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zupfen

mhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
12 in 11 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

zupfen schw.

Bd. 6, Sp. 1686
zupfen schw.: 1.a. '(ruckartig) ziehen, rupfen', zoppe (dsobə) [verbr., Müller Dietschw 74 Lambert Penns 184 Krämer Gal 249]; Zs.: ab-, aus-, ver-, heraus-, herum-, herzupfen; Hopfenzupfen; Hoppe z. 'Hopfendolden abzupfen' [NW-Haßl]. Er hot mich an de Hoor gezoppt [LU-Alsh]. Dut robbe un zobbe, / Do löst sich de Stobbe [Kühn Kumödi 118]. SprW.: Jerer soll sich an seiner Nas z. 'Jeder soll seine eigenen Fehler bedenken anstatt sich über die der Anderen aufzuregen' [KU-Schmittw/O, Fogel Prov. Penns Nr. 1328]. VR.: Hoppe z., / Steel draⁿ losse. / Wer nit will, kann's bleiwe losse [BZ-Dierb, Wilde 108 Var. Kamm 123]. — b. 'empor-, mitreißen'. Beim Lansiee, Fransä, Buchelklopper, / Wen zobbt's do nett? [Kühn Palz 56]. Do roppt's mich hin, / do zoppt's mich her [Münch Werke II 217]. Einen VR. (Rätsel vom Flachs) s. Graf 1. — 2.a. 'einen pulsierenden, klopfenden, stechenden, reißenden Schmerz verursachen' [mancherorts]. Der Zohn zoppt [Gal-Dornf]. Es roppt un zoppt, in den Gliedern [FR-Bockh]. Dess is e Backezoh der zoppt, / un der werd jetzt erausgeroppt [Damm Nawwel 26]. — b. 'mißhandelt, verhauen werden' [RO-Ebbg Hallgt, Thielen 125]; Syn. s. verhauen. Gleich zoppschsche se 'Gleich bekommst du eine Ohrfeige' [RO-Hallgt]. Der dut se z. 'Der bezieht Prügel' [RO-Ebbg]. — 3.a. 'Geld sammeln', pfälz. Musikantenspr. [Schneider 77, 79]; vgl. Zupfer 2 b; viel Blech (10-Cent-Stücke) z. [Schneider 77]. — b. 'einen trinken' [KU-Sand KL-Mackb]; Syn. s. trinken 1 a. — Rhein. IX 875 zuppen, 827 zoppen; Lothr. 560 zoppen; Els. II 912.
1574 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    zupfenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    zupfen swv. ich sach in unter der râthaustur ein andre zupfen und an lachen Fasn. 543,12.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zupfen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Zupfen , verb. regul. act. 1. Mit den zusammen gedrückten zwey vordern Fingern in kurzen Absätzen ziehen. Jemanden bey d…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    zupfen

    Goethe-Wörterbuch

    zupfen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    Zupfen

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Zupfe n [Tsùpfə Olti. Roppenzw. Bisch. Hf. ] m. 1. Zopf Olti. Roppenzw. 2. Fetzen Bisch. 3. ( verderbt aus Zipfel 4, vgl…

  5. Sprichwörter
    Zupfen

    Wander (Sprichwörter)

    Zupfen 1. Zopf di an deiner Noasen. ( Franken. ) – Frommann, VI, 327, 437. 2. Zupfe dich an deiner Nase, so findest du F…

  6. Spezial
    zupfen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    zup|fen vb.tr. 1 trá (tira, trat) 2 ‹mus› zupfené (-nëia). ▬ jdn. an den Haaren zupfen trá ti ciavëis valgügn; ciufé val…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zupfen

11 Bildungen · 1 Erstglied · 5 Zweitglied · 5 Ableitungen

zupfen‑ als Erstglied (1 von 1)

zupfenbube

DWB

zupfen·bube

zupfenbube , m. , vgl. zupfer 1: wurstreuter, zupfenbuben. demnach sich etliche von adel des unhöfflichen umreitens auff verlöbnisse, hochze…

zupfen als Zweitglied (5 von 5)

abzupfen

DWB

abzupfen , devellere: fäden, haare abzupfen; blätter von den ästen abzupfen; damit wirs fein fadenweis hernach wieder abzupfen. Fr. Müller 3…

anzupfen

DWB

anzupfen , vellere, anzupfen beim rock, beim ohr, haar; erlöse mich von dem unbillichen anzupfen und ziehen der menschen. Keisersb. chr. bil…

auszupfen

DWB

aus·zupfen

auszupfen , evellere, ausrupfen: hetten mein zotten ausgezupft. H. Sachs I, 495 d ; ich wil im sein schwingfedern auszupfen. III. 3, 78 b ; …

kernzupfen

DWB

kern·zupfen

kernzupfen , n. weidmännisch, eine feierlichkeit wo nach der jagd den hunden der kern ( s. das zweite kern) zur fütterung vorgezupft wird. A…

Zerzupfen

Adelung

zer·zupfen

Zerzupfen , verb. regul. act. durch Zupfen in seine Theile auflösen. Seidene Läppchen zerzupfen.

Ableitungen von zupfen (5 von 5)

bezupfen

DWB

bezupfen , carpere, vellere: den bart bezupfen.

entzupfen

DWB

entzupfen , vellere, evellere, loszupfen, bei Maaler 107 b entzupfen, die zöpf aufthuon, crines resolvere, verschieden von entzopfen.

Verzupfen

Campe

Verzupfen , v. trs . 1) Zum Zupfen gebrauchen, verbrauchen, als Stoff. Seidene Flöckchen zu Zupfseide verzupfen . Zum Gebrauch für die Wundä…

Zerzupfen

Adelung

Zerzupfen , verb. regul. act. durch Zupfen in seine Theile auflösen. Seidene Läppchen zerzupfen.

zupfené

LDWB1

zupfené [zup·fe·nę́] vb.tr. (zupfenëia) 1 ‹mus› (p.ej. chitara) zupfen, anreißen 2 (trá fora) zupfen, ausreißen, auszupfen, lockern und ause…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „zupfen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/zupfen/pfwb
MLA
Cotta, Marcel. „zupfen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/zupfen/pfwb. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „zupfen". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/zupfen/pfwb.
BibTeX
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