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wirsch

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wirsch adj.

Bd. 30, Sp. 621
wirs, wirsch, adj. , adv.; gemeingerm. suppletiver komparativ zu übel; urgerm. *wersiz-, als adv. got. wairs, ahd. as. mhd. wirs, mnl. mnd. wers, anord. verr, ags. wiers, mnd. mnl. wers, engl. wors; als adj. got. wairsiza, anord. verri (aus *verziz- Noreen aisl. u. anorw. gr. § 317, 4), ahd. wirsiro, wirsoro, mhd. wirsere (dazu die adverbiale neubildung wirser); mit vereinfachung rsr > rs bezw. rr ags. wiersa (Sievers ags. gr. § 180), engl. worse, afries. werra, wirra ( v. Helten aofries. gr. § 95), as. wirsa (Holthausen as. elementarb. § 226). daneben der superlativ got. *wairsists, an. verst(r), ags. wierresta, wiersta, afries. wersta, as. wirsista und mit assimilation wirista kl. as. sprachdenkm. 52, 14 Wadstein, ahd. wirsisto, mnl. werst mit den adverbien an. verst, ags. wierrest, wierst, ahd. wirsist Otfrid III 19, 29, mnd. werst, mhd. wirst, wirste. etymologisch noch ungeklärt; nach älterer ansicht gehört wirs mit ahd. werran 'verwirren' zur wz. *ers- (s. oben wirr), nach Uhlenbeck (Paul u. Braune beitr. 30, 323) mit ir. ferr 'besser' zur wz. *ĕr- 'erhöhte stelle', vgl. aind. várṣiṣṭha 'der höchste, oberste, gröszte', würde dann wohl zunächst 'in höherem grade, über das rechte masz hinausgehend' bezeichnen; vgl. Walde-Pok. 1, 267, Falk-Torp 1404, Feist got. etym. 416a. form. s hält sich schriftsprachlich bis ins 17. jh. und gilt z. t. noch mundartlich; übergang zu wirsch seit dem 14. jh. bezeugt, hauptsächlich alem., z. t. wohl auch in anlehnung an unwirsch (s. teil 11, 3, 2231), vgl.würscher (14. jh.) Lehmann Speyer (1662) 331b, wirscher der heyligen leben sumerteil (1472) 43b u. s. w., auch mnd. werscher (v. j. 1407) bei Schiller-Lübben 5, 738, mundartlich wirscher Zingerle Lus. 58; mit verstummen des r: biser (v. j. 1424) Brenner-Hartmann Bayerns maa. 2, 414b, wiəsə Schmeller-Fr. 2. 1003. diphthongiert obd. auch wierser, vgl. wierser Berth. v. Chiemsee t. theol. 23 Reithm., wiersten Lyttich miles christ. (1586) f 8b, biars Zingerle Lus. 58; mit rundung obd. würser, würscher seit dem 13. jh. besonders schwäb.-alem., vgl. würsten Hugo v. Langenstein Martina 4, 108 Keller, würsser Seb. Franck paradoxa (1558) 46b, würscher Ayrer dram. 880, 10 lit. ver.; würscher (aus Saanen im Berner Oberland) Frommann d. dtsch. maa. 6, 397, 92; alem.-elsäss. verdumpft als wurs, wurst (s. unten), auch wursen, s. Weinhold alem. gramm. § 118, vgl.wurser ärger Wipf Visperterminen § 143: wurst städtechron. 8, 415, wurss Platter 11 Boos. mnd. wers, werst, s. A. Lasch mnd. gram. (1914) 208 und die belege bei Schiller-Lübben 5, 737; ebenso im md., vgl. wers Heinrich Hesler apokal. 1243 H., werst Joh. Rothe Dür. chron. 501 Lil., werser Luther 30, 2, 623 W., gedehnt in weerste (hs. B nordrheinfr.) Reinbot v. Durne 5275 Kraus. wirs hält sich schriftsprachlich als adverbieller komp. obd., besonders alem., bis ins 16. jh. und gilt so z. t. noch mundartlich, vgl. Bacher Lus. 230, Schmeller cimbr. 112a, Loritza id. vien. 144a, Stalder schweiz. id. 2, 455, das dazugehörige adjektiv = got. wairsiza, ahd. wirsir, mhd. wirser lebt mundartlich in wischa Knothe Markersdorf, wieser Höfer etym. wb. 3, 303, wiəsə' Schmeller-Fr. 2, 1003; wirser Seiler Basler. 316b; wurser Wipf Visperterminen § 209; erweitert als wirserer o. ergerer pejus voc. theut. (Nürnberg 1482) o o 7a; wirscherer H. v. Eppendorf kriegsüb. (1551) 87b und öfter; der schon spätmhd. aus wirsest, wursest verkürzte superlativ wirst, wurst tritt im 15./16. jh. gern für den komparativ ein, vgl. vil wurst denne Nic. v. Basel bekehrung Taulers 47 Schm.; werst ... denn seyn tod Joh. Rothe Dür. chron. 501 Lil.; deste wurst städtechron. 8, 415, 24 (Straszburg); ye lenger ye wirst (v. j. 1525) württemb. geschichtsqu. 16, 56; seltener mit neuem komparativsuffix, vgl. würszter Murner geuchmat (1519) a 4a; würster Zell christl. verantw. (1523) q 4b. bedeutung und gebrauch. der ahd. und mhd. reiche gebrauch von wirs beginnt spätmhd. zu schrumpfen, wird immer stärker durch die neubildung übler und die synonymen böser, schlimmer, schlechter u. s. w. verdrängt und reicht nur mehr in bestimmten formelhaften wendungen in das ältere nhd. und die obd. maa. hinein, besonders als adv. 11) als komparativ. 1@aa) entsprechend übel 5 und 6 von einem objektiv schlechten zustand nur noch vereinzelt im frühnhd. 1@a@aα) auf das aussehen oder die wertmäszige beschaffenheit bezogen, vgl. wairsiza gataura wairþiþ got. bibel Matth. 9, 16; so im ahd. oft lat. peius, deterius übersetzend, s. Graff 1, 1046, vgl. auch: ich ne gesach nîe wirs getane (kühe) genesis 4055 Dollmayr; dar umb, daz den vrowen wirs stêt, sullen si nach dem almuosen gên, dan den mannen Schwabenspiegel 23, 10 Wackernagel; 'minderwertiger': alles thînes wînesthat wirsista Heliand 2058 Heyne; noch wirser dann ein lre (nachwein) ist worden ir vil sszes leben minnereden 85 Matthäi; alsdann waere christenlicher glawb wierser dann der glawb aller Juden, hayden und Türken Berthold v. Chiemsee t. theol. 23 Reithm.; 'ungünstiger': ir sach stat wirser dan sie selbs wissent bei Baumann quellen z. gesch. d. bauernkrieges 284; vgl. mhd. den strît wirs lân 'den kampf mit weniger vorteil aufgeben': sô liezet ir enzît iuwern kintlîchen strît; wan irn nû schiere wirs lât Hartmann v. Aue Erec 712 Haupt; geringer, niedriger von geburt und stand, vgl. noch mit moralischem beiklang: ... that was thiu wirsa giburd kuman fon Kaina ... as. genesis 122 Heyne; iowelk man mach kampis weigerin deme, die wirs geboren ist denne her Eike v. Repgowe Sachsenspiegel 54, 25 Eckhardt; (er liesz) sine bestin fursten die hohsten und die würsten die cristen alle vahin Hugo v. Langenstein Martina 4, 108 Keller; vgl. mnl. weers gheboren minder voornaam, van lager afkomst Verwijs-Verdam 9, 2, 2308. 1@a@bβ) besonders vom sittlichen zustand oder handeln, vgl. galaubein inwidiþ jah ist ungalaubjandin wairsiza got. bibel 1. Tim. 5, 8, (der böse geist) nimit sibun geista andere mit imo wirsiron thanne her si (nequiores se) Tatian 57, 8 Sievers: ez ist ouch noch ein übel wîp wirser danne dehein man Wirnt v. Gravenberg Wigalois 5394 Pfeiffer; wann Jhesus nur plosser mensch, nit auch got gewesen, doch sich dafür ausgeben hiet, alszdenn waere er wierser und grosser lugner dann Luzifer Berth. v. Chiemsee t. theol. 70 Reithm.; samoso got sie in dien worten spareti, daz sie des doh wirs tatin Notker 2, 455 Piper; nu hâstu wirs denne Judas getân Rolandslied 216, 8 Grimm; ohne moralische wertung 'bösartiger': aller nâtern bœste unde wirste Berth. v. Regensburg 1, 71, 24 Pfeiffer. 1@bb) im älteren nhd. bis ins 17. jh. und noch obd. mundartlich vom subjektiven physischen und psychischen befinden, vgl. übel 1-3; daher früh als synonym mit weh aufgefaszt. zu dem wirs als komparativ treten kann, vgl. teil 14, 1, 4, sp. 62 unter weh E 9 h δ. 1@b@aα) allgemein, vgl. mais wairs habaida got. bibel Mark. 5, 26: ... wirs is thêm ôdrun Heliand 1347 Heyne; wan daz mir wirt wirs dan ê Hartmann v. Aue erst. büchlein 170 Bech; ieder siech meinet das im aller wirst sy d. ew. wiszheit betbüchl. (1518) 30b; als sie nun eingeheitzet hett und an dem dorn vast wemmern thet, ist ir ie lenger würser worn Hans Sachs 17, 273 K.-G.; Pilato ist würsch zu muth Schopff bei Fischer schwäb. 6, 1, 875, vgl. noch mundartlich heut ist mir noch wirser als gestern ebda 6, 1, 876; ähnlich auch mnl. mi is (te) wers van ik heb het te enger door Franck etym. wb.2 771a. 1@b@bβ) in formelhaften verbalen verbindungen wirs (wirser) tun, geschehen, gehen, ergehen u. ähnl.: so si (die söhne) in (Jakob) trosten ie mer, so ime îe wirs tet daz ser Wiener genesis 3, 43 Dollm.; jâ tuot ez wirs dem muote der guotes lebens wal hât unde er sich sîn âne begât, denne ob es enbirt ein man des er teil nie gewan Hartmann v. Aue Gregorius 2544 Paul; das tuot mir am würsten im herzen minnereden 12, 107 Matthäi; (er) vermasz sich, er wölt inen (den armen) noch vil wirscher tuon dann er in vor getan het d. heyligen leben summerteil (1472) 43b; aber noch vil werser solts ihn gethan haben, wenn sie gesehen hetten den verfluchten, grewlichen jarmarkt, den die papisten und sophisten draus gemacht haben Luther 30, 2, 623 Weim.; dazu was ist schnöder und unleidlicher, und was thut fromen leuthen wirscherer, dann boszheit under dem schein des guten üben H. v. Eppendorff kriegsübung (1551) 87b; mundartlich: der schimpf thut ihm wirser als die geldstrafe J. Spreng idiot. raurac. (um 1760) in: Alemannia 15, 227b; und immer wirser that es ihm im herzen J. Gotthelf geld und geist (1852) 52; n wiesesten thuets ma na, wann denn so eil Stelzhamer ausgew. dicht. 2, 273 Rosegger; wie schüfterer as d rîbst, wie würscher tuəts dem strüdel (Saanen im Berner Oberland) bei Frommann d. dtsch. maa. 6, 397, vgl. Schmeller-Fr. 2, 1003; ich (Pharao) wil iu wirs mit varen danne ich her habe getan Milst. exodus 146, 1 Diemer; wiltu ez im iht deste wirs bieten, daz er sich dir ze liebe alsô verkleinet hât? mystiker 1, 262 Pf.; demo geschiehet wirs Notker ps. 118, 71; davon muoz im wirs geschehen dann ob ers niht hete gesehen Hartmann v. Aue Erec 1867 Haupt; und wer ich dir nicht kummen, dir wer noch wirsch geschehen lied. v. hürnen Seyfrid 31 ndr.; mir gschach nie wirser bey mein tagen Hans Sachs 21, 73 K.-G.; manchem was sîn gût genomen, daz er ez nimmer mêr verprant. ez gienc in sider wirs in hant livländ. reimchron. 11330 Pfeiffer; künd inen nit wirser geen (v. j. 1525) in: ztschr. d. hist. ver. f. Schwaben 7, 265; es ist keinr nie wirs ergangen denn mirs (Pamphagus) hat empfangen schweiz. schausp. 1, 220 Bächt.; uns (könne) nichts bekümmerlichers, schmerzlichers und weersers widerfahren Luther bücher u. schr. 1 (1567) 222b; ich vörhte, das ir gar vil würst gevarent denne Adam und Eva gefarent sind Nic. v. Basel bekehrung Taulers 47 Schmidt. 1@b@gγ) seit dem mhd. in parallele mit weh gebraucht, daher gern als dessen komparativ verwendet: so muotin si aber diu Minne me, diu tet im wirs danne we Gotfrid v. Straszburg Tristan 11770 Ranke; noch hœher ez sich mæret, daz iu wirt wirser danne wê Wernher der Gartenære meier Helmbrecht 1719 Panzer; also wart ime (Alexander) ie wurst und noch me we, das er sich in der nacht wolte selben erhenket haben städtechron. 8, 312; es thuot mir we in meinen oren, ja würser dan ich wer beschworen (, dasz ... Murner v. d. gr. luther. narren 861 Merker; so erklärt sich die additionsform wehser: das wirt im (Adam) warlich ein grosz hertzleid gewest sein, also, dasz im solcher mord wird wehser gethan und mehr bekümmert haben dann sein eigener fall Luther tischreden (1567) 57a Aurifaber; noch mundartlich als komparativ von weh erhalten, vgl. Seiler Basler ma. 316, Hunziker Aargau 298: mir that gestern schon der kopf weh, heut thut er mir noch wieser Höfer österr. 3, 303; in präpositionaler fügung mit dem nebensinn des sehnsüchtigen verlangens, vgl. auch unter 2: dem tuvele wart do wirser me uf der juncvrowen ere passional 495, 56 Köpke. 1@cc) seit dem spätmhd. oft zum steigernden adverb 'heftiger, ärger, mehr' verblaszt, besonders bei ausdrücken des schmerzgefühls und der sinnes- oder gemütsempfindung, s. auch übel teil 11, 2, 22; vgl. ich hab ein andere sorg, die mich wirsz truckt oder mir näher angelägen ist nunc iam alia cura impendet pectori Frisius 655a: diser groszer ubermut truckt die landtlüt noch wirsch dann der buw des schlosses Aeg. Tschudi chron. helv. (1734) 1, 235a; da wart mich (Christus) von sterbender nodt bitterlich dürsten, aber mich durst noch wyrsz nach aller menschen heile d. ew. wiszh. betbüchl. (1518) 44b; nichts wirs verdreuszt mich in der welt, das merkent aigenleich! wann dasz di armen hond kain gelt und sind auch selten reich bei Uhland dtsche volksl. (1844) 2, 724; müyt in vil wirs dann dise spätzli H. R. Manuel weinspiel 75 ndr.; es gefelt mir nichts wirsch an euch ..., dann das ir alweg on geschrifft faren H. Staygmayer dial. 4 nach Fischer schwäb. 6, 1, 375; in bekümmerte sin verschwören als ein gröste sünd, wirsch dann je kein sünd, die er begangen Aeg. Tschudi chron. helv. (1734) 2, 58a; formelhaft sind wirs fürchten, erschrecken: des ersten furcht got vil wirs ain man denn so ers hernach zehend stund hett getan d. teufels netz 822 Barack; dann er forcht (den Nenninger) würser dann den babst städtechron. 5, 69; denn uwer herz thäte es (das verbrechen), so es nit ander ding wirsch forchte dann mich Zwingli dtsche schr. 1, 309; darab (von dem hagelsturm) menglich vil wirs den ab den vienden erschrak Valerius Anshelm Berner chron. 4, 108; do das Fortunatus hort, mügt ir wol gelauben, das er würszer erschrack dann all sin tag Fortunatus 58 ndr.; oft im bezug auf die sinnesempfindungen des geruchs und geschmacks: er was fûl wirs danne ein âs Wirnt v. Gravenberg Wigalois 5064; daz er (der glaube) schîne niwan in der vinstere als ein fûlez holz und stinke als ein fûlez holz und tûsent stunt wirs Berthold v. Regensburg 1, 265 Pfeiffer; welche (fische) fül würsser gestunken alsz die rosz und pferd selbsten S. Bürster beschr. d. schwed. krieges 187 Weech; wil mir der wyn nit wirsz thuon schmecken, mag ich bald smützly nimmer decken H. R. Manuel weinspiel 2428 ndr.; objektiv 'heftiger, stärker': sobald die (eidgenossen) hinuf kamend, schluogends die Jenoweser wirs dan vor vom berg in d stat hinin Valerius Anshelm Berner chron. 3, 46; doch spricht Arnoldus, dasz der dachsz ... würser verwunde mit seinem bisz dann vergiffte Herold-Forer Gesners thierb. (1563) 34; mhd. umgekehrt 'in geringerem masze, weniger': mîn ouge michel wunder siht, diez wirs verdienen kunnen vil denn ich Walther 122, 5. 22) als positiv. im älteren nhd. wird wirs gelegentlich als selbständiger positiv gefaszt, vgl. würsch malus Frisch t.-lat. (1741) 452c, wirz, wirsz, auch wirse schlimm Westenrieder gloss. germ.-lat. (1816) 674, vgl. auch nl. wers malus, nequam Kilian dict. (1605) 665b, s. Verwijs-Verdam mnl. wb. 9, 2, 2308; so noch mundartlich, vgl. wirsch übel, schlecht Bacher Lus. 230, Fischer schwäb. 6, 1, 876; meist subjektiv entsprechend 1 b: weil er (Dominicus) mit in (den teufeln) gut kuntschafft hett und wüst, was in wirsch und weh thet Fischart s. dicht. 1, 215 Kurz; mir wird von alle dem ding ganz wirs Eiselein sprichw. u. sinnreden d. dt. volkes (1840) 645, vgl.es ist ihm ganz wirsch es ist ihm ganz übel Schmid schwäb. (1831) 534; mir ist wirsch übel, bange, wehe Fischer a. a. o.; in präpositionaler fügung wirsch nach etwas, mit dem beisinn des sehnsüchtigen verlangens wie mir ist weh nach etwas: sein ghirn (gehörn) ist wie ein offne hand und war mir wirsch nach ihm, war braun und ein zehenendiger hirsch new jägerbuch (1590) 42c; selten objektiv entsprechend 1 a: es macht sehr wirsch es ist sehr schlechtes wetter (südwestdeutsch) H. Paul dtsch. wb. (1921) 651b.
14921 Zeichen · 417 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wirschadj, adv

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    ✱ Wirsch , adj . u. adv . böse, schlimm. Davon unwirsch , welches, ganz gegen die Bedeutung der Silbe un , fast in derse…

  2. modern
    Dialekt
    wirsch

    Südhessisches Wörterbuch

    wirsch Band 6, Spalte 607-608

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wirsch

12 Bildungen · 4 Erstglied · 2 Zweitglied · 6 Ableitungen

Zerlegung von wirsch 2 Komponenten

wir+sch

wirsch setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

wirsch‑ als Erstglied (4 von 4)

wirschen

DWB

wirs·chen

wirsen , wirschen , vb. , ' verletzen, verschlimmern ', von wirs abgeleitet, vgl. gewirsen teil 4, 1, 3, 6138; wort älterer sprache, mundart…

Wirsching

LothWB

wirsch·ing

Wirsching [wìrši Ri. Ha. u. s.] m. Gemüsekohl, Weißkohl. Zs.

wirsch als Zweitglied (2 von 2)

u(n)wirsch

Idiotikon

u(n)wirsch Band 16, Spalte 1364 u(n)wirsch 16,1364

unwirsch

DWB

unwirsch , adj. adv. , durch ekthlipsis ( Wilmanns d. gramm. 1 3 , 220 , § 158, 2 c ) aus mhd. unwirdisch entstanden; die formen unwirsch, u…

Ableitungen von wirsch (6 von 6)

unwirsch

DWB

unwirsch , adj. adv. , durch ekthlipsis ( Wilmanns d. gramm. 1 3 , 220 , § 158, 2 c ) aus mhd. unwirdisch entstanden; die formen unwirsch, u…

unwirsche

DWB

unwirsche , f.; mhd. unwirdische unwille, indignation Lexer 3, 1989 ; Fischer schwäb. wb. 6, 279 . durchweg in der älteren starken bed. des …

unwirschen

DWB

unwirschen , v.; mhd. unwirdischen indignari Lexer 3, 1989 ; Fischer schwäb. wb. 6, 279 . unwirsen oder nerren als die hunde, ringere voc. 1…

unwirschlich

DWB

unwirschlich , adv.; mhd. unwirdeschlîche. unwerslich (1447) cod. dipl. Lus. superioris 4, 491; unwirstlich Keisersberg bilgerschaft (1512) …

unwirschung

DWB

unwirschung , f. : von äuszerlichen ursachen mag es den weibern auch miszlingen, als von hartem fallen, stoszen, schlahen und dergleichen un…

wirsche

DWB

wirsche , f. , abstractum zu 1 wirsch, ' wildheit, bösartiges gebahren ': es thue nun in solcher wirsche das pferdt was es wölle, spring ode…