lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Hopfen

mhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
21 in 15 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
Verweise rein
46
Verweise raus
16

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Hopfen

Bd. 9, Sp. 543
Hopfen, Hans, Dichter und Novellist, geb. 3. Jan. 1835 in München, gest. 19. Nov. 1904 in Großlichterfelde, studierte in München und trat mit dem Dichterkreis, den König Maximilian II. dort um sich versammelt hatte, in mannigfach fördernde Berührung. Er debütierte in dem von E. Geibel (1862) herausgegebenen »Münchener Dichterbuch« mit einer Reihe ansprechender Lieder und Balladen, siedelte 1865 als Generalsekretär der Deutschen Schiller-Stiftung nach Wien über, wo er sich verheiratete, und ließ sich 1866 dauernd in Berlin nieder. Von ihm erschienen: »Peregretta«, Roman (Berl. 1864); »Der Pinsel Mings«, eine sehr ergötzliche chinesische Geschichte in Versen (Stuttg. 1868); »Verdorben zu Pacis«, Roman (das. 1868, 2 Bde.; 2. Aufl., das. 1892); »A. ge Sitten«, Roman (das 1869, 2 Bde.); »Der graue Freund«, Roman (Stuttg. 1874, 4 Bde.); »Juschu. Tagebuch eines Schauspielers« (das. 1875) und der Roman »Verfehlte Liebe« (das. 1876, 2 Bde.); ferner: »Bayrische Dorfgeschichten« (das. 1878); »Der alte Praktikant« (das. 1878; 3. Aufl., Berl. 1891), sein Meisterwerk; »Die Heirat des Herrn von Waldenberg« (Stuttg. 1879, 3 Bde.); »Die Geschich'en des Majors« (Berl. 1880, 3. Aufl. 1882); »Neue Geschichten des Majors« (das. 1890); »Kleine Leute«, Novellen (das. 1880); »Mein Onkel Don Juan«, Erzählung (das. 1881, 2 Bde.); »Die Einsame«, Novelle (Dresd. 1882); »Tiroler Geschichten«, Bd. 1: »Brennende Liebe« (das. 1884), Bd. 2: »Zum Guten« (das. 1885, 3. Aufl. 1890); »Das Allheilmittel« (das. 1885); »Der letzte Hieb« (Leipz. 1886, 4. Aufl. 1903); »Ein wunderlicher Heiliger«, Novelle (das. 1886); »Robert Leichtfuß«, Roman (Stuttg. 1890, 2 Bde.); »Der Stellvertreter« (Berl. 1891); die Romane: »Glänzendes Elend« (das. 1893, 3 Bde.); »Der Väter zweie« (Stuttg. 1899); »Die ganze Hand« (das. 1900) und »Gotthard Lingens Fahrt nach dem Glück« (Berl. 1902); die Novellen: »Im Schlaf geschenkt« (das. 1895); »Die Siegerin« (Stuttg. 1896); »Hotel Köpf und Übereilte Werbung« (Leipz. 1896); »Die Engelmacherin« (Stuttg. 1898); »Zehn oder elf?« (das. 1901) u. a. Außerdem war H. mit allerdings bescheidenern Erfolgen auch als Dramatiker tätig: 1869 schrieb er das Schauspiel »Aschenbrödel«, 1870: »In der Mark«, beide vereinigt im »Theater« (Berl. 1889); sein »Neues Theater« (das. 1892–93) enthält Bd. 1: »Die Göttin der Vernunft«, Trauerspiel; Bd. 2: »Helga«, Schauspiel; Bd. 3: »Hexensang«, Lustspiel; »Es hat so sollen sein« und »Der König von Thule«. Hopfens beste Werke verraten eine wahrhaft dichterische Kraft, die das klar und farbenreich geschaute Bild mit reichem Gemütsinhalt durchdringt. Einzelne seiner Erzählungen und einzelne Dramenakte sind von hinreißender Wirkung; ausgezeichnet ist H. als Sitten maler, wobei er oft einen knorrigen Humor offenbart. Auch als Lyriker hat H. in den »Gedichten« (4. Aufl., Berl. 1883) Treffliches geleistet. Eine Anzahl seiner kritischen und ästhetischen Essays sammelte H. in den »Streitfragen und Erinnerungen« (Stuttg. 1876). Ein wertvolles Stück Selbstbiographie Hopfens enthält das Sammelwerk »Die Geschichte des Erstlingswerkes«, herausgegeben von Franzos (Leipz. 1894).
3127 Zeichen · 86 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    hopfenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    hopfen swv. s. hupfen.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Hopfen

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Hopfen , verb. reg. act. Das Bier hopfen, ihm Hopfen geben, es mit Hopfen kochen.

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Hopfen

    Goethe-Wörterbuch

    Hopfen a zu den Maulbeergewächsen gehörige Kräuterpflanze, ‘Humulus lupulus’; insbes in Hinblick auf Anbau u Krankheitsb…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hopfen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Hopfen ( Humulus lupulus), bekanntes Rankengewächs, zur Familie der Urticeen gehörig, diöcisch, wird vornehmlich in Böhm…

  5. modern
    Dialekt
    Hopfen

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Hopfe n , Hupf(e n ) [Hùpfə Roppenzw. Steinbr. Ruf. ; Hòpfə, Hòpf, Hopf K. Z. Han. ; Hùpf f. Betschd. , m. Bischw. ; Hop…

  6. Sprichwörter
    Hopfen

    Wander (Sprichwörter)

    Hopfen 1. Der Hopfen hat die Maische durchdrungen. ( Lit. ) Auch der Sanftmüthigste kann zuletzt zornig werden. 2. Es is…

  7. Spezial
    Hopfen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Hop|fen (Humulus lupulus) m. (-s,-) ‹bot› (Echter Hopfen) umulus m. , lupulus m.

Verweisungsnetz

62 Knoten, 54 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 9 Kompositum 41 Sackgasse 12

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hopfen

209 Bildungen · 190 Erstglied · 18 Zweitglied · 1 Ableitungen

hopfen‑ als Erstglied (30 von 190)

Hopfenfeld

SHW

Hopfen-feld Band 3, Spalte 699-700

Hopfenloch

SHW

Hopfen-loch Band 3, Spalte 699-700

Hopfensack

SHW

Hopfen-sack Band 3, Spalte 699-700

Hopfenacker

Campe

hopfen·acker

Der Hopfenacker , des — s, Mz. die — äcker . 1) Acker oder Land, welcher zum Hopfenbau tauglich ist, der Hopfenboden ; ohne Mehrzahl. 2) Ein…

hopfenanlage

DWB

hopfen·anlage

hopfenanlage , f. : hopfenanlagen nach neuestem system an drahtseilen. der arbeiterfreund 1868 s. 141.

hopfenarbeit

DWB

hopfen·arbeit

hopfenarbeit , f. : in denen vom corbeyischen abte Adalard im jahre 822 ertheilten statuten werden die mütter des stifts von der hopfenarbei…

hopfenart

DWB

hopfen·art

hopfenart , f. : unter den böhmischen hopfenarten ist besonders der vorzüglich und berühmt, der im Saazer kreise gebaut wird. Schedel waaren…

hopfenbau

DWB

hopfen·bau

hopfenbau , m. lupuli cultura. Stieler 103 : pfleget eures hopfenbaus ferner unverdrossen. Fürnstein bei Göthe 45, 242 .

hopfenbaum

DWB

hopfen·baum

hopfenbaum , m. carpinus ostrya, die italiänische hagebuche. Nemnich 2, 897 .

hopfenberc

KöblerMhd

hopfen·berc

hopfenberc , st. M. nhd. Hopfenberg Hw.: vgl. mnd. hoppenberch Q.: DRW (1351) E.: s. hopfe, berc (1) W.: nhd. Hopfenberg, M., Hopfenberg, ab…

hopfenberg

DWB

hopfen·berg

hopfenberg , m. ein abhängig gelegener hopfengarten. öcon. lex. (1731) 1076; hopfberg Mainzer hof 40.

hopfenbitter

DWB

hopfen·bitter

hopfenbitter , adj. bitter wie von hopfen: das bier ist hopfenbitter. auch als subst. n.: das bitter dieses bieres ist kein hopfenbitter.

hopfen als Zweitglied (18 von 18)

Augústhopfen

Adelung

august·hopfen

Der Augústhopfen , vulg. Augsthopfen, des -s, plur. car. eine Art Gartenhopfen, welcher bereits im August reif wird; früher Hopfen.

Êrdhopfen

Adelung

erd·hopfen

Der Êrdhopfen , des -s, plur. inus. ein Nahme, welcher von einigen der Johannispflanze, Hypericum, L. gegeben wird, weil sie dem Hopfen glei…

Frühhopfen

Adelung

frueh·hopfen

Der Frühhopfen , des -s, plur. inus. eine Art des Gartenhopfens, welcher früher als der gewöhnliche, und bereits im August reif wird; daher …

gartenhopfen

DWB

garten·hopfen

gartenhopfen , m. zahmer oder feldhopfen, im unterschied vom wilden. Nemnich 3, 183 , öcon. lex. 1071 fg.

grashopfen

DWB

gras·hopfen

grashopfen , m. , vgl. rasenhopfen : diesen hopfen, weil er nicht gehackt, nennet man rasen- oder grasehopffen (16. jh. ) haushaltung in vor…

hackhopfen

DWB

hack·hopfen

hackhopfen , m. hopfen der im jahre zweimal behackt und einmal gedüngt wird, im gegensatz des gras- und rasenhopfens. Jacobsson techn. wb. 2…

heckenhopfen

DWB

hecken·hopfen

heckenhopfen , m. wilder, in dornhecken und gebüsch wachsender hopfen. öcon. lex. (1731) 982; heckhopfen humulus. Nemnich.

Pachthopfen

DRW

pacht·hopfen

Pachthopfen, m. Hopfen als Pachtabgabe vgl. Pachtfrucht weil bishero wegen des pachthopfens einige irrung gewesen, als soll selbiger von nun…

rasenhopfen

DWB

rasen·hopfen

rasenhopfen , m. eine wilde art von hopfen, der in grasgärten an zäunen ohne weitere wartung wächst. öcon. lex. 1980.

schopfen

DWB

schopfen , verb. stopfen, s. schoppen .

Spathopfen

Adelung

spat·hopfen

Der Spathopfen , oder Späthopfen, des -s, plur. inusit. eine Art des Hopfens, welcher spät, und erst um Michaelis reif wird, zum Unterschied…

staudenhopfen

DWB

stauden·hopfen

staudenhopfen , m. wilder hopfen, ' vermuthlich, weil er in den hecken und dem gesträuche wächset, und sich an die stauden anranket; heckenh…

verschopfen

Lexer

ver·schopfen

ver-schopfen , ver-schoppen swv. BMZ verstopfen. verschoppen, obstruere Dfg. 390 c , n. gl. 268 b . opilare ib. 272 a . Mgb. Diem. arzb. Pra…

weidenhopfen

DWB

weiden·hopfen

weidenhopfen , m. die wilde form von humulus lupulus, weil sie sich an die weiden als ein weinreben anhänget Chomel öcon. lex. 5, 589 . zuer…

Ableitungen von hopfen (1 von 1)

behopfen

DWB

behopfen , humulo lupulo instruere: das bier behopfen; das bier ist wol behopft. figürlich, ist er doch aller geschossen, in seinem kopf all…