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schleife

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schleife f.

Bd. 15, Sp. 587
schleife, f. , nhd. schleife, auf mhd. sleife (zu slîfen), und sloufe, später slöufe (zu sliefen) zurückgehend; es liegt hier die gleiche vermischung vor wie bei nhd. schleifen, wo man weiteres sehe. das nd. unterscheidet zwar slêpe (mhd. sleife) und slpe (mhd. slöufe), allein es zeigt sich hier bedeutungsvertauschung, insofern als slêpe zum theil den sinn von sloufe, slöpe den von sleife annimmt. nd. slöfe, slöve, schleife bei ten Doornkaat Koolman 3, 206b ist zunächst mit nld. sloove (velum, tegmen exuviae Kilian) zu vergleichen, aber offenbar durch slöpe beeinfluszt. 11) schleife, schlinge aus band, schnur, riemenwerk, auch für der schlinge ähnliches aus anderem stoffe. unser schleife steht für älteres schleufe, das auf ein mhd. slöufe zurückgeht und noch bei Steinbach als schriftgemäsze form verzeichnet ist: schleufe, pedica, taenia in nodum laxiorem collecta. 2, 443 (hiervon unterschieden schleiffe, traha 445), vgl. unten schleiflein. die richtigere form ist in dem noch mundartlich gebräuchlichen schläufe oder unumgelautet schlaufe erhalten; vgl. oben sp. 513. 1@aa) sich zusammenziehende schlinge. 1@a@aα) zum fang des wildes, besonders der vögel gebräuchlich: schneisze, f. oder schleiffe, aus drey pferdehaar gemacht, und in einen bügel gebunden, solcher bügel mit drey schneiszen heiszet eine dohne. Schottel 1406. Stieler 1903; eine schleife, oder eine schlinge von haren, worinnen sich die vögel fangen, tendicula Frisch 2, 195b; nach Jacobsson 3, 617a ist schleife die falle, in welcher das federwild sich am halse fängt, während es durch die schlinge an den füszen gefesselt wird. schlaiffe, schlauffe in gleicher bedeutung bei Schm. 2, 508, schleipfe Hunziker 222. drathschleifen für den fang des iltis und wiesels sind abgebildet bei Döbel 2, 160; schnepffen in schleiffen zu fangen. 180; auch macht man eine schleiffe von vier pferdehaaren (für lerchen). 211b, für rehwild 3, 101, vgl. Behlen lex. der forst- u. jagdk. 5, 493. in bildlicher anwendung: einen in einer schleufe fangen, pedica aliquem capere Steinbach 2, 443; hat sich ein jeder wöllen aus der schleiffe ziehen. Luther 4, 49b; sie wollten jenen nicht wie sonst verbunden bleiben und andre fürsten nur in ihre schleife treiben. Opel - Cohn 284, 12; fesselnd und lenkend: tausend strenge hände greifen nach der deinen, dasz sie musz; tausend unsichtbare schleifen ziehen deinen freien fusz. Rückert ges. poet. werke 2 (1882), 63. [] 1@a@bβ) von der schlinge des henkers: eine schleiffe des henkers. Frisch 2, 195b; in ähnlicher bedeutung: (dasz sie sich) mit stricken, oder aus ihren kleidern gedrehten schleifen, erdrosselten. Thucydides übers. von Heilman 518. 1@bb) schleife, ein aus band, schnur, riemen u. ä. geschlungener, durch einen zug leicht zu lösender knoten: eine schleiffe an einem band womit man etwas zugebunden, wodurch man es wider aufziehen kan. Frisch 2, 195b; einfache, doppelte schleife; eine schleife binden, das halstuch mit einer schleife binden; eine schleife knüpfen, nodum laxum sive caudatum ligare Stieler 997; schleife machen, sive binden, nodum adstringere 1809; die schleife zieht sich zu einem knoten zusammen, sodasz sie nicht mehr ohne weiteres aufgezogen werden kann, nd. richtig slöpe brem. wb. 4, 840, slp Danneil 196a. Mi 81a; daneben aber auch slêpe brem. wb. 4, 822; in hochd. form sleufe bei Dähnert 429b. schleifen zum festknüpfen an kleidern, hemden, unterröcken u. s. w., besonders aber zur zier, früher auch an mannskleidern, jetzt meist als putz der frauen: eine schleife im haar, am hals, am busen u. ä. zusammensetzungen: rock-, busen-, hals-, haar-, hutschleife; ein kleid mit schleifen staffiret; silberne, güldene, seidene schleifen. Stieler 1809; schleife, diejenigen zierraten, womit mannskleider besetzt werden. sie sind entweder von silber- oder goldfadengespinnst. Jacobsson 3, 617a; gestickte schleifen 618a; auch zum putz von gegenständen des hausrates, teppichen, vorhängen u. s. w.: bald war ihm die schleiffe auf gefahren, damit er die haare bisz an die ohren auffgebunden hatte. Weise erzn. 103 neudruck; indem sie die schleife des umschlingenden bandes (an einer brieftasche) wieder aufzog. Göthe 22, 65; unter den blaszrothen schleifen eines weiszen gewandes. Thümmel reise (1803) 346; wie langsam ging das ausziehen, jede schleife wurde erst zum knoten. Ludwig (1891) 2, 322; zeig deinem vater ein heitres antlitz — sieh, die schleife hier ist los. Schiller Wallenst. tod 3, 3. als andenken der liebe: zu gleicher zeit reiszt sie die schleife, die ihr Karlos gegeben hat, von dem busen. dom Karlos 2, 10; der liebsten band und schleife rauben, halb mag sie zürnen, halb erlauben, euch ist es viel, ich will es glauben. Göthe 1, 48. als auszeichnung am ordensschmucke: roter adlerorden mit der schleife. durch schleifen wird die leinwand auf der bleiche festgehalten Adelung. schleifen am tragband, in die die handhaben eines karrens gesteckt werden: dann hängte sie ruhig ihr tragband um, liesz die handhaben in die schleifen und hob, wenn auch mit anstrengung, den karren aus dem schmutz. Ludwig (1891) 2, 26. 1@cc) von ähnlichen festen vorrichtungen (in gleichem sinne wie öse, öhr), z. b. von den öhren, zur aufnahme von drahthäkchen, sowie den henkeln von trinkkannen u. ä. (schleifkannen) Adelung; auch hier steht schleife für mhd. sloufe. schleife kann auch das gefäsz selbst bezeichnen: xiii êren tigel, der sint drîe slêfin, ... item siben halpstobgenkanne, der ist eyne sleyffen, ... item xii virtel czenen kannen, der ist czwû sleyffen. Germ. 20, 323 (vgl. 331). von ähnlichen stücken an thoren: item von den banden, riegeln, cloben und sleuffen an den zwen thoren in den murenwenden. Germania 25, 349 (ebenda ist die form schleype, wol in gleicher bedeutung, bezeugt). 1@dd) übertragen auf schleifenförmiges, z. b. in der schrift: geschlossene, offene schleifen; unter seinen namenszug eine schwungvolle schleife setzen. von einer scharfen, stark zusammengezogenen windung eines flusses, einer strasze, einer eisenbahn: dort, wo der zehntbach die schleifen macht im busch. Ludwig 2, 79. 22) als verzierung des musikalischen vortrags: es wird dem musico anheim gestellet, dasz er die noten nicht also plump exprimire, wie sie stehen, sondern allemahl etwas nachgebe und mit einer manierlicher schleiffe den gewaltsamen accent verberge. Chr. Weise cur. ged. von versen 121. hier ist also der gebundene, den rythmus verwischende vortrag gemeint, in ähnlicher bedeutung wird auch schleifen gebraucht (s. schleifen B, 1, i, β); diese vorstellung ist hier eigenthümlich auf das subst. übertragen. sonst auch für vorschläge, kleine koloraturen u. ä. 33) schleife zur bezeichnung der marken auf grenzsteinen. Frisch 2, 195b. der ausdruck ist dunkel. 44) schleifche, eine kleine wurst, beim schlachtfeste den kindern zurecht gemacht. Hertel Salzunger wörterb. 40; wol nach der form so genannt. [] 55) schlittenartiges gestell, auf dem lasten fortgeschleppt werden, dann auch niedriger schlitten: traha, sleyff Dief. 592a, reda 488b; schleypff, oder schleypffe, traha Dasyp.; schleipffen (die) ein gattung schlittens, traha Maaler 356a; schleiffe, worauf kaufmannsgüter geschleppet werden, traha Steinbach 2, 445; eine schleife, auf welcher kleine lasten von den fuhrleuten zu beladung ihrer wagen zugeführet werden. Frisch 2, 195b; steine, wahren auf der schleife fortschaffen. Adelung; in der volkssprache sowol hochd. als niederd. viel gebräuchlich: die pfluegschlaiffen, zur beförderung des pfluges zum und vom acker Schmeller 2, 508; die schlaipff, die schlaipffen 531; schlaipf, schloapfen, vorrichtung zum schleipfen, schlittenkufen Schöpf 615. Lexer 219, sloafa, treggia, carretta senza ruota, benna. cimbr. wb. 232b; schlaipfe, hölzernes gestell zum schleifen des pfluges oder der egge Höfer 3, 89; kleiner, plumper lastschlitten Stalder 2, 327; holz u. s. w. aus den bergen zu schleppen Hunziker 222. Bühler Davos 301; schlittenartige vorrichtung zum fortschaffen schwerer gerätschaften, z. b. des pfluges Spiesz 215. Kehrein 350. in gleicher oder ähnlicher anwendung in niederd. gegenden, zum theil in der form slpe (slöufe) für slêpe (schleife): slepe, ploog-slepe brem. wb. 4, 823. Schambach 194a (daneben slîpe 195a). ten Doornkaat Koolman 3, 196b. Frischbier 2, 284a, slöpe Dähnert 431a. Schütze 4, 116. Danneil 196a; diese verwechselung ist schon alt: isti ceperunt unum cum una reda dicta slope. qu. bei Schiller-Lübben 4, 248a. auch Luther (s. unten) schreibt schleufe für schleife. item an dem suntag darnach da erslug ein slaifen, darauf man paln slaift, .. ein knaben. d. städtechr. 10, 347, 17; weilen sie zu zaunrangen und schlaifen die stämblen, so etwa auf das mehriste zwo klafter lang, abhacken. tir. weisth. 4, 228, 41; si sollen auch kain schlaipfen schlagen. 210, 3 (hier sind die dünnen stämme gemeint, aus denen zur abfuhr des heues, holzes aus den bergen schlittenartige gestelle zusammengeschlagen wurden); aber er hat sich des gespens nit irren lassen, sonder ist gleichwol mit etwas entsetztem gemüt mit seim rosz und der schleipfen stilschwigendt fürgefaren. Zimm. chron.2 2, 443, 38; grosze lastwaren werden auf lastwagen, karren und schleifen ... übergeführt. Comenius sprachenth. v. Docemius (1657) § 456; sonderlich war das seegeltuch so schwer, dasz ich wohl eine gantze stunde damit zubrachte, ehe ich es nur auf meine schleife bringen konnte. Pierot 2, 188. zum heranbringen des opferholzes: da ist ein rind zum brandopffer und schleuffen und geschirr vom ochsen zu holtz. 2 Sam. 24, 22. schleifen zur beförderung der wasserfässer für brände: (der rath hat befohlen) den hernachgeschriben mullnern schleifen und wasserkuffen zu geben und ir iedem zwu sprutzen, also wenn feur ausz kem, das sie dann furderlich ir pfert an dieselben schleifen setzen und wasser darauf zu füren zu dem fewer. Tucher baumeisterb. 141, 25; sleipfen 296, 8; so ein vr loesz wert, schOelen se alle .. mit leddern, vuorhaken, slOepen, emmern, spannen und andern vaten vul waters lopen. quelle bei Schiller-Lübben 4, 248a; (es werden) die zober mit wasser auf schleiffen niemals in gebürgen und auf der heide gebraucht werden können. Möser patr. phant. 3, 160. als kriegsgerät: 2 slepen up legen (niedrigen) raden tom hagelschutte. quelle bei Schiller-Lübben 4, 233b; schleife, eine art niedriger schlitten zum transport von kanonen Eggers kriegslex. 2, 814b. ein kleiner schlitten, in bergwerken verwandt Frisch 2, 195b; schleiffe, traha sive capsa Agricola bergwerkb. (1621) register. niedrige redensart: ainen auf der schlaipff ausfüeren, einen streichen lassen Schmeller 2, 531. 66) auch für die auf der schleife beförderte last: item es solt der zenner ein schleiffen holtz ausz der gemeinen busch nemmen, wasz vier pferdt schleiffen kundten. Grimm weisth. 2, 569; halede men nu up 3 voder und was dartho dat drüdde men eine schlepe. quelle bei Schiller-Lübben 4, 233b. 77) in prägnanter anwendung, mundartliches und besonderes. 7@aa) schleife, schleppnetz: mit der schleife fischen, vergl. schleifen B. 7@bb) bei den jägern zur bezeichnung einer an einer schnur befestigten lockspeise Adelung; bei Döbel 2, 145 schleppe. 7@cc) schleppe an einem kleide (s. schleif 2); schleif, syrma Stieler 1809. bei Adelung als oberdeutsch; indessen begegnet es gerade mehr in den nd. mundarten, auch übertragen im sinne von 'groszes gefolge', vergl. brem. wb. 4, 823. Schütze 4, 116. Dähnert 426a. Danneil 194a. Mi 80a. ten Doornkaat Koolman 3, 196b. selten in der schriftsprache: dasz Christus die schleiff nachtragen müsse. Fischart bienenk. 102a. 7@dd) schleife in derber sprechweise zur bezeichnung eines lüderlichen [] oder auch trägen weibsbildes, vgl. Schm. 2, 508. 531. Schmid 466. Birlinger 396b. Stalder 2, 327. Hunziker 222. Schmidt 184; nld. sleype, mulier segniter et testudineo gradu prorepens, tardigrada Kilian; einem ist die verstorbene eine stattliche hauszhälterin gewesen, dem anderen eine mistfeige, schleiffe und kötsche. Philander 1, 71. 7@ee) schleife, niedergetretener schlechter schuh, pantoffel Schöpf 615. Lexer 219. Höfer 3, 89. Castelli 244, nd. slêpe Schambach 194a. 7@ff) in verbaler anwendung, das herumziehen, herumschleppen: hê is mit de kinder up de slêpe ten Doornkaat Koolman 3, 197a. vielleicht auch wie walze zur bezeichnung des vagabondierenden herumstreichens: das werdt's schon sehen, auf die schleifen geh'n wir nicht. Raimund (1891) 3, 285; vgl. schleifen gehen, verloren gehen. vielleicht gehört auch folgende stelle in diesen zusammenhang: die andere diener auszschelten, dasz sie die sachen an ein schleiffen gehen und ihnen nicht angelegen seyn lieszen. Laz. de Tormes 109 (oder liegt der begriff der abschüssigen bahn zu grunde, s. unten 8?). 7@gg) nd. slepe, mit eisen beschlagene breche zum reinigen von flachs und hanf. brem. wb. 4, 823. Schambach 194a. 7@hh) die besonders behauene seite, auf der die gefällten bäume geschleift werden, schleifseite. Behlen lex. der forst- u. jagdk. 5, 496. 88) glatte bahn, eis- oder schneebahn, auf der etwas gleitet (s. schleifen A, 1). sleifa, labina Graff 6, 810; holzrutsche im gebirge, schneise u. ähnl.; so kann es gradezu den sinn von weg oder spur, insofern diese durch das schleifen von lasten u. ähnl. erzeugt werden, annehmen, vgl. mhd. wb. 2, 2, 401a. Lexer mhd. wb. 2, 970; dâr sleipfa alde weg ist. Graff 6, 840. erhalten als flurname hohe schleife Spiesz 215, in ähnlichem sinne auch sloufe, s. oben schlaufe. auf diese vorstellung geht die rechtsformel der schleife nachgehen, folgen (übertragen: sich an die im grade nächste person oder sache halten) zurück Grimm rechtsalterth. 517. 368 anm. Schm. 2, 508. Grimm weisth. 1, 583. 3, 363, register unter gut. schleife ist im sinne von eisbahn, gleitbahn, rutsche in mundartlicher sprache erhalten Schmid 466. Spiesz 215. Vilmar 354. Klein 2, 119. Hügel 138b. Frommann zeitschr. 6, 202; schlaipfi, holzbahn an abhängen Seiler 254a; vgl. auch Stalder 2, 327. Hunziker 223. Seiler 255b. 99) schleife im sinne von schleifmühle, schleifwerkstatt: schleiffe, f. officina samiatoris. neues dict. Genf 1695; vgl. Lexer mhd. handwb. 2, 977. Seiler 255b.
14284 Zeichen · 289 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schleife

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Schleife , plur. die -n, von dem regulären Zeitworte schleifen. 1. Was geschleifet wird. 1) Bey den Jägern wird jede…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ¹Schleife

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    1 Schleife -ff- GWB 9,464 1 aus Band od anderem biegsamem Material bestehende, meist eine, zwei od auch mehrere Schlaufe…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schleife

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schleife , soviel wie Ackerschleife (s. d.); auch soviel wie Schlitten; in Österreich-Ungarn die Mörserlaffete, und zwar…

  4. modern
    Dialekt
    Schleif(e)

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    PfWB LothWB LothWB RhWB Schleif(e) [ʿSlaifə Liebsd. Pfetterhsn. Hi. ; ʿSlaif Obhergh. Hlkr. Su. Osenb. Dü. ; ʿSlèif M. ;…

  5. Sprichwörter
    Schleife

    Wander (Sprichwörter)

    Schleife 1. Die Schleife kostet oft mehr als das Kleid. 2. Ist die Schleife ellenlang, ist die Liebe klafterlang. – Parö…

  6. Spezial
    Schleife

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schlei|fe f. (-,-n) 1 (als Schmuck) lac m. 2 (am Schuh) grop (-s) m. 3 (Windung, Kehre) ota (otes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schleife

129 Bildungen · 71 Erstglied · 57 Zweitglied · 1 Ableitungen

schleife‑ als Erstglied (30 von 71)

Schleife I

SHW

Schleife I Band 5, Spalte 411-412

Schleifegge

PfWB

schleif·egge

Schleif-egge f. : ' eggenähnliches Gerät zum Einebnen des Ackerbodens ', Schlaafeej [ KB-Mauchh ]; vgl. PfWB Schleife 1 b.

Schleifels

RhWB

schlei·fels

Schleifels -ēpəlts Wermelsk Sg. t. n.: das, was man schleift; en Schl. Holt (Holz).

schleifen1

PfWB

schleifen 1 st. : 1. 'mit einem Schleifstein schärfen; mit Schleifgeräten, Schleifpapier u. ä. glätten, polieren', schleife (šlaifə) [verbr.…

schleifen2

PfWB

schleifen 2 schw. : 1. a. '(über den Boden) schleppend ziehen', schlääfe (šlEfə) [verbr. (außer NPf NWPf), Müller Dietschw 64], schlääpe (šl…

schleifenband

DWB

schleifen·band

schleifenband , n. : die langen rosenfarbenen schleifenbänder flatterten munter und lustig. Göthe 43, 286 .

schleifenbinden

DWB

schleif·enbinden

schleifenbinden , n. : da händezusammenschlagen und schleifenbinden dinge sind, die zu vereinigen man ein taschenspieler sein musz. Ludwig (…

schleifenblauel

DWB

schleifenblauel , m. schwelger, müssiggänger: umb der edeln zeit willen, die ein sollich schleiffenblawel sein leben lang unnutz zubrengt. J…

Schleifenblitz

Meyers

schleifen·blitz

Schleifenblitz , ein Blitz mit gewundener Bahn, der scheinbar eine Schleife bildet (vgl. Gewitter, S. 807).

Schleifenfahrt

Meyers

schleifen·fahrt

Schleifenfahrt , das Durchfahren einer aufrecht stehenden Schleife oder Schlinge in einem Schlitten oder auf einem Fahrrad, wobei der Fahren…

schleifengehen

PfWB

schleifen·gehen

schleifen-gehen st. : 'dem Ruin zutreiben, verlorengehen', schleifegehⁿ , -gihⁿ , -gehn, -gehe, -gäh, -gähⁿ , -gäi, s. PfWB gehen [verbr., K…

schleifenhaft

DWB

schleifen·haft

schleifenhaft , adj. und adv. : gegliedert schnürten goldne riemen schleifenhaft. Göthe 40, 406 .

schleifen I

RhWB

schleifen I PfWB ElsWB LothWB das Wort, auf slîfen, slîpen zurückgehend, ist allg., u. zwar Rhfrk -aif-, –ęi- [ Birkf-Idar -ē- ], Part. gəšl…

schleifen II

RhWB

schleifen II PfWB ElsWB das Wort, auf sleifen, sleipen zurückgehend, ist ausser dem Rhfrk an Nahe u. Hunsr, wo schleipen herrscht (doch selt…

Schleifenkanäle

Meyers

Schleifenkanäle , die Nieren der Ringelwürmer, s. Nieren .

schleifenkette

DWB

schleifen·kette

schleifenkette , f. kette an der schleife, einem schlittenartigen gestell ( s. schleife 5): von einer sleipfenketten und ortscheit zu beschl…

schleifenkufe

DWB

schleifen·kufe

schleifenkufe , f. eine der beiden stangen, auf denen die schleife ( s. schleife 5) gleitet. Jacobsson 3, 618 b .

schleifenlassen

PfWB

schleifen·lassen

schleifen-lassen st. : 'nachgiebig sein, ver- nachlässigen', schlääfelosse [ RO-Obd , vereinzelt]. Er dut alles sch. [Kaislt]. RA.: Er läßt …

Schleifenreihe

GWB

schleifen·reihe

Schleifenreihe poet für Folge der Maschen, Schlaufen, Schlingen eines aus feinen (Seiden-)Fäden bestehenden netzartigen Gewebes bzw metonym …

Schleifenstellen

DRW

schleifen·stellen

Schleifenstellen, n. Auslegen von ³Schleifen (I) edict wider das unbefugte jagen ... und schleifenstellen in gehegen 1695 CCMarch. IV 1 Sp. …

schleifenswert

GWB

schleifen·swert

schleifenswert -th zu ‘ 2 schleifen’ 2 gepulverte Granaten [ Material zum Schleifen von etw ] , wobey alles [ von dem Mineral ] gebraucht we…

schleife als Zweitglied (30 von 57)

ACHTERSCHLEIFE

DWB2

achter·schleife

DWB2 ACHTERSCHLEIFE f. DWB2 zu achter m. 4: DWB2 1947 das tau lag um das doppelhorn in achterschleifen Bartning erdball 36. ⟨1954⟩ ( d. kuge…

bandschleife

DWB

band·schleife

bandschleife , f. lemniscus. auch an pferden läszt man eine bandschleife bis zum ende der mähne laufen. Rosenzweig rosztäuscherkünste s. 33.…

busenschleife

DWB

busen·schleife

busenschleife , f. was busenband: mir träumt, ich war ein vögelein und flog auf ihren schosz, und zupft ihr, um nicht lasz zu sein, die buse…

dohnenschleife

DWB2

dohnen·schleife

dohnenschleife f. : 1816 Jahn/E. turnkunst 226. DWB2 2 bezeichnungen für das gebiet, in dem fanganlagen angebracht sind, auch für die fangan…

drahtschleife

DWB

draht·schleife

drahtschleife , f. zu verschiedenen zwecken brauchbar. jäger fangen damit hasen, füchse u. s. w. ebenso

Egedeschleife

ElsWB

egede·schleife

Egedeschleife f. winkelförmig zusammen gefügte Holzbalken, worauf die Egge geschleift wird Pfetterhsn. Hi.

Eggenschleife

RhWB

eggen·schleife

Eggen-schleife -šlēf Rip; -šlīəp NBerg; šlēp, –ei- Nfrk; auch Rhfrk -šlEf Kreuzn f.: Schlitten zum Transportieren der Egge; -šlēfholts Dür-H…

Eisschleife

PfWB

eis·schleife

Eis-schleife f. : 'Gleitbahn der Kinder'. Er is uf de Eisschleif hiⁿgefall [ KL-Reichb RO-Falkst ]. —

Engschleife

PfWB

eng·schleife

Eng-schleife f. : FlN in NW-Wachh; die eerscht, die zwett Engschlääf. Der Name erinnert an das früher übliche Schleifen von Baumstämmen.

Fahnenschleife

PfWB

fahne·n·schleife

Fahnen-schleife f. : wie schd., -schleif [verbr.].; vgl Fahnenschleppe. De Pateverein stift't än Fahneschlääf [ PS-Erfw ]. SHW Südhess. II 3…

fuszschleife

DWB

fuszschleife , f. ein seil das dem pferde um die vorderfüsze gelegt wird, damit es nicht entlaufe, springe oder mit den hinterfüszen ausschl…

haarschleife

DWB

haar·schleife

haarschleife , f. schleife entweder aus haaren geflochten oder in die haare zu stecken.

hauptschleife

DWB

haupt·schleife

hauptschleife , f. die wichtigste unter mehreren: und dabei knüpfte sie die hauptschleife wohl noch einmal so fest zu sammen, als sie war, d…

holzschleife

DWB

holz·schleife

holzschleife , f. glatte abschüssige bahn in einem bergwalde, das oben gespaltene holz in das thal zu befördern.

Hutschleife

Adelung

hut·schleife

Die Hutschleife , plur. die -n, die Schleife an einem Hute, zu dessen Zierde.

kastenschleife

DWB

kasten·schleife

kastenschleife , f. eine kastenschleife samt kasten 2 fl., pfälz. wagnertaxe 17. jh. Mones zeitschr. 12, 319 , wol schleife mit einem kasten…

Kettenschleife

RhWB

ketten·schleife

Ketten-schleife -šlēf Bergh f.: mit K.gliedern aneinander befestigte Hölzer, zum Zerkleinern der dicken Ackerschollen.

Kind(s)schleife

PfWB

kinds·schleife

Kind(s)-schleife f. : 1. 'Zug, der das Neugeborene zur Taufe geleitet', Kindschleef [ Schandein Bav. IV/2 348]. — 2. = PfWB Kindtaufe , mehr…

knopfschleife

DWB

knopf·schleife

knopfschleife , f. schnur, litze zum binden, zuknüpfen. M. Kramer (1787) . s. DWB knopf 11, c.

Ableitungen von schleife (1 von 1)