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scheim

mhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
5 in 5 Wb.
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5

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

scheim m.

Bd. 14, Sp. 2419
scheim, m. leuchte, licht, glanz, schimmer, eine ableitung zu der wurzel skî 'scheinen, leuchten' mit m-suffix, die besonders den ältern germanischen dialekten eigen und jetzt durch schein verdrängt ist. sie liegt vor in goth. skeima fackel: miþ skeimam jah haizam (μετὰ φανῶν καὶ λαμπάδων). Joh. 18, 3; altn. skími schimmer, daneben ein schwaches fem. skíma in gleicher bedeutung; ags. scîma, alts. skîmo licht, glanz, dazu alts. dagskîmo und ags. ein schwaches verb. scîmian scheinen. ahd. scîmo, splendor, obrizum, fulgor, effulgentia, radius, acies (stellarum), flamma (solis), vibratus (ignium), fax. Graff 6, 511 f.; dazu bligskîmo, vibrans fulguransque lumen und houbetscîmo radius capitis sowie scîman paululum lucere. 512; mhd. schîm, schîme (stark und schwach) strahl, glanz, dazu urschîm und widerschîm. mhd. wb. 2, 2, 137a. Lexer handwb. 2, 742. ähnliche bildungen mit kurzem vocal s. unter schemen; über alts. scimo umbra (Heyne kl. altnd. denkm. 92, 29) vgl. nd. korrespondenzbl. 11, 63. dazu ist wol auch mit rücksicht auf die bedeutung zu stellen westf. schîn, schyn = schîm, schimm 'schatte' Woeste 229a. vgl. auch schimmer und zum ganzen Schm. 2, 419 f.: ten (sol, die sonne) furefûor, sô er begonda chomen, ein rôt skîmo, purpurun gelîcher. Notker 1, 748 Piper (Mart. Cap. 1, 38); eliotropios ist crûone mit plûotfareuuen strimon, die ioh tero sunnun skîmen blûotfareuue, unde tunchele gemachont. 1, 752 (1, 41); der (vater) ist sol (gl. sunna) unde ist der sun sîn splendor (skîmo). ps. 71, 5; unde unseres gotes skîmo sî uber unsih. 89, 17; diû himilisge gotes burg diû ne bedarf des sunnen noh des mânskîmen dâ ze liehtenne. in ire ist der gotes skîmo, der sie aldlûhtet. quelle aus dem 11. jh., s. zeitschrift f. d. alterth. 3, 443; und alse der schîm des sunnin durch daʒ glesîne fenstir in daʒ gadin schînit. Wackernagel d. pred. 3, 19; die selbe tube die ist ubersilbert nitore predicacionis eloquiorum dei, mit deme schime und mit deme clange der gotis worte. Schönbach altd. pred. 1, 137, 16; thes scîmen, thi ih nu zelita,thes sih io worolt frewita. Otfrid 4, 33, 7; unt der sunne verdunchelôte sich, er hete vil nâch sînen schîmen verlorn. Lamprecht Alexander, Vorauer hdschr. 113 (Straszb. hdschr. 137: irn schîn); swer die wârheit lêret ... der lûhtet iemer mêre sam der skîme des sunnen. kaiserchr. 3137 Schröder; der lîm der wart ein slüʒʒel der heiʒen glüete schîme, wan si niht vor dem lîme moht ûʒ gebrechen vürbaʒ mêr. Konrad v. Würzburg troj. krieg 9739; du überflüʒic gnâden scheim. Marien rosenkranz 72 bei Bartsch erlösung s. 272. eigenthümlich ist scheim neben schiem in der bedeutung 'schatten' (vgl. oben und schemen, sowie Weinhold 82b) bei Opitz: der himmel sagte mir; die welt musz weit und breit dem weisen, wie die nacht der morgenröthe weichen, wie kan (lies taw) dem sonneglantz', und schiem der mittagszeit. 1, 421; der schiem ist eytelkeit die unsre seele bindet. ebenda, ebenso hat der einzeldruck 'von der welt eitelkeit' (Breslau 1629) A 2a schiem, dagegen die ausg. von 1646 (1, 370. 371) scheim. sonst ist das wort im nhd. nicht mehr bezeugt. über ein anderes scheim vgl.schaum.
3197 Zeichen · 86 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    scheimstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    scheim stm. schimmer. du überflüʒʒic gnâden scheim (: heim) Erlös. s. 282.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    scheimm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    scheim , m. leuchte, licht, glanz, schimmer, eine ableitung zu der wurzel skî ' scheinen, leuchten ' mit m- suffix, die …

  3. modern
    Dialekt
    Scheim

    Rheinisches Wb.

    Scheim šīm Neuss-Büttgen 1844. Sg. t. m.: Schimmer, Schein.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit scheim

5 Bildungen · 3 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von scheim 2 Komponenten

sch+eim

scheim setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

scheim‑ als Erstglied (3 von 3)

scheim als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von scheim (1 von 1)

verscheimen

Lexer

ver-scheimen swv. abschäumen. das flaisch verschaimen Schm. Fr. 2,418 ( 1500 ).