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Zupfen

mhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
12 in 11 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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32
Verweise raus
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Zupfen v., trs

Bd. 5, Sp. 911a
Zupfen, v. trs. mit dem Daumen und Zeigefinger fassend, wiederholt und in kurzen Absätzen ziehen. Einen beim Äermel, bei den Haaren, beim Barte zupfen. Einen am Mantel zupfen. Х Zupfe dich selbst bei der Nase, sagt man für, verweise dir selbst erst deine eigenen Fehler, ehe du Andern ihre Fehler verweisen willst. Uneigentlich ist, einem zupfen, ihn beunruhigen, necken, plagen. Der Eine zupft ihn hier, der Andere dort. 2) Durch Zupfen in einen gewissen Zustand versetzen, wie auch, durch Zupfen bearbeiten. Fleckchen Leinwand, Seide zupfen, die Fäden derselben aus einander ziehen. Daher Gezupftes, solche aus einander gezogene kurze Fäden, deren man sich von der Leinwand bedient, Wunden damit offen zu erhalten, kleine Bäusche zum Behuf des Verbindens davon zu machen (Charpie); das Zupfsel, im N. D. die Weiche. Die Wolle zupfen, bei den Wollarbeitern, sie mit den Fingern aus einander ziehen, um sie zu reinigen und zu sorten. Die Borsten zupfen, bei den Bürstenmachern, die Borsten von gleicher Länge aus einem Bündel Borsten ziehen. Rosen zupfen, die Blätter derselben abzupfen. Bei den Zinngießern ist zupfen uneigentlich, durch Abdrehen das Unebene von Schüsseln, Tellern  abnehmen. D. Zupfen. D. — ung.
1228 Zeichen · 21 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    zupfenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    zupfen swv. ich sach in unter der râthaustur ein andre zupfen und an lachen Fasn. 543,12.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zupfen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Zupfen , verb. regul. act. 1. Mit den zusammen gedrückten zwey vordern Fingern in kurzen Absätzen ziehen. Jemanden bey d…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    zupfen

    Goethe-Wörterbuch

    zupfen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    Zupfen

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Zupfe n [Tsùpfə Olti. Roppenzw. Bisch. Hf. ] m. 1. Zopf Olti. Roppenzw. 2. Fetzen Bisch. 3. ( verderbt aus Zipfel 4, vgl…

  5. Sprichwörter
    Zupfen

    Wander (Sprichwörter)

    Zupfen 1. Zopf di an deiner Noasen. ( Franken. ) – Frommann, VI, 327, 437. 2. Zupfe dich an deiner Nase, so findest du F…

  6. Spezial
    zupfen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    zup|fen vb.tr. 1 trá (tira, trat) 2 ‹mus› zupfené (-nëia). ▬ jdn. an den Haaren zupfen trá ti ciavëis valgügn; ciufé val…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zupfen

11 Bildungen · 1 Erstglied · 5 Zweitglied · 5 Ableitungen

zupfen‑ als Erstglied (1 von 1)

zupfenbube

DWB

zupfen·bube

zupfenbube , m. , vgl. zupfer 1: wurstreuter, zupfenbuben. demnach sich etliche von adel des unhöfflichen umreitens auff verlöbnisse, hochze…

zupfen als Zweitglied (5 von 5)

abzupfen

DWB

abzupfen , devellere: fäden, haare abzupfen; blätter von den ästen abzupfen; damit wirs fein fadenweis hernach wieder abzupfen. Fr. Müller 3…

anzupfen

DWB

anzupfen , vellere, anzupfen beim rock, beim ohr, haar; erlöse mich von dem unbillichen anzupfen und ziehen der menschen. Keisersb. chr. bil…

auszupfen

DWB

aus·zupfen

auszupfen , evellere, ausrupfen: hetten mein zotten ausgezupft. H. Sachs I, 495 d ; ich wil im sein schwingfedern auszupfen. III. 3, 78 b ; …

kernzupfen

DWB

kern·zupfen

kernzupfen , n. weidmännisch, eine feierlichkeit wo nach der jagd den hunden der kern ( s. das zweite kern) zur fütterung vorgezupft wird. A…

Zerzupfen

Adelung

zer·zupfen

Zerzupfen , verb. regul. act. durch Zupfen in seine Theile auflösen. Seidene Läppchen zerzupfen.

Ableitungen von zupfen (5 von 5)

bezupfen

DWB

bezupfen , carpere, vellere: den bart bezupfen.

entzupfen

DWB

entzupfen , vellere, evellere, loszupfen, bei Maaler 107 b entzupfen, die zöpf aufthuon, crines resolvere, verschieden von entzopfen.

Verzupfen

Campe

Verzupfen , v. trs . 1) Zum Zupfen gebrauchen, verbrauchen, als Stoff. Seidene Flöckchen zu Zupfseide verzupfen . Zum Gebrauch für die Wundä…

Zerzupfen

Adelung

Zerzupfen , verb. regul. act. durch Zupfen in seine Theile auflösen. Seidene Läppchen zerzupfen.

zupfené

LDWB1

zupfené [zup·fe·nę́] vb.tr. (zupfenëia) 1 ‹mus› (p.ej. chitara) zupfen, anreißen 2 (trá fora) zupfen, ausreißen, auszupfen, lockern und ause…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „zupfen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/zupfen/campe
MLA
Cotta, Marcel. „zupfen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/zupfen/campe. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „zupfen". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/zupfen/campe.
BibTeX
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