wirs,
wirsch,
adj. ,
adv.; gemeingerm. suppletiver komparativ zu übel;
urgerm. *wersiz-,
als adv. got. wairs,
ahd. as. mhd. wirs,
mnl. mnd. wers,
anord. verr,
ags. wiers,
mnd. mnl. wers,
engl. wors;
als adj. got. wairsiza,
anord. verri (
aus *verziz- Noreen
aisl. u. anorw. gr. § 317, 4),
ahd. wirsiro, wirsoro,
mhd. wirsere (
dazu die adverbiale neubildung wirser);
mit vereinfachung rsr > rs
bezw. rr
ags. wiersa (Sievers
ags. gr. § 180),
engl. worse,
afries. werra, wirra ( v. Helten
aofries. gr. § 95),
as. wirsa (Holthausen
as. elementarb. § 226).
daneben der superlativ got. *wairsists,
an. verst(r),
ags. wierresta, wiersta,
afries. wersta,
as. wirsista
und mit assimilation wirista
kl. as. sprachdenkm. 52, 14
Wadstein, ahd. wirsisto,
mnl. werst
mit den adverbien an. verst,
ags. wierrest, wierst,
ahd. wirsist Otfrid III 19, 29,
mnd. werst,
mhd. wirst, wirste.
etymologisch noch ungeklärt; nach älterer ansicht gehört wirs
mit ahd. werran '
verwirren'
zur wz. *ers- (
s. oben wirr),
nach Uhlenbeck (Paul
u. Braune
beitr. 30, 323)
mit ir. ferr '
besser'
zur wz. *ĕr- '
erhöhte stelle',
vgl. aind. várṣiṣṭha '
der höchste, oberste, gröszte',
würde dann wohl zunächst '
in höherem grade, über das rechte masz hinausgehend'
bezeichnen; vgl. Walde-Pok. 1, 267, Falk-Torp 1404, Feist
got. etym. 416
a.
form. s
hält sich schriftsprachlich bis ins 17.
jh. und gilt z. t. noch mundartlich; übergang zu wirsch
seit dem 14.
jh. bezeugt, hauptsächlich alem., z. t. wohl auch in anlehnung an unwirsch (
s. teil 11, 3, 2231),
vgl.würscher (14.
jh.) Lehmann
Speyer (1662) 331
b, wirscher
der heyligen leben sumerteil (1472) 43
b u. s. w., auch mnd. werscher (
v. j. 1407)
bei Schiller-Lübben 5, 738,
mundartlich wirscher Zingerle
Lus. 58;
mit verstummen des r: biser (
v. j. 1424) Brenner-Hartmann
Bayerns maa. 2, 414
b, wiəsə Schmeller-Fr. 2. 1003.
diphthongiert obd. auch wierser,
vgl. wierser Berth. v. Chiemsee
t. theol. 23
Reithm., wiersten Lyttich
miles christ. (1586) f 8
b, biars Zingerle
Lus. 58;
mit rundung obd. würser, würscher
seit dem 13.
jh. besonders schwäb.-alem., vgl. würsten Hugo v. Langenstein
Martina 4, 108
Keller, würsser Seb. Franck
paradoxa (1558) 46
b, würscher Ayrer
dram. 880, 10
lit. ver.; würscher (
aus Saanen im Berner Oberland) Frommann
d. dtsch. maa. 6, 397, 92;
alem.-elsäss. verdumpft als wurs, wurst (
s. unten),
auch wursen,
s. Weinhold alem. gramm. § 118,
vgl.wurser
ärger Wipf
Visperterminen § 143: wurst
städtechron. 8, 415, wurss Platter 11
Boos. mnd. wers, werst,
s. A. Lasch
mnd. gram. (1914) 208
und die belege bei Schiller-Lübben 5, 737;
ebenso im md., vgl. wers Heinrich Hesler
apokal. 1243
H., werst Joh. Rothe
Dür. chron. 501
Lil., werser Luther 30, 2, 623
W., gedehnt in weerste (
hs. B
nordrheinfr.) Reinbot v. Durne 5275
Kraus. wirs
hält sich schriftsprachlich als adverbieller komp. obd., besonders alem., bis ins 16.
jh. und gilt so z. t. noch mundartlich, vgl. Bacher Lus. 230, Schmeller
cimbr. 112
a, Loritza
id. vien. 144
a, Stalder
schweiz. id. 2, 455,
das dazugehörige adjektiv =
got. wairsiza,
ahd. wirsir,
mhd. wirser
lebt mundartlich in wischa Knothe
Markersdorf, wieser Höfer
etym. wb. 3, 303, wiəsə' Schmeller-Fr. 2, 1003; wirser
Seiler Basler. 316
b; wurser Wipf
Visperterminen § 209;
erweitert als wirserer
o. ergerer
pejus voc. theut. (
Nürnberg 1482) o o 7
a; wirscherer H. v. Eppendorf
kriegsüb. (1551) 87
b und öfter; der schon spätmhd. aus wirsest, wursest
verkürzte superlativ wirst, wurst
tritt im 15./16.
jh. gern für den komparativ ein, vgl. vil wurst denne Nic. v. Basel
bekehrung Taulers 47
Schm.; werst ... denn seyn tod Joh. Rothe
Dür. chron. 501
Lil.; deste wurst
städtechron. 8, 415, 24 (
Straszburg); ye lenger ye wirst (
v. j. 1525)
württemb. geschichtsqu. 16, 56;
seltener mit neuem komparativsuffix, vgl. würszter Murner
geuchmat (1519) a 4
a; würster Zell
christl. verantw. (1523) q 4
b.
bedeutung und gebrauch. der ahd. und mhd. reiche gebrauch von wirs
beginnt spätmhd. zu schrumpfen, wird immer stärker durch die neubildung übler
und die synonymen böser, schlimmer, schlechter
u. s. w. verdrängt und reicht nur mehr in bestimmten formelhaften wendungen in das ältere nhd. und die obd. maa. hinein, besonders als adv. 11)
als komparativ. 1@aa)
entsprechend übel 5
und 6
von einem objektiv schlechten zustand nur noch vereinzelt im frühnhd. 1@a@aα)
auf das aussehen oder die wertmäszige beschaffenheit bezogen, vgl. wairsiza gataura wairþiþ
got. bibel Matth. 9, 16;
so im ahd. oft lat. peius, deterius
übersetzend, s. Graff 1, 1046,
vgl. auch: ich ne gesach nîe wirs getane (
kühe)
genesis 4055
Dollmayr; dar umb, daz den vrowen wirs stêt, sullen si nach dem almuosen gên, dan den mannen
Schwabenspiegel 23, 10
Wackernagel; '
minderwertiger': alles thînes wînesthat wirsista
Heliand 2058
Heyne; noch wirser dann ein lre (
nachwein) ist worden ir vil sszes leben
minnereden 85
Matthäi; alsdann waere christenlicher glawb wierser dann der glawb aller Juden, hayden und Türken Berthold v. Chiemsee
t. theol. 23
Reithm.; '
ungünstiger': ir sach stat wirser dan sie selbs wissent
bei Baumann
quellen z. gesch. d. bauernkrieges 284;
vgl. mhd. den strît wirs lân '
den kampf mit weniger vorteil aufgeben': sô liezet ir enzît iuwern kintlîchen strît; wan irn nû schiere wirs lât Hartmann v. Aue
Erec 712
Haupt; geringer, niedriger von geburt und stand, vgl. noch mit moralischem beiklang: ... that was thiu wirsa giburd kuman fon Kaina ...
as. genesis 122
Heyne; iowelk man mach kampis weigerin deme, die wirs geboren ist denne her Eike v. Repgowe
Sachsenspiegel 54, 25
Eckhardt; (
er liesz) sine bestin fursten die hohsten und die würsten die cristen alle vahin Hugo v. Langenstein
Martina 4, 108
Keller; vgl. mnl. weers gheboren
minder voornaam, van lager afkomst Verwijs-Verdam 9, 2, 2308. 1@a@bβ)
besonders vom sittlichen zustand oder handeln, vgl. galaubein inwidiþ jah ist ungalaubjandin wairsiza
got. bibel 1. Tim. 5, 8, (
der böse geist) nimit sibun geista andere mit imo wirsiron thanne her si (
nequiores se)
Tatian 57, 8
Sievers: ez ist ouch noch ein übel wîp wirser danne dehein man Wirnt v. Gravenberg
Wigalois 5394
Pfeiffer; wann Jhesus nur plosser mensch, nit auch got gewesen, doch sich dafür ausgeben hiet, alszdenn waere er wierser und grosser lugner dann Luzifer Berth. v. Chiemsee
t. theol. 70
Reithm.; samoso got sie in dien worten spareti, daz sie des doh wirs tatin Notker 2, 455
Piper; nu hâstu wirs denne Judas getân
Rolandslied 216, 8
Grimm; ohne moralische wertung '
bösartiger': aller nâtern bœste unde wirste Berth. v. Regensburg 1, 71, 24
Pfeiffer. 1@bb)
im älteren nhd. bis ins 17.
jh. und noch obd. mundartlich vom subjektiven physischen und psychischen befinden, vgl. übel 1-3;
daher früh als synonym mit weh
aufgefaszt. zu dem wirs
als komparativ treten kann, vgl. teil 14, 1, 4,
sp. 62
unter weh E 9 h
δ. 1@b@aα)
allgemein, vgl. mais wairs habaida
got. bibel Mark. 5, 26: ... wirs is thêm ôdrun
Heliand 1347
Heyne; wan daz mir wirt wirs dan ê Hartmann v. Aue
erst. büchlein 170
Bech; ieder siech meinet das im aller wirst sy
d. ew. wiszheit betbüchl. (1518) 30
b; als sie nun eingeheitzet hett und an dem dorn vast wemmern thet, ist ir ie lenger würser worn Hans Sachs 17, 273
K.-G.; Pilato ist würsch zu muth Schopff
bei Fischer
schwäb. 6, 1, 875,
vgl. noch mundartlich heut ist mir no
ch wirser als gester
n ebda 6, 1, 876;
ähnlich auch mnl. mi is (te) wers van
ik heb het te enger door Franck
etym. wb.2 771
a. 1@b@bβ)
in formelhaften verbalen verbindungen wirs (wirser) tun, geschehen, gehen, ergehen
u. ähnl.: so si (
die söhne) in (
Jakob) trosten ie mer, so ime îe wirs tet daz ser
Wiener genesis 3, 43
Dollm.; jâ tuot ez wirs dem muote der guotes lebens wal hât unde er sich sîn âne begât, denne ob
es enbirt ein man des er teil nie gewan Hartmann v. Aue
Gregorius 2544
Paul; das tuot mir am würsten im herzen
minnereden 12, 107
Matthäi; (
er) vermasz sich, er wölt inen (
den armen) noch vil wirscher tuon dann er in vor getan het
d. heyligen leben summerteil (1472) 43
b; aber noch vil werser solts ihn gethan haben, wenn sie gesehen hetten den verfluchten, grewlichen jarmarkt, den die papisten und sophisten draus gemacht haben Luther 30, 2, 623
Weim.; dazu was ist schnöder und unleidlicher, und was thut fromen leuthen wirscherer, dann boszheit under dem schein des guten üben H. v. Eppendorff
kriegsübung (1551) 87
b;
mundartlich: der schimpf thut ihm wirser als die geldstrafe J. Spreng
idiot. raurac. (
um 1760)
in: Alemannia 15, 227
b; und immer wirser that es ihm im herzen J. Gotthelf
geld und geist (1852) 52; n wiesesten thuets ma na, wann denn so eil Stelzhamer
ausgew. dicht. 2, 273
Rosegger; wie schüfterer as d rîbst, wie würscher tuəts dem strüdel (
Saanen im Berner Oberland)
bei Frommann
d. dtsch. maa. 6, 397,
vgl. Schmeller-Fr. 2, 1003; ich (
Pharao) wil iu wirs mit varen danne ich her habe getan
Milst. exodus 146, 1
Diemer; wiltu ez im iht deste wirs bieten, daz er sich dir ze liebe alsô verkleinet hât?
mystiker 1, 262
Pf.; demo geschiehet wirs Notker
ps. 118, 71; davon muoz im wirs geschehen dann ob ers niht hete gesehen Hartmann v. Aue
Erec 1867
Haupt; und wer ich dir nicht kummen, dir wer noch wirsch geschehen
lied. v. hürnen Seyfrid 31
ndr.; mir gschach nie wirser bey mein tagen Hans Sachs 21, 73
K.-G.; manchem was sîn gût genomen, daz er ez nimmer mêr verprant. ez gienc in sider wirs in hant
livländ. reimchron. 11330
Pfeiffer; künd inen nit wirser geen (
v. j. 1525)
in: ztschr. d. hist. ver. f. Schwaben 7, 265; es ist keinr nie wirs ergangen denn mirs (
Pamphagus) hat empfangen
schweiz. schausp. 1, 220
Bächt.; uns (
könne) nichts bekümmerlichers, schmerzlichers und weersers widerfahren Luther
bücher u. schr. 1 (1567) 222
b; ich vörhte, das ir gar vil würst gevarent denne Adam und Eva gefarent sind Nic. v. Basel
bekehrung Taulers 47
Schmidt. 1@b@gγ)
seit dem mhd. in parallele mit weh
gebraucht, daher gern als dessen komparativ verwendet: so muotin si aber diu Minne me, diu tet im wirs danne we Gotfrid v. Straszburg
Tristan 11770
Ranke; noch hœher ez sich mæret, daz iu wirt wirser danne wê Wernher der Gartenære
meier Helmbrecht 1719
Panzer; also wart ime (
Alexander) ie wurst und noch me we, das er sich in der nacht wolte selben erhenket haben
städtechron. 8, 312; es thuot mir we in meinen oren, ja würser dan ich wer beschworen (,
dasz ... Murner
v. d. gr. luther. narren 861
Merker; so erklärt sich die additionsform wehser: das wirt im (
Adam) warlich ein grosz hertzleid gewest sein, also, dasz im solcher mord wird wehser gethan und mehr bekümmert haben dann sein eigener fall Luther
tischreden (1567) 57
a Aurifaber; noch mundartlich als komparativ von weh
erhalten, vgl. Seiler
Basler ma. 316, Hunziker
Aargau 298: mir that gestern schon der kopf weh, heut thut er mir noch wieser Höfer
österr. 3, 303;
in präpositionaler fügung mit dem nebensinn des sehnsüchtigen verlangens, vgl. auch unter 2: dem tuvele wart do wirser me uf der juncvrowen ere
passional 495, 56
Köpke. 1@cc)
seit dem spätmhd. oft zum steigernden adverb '
heftiger, ärger, mehr'
verblaszt, besonders bei ausdrücken des schmerzgefühls und der sinnes- oder gemütsempfindung, s. auch übel teil 11, 2, 22;
vgl. ich hab ein andere sorg, die mich wirsz truckt oder mir näher angelägen ist
nunc iam alia cura impendet pectori Frisius 655
a: diser groszer ubermut truckt die landtlüt noch wirsch dann der buw des schlosses Aeg. Tschudi
chron. helv. (1734) 1, 235
a; da wart mich (
Christus) von sterbender nodt bitterlich dürsten, aber mich durst noch wyrsz nach aller menschen heile
d. ew. wiszh. betbüchl. (1518) 44
b; nichts wirs verdreuszt mich in der welt, das merkent aigenleich! wann dasz di armen hond kain gelt und sind auch selten reich
bei Uhland
dtsche volksl. (1844) 2, 724; müyt in vil wirs dann dise spätzli H. R. Manuel
weinspiel 75
ndr.; es gefelt mir nichts wirsch an euch ..., dann das ir alweg on geschrifft faren H. Staygmayer
dial. 4
nach Fischer
schwäb. 6, 1, 375; in bekümmerte sin verschwören als ein gröste sünd, wirsch dann je kein sünd, die er begangen Aeg. Tschudi
chron. helv. (1734) 2, 58
a;
formelhaft sind wirs fürchten, erschrecken: des ersten furcht got vil wirs ain man denn so ers hernach zehend stund hett getan
d. teufels netz 822
Barack; dann er forcht (
den Nenninger) würser dann den babst
städtechron. 5, 69; denn uwer herz thäte es (
das verbrechen), so es nit ander ding wirsch forchte dann mich Zwingli
dtsche schr. 1, 309; darab (
von dem hagelsturm) menglich vil wirs den ab den vienden erschrak Valerius Anshelm
Berner chron. 4, 108; do das Fortunatus hort, mügt ir wol gelauben, das er würszer erschrack dann all sin tag
Fortunatus 58
ndr.; oft im bezug auf die sinnesempfindungen des geruchs und geschmacks: er was fûl wirs danne ein âs Wirnt v. Gravenberg
Wigalois 5064; daz er (
der glaube) schîne niwan in der vinstere als ein fûlez holz und stinke als ein fûlez holz und tûsent stunt wirs Berthold v. Regensburg 1, 265
Pfeiffer; welche (
fische) fül würsser gestunken alsz die rosz und pferd selbsten S. Bürster
beschr. d. schwed. krieges 187
Weech; wil mir der wyn nit wirsz thuon schmecken, mag ich bald smützly nimmer decken H. R. Manuel
weinspiel 2428
ndr.; objektiv '
heftiger, stärker': sobald die (
eidgenossen) hinuf kamend, schluogends die Jenoweser wirs dan vor vom berg in d stat hinin Valerius Anshelm
Berner chron. 3, 46; doch spricht Arnoldus, dasz der dachsz ... würser verwunde mit seinem bisz dann vergiffte Herold-Forer
Gesners thierb. (1563) 34;
mhd. umgekehrt '
in geringerem masze, weniger': mîn ouge michel wunder siht, diez wirs verdienen kunnen vil denn ich Walther 122, 5. 22)
als positiv. im älteren nhd. wird wirs
gelegentlich als selbständiger positiv gefaszt, vgl. würsch
malus Frisch
t.-lat. (1741) 452
c, wirz, wirsz,
auch wirse
schlimm Westenrieder
gloss. germ.-lat. (1816) 674,
vgl. auch nl. wers
malus, nequam Kilian
dict. (1605) 665
b,
s. Verwijs-Verdam
mnl. wb. 9, 2, 2308;
so noch mundartlich, vgl. wirsch
übel, schlecht Bacher
Lus. 230, Fischer
schwäb. 6, 1, 876;
meist subjektiv entsprechend 1 b: weil er (
Dominicus) mit in (
den teufeln) gut kuntschafft hett und wüst, was in wirsch und weh thet Fischart
s. dicht. 1, 215
Kurz; mir wird von alle dem ding ganz wirs Eiselein
sprichw. u. sinnreden d. dt. volkes (1840) 645,
vgl.es ist ihm ganz wirsch
es ist ihm ganz übel Schmid
schwäb. (1831) 534; mir ist wirsch
übel, bange, wehe Fischer
a. a. o.; in präpositionaler fügung wirsch nach etwas,
mit dem beisinn des sehnsüchtigen verlangens wie mir ist weh nach etwas: sein ghirn (
gehörn) ist wie ein offne hand und war mir wirsch nach ihm, war braun und ein zehenendiger hirsch
new jägerbuch (1590) 42
c;
selten objektiv entsprechend 1 a: es macht sehr wirsch
es ist sehr schlechtes wetter (
südwestdeutsch) H. Paul
dtsch. wb. (1921) 651
b.