albern Differenzierung nach Bedeutungsnuancen oft nicht scharf durchführbar; gebraucht bes im Hinblick auf unangebrachte od unvernünftige Äußerungen, Erscheinungen u Verhaltensweisen, mehrf mBez auf jugendliches Verhalten a närrisch, töricht, unvernünftig Der Divan ist angewachsen und stark .. eine Dichtart, die meinem Alter zusagt, meiner Denkweise, Erfahrung und Umsicht, wobey sie erlaubt, in Liebesangelegenheiten so a. zu seyn, als nur immer die Jugend GWBB26,289,7 Zelter 11.3.16 man kann sich nicht kindischer, kleinlicher, a-er aufführen als der Prinz [Constantin] bey dieser Gelegenheit GWBB6,134,18 Knebel 3.3.83 Mich wundert nun gar nicht mehr daß Fürsten meist so toll, dumm, und a. sind. Nicht leicht hat einer so gute Anlagen als der Herzog [CarlAug], nicht leicht hat einer so viel verständige und Gute Menschen um sich .. und doch .. das Kind und der Fischschwanz gucken eh man sich’s versieht wieder hervor GWBB5,73,16 ChStein 10.3.81 Großes Zutrauen zu Ihnen, großen Respect vor Ihrer Anstalt hat er [Eberwein] gefaßt; aber auch das will leider bey jungen Männern nicht viel sagen: denn heimlich denken sie denn doch, man könne das Außerordentliche auch auf ihre eigene a-e Manier hervorbringen GWBB20,193,19 Zelter 30.10.08 Alle Galanterie .. wenn sie nicht als Blüthe einer großen und weiten Lebensweise hervortritt, muß beschränkt, stationär und aus gewissen Gesichtspuncten vielleicht a. erscheinen GWB27,60,22 DuW 6 Meine Schwester hatte jedoch eine so entschiedene Anlage zum Verstand, daß sie hier [mBez auf Mangel an Schönheit] unmöglich blind und a. sein konnte GWB27,25,4 DuW 6 Geschichten .. wo a-e und auf ihren Werth eingebildete Thoren beschämt .. werden GWB18,125,19 Unterhaltungen Der Papst, der sonst ein verständiger und außerordentlicher Mann war, betrug sich doch in dieser meiner Sache sehr unüberlegt und a. [sciocco] GWB43,311,17 Cell II 10 [für: scioccone] GWB43,255,25 u 259,4 Cell II 6 Die Leipziger sind als eine kleine moralische Republick anzusehen .. ieder produzirt sein kleines Original, er sey nun verständig, gelehrt, a., oder abgeschmackt .. und was der Qualitäten mehr seyn mögen GWBB6,114,25 ChStein 29.12.82 [Baccalaureus:] Gesteht! was man von je gewußt | Es ist durchaus nicht wissenswürdig .. [Meph:] Ich war ein Thor, | Nun komm’ ich mir recht schaal und a. vor GWBFaust II 6763 Der Mensch thut recht gern das Gute, das Zweckmäßige .. und sinnt darüber nicht weiter nach, als über a-e Streiche, die er aus Müßiggang und langer Weile vornimmt GWB20,403,9 Wv II 18 [Röse:] Ja, recht lächerlich sieht Er aus, Herr Schnaps. [Görge:] Ja, recht a.! GWB17,308,5 Bürggeneral 14 Ein .. Jüngling .. sein Geschäft war, sich seltsam zu gebärden, neckische Lieder zu singen .. Die Schalks-Narren deuten auf ihn, und scheinen mit a-en Gebärden seine Worte zu commentiren GWB491,265,10 Mantegna,Triumphzug GWBFaust I 2423 GWB38,32,21 GöttHeldWieland GWB18,100,27 Unterhaltungen GWBReinF VI 199 uö idVbdg ‘halb a.’ GWB18,283,16 GutWeiber subst mask haben wir Nachricht zu geben .. daß gegenwärtig der Gescheuteste sich blos dadurch von dem A-en unterscheidet, daß er weiß, nach so capitalseltsamen Begebenheiten [Erfurter Kongreß, Feste in Weimar] sey er etwas weniger verrückt als die übrigen GWBB20,232,28 Eybenbg 4.12.08 daß man sich .. Feinde macht, wenn man die A-en aufklären .. will GWB17,182,26 GrCoph III 5 iSv einfältig, ungeschickt Die a-e Figur, die ich mache, wenn in Gesellschaft von ihr [Lotte] gesprochen wird AA40,24 Werth I Wie groß, und doch vielleicht zu entschuldigen, ist .. die Indiscretion der Menschen, ihre a-e Zudringlichkeit und ungeschickte Gutmüthigkeit GWB20,375,25 Wv II 15 uö iSv unsinnig, unverständlich weil .. in dem romantischen Wesen manches Abstruse vorkommt, was nicht gleich einem jeden klar wird .. so ist die Menge gleich fertig, wenn sie alles, was dunkel, a., verworren, unverständlich ist, romantisch nennt GWB411,138,12 KlassRomant Ital er hatte .. einige Verse falsch gelesen und in andern aus Unverstand die Worte zu versetzen sich angewöhnt, wodurch ein a-er Sinn in verschiedene wichtige Stellen kam GWB51,269,9 ThS III 14 wie es mit Worten geht .. Diese da [von Behrisch] klingen so neckisch, ja so a., daß es fast unmöglich scheinen dürfte, einen vernünftigen Sinn hineinzulegen GWB27,148,27 DuW 7 Daß also das Einfachste aus Zusammensetzung entspringe, muß doch von jeher gelehrten und unterrichteten Menschen nicht so a. vorgekommen sein, als es ist GWBN51,357,18 Fl Nachtr er [der freie Wille] spielt .. in der christlichen Religion .. eine schlechte Rolle. Denn sobald man den Menschen von Haus aus für gut annimmt, so ist der freye Wille das a-e Vermögen aus Wahl vom Guten abzuweichen und sich dadurch schuldig zu machen GWBB14,140,1 Schiller 31.7.99 GWB51,151,21 ThS II 5 GWBB23,164,26 Niebuhr 23.11.12 GWBN4,53,3 FlH VI uö b gewöhnlich, banal, beschränkt Sollt’ es wahr sein .. | daß wir, was edel und a., | Was beschränkt und groß, im Angesichte zu suchen, | Eitele Thoren sind GWB2,264 PhysiognomReisen 3 Als gäb’s einen Gott so im Gehirn | Da! hinter des Menschen a-er Stirn, | Der sei viel herrlicher als das Wesen, | An dem wir die Breite der Gottheit lesen GWB2,195 Vs 16 der beschränkteste Eigennutz macht, daß sie [die Schauspieler] sich mit einander verbinden .. wer nicht liederlich lebt, lebt a. .. ohne Zutrauen, scheint es, als wenn sie sich vor nichts so sehr fürchteten als vor Vernunft und gutem Geschmack GWB23,24,23 Lj VII 3 Ergötzlich ist es zu sehen, wie ein Mann [DGBabst], in dem bürgerlichen Wesen selbst befangen, sich durch geniale Betrachtung darüber erhebt und dasjenige, was wir sonst als Philisterei, Bocksbeutel, Schlendrian und a-e Stockung zu verachten pflegen, in seiner .. Nothwendigkeit sehen läßt und uns solche beschränkte Zustände dulden .. lehrt GWB421,98,28 Einl:DtGilBlas in’s bürgerliche Leben gefangen, im Häuslichen gedrückt .. Wie die gemeinen Tage der Woche hinschlichen, mußte er [Wilh] mit unter hingehn, die a-e Langeweile der Sonn- und Festtage machte ihn nur unruhiger GWB51,42,23 ThS I 12 uö das Alberne Zeigen viele Begebenheiten im Anfange nicht einen großen Sinn, und gehen die meisten nicht auf etwas A-es hinaus? .. Gesetzt, das Schicksal hätte einen zu einem guten Schauspieler bestimmt .. unglücklicherweise führte der Zufall aber den jungen Mann in ein Puppenspiel, wo er sich früh nicht enthalten könnte, an etwas Abgeschmacktem Theil zu nehmen, etwas A-es leidlich, wohl gar interessant zu finden GWB21,192,22 u 193,4 Lj II 9 Der Mensch ist .. geneigt, sich mit dem Gemeinsten abzugeben .. die Ungewohntheit etwas Gutes zu genießen, ist Ursache, daß viele Menschen schon am A-en und Abgeschmackten .. Vergnügen finden. Man sollte .. alle Tage .. ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemählde sehen .. einige vernünftige Worte sprechen GWB22,138,5 Lj V 1 das A-e und Abgeschmackte GWB22,19,24 Lj IV 2~GWB52,178,24 ThS V 13 Treffliches und A-es GWB36,247,26 BiogrEinzh=GWBN11,14,16 GlücklEreign uö ― Alsdenn mag ich aber gern, daß das a-e und ekelhafte menschlicher Exkremente durch eine feine Gährung abgesondert und der reinlichste Zustand in den wir versezt werden können, empfunden werde [Reflexion im Zshg mit Lavaters ‘Gablidon’] GWBB5,214,20 Lavater 14.11.81 c unangenehm, fatal, peinlich Der beste Reiseplan wird durch einen a-en Zufall gestört GWBB23,187,28 Zelter 3.12.12 Das a-e Geschäft der Auslesung iunger Leute zum Militare, sezt mich in die Nothwendigkeit nächstens vier Wochen im Lande herum zu reiten GWBB5,273,3 Knebel 26.2.82 gerade passirt mir mit den guten Exemplaren meiner Werke, wovon Ihnen eins zugedacht war, der a-e Streich, daß sie incomplet ankommen GWBB20,204,19 Zelter 7.11.08 subst Die Berliner schreiben, daß sie den Epimenides den 30. März aufführen werden .. dieser Gedanke wäre denn ganz gut, wenn nicht wieder etwas A-es dazwischen kommt GWBB25,223,22 Christiane 8.3.15 Syn zu a GWBdumm GWBeinfältig GWBkindisch GWBlächerlich GWBnärrisch GWBtoll GWBtöricht GWBungeschickt GWBunsinnig GWBunüberlegt GWBunvernünftig GWBunverständlich GWBverworren zu b GWBabgeschmackt GWBbanal GWBbeschränkt GWBgemein GWBgeschmacklos GWBgewöhnlich GWBplatt GWBseicht zu c GWBfatal GWBpeinlich GWBunangenehmJohannes KrausJ. K.