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ziegel

mhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

ziegel m.

Bd. 31, Sp. 903
ziegel, m. , auch f., kunstbaustein aus thon. form: lat. tegula ging als *tegal, *tigol am Rhein, in den Niederlanden und England ins germ. über: ahd. laterum zigelun, zegelun, zigil gloss. 1, 419, 10 ff., laterem cegalstein 2, 222, 59; later zigel, laterem zigel, zegulun, lateres zigela, laterum zigilo, zigelun Graff 5, 626 f.; mnld. teghel, tichel, techenl, nnld., nfränk. tichel, ae. tigol, tigele (von hier als tigl ins altn.); spätere entlehnung einer rom. grundform *tēgula führte zu ahd. later zeagal Graff 5, 626, laterum ciagolo gloss. 1, 424, 20, ziagolono 282, 59, later ziegal, lateres ziegala Graff 5, 627, laterem ziegelon gloss. 2, 241, 26, ciogil 203, 61, as. lateres tieglan Wadstein 74, 7, woraus mhd., nhd. ziegel, mnd., nnd. têgel, teigel. die modernen maa., soweit sie das wort führen, stehen auf den angegebenen grundlagen: zur ersten gruppe (-ĭ-) gehört das linke Rheinufer vom Unterelsasz an (im süden zichel, zijjel, ziggel, saarl. zīl, lux. zill, eifelisch ziel, ripuar. zejjel, nfränk. tighel, -ch-) und vielleicht theile Hessens, falls hier nicht spätere kürzung gewirkt hat, vgl. dsijəl Hofmann niederhess. wb. 269a; alle übrigen ma.-gebiete weisen formen auf, deren vocalstand altem -ia- entspricht: obd. -ia-, -ie-, ostfrk. und nd. -ei-, -ai- (nd. auch z. th. -ē-) md. -ī-; der guttural tritt im Elsasz und im bergischen lande als -k- auf, thür.-obers. als -ch-, im ostfäl. und anhalt.-brand. schwindet er wie im moselfrk.; s. Frings Germ. rom. 73; Lessiak kons. 143; 267; K. Schwarz intervokal. -g- im fränk. (1914) 117; tī:kəl Hasenclever Wermelskirch. 96; tsē:kəlštēn Bubner berg. land. (1935) 30; M. Heyne hausalt. 1, 84; 89; 212; altd. handw. 78 ff. in der literatur herrscht seit dem mhd. ziegel; das geschlecht ist in anlehnung an heimisches stein von anfang an m., doch an nicht wenigen stellen auch das fem. geblieben, vgl. ae., mnld. (neben m.); ahd. ziegelon (acc. sing.), ziagolono (gen. plur.; s. ob.); ferner f. elsäss. (neben häufigerem m.), pfälz. (seltener m.), siebenb., lux., niederhess., Rhön, wald., nordharz., thür.-mansfeld., preusz. und wohl in mehr bezirken; daher denn auch der plur. -n verständlich wird, wie ihn u. a. Heyden Plin. 75, Lenz, Göthe (43, 30; III 2, 4; IV 36, 107 W.), H. Meyer bild. künste 2, 36, J. Prätorius glückst. 93, Lohenstein (Arm. 1, 108a; 679a), Schweinichen denkw. 54 Ö., Holtei erz. schr. 3, 110, G. Freytag ahn. 5, 84 gebrauchen; als f. in der sing.-form erkenntlich bei Luther ausz der zcigel brot machen 29, 468 W., bei Gotter 3, 149 und Rückert w. 8, 267; Stieler 287 bietet die z., plur. z-n. Lohenstein (s. ob.) schreibt -ü-, auch österr. dialektschriften. bedeutung: den steinbau lernen die Germanen an den bauten derm. legionen im besetzten gebiet kennen; die ausdrücke mauer, kalk, kammer, keller, mörtel u. a. gehen in ihre sprache über, z. vor dem 6. jahrh., wie aus dem verschobenen anfangsconsonanten ersichtlich; im rhein. und südwestl. Deutschland verbreitet sich z. zunächst, während der norden und osten wort und sache noch nicht aufnimmt (nur ein as. beleg!); erst vom 11. jahrh. ab entfaltet sich unter niederländ.-rhein. einflusz der norddeutsche ziegelbau an kirchen und prunkgebäuden; bürgerhäuser werden, auch im süden, noch lange aus lehm aufgeführt: swer pauwen wil, der sol mit z-n oder mit laime pauwen (13.—14. jahrh.) Nürnb. poliz.-ordn. 287, eine bauweise, welche in den dörfern des flachlandes erst um die letzte jahrhundertwende wohl ganz aufgegeben worden ist; ahd. kamara und cheminata, feuersichere und heizbare räume, bilden den ersten aus stein oder z. errichteten haustheil. der geformte und an der luft getrocknete z. (luftz.) wurde anfänglich wohl allgemein und wird noch jetzt im Rheinland, Hessen und Nassau stellenweise in meilerartigen haufen auf dem felde gebrannt (z. backen, feldz-ei); im süden erscheint früh ein fachausdruck für das brennen: cocti lateris gieittes zigales ahd. gloss. 1, 603, 8; lat si selbe samenen stumphe unde halme, ze der ziegeleitte selbe si si leitten Wien. exodus 1009 Kossm., womit vielleicht schon der brand im ofen gemeint ist; dieser aber deutlich: in dem oven sam der ziegel eitet sich unt wirt gerœtet Haupts zeitschr. 8, 287; 66½ m. vor 7 ofen zigils; der ofen behilt jo 38 000 muerzigil und dachzigil (um 1400) Marienb. treszlerb. 11 Joach.; ebda begegnet zuerst der ausdruck z-ofen: 63 m. und 3 fird. vor 16 schog an 4 bornronen zum zigiloven ken Grebin gekouft 253; latericium ein z-offen (1512), tzygeloven (1507 Köln) Diefenbach gl. 320a; tycheloven n. gl. 229a. z. ist im ahd. der backstein für mauerwerk, doch spricht die menge der glossen nicht für die thatsächliche erzeugung und den verbrauch, da sie durch die biblische schilderung des thurmbaus zu Babel und der ägyptischen fron veranlaszt ist; das dach deckten schindeln, auch bei gemauerten gebäuden, daher wird lat. tegula und imbrex durch scindula übersetzt: ahd. gloss. 3, 130, 1; 181, 12, und der Tatianübersetzer musz tegula erklären: thuruh thie thekiziegala santun inan (per tegulas summiserunt illum, Luk. 5, 19) 54, 3; noch im 14. jahrh. begegnet die gleichung tegula schindel voc. opt. 4, 77. zur minderung der feuersgefahr aber erreicht die behörde allmählich den gebrauch der dachz.; erste zeugnisse betonen wohl die neuheit, vgl.: weder prett oder ziegel niemant an der purgk sach: von golde gantz was ir dach Heinrich v. Neustadt Apoll. 13 358 Si.; bist du doch ein fuoler mist, ein obtach, ein ziegel gottes zukunft 2305 Si. 11) schrift- und verkehrssprache der nhd. periode verstehen unter z. in erster linie den dachstein, die maa., soweit angaben vorliegen, so gut wie ausschlieszlich, indem sie den gemauerten backstein mauer- oder z-stein nennen; vgl. die lexikal. buchungen: imbrex Diefenbach gl. 287a; tegula panne vel leye, z. 575b; tegula qua tegitur domus ein zyegel gemma gemm. (1508) B 4b; tegola Hulsius-R. (1616) 430b; imbrices z., tachz. Decimator; tegula Stieler 287; tegola, embrice Kramer teutsch-it. 2, 1449c; Frisch 2, 473c, Adelung2 4, 1702 und Campe 5, 859a geben als engere bedeutung die des dachz-s an; von ma.-wbb. vgl. Martin-L. 2, 894b und H. Fischer 6, 1176. damit ist die sprache zum ursprünglichen begriff zurückgekehrt. lit. belege: e wolt ich als der ziegel mich mytten uff dem dach und lyden ungemach meist. Altswert 152 H.-K.; eins holen z-s Herold Gesners thierb. 37b, die ursprüngliche form andeutend; Grimmelshausen Simplic. 192 ndr.; wenn ich gewust hette, das so viel teufel auf mich gezilet heten, als zigel auf den dechern waren zu Worms, were ich dennoch eyngeritten Luther 15, 214 W., ein oft citierter ausspruch; hat ... ein z. vom tach geworfen C. Hedio chron. germ. 220a; delicia das holtz dasz am ende des tachs die z. helt Alberus nov. dict. gen. m 3b; H. Sachs 21, 184 G.; wie man einander die z. bisz zum tach hinauf reichet Fischart Garg. 98 ndr.; die tAecher fallen, die z. schieszen Schütz hist. rer. pruss. 7, Q 4c; es blieben auch 32 Deutsche tod von zigeln erfallen Hennenberger preusz. landtaf. 22; Jupiter, der sich in einen gldinen regen verwandelt und sich also ohnvermerckt zwischen den zigeln desz dachs in den schosz der Danae hienein getrOepfelt Moscherosch ges. (1650) 2, 330; eine reyhe z-n auf einem dach Kramer teutsch-it. 2, 1450a; von mauerwerk gebaut, mit z-n gedeckt sind die häuser (in der Champagne) Göthe 33, 83 W.; deckte von innen zwei z. des dachs auf 43, 329 W.; klappernd kamen die z. vom dachfirst herunter Fontane I 6, 349; Spielhagen 2, 146; für die entwicklung des gebrauchs vgl. noch: die heuser seyndt kOestlich, allain das ist ein ungestalt, das der merteyl der heuser mit schindeln, wenig mit z-n bedeckt seynd S. Franck chron. Germ. (1538) 307a; auch für dachsteine aus anderem stoff, wie z. b. in der Neumark die dachschieferplatten lēez-n heiszen (zs. f. d. maa. 1909, 142; s. leien th. 6, 682): ein grosz steinern hausz, welches mit marmorsteiner z-n gedeckt war Chr. Reuter Schelm. 123 ndr.; der ... Lamatempel, deren allerheiligster ... mit massivgoldnen z-n gedeckt sein sollte Ritter erdk. 2, 137; häufiger farbig oder glaciert: alle tächer ... mit allerhand farbgeprenten zigeln versetzet Fischart Garg. 440 ndr.; das dach mit bunten, glacierten z-n bedeckt fürst Pückler br. 2, 34; volksrede und sprw. verwenden z. vielfach, so von einem verschuldeten menschen: kein z. auf dem dache gehOert ... ihre theat. d. Deutsch. (1768) 15, 541; Wander 5, 577; von einem unvorhergesehenen unfall: es ist ihm ein z. auf den kopf gefallen ebda; Lehman flor. pol. (1662) 1, 133; es ist noch keinem ein z. vom himmel uff den kopf gefallen Wander; übertr.: es sind lette, denen an dem gespAerr des sensus communis ein sparren mangelt, denen etliche z. im dach ihres hirns zerbrochen sind Moscherosch ges. (1650) 2, 181; ke zijle meh uff um dach han kahlköpfig sein Follmann 558a; volkstümliche redewendungen s. bei H. Fischer 6, 1176; früh begegnet eine wendung, die die vergebliche mühe um das weiszwaschen eines rothen z-s betont: dise sprichwort zeigen hOeflich alle vergebne arbeit an, wie auch lavare corvum, laterem ein z. waschen S. Franck sprw. (1545) 1, 4a; schon im Terenz (1499) 120a; den ungebrannten z. meint: den ziegel und den bœsen man nieman volle waschen kan, sô daz lûter ab in gê Freidank 88, 15; vgl.ungebrannte z. waschen Wander 5, 577; s. auch Heinrich v. d. Türlin im mhd. wb. 3, 874b. 22) mauerstein a) zum bau von häusern und anderen gebäuden oder theilen davon; für die ältere zeit s. ob.; si suln alle z. machen in ainem model und suln ain sinwel eisen haben, damit si si streichen, so si waich sint Nürnb. polizeiordn. 287; later Diefenbach gl. 320a; n. gl. 229a; gl. 255b; wolhAer, lassend uns z. machen 1. Mos. 11, 3 Zürch. bib. (1530); sy (die Ägypter) fuorten ir (der Israeliten) leben zuo der bitterkeyt mit den hertesten wercken des hors und des z-s 2. Mos. 1, 14 ältest. bib. 3, 222; 2.n. 12, 31 ältest. bib. 5, 175; H. Sachs 6, 196; 10, 78 K.; wie Josephus schreiben will, das Adam die verheiszung vom weibes samen in ein steinerne und auf ein tafel von z-n gemacht geschrieben habe Mathesius Sar. (1571) 103a; des jars machet man die roten und die grünen zigel auf die prustwer (Nürnb.) chron. d. st. 10, 211; dise gewelb schlisz man ... mit ... quaderstucken, gezeynt in einander, oder mit z. gemaurt A. Dürer befest. d. stett B 4b; eiserwerck ..., damit er aus demselben blindwerck in der mauren einen z. nach dem andern lOesete Schütz hist. rer. pruss. 6, O 6b; die heuser waren auf das schlechst on z. und mOertel beurisch zuogerüst S. Franck chron. Germ. (1538) 5a; soll man ein haus niederreiszen, um einen ungleichen z. herauszunehmen? Kretschmann s. w. 1, 4; das schlosz ist zum theil aus steinblöcken, zum theil aus gebrannten z-n aufgeführt Holtei erz. schr. 7, 5; ein ... gebäude aus rothen z-n mit spitzem schieferdach Moltke ges. schr. 1, 212; Fontane I 2, 440; lexik.: later z. voc. opt. 16b W.; zigel Alberus y 3a; Widerhold 435b; Stieler 287; Calepinus VII ling.3 1, 518a; Steinbach 2, 1090; Frisch 2, 473c; verbverbindungen: wolauf, laszt uns z. streichen und brennen (aiten ältest. bib.) 1. Mos. 11, 3; in Wermuths z-ofen zusammen 350 450 z. gebrannt acta d. schles. stände 8, 279 P.; lateres ducere z. streichen nomencl. lat.-germ. (1634) 57; Stieler 287; 2197; Kramer teutsch-it. 2, 1449c; mit z-n mauren, pflastern 2, 1450a; in dem gelobten lande, wo man das mannabrodt anstatt der ziegel backt Günther ged. 678; erst z., dann brod backen v. d. Steinen naturv. Zentralbras. 12; b) zum belegen von fuszböden und fluren: wan er (der estrich) enwas von ziegel erziuget niht sô reine, er was von marmelsteine geworht nâch rîchen sachen Konrad v. Würzburg troj.-krieg 17412; das er den bodem (des gemachs) aufgebrochen, welcher mit starcken z-n besatzt D. Wintzenberger warh. geschichte (1583) 68b; tessera tenne von czigel Diefenbach gl. 581a; hub ... einen z. auf und machte ein ... loch durch die diehlen A. Gryphius (1698) 1, 856; anm. gelehrs. 5, 226 Gottsch.; die stube mit z-n ... pflastern J. Riemer polit. maulaffe 157; Schubart s. ged. 1, 68 (cit. th. 5, 568); c) für öfen: (probierofen) Bech Agricolas bergwerkb. 183; öfen, aus vortrefflichen z-n gemauert C. A. Böttiger kl. schr. 2, 286; d) in der gruppe stein und z. u. a. zusammenstellungen kann z. sowohl zu 1 wie zu 2 gehören; vgl.: z. und backenstein seind alle von einem letten, aber etliche legt man aufs dach, etliche auf den boden, mit etlichen baut man das hausz Lehman flor. pol. (1662) 1, 157; zu 1: auch mussen darzu der stat decker haben einen, mit einem karren und pfert, der inen zufurt zigel, sande und zeug Tucher baumeisterb. d. st. Nürnb. 55 L.; zu 2: dasz es an steinen, zieglen und kalck ... nicht ermanglet habe Harsdörfer secret. 2, 168; die dörfer und flecken ... sind zum theil von steinen und z-n sehr dauerhaft erbauet J. G. Forster s. schr. 3, 89; steine und z-n würden (zum neubau des schlosses) fleiszig angefahren Holtei erz. schr. 3, 110; e) besondere verwendung: nimm einen heiszen z., darauf spreng guten starcken wein, empfach den dampf an die verletzte glieder, wann sie wol erwarmet und erschwitzt seynd, truckne sie mit warmen tchern Wirsung artzneyb. (1588) 151c; engem eng zill bei d feisz wiermen lux. wb. 504a; bruchstücke (auch von z. 1) können zum schreiben oder malen dienen: mauern ..., auf die ... der betteljunge mit rotem z. seine fratzen malt R. Huch triumphgasse 7; in der heraldik werden z. ... mitunter die schindeln (schmale ungleichseitige rechtecke) genannt v. Querfurth wb. d. herald. terminol. 177; platten gepreszter theeabfälle: 60—70 z. thee Brehm 1, 533 P.-L.; s. ziegelthee; in der schweiz. soldatensprache: z., z-stein brotconserve H. Bächtold sprache d. Schweiz. sold. 63. 33) thongeschirr, eine sonderbedeutung franz. maa. und der germ. grenzzone: einerseits norm. twil flache kuchenpfanne, Mosel tioule löffel des gieszers (s. Frings Germ. rom. 74), anderseits mnld. teil arden schotel Verwijs-Verd. 8, 180; teyle testa, fictile, vas fictile, in franz. Fland. telle Kilian 667b H.; und im älteren alem.: Keisersberg seelenpar. 11a (cit. th. 3, 1885); wenn zauberei in eim z. verwicklet wer und du den z. umbstieszest emeis 45b; lege das krut in ein zigel und brenne es zuo pulver Petrus de Crescentiis ackerbau 128b; die jungen zweig musz man ... under dem erdtrich oder in einem z. wol bewaren, dasz sie nicht auszschlagen M. Herr feldbau 59b; sämtlich elsässische belege des 16. jahrh.s; schweizerische sind nur in der zss. ziegelscherbe (s. d.) bekannt. 44) zss.: breit-, dach-, falz-, fassaden-, first-, flach-, flersch- (th. 3, 1770), flur-, form-, grat-, hohl-, kehl-, mauer-, pfannen-, platt-, preis- (th. 7, 2099), ortziegel (1368).
14878 Zeichen · 494 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ZIEGELstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    ZIEGEL stm. ziegel. ahd. ziagal, ziegal Graff 5,626. Gr. 2,99. later voc. o. 4,82. sumerl. 11,20. gl. Mone 4, 232. imbre…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ziegel

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Ziegel , des -s, plur. ut nom. sing. 1. Ein jeder aus Lehm, oder Thonerde verfertigter Stein, ein Backstein, daher m…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ziegel

    Goethe-Wörterbuch

    Ziegel [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ziegel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Ziegel , aus Thon angefertigte u. im Feuer gebrannte Steine. Das geeignetste Material hiezu ist eine Mischung von Thon o…

  5. modern
    Dialekt
    Ziegel

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Ziegel [Tsìəkl S. Su. Dü. ; Tsìχl Dollern ; Tsekl M. ; Tsìəjl Co. M. Dü. Rapp. Mark. ; Tsèil Bf. Hilsenh. ; Tsêjl K. ; T…

  6. Sprichwörter
    Ziegel

    Wander (Sprichwörter)

    Ziegel 1. Bricht ein Ziegel, so stösst man einen andern. ( Luzern. ) – Schweiz, II, 243, 57. Niemand ist ganz unersetzli…

  7. Spezial
    Ziegel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Zie|gel m. (-s,-) 1 (Baustein) cadrel (-rí) m. 2 (Dachziegel) plata (de tët) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ziegel

291 Bildungen · 229 Erstglied · 61 Zweitglied · 1 Ableitungen

ziegel‑ als Erstglied (30 von 229)

Ziegelbach

SHW

Ziegel-bach Band 6, Spalte 797-798

Ziegelberg

SHW

Ziegel-berg Band 6, Spalte 797-798

Ziegeldach

SHW

Ziegel-dach Band 6, Spalte 799-800

Ziegelhaus

SHW

Ziegel-haus Band 6, Spalte 799-800

Ziegelhof

SHW

Ziegel-hof Band 6, Spalte 799-800

Ziegelhohl

SHW

Ziegel-hohl Band 6, Spalte 799-800

Ziegelmehl

SHW

Ziegel-mehl Band 6, Spalte 799-800

Ziegelofen

SHW

Ziegel-ofen Band 6, Spalte 799-800

Ziegelpfad

SHW

Ziegel-pfad Band 6, Spalte 799-800

Ziegelrod

SHW

Ziegel-rod Band 6, Spalte 799-800

Ziegelrose

SHW

Ziegel-rose Band 6, Spalte 799-800

Ziegeltor

SHW

Ziegel-tor Band 6, Spalte 799-800

Ziegelwald

SHW

Ziegel-wald Band 6, Spalte 799-800

ziegel als Zweitglied (30 von 61)

Armēziegel

Idiotikon

Armēziegel Band 17, Spalte 452 Armēziegel 17,452

brīsziegel

KöblerMhd

brī·s·ziegel

brīsziegel , st. M. nhd. Ziegel der den Zusammenschluss von je zwei Holzziegeln überdeckt Q.: Tuch (1464-1475) E.: s. brīsen (1), ziegel W.:…

dachziegel

DWB

dach·ziegel

dachziegel , m. dünne gebrannte steine zum dachdecken. Stieler 287 . nun gieng er so langsam als wäre er darzu gedinget, dasz er die fenster…

falzziegel

DWB

falz·ziegel

falzziegel , m. oder f. dachziegel, die sich faltet, übereinanderlegt, vgl. biberschwanz .

Firstenziegel

Adelung

firste·n·ziegel

Der Firstenziegel , des -s, plur. ut nom. sing. runde Ziegel, die Firsten der Häuser damit zu decken; Hohlziegel, Firstziegel, Forstziegel.

Flamm(eⁿ)ziegel

Idiotikon

Flamm(eⁿ)ziegel Band 17, Spalte 454 Flamm(eⁿ)ziegel 17,454

Fīrābeⁿdziegel

Idiotikon

Fīrābeⁿdziegel Band 17, Spalte 452 Fīrābeⁿdziegel 17,452

gehrenziegel

DWB

gehren·ziegel

gehrenziegel , m. schräger ziegel, wie sie auf thürmen und walbendächern gebraucht werden. Adelung, gehren wol also von der gehrung am dache…

Halbziegel

Campe

halb·ziegel

Der Halbziegel , des — s , d. Mz . w. d. Ez. ein Ziegel, der nur halb so breit als gewöhnlich ist.

havenziegel

MWB

haven·ziegel

havenziegel stM. ‘Dachziegel aus Ton’ [kein] hus da wirt bedaht / wan von roten hafen ziegeln SHort 6797 MWB 2 1224,37; Bearbeiterin: Herber…

hohlziegel

DWB

hohl·ziegel

hohlziegel , m. imbrex, tegula concava Frisch 1, 462 b : incurvus later hol ziegel Alberus y 3 a ; die fenster waren von papier, und der stu…

Ableitungen von ziegel (1 von 1)

geziegel

DWB

geziegel , n. , collectiv zu ziegel ( tegula ): gleich wie ein ziegel, so er nicht beizeiten mit eim andern unterschossen wird, das andere g…