unsinnig,
adj. adv. ,
gth. zu sinnig.
ahd. unsinnig;
mhd. unsinnec, -sinnic;
mnd. unsinnich;
mnl. onsinnich;
nl. onzinnig.
vgl. dän. afsindig,
schwed. ursinnig. unsunig Diefenbach
gl. 301
a (
wie unsünn S. Brant
narrenschiff 38, 54; unbesünnigkeit
sp. 357). eyn onsyndiger Diefenbach
gl. 615
b (unsindekeit 300
a). on-, ohnsinnig S. Münster
cosmogr. 239;
M. Herr
feldbau 58
a; Campe ('
milder als unsinnig');
unüblich. vgl. aber-, ab-, after-, blöd-, dumm-, dumpf-, eitel-, grimm-, hart-, hinter-, irr-, schwach-, schwer-, stumpf-, taub-, tief-, tob-, toll-, trüb-, über-, ur-, wahn-, wider-, wirbel-, wirrsinnig; halb-, hirn-, mondunsinnig; unbesinnig, -besinnt, -besonnen, -ersinnig; unsinniglich; unsinnlich. 11) unsinn 1, sinnig 1
entsprechend, geisteskrank; mhd. wb. 2, 2, 317
a, 1; Lexer 2, 1937;
mnd. wb. 5, 78
a;
mnl. wb. 5, 930, 1;
nl. wb. 10, 2241 I a; Höfler 651
a; Staub-Tobler 7, 1070, 1; Fischer
schwäb. wb. 6, 220, 1; Schmeller 2, 295;
els. wb. 2, 362
b, 1; Crecelius 849;
heute durch irre, irr-, wahnsinnig, geistesgestört, -krank
verdrängt. synonym: nit sinnig Fischer 5, 1416; taub 4; toll (
Eulenspiegel 33
ndr.)
; vgl.: sie siht sich wütend um und fällt daselbsten nieder, als wann sie närrisch wer, unsinnig, rasend, toll, darzu besessen auch und böser geister voll D. v.
d. Werder
rasend. Roland (1636) 10, 34.
psychiatrisch: er wird maniacus, u. Parac. 2, 330
H.; Aetius schreibet, dasz der thymian gut sey den trawrigen, unsinnigen und melancholischen menschen Hohberg
georgica 3, 560
b;
substantiviert Petr. de Crescentiis
v. ackerbaw 62
a; unsinnigenhäuslein (1700)
narrenhäuslein im spital Fischer 6, 221; Schütze
holstein. id. 1, 268.
von besessenheit: arreptitius gemma (1508) b 4
b; der besessenen, unsinnigen hexen und hexenmeister
im titel der daemonomania von Fischart;
mnl. wb. 5, 931;
von säuen N. Manuel
krankheit d. messe 227, 25
B.; lunaticus Diefenbach
gl. 339
b; hirnunsinnig, mondunsinnig Höfler 651
a.
im rechtsleben: Staub - Tobler 7, 1070;
mnd. wb. 5, 78
a; der u. ist und der wüst ist, der so thumb ist, dasz er sein gut in ander leut gewalt hat gegeben, die mögen ihr leut nicht frei lassen Meichszner
land- u. lehenrecht (1566) 15
a; 3. mögen die unsinnigen oder die tobsüchtigen nicht testieren, denn sie vernünfftiger sinn und verstands mangeln
notariatbuch (1588) 14
a.
allgemein: ain unsiniger mensch, der lunaticus ist, hat ettwan clar underzüg seiner synn und vernunfft Keisersberg 7
schwerter (1510) a a 6
a; der unsinnig Aiax
Garg. 119
neudr.; ich bin ... weder u., noch ist mir das schelmstück eingefallen, mich so zu stellen Hippel
kreuz- u. querzüge 2, 167;
substantiviert: Göthe 19, 66
W. gern in redensartlichen wendungen: 5. Mos. 28, 34; disses leydts möcht eyner wol u. werden
Aymon (1535) b 4
b; fantaseyen, denen ich ...
bis zum unsinnigwerden nachhängen muszte Bräker 1, 235; der künig wolt u. werden, als er disz höret S. Franck
chron. Germ. (1538) 121
b; wüten und doben als die unsinnigen Judas Nazarei 36
ndr.; dasz ich meines stands und beruffs sol warten und nicht wie ein unsinniger mensch zum stock und stein lauffen
theatrum diab. 92
b; er gebärdete sich gleich einem unsinnigen A. U. v. Braunschweig
Octavia 1, 454; die schafe rennen wie u. gegen die dornhecken an Brehm
tierleben (1890) 1, 449; G. Hauptmann
weber 88; so dasz ich vor entzücken und verliebtheit hätte u. werden mögen Gaudy 2, 122; hab ... mich ... u. spindisirt Ayrer 478, 31
K.; u., u. machen sie mich! E. Th. A. Hoffmann 4, 7
G.; halbunsinnig werden Sandrub
kurzweil 54
ndr.; bist du vol oder unsinnich? H. Sachs 2, 7, 12
K.; jung, bist u.? Tieck 1, 187.
von thieren: der unsinnigen hundt Bock
kreutterbuch 9; J. Grimm
mythologie 3, 191;
von pferden, hennen, rindern u. s. w. J. Walther
pferde- u. viehzucht (1658) 141; Sebiz
feldbau 102; 51.
auch schwachsinnig: (
von alten kamelen) Eppendorff
Plinius 56.
heute dafür toll, tollwütig, kollerig
u. a. '
inanimatus, insensatus': Notker 2, 179, 21
P.; das glück ... ist u. A. v. Eyb
spiegel d. sitten (1511) e 2
b; sie rauften sich wie unsinniges vieh Laukhard
leben 4, 13;
vgl. 7. 22)
wie unsinn 2
von vorübergehenden störungen; von sinnen, seiner sinne nicht mächtig, bewusztlos: darnach wolt ich auch gern, das du glawbist, das Christus, wie wol er bey nacht, unter und nach dem essen disses alles geredt, gethan und eyngesetzt hat, nit wie ander menschen sey truncken oder u. gewest Luther 8, 507
W.; unsinnig vol (
bis zur bewusztlosigkeit betrunken) Ayrer 65, 13
K.; unsinnige trunkenheit Staub-Tobler 7, 1071; unsinniges fieber Höfler 651
a; wiewol das ist, dasz von der erden auch viel ding sind, die da u. machen als cicuta, als crocus Parac. 2, 169
H.; es tantzet keiner, er sey dann u. Abr. a S. Clara
etwas f. alle 2, 145; Sirene aber rief gar liebend und Klarin ward u. und trieb das flügelrosz ... gegen den rand des felsens Brentano 5, 349.
veraltet. individuell: heute fiel mir recht auf, wie doch eigentlich der mensch das unsinnige (
die mutter gottes als gegenstand bildlicher darstellung, ein gegenstand, vor dem einem die sinne so schön stillstehn), wenn es ihm nur sinnlich vorgestellt werden kann, mit freuden ergreift Göthe III 1, 282
W.; vgl. 5. 33) unsinn 3
entsprechend, zornig, wütend, grimmig, erbittert, rasend u. ä.; gs. sinnig 7 a, b
und sinn 8;
vgl. hirnwütig: herr got in deiner unsinnigkait oder grimen wöllest mich nit urtailen,
neque in ira tua corripias me ps. 6, noch in deinem zoren wöllest mich nit strafen. denn versteestu in recht, wenn dir anfacht das herz zuo erzittern vor der unsinnigen tobhayt gottes, in der er ewigklich straft die verdampten Keisersberg
spinnerin (1510) e 2
c; u. wider den glauben Fischer
schwäb. wb. 6, 221;
mnl. onsinnich up (
feindselig gesinnt gegen)
wb. 5, 931;
in diesen bedd. veraltet; siehe, also thustu, unsinniger, wutender bapst Luther 8, 166
W.; ich hab es selber gesehen und erfaren, wie doll, rasig und u. sie (
die bauern) sind gewesen 16, 386
W.; hat er das wort gottes, so wird der teuffel erst u. und bringt yhn darumb 17, 1, 220
W.; die andern sind unsynnig druber 19, 136
W.; wenn die weiber unsinnig wern, so ist nit gut bey in zu hausen H. Sachs 6, 132, 2
K.; unsinnige teuffel Fischart
jesuiterhütlein 765
H., geister Treuer
Dädalus (1675) 1, 864;
fanaticus, ein schwärmer, unsinnig Spanutius (1720) 251;
adv.: da laufft der riese gantz toll und u. herum
volksb. v. geh. Siegfried 75
ndr.; und ... sie mit diesem ihrem sohne sich verzweifflend und u. ins meer gestürzet Birken
ostl. lorbeerhayn 11;
Werther warf sich u. (
in höchster, leidenschaftlichster bewegung) vor sie hin Göthe 19, 176
W.; von nichtpersönlichem: ochsen oder büffeln, aufgerichtet oder in raschem laufe dargestellt, in der spr. der älteren heraldik Querfurth
crit. wb. der herald. terminologie 165; 175; aus einer sollichen ungestuomen und unsynnigen herschafft A. v. Eyb
d. schr. 1, 13, 23; der hölln unsinnge pforten Angelus Silesius
seelenlust 296
ndr.; goldbegierde Lohenstein
Arm. 1, 95
b; das meer, ... so es recht erzürnet ist, zeigt es sich fast u. Abr. a S. Clara
etwas f. alle 2, 8; bestrebungen Bodmer
v. d. wunderbaren 96, wut E.
M. Arndt (1892) 1, 142; sie reiszen mich fort im wilden, unsinnigen drehen Fouqué
gefühle 1, 163.
abgeschwächt, '
ausgelassen, närrisch': ain versamlete bursch der fasznachtbutzen, die dantzen, springen, gumpen und u. sein Nas
antipap. eins u. hundert 2, 256
a; [
ob hier die ahd. gl. 4, 72, 33
überlieferte erklärung impostor anschlusz findet, bleibt zweifelhaft; bloderer, unsinniger schreyer, redner, sonderlich am gericht,
rabula, linguax, blatero, gerro Henisch 422, 67 ] der unsinnige donnerstag, montag, die drei unsinnigen tag (
vor oder in der fastnacht), die unsinnige (taube) woche Staub-Tobler 7, 1071; Fischer 6, 221; Schmeller 2, 295; Scherz-Oberlin 1852; der unsinnig (
der donnerstag) Schöpf 676;
vgl. unselig II 1 a
γ;
κορυβαντεῖς ... die unsynnigen pfaffen und schlotterköpfe Eppendorff
Plinius 207; maenades ... diejenigen unsinnigen weiber ... Amaranthes
frauenzimmerlex. 1186; Wieland
Agathon 1, 7; behüt, lieber gott, woher kommt so viel närrisches und unsinniges gesinde! (
hexentanz) Br. Grimm
sagen 1, 174; Horn wird täglich unsinniger Göthe IV 1, 160
W.; dem unsinnigen tantz Parac. 1, 254 c, bossen Guarinonius 30, gebräuche Wieland
Agathon 1, 7. 44)
im höchsten grade thöricht, unklug, unverständig, verkehrt (unsinn 4; sinnig 2, 6, 7);
hebes, incompositus. bemerkenswert ist die stärke des ausdrucks: o got, wie blind, ja u. sein wir christen worden! Luther 6, 241
W.; wer sich selbst lobt, der ist ein narr. wer sich selbst schendet, der ist u. Tappius (1545) f 7
β; hertzog H. .., den seine rähte zum narren und schier gar u. machten Rätel
Curäi chron. (1607) 344;
ein mann, der sich eigenwillig, ungeschickt, ja u. benimmt Göthe 7, 212
W.; so weisen diese ausdrücke fast auf bed. 1
zurück; gefühlsbetont: blind, blind, blind, toll, toll, toll, töricht, töricht, töricht und unsynnig ist das volck! Luther 10, 1, 1, 497
W.; denn was sol ein solcher unsinniger schlingel (
pferdeschinder) bey einem solchen vernünfftigen thiere machen? J. Walther
pferde- u. viehzucht (1658) 19. yedoch seind die ... christen hierinne (
in der verabscheuung der lehren anderer) gar u. S. Franck
Turckey (1530) h 4
b; ich bin so u. nicht, die strenge methode ... an unsern deutschen schriftstellern zu tadeln Nicolai
litbriefe 6, 242; der reichstag war u., weil er eine verfassung geben sollte, obgleich ein guter theil seiner mitglieder noch heute nicht weisz, was eine constitution ist G. Freytag 15, 109;
substantiviert: Moscherosch
gesichte 2, 41; Herder 16, 419.
von thieren: Th. Müntzer
schutzrede (1524) 36
ndr.; Sebiz
feldbau 305.
von nichtpersönlichem aller art: dem unsinnigen hirn Luther 11, 295
W., trinkgesetz Harsdörffer
gesprechspiele 3, 148, tausch Lehmann
florileg. 1, 234, sinnreichheit (
wortspiel) J. Prätorius
glückstopf 26, leben G. Arnold
ketzerhist. 12
a, zumuthen v. Loen
kl. schr. 1, 60, enthusiasmus (
ohne kritische verstandesbethätigung) Göthe IV 23, 242
W., streich
M. Meyr
a. d. Ries 2, 234, die unsinnigsten speculationen
M. Beer 654;
substantiviert: kan auch etwas unsinnigers erdacht werden G. L. Hartmann
fluchspiegel 51.
vgl. umsinnich
dumm, ungeschickt els. wb. 2, 362
b.
insbesondere ketzerisch, gottlos (
ä. spr.): Tschudi
chron. 2, 44; weil die gottlosen ... sich ... nicht bessern, sondern toller und unsinniger werden A. Pape
bettel- u. garteteuffel (1586) c 6
b; Nigrinus
papist. inquisition (1589) 153; ein creuzfart wider die unsinnigen Preuszen Hennenberger
landtafel (1595) 422; die unsinnigen und unglaubigen hertzen J. Arnd
nachfolge Christi (1631) 30.
undeutlich: die neuen, verfluchten, unsinnigen götzen Brentano 6, 354. 55) unsinn 5
entsprechend, nonsensical, die höchste stärke des tadels bezeichnend; vgl. sinnlos,
widersinnig,
wahnwitzig.
nicht von personen: der Banise, Aurora und noch andern weit unsinnigeren romanen J. J. Schwabe
belustigungen 2, 185; folianten Cronegk 2, 141, fehler Lessing 8, 61
M., geschwätz J. Fr. Löwen 4, 268, tracht Herder 17, 372, gedanke Göthe III 1, 207
W., formel 40, 344
W., hexen- und gespenstergeschichten Adelung
magazin 2, 4, 34, maszregeln Varnhagen v. Ense
tageb. 1, 5, Hegelsche afterweisheit Schopenhauer 1, 558
G., frage G. Freytag 2, 295, die unsinnigsten urteile H. Heine 5, 188
E. in sinnlosen, ja unsinnigen klängen Göthe
th. 10, 1, 1193; Sanders
syn. (1882) 44;
wortspielend: sinnige und unsinnige (
vgl. 7
u. sinnreich) ketzereyen Göthe IV 27, 237
W.; nein! was sollte ich mit dem unsinnigen zeuge machen! Nicolai
Nothanker 1, 114.
substantiviert: über das unsinnige eines officiellen befehls Laube 1, 324; das unsinnigste glauben Ebner-Eschenbach 5, 43; aufs unsinnigste O. Jahn
Mozart 4, 248. in Rom ist nichts so u., als dasz es nicht glauben finden sollte Gaudy 13, 139. 66)
steigernd, bes. als kraftausdruck; s. sinnig 7, Schöpf 676,
und vgl. blödsinnig,
wahnsinnig 3, toll I 3, unselig II 5,
sinnlos u. dgl. die älteren beispiele behalten noch manches von inhaltlicher bed., während die jüngeren rein formaler steigerung zustreben (
nl. wb. 10, 2242 I b 1
ende): in welches weybs unsinniger liebe Ph. also versuncken Stumpf
chron. 251
a; geschrei J. Prätorius
Blockesberges verrichtung 13; er habe mit unsinniger leidenschaft drein geschlagen Göthe 22, 30
W.; ich fing darauf an, ein unsinniges (
unsinnig reichhaltiges) mittagsmahl zu bestellen 21, 157
W.; K., von der unsinnigsten eitelkeit gestachelt
Geigers Göthejahrb. 6, 73; der brief mag ein tolles, unsinniges stück arbeit gewesen sein E. Th. A. Hoffmann 6, 136
Gr.; es wäre für ihn eine ganz unsinnige ehre Holtei
erz. schr. 14, 122; ich hab damals ein unsinnigen haarbeutel ghabt Nestroy 1, 76; die unsinnige hitze macht unsinnigen durst, der unsinnige durst macht ein trinken, das auch nicht alle tage sinnig bleibt Dahn
weltuntergang (1889) 125;
beliebt: ein unsinniges geld kosten Holtei
erz. schr. 27, 44; unsinnige zinsen Polenz
Grabenhäger 2, 256; ausgaben, kosten;
adverbial: nachdem die tolle quaal, die mich so lange zeit unsinnig hat gerissen, ... die (
diese) nacht sich enden müssen A. Gryphius
trauerspiele 330
P.; sich u. zerarbeiten Lavater
physiogn. fragm. 1, 88; das ärgert mich u. Nestroy 3, 43; u. grosz, viel Fischer
schwäb. wb. 6, 221; so u. empfindlich Lavater
verm. schr. 2, 21; u. verliebt (
vgl. bis zum unsinn) Göthe 22, 229
W.; u. kostbar
schr. d. Götheges. 16, 242; u. fleiszig J. Grimm
an Gervinus 2, 52; das ist recht u. schön gesagt Caroline 1, 112
W.; was unsinniges zusammentanzen
u. ä., Staub-Tobler 7, 1071.
ungewöhnlicher: die fruchtbaren felder stehen grün und still, indesz auf dem breiten wege wildes gebüsch und staudenmassen wie u. von blüthen glänzt Göthe 31, 151
W. (III 1, 337: indesz das wilde gebüsch auf dem wege wie u. von blüten war). 77)
mischungen. in maa. tritt volksetymologische vermischung mit unselig
ein; Fischer
schwäb. wb. 6, 221 (unsinniger
und unseliger donnerstag; unsinnigen-
und unseligenhäuslein; unsinniggang;
vgl. unselig II 1 a); der unsinnig,
der teufel els. wb. 2, 362
b;
vgl. unselig II 2 a.
auch die bedd. schieben sich durcheinander; so im wortspiel: sinnige und unsinnige ketzereyen
s. 5; so hat er (
Demokritus) lauter unsinnige (
vgl. 3
begeisterte, 6) poeten auf dem Parnasz haben wollen, wie Horaz spricht:
excludit sanos Helicone poetas Gottsched
crit. dichtk. 45;
und auch sonst: sie rauften sich wie unsinniges vieh Laukhard
leben 4, 13 (
bed. 1, 3); ich durchstrich unsinnigerweise ganz Berlin E. Th. A. Hoffmann 6, 127
Gr. (
bed. 2, 3); der sein geld so u. verschwendete Klinger 3, 198 (
bed. 4, 5, 6); das unsinnige ding (
tonstück) heist prästo Herder 22, 182 (
bed. 3, 4, 5); das mag nun wohl der grund sein, weshalb das wetter sich so u. anstellt Moltke 6, 96 (
bed. 3, 4);
in schelte u. ausruf: o ir unsinnigen von Galath
erste d. bibel 2, 147, 39; unsinniger, frecher bursche! bist du hergekommen, uns zu beschimpfen? A. G. Meiszner
Alcibiades 1, 137; unsinniger hauf! Göthe 15, 49
W.; der unsinnige tropf lügt sich zum schelm Ebner-Eschenbach 5, 73; Pansner
schimpfwb. 74
a. 88) sinnig 8 a
entsprechend, insensibilis: Tauler
predigten 301, 1
V.; serm. (1508) 75
b.
dafür heute unsinnlich;
s. d. —