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Hopfen

mhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Hopfen

Bd. 2, Sp. 774
Hopfen 1. Der Hopfen hat die Maische durchdrungen. (Lit.) Auch der Sanftmüthigste kann zuletzt zornig werden. 2. Es ist ein schlechter Hopfen, den man durch Wermuth bittern muss. (Moskau.) 3. Groben Hopfen sackt man in grosse Ballen, edel Gewürz in kleine Säcklein. – Winckler, II, 56. 4. Hopfen sind hupauf, hupab. – Eiselein, 321. Um den sehr veränderlichen Preis derselben anzudeuten. 5. Hopfen veredelt das Bier aber nicht den Wein. – Altmann VI, 398. 6. Hopfen, Wind' und Wein wollen stets gegängelt sein. Böhm.: Dobře chmeli, když se tyčky drží. (Čelakovsky, 292.) Poln.: Dobrze chmielowi, gdy się tyki trzyma. (Čelakovsky, 292.) 7. Hopffen ohn melthau vnd betler ohn leuse sind selten zu finden. – Henisch, 346, 20; Petri, II, 384. 8. Ohne Hopfen kein Bier. Holl.: Zonder hop kan men geen bier brouwen. (Harrebomée, I, 333.) 9. Viel Hopfen, viel Roggen (im nächsten Jahr). – Körte, 2955; Simrock, 4935; Orakel, 1105. Man will bemerkt haben, dass nach reicher Hopfenernte jedesmal ein strenger Winter und ein reiches Kornjahr gekommen sei. 10. An den is hoppen un molt verloren. – Dähnert, 194. 11. Bei dam is Huppe und Malz verturben. (Schles.) – Frommann, III, 581; Gomolcke, 287. 12. Dar is Hoppen un Molt bî verlaren. (Rastede.) – Firmenich, III, 283, 83; Eichwald, 811; hochdeutsch bei Simrock, 4936. 13. Es ist jhm Hopff vnd Maltz verdorben. – Eyering, II, 540; Körte, 2954. »Dass sein gemeiniglich Leute an den hopffen und Maltz und alle gutthat verloren ist.« (Coler, 220a.) 14. Es ist Hopfen und Malz daran (oder: an ihm) verloren. – Sailer, 300; Eiselein, 321; Braun, I, 1474; Mayer, II, 78; Frischbier2, 1653; für Franken: Frommann, VI, 316, 181. Alles. Trifft aber nicht immer ein. So sagte der General Igelström oft von seinem Pflegling Seume, wenn er sich vergeblich bemühte, den Stoischen etwas zu glätten. – »Verloren ist Hopfen und Malz, die Butter ist weg, Gott geb' uns Salz.« In einer Dichtung aus der Zeit des Dreissigjährigen Kriegs. (Opel, 344.) – »Wer einen Zigel weiss will wäschen, das leere Stroh im Tenne dreschen, dem Wind das Wehen will verbieten vnd einer vnkeuschen Frawen hüten, ein fliessend Wasser wil verstopffen deshalb verleusst beid Maltz vnd Hopffen.« (Waldis, II, 88, 35.) – »Ist einer ohn scheu ein Bruder Lüderlich, der in der Schmauserey allein nur hält den Strich, so spricht man: an ihm ist so Hopp als Schmaltz vertorben.« (Keller, 133a.) Frz.: A laver la tête d'un More, on y perd la lessive. – Voilà chasse morte. Lat.: Et operam et retia perdere. (Eiselein, 321.) – Oleum et operam perdidi. (Plautus.) (Binder I, 1271; II, 2363; Coler, 688a; Oec. rur., 624; Philippi, II, 64; Froberg, 503.) – Periit sus et talentum et nuptiae. (Philippi, II, 92.) 15. Hopff vnd maltz ist alles verloren. – Tappius, 243b. Lat.: Periit sus, talentum et nuptiae. (Erasm., 397; Tappius, 243b; Binder II, 2554.) [Zusätze und Ergänzungen] 16. Hopfen und Malz, Gott erhalt's.
2958 Zeichen · 88 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    hopfenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    hopfen swv. s. hupfen.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Hopfen

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Hopfen , verb. reg. act. Das Bier hopfen, ihm Hopfen geben, es mit Hopfen kochen.

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Hopfen

    Goethe-Wörterbuch

    Hopfen a zu den Maulbeergewächsen gehörige Kräuterpflanze, ‘Humulus lupulus’; insbes in Hinblick auf Anbau u Krankheitsb…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hopfen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Hopfen ( Humulus lupulus), bekanntes Rankengewächs, zur Familie der Urticeen gehörig, diöcisch, wird vornehmlich in Böhm…

  5. modern
    Dialekt
    Hopfen

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Hopfe n , Hupf(e n ) [Hùpfə Roppenzw. Steinbr. Ruf. ; Hòpfə, Hòpf, Hopf K. Z. Han. ; Hùpf f. Betschd. , m. Bischw. ; Hop…

  6. Sprichwörter
    Hopfen

    Wander (Sprichwörter)

    Hopfen 1. Der Hopfen hat die Maische durchdrungen. ( Lit. ) Auch der Sanftmüthigste kann zuletzt zornig werden. 2. Es is…

  7. Spezial
    Hopfen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Hop|fen (Humulus lupulus) m. (-s,-) ‹bot› (Echter Hopfen) umulus m. , lupulus m.

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1-Hop 2-Hop
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Anchor 9 Kompositum 41 Sackgasse 12

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hopfen

209 Bildungen · 190 Erstglied · 18 Zweitglied · 1 Ableitungen

hopfen‑ als Erstglied (30 von 190)

Hopfenfeld

SHW

Hopfen-feld Band 3, Spalte 699-700

Hopfenloch

SHW

Hopfen-loch Band 3, Spalte 699-700

Hopfensack

SHW

Hopfen-sack Band 3, Spalte 699-700

Hopfenacker

Campe

hopfen·acker

Der Hopfenacker , des — s, Mz. die — äcker . 1) Acker oder Land, welcher zum Hopfenbau tauglich ist, der Hopfenboden ; ohne Mehrzahl. 2) Ein…

hopfenanlage

DWB

hopfen·anlage

hopfenanlage , f. : hopfenanlagen nach neuestem system an drahtseilen. der arbeiterfreund 1868 s. 141.

hopfenarbeit

DWB

hopfen·arbeit

hopfenarbeit , f. : in denen vom corbeyischen abte Adalard im jahre 822 ertheilten statuten werden die mütter des stifts von der hopfenarbei…

hopfenart

DWB

hopfen·art

hopfenart , f. : unter den böhmischen hopfenarten ist besonders der vorzüglich und berühmt, der im Saazer kreise gebaut wird. Schedel waaren…

hopfenbau

DWB

hopfen·bau

hopfenbau , m. lupuli cultura. Stieler 103 : pfleget eures hopfenbaus ferner unverdrossen. Fürnstein bei Göthe 45, 242 .

hopfenbaum

DWB

hopfen·baum

hopfenbaum , m. carpinus ostrya, die italiänische hagebuche. Nemnich 2, 897 .

hopfenberc

KöblerMhd

hopfen·berc

hopfenberc , st. M. nhd. Hopfenberg Hw.: vgl. mnd. hoppenberch Q.: DRW (1351) E.: s. hopfe, berc (1) W.: nhd. Hopfenberg, M., Hopfenberg, ab…

hopfenberg

DWB

hopfen·berg

hopfenberg , m. ein abhängig gelegener hopfengarten. öcon. lex. (1731) 1076; hopfberg Mainzer hof 40.

hopfenbitter

DWB

hopfen·bitter

hopfenbitter , adj. bitter wie von hopfen: das bier ist hopfenbitter. auch als subst. n.: das bitter dieses bieres ist kein hopfenbitter.

hopfen als Zweitglied (18 von 18)

Augústhopfen

Adelung

august·hopfen

Der Augústhopfen , vulg. Augsthopfen, des -s, plur. car. eine Art Gartenhopfen, welcher bereits im August reif wird; früher Hopfen.

Êrdhopfen

Adelung

erd·hopfen

Der Êrdhopfen , des -s, plur. inus. ein Nahme, welcher von einigen der Johannispflanze, Hypericum, L. gegeben wird, weil sie dem Hopfen glei…

Frühhopfen

Adelung

frueh·hopfen

Der Frühhopfen , des -s, plur. inus. eine Art des Gartenhopfens, welcher früher als der gewöhnliche, und bereits im August reif wird; daher …

gartenhopfen

DWB

garten·hopfen

gartenhopfen , m. zahmer oder feldhopfen, im unterschied vom wilden. Nemnich 3, 183 , öcon. lex. 1071 fg.

grashopfen

DWB

gras·hopfen

grashopfen , m. , vgl. rasenhopfen : diesen hopfen, weil er nicht gehackt, nennet man rasen- oder grasehopffen (16. jh. ) haushaltung in vor…

hackhopfen

DWB

hack·hopfen

hackhopfen , m. hopfen der im jahre zweimal behackt und einmal gedüngt wird, im gegensatz des gras- und rasenhopfens. Jacobsson techn. wb. 2…

heckenhopfen

DWB

hecken·hopfen

heckenhopfen , m. wilder, in dornhecken und gebüsch wachsender hopfen. öcon. lex. (1731) 982; heckhopfen humulus. Nemnich.

Pachthopfen

DRW

pacht·hopfen

Pachthopfen, m. Hopfen als Pachtabgabe vgl. Pachtfrucht weil bishero wegen des pachthopfens einige irrung gewesen, als soll selbiger von nun…

rasenhopfen

DWB

rasen·hopfen

rasenhopfen , m. eine wilde art von hopfen, der in grasgärten an zäunen ohne weitere wartung wächst. öcon. lex. 1980.

schopfen

DWB

schopfen , verb. stopfen, s. schoppen .

Spathopfen

Adelung

spat·hopfen

Der Spathopfen , oder Späthopfen, des -s, plur. inusit. eine Art des Hopfens, welcher spät, und erst um Michaelis reif wird, zum Unterschied…

staudenhopfen

DWB

stauden·hopfen

staudenhopfen , m. wilder hopfen, ' vermuthlich, weil er in den hecken und dem gesträuche wächset, und sich an die stauden anranket; heckenh…

verschopfen

Lexer

ver·schopfen

ver-schopfen , ver-schoppen swv. BMZ verstopfen. verschoppen, obstruere Dfg. 390 c , n. gl. 268 b . opilare ib. 272 a . Mgb. Diem. arzb. Pra…

weidenhopfen

DWB

weiden·hopfen

weidenhopfen , m. die wilde form von humulus lupulus, weil sie sich an die weiden als ein weinreben anhänget Chomel öcon. lex. 5, 589 . zuer…

Ableitungen von hopfen (1 von 1)

behopfen

DWB

behopfen , humulo lupulo instruere: das bier behopfen; das bier ist wol behopft. figürlich, ist er doch aller geschossen, in seinem kopf all…