,239,13 Egm III uö c mühelos, ungehindert, leicht, sehr häufig adv od iVbdg mit Verbalsubst; überwiegend iGz umständlich, lästig, seltener iGz schwierig; häufig als Qualität bei Vermittlung od Erwerb von Erkenntnis, (ästhet) Genuß uä, mehrf komp u superl; iVbdg mit ‘anmutig, reizend, nett, hübsch, lebhaft, auffallend, lehrreich, gründlich’ ua Sich zu fürchten ist leicht, aber beschwerlich; Ehrfurcht zu hegen ist schwer, aber b. GWB24,242,10 Wj II 1 das ist ja der Werth der Kunst, daß sie uns .. das Vergangene so wie das entfernte Treffliche b. .. vor die Augen bringt GWBB22,63,9 Przin CarolLouise 15.3.11 K So sind .. seine Figuren .. beschwerlich zu entziffern; da hingegen die Newtonischen, obgleich meistens falsch, den großen Vortheil haben, b. zu sein und deßhalb faßlich zu scheinen GWBN4,89,13 FlH VI Rizzetti so sind diese Versuche um desto erwünschter, als sie sich leicht und b. anstellen lassen. Jeder Liebhaber kann sich den Apparat, ohne große Umstände und Kosten, anschaffen GWBN1,123,8 FlD 300 Übrigens findet man .. am Ende des letzten [Teils von Fl], zu b-erem Gebrauch eines so complicirten Ganzen, Namen- und Sach-Register GWBN4,409,27 Fl AnzÜbers GWBB8,170,20 CarlAug 3.2.87 GWB16,119 Legende 62 uö ohne zeitl od räuml Schwierigkeit, nur adv Die neue Johannisbrücke ist gut gebaut, so daß zwey Wagen einander b. ausweichen können GWBB21,312,5 CarlAug 24.5.10 GWB7,171,27 DivNot uö von (meist künstlerischer, geistiger) Fähigkeit, Fertigkeit iSv gewandt, virtuos, souverän Charlotte spielte sehr gut Clavier; Eduard nicht eben so b. die Flöte GWB20,27,11 Wv I 2 nun käm’ es auf entschiedenes [dichterisches] Talent an .. ob es sich in diesen verschiedenen Armaturen und Masken [Versmaße, Rhythmen] frei, b. und geistreich .. bewegen könne GWB40,420 FrzHaupttheat Var historische und antiquarische Gegenstände .. ergriff er sie munter durch eine glückliche Vorstellungskraft und erhielt sie sich durch das b-ste Gedächtniß GWB28,45,28 DuW 11 GWB47,227,8 Raffael,Apostel GWB131,163 Prol 15.10.93 Vs 16 uö iSv frei, großzügig, flexibel; mehrf verbunden od korrespondierend mit ‘frei, reichlich, Reichtum, Fülle’; vereinzelt von Kleidung, einmal übertr auf eine Naturform iGz schroff, steil Er .. band .. die Zweige der Pfirsichbäume .. an die Spaliere, um einen reichlichen und b-en Wachsthum der Früchte zu befördern GWB26,56,12 DuW 1 Italiäner .. Ihre Prosaisten werden Poeten .. weil sie dasjenige, was mit dem Dichter geboren wird, in ihren Kinderjahren gleich aus der zweiten Hand empfangen und mit einem b-en Reichthum nach ihren Fähigkeiten gar leicht gebahren können GWB411,76,26 DonCiccio Ihre Anmuth ist von der Art, daß sie, um sich zu äußern, sich b. darzuthun, einen gewissen Raum braucht GWB251,206,5 Wj III 10 Die Sprache .. Fest liegt der Grund, b. ist der Gebrauch, | Und wo man wohnt, da muß man sich gewöhnen GWB51,47 Etymologie 6 die Natur .. Da hat sie rein den Erdball abgeründet, | Der Gipfel sich, der Schluchten sich erfreut | .. Die Hügel dann b. hinabgebildet [dann hat sie herabgebildet Var], | Mit sanftem Zug sie in das Thal gemildet GWBFaust II 10101 GWBB9,118,22 CarlAug 12.5.89 GWB20,178,25 Wv I 17 GWB24,258,19 Wj II 2 uö d in krit od iron Äußerungen, speziell iSv der menschl Trägheit od egoist Interessen entgegenkommend; mehrf ‘etw b. finden’, ‘es ist (jdm) b.’ Die Römer waren aus einem engen, sittlichen, b-en, behaglichen, bürgerlichen Zustand zur großen Breite der Weltherrschaft gelangt, ohne ihre Beschränktheit abzulegen GWBN3,127,19 FlH II weil die Kenntniß b-er ist als das Thun GWB27,159,9 DuW 8 Eduard .. sprach .. von der gegenseitigen Neigung Charlottens und des Majors, die er, weil es ihm gerade b. und günstig war, mit lebhaften Farben ausmahlte GWB20,353,17 Wv II 13 Schlaf’ ich, so schlaf’ ich mir b. | Arbeit’ ich, ja ich weiß nicht wem GWB2,229 Sprichw 133 GWBTgb 1.2.79 uö von best Denkgewohnheiten, auch Kunstrichtungen [Gast:] die Art der neuen Herren Philosophen .. b-er ist es freilich die Welt nach der Idee zu modeln, als seine Vorstellungen den Dingen zu unterwerfen GWB47,168,24 Samml 6 Der eine ist ein Narr, der voller Einfaltsprätensionen steckt. “Meine Mutter hat Gänse” [Lied von Matthias Claudius] singt sich mit b-erer Naivetät als ein: “Allein Gott in der Höh’ sei Ehr” GWB32,105,26 ItR GWBN51,164,27 ÜbNewt DivRefrangib GWB40,134,2 FrzHaupttheat uö 2 als menschl Eigenschaft u Verhaltensweise a ungezwungen, umgänglich, jovial, auch anpassungsfähig; vereinzelt ‘der B-ste’ [GMKraus] war der angenehmste Gesellschafter .. dienstfertig ohne Demuth .. fand er sich überall zu Hause, überall beliebt, der thätigste und zugleich der b-ste aller Sterblichen GWB29,169,3 DuW 20 daß die .. Großen, so ceremoniös sie nach außen erscheinen, doch nach innen gegen ihre Hausgenossen b. und vertraulich leben GWB46,62,23 WinckelmGesellsch [Homunc üb Faust:] Wie wollt’ er sich hierher gewöhnen! | Ich, der b-ste, duld’ es kaum GWBFaust II 6935 Laboratorium im Sinne des Mittelalters [für: easy] GWB46,173,22 Hackert TgbKnight uö iSv entgegenkommend, gefällig, auch willig Und dann fällt’s den Jahren auf einmal ein, | Nicht mehr wie sonst b. zu sein; | Wollen nicht mehr schenken, wollen nicht mehr borgen GWB2,288 Die Jahre 6 [Hzg:] So war ich heiter, aller Menschen Freund, | Behülflich, wach, zu Rath und That b. GWBNatT 1642 Und jedes Mädchen wär’ gern b., | Wenn nur eine andre in’s Kindbett käm’ GWB4,170 Ein Aber dabei 7 GWBFaust II 7373 GWB22,78,15 Lj IV 14 ~ 52,237,12 ThS VI 9 b nachlässig, träge, phlegmatisch, auch: geistig unbeweglich, unkritisch; vereinzelt mit Zurücktreten des pejor Moments; je einmal ‘der B-e’ u ‘der B-ste’ Schlendrian in dem die mehrsten deutschen Schauspieler b. hinleiern GWBB9,263,22 Reichardt 30.5.91 Oesern, welcher auch unter diejenigen Menschen gehörte, die ihr Leben in einer b-en Geschäftigkeit hinträumen .. schien ein gewisser Fleiß seinem Alter vorbehalten zu sein GWB27,153,5 DuW 8 Bemerkung, daß der unpoetische, in seinem bürgerlichen Behagen b-e Kunstfreund gewöhnlich da einen Anstoß nimmt, wo der Dichter ein Problem aufzulösen .. gesucht hat GWB32,179,17 ItR eine Anzahl bewaffneter Leute .. die er .. an ihrem treuherzigen Gange und dem b-en Tragen ihres Körpers sogleich für ein Commando Landmiliz erkannte GWB21,68,28 Lj I 13 ~ 51,154,6 ThS II 6 GWBN2,18,23 FlP 31 GWB18,328,7 Nov uö → anständig-GWBbequem herrlich-GWBbequem GWBlustig-bequem-gefällig GWBrhythmisch-bequem sorgfältig-bequem GWBvertraut-bequem vgl GWBbehaglich zu 1 a—c u 2 a GWBangenehm GWBanständig GWBartig GWBgefällig GWBgätlich GWBgeschickt GWBgut GWBläßlich natürlich schmiegsam ungezwungen willig zwanglos zu 1 a GWBannehmlich GWBdienlich GWBdiensam GWBeingänglich GWBentgegenkommen(e-d) GWBgeeignet GWBgelegen GWBgünstig GWBkonvenabel GWBkonvenient passend praktisch sachgemäß schicklich vorteilhaft zweckdienlich zweckmäßig zu 1 c GWBeinfach GWBfrei GWBleicht mühelos simpel ungehindert zu 2 a GWBfrei umgänglich zu 2 b GWBfaul nachlässig GWBlässig trägeRose UnterbergerR. U.