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gut

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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Gut adj, adv

Bd. 2, Sp. 483a
Gut, besser, beste, I. adj. u. adv. 1. Sinnliches Wohlgefallen erwekkend, angenehm; in Gegensatz dessen, was schlecht ist. Rosen und Veilchen riechen gut, dem Einen aber riechen Rosen, dem Andern Veilchen besser. Ein guter Geruch. Dem Hungrigen schmeckt alles gut. Eine gute Speise, ein guter Wein. Ein guter Geschmack. »Und das Weib schauete an, daß von dem Baume gut zu essen wäre.« 1 Mos. 3, 6. Ein gutes Aussehen haben, d. h. ein angenehmes Äußeres haben, auch gesund aussehen. Eine gute Gestalt, Miene, Gesichtsbildung haben. Gutes Wetter, angenehmes. I Bergbaue hat es eine andere Bedeutung, wo man nämlich unter gutem Wetter die frische, von Schwaden und Arsenikdämpfen und Dünsten nicht verderbte, nicht stockende Luft in der Grube darunter versteht. Das sieht gut aus. Das stehet ihm gut. Hier ist gut sein, gut wohnen. Hier lebt sichs gut. Sich einen guten Tag machen, d. h. einen angenehmen, vergnügten. Gute Tage bei jemand haben. Der gute Tag, in einem Fieber, derjenige, an welchem man vom Fieber verschont bleibt. Der gute Montag, bei den Handwerkern, an welchem man sich etwas zu gute thut; auch der blaue Montag. Sich etwas zu gute thun, d. h. sich ein sinnliches Vergnügen machen. Sich auf eine Sache etwas zu gute thun, sich daran ergetzen, besonders darum großes Vergnügen daran finden, weil man sie sein nennen kann, sich etwas darauf einbilden. Hier in dem kleinen Busch sitz' ich in guter Ruh. Gellert. Х Was giebt es gutes Neues? Was schreiben die Zeitungen Gutes? Zuweilen auch dadurch angenehm, daß es keine Beschwerde, Mühe  verursacht. Ein guter Weg. Hier fährt, geht  es sich sehr gut. I diesem Wagen fährt sichs gut. Hier sitzt sichs gut. Er hat gut machen, d. h. er kann es wol machen, daß es ihm nicht schwer wird, keine Mühe macht. Du hast gut reden, lachen. Es ist gut wirthschaften, wenn man alles Nöthige hat. Solche Gesetze sind besser zu geben als zu halten.[] Wer so ein Schooßkind ist, den hat der Neid gut hassen, Günther; d. h. den haßt der Neid vergebens. Zuweilen auch, angenehme Empfindungen habend, vergnügt. Gutes Muthes, guter Dinge sein. 2. Die verlangte oder gewünschte Eigenschaft, Beschaffenheit habend. 1) Isofern es dem Gegenstande, den Umständen gemäß ist. Einen guten Grund legen. Einen guten Rath geben. Dazu ist es sehr gut. Das kann ich dazu gut gebrauchen. Er sieht mich für gut genug dazu an. Eine gute Antwort geben, eine passende. Das war gut geantwortet. Das war gut gegeben. Er spricht gut. Ein Schauspieler, der gut spielt; ein guter Schauspieler. Ein gut getroffenes Bild. Х Einen guten Treffer haben, gut treffen können. Diese Gewächse thun hier nicht gut, d. h. taugen hieher nicht, sind hier nicht an ihrem rechten Orte, sie schaden hier. I engerer Bedeutung, insofern es den Regeln der Kunst gemäß ist. Ein gutes Gemählde, Gedicht. Eine gute Darstellung. Ein guter Mahler, Dichter. Gut, oder gutes Deutsch sprechen. Gut spielen, singen, geigen  Ein guter Spieler, Sänger, Tänzer  2) Isofern es der Absicht, dem Bedürfniß des Verlangenden gemäß ist. Es fand sich bald eine gute Gelegenheit. Mit gutem Winde segeln, mit günstigem. Gutes Land, fruchtbares. Ein gutes Jahr. Eine gute Ernte. Hier ist gute Weide. Eine gute Versorgung. So ist es gut. Das gehet, stehet gut. Das läßt sich gut an. Es läßt sich mit dem Kranken gut an, es bessert sich mit ihm. Es soll alles gut, aufs beste besorgt werden. Es war sehr gut, daß er kam. Er ist gut zu Fuße. Ein Hirsch ist gut von Leibe, gut an Feiste, gut von Gehörn, von Haut und Haaren, wenn er in allen diesen Stükken so beschaffen ist, wie ihn der Jäger verlangt. Was ist das, was die Welt nennt mit dem Namen gut? Fast immer ist es das, was jeder will und thut. Logau. Eine Sache thut gut, wenn sie oder ihr Erfolg dem Wunsche gemäß ist, wenn sie nützt  Diese Arzenei wird gut thun. Meine Augen wollen nicht mehr gut thun, d. h. genügen nicht mehr meinem Bedürfniß, sie zu gebrauchen. 3) Isofern es seinem Zwecke, seiner Bestimmung gemäß, oder in seiner Art vollkommen ist. Eine gut gerathene, gut gemachte Sache. Das Brot ist gut gerathen, gut gebacken, so daß es ohne Nachtheil und mit Wohlgeschmack genossen werden kann. Gutes Brot, das diese Beschaffenheit hat. Gutes Bier  Ein gutes Gesicht, einen guten Geruch, einen guten Geschmack haben. Bei den Jägern hat ein Hund eine gute Nase, wenn er gern sucht und richtig findet. Ein gutes Werkzeug, Geräth, das seiner Bestimmung vollkommen entspricht. Ein gutes Messer, das gut schneidet. Ein gutes Schwert. Sich gut halten, d. h. sich brav halten, brav sein. Auch Geron ifl zu seh'n, wie ihn sein gutes Schwert Aus pflichtvergeßnem Traum entsetzlich aufgestört. Alxinger. Gute Waare. Gutes Tuch. Ein guter Verstand. Ein guter Wirth, der gute Wirthschaft treibt oder gut wirthschaftet. Bei den Anstreichern heißt gut streichen, das Holz, eine Wand  zum letzten Mahle anstreichen, zum letzten Mahle darauf Farben auftragen und das Anstreichen damit, als so beschaffen wie es sein soll, vollenden. So auch bei den Maurern, gut weißen. »Und Gott sahe an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war alles sehr gut.« 1 Mos. 1, 31. Es wäre alles gut, wenn  Es muß gut sein, d. h. man muß es für gut halten, man muß damit zufrieden sein. Hieher gehören auch die im gemeinen Leben üblichen Redensarten: es mag gut sein, es ist schon gut, etwas gut sein lassen, es so ansehen als wenn es gut wäre, auch, es ungeahndet lassen, nicht weiter daran denken, davon sprechen; etwas gut heißen, etwas billigen; einem etwas zu gute halten, es ihm nicht übel nehmen. Etwas wieder gut machen, es wieder in seinen vorigen Zustand versetzen; zuweilen auch, es verbessern, vergelten; so auch gutthun. — — Dann will ich den Fehl dir [] Durch die zärtlichste Freundschaft — gutthun, Klopstock; d. h. dann will ich den Fehler wieder gut zu machen suchen. I engerer Bedeutung, der bürgerlichen Bestimmung, den bürgerlichen Gesetzen  gemäß. Ein gutes Betragen. Eine gute Aufführung. Sich gut betragen, aufführen. Ein guter Bürger, Ehemann, Hausvater  Der gute Name, der gute Ruf, die vortheilhafte Meinung bei Andern, daß man seiner bürgerlichen Bestimmung gemäß lebe. Besonders aber in sittlicher Hinsicht, der sittlichen Bestimmung, den Foderungen der Vernunft oder den göttlichen Gesetzen gemäß; wie auch, eine mit dieser Bestimmung, mit diesen Foderungen und Gesetzen übereinstimmende Gesinnung habend und an den Tag legend, sittlich vollkommen; in Gegensatz von böse. Gewöhnlich wird es hier aber nicht im strengsten Sinne genommen, in welchem nur allein Gott gut genannt werden kann, wie in der Stelle Matth. 19, 17. »Niemand ist gut, denn der einige Gott.« Ein guter Mensch, der alle seine Pflichten nach Kräften zu erfüllen sucht. Die Guten, d. h. die guten Menschen. Gott läßt regnen über Gute und Böse. Drei Worte hört man bedeutungsschwer I Munde der Guten und Besten. Schiller. Ein guter Geist, der seiner hohen sittlichen Bestimmung treu geblieben ist, in Gegensatz eines bösen. Du Seele bist der gute Geist. Overbeck. Gute Handlungen, Sitten. Das Gute wollen und thun. Gutes thun. Ein guter Lebenswandel. Gute Vorsätze fassen. Das gute Gewissen, das Bewußtsein das Gute gewollt und nach Kräften gethan zu haben. I engerer Bedeutung wird gut auch von einzelnen Eigenschaften, die der sittlichen Bestimmung gemäß sind, gebraucht. (1) Für friedlich, verträglich, sanft, freundlich, liebreich. Ein guter Nachbar. Ein guter Ehemann. I gemeinen Leben eine gute, ehrliche Haut, ein guter, friedlicher Mensch, der niemanden schadet, niemanden Leides thut; mit dem Nebenbegriffe der Einfalt. Noch stärker druckt man diesen Begriff durch den Ausdruck aus: er ist ein guter Narr. — I Guten aus einander gehen, d. h. ohne Streit, ohne Zorn. Einem etwas in Guten sagen, auf eine sanfte, liebreiche Art. Dann auch in weiterer Bedeutung, ohne Zwang dabei zu gebrauchen. Sage mirs in Guten, d. h. gutwillig oder freiwillig, damit ich keine Zwangsmittel anwenden darf. So auch, etwas in Guten thun, ohne dazu gezwungen zu werden. Einem auf eine gute Art Vorstellungen machen, die Wahrheit sagen. Ein guter Herr. Ein guter Vater. »Die gute Mutter denkt wohl (wol) Wunder, was dir fehlt.« Gellert. Einem gute Worte, oder die besten Worte von der Welt geben. Ein gutes Wort findet eine gute Statt. Von Personen, die sich entzweiet hatten und sich wieder vereinigen, sagt man, sie seien wieder gut. So auch von einem, der aufgebracht oder erzürnt war, er ist nun wieder gut. »Sei nur wieder gut.« Gellert. Einen wieder gut machen, ihn wieder aussöhnen, zufrieden  machen. (2) Anderer Wohlfahrt wünschend und befördernd, und in dieser Gesinnung gegründet; in dieser Bedeutung ohne Steigerung. Es gut mit einem meinen. Er ist zu gut, sagt man von einem Menschen, der sich selbst beraubt, um Andern geben, um zu Andrer Wohlfahrt beitragen zu können. Etwas aus guter Meinung, aus oder in guter Absicht thun. Auch häufig als Umstandswort mit sein, werden, bleiben. Einem gut sein, ihn lieben, sein Bestes wünschen. »Amalie, die nur ihren Mann liebt und ihre Kinder, allen übrigen Wesen nur gut ist.« Jacobi. Er ist ihr von Herzen gut, er liebt sie sehr aufrichtig. Auch für gefällig. Sein Sie doch so gut und kommen Sie. »Wenn Sie so gut sein und hinunter gehen wollen.« Gellert. I der vertraulichen Sprechart gebraucht man es oft für lieb, als einen zärtlichen Ausdruck »Du gutes Kind du dauerst mich.« Gellert. Oft verschwindet dieser Nebenbegriff des Zärtlichen mehr oder weniger. So redet man eine geringe Person, die man nicht kennet und deren Na=[] men man nicht weiß guter Freund, guter Mann, gute Frau, an. Die gute Frau klagt beständig über schlechte Zeiten. Nur dieses fiel mit alle dem Dem guten Burschen unbequem. Lichtwer. Zu einer bloßen Formel wird es in Briefen, wo sich vornehme Personen gegen geringe guter Freund zu unterschreiben pflegen. Auch Fürsten unterschreiben sich in ihren Briefen an einander guter Bruder, gute Schwester. So ist es auch bloß Formel ohne besondre Bedeutung in den Worten, mit welchen kaiserliche Schreiben an Könige, Kurfürsten und Fürsten des Reichs geschlossen wurden. »Und verbleiben Iro mit kaiserlicher Freundschaft (Gnade) und allem Guten wohl beigethan.« 4) I so fern es nicht allein dem Zweck und seiner Bestimmung gemäß, in so fern also vollkommen ist, sondern auch zur Vollkommenheit und Wohlfahrt eines andern Dinges mehr oder weniger beiträgt. Gute Grundsätze, guten Unterricht ertheilen. Eine gute Erziehung geben. Gute Einrichtungen, Anstalten treffen. Oft ist das nicht gut für uns, was wir uns sehnlich wünschen. Gott lenket oft das Böse zum Guten, leitet die Umstände so, daß das Böse für das Allgemeine gute Folgen habe, zur Vollkommenheit des Ganzen gereiche. Gutes stiften. Х Dir zu gute, d. h. zu deinem Besten. Das kömmt uns allen zu gut. Das bedeutet nichts Gutes. Hieher gehören auch die im gemeinen Leben üblichen Grüße: guten Morgen! guten Tag! guten Abend! gute Nacht! 5) Einen beträchtlichen Grad des Werthes, Ansehens  habend. Gutes Geld, in Gegensatz des geringen, leichten und falschen. Ein guter Groschen, der 12 Pfennige gilt, zum Unterschiede von einem Kaiser= und Mariengroschen. Ein guter Gulden, ein Gulden von 21 Gr., zum Unterschiede von einem geringern. Das hat seine guten Ursachen, d. h. gültige, triftige. Diese Nachricht kömmt von guter Hand, d. h. sie ist zuverläßig. Von gutem Stande sein. Aus einem guten Hause sein. Einer ist so gut wie der Andre. Er ist nicht besser, nicht schlechter. Seine guten Kleider anziehen, d. h. die feinen, schönern, kostbarern, in Gegensatz der geringern. Die guten Geräthe in Gebrauch nehmen. Hieher ist auch der kaufmännische Gebrauch des Wortes gut zu ziehen, nach welchem der kaufmännische Werth damit bezeichnet wird. So ist ein Kaufmann gut, wenn er vermögend ist und man bei ihm sicher geht (wenn er Credit hat); er ist sehr gut (hat großen Credit); er ist für so oder so viel gut. So auch, ein gutes Haus, d. h. ein Handelshaus das gut ist. 6) Einen ansehnlichen Grad innerer Stärke habend. Ein gutes Gedächtniß. Einen guten Schlaf haben. Es geschieht mit seinem guten Willen. Ih weiß es sehr gut. Ein jeder weiß am besten, wo ihn der Schuh drückt. Er kennt ihn nur gar zu gut. Gut Französisch, Englisch, Preußisch gesinnt sein. Gut essen, d. h. viel essen, und in einem andern Sinne, täglich schmackhafte und nahrhafte Speisen reichlich genießen, wofür man auch sagt, einen guten Tisch führen. Dann, als ein Vergleichswort für sehr wohl. Der Eine will so gut davon haben, wie der Andre. Ih muß so gut warten, als du. Sie ist so gut daran Schuld, als er. I gemeinen Leben sagt man auch, es ist so gut als geschehen, für, es ist ganz gewiß und daher so zu betrachten, als ob es schon geschehen wäre. Es ist so gut, als hätte ich es schon. »Julchen ist so gut als besiegt.« Gellert. 7) Auch gebraucht man gut, einen Grad der Menge und Ausdehnung zu bezeichnen, für beträchtlich, reichlich. Eine gute Menge. Sie kamen in guter Anzahl. Er hat ein gutes Stück, ein gutes Theil bekommen. Ih befinde mich heute ein gutes Theil besser als gestern. Es sind sechs gute Ellen, oder gute sechs Ellen. Ein gutes Stück vom Hause ab. Es ist eine gute Meile bis hin. Es hat schon eine gute Zeit gedauert. Man ließ ihn eine gute Weile warten. Hieher gehört auch der Ausdruck im gemeinen Leben, gut und gern. Die Straße ist gut und gern tausend Schritte lang. Es waren gut und gern sechs hundert Menschen im Saale. II) Als ein Nebenwort allein, wohin außer den im Vorigen vorkommenden [] Fällen noch folgende zu rechnen sind. 1) Als ein Ausruf, Billigung und Beifall zu bezeigen. Gut! ich bin damit zufrieden, es mag dabei bleiben! »Willst du deiner Schwester etwas geben, wohl gut!« Gellert. Zuweilen ist damit einiger Spott und eine versteckte Drohung verbunden. Sie wollen also bei Irem Widerstande beharren? Sehr gut! Gut, wir sprechen uns weiter. Gut, sprach er, stecht nur immer kühn, Ir findet hier heut euer Grab. Gellert. 2) Х Für genug. Es ist gut. So ist es gut. Gut, nicht mehr! Hieher gehört auch die Redensart, kurz und gut. Kurz und gut, ich will es! d. h. genug, mit Einem Worte, ich will es. »Sagen Sie mir kurz und gut, ob Sie kommen wollen.« Gellert. 3) Für etwas gut sein, gut stehen, gut werden, Bürge dafür sein oder werden. Für jemand gut sagen, für ihn bürgen. Ih bin gut dafür, ich bürge dafür. Ih bin für allen Schaden gut, ich hafte für allen Schaden. Einem etwas gut thun, es ihm ersetzen, vergüten. Das soll Inen zu gute gehen, das soll Inen zu Irem Vortheil angerechnet werden. Gut behalten, noch bei einem Andern zu fodern haben. I Spiele sagt man auch, einem gut geben, einem voraus geben, einen Theil des Spieles in voraus gewonnen geben. Gut machen, gewinnen. I einer andern Bedeutung gebraucht Wieland gut machen für wahr machen, erfüllen: — mein Wort, trotz allen deinen Wachen. Mit meinem Leben gut zu machen. S. auch Besser und Beste.
14892 Zeichen · 301 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gut(Part. Prät.=)Adj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    gut , (Part. Prät.=)Adj. nhd. bekannt E.: Herkunft ungeklärt? L.: Lü 132a (gut)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gut

    Adelung (1793–1801) · +14 Parallelbelege

    Gut , adj. et adv. Compar. besser, Superl. beßte oder beste. Es ist in einer doppelten Gestalt üblich. I. Als ein Bey- u…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gut

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    gut Von reichl 20000 exzerpierten Belegen etwa 30 vH in den Steigerungsformen ‘besser’ u ‘best’ (in adv Funktion u in Be…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gut

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +5 Parallelbelege

    Gut (engl., spr. gött, »Darm«), s. Seidendarm .

  5. modern
    Dialekt
    Gut

    Elsässisches Wb. · +11 Parallelbelege

    Gut [Kyt Winzenh. ] weibl. Vorname: Judith. E dummi Güt! ein ungeschicktes Mädchen. Demin. Gitt e l, Jitt e l, Jitt e le…

  6. Spezial
    gut

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    gut I adj. 1 (moralisch einwandfrei) bun (bugn, bona) 2 (gütig) da n bun cör 3 (artig, folgsam) pros (-sc, -ssa) 4 (freu…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gut

1.395 Bildungen · 704 Erstglied · 686 Zweitglied · 5 Ableitungen

gut‑ als Erstglied (30 von 704)

gutartig

SHW

gut-artig Band 2, Spalte 1529-1530

Gutdusel

SHW

Gut-dusel Band 2, Spalte 1529-1530

Gutedel

SHW

Gut-edel Band 2, Spalte 1529-1530

Gutgenug

SHW

Gut-genug Band 2, Spalte 1537-1538

Guthaben

SHW

Gut-haben Band 2, Spalte 1537-1538

gutherzig

SHW

gut-herzig Band 2, Spalte 1537-1538

Guthäher

SHW

Gut-häher Band 2, Spalte 1537-1538

Gutlottel

SHW

Gut-lottel Band 2, Spalte 1537-1538

gutmütig

SHW

gut-mütig Band 2, Spalte 1537-1538

Gutschnute

SHW

Gut-schnute Band 2, Spalte 1539-1540

Guttat

SHW

Gut-tat Band 2, Spalte 1539-1540

gutwillig

SHW

gut-willig Band 2, Spalte 1539-1540

Gutöl

SHW

Gut-öl Band 2, Spalte 1537-1538

Guta N.

Idiotikon

Guta N. Band 1, Spalte 602 Guta N. 1,602

Gutach

Meyers

gut·ach

Gutach , linker Nebenfluß der Kinzig im bad. Schwarzwald, entspringt oberhalb Triberg, bildet daselbst den schönsten Wasserfall des Schwarzw…

gutachten

DWB

gut·achten

gutachten , vb. , jüngere verbalbildung aus gutachten, n., vgl. DWB gutachten , DWB sich beduncken lassen, meinen putare, statuere, arbitrar…

gutachten,

FWB

1. ›(oft schriftlich dargelegtes) Gutachten, begründete persönliche Meinungsäußerung (zu einer Sache, bei der der Gutachtende vorher um sein…

gutachter

DWB

gut·achter

gutachter , m. , jemand, der ein gutachten abgibt; anscheinend im 17. jh. unmittelbar aus gutachten, n., gebildet, da das vb. gutachten nur …

gutachtlich

DWB

gut·achtlich

gutachtlich , adj. und adv. ; weniger häufig, besonders im 18. jh. auch gutächtlich; im 18. jh. aus gutachten, n., gebildet im sinne ' ein g…

gutachtung

DWB

gut·achtung

gutachtung , f. , durch gut verstärktes achtung, aus der in älterer sprache lebenden redensart ' einer sache gute achtung haben' ( vgl. sp. …

gutachtung,

FWB

1. ›Befürwortung‹.; 2. ›Aufsicht, Wache‹.

Gut (Adj.)

Wander

Gut (Adj.) Gut (Adj.). 1. Ai, wor gât äss de Rât. – Schuster, 596 b . Ei, wie gut ist die Ruth'. 2. All gôd mit, see de Maid, dô kreg se 'n …

Gutan

KöblerGot

Gutan , sw. M. Pl. nhd. Goten ne. Goths Q.: Runeninschrift des Goldrings von Petrossa (4. Jh.) E.: ? germ. *geutan, st. V., gießen, ablehnen…

gutansehen

DWB

guta·n·sehen

gutansehen , n. , zusammenrückung aus der formel etw. für gut ansehen ( vgl. DWB gut I A 3 d γ αα , sp. 1240) im sinne ' ansicht ', ' gutach…

gutart

DWB

gut·art

gutart , f. , gelegentliche bildung, wohl aus gutartig rückgebildet: er erwähnte noch nebenher anderer gründe, ... und besonders der gutart …

gut als Zweitglied (30 von 686)

Denkgut

RDWB1

Denkgut n духовное наследие

Diebesgut

RDWB1

Diebesgut n ворованное, наворованное

Gedankengut

RDWB1

Gedankengut n (kein Bezug zu "имущество") идеи, интеллектуальное наследие

Ɉökelgut

Campe

Das Ɉökelgut , des — es , d. Mz . ungew. s. Campe Ɉökel .

Streugut

RDWB1

Streugut n (Lakune) материал для посыпания дорожек (обычно зимой)

Abenteuergut

DRW

abenteuer·gut

Abenteuergut Ware, die nicht die Prüfung durch die Behörde bestanden hat, bei der nicht durch irgendeine amtliche Maßregel die Gewähr für gu…

Abteigut

DRW

abtei·gut

Abteigut etlicher guter, heuser und ander erb binnet und bausend Loszhem gelegen, genannt die freie abteigutter 1599 Hochwald/GrW. VI 463 Fa…

Abwohnungsgut

DRW

abwohnung·s·gut

Abwohnungsgut Die Käufer und Pfandinhaber der Norköpingschen Mannlehen in Livland erhielten bei der Gütereinziehung ihren Kauf- oder Pfandsc…

Achtelgut

DRW

achtel·gut

Achtelgut Ware, die achtelsweise gehandelt wird man soll ... wie das tonnengut auch das kleine viertel- oder achtelgut ungehöhet und ungebra…

Adelgut

DRW

adel·gut

Adelgut adeliges Gut 1668 Fugger,Ehrensp. IV Kap. 13 1773 Gutzeit,Livl. Nachtr. I 24

ärgerlichgut

GWB

aergerlich·gut

ärgerlich-gut [ betr G-s Stellung zur Frz Revolution u zu ihrer Wirkung in Deutschland ] Als ein Zeugniß meines ä. guten Humors ließ ich den…

Ahnelgut

DRW

Ahnelgut Erbgut Unger,SteirWsch. 14 Faksimile

ALLGEMEINGUT

DWB2

allgemein·gut

DWB2 ALLGEMEINGUT n. DWB2 DWB2 DWB2 1 gemeingut, geistiger besitz aller: ⟨1835/42⟩ damals schienen diese gesänge noch ein allgemeingut der z…

allgut

DWB

all·gut

allgut , nnl. algoed: o mein got, allgut und allgütig. Weckherlin 115 ; das singen ist allgut, allsüsz. Klinger 1, 145 .

Allmendegut

Wander

allmende·gut

Allmendegut Almendegut ist nicht Nachbargut. – Graf, 68, 35. Das Gut, welches einem Privatbesitzer gehörte, musste durch einen Zaun vom Geme…

Allmendgut

DRW

Allmendgut zu Allmende (IV) 1622 Bruchsal 943 Faksimile Hellfeld I 177 Faksimile SchweizId. II 547 Faksimile

allnichtsgut

PfWB

all·nichtsgut

all-nichts-gut Adv. : ' ganz und gar nicht gut '. Die Sunn, die scheint wie allnixgut, daß Hunn un Mensche lechze [ Kiefer 28].

ALLZUGUT

DWB2

allzu·gut

DWB2 ALLZUGUT adv. DWB2 (s. allzu ). gar zu gut, ganz genau: DWB2 1822 ich weiß nur allzugut, in welche lage sie durch meine verkehrtheit ve…

Almosengut

DRW

almosen·gut

Almosengut almusengut, mnl. aelmisgoet Armen(fonds)gut BadLO. 1622 Bl. 37v Faksimile SchweizId. II 548 Faksimile VerdamHWB. 7

Amtsgut

DRW

amts·gut

Amtsgut I Dienstgut 1318 Böhmer-Ficker 488 nr. 703 [unechte Urkunde] Faksimile II Domäne bona que dicuntur ammethgot 1278 WestfUB. IV 3 S. 1…

Anspännergut

Adelung

anspaenner·gut

Das Anspännergut , oder Anspanngut, des -es, plur. die -güter, ein Bauergut, welches dem Grundherren mit Zugvieh zu Hofe dienet.

Ansvännergut

Campe

Das Ansvännergut , oder Anspanngut, des — es, Mz. die — güter, ein Bauergut, auf welchem Zugvieh gehalten werden kann, und von welchem dem G…

Ableitungen von gut (5 von 5)

¹BEGUTEN

DWB2

DWB2 1 BEGUTEN vb. DWB2 mhd. begüeten. präfixbildung zu güten ( 1 DWB 4,1,6,1413 ff.). DWB2 DWB2 1 etwas gut, besser machen; etwas beschönig…

gute

Lexer

gute swm. s. gote.

ungut

DWB

ungut , adj. adv. , i. a. gth. v. gut. ahd. mhd. unguot; mnd. ungût; mnl. ongoet ( Kilian, sonst nur subst. ), nl. ongoed ( veraltet ). währ…

urgut

DWB

urgut substantiviertes adj. (ur- C 4 c): a) das urgut: dir strahlt der wahrheit urlicht, dir glänzt das hohe urschön, dich tränkt des ewgen …

vergut

DWB

vergut , zusammensetzung aus für ( md. nd. vor) gut ( adject. ), vgl. fürlieb und mhd. verwâre, verübel u. s. w. nur in den zusammenstellung…