lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Schleier

nhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

GWB
Anchors
17 in 16 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
19
Verweise raus
41

Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Schleier

Bd. 7, Sp. 1020
Schleier öfter -ey-; im Vers synkopiert GWB51,273 Vs 54. - Der Ausdruck ‘S.’ wird semantisch reichhaltig gebraucht, wobei der Bedeutungsschwerpunkt bei 1a liegt (130 von 160 Belege), im besonderen bei 1aα. Der Stellenwert des Wortes als eines von Goethes wichtigsten Bildsymbolen wird nur an einer kleineren Gruppe von Belegen faßbar. Es gewinnt diesen Rang in der programmatischen ‘Zueignung’ von 1784, in der es literaturgeschichtlich erstmals zu einer konzentrierten Selbstreflexion des Poetischen im Zeichen des Schleiers kommt.1) Als ein Sinnbild der Dichtung vermag es der Flor - bedingt durch seine Eigenschaft der Transparenz - der menschlichen Wahrnehmungs- u Erkenntnisfähigkeit ein höheres, absolutes Prinzip im Durchscheinen zu vermitteln, es ihr im Konkret-Bildhaften nahezubringen. Das Ästhetische u das Gnoseologische, das Schöne u das Wahre sind hierbei in eins gedacht (‘Der Dichtung Schleier aus der Hand der Wahrheit’), dies gemeinsam mit dem Ethischen, dem Guten (GWB1,6 Vs 87 u 1,7 Vs 96). - Das ‘S.’-Motiv der ‘Zueignung’ intendiert bereits Positionen, die für die gesamte klassische Periode sowie für den späten Goethe charakteristisch sind. Bei ähnlich gehaltvollen Verwendungen von ‘S.’ in anderen Dichtungen werden an ihm weitere, wenn auch in der ‘Zueignung’ schon anklingende Merkmale akzentuiert: Im Zshg seiner vermittelnden Eigenschaft versinnbildlicht ‘S.’ den Grenzbereich des für den schauenden, erkennenden Menschen Möglichen bzw des ihm Zuträglichen; zudem wird eine auf das praktische Leben hinlenkende Funktion deutlich, dies gelegentlich verbunden mit einer in dem Flor liegenden magischen Kraft (s bes GWB151,7 Vs 4714; 151,239 Regiebem nach Vs 9944; 4,121 Vs 4; 22,211,17; 23,215,22). Diese Charakteristika beziehen sich auf das Tuch (Bed 1) od auf das atmosphärische Phänomen (Bed 2), wobei Goethe auch - wie schon in der ‘Zueignung’ - absichtsvoll mit der Übergänglichkeit des einen in das andere spielt. - Bezüglich der bildhaften Präsenz eines Allgemeingehalts präfiguriert ‘Schleier’ das Goethesche ‘Symbol’-Konzept (vgl s v Symbol)2), in Hinsicht auf die Einheit von Offenbaren u Verhüllen die Formel vom ‘offenbaren Geheimnis’ (vgl s v Geheimnis) und in seinem Charakter als spezifisches Medium, Mittel die Vorstellung vom farbenerzeugenden Trüben (vgl s v trüb). 1 feines, oft durchscheinendes Tuch a zum Umhüllen des Gesichtes, Kopfes, des Oberkörpers, auch der gesamten Gestalt od Figur dienender Stoff α als (schmückendes) Kleidungsstück, als erotisch konnotiertes Accessoire (von Frauen); wiederholt als Motiv eines bildkünstlerischen Werkes; auch neben ‘Diadem’, ‘Ring’, ‘Strumpfband’ ua; mehrf in Vbdgn wie ‘mit/im/unter dem S.’, ‘den S. reichen/überwerfen/zurückschlagen’ eine Engländerin von etwa zwanzig Jahren [Emma Harte] ..ein griechisch Gewand..lös't sie ihre Haare auf, nimmt ein paar Shawls und macht eine Abwechslung von Stellungen, Gebärden, Mienen..Sie weiß zu jedem Ausdruck die Falten des S-s zu wählen, zu wechseln, und macht sich hundert Arten von Kopfputz mit denselben Tüchern GWB31,55,7 ItR Der Liebsten Band und Schleife rauben,|..Ein S., Halstuch, Strumpfband, Ringe|Sind wahrlich keine kleinen Dinge GWB1,46 Lebendiges Andenken 5[] [Lucinde zu Claudine, an deren Geburtstag:] Rosen und Nelken|Zieren den S.,|Den ich zur Feier|Heute dir reiche.|Blühen erst werden sie,|Wenn er dich schmückt.|Wenn du des Tages dich|Wandelnd vergnügtest,|..Hab' ich mit eigner|Hand ihn gestickt.|[Alle:] Nimm ihn, und trag' ihn,|Und bleibe beglückt GWB11,202 Claud2 65 aus England die schönsten gemahlten Kupfer..was sind das nicht auch für lange, weißgekleidete Schönen, mit blaßrothen Schleifen und blaßblauen S-n! GWB47,138,5 Samml 2 GWB2,184 Amor als Landschaftsmaler 58u64 GWB491,402,22 Üb:Gérard,Collect des portraits hist GWB47,386,5u7 DresdnGalerie GWB1,314 Vs 146 VenEpigr 30 GWB17,167,19 GrCoph II 6 als Attribut od als situatives Merkmal einer mythol od einer allegor Frauengestalt Venus in der Schlacht.|Drängt sich nicht gar Amathusia selbst durch die schmutzigen Haufen?|Ach, mit zerfetztem Schlei'r kehrt sie vom Marsfeld zurück [vgl ‘Ilias’, 5, 311-429] GWB51,273 XenNachl 27(60) Treue.|..die Bescheidne zeigt sich frei und freier|Und irrt sich nicht am rauschenden Getön;|Sie steht vor euch, sie öffnet ihren S.|Und will getrost so vor der Menge gehn GWB16,224 Maskenz RomantPoesie vor 155 GWB16,378 Epimen Regiebem vor 911~GWB411,49,15 Anz:Epimen uö(selten) im bildhaften Zshg; wiederholt in Vbdg mit der Nacht-Motivik; auch mBez auf Alter, Krankheit [Scapine:] Nacht, o holde! halbes Leben!|Jedes Tages schöne Freundin!|Laß den S. mich umgeben,|Der von deinen Schultern fällt.. GWB12,163 ScherzLR 948 [Valentin zu Gretchen:] Du bist doch nun einmal eine Hur';|..Wenn erst die Schande wird geboren,|Wird sie heimlich zur Welt gebracht,|Und man zieht den S. der Nacht|Ihr über Kopf und Ohren;|Ja, man möchte sie gern ermorden.|Wächs't sie aber und macht sich groß,|Dann geht sie auch bei Tage bloß GWB14,190 Faust I 3742 GWB10,146 Tasso 1042 GWB16,250 Maskenz 1818 Prol 22 uö(selten)in Berührung mit 2: mBez auf die geschlechtlich nicht klar festgelegte indische Gottheit des Gestaltenwandels Camarupa; im Zshg formender Imagination, Vorstellung Wenn Gottheit Camarupa, hoch und hehr,|Durch Lüfte schwankend wandelt leicht und schwer,|Des S-s Falten sammelt, sie zerstreut,|Am Wechsel der [Wolken-] Gestalten sich erfreut,|..Da staunen wir und trau'n dem Auge kaum;|Nun regt sich kühn des eignen Bildens Kraft,|Die Unbestimmtes zu Bestimmtem schafft;|Da droht ein Leu, dort wogt ein Elephant,|Kameles Hals zum Drachen umgewandt.. GWB3,98 Howards Ehrengedächtnis 3 β für einen den ganzen Körper (einer Frauengestalt od eines Knaben) umhüllenden Flor; auch ‘ätherischer S.’ für eine aus feinster Stofflichkeit bestehende Bekleidung [Epimetheus:] neu verherrlicht leuchtete das Angesicht|Pandorens mir aus buntem S., den sie jetzt|Sich umgeworfen, hüllend göttlichen Gliederbau GWB50,329 Pand 684 [Chor:] Herrliche Kypris [Venus] , allein dir, holde Göttin,|Dank' ich die heutige [Hochzeits-] Feier;|Dank auch bring' ich dem Knaben [Hymen od Eros] ,|Den du hüllst in ätherischen [ ätherische Var] S.,|Daß er leise vereint GWB412,45,5 Eurip,PhaethonVersuch uö(selten) im bildhaften Zshg [betr ‘Wahlverwandtschaften’] Ich bin überzeugt, daß Sie der durchsichtige und undurchsichtige Schleyer nicht verhindern wird bis auf die eigentlich intentionirte Gestalt hineinzusehen GWBB21,46,14 Zelter 26.8.09 GWBB42,275,24 Beuth 23.7.27 K uö(selten) γ als Teil einer Theaterkostümierung, bes in den ‘Lehrjahren’ (‘Hamlet’-Aufführung3)); einmal allg als theatralisches Attribut [betr ‘Macbeth’-Inszenierung] Die Hexen sollten unter den Schleyern Drahtgestelle haben daß die Köpfe nicht zu glatt erscheinen GWBB17,125,2 Schiller 16.4.04 [Wilhelm:] so hat also der Abbé mir zum Hamlet [zur schon fast gescheiterten Aufführung des Stückes] geholfen, indem er einen Geist herbeischaffte?..[Jarno:] Ja, denn er versicherte, daß es der einzige Weg sei Sie zu heilen, wenn Sie heilbar wären..[Wilhelm:] Und darum ließ er mir den S. zurück, und hieß mich fliehen? [betr die Aufschrift auf dem Saum des Flors] ..[Jarno:] Ja, er hoffte sogar mit der Vorstellung des Hamlets sollte Ihre ganze Lust gebüßt sein. Sie würden nachher das Theater nicht wieder betreten GWB23,215,22 Lj VIII 5 GWB22,209,12 u 211,17 Lj V 12u13 GWB151,244 Faust II Regiebem nach 10038 GWBGB141,54,10 Döll 18.4.99 GWB22,255,27 Lj V 16 uö(selten) δ relig; als Zeichen weiblicher Gottgeweihtheit, Gläubigkeit; im Christentum als Teil des Nonnenhabits, als Symbol der Vermählung mit dem himmlischen Bräutigam (sich hier mit 1aε berührend); auch usuell ‘den S. nehmen’ iSv ins Kloster gehen; einmal ‘schwarzer S.’ als Zeichen tiefer Religiosität, auch der Trauer; ferner als (scheinbar göttliche Kräfte besitzendes) Attribut einer christlichen Heiligen (in Berührung mit 1aη) [die Tochter des Kriegsrats FLvReineck war wegen einer ihr aufgezwungenen Verlobung geflohen] Wenn man sie in ein Kloster steckte|Und ihr Gesicht mit einem S. deckte.|Diß könnte wohl zu ihrem Vorteil seyn|Den Reitz, der ihr jetzt fehlt, kann neue Tracht ihr geben,|Da kann sie immer einsam leben,|Sie ist ja gern allein GWBB1,23,17 Cornelia 7.12.65 [betr Inszenierung der ‘Natürlichen Tochter’] Fünfter Act. Aebtissin und Nonnen. Weiß und schön blau, was sich bey Nacht auch blau erhält, mit schwarzen Schleyern, wie die Sœurs bleues GWBB51,176 Kirms 27.1.03 [Ausbruch des Ätna 1669] Anstatt..Dämme aufzuwerfen, Gräben zu ziehen..brachten die Cataneser den S. [Veil] der heiligen Agatha hervor, in Begleitung von einer Menge Heiligen..ein großer Theil der Stadt wurde zerstört..das Volk überzeugte sich, dieses Unglück habe sich wegen seines Mangels an Glauben..zugetragen GWB46,205,20 Hackert TgbKnight Catania GWB30,105,7 ItR GWBB23,318,22 Christiane 17.4.13 mBez auf antiken Kultus; im Bild [Orest zu Iphigenie:] Verhülltest du in deinen heiligen S. [In deinen S. GWB10,49 Iph2 1125 ] den Schuldigen, du birgst mich nicht vor'm Blick der Furien GWB39,364,12 Iph1 III 1 ― als verhüllendes Kleidungsstück der islamischen Frauen; auch ‘langer S.’ Will in Bädern und in Schenken,|Heil'ger Hafis, dein gedenken;|Wenn den S. Liebchen lüftet4),|Schüttelnd Ambralocken düftet GWB6,6 Div Hegire 33 GWB2,51 Klaggesang AsanAga 59u65 ε ‘weißer S.’ für: Brautschleier, als Symbol von Reinheit, Jungfräulichkeit GWB1,220 Braut vKorinth 30 [Zit s v Schleierflor] ζ ‘sidonischer S.’ für ein aus der (durch die Herstellung kunstvoller Stoffe berühmten) phönizischen Hafenstadt Sidon stammendes Gewebe, speziell für ein Peplon; hier im kultischen Gebrauch (in Berührung mit 1aδ) Hecuba..holt einen sidonischen S. [πἑπλοι] , geht zum Tempel, Theano empfängt sie, betet zur Athene GWB411,278,28 Ilias Ausz 6 η als magische Qualitäten besitzendes od sie verheißendes Objekt; wiederholt in Hinsicht auf ein Kräfte verleihendes, Schutz gewährendes Vermögen5); im ‘Helena’-Akt von ‘Faust II’ mit dem Motiv der Verwandlung in Faust forttragende (ihn zu Bereichen praktischen Wirkens bringende) Wolken; auch ‘feuerfarbiger S.’ [Almaide zu Lila:] schmücke dich, wie es einer Siegerin ziemt. Lege den gestickten S. um's Haupt; dieser schützt dich vor aller Gewalt des Dämons GWB12,77,2 Lila III[] [Helena zu Faust, nach Euphorions Tod:] Zerrissen ist des Lebens wie der Liebe Band,|..sag' ich schmerzlich Lebewohl!|..Persephoneia, nimm den Knaben [Euphorion] auf und mich. (Sie umarmt Faust, das Körperliche verschwindet, Kleid und S. bleiben ihm in den Armen.) [Phorkyas zu Faust:] Halte fest was dir von allem übrig blieb.|..göttlich ist's. Bediene dich der hohen,|..Gunst und hebe dich empor,|Es trägt dich über alles Gemeine rasch|Am Äther hin..|Wir sehn uns wieder, weit..von hier. (Helenens Gewande lösen sich in Wolken auf, umgeben Faust, heben ihn in die Höhe und ziehen mit ihm vorüber.) GWB151,239 Faust II Regiebem nach 9944 GWB131,345,27 u 346,1u5 Götz3 V 13 GWB18,254,18u26 u 257,18 Märchen GWB1,335 Vs 15 WeissagBakis 4 uö(selten) θ topisch; als eine ein tiefes, mystisches Geheimnis verbergende Umhüllung, Verhüllung; mBez auf Isis, Proserpina (‘Kore’) od Venus, ferner auf den (hochstaplerischen) Stifter eines Geheimbundes; meist im Zshg der (innere Naturprinzipien, Schönheit offenbar machenden) Enthüllung; auch im Bild Isis zeigt sich ohne S.;|Doch der Mensch er hat den Staar [auf die Newtonianer anspielend] GWB3,354 ZXen VI 1642 Kore.|..Ob Mutter? Tochter? Schwester? Enkelin?|Von Helios gezeugt? Von wer geboren?|Wohin gewandert? Wo versteckt? Verloren?|Gefunden? - Räthsel ist's dem Künstler-Sinn.|Und ruhte sie verhüllt in düstre S.,|Vom Rauch umwirbelt Acherontischer Feuer,|Die Gott-Natur enthüllt sich zum Gewinn:|Nach höchster Schönheit muß die Jungfrau streben,|Sicilien verleiht ihr Götterleben GWB3,130 Kore 5 GWB45,262,11 Diderot,Malerei GWB17,194,20 GrCoph III 9 uö(selten) metaphor: ‘S. der Natur’ Die deutsche Übersetzung seiner Ideen zu einer Geographie der Pflanzen..sendet mir Alexander von Humboldt mit einem schmeichelhaften Bilde [persönliches Widmungsblatt mit der BThorwaldsenschen Darstellung des die vielbrüstige ephesische Artemis/Diana entschleiernden Apoll6)] , wodurch er andeutet, daß es der Poesie auch wohl gelingen könne den S. der Natur aufzuheben; und wenn Er es zugesteht, wer wird es läugnen? GWBN6,163,21 MetamPfl Nachtr [Faust:] Geheimnißvoll am lichten Tag|Läßt sich Natur des S-s nicht berauben,|Und was sie deinem Geist nicht offenbaren mag,|Das zwingst du ihr nicht ab mit Hebeln und mit Schrauben GWB14,39 Faust I 673 mBez auf GFCreuzers Mythentheorie, in kritischem Zshg; im Bild GWB3,354 ZXen VI 1649 ι prägnant; als Symbol für die Poesie; in der ‘Zueignung’ insbes für die ein übergeordnetes, absolutes Prinzip im Bildhaft-Bestimmten repräsentierende Wahrheit von Dichtung7) (im Zshg der Motivik von Geblendetsein u wiedergewonnener Wahrnehmung); einmal sich mit 2 berührend; auch ‘goldener S.’ Ein [Sonnen-] Glanz umgab mich und ich stand geblendet.|..Da schwebte mit den Wolken hergetragen|Ein göttlich Weib vor meinen Augen hin,|.. ..reckte sie die Hand aus in die Streifen|Der leichten Wolken und des Dufts umher;|Wie sie ihn faßte, ließ er sich ergreifen,|Er ließ sich ziehn, es war kein Nebel mehr.|..sah ich sie den reinsten S. halten,|Er floß um sie und schwoll in tausend Falten.|Ich kenne dich..|Ich weiß was Gutes in dir lebt und glimmt!|..So sagte sie..|Empfange hier was ich dir lang' bestimmt,|..Aus Morgenduft gewebt und Sonnenklarheit,|Der Dichtung S. aus der Hand der Wahrheit.. GWB1,6u7 Zueignung [1784] 87u96 GWB21,43,11 Lj I 8~GWB51,128,4 ThS II 3 κ in vergleichendem od bildhaftem Kontext eine die Wahrnehmung, auch die Reflexion beeinträchtigende Augenbinde, Kopfumhüllung bezeichnend; einmal mBez auf die Newtonsche Schule; auch in den Vbdgn ‘jdm den S. von den Augen nehmen’, ‘etw fällt wie ein S. von den Augen’ [Orest:] Jetzt kennen wir den Irrthum, den ein Gott [Apollon] |Wie einen S. um das Haupt uns [das von Orest u Pylades] legte,|Da er den Weg hierher [nach Tauris] uns wandern hieß.|..um Befreiung bat ich ihn|Von dem Geleit der Furien; er sprach:|„Bringst du die Schwester..|Nach Griechenland; so löset sich der Fluch.”|Wir legten's von Apollens Schwester aus,|[an Iphigenie gewandt:] Und er gedachte dich! GWB10,92 Iph2 2109 [Nymphe zu Merkur:] Wie ist mir! welchen S. nahmst du mir|Von meinen Augen weg, indeß mein Herz|So warm als sonst, ja freier glüht und schlägt GWB131,83,23 Was wir bringen [1802] die Newtonische Theorie..ich fürchte sehr, daß die Franzosen..sich noch lange mit diesem schmutz- und aschenweißen theoretischen Schleyer das Haupt verhüllen werden GWBB19,420,6 Reinhard 27.9.07 (vgl B19,531) GWB38,82,8 ErwElm1 uö(selten) b zum Bedecken von jdm/etw dienendes Tuch; auch für: Totenschleier [lebendes Bild von Maria u dem Jesuskind] Glücklicherweise war das Kind in der anmuthigsten Stellung eingeschlafen, so daß nichts die Betrachtung störte, wenn der Blick auf der scheinbaren Mutter [Ottilie] verweilte, die mit unendlicher Anmuth einen S. aufgehoben hatte, um den verborgenen Schatz zu offenbaren GWB20,272,12 Wv II 6 GWB23,256,26 Lj VIII 8 uö(selten) im bildhaften Zshg; in Vbdgn wie ‘einen S. über etw ziehen/werfen’, ‘der (patriotische/magische) S. deckt etw zu’, ‘den S. aufheben’, auch ‘der S. dämpft etw’ Der Schlaf.|Ein treuer Freund, der allen frommt,|Gerufen oder nicht, er kommt.|Gern mag er Elend, Sorge, Pein|Mit seinem sanften S. decken;|Und selbst das Glücke wiegt er ein,|Zu neuen Freuden es zu wecken GWB16,191 Maskenz Aufz dWinters 4 [Ältester der pädagogischen Provinz, über Christi Martyrium:] Hieraus machen wir kein Geheimniß; aber wir ziehen einen S. über diese Leiden, eben weil wir sie so hoch verehren GWB24,255,11 Wj II 2 Der patriotische Schleyer diente vieles zuzudecken [in Kriegen] , man schlich darunter hin nach herkömmlichster Art und Liebesintriguen-Weise [mBez auf Goethes Gedicht ‘Kriegsglück’] GWBB41,144,19 Zelter 6.9.26 GWB20,358,1 Wv II 13 GWBGespr(He2,1007) Kanzl Müller 12.5.15 GWBB9,88,11 CarlAug 19.2.89 GWBB6,29,15 JFFritsch 5.8.82 GWB9,386 Tancred 566 metaphor; im Zshg des Wahrnehmens der Geliebten in unzähligen natürlichen Formen, Erscheinungen; im Kontext von ‘Zauberschleier’ (sd) An des geblümten S-s Wiesenteppich,|Allbuntbesternte, schön erkenn' ich dich GWB6,197 Vs 13 DivSuleika c für: (provisorischer) Vorhang, Sichtschutz [antikes Basrelief Achill auf Skyros] stellt sich die Amme, indem sie ihm [Achill] das Kind entgegen bringt, Ulyssen..Diomeden..entgegen, und sucht diese ungebetenen Gäste, durch einen S., der auch von einem Mädchen..gehalten wird, vom Innern der weiblichen Wohnung abzuschneiden GWB48,32,19 Kunstausstellg 1801 GWB48,33,18 Kunstausstellung 1801 ‘mystischer S.’ für einen Theatervorhang [Wilhelm, über das Puppentheaterspiel der Kindheit:] fiel der Vorhang..die ganze kleine Gesellschaft eilte wie betrunken und taumelnd zu Bette..Den andern Morgen war leider das magische Gerüste wieder verschwunden, der mystische S. weggehoben GWB21,17,11 Lj I 3~GWB51,11,3 ThS I 3 im bildhaften Zshg Es scheint wirklich Zeit zu werden, daß der zwischen uns so lange, wunderbar genug, niederhängende S. endlich falle und eine herzlich anerkennende Gegenwart[] uns für die Zukunft traulich vereinige GWBB33,42,16 Nicolovius 24.5.20 GWB131,71,11 Was wir bringen [1802] uö(selten) d ‘Penelopäischer S.’: von Penelope gewebtes, heimlich von ihr immer wieder aufgetrenntes Leichengewand für Odysseus' Vater Laërtes (Odyssee 19,137ff ua); im vergleichend-bildhaften Zshg habe ich mir zugeschworen an nichts mehr Theil zu nehmen als an dem was ich so in meiner Gewalt habe wie ein Gedicht..an einem Werke an dem man..nicht das Schicksal des Penelopäischen Schleyers erlebt; denn leider in allen übrigen irdischen Dingen lösen einem die Menschen gewöhnlich wieder auf was man mit großer Sorgfalt gewoben hat GWBB12,110,12 Meyer 28.4.97 2 eine atmosphärische Trübung bezeichnend; iSv Nebel- od Wolkenschleier, Dunst; auch mBez auf Rauch od Weihrauch als man schon mehr oder weniger durch den sich lichtenden S. die ganze Jägerei zu Pferde und zu Fuß durch einander bewegt sah GWB18,315,4 Nov gingen die zwei [Hermann u Dorothea] entgegen der sinkenden Sonne,|Die in Wolken sich tief, gewitterdrohend, verhüllte,|Aus dem S., bald hier bald dort, mit glühenden Blicken|Strahlend über das Feld die ahnungsvolle Beleuchtung GWB50,252 HermDor VIII 3 GWBN51,265,6u16 EntoptFarb 14 GWB33,123,25 Camp uö(selten) im (weltanschaulichen) Zshg des Verhältnisses eines (überirdisch-)absoluten u eines (irdisch-)konkreten Prinzips, ihrer Vermittlung, Verbindung; mit der Motivik von gehinderter, unzuträglicher u (neu) ermöglichter Wahrnehmung; in der Anfangsszene von ‘Faust II’ im Hinblick auf einen ethischen, lebenspraktischen Neuanfang Fausts; auch im Bild [Faust, beim Aufgehen der Sonne:] Sie tritt hervor! - und, leider schon geblendet,|Kehr' ich mich weg..|So ist es also, wenn ein sehnend Hoffen|Dem höchsten Wunsch sich traulich zugerungen,|..Des Lebens Fackel wollten wir entzünden,|Ein Feuermeer umschlingt uns..|Ist's Lieb'? Ist's Haß? die glühend uns umwinden,|Mit Schmerz- und Freuden wechselnd ungeheuer,|So daß wir wieder nach der Erde blicken,|Zu bergen uns in jugendlichstem S. .. GWB151,7 Faust II 4714 Jugendlich kommt sie [wohl die Göttin Wahrheit] vom Himmel, tritt vor den Priester und Weisen|Unbekleidet die Göttin, still blickt sein Auge zur Erde.|Dann ergreift er das Rauchfaß und hüllt demüthig verehrend|Sie in durchsichtigen S., daß wir sie zu dulden ertragen GWB4,121 Jugendlich kommt sie 4 Hoffnung breitet leichte S. [ lichte S. Var8)] |Nebelhaft vor unsern Blick:|Wunscherfüllung, Sonnenfeier,|Wolkentheilung bring' uns Glück GWB4,111 Vs 21 Chin-dt Jahres- uTagesz III übertr [betr Goethes Erkrankung im Nov 1823] wenn ich die aus der Ferne herangekommenen Freunde nur durch den trüben Schleyer einer verdüsterten Gegenwart begrüßen konnte GWBB38,3,10 Maria Paulowna 1.1.24 3 im Bereich der bildenden Kunst: für den Grundton eines Bildes Was man bisher Ton nannte, war ein S. von einer einzigen Farbe über das ganze Bild gezogen. Man nahm ihn gewöhnlich gelb, indem man aus Instinct das Bild auf die mächtige Seite treiben wollte GWBN1,348,16 FlD 891 für die altersmäßige Bräunung od sonstige Beeinträchtigungen eines Gemäldes GWBB42,127,17 Zelter 10.4.27 ― in der Farbenlehre im Zshg der Vorstellung einer leichten Beschichtung [erste Beobachtungen Goethes bei der Herausbildung einer eigenen, auf der Dualität von Licht u Dunkel beruhenden Farbentheorie; 1790] Das Blaue erschien gleichsam als S. des Schwarzen, wie sich das Gelbe als ein S. des Weißen bewies GWBN4,297,17u18 FlH VI Konfess dVerf GWBBraut- GWBDilettanten- GWBNebel- GWBWolken- GWBZauber- GWBentschleiern GWBüberschleiern GWBverschleiern Syn zu 1u2 GWBh2nFlor zu 1 GWBSchleierflor GWBSchleiertuch zu 2 GWBDunst GWBNebelflor GWBNebelgespinst GWBNebelschleier GWBWolkendunst GWBWolkenschleier 1) Zur literarischen Tradition des Motivs bei Dante, Petrarca, Tasso u Rousseau sowie zu dessen spezifischer Rezeption, Gestaltung in Goethes Dichtung s POster, Der Schleier im Text (2002) 2) WEmrich faßt den Schleier als „Urbild von Goethes Metaphorik” u analysiert ihn, mit dem „das Wahrheitsproblem in die Sphäre der Kunst tritt”, als ein Konzentrat seines symbolischen Denkens überhaupt. WEmrich, Die Symbolik von Faust II (1957),51ff 3) s Hee-Ju Kim, Der Schein des Seins. Zur Symbolik des Schleiers in „Wilhelm Meisters Lehrjahre” (2005). Der Autorin zufolge gibt die ‘Schleier’-Symbolik dem Roman „einen in sich kohärenten Zusammenhang” (S 17). 4) zur Quelle s DivWb s v Schleier 5) zur Schutzfunktion vgl Hwb dtAberglauben 7,1207ff 6) Abb zB in: Goethe, Göttingen u die Wissenschaft. Hg EMittler ua (1999), Frontispiz 7) Dem Gedicht liegt wahrscheinlich ein Bildeindruck Goethes zugrunde, nämlich der des Titelblatts mehrerer Ausgaben der Lafontaineschen Fabeln im 18. Jh, das zwischen Wolken die weibliche Allegorie der Wahrheit zeigt, die ein mit Fabelmotiven Lafontaines besticktes schleierartiges Tuch vorweist. S ERedslob, Anschauungserlebnisse der Jugendzeit in Goethes Dichtung. In: JbFDH 1963,8f u Abb 6 8) Der Ausdruck „lichte Schleier” findet sich in der alten chinesischen Literatur häufig u war Goethe wohl durch englische Übersetzungen bekannt; s Yang En-Lin, Goethes „Chinesisch-deutsche Jahres- u Tageszeiten”. GJb89(1972),154-188, speziell 159 u 184 Michael SchilarM.S.
22724 Zeichen · 246 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schleier

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Schleier , S. Adelung Schleyer .

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schleier

    Goethe-Wörterbuch

    Schleier öfter -ey-; im Vers synkopiert GWB 5 1 ,273 Vs 54 . - Der Ausdruck ‘S.’ wird semantisch reichhaltig gebraucht, …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schleier

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Schleier , bei den Mohammedanern u. mehren oriental. Völkern weibliches Kleidungsstück, insofern durch dasselbe nicht nu…

  4. modern
    Dialekt
    Schleier

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    PfWB LothWB RhWB Schleier [ʿSlájər Mü. ; ʿSlèiər Mittl. ; ʿSlaiər Str. ; ʿSlæjər K. Z. Betschd. ] m. Schleier. Wo m e r …

  5. Sprichwörter
    Schleier

    Wander (Sprichwörter)

    Schleier 1. Der Schleier allein macht die Nonne nicht. Aehnlich die Russen in Beziehung auf den Mönch. ( Altmann VI, 468…

  6. Spezial
    Schleier

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schlei|er m. (-s,-) 1 (Gesichtsschleier) slaier (-i) m. 2 (dünne Schicht) slaier (-i) m.

Verweisungsnetz

47 Knoten, 45 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 6 Kompositum 30 Sackgasse 11

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schleier

153 Bildungen · 81 Erstglied · 71 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von schleier 2 Analysen

schlern + -ei + -er

schleier leitet sich vom Lemma schlern ab mit Suffixen -ei und -er, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Alternativen: schlei+-er

Zerlegung von schleier 2 Komponenten

sch+leier

schleier setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schleier‑ als Erstglied (30 von 81)

schleierdoctor

DWB

schleier·doctor

schleierdoctor , m. frauenarzt: o wie werden die schleierdoctor pfeisen wie die schlangen gegen den krötten. Paracelsus (1589) 2, 14 .

Schleiererbgut

DRW

schleier·erbgut

Schleiererbgut, n. durch die Braut in die Ehe eingehendes Erbe A. habe vor der J. zwey andere gemahlinnen gehabt, so beyde gar bald gestorbe…

schleiereule

DWB

schleier·eule

schleiereule , f. eulenart mit sehr schöner zeichnung und einem groszen schleier ( s. 3, c ) um die augen, strix flammea Nemnich. Oken 7, 12…

schleierfalte

DWB

schleier·falte

schleierfalte , f. : so sasz sie stumm vor mir, ohne dasz ich ihren atem hörte oder aus der mindesten bewegung ihrer schleierfalten und ihre…

schleierflor

DWB

schleier·flor

schleierflor , m. leichtes gewebe, wie es zu schleiern gebraucht wird; auch für den schleier selbst: wenn ihr ( dem mädchen ) röthend die so…

schleierfrau

DWB

schleier·frau

schleierfrau , f. : schleyerin, alias schleyerfrau, die, foemina veste lugubri induta, pullata, justa faciens funeri Stieler 1848 ; foemina …

schleierfrei

DWB

schleier·frei

schleierfrei , adj. ohne schleier: sie tanzte stets, am ersten mai ... den weiszen busen schleierfrei. Hölty 21 Halm.

Schleiergeschmuck

DRW

schleier·geschmuck

Schleiergeschmuck, m. Zierrat in Form eines Schleiers verpott, ... durch welches ... weybs persohnen ... verwahrnet ..., sich solchen kappen…

schleiergestalt

DWB

schleier·gestalt

schleiergestalt , f. verschleierte, verschwimmende, unklare gestalt: aber als er in jener hand ( des toten freundes ) zwei warzen wieder fan…

schleiergewand

DWB

schleier·gewand

schleiergewand , n. : die meerfrau steigt aus den wellen, und setzt sich zu mir an den strand; die weiszen brüste quellen hervor aus dem sch…

schleiergewebe

DWB

schleier·gewebe

schleiergewebe , n. gewebe, das zu schleiern gebraucht wird Campe : die schwestern ( nonnen, waren ) gleichen wuchses ganz und gar, von näml…

Schleiergras

PfWB

schleier·gras

Schleier-gras n. : = PfWB Schleierkraut , -gras [Pirmas ( Marzell II 749)]. Süd- hess. V 410 and. Bed.

schleierhaft

DWB

schlei·erhaft

schleierhaft , adj. : schleyerhaft, et schleyericht, adj. textilis, linteus, multitia, sindonem, vestem vitream, ac nebulam lineam referens …

Schleierhandel

DRW

schleier·handel

Schleierhandel, m. Handel mit Schleiern [da] verschiedene personen sich durch vorschub etlicher handelsleute zu Nürnberg, die sie mit baumwo…

schleierhaube

DWB

schleier·haube

schleierhaube , f. : die schleyer - haube ist eine von schleyer-tuch oder weiszem schwäbisch ( schleierstoff ) verfertigte trauer-haube, wel…

schleierhülle

DWB

schleier·huelle

schleierhülle , f. : die goldkleinode, die der könig dir .. gesandt, wir haben sie im vorgemach, die schleierhüllen lüftend, aufgestellt. Ge…

Schleierhut

PfWB

schleier·hut

Schleier-hut m. : 'Frauenhut mit Schleier', Schleieʳhietche, Dim. [ LU-Muttstdt ]. —

schleier als Zweitglied (30 von 71)

Ɉudenschleier

Campe

○ Der Ɉudenschleier , des — s , d. Mz . w. d. Ez. der Schleier, mit welchem sich die Jüdinnen in ihrer Schule bedecken; besonders, der Schle…

Bien(en)schleier

PfWB

bienen·schleier

Bien(en)-schleier m. : 'Schleier, der zum Schutz gegen Bienenstiche über den Kopf gezogen wird', Bieneschleieʳ [ BZ-Klingmst ], Bieⁿ- [ ZW-L…

busenschleier

DWB

busen·schleier

busenschleier , m. busentuch: trille, rädchen, lang und fein, trille fein ein fädelein mir zum busenschleier. Bürger 29 b ; was fehlt dem bu…

Dilettantenschleier

GWB

dilettanten·schleier

Dilettantenschleier für die Unkenntnis des Laien Mir nimmt dieß Werk [ Longhis ‘La Calcografia’ ] den Dilettanten-Schleyer auf einmal von de…

goldschleier

DWB

gold·schleier

goldschleier , m. , goldfarbener schleier: die Griechen ..., deren tempel ... das bild der tugend ... mit einem goldschleyer umhüllet S. v. …

hochzeitschleier

DWB

hochzeit·schleier

hochzeitschleier , m. brautschleier: dort würgt ein jüngling seine braut ... mit ihrem eignen hochzeitschleier. Hagedorn 1, 8 .

Hochzeit(s)schleier

PfWB

hochzeits·schleier

Hochzeit(s)-schleier m. : = PfWB Brautschleier , -schleieʳ [mancherorts mittl. VPf]. Volksgl.: Die Ehe wird unglücklich, wenn der H. auf dem…

Imbe(n)schleier

Idiotikon

Imbe(n)schleier Band 9, Spalte 3 Imbe(n)schleier 9,3

klagschleier

DWB

klagschleier , m. schleier zur trauerkleidung gehörig, z. b. in Augsburg einst, s. Birlinger Augsb. wb. 279 b . vgl. DWB klagsturz .

kopfschleier

DWB

kopf·schleier

kopfschleier , m. der gewöhnliche schleier, zum unterschiede von busenschleier. Campe , Kirsch cornucopiae. mhd. houbetrîse.

leichenschleier

DWB

leichen·schleier

leichenschleier , m. trauerschleier, von den weiblichen hinterbliebenen bei einem leichenbegängnis getragen: eine gestalt schlug den leichen…

leidschleier

DWB

leid·schleier

leidschleier , m. trauerschleier, bei begräbnissen von nahen verwandten des verstorbenen getragen: leidschleir velum funebre Frisch 1, 602 .

morgenschleier

DWB

morgen·schleier

morgenschleier , m. nebelschleier zur morgenzeit: wenn von dem morgenschleier nun dein ( sonne ) liebesblick das land enthüllet. Thümmel 2, …

Ableitungen von schleier (1 von 1)

verschleierung

DWB

verschleierung , f. das verstecken unter einem schleier: was für einen grund könnte eine untadelige schönheit haben sich verbergen zu wollen…