peinlich Zusammenschr mit allzu- GWB15
2,164
; auch subst, dabei vereinzelt Kleinschr; gelegentl endungslose Adj-Flexion 1
jur: Leibes- u Lebensstrafen androhend bzw durchsetzend; ‘jdn p. anklagen’ iSv jdn strafrechtlich belangen; im Titel ‘P-e Halsgerichtsordnung’ für das (seit 1532 gültige) diese Sanktionen (lat „poena”) festlegende Gesetzbuch ‘Constitutio Criminalis Carolina’ [
betr den Wirt in Malcesine] Er pries diejenigen glücklich, die so schöne Gewehre tragen dürften, welches bei ihnen unter den p-sten Strafen verboten sei GWB30,50,5 ItR [
betr Frankfurter Geschichte] Wir hatten schon von der Goldnen Bulle und der p-en Halsgerichtsordnung gehört GWB26,27,20 DuW 1 [
Sophie, Beaumarchais den Gesandtenbericht vorlesend] Clavigo habe ihn p. angeklagt, als sei er..in sein Haus geschlichen, habe ihm im Bette die Pistole vorgehalten, habe ihn gezwungen, eine schimpfliche Erklärung zu unterschreiben GWB11,113,25 Clav IV B3,244,10 Einsiedel [Anf Sept 78] 50,192 HermDor I 73
uö(selten) 2
körperlich schmerzhaft od qualvoll, auch mit Unwohlsein verbunden Nachricht zu geben, indem jede Art von Anstrengung mir ziemlich p. wird. Mein altes Übel [
Nierenkolik]..war mir um desto verdrüßlicher, als ich mir einbildete, es wäre durch einige Vorsicht zu vermeiden gewesen GWBB23,40,12 ChStein 12.7.12 [
Eugenie:] Dorthin verstößt man mich! In jenes Land..|Wo p. quälend als belebte Wolken|Um Wandrer sich Insectenschaaren ziehn GWB10,338 NatT 1997 Ich brauche Ihnen nicht zu versichern, wie nahe es mir geht, die verehrte Kranke [
MEybenberg († 26.6.12)] in einem solchen p-en Zustand zu wissen GWBB22,240,6 Grotthuß 8.1.12 B38,11,7 Zelter 9.[1.]24
uö(selten) 3
(physisch, intellektuell u/od psychisch) anstrengend, mühsam, auch aufreibend Schiller..hatte..den gränzenlosen Stoff in der Geschichte des dreißigjährigen Kriegs dergestalt behandelt, daß er sich als Herrn dieser Masse gar wohl empfinden mochte. Aber eben durch diese Fülle ward eine strengere Behandlung p., wovon ich Zeuge sein konnte, weil er sich über alles, was er dichterisch vorhatte, mit andern gern besprach GWB35,63,19 TuJ 1796 Wenn ich im Zimmer auf und abgehe, mich mit entfernten Freunden laut unterhalten kann und eine vertraute Feder [
des Sekretärs] meine Worte auffängt; so kann etwas in die Ferne gelangen. Mich hinzusetzen und selbst zu schreiben, hat etwas p-es und ängstliches, das mir den guten Humor..die Vertraulichkeit lähmt GWBB20,179,19 Knabenau [14.10.08] [
mBez auf die Morgenröte] Heute floh sie, floh wie gestern,|Riß der Muse sich vom Schoos;|Ach, sie hat so lästige Schwestern [
die übrigen Tagesstunden],|P. werden wir sie los [Und sie liegen schwer uns auf
Var] GWB3,126 WTischbeins Idyllen 124 N6,125,11 BotanStudien [1831] 41
1,336,15 Üb:Harzreise
uö(selten) 4
ein unangenehmes seelisches Empfinden auslösend a
innerlich quälend α
(zutiefst) betrüblich, gramvoll, traurig; überwiegend hinsichtlich starken seelischen (u zugl physischen) Leidens, der elenden sozialen Lage od des Todes geliebter Menschen; einmal die menschliche bzw dichterische Eigenart, sein Naturell qualifizierend; vereinzelt in bildh Zshg [
Orbassan zu Amenaide:] Was auch|In meinem Herzen p. sich bewegt,|Gefühl der
[] ersten Neigung gegen dich,|Verdruß daß ich der Liebe nachgegeben:|Ertragen könnt' ich nicht entehrt zu sein GWB9,394 Tancred 738 Es ist mir peinlich..Sie leidend zu wissen; halten Sie sich möglichst inne, denn die Jahrszeit ist angreifend für Gesunde, wieviel mehr für Kranke GWBB36,255,4 Riemer 2.1.23 [
betr den tödlichen Sturz Hzgin Louises] der unglückliche Fall unsrer Frau Großherzogin-Mutter..der uns in banger, immer wachsender Sorge schwebend hielt und zuletzt in höchst p-e Trauer versetzte GWBB46,268,20 Reinhard 11.3.30 [
betr HSteffens' ‘Grundzüge der philos Naturwiss’, 1806] Anfangs wars mir ein p. Gefühl die ganze tausendfach bewegliche Erdennatur..an dem Kreuz der vier Weltgegenden zappeln zu sehen GWBB30,90,19 Steffens [Sept/Anf Okt 06] K 20,190,3 Wv I 18 B20,276,1 SZiegesar [31.12.]08 B40,276,23 CarlAug 31.1.26 K
uö β
bedauerlich, ärgerlich, unerfreulich; mehrf auch im Anschluß an 4aα; vereinzelt im Hinblick auf räumliche, zeitliche od inhaltlich-sachliche Beschränkungen, einmal ‘jdm p. fallen’ iSv jdm unangenehm sein Besuchte mich..Ortlepp aus Schkölen, dessen Geisteszustand ich bedauern mußte. Er zeigte schon früher ein gewisses poetisches Talent, hat sich aber in die ästhetisch-sentimentalen Grillen so verfitzt, daß er gar kein Verhältniß zur Außenwelt finden kann. Er ist schon 28 Jahre alt und gab mir zu p-en Betrachtungen Anlaß GWBT11,252,17 v 29.7.28 Die Darstellung [
Newtonischer Experimente durch Desaguliers] ist klar und zweckmäßig, obgleich die Anwendung auf die divers refrangiblen Strahlen mißlich und p. erscheint GWBN4,92,23 FlH VI DesaguliersRizzetti war mir p., daß ich Ihre schöne Darstellung, wie die Sprachen über die Welt verbreitet seyen, nicht gleich vollständig aufgezeichnet, ob mir gleich das Meiste davon geblieben ist GWBB23,84,7 WHumboldt 31.8.12 K [
betr vorgesehene Anstellung des Adressaten als Erzieher der Prinzessinnen] So bereitwillig und mit Vergnügen ich sonst die Befehle meiner gnädigsten Herrschaft ausrichte, so muß ich doch gestehen daß Gegenwärtiges abzulassen mir gewissermaßen p. fällt: denn ich soll..auf eine erfreuliche und bedeutende Hoffnung Verzicht thun GWBB31,277,11 Noehden [25.?]8.19 K 26,233,21 DuW 4 40,133,11 FrzHaupttheat B28,378 Niebuhr [16./17.4.17] K B40,22,2 Knebel 19.8.25
uö iSv frustrierend; mBez auf versagte Wünsche, erzwungenen Verzicht; auch in vergleichendem Zshg [
nach der Rückkehr aus Italien] Mein Entzücken über..kaum bekannte Gegenstände..meine Klagen über das Verlorne schien sie zu beleidigen, ich vermißte jede Theilnahme, niemand verstand meine Sprache. In diesen p-en Zustand wußt' ich mich nicht zu finden, die Entbehrung war zu groß an welche sich der äußere Sinn gewöhnen sollte GWBN6,131,11 MetamPfl Nachtr Nichts P-ers habe gefunden, als mit jemand in widerwärtigem Verhältniß zu stehen, mit dem ich übrigens aus Einem Sinne gern gehandelt hätte GWB42
2,224,22 MuR(894) wird man mir gestehen, daß ein Autor, der in der Lage ist seine neusten Werke nicht vortragen oder darüber reden zu dürfen, sich so p. fühlen muß wie ein Componist der seine neusten Melodien zu wiederholen sich gehindert fühlte GWB33,195,23 Camp Sie so nahe [
in Bad Lauchstädt] zu wissen und nicht vom Flecke zu können ist ein recht p-er Zustand GWBB50,137,21 FBethmann 17.7.04 20,6,24 Wv I 1 20,275,6 Wv II 6 B38,53,3 d'Alton 21.2.24 B23,260,10 JO'Donell 22.1.13 B27,165,20 August 19.9.16 K
uö γ
lästig, störend, enervierend; mBez auf (von der Hauptsache ablenkende) Nebensächlichkeiten bzw Überflüssiges wünschte..daß Herr v. Cotta..seine Meinung [
zu einer Ausg letzter Hand] eröffnete und solchem Schwanken ein Ende machte, das mir in meinen hohen Jahren besonders p. ist GWBB40,13,24 Boisserée [13.]8.25 [
Vollendete Engel, mBez auf Fausts Hülle:] Uns bleibt ein Erdenrest|Zu tragen p. [lästig
Var],|Und wär' er von Asbest|Er ist nicht reinlich GWB15
1,331 Faust II 11955 Bey Bechstolsheim hab ich viel gegessen..nun seh ich für den Abend einem p-en Nachtmal bey Herden entgegen GWBB5,295,18 ChStein 3.4.[82] Einrichtung, daß Kupfer, die nicht zum Text gehören, eingeschaltet werden..macht mir's ein p. Gefühl, wenn ich mit willigem Antheil einen artigen kleinen Roman lese und auf einmal ein ganz heterogenes Muttergottesbild oder eine Scene aus Wallensteins Lager mir die Quere kommt GWBB20,11,12 Cotta 24.1.08 [Korr Fehling 95] Gespr(He3
2,39) Kanzl Müller 17.5.26 28,233,15 DuW 13
uö(selten) b
bedrohlich α
(für Leib u Leben) gefährlich, beängstigend; mBez auf Kriegswirren [
betr Kriegsunruhen im Rheinland] Möge doch die p-e Lage in der sich gegenwärtig meine lieben Landsleute abermals befinden, nach unser aller Wünschen, bald verändert werden GWBB30,57,9 Stock 26.11.94 [
betr frz Besetzung Weimars] Daß ich durch die p-e Zeit ohne großen Schaden durchgekommen bin, wissen Sie GWBB51,210 Sartorius 26.12.06 [
betr Seefahrt nach Neapel] Der Wind blieb ungünstig..Die Ungeduld hierüber ward vermehrt, als einige erfahrne Reisende versicherten: weder Hauptmann noch Steurer verstünden ihr Handwerk..Die Anzahl der Passagiere war groß..denn alles hatte sich auf das französische Fahrzeug gedrängt, die Sicherheit der weißen Flagge vor Seeräubern, sonst nichts weiter bedenkend. Ich stellte vor, daß Mißtrauen und Sorge jeden in die p-ste Lage versetzen würde GWB31,225,20 ItR B47,437,2 WHumboldt 19.10.30 K B23,363,21 JFHSchlosser 11.6.13
uö(selten) β
Besorgnis erregend, beunruhigend; mBez auf ungewisse (künftige) Ereignisse Ew. Wohlgeboren haben durch Ihr..Schreiben..mich aus einer p-en Ungewißheit gerissen. Es war..so mancherley Rede, daß ich beynahe befürchten mußte..ich würde das erwünschte Glück nicht genießen, Ihre persönliche Bekanntschaft zu machen GWBB26,345,20 Niebuhr 27.4.16 [
betr die aus polit Gründen seit 1813 degradierte, 1815 durch den Ruf nach München wiederhergestellte Stellung Leonhards] ich versichere daß ich..um Ihrentwillen beunruhigt gewesen. Denn da ich das Glück gehabt..Ihre Gesinnungen und vielseitigen Verhältnisse näher kennen zu lernen, so mußte mir es höchst p. seyn, eine so vollkommene und so viel wirkende Thätigkeit gehindert, gestört und vielleicht zuletzt gar vom Orte getrieben zu sehen GWBB25,297,20 Leonhard 1.5.15 Carlsbad, wo ich..gewisse p-e Stunden verlebte, weil die Nachricht von dem vollendeten Gusse [
des Rostocker Blücher-Denkmals] länger als zu vermuthen war außen bliebe GWBB29,291,4 Preen 21.9.18 [
betr das Theaterschaffen vor Shakespeare] ist das..Drama entstanden, indem man das ungeheure Sollen durch ein Wollen auflös'te; aber eben weil dieses unsrer Schwachheit zu Hülfe kommt, so fühlen wir uns gerührt, wenn wir nach p-er Erwartung zuletzt noch kümmerlich getröstet werden GWB41
1,61,23 Shakesp u kein Ende 33,93,27 Camp B19,225,19 FAWolf 3.11.06 B23,35,6 Grotthuß 22.6.12 42
1,169,16 TeilnManzoni Übs
uö iSv heikel, schwierig, problematisch; im Hinblick auf Dilemmata, unlösbar scheinende bzw [] in jeder Entscheidung sich nachteilig auswirkende (polit-diplomatische, ökonomische, gesellschaftliche, moralische, persönliche ua) Zwangslagen; mehrf in der Fügung ‘p-e Lage’ [
betr Differenzen zwischen Rußland u Preußen auf dem Wiener Kongreß hinsichtlich Polens u Sachsens sowie Maria Paulownas Weigerung, zugunsten Kursachsens zu intervenieren] Es ist schlimm sich sagen zu müssen daß vielleicht auf dem ganzen Congreß sich niemand in einer so p-en Lage befindet als unser guter Fürst GWBB51,364 Voigt 7.1.15 [
betr Auflösung des Engagements in Mannheim u Wechsel nach Weimar bzw Berlin] Ein rechtschaffener Mann, der Rücksichten als Gatte und Freund zu nehmen hat und der in Begriff steht, einen Entschluß wegen seines künftigen Lebens zu fassen und zwischen zwei so verschiedenen Situationen zu wählen, muß..sich in einer sehr p-en Lage befinden GWBB11,208,9 Iffland [Mitte Sept 96] [
Förster zu Dorn, mBez auf das erwartete Liebesgeständnis Eduards gegenüber Leonore:] Er wird gewiß derjenige nicht sein, der den ersten Schritt thut..Er hat einen zu hohen Begriff von seinem Werth und gibt nicht nach.. [
Dorn:] Das wäre mir leid; er müßte meine Tochter wenig lieben..um länger in diesem p-en Zustande zu verharren GWB9,159,27 Wette 3 B29,251,22 Reinhard 21.7.18 B23,188,24 Zelter 3.12.12
uö c
beschämend α
demütigend, blamabel, genierlich; mBez auf das (eigene od fremde) sittlich-moralische Verhalten; häufig in Liebes- u Ehebeziehungen, gelegentlich bezüglich der Gebote der Höflichkeit [
Lenardo:] es ist immer ein p-es Gefühl, vor die Augen derjenigen zu treten, die man verletzt hat GWB24,207,21 Wj I 11 Ein Mädchen das einem Manne entsagt, dem sie ihre Gewogenheit nicht verläugnet, ist lange nicht in der p-en Lage, in der sich ein Jüngling befindet, der mit Erklärungen eben so weit gegen ein Frauenzimmer herausgegangen ist GWB28,81,3 DuW 11 [
mBez auf eine Darstellung der Unterwelt] hat der Künstler den lüsternen weiberschätzenden Knaben Paris..dargestellt..Penthesileia..steht vor ihm, ihre Gebärden und Mienen zeigen sich abstoßend und verachtend; und so wäre denn auch der p-e Zustand eines anmaßlichen Weiberbesiegers, der endlich von einer hochherzigen Frau verschmäht wird..verewigt GWB48,116,6 Polygnot Gretchen hatte man mir genommen, Annette mich verlassen, hier [
im Falle der von Goethe verlassenen Friederike] war ich zum ersten Mal schuldig; ich hatte das schönste Herz in seinem Tiefsten verwundet, und so war die Epoche einer düsteren Reue..höchst p., ja unerträglich GWB28,118,22 DuW 12 Erst jetzt entledige mich nach und nach so mancher versäumten Erwiderung und darf nicht verfehlen mich auch zu einer Antwort an Dieselben, obgleich mit p-er Empfindung anzuschicken GWBB38,19,1 Cotta 14.1.24 20,18,21 Wv I 2 B43,133,14 Zelter 27.10.27 27,290,19 DuW 9 B48,217,23 AHerder 7.6.31 27,355,28 DuW 10
uö bezüglich des (äußeren) Erscheinungsbildes Wie aber den Frauen der Augenblick wo ihre bisher unbestrittene Schönheit zweifelhaft werden will, höchst p. ist, so wird den Männern in gewissen Jahren..das leiseste Gefühl einer unzulänglichen Kraft äußerst unangenehm GWB24,310,5 Wj II 4 Mann v50Jahren Ich habe oft einen bitteren Schmerz empfunden bei dem Gedanken an das teutsche Volk, das so achtbar im Einzelnen und so miserabel im Ganzen ist. Eine Vergleichung des teutschen Volkes mit anderen Völkern erregt uns p-e Gefühle GWBGespr(He2,866) Luden [13.12.13] 27,24,21 DuW 6 β
abgeblaßt: iSv unangemessen, als unpassend empfunden; mBez auf Kommunikationsbeziehungen fühl ich immer..wie p. es ist mit Personen, mit denen man nur in sittlichem Verhältniß zu stehen wünscht, über öconomische Gegenstände zu handeln GWBB23,8,20 Cotta 10.5.12
mBez auf sprachl Ausdruck [
mBez auf den Ritter] man nennt ihn König von Franckreich und Navarra, ehrenvolle Titel aber p., sich deinen Geliebten zu nennen das klingt viel süßer GWB53,425,4 Notiz 5
gewissenhaft, gründlich, genau, auch iSv eifrig Was war aus der Brieftasche mit Geld und bedeutenden Papieren geworden..? Hatte ich das alles nun recht umständlich und p. durchgedacht, so stellte sich der Geist aus dem unerträglichen Zustande bald wieder her. Das Vertrauen auf meinen Diener fing wieder an zu wachsen GWB33,119,26 Camp Die nahe Verwandtschaft des Affen zu dem Menschen nöthigte den Naturforscher zu p-en Überlegungen, und der vortreffliche Camper glaubte den Unterschied zwischen Affen und Menschen darin gefunden zu haben, daß jenem ein Zwischenknochen der obern Kinnlade zugetheilt sei, diesem aber ein solcher fehle. Ich kann nicht ausdrücken, welche schmerzliche Empfindung es mir war, mit demjenigen in entschiedenem Gegensatz zu stehen, dem ich so viel schuldig geworden GWBN7,193,1 PrincPhilZool II 1832 dieß Unheil [
Sturz der Hzgin Louise] lastete diese sechs Wochen her so schwer auf mir, als der Himmel selbst..so daß ich..was mir von Thätigkeit gegönnt war, halb p. fortsetzen mußte; dennoch ist manches gefördert worden GWBB34,44,20 Schultz 17.12.20 1,207 Der getreueEckart 46
uö(selten) abwertend: sich in Details verlierend, pedantisch, penibel, auch iSv verbissen wenn wir die Werke eines und desselben Dichters vornehmen, so finden wir manche, die auf eine gewisse p-e Arbeit hindeuten, andere dagegen, weil das Talent dem Gehalt und der Form vollkommen gewachsen war, wie freie Naturerzeugnisse hervortreten GWB49
1,156,12 Antik uModern [
mBez auf GvWellings ‘Opus mago-cabbalisticum et theosophicum’, 1735] sage ich, daß man dieser Lehre..die p-e Bemühung ansieht, aus dem Vollkommenen das Unvollkommene, aus dem Licht die Finsterniß, aus der Thätigkeit den Widerstand, aus dem Guten das Böse entwickeln zu wollen GWB27,397 DuW Plp 29,200,3 DuW 16 N3,228,21 FlH IV BacoVer
uö(selten) peinlich-süß
Getrenntschr zu ‘peinlich’ 3; oxymoronisch mBez auf eine Doppelempfindung Einen solchen Begriff [
Metamorphose der Pflanzen] zu fassen, zu ertragen, ihn in der Natur aufzufinden ist eine Aufgabe, die uns in einen peinlich süßen Zustand versetzt GWB32,44,22 ItR
→ GWB
halb- Syn zu 2
GWB
schmerzen(s)GWB
voll zu 2-4b
GWB
quälen(q-d) GWB
qualvoll zu 2 und 4a
GWB
martern(m-d) GWB
schmerzhaft GWB
schmerzlich zu 3
lästig penibel zu 4aα betrüben/betrübt grausam kummervoll leidensvoll leidvoll peinigen(p-d) tiefschmerzlich traurig zu 4aβ albern bedauerlich bedauernswert bedauernswürdig fatal lästig leidig mißlich penibel unangenehm unbehaglich unerfreulich unerquicklich verdrießlich zu 4aγ lästig zu 4b ängstigen(ä-d) ängstlich bange bedrohen(b-d) bedrohlich unbehaglich zu 4c beschämen(b-d) erniedrigen(e-d) niederträchtig zu 5 akkurat ängstlich genau gewissenhaft kleinlich korrekt pedantisch pünktlich sorgfältig übergenau übersorgfältig Juliane BrandschJ.B.