unsinn,
m. (
f.),
mangel an sinn
und dessen gth. (
s. besonders sinn II 12 c
ff. und II 22).
ahd. wohl ursin (
ahd. gl. 3, 52, 60), unsinnigi, unsinnigheit,
aber kein unsin;
mhd. unsin,
m., und unsinne,
f.; mnd. unsin;
mnl. onsin (
nicht gesichert)
; nl. onzin.
im dän. und schwed. die verwandten bildungen asind
u. ursinne.
das mhd. f. diu unsinne (Lexer 2, 1936; Fischer
schwäb. wb. 6, 220)
reicht, meist zu unsinn
gekürzt, ins frühnhd. (unsinne
heiligenleben sommerteil [1472] 158
a;
Nürnb. bibel [1483] 427; unsinn
erste d. bibel 2, 399, 21;
historienbibeln 325
Merzdorf; Steinhöwel
spiegel menschl. lebens [1479] 83
b;
berühmte frauen 63; 171
D.; b. d. liebe 311
b; Carbach
Livius 7
a; Fischart
daemonomania [1591] 251
a; J. Prätorius
bericht v. Katzenveite [1665] k 8
a). unsünn S. Brant
narrenschiff 38, 54;
vgl. unsunig.
schw. plur.: die valschen unsinnen (
insanias)
erste d. bibel 7, 300, 4;
st. plur. unsinne (
nonsensicals, nonsensicalities) Rahel
ein buch des andenkens 2, 26; 1, 400; Kölle
aufzeichnungen eines nachgeborenen prinzen (1841) 128;
sonst ist der plur. unüblich. vgl. aber-, ab-, blöd-, dumpf-, irr-, nicht-, ohne-, stumpf-, tief-, toll-, trüb-, über-, ur-, wahn-, widersinn; halbunsinn; unsinnheit, unsinnige, unsinnigkeit, unsinnlichkeit; sinnlosigkeit; Sanders
wb. d. synonymen2 42
ff. 11)
geistige erkrankung; '
psychische veränderungen beim menschen mit dem charakter bestimmter sinnloser wahnvorstellungen' Höfler
krankheitsnamenb. 651
a;
im mhd. auch besessenheit und mondsucht; vgl. unsinnig 1, unsinnigkeit 1: in die (
grube) liesze er (
d. angebliche arzt) binden an ainen pfal, die von u. zuo im gefüret wurdent Steinhöwel
Äsop 345
Ö.; vom wahnsinnigen Aias: weil der kundschaffter ihn allein ... im freyem feld gleich mit unsinn gesehen springen her und hin W. Spangenberg
bei Dähnhardt gr. dramen 2, 64;
mania, phrenesis Stieler 2032;
in n. spr. von irrsinn, wahnsinn, geistesgestörtheit, -krankheit
zurückgedrängt. nachklingend in mischung mit bed. 5: im poetischen unsinn des fiebers Jean Paul 3, 156.
erhalten in den verbindungen bis zum u. (
wahnsinnigwerden, jusqu'à la folie, to distraction; vgl. 2,
ad insaniam concupiscere aliquid; ähnlich: ich ... lebet gleichsam in u. in bulerey H. Sachs 16, 7, 36
G.)
u. dgl.: kurz, gesteht es mir nur gleich, dasz ihr sie liebt, liebt bis zum unsinn Lessing 3, 105
M. (
Nathan 3, 3, 757); indem sie (
philosophen) bis zum u. nach fakten jagten, verloren sie jedes andre augenmerk G. Forster 1, 9; bis zum u. keck Holtei 40
jahre 1, 70;
ähnlich die studentische ra. ochsen bis zur bewusztlosigkeit. 22)
bewusztlosigkeit, deliquium animi (
vgl. sinn II 10, 11);
mhd. wb. 2, 2, 316
a, 1; Staub-Tobler 7, 1053, 1: do kamme die reuber ein grauw und u. an (
sie verloren den kopf), das sie ob der red der frawen erstarreten und wichen also mit zittern von dannen S. Franck
chronica (1531) 39
b; unsinn
lolium temulentum, schwindelhafer, dessen genusz bewusztlosigkeit erzeugt Unger-Khull 611
a; weiter geht der dichter nicht, und um zuvorzukommen dem übertreiben des ausdrucks, läszt er Philoktet vor schmerz in u. fallen Herder 3, 15;
undeutlich: ich ... stürmte im unsinn der betäubung .. hinaus Schubart
leben 1, 169;
veraltet. 33)
raserei, wut, erbitterung, zorn; vgl. böser sinn (sinn II 8)
u. einfaches sinn '
zorn, ärger, verdrusz' sinn II 8 h; wahnsinn 2: das mein geschwey ... in lauter unsinn gefluchet hat dem Jupiter H. Sachs 13, 440, 15
G.; dann so bald der tag auffbrach ... gab je eyner dem andern die schult und wurden zornig über eynander. inn der unsinn zogen sie den Römern ohn alle ordnung nach Carbach
Livius 7
a; kompt er aber in dise unsinn, dasz er sich dem sathan selber verlobet, da kan die straff nit scharpf genug sein Fischart
daemonomania (1591) 251
a;
[] dann das volck und heydnische pfaffen waren ergrimmet im unsinn W. Spangenberg
anbindbriefe c 7
b; belangend die unsinn und wütigkeit (
des tanzes) J. Prätorius
bericht v. Katzenveite (1665) k 8
a; sie treten mit ybermythigem unsinn auf die geseze der heilgen natur Wieland I 2, 247
ak. ausg.; tapfer aus u. Gerstenberg
recensionen 116, 24
ndr.; die verzweiflung ist ein vorübergehender u. eines hoffnungslosen Kant 10, 18; fühle, bei diesen trocknen worten, mit welchem unsinne (
mit welcher rasenden gewalt, heftigkeit) mich die geschichte ergriffen hat, da mir sie Albert eben so gelassen erzählte, als du sie vielleicht liesest Göthe 19, 138
W.; der kentaur tobte vor u. J. H. Voss
Odyssee 21, 295;
aus dieser bed. erklärt sich der witz Jean Pauls
von dem fürsten: eine sinnpflanze, welche durch starkes berühren leicht eine un-sinnpflanze wird (
er gerät in zorn) 35, 75
Hempel; von liebesraserei Steinhöwel
berühmte frauen 171, 21
D.; b. der liebe 311
b;
vom dichterischen wahnsinn J. J. Schwabe
belustigungen 4, 45 (
vgl. 5);
rasendes handeln, thun: codex diplom. Lusatiae superioris 1, 31 (1420); hält sogar die nähe unsrer königlichen regentin diesen unsinn nicht zurück? Göthe 8, 210, 10
W.; wüthiger, rasendster unsinn
M. I. Schmidt
gesch. d. Deutschen 3, 93; Solger
nachgel. schr. 1, 57;
bildlich: riesen ... durch den u. bewaffnet E. v. Kleist 1 (1771), 146; Göthe
Elpenor 924.
wir spielen heute diese bed. wie 1, 2, 4
nach 5
hinüber. 44)
höchster grad von unklugheit, thorheit, verblendung, verrücktheit, narrheit, närrische streiche u. dgl.; sinn II 12, wahnsinn 4
entsprechend: minnender unsin
mhd. wb. 2, 2, 184
a; ungeberd und unsin
mhd. minnereden 1, 27
v. 1442
Matthäi; das ist kein unsynne (
nicht ohne grund, wohlberechtigt) an mir, das ich dein göter verschmech
heiligenleben sommerteil (1472) 158
a; sölliche spil ze sehen ist ein üppigkeit, selber treiben ist ein unsinn Steinhöwel
spiegel m. lebens (1479) 84
b; ja, vil es für ein unsinn deiten, das man will wust mit kat verkleiden Fischart
ehzuchtb. 148, 15
H.; es war glück, dasz sie zu einer zeit klug waren, da noch die ganze nördliche welt im u. gefangen lag Göthe III 1, 244, 2
W.; es war auf alles kalkulirt, nur auf den u. der verwüster nicht IV 8, 53
W.; falscher sinn L. Schefer
ausgew. w. 8, 227;
für den unsinnigen: der u. scheret die säw und sengt die schaaff, setzt die säw übern hirten, fangt mit eim hasengarn mücken, mahlet der glocken klang Lehmann
florileg. 2, 836.
als ohnesinn erläutert: noch kämpfen wir schritt um schritt mit dem riesen zufall, und über der ganzen menschheit waltete bisher noch der unsinn, der ohne - sinn Nietzsche
Zarathustra 113
kriegsausg.; der lehrer, dessen amt es war, bei der ihm anvertrauten schaar den unsinn zu zerstören
Ditfurth. volksl. d. pr. heeres (1869) 66; den u. von diesem vorurtheil Hippel
lebensläufe (1778
ff.) 2, 495; den u. des beschlusses Raumer
Hohenstaufen 2, 303; er hat den u. gemacht, sein haus zu verkaufen,
il a fait la folie de vendre sa maison; der u. des gutskaufes; es ist auch u., dasz sie sich so plagt Schnitzler
liebelei 45; u. machen
scherze, witze machen Brendicke 187
a; Kluge
studentenspr. 132
a;
Fleischer: na, machen sie keinen u., frau Wolff.
fr. Wolff: nee, nee, das sag ich in allen ernst G. Hauptmann
biberpelz 72;
vgl. to make fun; oh, er (
der zu lustigen streichen aufgelegte conrector) hat sicherlich wieder einen u. ausgehen lassen W. Raabe
Horacker 113; wir trieben lauter u. Moltke
ges. schr. 6, 77; u. (
tollheiten) treiben
obers. wb. 2, 600
b; u. treiben,
ulken Genthe 65; etwas aus (zum) u. machen
aus übermuth, ausgelassenheit obers. wb. a. a. o. 55)
als lieblingswort der aufklärung modelt u.
seinen begriff im wesentlichen nach dem lat. nonsensus, engl. [] nonsense (
zeitschrift für deutsche wortforschung 7, 253; 8, 81);
heute ist es in dieser bed. wie mumpitz, blech, kaff
u. dgl. vielfach zum kraftwort geworden. a)
übergänge der bed. 4
zu 5
liegen zu tage (
vgl. wahnsinn 4
ende, blödsinn): wenn sichs also in ein widersinn und unsinn verkeret, dasz man ehre für schande und schande für ehre achtet, das heiszt sicherheit, welche Sirach alhie beschreibet
F. Rhot
Jes. Sirach (1587) 1, 213
a; wenn die vernunft den dichter nicht führt, so musz sie ihm wenigstens folgen können, sonst ist die begeisterung u. und die verwirrung aberwitz Ramler
einleitung in d. sch. wissensch. (1758) 3, 24; mit R. den u. der Newtonianer neuerer zeit durchgegangen Göthe III 3, 121, 28
W. b) Adelung
erklärt: '
abwesenheit alles begreiflichen und vernünftigen verstandes'
; bei wort u. rede: die ausdrücke 'züge zum ruhm hinweben, die diamantenen flügel der ewigkeit, blicke stammeln, der wald lispelt lächelnd' sind wahrer u.
derselbe; der u. unserer jäger Liscow (1739) 620; der donnernde u. des pabstes Herder 1, 111; was nutzt dir all der u. von liebe und heirath? Fr. L. Schröder
dram. w. (1831) 1, 7; unsere staats- und helden-actionen waren voller u., bombast, schmutz und pöbelwitz Lessing 8, 42, 2
M.; völligen unsinn siegelt ich hier, geschriebnes geschreibe Göthe 4, 258
W.; den u. der Hegelei Schopenhauer 1, 24
Gr.; des unsinns poesie Platen 1, 476;
in zusammensetzungen wie unsinnsheld J. K. E. v. Nachersberg
giftkocher (1798) 253, -schmierer (
Hegel) Schopenhauer 2, 81
Gr., -lehre 3, 366, unsinnschreiben 4, 204, -reden Justi
Winckelmann 2, 1, 137, -wust R. Wagner 7, 265, unsinnreich (
nicht gth. v. sinnreich,
mhd. unsinnerîch,
sondern reich an u.) Harries
Thomsons jahreszeiten 154, -voll Nicolai
reise 8, 6
beylage 4, 11
a. lebensunsinn W. Raabe
sämtl. werke II 5, 151.
wie engl. nonsense von unsinnigem überhaupt: man ist gewohnt, allen u., dessen grund man nicht weisz, nach orient zu schieben Herder 15, 480;
von unsinnigem kunstgeschmack des prinzen Pallagonia Göthe 49, 2, 150
W., unsinnigen gemälden Tieck 17, 15,
unsinnigen zuständen u. einrichtungen Fr. Schlegel
jugendschr. 1, 67
M.; Göthe IV 8, 89
W.; Raabe
hungerpastor 1, 72;
mit 4
zusammenflieszend von unsinniger handlung: dasz sie des unsinns fähig gewesen wäre, dich in den strudel ... zu ziehen Caroline 1, 348
W.; Schleiermacher
Platon 6, 447. c)
attribute: poetischer Gottsched
beyträge z. crit. historie 3, 166, räthselhafter
das neueste 5, 807, theologischer Lessing 17, 390
M., gelehrter G. Stephanie
d. j.
singspiele 262,
nl. wb. 10, 2240, reimhafter, gereimter Göthe 40, 342
W., verliebter Thümmel
reise 8, 161, Gaudy 8, 23, frommer Pfeffel (1812) 1, 104, feierlicher, hoher, erhabner Herder 5, 10, 74, Kotzebue 18, 239, klarer Wieland 18, 133
H., halber Herder 5, 76, ganzer Jean Paul 54, 18
Reimer, voller Nicolai
Nothanker 1, 86, baarer Eschenburg
beispielsammlung 8
a, 453, lauter Kortum
Jobsiade 3, 95, vollkommener Platen 3, 247, reiner Bücher
arbeit u. rhythmus4 355, vollendeter Barth
kalkalpen 230, toller G. Keller 1, 188, höchster Göthe 49, 59, 13
W., abgeschmacktester u.
M. Meyr
a. d. Ries 2, 160; blühender unsinn Genthe
slang 8;
th. 1, 157;
überschrift eines gedichts von G. F. Messerschmidt Büchmann
24 222; genialer unsinn R. v. Raumer
gesch. d. germ. phil. 153; goldener unsinn H. J. Moser
in d. allgem. musikzeitung 50, 197
a; bombenunsinn Genthe 9. d)
prädicative verbindungen: es wäre ein u., wenn ... A. v. Haller
Usong 180; liebtet ihr nicht, stolze schönen, selbst die logik zu verhöhnen, würd' ich zu beweisen wagen, dasz es unsinn ist, zu sagen: süsze liebe denkt in tönen Uhland
gedichte (1898) 1, 120; das scheint mir u. Bettine
Günderode 1, 47; für u. halten, erklären Knigge
roman m. lebens 3, 88; Göthe 23, 183
W.; die idee wird zum u. Solger
ästhetik (1829) 318; u. sagen, reden, schwatzen, singen Adelung
magazin 2, 2, 67; G. Forster 7, 161; H. Heine 1, 270
E.; [] Bücher
arbeit u. rhythmus4 355; lehren, auskramen, aushecken Göthe III 1, 246, 16
W.; Schubart
briefe 1, 107
Strausz; Holtei
erz. schr. 24, 78; jemandem u. aufbürden Scherer
kl. schr. 1, 625; was ich aufschrieb, starrte von u. R. Wagner 1, 6; u. in sich schlieszen J. Grimm
kl. schr. 3, 372; worte in u. verkehren Bismarck
briefe an s. braut 91
u. s. f. e) sinn
und unsinn,
gegensätzliches und synonyma: ein buch voll u. und sinn K. Fr. Cramer
Neseggab 1, 13; chaos von sinn und u. Eichendorff 2, 119; Grillparzer 3, 196
S.; hätte das leben keinen sinn, und müszte ich u. wählen, so wäre auch mir dies (
der schlaf der tugendweisen) der wählenswürdigste u. Nietzsche
Zarathustra 40
kr. gs. weisheit J. A. Schlegel
verm. ged. 1, 179; menschenverstand und u. (
déraison) Göthe 45, 4
W.; gestern war ich auf dem dom (
in Mailand), welchen zu erbauen man ein ganzes marmorgebirg in die abgeschmacktesten formen gezwungen hat. die armen steine werden noch täglich gequält, denn der u. oder vielmehr der armsinn ist noch lange nicht zu stande IV 8, 373
W.; wir müssen den irrthum und oft den u. zuvor erschöpfen Schiller 4, 32; gründe, in denen sich tiefsinn und u. paarte Fontane I 1, 167; vernunft wird unsinn, wohlthat plage Göthe
Faust 1976; Holtei
erz. schr. 2, 155.
synonym: geschwätz J. A. Ebert
episteln 322; abgeschmacktheit Göthe 23, 252
W.; lügen 1, 321
W.; wust Heinse 4, 190
Sch.; thorheit Fr. H. Jacobi 1, 16; albernes zeug Hoffmann v. Fallersleben
ges. schr. 6, 154; narrheit Ranke 3, 302; afferei Fontane I 5, 22; dummheiten G. Keller 3, 164
u. s. w. f)
im plural: censur ... der unzähligen sprachfehler und unsinne in anzeigeblättern Kölle
aufzeichnungen eines nachgeborenen prinzen (1841) 128; solche unbegreifliche unsinne gehen vor Rahel
buch des andenkens 2, 26; diesen ganzen winter, gespickt mit tausend kränkungen, neckereien, beleidigungen und unsinnen 1, 400;
nl. wb. 10, 2241.
unüblich. g)
in antwort und ausruf (
vgl. engl. give me none of your nonsense, I shall stand none of your nonsense): höre auf mit dem u., er ist unerträglich Raupach
dram. w. kom. gattung 1, 103; solchen u. verbitt ich mir Fontane I 5, 87; redet keinen u. Holtei
erz. schr. 1, 30; welch ein u.! Mörike 3, 128; das ist alles u. G. Hauptmann
Rose Bernd 14; was das für ein u. ist
weber 81; u. über u.! Geibel 7, 16; des unsinns! Grabbe 2, 404; potz u. und kein ende! Kotzebue 18, 264; der vertilger, sagte ich? unsinn! Gerstenberg
Ugolino 268
H.; u.! brechen wir ab Mörike 1, 236; ist ein brief verloren gegangen? u., briefe gehen nicht verloren Fontane I 4, 366; ach was, u.! G. Hauptmann
bahnwärter Thiel 41. h)
bildlich: laut bellt und schnattert der unsinn Herder 27, 140, reitet
th. 11, 1, 640; unsinn, du siegst, und ich musz untergehn! Schiller 13, 271 (
jungfrau v. Orleans 3, 6); wenn der u. siegt, geht man eben nicht mit dem u. Gutzkow
ritter v. geiste 1, 183; wenn drauszen der u. mit groszen schritten durchs land ging Scheffel 1, 241; so herrschet leicht an einem solchen orte epidemischer u. in lob und tadel Zimmermann
einsamkeit 1, 73; den umsturz des abscheulichsten gebäudes von u. Lessing 17, 366
M.; die grauenhafte nacht des unsinns Scherer
kl. schr. 2, 156;
die welt ein haufen u. Heinse 4, 52
Sch.; ein strom von u. Brentano 5, 360; die burg des unsinns bezwingen G. Herwegh
ged. eines lebendigen 2 (1843) 116.
ra.: er ist von u. zusammengestoppelt Meisl
theatr. quodlibet 1, 54;
sprichwörtliches Doornkaat-Koolman 3, 473
b. 66)
mischung der bedd. nicht selten (
vgl. 5 a): der hauptsaal ... ist ein beyspiel einer bis zum u. (
bed. 1
u. 5) ungeschickten architectur Göthe III 2, 115
W.; dramatische pfuscher werden bis zum u. gebracht, um ihr werk auszustellen 47, 314
W.; nicht der krieg allein, sondern der durch u. (
bed. 3, 4, 5) aufgelöste bürgerliche zustand hatte ein solches unglück bereitet 33, 323
W.; verdammter u. (
bed. 4, 5) eines sterbenden vetters, der
[] mir sein vermögen nur mit der bedingung lassen wollte ... Lessing 2, 277
M.; der u. dieses prozesses Treitschke
d. gesch. 4, 389; so ist die tugend u. Klinger 3, 139
u. o. —