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schleier

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schleier m.

Bd. 15, Sp. 576
schleier, m. leichtes, dünnes, durchscheinendes gewebe; kopftuch aus solchem stoffe. das wort begegnet zuerst im 13. jh. und geht durch fast alle germanischen sprachen, mhd. in den schreibungen slogier, slogir, sloger, slojir, slojer, slowir, sloiger, slöuger, sloier, sloir, sloyr, schloer; sleiger, schleiger, schlaiger, slegir, slewer, sleier, sleir, slair, schlair. Lexer handwb. 2, 985. Graff 6, 761. Schm. 2, 521. das geschlecht schwankt zwischen dem masc. und neutr. mnd. sloier, sloiger, sloger, sloweger, slorger, sleiger. Schiller-Lübben 4, 246b. vergl. die glossen: flammeolum ... rise, bruthul ... schleier, getzierde, schler, ein sleyer; flammeum ... schleyer o. hube, eyn brude (sponse) luter schleyer, glAes schleyerlin, slewer, bruthüll, sturtz, rise. Dief. gloss. 238b, sloyer nov. gloss. 176b; sloger, flammeum Dief.-Wülcker 840; peplum eyn sleyer, sleyer vel duche, sleyerduch, schleier, slehir, schleger, schloeger, sloyger, sloyr Dief. gloss. 424a; douck, sleyer, eyn wumpel vel sloyger doyk, sleyger. nov. gloss. 286b; rica haub o. rigel, sloyger. gloss. 497c; velamen ... nunnen sloer, nynnen slawer. 609a; niederl. sluyer, rica, [] ricula, plagula, flammeum, peplum, velum Kilian, jetzt sluier; mittelengl. sleir, n. slør. das schwed. hat eine form ohne r: slöja, f., wozu sich mnl. slooie stellt. die ältesten formen des wortes zeigen klar, dasz es kein einheimisches ist; die zeit des auftauchens legt die vermutung nahe, dasz es aus dem orient stamme und mit den kreuzzügen herübergekommen sei; indes hat sich noch kein etymon dazu auffinden lassen. ableitung aus dem germanischen, wie sie z. b. Dietrich in der zeitschr. f. d. alterth. 7, 190—192 versucht, lehnt schon Grimm gramm. 3, 446 neudr. ab. wenn man sie annehmen wollte, so müszte man von mnl. slôie ausgehen, das zu slôien, slooien 'schleppen' gestellt werden müszte, und für das deutsche entlehnung aus dem niederl. annehmen, vgl. Franck 900 und zum ganzen Weigand 2, 585. Kluge5 326a. im nhd. begegnen abweichende formen nur selten, so noch vereinzelt schloier: der guot schlucker .. kaufft einen schönen schlöyer. Wickram rollwagenb. 75, 3 Kurz. Frisch 2, 197c schreibt schleyer, aber braut-schleuer, flammeum virginale; ferner schleer: und wie ein rawe haut mit einem zarten schleer sich pfläget zu beschönen. Weckherlin 740. die mundarten zeigen folgende formen: schweiz. schleijer Hunziker 222, bair. schlaijer, schlair, schlaer Schm. 2, 521, tirol. schleier Schöpf 620, ebenso hess. Vilmar 354, schles. Weinhold 84a, siebenb.-sächs. schleoger, schleier, kopftuch Frommann 5, 509, III, 34 und schliger (dAe hAeder af der môur nmen mir dĩ schliger. hohel. Sal. 5, 7), jetzt auch schleier 6, 108, V, 7. nd. gewöhnlich mit erhaltenem oi: slöjer Dähnert 431a; sleuer Mi 80b; sleier, sleuer, sloier ten Doornkaat Koolman 3, 195a; slijer brem. wb. 4, 827. 11) schleier bezeichnet ursprünglich wol nur den stoff, ein leichtes durchsichtiges gewebe; so noch schlesisch von einer sehr feinen leinwand Weinhold 84a: schleyer heist man auch an statt schleyer - leinwand, das zarte leinene gewirk, so man aus Schlesien bringt, linteum tenuissimum Frisch 2, 197c. ferner als term. techn. s. Jacobsson 3, 626b (vgl.klaar 2, 406b). Karmarsch-Heeren3 7, 677 (sehr lockerer, feiner, ungestärkter leinwandartiger baumwollstoff). vgl. die zusammensetzungen schleierleinwand, schleiertuch; ferner schleier-etamin ein feiner wollener, leinwandartiger, ganz schwarzer stoff, s. Jacobsson 3, 626b. doch ist das wort schon im 13. jahrh. auf die bedeutung eines kopftuches aus solchem stoff eingeschränkt, berührt sich also mit dem ältern rîse, vgl. Weinhold deutsche frauen2 2, 226 ff. 324 ff. Schultz f. leb.2 1, 240; schleyer, peplum, calanthica Dayp.; schleyer (der) rica, stauchen, tuochle, flammeum, calantica Maaler 356b. zuweilen deckt der schleier auch den ganzen leib, zumal bei gestalten der kunst und dichtung (vgl. e. f, δ), wo das wort der alten bedeutung noch näher steht und gleichbedeutend mit flor oder gaze: schleyer, eine weiber-tracht auf den kopf, so bisweilen nur den kopf decket, als ein haupt-tuch oder kappe, rica, flammeum, tegmen matronarum, oder dabey auch den leib, peplum Frisch 2, 197c, vgl. auch Adelung. frauenz. - lex. 3085 f. 1@aa) der schleier umgibt das haupt und verhüllt das gesicht: ein slegir ûf daʒ houbt ich leit. Ulr. v. Lichtenstein frauend. 257, 23; mîn slogir dact mîn antlütz gar, dâr durch ich doch vil wol gesach. 258, 14; darumb hieszen diese böswicht jr den schleier wegreiszen, damit sie verhüllet war. Sus. 32; zur absichtlichen verhüllung: die larve war fort, aber ein kurzer blütenweiszer schleier mit allerlei wunderlichen goldgestickten figuren verziert, verdeckte das gesichtchen. Eichendorff2 3, 133; da verhüllte sich das erröthende angesicht in den verdoppelten schleier. J. Paul Hesp. 3, 88; schöne kinder tragt ihr, und steht mit verdeckten gesichtern, bettelt: das heiszt, mit macht reden ans männliche herz. jeder wünscht sich ein knäbchen, wie ihr das dürftige zeiget, und ein liebchen, wie man's unter dem schleier sich denkt. Göthe 1, 355; dasz, wenn dich die Suaten begleiten, du mir einen langen schleier bringest, dasz ich mich vor Asans haus verhülle. 2, 53; zwar ganz geheuer ist sie (die lady) nicht, den schleier legt sie nie von sich, und ihre mutter hat vielleicht sich in Berlin, wie's häufig dort geschieht, versehn. Platen 275; gewöhnlich getragen zum schutze gegen rauhe luft: die luft ist scharf heut; hüllt euch ein, mein herz, in eure schleier. Ludwig 4, 343. 1@bb) der schleier als mädchentracht: die hüter auff der mauren namen mir meinen schleier. hohel. Sal. 5, 7; vergl. die hüter [] auff der mauren sind offt die ersten, die eim mantel und schleyer nemen. Petri 2, Q 5b; (die ehefrau) ordnet den hauszraht auff alle Euclidische ecke nach dem schwadrangel (viereck?), wie die jungfrawen die schleyer auffsetzen. Garg. 74a; (der wind) füllt den schleier des vollkommnen mädchens. Göthe 2, 190; (sie) löste dann von haupt und nacken schnell den schleier, mir das blut, das strömende, zu stillen. H. v. Kleist fam. Schroffenstein 1, 1; als tracht verheirateter frauen, vergl. Schultz a. a. o.: dô gestatte her, daz ir mûter quam vor si und reiʒ iren sleiger von irme houbite und ire kleider von irme lîbe. d. mystik. 1, 65, 36; der mann aber nicht unbehend nimpt sy (seine frau) bey dem schleyr oder tchlin. rollwagenb. 179, 18 Kurz; man hat auf den kleidern und schlayr der weibsbilder creutz gesehen. Abr. a S. Clara 1, 381; da jn nit gstehet hand noch mund, eh sie jhrn gfätrin hetten gseit ... wie viel schleyer sie hab im trog. Fischart dicht. 2, 396, 347 Kurz; stehende tracht der muhammedanerinnen in der öffentlichkeit: sie (Melechsala) erschien oftmals allein, oft an dem arm einer vertrauten, jedoch allezeit mit einem dünnen schleier über dem gesicht. Musäus 1, 101 Hempel. 1@cc) schleier als festliche tracht: zu der zeit wird der herr den schmuck an den köstlichen schuhen wegnemen ... die feierkleider, die mentel, die schleier. Jes. 3, 22; (ich) kleidete dich mit gestickten kleidern, und zog dir semische schuch an, ich gab dir feine leinen kleider, und seidene schleier. Hes. 16, 10; 'nein vrowe', sprach her, 'swaʒ du wilt tragen von cleinôte und von slôgîren, dô mite wil ich dich flôriren'. Bartsch mitteld. ged. s. 97, 448. eine besondere mode waren gelb gefärbte schleier, die allerdings später als kennzeichen der dirnen gelten, vgl. Schultz f. leb.2 1, 241. Weinhold deutsche frauen2 2, 327: gälber schleyer, flammeum, flammeolum Dasyp.; von hochvart der sloir, die die frawen gilbent und verbent. quelle bei Schm. 2, 521 (ebenda weitere belege); ir (frauen) sullet ouch den mannen ir guot niht unnützelîchen âne werden, niht geben umbe gelwez gebende noch umbe übermæzege sleiger. Berth. v. Regensburg 1, 319, 28; daʒ sint die mit tuochlach umbe gênt, mit gelwem gebende, sô gelwe sleir, sô pfâwenhüete. 2, 119, 13; dann als die edlen frawen pflagen gele, geferbte schleier zu tragen und das die burgerweiber ainsthails nachtheten, do sagt er manichmal, so er ain her oder ainer vom adel, müssen ime sein weib und döchtern nun schwarz geferbte schleier tragen, wie die closterfrawen, das wurden die ander weiber nit leichtlichen nachthun. Zimm. chron.2 1, 480, 29—34 Barack; sam tunt die weip, die legent an daʒ haupt allen irn fleiʒ, nu sloir gel, nu haubttuch weiʒ. renner 12559; des enwolt si weizgot nummer me keiner hande floiir, winpeln oder sloiir gegilwen joch geverwen joch me nach glanze gerwen in uppeclicher wise. Elisabeth 1986 Rieger; (die frau) zohe herausz die gelben schleyer, geferbt wie totter von den eyer. B. Waldis Esop 4, 28, 15. als besondere arten werden erwähnt: subtiler, seu florschleyer, nebula linea, ventus textilis; holländischer schleyer, munditia; schwäbischer schleyer, linum Svevicum pellucidum; grober schleyer, nebula linea grossa Stieler 1847 f.; schleier um den hut als narrentracht im 16. jahrh.: roth hüt gebraucht man diese zeit, ein schlaier darumb gebunden. bergreihen 80, 22 neudruck. 1@dd) andererseits ist der schleier auch ein gewöhnliches kleidungsstück von frauen aus niederem stande, vgl.: ein armes cleit si umme want. si warf abe ir geflolir, si want ein snodiz sloiir wider umme ir houbet. Elisab. 2444 Rieger; armut, was hab ich dir getan? mein frau musz an ein mantel gan, sie hat weder scurz noch schlair. fastn. sp. 1350; sogar das aschenbrödel trägt einen schleier in der küche: eigenschaft des eschengrüdels: zuo dem ersten so hangt er fol eschen, und alles das an im ist, nas, augen, cleider, schleier seind berömt. Keisersberg brösaml. 79b, vgl. theil 1, 582. [] 1@ee) schleier bei mythologischen und allegorischen figuren, heiligen u. s. w.: weisze schleier als tracht der elbinnen, vergl. schleierweibchen: er fand drei jungfräuliche schleier in's gras gebreitet, von einem unbekannten gewebe, feiner als spinnwebe und weiszer als frischgefallener schnee. Musäus volksm. 2, 24 Hempel; bei Maria: des wil ich dir lônen (sagt Maria zum schüler), des slôger unde der schû. Bartsch mitteld. ged. 1, 628 (vgl. 467: slôgêr, 595: slêger); daʒ bluot ûʒ sînen wunden gienc, in iren slêwer sie daʒ vienc. meisterl. 75, 159 Bartsch; der heil. Veronica: hie (der heiland) bat mich umb den sleier min. Alsfeld. passionssp. 5476 (vgl. 5451); bei gestalten der antiken mythologie, oft die ganze figur einhüllend: also redete sie und gab ihm den schleier, die göttin (Leukothea). Voss Odyss. 5, 351; so neu verherrlicht leuchtete das angesicht Pandorens mir aus buntem schleier, den sie jetzt sich umgeworfen, hüllend göttlichen gliederbau. Göthe 40, 407; bei personificationen u. ähnl.: nur sah ich sie den reinsten schleier halten, er flosz um sie und schwoll in tausend falten. 1, 6; was ists, das hinter diesem schleier sich verbirgt? 'die wahrheit' ist die antwort ... kein sterblicher, sagt sie, rückt diesen schleier, bisz ich selbst ihn hebe. Schiller 11, 51. 1@ff) besondere verwendungen. 1@f@aα) schleier der braut, vgl. die glossen für flammeum (s. oben): gelber hochzeitschlair, linteum tegmen, quo novae nuptae velabantur. voc. von 1618 bei Schm. 2, 521; vergisset doch ein jungfraw jres schmucks nicht, noch ein braut jres schleiers. Jerem. 2, 32; mit dem gürtel, mit dem schleyer reiszt der schöne wahn entzwey. Schiller 11, 308; den schleier rücken, heben, vom bräutigam, der die braut heimführt: ach es gerewet darnach den guten mann, wann er jhr etwann zu unseuberlich hat den schleyer geruckt, helt jhr die kindbett des besser. Garg. 74a; lasz als deiner tochter ehgemal mich ihren schleier lüften! Platen 322b; Hareth Ben Auf, der jeden schleier darf heben im land, steht hier als freier. Rückert ges. poet. werke (1882) 4, 71; jetzt wird die langverschob'ne feier heben der braut den stolzen schleier. 73. 1@f@bβ) tracht der himmelsbräute, der nonnen, vgl. nonnenschleier theil 7, 885; daher symbol des klösterlichen standes: dein lied war einerley nur stets vom kloster-leben; jetzt gehts (belachs nur mit) auf Susanninen aus: der schleyer wars allein, wornach du woltest streben, und bald (ich prophezey) wird eine windel draus. Günther 595; die ihr suchet, trägt den schleier, ist des himmels braut. Schiller 11, 237; die flut der goldnen locken fiel zum opfer für den schleier. Fr. Kind ged.2 3, 19. den schleier nehmen, nonne werden: den sloier si von im entpfie und gelobete gote kûsch mê wesen. pass. 659, 36 Köpke; Mariane musz noch heute den schleyer nehmen. Gotter 3, 12; eigennützige verwandte hatten sie zum schleyer beredet 33; als sie wieder genesen war, bestand sie darauf, den schleier zu nehmen. Schiller 4, 245. 1@f@gγ) der schleier als zeichen verlorner jungfrauschaft, vergl. Weinhold d. frauen2 2, 327: mit êren wir ze bette gân und âne sloyger an den tac. Winsbekin 45, 10; und wenn ich dich eingelassen hett, das wer mir jmmer ein schand, wenn ander jungfrewlein kräntzlein tragen, ein schleyerlein müst ich haben. Ambras. liederb. 214, 5, 36; vgl. Uhland volksl.2 138, nr. 83, 5. vgl. auch: wii borgermestere unde radmanne to R. (Rostock) hebben endrechtliken geslaten ... dat alle bose boruchtede mene vrowen nene stickede doke van siden edder van lowende (leinwand) up eren hoveden dregen scholen .., sunder weke slogere van wekeme lowende. quelle bei Schiller-Lübben 4, 247a. bezieht sich darauf auch folgende stelle: [] ein altes weib, daʒ er derkant, die chond waschen und auch reyben, chauffmanschaft mit schloern treiben, da mit jungen mägeteyn helfen von den eren sein. H. Wittenweiler ring 17a, 18? 1@f@dδ) als verhüllung einer leiche: er hub den schleier auf, und das kind (Mignon) lag in seinen engelkleidern, wie schlafend. Göthe 20, 255; di vundin andirs nichtis nicht ... vleis noch daz gebeine (der begrabenen Maria) denn ein gurtil kleine unde ein sleiger reine. Bartsch mitteld. ged. 1, 179; dein nachruhm der da bleibt und bey uns ewig lebt, kriegt einen tieffen grund, er wird so leicht nicht fallen, und da Penelope den todten schleyer webt, der ihn einst decken soll, so daurt er unter allen. Günther 812; der erste der schlug den schleier zurück. Uhland ged. (1864) 238; auch die geister verstorbner erscheinen im schleier: die tiefen hohlen augen sprühn ein düsterrothes feuer, und glühn, wie schwefelflammen glühn, durch ihren weiszen schleier. Hölty 34 Halm. bildlich: endlich faltete sich der leichenschleier des schlafes doppelt um ihn und in die gruft der nacht eingesunken, lag er einsam und starr. J. Paul Quint. Fixl. 43. 1@f@eε) die überlebenden tragen einen schwarzen schleier als zeichen der trauer; daher bezeichnet schleier auch den ganzen trauerhabit, der nach dem frauenz.-lex. 3085 aus hauptschleyer, maulschleyer, schleyerkappe, schleyerhaube, schleyerschürze und niedergelassenem schleyer besteht; besonders bei witwen, vgl. trauerschleier, witwenschleier: si (die königin von Böhmen) gebârt senlich, als die witiben tuon sullen. ir antliz sach man behullen ein sloier klein und wîʒ. Ottokar reimchron. 17883; das haupt mit boy umziehn, und zu der hochzeit gehn, läst fast so abgeschmackt, als bey der baare tantzen; .. und also darff ich nicht bey deinen hochzeit-freuden den schlaff der poesie in flohr und schleyer kleiden. Günther 540; traur ihn (Münchhausen) Georgia ... und rolle einen schleir um dein gesenktes haupt, er starb, dein vater starb. Hölty 45 Halm. 1@gg) sprichwörtliche redensarten: der schleier allein macht die nonne nicht. Wander 4, 234; unter einen weiszen schleyer sind die motten verborgen. Petri 2, Vv 5a. 1@hh) mit beziehung darauf, dasz der schleier eine ausschlieszlich weibliche tracht ist: ein mann läszt sich den schleier aufsetzen, steht unter dem pantoffel; der ihm nicht lasset den schleier aufsetzen, wie Hercules endlich that. Mathesius Syr. 1, 58b, vgl. Wander a. a. o. daher dann auch schleier geradezu für 'weib', vgl.schürze und unterrock: wo kein schleier, da ist keine freude. Simrock sprichw. 9082; das sie das ganze weibliche geschlecht anfeinden, und wie ainer saget, wann er ain schlaier ansehe, im ain stich durch alle markbain gange. Fischart podagr. trostb. L 8b. 22) in mannigfacher, bildlicher wendung. 2@aa) von leichtem gewölk, nebel u. ähnl.: wenn durch den zerrisznen schleier des gewölks der sterne silber blinkt. Hölty 120 Halm; die blässeren streifen des abends hüllten den östlichen himmel in helle grünliche schleier. Stolberg 1, 383; und droben zieh'n in stiller feier die sterne, wallt im blassen schleier der mond auf mattem blau Fr. Kind ged.2 3, 49; am morgen des 5. (september 1816) waren wir in nebel gehüllt ..; nachmittags wallte der schleier auf einen augenblick auf. Chamisso 3, 111 Koch; am 25. september erwarteten wir O-Waihi zu sehen, ein dunstiger schleier lag davor. 214. 2@bb) von anderen dingen, insofern sie etwas einhüllen oder verbergen: der frühling bewegte seine auen und seine blumen unter dem schleier von schnee. J. Paul Hesp. 3, 88; der blaue schleier des äthers flatterte tausendfach gefaltet über verhüllten göttern in der weite. Titan 1, 142; sie gingen durch den weichenden blühenden schleier (die blühenden gebüsche des gartens, die ihnen etwas verdeckten). 2, 68; nicht trophäen, des bluts schleyer, verführen ihn zur erobrung. Klopstock 2, 107; der berge haupt im weiszen schleier. Göckingk 1, 324; [] tanzt dem schönen mai entgegen, der des waldes haar verneut, ... mit dem goldverbrämten schleier, wartende gefilde deckt! Hölty 130 Halm; und hell von weiszen gewändern umwallt, vom goldenen schleier der locken. Fr. Kind ged.2 5, 125; wenn ... der knospen schnee den schleier um die frühlings-landschaft webt. 299. 2@cc) weniger concret, schleier der nacht u. ähnl.: noch lag, umhüllt vom braunen schleier der mitternacht, die halbe welt. Wieland 10, 201; und plötzlich, tief verhüllend, webt die nacht den schleier um die heil'ge liebe. H. v. Kleist 1, 89 Hempel; eine person, die er hinter dem schleier des traums gesehen. J. Paul Hesp. 2, 83. 2@dd) abstract in den verschiedensten verbindungen und nuancen, oft in ausgeführtem bilde, oft mit vollständiger aufgabe des ursprünglichen sinnes, sodasz nur der abstracte begriff der verhüllung bleibt: wenn nun die gegenstände seines glaubens hinter dem schillernden schleyer hervor treten, der ihre häszlichkeit so lange verbarg! Thümmel reise 7, 58; wenn es doch wenigstens nur einen schleyer hätte, das garstige laster, sich dem auge der welt zu entstehlen! Schiller räuber 1, 3 schausp.; ja, eine welt, wo die schleyer hinwegfallen, und die liebe sich schröcklich wiederfindet. 4, 4; so lange du dich hütest, den schleyer aufzuheben, der dir die wirklichkeit verbirgt. menschenf. 8 (vgl. 11, 51 unter 1, e); aber hier geht die geschichte in schleier! (das geschehene wird nicht offenbart). J. Paul Titan 3, 123; von allen globen, die uns licht und ebb' und flut und tag und nacht gewähren, kannt' er (Newton) den lauf und das gewicht, hob alle schleyer auf, das dunkel aufzuklären. Thümmel reise 3, 9; zerrissen ist der bange schleyer, der unsern bund der welt entzog. Gotter 1, 287; denn nicht der schleier von deiner seele, gosz diesz feuer der liebe, meinen adern ein. die seele selbst war mir zu theuer. Göckingk 1, 100; rosenwangichte phantasie, die du .. hinter den schleier blickst, der das auge der zukunft deckt. Hölty 72 Halm; so dasz wir wieder nach der erde blicken, zu bergen uns in jugendlichstem schleier. Göthe 41, 7 (Faust II, 1); so leicht, als man mich überreden möchte, reiszen der ehe heilge bande nicht, zerreiszt die sittlichkeit den schleier nicht. Schiller dom Karlos 3, 5; alles schöne, liebe Agnes, braucht keinen andern schleier als den eignen; denn der ist freilich selbst die schönheit. H. v. Kleist 1, 90 Hempel; da kommt der rauhe, und mit frechen händen reiszt er den goldnen schleier mir herab. Grillparzer Sappho 4, 2. 2@ee) mit erklärendem oder subjectsgenitiv: schleier des geheimnisses, der heuchelei, verstellung u. a.: der schleier der gewohnheit fällt von den täglichen gegenständen unsrer zuneigung ab. Wieland 8, 37; das theologische gewand war allenthalben heiliger schleier der verhüllung. Herder z. rel. u. theol. 7, 303; unter dem undurchdringlichsten schleier der verstellung brütete er diesen plan zur reife. Schiller 6, 109; da begegnete uns mein bruder mit seiner Luise, und im schleier sanfter bescheidenheit Wilhelmine. Stolberg 1, 385; mit objectsgenitiv: werf (ich) über meines innern leibs gebrechen den schleier alles greuls, scheinheiligkeit. Ludwig 3, 181. 2@ff) jemandem hängt ein schleier vor den augen, er sieht nicht, was offenbar ist; einem fällt ein schleier vom auge u. s. w.; vgl.: was nützte die erhabenste dichtung, wenn sie opium für die seele oder ein schleier fürs auge wäre, die wahren gestalten und den gang der dinge nie kennen zu lernen? Herder 11, 383 Suphan; es fällt mir von den augen, wie ein schleier. Göthe 57, 114; wer die natur durch ihre groszen historiker und die beobachtung selbst nicht kennt, der geht aus dem grabe im mutterleib in das grab der erde hinüber, ohne dasz sich der schleyer vor seinen sinnen verdünnt hat. Klinger 11, 162; aber ihr kennt diesz lied nicht. 'wir lasen's!' laset es nur, saht also, weil ihr es nicht sprachet, durch einen flor ein gemälde. doch ihr könnt es vielleicht nicht sprechen. so laszt es denn andre thun; sonst hänget auf immer vor eurem auge der schleyer. Klopstock 7, 351; [] nun sitzt er (Körner) droben im krystall'nen schlosse, wo ich ihn sehe goldne saiten rühren, wenn geister mir vom auge zieh'n den schleier. Rückert ges. poet. werke (1882) 1, 38. 2@gg) ohne schleier reden, unverhüllt, gerade heraus: die wahrheit ohne schleier sagen; doch ich rede frei und ohne schleier. Herder 1, 219 Suphan; vgl.: verständ ich so zu reden, dasz mein wort, ein dünner schleier, zeigte und versteckte zugleich die schämge nacktheit des gedankens. Ludwig 4, 295. 2@hh) so auch über etwas einen schleier decken, es verschweigen, geheim halten u. ähnl.: lasz mich einen schleier werfen über jene unselige stunde, die diesem wesen das daseyn gab. Göthe 17, 358; nur die entfernung deckte noch eine glückliche vollendung mit ihrem schleier. 20, 145; dasz wenn man die vornehmeren retten wolle, man auch über die fehler der geringern einen schleier werfen müsse. 24, 338; gestehen wir im allgemeinen, dasz bei einer neuen bekanntschaft, einer neu sich anknüpfenden neigung über das vorhergegangene der liebende gern einen schleier zieht. 48, 160; was sie sahn — darüber läszt das lied den schleier fallen. Chamisso 2, 39 Koch. den schleier von einer sache lüften, sie aufdecken: heilig hatt ich mir versprochen, zwar um Madelon den schleier nicht zu lüften, der des vaters unthaten barg. Ludwig 3, 247. 33) übertragen auf andre gegenstände. 3@aa) kattunene mütze der bäuerinnen in Niederhessen Vilmar 354. Pfister 253. Schm. 2, 521. ebenso ein breiter, langer, verbrämter streifen von schwarzem plüsch oder anderm zeug, den die bäuerinnen in Sachsen um den kopf schlagen. Jacobsson 7, 234b. frauenz.-lex. 3086. 3@bb) in Augsburg ein hoher, mit draht gestützter aufsatz von steifer leinwand, den handwerksfrauen, mägde bei leichen, hebammen und hochzeitbitterinnen tragen. Jacobsson 7, 234a. frauenzimmer-lex. 3086. ähnlich die Ulmer und Straszburger hauptschleyer, s. ebenda. 3@cc) der federschmuck der eule um augen und ohren. vergl. schleiereule. 3@dd) bei farrenkräutern ein dünnes, durchsichtiges häutchen, das die samenschalen bedeckt, indusium. Oken 2, 86; bei hutpilzen die haut, die den hut umzieht, velum. Behlen 5, 493. 3@ee) kranz einer glocke. 44) nicht verwandte wörter und solche, deren zugehörigkeit fraglich ist. 4@aa) die wendung: ich dörfft dir eins an schleyer (eine ohrfeige) geben. Ambras. liederb. 132, 61 läszt sich allenfalls von der gewöhnlichen bedeutung des wortes aus verstehen, doch verweist Schöpf 620 wol mit recht auf schwäb. schleer mund, maul Schmid 467. vgl. schlier. 4@bb) westerw. schleïer, schloïyer, auch gschloïyer, gschleïer bedeutet ein geschwür, ferner schloyr, gschloyr eine nässe im ackerfelde. Schmidt 189, vgl. Kehrein 1, 352. nebenform zu schlier, s. daselbst. 4@cc) nassauisch begegnet auch ein adj. schleier in der verbindung: dieser weg geht schleier (schief?), jener geht stippel (gerade). Kehrein 1, 350.
24419 Zeichen · 480 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schleier

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Schleier , S. Adelung Schleyer .

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schleier

    Goethe-Wörterbuch

    Schleier öfter -ey-; im Vers synkopiert GWB 5 1 ,273 Vs 54 . - Der Ausdruck ‘S.’ wird semantisch reichhaltig gebraucht, …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schleier

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Schleier , bei den Mohammedanern u. mehren oriental. Völkern weibliches Kleidungsstück, insofern durch dasselbe nicht nu…

  4. modern
    Dialekt
    Schleier

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    PfWB LothWB RhWB Schleier [ʿSlájər Mü. ; ʿSlèiər Mittl. ; ʿSlaiər Str. ; ʿSlæjər K. Z. Betschd. ] m. Schleier. Wo m e r …

  5. Sprichwörter
    Schleier

    Wander (Sprichwörter)

    Schleier 1. Der Schleier allein macht die Nonne nicht. Aehnlich die Russen in Beziehung auf den Mönch. ( Altmann VI, 468…

  6. Spezial
    Schleier

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schlei|er m. (-s,-) 1 (Gesichtsschleier) slaier (-i) m. 2 (dünne Schicht) slaier (-i) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schleier

153 Bildungen · 81 Erstglied · 71 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von schleier 2 Analysen

schlern + -ei + -er

schleier leitet sich vom Lemma schlern ab mit Suffixen -ei und -er, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Alternativen: schlei+-er

Zerlegung von schleier 2 Komponenten

sch+leier

schleier setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schleier‑ als Erstglied (30 von 81)

schleierdoctor

DWB

schleier·doctor

schleierdoctor , m. frauenarzt: o wie werden die schleierdoctor pfeisen wie die schlangen gegen den krötten. Paracelsus (1589) 2, 14 .

Schleiererbgut

DRW

schleier·erbgut

Schleiererbgut, n. durch die Braut in die Ehe eingehendes Erbe A. habe vor der J. zwey andere gemahlinnen gehabt, so beyde gar bald gestorbe…

schleiereule

DWB

schleier·eule

schleiereule , f. eulenart mit sehr schöner zeichnung und einem groszen schleier ( s. 3, c ) um die augen, strix flammea Nemnich. Oken 7, 12…

schleierfalte

DWB

schleier·falte

schleierfalte , f. : so sasz sie stumm vor mir, ohne dasz ich ihren atem hörte oder aus der mindesten bewegung ihrer schleierfalten und ihre…

schleierflor

DWB

schleier·flor

schleierflor , m. leichtes gewebe, wie es zu schleiern gebraucht wird; auch für den schleier selbst: wenn ihr ( dem mädchen ) röthend die so…

schleierfrau

DWB

schleier·frau

schleierfrau , f. : schleyerin, alias schleyerfrau, die, foemina veste lugubri induta, pullata, justa faciens funeri Stieler 1848 ; foemina …

schleierfrei

DWB

schleier·frei

schleierfrei , adj. ohne schleier: sie tanzte stets, am ersten mai ... den weiszen busen schleierfrei. Hölty 21 Halm.

Schleiergeschmuck

DRW

schleier·geschmuck

Schleiergeschmuck, m. Zierrat in Form eines Schleiers verpott, ... durch welches ... weybs persohnen ... verwahrnet ..., sich solchen kappen…

schleiergestalt

DWB

schleier·gestalt

schleiergestalt , f. verschleierte, verschwimmende, unklare gestalt: aber als er in jener hand ( des toten freundes ) zwei warzen wieder fan…

schleiergewand

DWB

schleier·gewand

schleiergewand , n. : die meerfrau steigt aus den wellen, und setzt sich zu mir an den strand; die weiszen brüste quellen hervor aus dem sch…

schleiergewebe

DWB

schleier·gewebe

schleiergewebe , n. gewebe, das zu schleiern gebraucht wird Campe : die schwestern ( nonnen, waren ) gleichen wuchses ganz und gar, von näml…

Schleiergras

PfWB

schleier·gras

Schleier-gras n. : = PfWB Schleierkraut , -gras [Pirmas ( Marzell II 749)]. Süd- hess. V 410 and. Bed.

schleierhaft

DWB

schlei·erhaft

schleierhaft , adj. : schleyerhaft, et schleyericht, adj. textilis, linteus, multitia, sindonem, vestem vitream, ac nebulam lineam referens …

Schleierhandel

DRW

schleier·handel

Schleierhandel, m. Handel mit Schleiern [da] verschiedene personen sich durch vorschub etlicher handelsleute zu Nürnberg, die sie mit baumwo…

schleierhaube

DWB

schleier·haube

schleierhaube , f. : die schleyer - haube ist eine von schleyer-tuch oder weiszem schwäbisch ( schleierstoff ) verfertigte trauer-haube, wel…

schleierhülle

DWB

schleier·huelle

schleierhülle , f. : die goldkleinode, die der könig dir .. gesandt, wir haben sie im vorgemach, die schleierhüllen lüftend, aufgestellt. Ge…

Schleierhut

PfWB

schleier·hut

Schleier-hut m. : 'Frauenhut mit Schleier', Schleieʳhietche, Dim. [ LU-Muttstdt ]. —

schleier als Zweitglied (30 von 71)

Ɉudenschleier

Campe

○ Der Ɉudenschleier , des — s , d. Mz . w. d. Ez. der Schleier, mit welchem sich die Jüdinnen in ihrer Schule bedecken; besonders, der Schle…

Bien(en)schleier

PfWB

bienen·schleier

Bien(en)-schleier m. : 'Schleier, der zum Schutz gegen Bienenstiche über den Kopf gezogen wird', Bieneschleieʳ [ BZ-Klingmst ], Bieⁿ- [ ZW-L…

busenschleier

DWB

busen·schleier

busenschleier , m. busentuch: trille, rädchen, lang und fein, trille fein ein fädelein mir zum busenschleier. Bürger 29 b ; was fehlt dem bu…

Dilettantenschleier

GWB

dilettanten·schleier

Dilettantenschleier für die Unkenntnis des Laien Mir nimmt dieß Werk [ Longhis ‘La Calcografia’ ] den Dilettanten-Schleyer auf einmal von de…

goldschleier

DWB

gold·schleier

goldschleier , m. , goldfarbener schleier: die Griechen ..., deren tempel ... das bild der tugend ... mit einem goldschleyer umhüllet S. v. …

hochzeitschleier

DWB

hochzeit·schleier

hochzeitschleier , m. brautschleier: dort würgt ein jüngling seine braut ... mit ihrem eignen hochzeitschleier. Hagedorn 1, 8 .

Hochzeit(s)schleier

PfWB

hochzeits·schleier

Hochzeit(s)-schleier m. : = PfWB Brautschleier , -schleieʳ [mancherorts mittl. VPf]. Volksgl.: Die Ehe wird unglücklich, wenn der H. auf dem…

Imbe(n)schleier

Idiotikon

Imbe(n)schleier Band 9, Spalte 3 Imbe(n)schleier 9,3

klagschleier

DWB

klagschleier , m. schleier zur trauerkleidung gehörig, z. b. in Augsburg einst, s. Birlinger Augsb. wb. 279 b . vgl. DWB klagsturz .

kopfschleier

DWB

kopf·schleier

kopfschleier , m. der gewöhnliche schleier, zum unterschiede von busenschleier. Campe , Kirsch cornucopiae. mhd. houbetrîse.

leichenschleier

DWB

leichen·schleier

leichenschleier , m. trauerschleier, von den weiblichen hinterbliebenen bei einem leichenbegängnis getragen: eine gestalt schlug den leichen…

leidschleier

DWB

leid·schleier

leidschleier , m. trauerschleier, bei begräbnissen von nahen verwandten des verstorbenen getragen: leidschleir velum funebre Frisch 1, 602 .

morgenschleier

DWB

morgen·schleier

morgenschleier , m. nebelschleier zur morgenzeit: wenn von dem morgenschleier nun dein ( sonne ) liebesblick das land enthüllet. Thümmel 2, …

Ableitungen von schleier (1 von 1)

verschleierung

DWB

verschleierung , f. das verstecken unter einem schleier: was für einen grund könnte eine untadelige schönheit haben sich verbergen zu wollen…