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Schatz

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Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch

Schatz

Schatz, m.

ahd. scaz glossiert obulus, pecunia, lucrum AhdGlWB. 534
I Geldstück, bestimmter Geldbetrag; auch eine Münzbezeichnung für verschiedene Münzen (vgl. dazu Bosw.-Toller 827)
  • gif feaxfang geweorð, l sceatta to bote [wenn Haarraufen geschieht, 50 Hälblinge zur Buße]
    688/94 (Hs. um 1100) Liebermann,AgsG. Ine 57
  • gilampf thir zi bifelahanne minan scaz munizzerin [oportuit ergo te committere pecuniam meam numulariis]
    um 830 Tatian 149, 7
  • inti gisaztun imo thrizzuc scazo [et constituerunt ei xxx argenteos]
    um 830 Tatian 154, 2
  • thar maht thu undar them kaflon nimen guldine scattos
    1. Hälfte 9. Jh. Heliand⁹ V. 3205
  • nu ni giƀis thu ûs scattes than mêr, thie thu them ôðron duos
    1. Hälfte 9. Jh. Heliand⁹ V. 3438
  • ne ðearf ic ... sceatt ne scylling, ne penig ne peniges weorð [nicht schuld ich ... Skat oder Schilling, nicht Pfennig noch Pfennigswert]
    um 960/1040 (Hs. um 1100) Liebermann,AgsG. 398
  • djt sint dae sauwentien kesten, deer dae Fresen kaepeden mit schette ende mit scillinge etta koning Kaerle ende hia mey riochte habbe schelleth [dies sind die siebzehn Küren, welche die Friesen mit Schatz und Schilling von König Karl gekauft haben und die sie Rechtens handhaben dürfen]
    um 1080 (Hs. 1464) WesterlauwersR. I 146 Textarchiv: WesterlauwersR. I 146
  • nv schel hi zijnre buren tweer habba, deer him borgie, also rike, dat hia den strydwerdigha schet al laesta moege, ief him di schelta h ana leth, dat hi aldeer anderda schel [nun soll er zwei seiner Dorfgenossen haben, die für ihn bürgen (und) so reich (sind), dass sie den kampfwürdigen Betrag völlig zahlen können, wenn der Skelta ihn von dannen führt, damit er sich dort verantworte]
    2. Hälfte 11. Jh. (Hs. 1464) WesterlauwersR. I 100 Textarchiv: WesterlauwersR. I 100
  • also fijr soe thio bote mara ne se than viij ensa and thria pund, thet js strythheftich sceth [sofern die Buße nicht mehr als drei Pfund und acht Unzen beträgt, das ist die kampfwürdige Summe]
    13./14. Jh. (Hs. 1464) WesterlauwersR. I 554 Textarchiv: WesterlauwersR. I 554
  • kempstrydwerdigha schet [kampfwürdige Summe]
    1464? WesterlauwersR. I 30 Textarchiv: WesterlauwersR. I 30
  • hé begeat swîðe mycelne sceatt of his mannan
    oJ. Bosw.-Toller 827 Faksimile (TIFF)
II wertvolles Gut, Bestand, Vermögen, auch im immateriellen Sinn
II 1 Besitz, Gut, Vermögen (persönlich und privat im Unterschied zu II 2); meton. auch: Wert (1450); Aussteuer (1533); phrasem.: vierfüßiger Schatz Vieh (Beleg 1571; vgl. Bed. III)
  • gif ceorl ceap forstilð ⁊ bireð into his ærne, ⁊ befehð þærinne mon, þonne bið se his dæl synnig butan þam wife anum, forðon hio sceal hire ealdore hieran: gif hio dear mid aðe gecyðan, þæt hio þæs forstolenan ne onbite, nime hire ðriddan sceat [wenn ein Gemeinfreier Fahrhabe stiehlt und in sein Haus trägt, und ein Mann sie darin anschlägt, dann ist jener für seinen Teil schuldig, allein, ohne das Weib, denn sie soll ihrem Herrn gehorchen: wenn sie wagt mit Eid zu bekunden, daß sie das Gestohlene nicht anrührte, nehme sie ihr Fahrnisdrittel]
    688/94 (Hs. um 1100) Liebermann,AgsG. Ine 57
  • anttat imu than eft an hand cumid feho te gifôrea endi fremiði scat
    1. Hälfte 9. Jh. Heliand⁹ V. 2501
  • wir geben ire [in die Ehe] scaz unte vihe
    1060/80 GenesisW.(Smits) V. 1613
  • Alexander ... nam ir scaz unt gewant unt allez daz er dâ fant unt lêhnte alle sine man mit dem, daz er dâ gewan
    um 1120 PfaffeLamprecht V. 525
  • eyn izlich mitburger mag melzin, bruwen, schenken unde kouffin, schaz triben zu sinem hantwercke
    Ende 14. Jh. GlWeichb. 367 Faksimile
  • do das der herzog vornam, do badt her seynen sson B., das her seynen schatz zu om neme unde vorsuchte ap her dor mete vor seynen leip gedyngen mochte
    1421 Rothe,DürChr. 230 Faksimile
  • bey zweintzig weͣgen, darundter vast armelüt pferde von geringem schatz gewesen sein
    1450 NürnbChr. II 196 Faksimile
  • das gwelb, darin des gotzhuss schatz behalten wirt
    1524 SchweizId. VIII 1637 Faksimile
  • der vorgenandt D.C. ... seiner tochter zů eim schatz geben solt achthundert guldin
    1533 Breunle 71 Faksimile
  • das wortli rat heisst schatz oder guot, wie man hausrat nennet
    vor 1551 v. Watt/SchweizId. VI 1561 Faksimile
  • so wannehr jemandts stirbt, der hoffhoerich ist, und lest weib und kinder ... so sollen dem gotteshause verfallen sein der vierfüessige schatz halb
    1571 Steinen,WestfGesch. IV 654 Faksimile
  • als aber die schiffleut gesehen, das er ein grossen schatz bey sich gehabt, haben sie ein rosskamm über ihne gemacht unnd ihn heimlich umbbringen wöllen
    1610 SchwäbWB. V 421 Faksimile
  • schatz heisset insgemein ein ansehnlicher vorrath werther und kostbarer sachen
    1742 Zedler 34 Sp. 980 Faksimile
II 2 obrigkeitliche (kaiserliche, königliche, städtische) Finanzkasse; auch: Fiskus, Finanzverwaltung; meton.: in der Finanzkasse angehäuftes Vermögen
  • so sullin sie [husfrauwin] wißin, daz alle die gut, die den sonen nach dem gedinge sultint werdin, in unsen keisirlichin schatz horint
    um 1360 GoldBulle 139
  • die so gemeiner statt schatz, barschaft und einkommen verwalten, welliche bei uns die s[äckelmeister] genennet werden
    1579 SchweizId. IV 525 Faksimile
  • herzog A. von Saxen ... hat in siner zit friden in sinem lande gehalten und groissen schatz vergattert
    1586 BuchWeinsberg III 311 Faksimile
  • befleisst sich ... herzog M. auf alle weg gelt zu samlen, ainen schatz vnd vorrath zu machen
    1611 Dollinger,MaxFinanzref. 171
  • im fahl solche mitel ermanglen wurdind, die notwendigkeit uss dem schatz und gewölb zeerheben
    1672 SchweizId. VIII 1637 Faksimile
  • [Beschluss des Rates,] daß zu erhandlung der jenigen güldtbriefen, ... 50'000 taler ... aus dem schatz genommen [werden]
    1677 BernStR. VII 1 S. 330 Anm. 2 Faksimile
  • innert vierzig jahren ... werden ersessen und verjaͤhret ... die in den obrigkeitlichen schatz wuͤrcklich gebrachte und der obrigkeit zugeeignete sachen
    1730 Leu,EidgR. III 70 Faksimile
  • in der politic zeiget man, wie der schatz eines fuͤrsten zu vermehren, davon einige in besondern schriften gehandelt
    1742 Zedler 34 Sp. 980 Faksimile
  • ein von dem ganzen lande kopfweise zu bezahlendes tobacksgeld ... wodurch gewiß eine weit ansehnlichere summa in den königl. schatz einfliessen würde
    1769 QHambSchiffahrt 185
  • werden in Nürnberg diejenigen drey bürgermeister, welche der losungsstube, d.i. dem allgemeinen schatze vorgesetzet sind ... losungherren ... genannt, welche ... zu derjenigen zeit, ... wenn die bürger ihre abgaben entrichten, täglich zusammen kommen müssen
    1777 Adelung III 262 Faksimile
  • daß die auflagen, die zum dienst des staats bestimmt sind, durch die provinz und zwar ohne alle hebungskösten eingenommen und direkte in den königlichen schatz geliffert werden
    1789 ElsMschr. 3 (1912) 190
  • die departemental-, distrikts- und kantonalkosten werden von dem 1. januar dieses jahres an von dem öffentlichen schatze getragen
    1810 Thimme,Hannover II 586
II 3 die (kaiserlichen) Reichskleinodien
  • zu dieser croͤnung hatten kayser Friderico zu sonderbaren ehren die von Nuͤrnberg den kayserlichen schatz, nemlich Caroli M. mantel, crone, scepter, apffel und schwerdt mit sich gefuͤhret nach Rom
    1735 Fuhrmann,Öst. II 251 Faksimile
II 4 übtr. auf immaterielle Werte: wertvolles Gut, Kostbarkeit; Schatz der Gnaden Eucharistie
  • ablaz ... ist ein vergeben ... der půzz vnd pein, die ein mensch schuldig ist fuͤr sein suͤnd, vnd wirt gegolten von dem schatz der heiligen kirchen ... der schatz ist daz ebig gůt, daz vͤnser herr Christus mit seinem pittern tod, vnd mit seiner grozzen marter vͤnz verdient hat
    1390 (Hs.) BerthRechtssumme 160
  • der schatz aller gerechtigkeyt ist villeicht den kleinen behalten
    1439 RefSigm.(Koller) 58 Faksimile
  • langt uns ... an, daß an viel orthen ... etliche ... bey empfahung des hoͤchsten schatz der gnaden ... verruchter weise sich unterstehen, von der gemeinschafft der allgemeinen heiligen christlichen kirchen sich abzusoͤndern
    1554 CAustr. I 250 Faksimile
  • die [Wahrheit] ist viel ein groͤsser, edler schatz im hertzen als alle rabenguͤlden im beutel
    1610 MittSchlesVk. 17 (1915) 107
  • die lade ist nicht nur der zünffte schatz, sondern deren darstell- und eröffnung
    1722 Beier,HdwLex. 181 Faksimile
III Vieh, bes. Rind
  • hweer soe en man ... Godes riocht ... britzen haet ende al der wralde, dat hi scetten wildath haet, soe aegh him di riochter tre kerren ti delane, als hi en eetmel alomme liuwet haet mey twam heldem spanned ende hi dis alles biechte wert [wenn ein Mann ... Gottes Recht ... und der ganzen Welt verletzt hat, indem er widernatürliche Unzucht mit Tieren getrieben hat, so soll der Richter ihn vor dreierlei Wahl stellen, nachdem er einen Tag und eine Nacht lang in zwei Fesseln geschlagen gelebt hat und es alles eingesteht]
    10. Jh.? (Hs. 1464) WesterlauwersR. I 192 Textarchiv: WesterlauwersR. I 192
  • aldeer hi rikera is, aldeer aegh hi tre panningen ti ieldane ti riochter koninghscelde, alsoe fijr soe hi habbe fijf jnhemede scettan, aider tam ande vdertam, it sinte Walburgismissa [wenn er reicher ist, so soll er drei Pfennige als rechtmäßige Königssteuer zahlen, insofern er am Sankt-Walburgs-Tag dort, wo seine Hacke auf die Erde fiel, fünf Rinder, jedes zahm und euterzahm, im Stalle hat]
    12. Jh. (Hs. 1464) WesterlauwersR. I 208 Textarchiv: WesterlauwersR. I 208
IV verborgen gelagerter, wertvoller Gegenstand (zB. Schmuck, Münze), dessen Eigentümer nicht mehr ermittelt werden kann
  • al schat under der erde begraven deper den ein pluch ga, die hort to der koningliken gewalt
    1224/35 SspLR. I 35 § 1 Textarchiv: SspLR. I 35
  • wurde dehein schatz funden uffen dez gotzhuses gůt, daz súllent si [probst, vogt] gelich teilen
    1346 FRBern. VII 220
  • findit eyner schacz uf guthe, daz eyme phandis stet, der ist des findirs halb und des halb, der daz gut vorsaczt hat
    Ende 14. Jh. EisenachRB.(Rondi) III 101 § 2 Textarchiv: EisenachRB.(Rondi) III 101
  • keyser Adrianus hat ... gesatzt, vindet einer in einer geweychten oder geistlichen statt on geverde einen schatz, der halbteyl sol des vinders sein, der ander des des der grundt ist
    1436/1516 Klagsp.(Brant) 52r Faksimile
  • wo einer in seinselbs aigen erbe, gruͤnde oder poͤdem einen schatz fuͤnde ... so ist das seinselbs
    NürnbRef.(1479/84) XXXII 1 Volltext (und Faksimile)
  • [Übschr.:] artickel ... von den funden vergrabnen schaͤtzen wegen
    1481 BremgartenStR. 85 Faksimile
  • wan ein schatz, den einer in seinem grunt hot gefunden, der wirt des aus naturlichen rechten, welcher in gefunden hot
    um 1500 Summa legum 244
  • werdet schatz gemuret in muren, adder in keller, ... und werdit funden, der schatz gehorit nicht an die konniglichin gewalt ... her gehorit an die erbin unnd an die, uff der erbe her also funden werdet, wan der behaldin ist in erin beslossen gebuwen ... und nicht in der erdin
    1503/04 PurgoldtRb. III 78
  • so ain taglöner an seiner arbait ... ainen schatz findet vergebenlich, so gebürt dem herren der schatz
    1528 ZeigerLRb. 253 Volltext
  • ob ainer, dem ain guet oder grund versetzt ist, ain schatz darin findet, der wirdt nur halber sein und halber des phandherren
    1528 ZeigerLRb. 253 Volltext
  • schat ofte tresoir ... es proprie goedt, dat by ombekende persoonen van ouden tyd verholen es ... sulcken schatt te vinden es een gifte godts
    1550 CoutCourtrai 136
  • wan einer ein verborgen schatz in seinem erbe oder eigenthumb findet und keinen rechten erben dazue weisz, mag er denselbigen behalten
    1579 Wasserschleben,RQ. 270 Faksimile
  • wan ... iemands ... auf sein selbst erdreich oder an geweichten stätten ... einen schatz findt, so ist derselbig ... sein
    1599 NÖLREntw. V 167 § 1
  • daß auch ein schaz, welcher ungefär in einem lechenguet gefunden wirdet, dem lechenman allermaßen wie einem aigendomer - wan er dergleichen in seinem aigenthumb fündet - und nit dem lechenherrn zustehet
    1616/29 OÖLTfl.(Strätz) VI 52 § 9
  • wann iemand an eines andern grund ... einen schatz gefunden, oder aber denselben mit ... willen des grundinhabers nachgegraben, solle solcher schatz in drei theil abgetheilt werden, und der erste den finder, der ander der grundobrigkheit und der dritte des grunds inhaber zuegehören
    1654 NÖLO. V 2, m § 2
  • wann iemand mit zauberei einen schatz zu erobern sich unterstunde, es geschehe gleich auf seinen aigenen oder frembden grund, so ist dazjenige was er findet unserer landsfürstlichen cammer verfallen
    1654 NÖLO. V 2, m § 3
  • wann jemand an eines andern grund, boden, oder eigenthumb, ungefaͤhr, auß sonderm gluͤcksfall einen schatz gefunden, oder aber denselben mit vorwissen, und willen deß grund-inhabers nachgegraben, solle solcher schatz in drey theil abgetheilt werden, und der erste dem finder, der anderte der grund-obrigkeit, und der dritte deß grunds inhabern zugehoͤren. wann er aber auff frembden grund und boden ohne einwilligung, nach solchen schaͤtzen gesucht, und gegraben haͤtte, ist ihme finder davon nichts, sondern die helffte der grund-obrigkeit, und die helffte dem grund inhaber allein zustaͤndig
    1679 TractIurIncorp. 600 Faksimile
  • ist aber ein schatz auf einem frembden boden gefunden, und zwar mit vorsatz, und, welches der fundi dominus probiren muß, durch nachsuchen und graben, so gehoͤret er dem grund-herrn
    1705 KlugeBeamte I² 517 Faksimile
  • schatz ... worunter verstanden wird ein so lange zeit irgendwohin gelegtes gelt oder anders ... kostbares gut, da die zeit desse hinterlegung sowol unerdencklich als auch desselben eigenthums-herr nicht bekant
    1728 Leu,EidgR. II 154 Faksimile
  • schatz, thesaurus, trésor, heißt in den rechten insgemein ein vorrath an gelde, der an einem heimlichen orte von einer so langen zeit her verborgen worden, daß man nicht mehr wissen kan, wessen er ehemahls gewesen
    1742 Zedler 34 Sp. 981 Faksimile
  • nach dem roͤmischen rechte gehoͤrt der auf eigenem grunde gefundene schaz als zulage dem eigenthuͤmer
    1785 Fischer,KamPolR. II 385 Faksimile
  • wer einen schatz findet, muß davon der obrigkeit sofort anzeige machen
    1794 PreußALR. I 9 § 75
  • ist der eigenthümer des schatzes nicht auszumitteln, so gehört der schatz, in so fern derselbe aus sachen besteht, die vom gemeinen verkehre nicht ausgenommen sind, demjenigen, welcher ihn auf seinem eignen grunde gefunden hat
    1794 PreußALR. I 9 § 81
  • hat jemand einen schatz auf fremdem grunde, jedoch ohne besonderes nachsuchen gefunden, so gebührt die eine hälfte dem finder, und die andre dem eigenthümer des grundes
    1794 PreußALR. I 9 § 82
  • wird ein schatz auf der gränze gefunden, so wird das eigenthum desselben zwischen den gränznachbarn gleich getheilt
    1794 PreußALR. I 9 § 91
  • bestehen die entdeckten sachen in geld, schmuck oder anderen kostbarkeiten, die so lange im verborgenen gelegen haben, daß man ihren vorigen eigenthuͤmer nicht mehr erfahren kann, dann heißen sie ein schatz
    1811 ÖstABGB. § 398 Faksimile (Abschnittsbeginn)
  • von einem schatz wird der dritte theil zum staatsvermoͤgen gezogen
    1811 ÖstABGB. § 399 Faksimile
V Abgabe; meton. auch: Abgabepflicht, Recht auf Abgabe
  • âne dáz tîe mít nôte álde mít úndríuuôn genómenen scázzâ neuuéllentên uuídere geéiscôt uuérdent
    um 1000 Notker I 142 Faksimile
  • ube pretores ten scaz recchen soltôn. daz nemahta âne arbeite nîcht sîn
    um 1000 Notker I 149 Faksimile
  • so ist ledigs gelts in der stat B. 1 ℔; das pfund gibt man ze schatze vor dem vorgenannten zolle
    1281 Pfandrodel/HabsbUrb. II 1 S. 133
  • solutum ab omnibus oneribus ... que nostri convices sunt astricti, habere volumus ... que schat, burwerk, dorwaren, ratmanwachte ... dicuntur
    1345 Wigand,Beitr. 164 Faksimile
  • dat wy ... jenigherhande schat, anlaghe ofte bede up legheden in unsen riken
    1362 HanseRez. I 202 Faksimile
  • wy ... bekennet, dat wy ... neinerleige weise bidden noch schatten, um der treuwe willen, dat se uns de bede und schatt hebben overbracht hulpen
    1397 Freudenstein,WaldSchaumburg 73 Faksimile
  • waz den schepphen zu irer kamer nodt ist, daz nemen sy von dem gelde [orteilpheninge]. zu allen quatuortempern teilen sy den schaz
    Ende 14. Jh. GlWeichb. 253 Faksimile
  • es sullen auch alle purger schatz stewren vnder dem geschopff aines aides
    2. Hälfte 14. Jh. RegensbFriedg. 82 Faksimile
  • veer hoven myd alleme rechte ... rentte und schat
    1420 SchleswHUSamml. I 288 Faksimile
  • das sy [bestellte Prüfer] alle jare, vnnd mit namen nach yetlichem schatz den harnisch vnnd die werinen beschowen
    1438 SchwyzLB. 70 Faksimile
  • van den ghenen, die op 't voirscreve stuck beempts ennige obligacie hadden van schat, schoude of van renten
    1450 CartSTrond II 298 Faksimile
  • schall de besitter disser vicarien nicht vorbunden ... wesen ... koͤnig-tyns bede effte schatt to geuende
    1451 Staphorst,HambKG. I 2 S. 861 Faksimile
  • wilch artland schat ind dienst gijlt in die schetzonge der heirlicheit van M.
    1458 KlArchRhProv. I 50 Faksimile
  • das man allenthalben in vnnserem land zu dry jaren vngeuarlich einost schätzen sol, nach dem vnd man dann ein schatz setzt oder macht
    um 1470 GlarusLB. I 156 Faksimile
  • dat de ... mi ... tho schatte vnd tho tegenden vppe twe termin ... scholen ... entrichten
    1495 Matthiessen,Marschg. 231
  • wanet ein vam adel in eines andern gude und heft nein eigen lehengut, he gift den schatt gelik einem buren
    vor 1531 RügenLR. Kap. 165 Textarchiv: RügenLR. Kap. 165
  • ist ein dorpf unter dem ampt Limberch gelegen ... da das huiß Limberch alle hoheit, gehorsam, schatz und alle andere oberhoheit gehabt
    1533 JbWestfKG. 6 (1904) 156
  • woe der ondersaet seedt in eynyghe bancke in den lande van V. inde derselve fuere woenen in eynyghe ander banck off verbond der landen, dat he sal scat geven, ende recht nyemen bynnen jair en daege
    um 1550 LimburgRBr. 532
  • haben wir ine zu vnderpfande gesetzt ... vnsere beide dorffer ... mit aller vnser gerechticheit, mit deinstgelde vnnd schatz
    1553 CalenbergUB. IX 264 Faksimile
  • so ist der gebruch zu Dormagen, wer kein eigen lant hat, der mois die kottersmark zu schatz geben
    1561 BuchWeinsberg I 153 Faksimile
  • geven ... de dekenmaker to schate dem rade nicht mehr als andere bodenlude
    1568 LünebZftU. 254 Faksimile
  • daß ... das geldt der vier monath baum-geldt ... aus folgenden schatz beneben dem gebuͤhrlichen zinß ... bezahlet werden sollen
    1572 Culemann,MindenLV. 138 Faksimile
  • ein witwenhaus ... darinne der pastorn nachgelassene witwe ... die zeit ihres lebens die freye wonung haben und dienstes, schatzes und aller beschwerungen frey sein [soll]
    1606 Verden/Sehling,EvKO. VII 1 S. 196 Faksimile
  • dat he im carspelschatte dat dordendeel des ganzen schattes leggen moten in dem carspel bi sines vaders levende
    1617 Neocorus,Ditm. I 243
  • soll dieser hof uf das haus von der hardt jaerlichs geben ... neun rader heller schatz
    1622 Zingsheim/GrW. II 683 Faksimile
  • vnsere ambtleuth ... sollen unsern renthmeistern und botten ... behuͤlfflich seyn, damit unser schatz, guͤlt, renthen und verfaͤlle außgefordert [werden]
    1696 JülichPolO. 75 Faksimile
  • der pastoren verlassene wittiben, die zeit ihres lebendes, die freien wohnung haben, [sollen] auch schatz, hirtengebuͤer, und aller andern unpflicht ... frey sitzen
    1754 Steinen,WestfGesch. II 1395 Faksimile
  • schatz ... bedeutet ... eine abgabe
    1762 Wiesand 947 Faksimile
  • wenn aber ein bauer mit einem amtsunterbedienten immen zusammensetzt, so muß jener den schatz davon entrichten
    1799 Hagemann,PractErört. II 99 Faksimile
  • [Vorrechte] die freiheit der eingesessenen ... vom gemeinen schatze, vom auszuge und glockenschlage
    1799 Klöntrup,Osnabr. II 79 Faksimile
VI amtliche Schätzung
  • were aber sach, das sy ein schatz [betreffend der Alpnutzung] wolten tuon, so begerten sy, das doch der geschigi by geswornen eiden
    1454 SchweizId. VIII 1639 Faksimile
VII Pfändung
  • wan einer an dem anderen ein rechtmäszige ansprach hat ... so mag der creditor den debitoren verpfenden lassen, nemlich er schicket ihm den weibel ... und verkündt ihme den schatz
    1523 St. Gallen/GrW. VI 364 Faksimile
  • so ainer dem anderen gelten soll und zil und tag verschynen ist, und der, dem die schuld also zugehört, nit me warten mag noch will, so mag er zu dem waibel gon und im den lon geben, das er dem schuldner den schatz verkünd
    1559 SchweizId. VIII 1640 Faksimile
  • solle er dem schuldner ... wann er ihmme die pfandt verkündt, anzeigen ... wie gross die summa seye, so er ihme ... pfenden will, damit der schuldner sich darnach richten könne; so das nit beschechen wurde, solle er mit dem schatz selbigeß mahl nit vorfahren mögen
    1713 SchwyzLB. 114 Faksimile
VIII eine Maßeinheit
VIII 1 Hohlmaß
  • V.v.M. hat von uns enpfangen ... zwelf schetz korns, zwelf schetz habern
    1345 HohenloheUB. II 562
  • Ch.v.B. git von einem lehen driu phunt und drei schilling heller ... und siben schetz oͤls von den guten allen
    1351/71 HohenloheUB. III 361
  • hat ein erbar rath das mesz erdacht, welches soll vierzehen schetz halten, und so vil ein schatz saltz pfenning gilt, also vil gilt ein mesz schilling [ein Umrechnungsmaß]
    1541 Herolt,HallChr. 186
  • an haber 2 schäz
    1764 SchwäbWB. V 711 Faksimile
VIII 2 Flächenmaß, häufig für Rebland
  • xlvi partes in vitibus, que ibi vocantur skaza
    12. Jh. QSchweizG. III 96
  • zů G. ... ligent do iiii schatze, geben xi ß
    1382 Elsass/GrW. IV 128 Faksimile
  • einem schatz reben zu L. in G. bann gelegen
    Ende 14. Jh. ElsWB. II 446
  • twee stucke ackerlandes ruime vann vijff schatt landes
    1563/64 Beekman,DijkR. II 1412
  • das B.R. mein haußfrauw selige die sechß schatz raͤben ... mir ... vermacht hat
    1574 Frey,Pract. 445 Faksimile
  • 1 juch velts, ... soll 6 schatz gross sein, 30 ruten lang und 6 breit
    1596 ZGO. 1 (1850) 171 Faksimile
  • schatz, (landwirthschaft) die benennung eines gewissen stuͤcks reb-landes, dessen inhalt ohngefaͤhr den dritten theil einer juchart ... ausmacht
    1783 Jacobsson,TechnWB. III 553
  • dis sint die reben in dem alten dorf: fier und fierzig schaz an fier stuͥcken
    oJ. ZGO. 48 (1894) 269
VIII 3 in der Schweiz: ein "ungefähres Mass für Schindeln", SchweizId. VIII 1640, zS. ebd.
  • es soll ouch ein yeder ... schuldig sin järlich zuo der pfruondt huss, darin er ist, zwen schatz schindlen ze tuon oder das gält dafür
    1568 SchweizId. VIII 1640. ebd.ö.
IX wie Schatzgewölbe
  • sind die originalia von testamenten, heirathscontracten ... allezeit bei hof in dem sogenannten schatz aufgehoben worden
    1742 Fellner-Kretschmayr III 483 Faksimile
X ein Kosename
  • schaͤtzgen, schatz. diese woͤrter zeigen zwar eine zaͤrtliche liebe an, beweisen aber nicht allezeit eine geschehene verlobung, oder eine verbindlichkeit selbige zu vollziehen
    1762 Wiesand 948 Faksimile

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schatz

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    schatz s. schaz;

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schatz

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Der Schatz , des -es, plur. die Schätze, ein Wort, welches das Intensivum eines veralteten Schad oder Schat ist, und so …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schatz

    Goethe-Wörterbuch

    Schatz in früheren Werken u (eigenh) Briefen auch -az, Dat wiederholt ‘Schazze’; in den Punkten 1-3 bes auch ‘einen S./S…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schatz

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Schatz , im Boden gefunden, gehörte im Mittelalter dem Landes- od. Grundherrn; nach röm. und neuerem Recht kommt die Häl…

  5. modern
    Dialekt
    Schatz

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Schatz [ʿSàts allg.; Demin. ʿSatslə Mü. , ʿSatsl Ruf. , ʿSatsələ Illz. Ruf. Co. Dü. U. ] m. 1. Schatz. 2. Flächenmass fü…

  6. Sprichwörter
    Schatz

    Wander (Sprichwörter)

    Schatz 1. All' Schatz gehört in das Reich. – Graf, 129, 352. Mhd. : Alle schat horet in dat rike. ( Glosse zum Sachsensp…

  7. Spezial
    Schatz

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schatz m. (-es, Schätze) 1 (Kostbarkeit) tesur (-s) m. 2 (Reichtum) tesur (-s) m. , richëza (-zes) f. 3 (netter Mensch) …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schatz

330 Bildungen · 200 Erstglied · 117 Zweitglied · 13 Ableitungen

Zerlegung von schatz 2 Komponenten

sch+atz

schatz setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schatz‑ als Erstglied (30 von 200)

schatzære

Lexer

schatz·aere

schatzære , schetzære , schatzer stm. BMZ schatz-, geldsammler. schatzære, -er Msh. 2, 248 b . Teichn. A 211 d . Hans 1384 ; schetzer, exact…

schatzamt

DWB

schatz·amt

schatzamt , n. staatliche behörde zur verwaltung des schatzes.

schatzbar

DWB

schatz·bar

schatzbar , adj. 1) zinspflichtig, stipendiarius, vectigalis Stieler 1742 : hat der schatzbare unterthan ein umschränktes eigenthum: so kann…

Schatzbarkeit

Adelung

schatzbar·keit

Die Schatzbarkeit , plur. die -en, die Eigenschaft eines Dinges, da es schätzbar ist, d. i. einen vorzüglichen Grad der Achtung verdienet; o…

Schatzbauer

DRW

schatz·bauer

Schatzbauer, m. seinem Grundherrn abgabepflichtiger Bauer vgl. Schatzgut werden deß churfürsten schatzbauren nit allein mit hunderten und so…

schatzbehälter

DWB

schatz·behaelter

schatzbehälter , m. behältnis zum aufbewahren eines schatzes: bald wirst du eine viereckige steinplatte eingemauert finden, eine elle hoch u…

schatzbehalter

DWBQVZ

schatz·behalter

schatzbehalter oder schrein der waren reichtümer des heils vnnd ewyger seligkeit. ( titel in fine ). Nürnberg (A. Koberger) 1491. -- QV I --…

Schatzbei(n)

Idiotikon

Schatzbei(n) Band 4, Spalte 1303 Schatzbei(n) 4,1303

schatzbeladen

GWB

schatz·beladen

schatzbeladen unter Mitnahme eines (erbeuteten) Schatzes finden wir einen absoluten monstrosen Helden..Einer unglücklichen Mohrenprinzeß, we…

schatzbeschwörung

DWB

schatz·beschwoerung

schatzbeschwörung , f. beschwörung, die angestellt wird, um einen schatz zu heben: ( zu den übertretern des ersten gebots gehört auch ) wer …

Schatzbewußte

GWB

Schatzbewußte für: Prospektor, erfahrener (Boden-)Schatzsucher Was für Gewölbe sind zu sprengen,|In welchen Klüften, welchen Gängen|Muß sich…

schatzbewuszt

DWB

schatzbewuszt , adj. der den aufenthaltsort eines schatzes kennt: was für gewölbe sind zu sprengen, in welchen klüften, welchen gängen musz …

schatzbrief

DWB

schatz·brief

schatzbrief , m. brief, schriftlicher befehl zur erlegung von steuern: ( herr König ) sprach sich, wie von einem aufgeklärten manne zu erwar…

Schatzbriefgewölbe

DRW

Schatzbriefgewölbe, n. wie Schatzgewölbe verzaichnus ... wohin aus dem schatzbrieff gwelb ettliche genomne schriften gegeben worden 1574/88 …

schatzbuch

DWB

schatz·buch

schatzbuch , n. buch, in das die steuern ( s. schatz 1, d ) eingetragen werden: schatz- und schoszbücher, vulgo gabellarum et collectarum li…

Schatzbürer

RhWB

Schatz-bürer šatbrər Geld-Pont Sevelen Straelen m.: dass.

schatzbær

KöblerMhd

schatzbær , Adj. Vw.: s. schazbære

schatzbære

KöblerMhd

schatzbære , Adj. Vw.: s. schazbære

Schatzchind

Idiotikon

Schatzchind Band 3, Spalte 348 Schatzchind 3,348

Schátz-Collēgium

Adelung

schatz·collegium

Das Schátz-Collēgium , des -gii, plur. die -gia, in einigen Ländern, ein Collegium, welches den öffentlichen Schatz, d. i. die Einnahmen und…

Schatz der Kirche

Meyers

Schatz der Kirche ( Thesaurus ecclesiae oder meritorum supererogationis Christi et perfectorum ), nach katholischer, von Alexander von Hales…

schatz als Zweitglied (30 von 117)

Ackerschatz

DRW

acker·schatz

Ackerschatz I Grundsteuer und Pfluggeld im Marschland 1573 Mensing QFSchleswHG. IV 11 II Abgabe für Schweinemast durch Eckerichnutzung 1459 …

Aufschatz

DRW

auf·schatz

Aufschatz Abgabe, Zuschlag, Aufgeld vgl. Aufgeld, Aufwechsel foedum ... soluit ... ii metretas marchfuͤter, i denarium ze aufschatz, ii case…

Ba(nn)schatz

Idiotikon

Ba(nn)schatz Band 8, Spalte 1658 Ba(nn)schatz 8,1658

Beschatz

Idiotikon

Beschatz Band 8, Spalte 1658 Beschatz 8,1658

Bodenschatz

Adelung

boden·schatz

* Der Bodenschatz , des -es, plur. inus. an einigen Orten, eine Abgabe von demjenigen Weine, welcher aus fremden Orten eingeführet wird, und…

brandschatz

DWB

brand·schatz

brandschatz , m. was brandschatzung: sie glauben auch an Jesum Crist, daʒ brantschaz ganz nit sünd ist. Hätzl. 286 b .

brautschatz

DWB

braut·schatz

brautschatz , m. dos, arrha dotalitia, mahlschatz, heiratsgut. vocab. 1482 e 3 b ; Henisch 487 ; der brautschatz ist ein gottesheller; arbei…

brenn-, bern(e)-, birnschatz

MWB

brenn-, bern(e)-, birnschatz stM. ‘Geldzahlung, um sich von Plündern und Niederbrennen freizukaufen’ (s.a. brantschatzunge stF.): allit dat …

Bërli(n)schatz

Idiotikon

Bërli(n)schatz Band 8, Spalte 1661 Bërli(n)schatz 8,1661

Chaufschatz

Idiotikon

Chaufschatz Band 8, Spalte 1655 Chaufschatz 8,1655

Chilche(n)schatz

Idiotikon

Chilche(n)schatz Band 8, Spalte 1655 Chilche(n)schatz 8,1655

eheschatz

DWB

ehe·schatz

eheschatz , m. 1) was brautschatz, dos. 2) kosewort unter ehleuten für beide geschlechter, wie ehliebste, ehliebster, besonders üblich in de…

ehrenschatz

DWB

ehren·schatz

ehrenschatz , m. copia honorum: vor einem schändenden worte versinkt der glanz und ehrenschatz langer jahre. J. P. nachdämm. 79.

eigenschatz

DWB

eigen·schatz

eigenschatz , m. magna sui aestimatio: sich, wie unsere gerechtigkeit zuo hochmuot dienet. denn eigenschatz ist die recht sündig art wider g…

Friedeschatz

Adelung

friede·schatz

Der Friedeschatz , des -es, plur. inus. der Friedeschilling, des -es, plur. die -e, der Friedewein, des -es, plur. inus. S. das vorige.

Ableitungen von schatz (13 von 13)

Beschatz

Idiotikon

Beschatz Band 8, Spalte 1658 Beschatz 8,1658

beschatze

BMZ

beschatze swv. 1. belege mit schwerer steuer, contribution, lösegeld. depecuniare Conr. fundgr. 1, 360. a. pecuniare H. zeitschr. 5,414. exa…

beschatzen

DWB

beschatzen , beschätzen , aestimare, imperare tributum. 1 1) mit abgabe belegen, vgl. brandschatzen : stadt und land beschatzen; den lebendi…

erschatz

DWB

erschatz , m. wurde nach der heutigen schreibung ehrschatz sp. 72 eingetragen. er erscheint als abgabe vom lehngut bei eintretendem wechsel …

erschatzen

DWB

erschatzen , pecuniam in aerarium invehere, gebildet wie abschatzen, beschatzen, brandschatzen: die groszen potentaten thun itzt nichts denn…

geschatz

DWB

geschatz , n. das schätzen: jetzt faselt der vogt schon mit seinem geschatz, und springt darin von einem ast auf den andern. Pestalozzi 12, …

geschatze

BMZ

geschatze swv. belege mit schwerer steuer. Ludw. 85,32.

geschatzen

Lexer

ge-schatzen swv. BMZ schätze sammeln. swâ er vil geschatzen mac, unz er wol gefüllt sîn schrîn Helbl. 5,27 ; mit schwerer steuer belegen Lud…

schatze

BMZ

schatze , schetze swv. 1. sammele schätze. ahd. scazôm Graff 6, 559. die ze allen zîten schatzent als si immer leben sulen Leys. pred. 11, 3…

urschatz

DWB

urschatz , m. (ur- C 4 c); mhd. urschaz thesaurus principalis, copia, abundantia eximia Oberlin 1909 ; mhd. wb. 2, 2, 91 a : was das individ…

verschatze

BMZ

verschatze swv. versteuere. dâmit hât er sîn erbe sînem rechten erbe verschatzet Gr. w. 1,32.

verschatzen

Lexer

ver-schatzen swv. BMZ versteuern Rudolst. r. 224,105. Gr.w. 1,32 ; ver schetzen, für verloren halten Zimr. chr. 1. 279,25; 4. 234,6.