Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
zupfen
zupfen
zupfen Vb. ‘mit den Fingerspitzen rupfen, reißen’ (15. Jh.). Die alte Bedeutung ‘Flachs, Hanf raufen’ und die obd. weithin verbreitete Form zopfen (vgl. Hopfen zopfen) lassen eine Ableitung von Zopf (s. d.) im Sinne von ‘Haarbüschel’ als wahrscheinlich erscheinen. Zupfgeige f. öst. für ‘Laute’ und ‘Gitarre’ (Ende 19. Jh.), von der Wandervogelbewegung aufgenommen und verbreitet (neben häufigerem 2Klampfe, s. d.). Zupfgeigenhansel m. Liederbuch des Wandervogels (1909), kurz Der Zupf.