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glast

mhd. bis Dial. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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19 in 17 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

glast m.

Bd. 7, Sp. 7696
glast, m. , 'glanz, schein, schimmer'. st-erweiterung zur wurzel idg. hel- (hlē-, hlō-, hlə-) 'schimmern, glänzen', s. Walde-Pokorny 1, 626 und oben glas; vgl. ir. glass 'grün, grau, blau', cymr. glas 'blau', bret. glaz 'grün' (< *glasto-), dazu gall.-lat. glastum 'waid', vgl. Persson beitr. 792, 877. ablautend mhd. glost(e), glosten Lexer 1, 1039; mit nasal glanst, glanster. glast ist seit dem frühmhd. (Heinrich v. Melk priesterl. 78 Heinzel) bezeugt, s. mhd. wb. 1, 546a, Lexer 1, 1029 (ein schwer deutbares mnd. glast s. bei Schiller-Lübben 2, 117b). im wesentlichen ein obd. wort, im 17. und 18. jh. daher stark zurücktretend; z. t. als schweizerdeutsch empfunden, z. b. bei A. Buchner dtsche poeterei (1665) 43, oder als veraltet wie bei Heynatz antibarb. (1796) 2, 61; glast behauptet sich aber wieder seit dem 19. jh. als ausdruck gehobener sprache, besonders bei süddt. und westdt. autoren.zum mundartl. leben s. rhein. wb. 2, 1256, Martin-Lienhart elsäss. 1, 262, Staub-Tobler schweiz. 2, 650, Fischer schwäb. 3, 672, Schmeller-Fr. 1, 977 und die übrigen bair.-österr. wbb.; auch Kehrein Nassau 1, 165. die mhd. nebenform gelast, z. b. Göttweiger Trojanerkr. 652 K., begegnet noch um 1500 bei Geiler v. Keisersberg granatapfel (1510) c 5a, d. ew. wisheit betbüchlin (1518) 22b. 11) glast als 'leuchtkraft, helligkeit, schein, glanz' auch 'lichtstrahl'; das schwergewicht dieses gebrauchs liegt im mhd. und älteren nhd. 1@aa) leuchtenden körpern von natur als eigenschaft anhaftend; besonders von himmelskörpern, dem tag als tageslicht, auch lichtschein an sich und künstlicher beleuchtung (vgl.glanz A); vgl. radius glast (15. jh., md.) Diefenbach gl. 483a: der himil umbevart, der sternen louf, der sunnen glast Rudolf v. Ems weltchron. 12024; des tages liehtes im gebrast, diu sunne hete irn glast geneiget und dar uf gelan daz sie wolte in golt gan väterbuch 8244 R.; man sicht noch vil der sterne glast liederbuch d. Hätzlerin 2 H.; verwundert dich der erden last oder der liechten sunnen glast? Hans Sachs w. 1, 23 K.; denn er (der mond) hat solem nur in begehren, dasz er mit sole scheinet und nicht mit seinem eigenen glast Jac. Böhme s. w. 4, 144 Schiebler. lichtschein: in dem sihet ... Maximilian den glast, sihet zuoruck, da steht der narr mit dem liecht ob dem pulvervasz Seb. Franck chron. Germ. (1538) 268a; wie ein seiler bey dem glast desz feuwers einen mönch sahe ausz seiner kammer gehen buch d. liebe (1587) 285a; (der augenkranke hat) gar kein glast von dem tag oder liecht nicht leiden können ... und wann ein glast oder tagschein inen under augen nur ein wenig berührte, wurde sein schmertzen ... geschärpfft Tabernämontanus kräuterbuch (1588) 565. gern in der paarung glanz und glast, vgl. unter glanz E 1 b und unter glast 2 und 3; bei den augen (vgl.glanz C 2) 'augenlicht', vgl. flagrantia oculorum augenglast Frisius dict. (1556) 568a: isenkrutwasser ist guot für alle nebelecht und schwerenden ougen und die böse gesicht habent, die sterckt es und bringt den schin und glast wider H. Braunschweig kunst zu distillieren (1500) 62a; noch mundartlich, in glast 4 übergehend, 'schimmer von augenlicht': ər hat noΧ grāt də glat 'er sieht noch ein wenig' Scholl [] Ottweiler 108; vom schimmern des menschlichen leibes (vgl.glanz C 1), z. b.: ir reinen lîbes glast Elisabeth 2861 R.; vgl. noch: von stück zu stück alle glieder ires leibes mit schneeweiszem glast durchscheynendt buch d. liebe (1587) 113a. 1@bb) bildlich und abstrakt gefaszt in religiöser sprache und im bereich geistiger werte (vgl.glanz A 4 und D): daz in der êren glaste sîn name sol erschînen Konrad v. Würzburg Alexius 14; glory ist ein glast, in welichem glast erscheinet und gesehen wirt die tugenden und guten werk eines menschen Geiler v. Keisersberg seelenparadies (1510) 12a; o herr, durch deines liechtes glast zu dem glauben versamlet hast das volck ausz aller welt zungen M. Luther bei Wackernagel kirchenlied 3, 14; o was seligen tag, an wellichem der warhait glast wider scheinen wirt d. verzucket Pasquinius (1543) f 6; als 'ruhm' (vgl.glanz D 3 c): doch mehr noch musz er (der besucher Venedigs) sich den meisterstücken der frühern kunst, die nie ein spott belaste, euch musz er sich und eurem alten glaste, Pisani, Vendramin, Ca Doro, bücken Platen w. 1, 651 R. auch abschätzig, zumal in jüngerer sprache, als 'äuszerliches gleiszen, inhaltloser schein, truglicht' (vgl.glanz D 4): viel spiegelns und glasts, aber wenig hertzens Friedrich Wilhelms sprichwörterreg. (1577) h h 1a; gott ist dasz wahre licht, du hast sonst nichts als glast, im falle du nicht ihn, dasz licht der lichter hast Angelus Silesius cherub. wandersmann 41 ndr.; vgl. noch, zu 3 a gehörig: du aber, Edmund, hättest dich im glast der eiteln erdenschätze gern gespiegelt Uhland ged. 1, 364 H.-Schm. 22) als 'widerschein' (vgl.glanz B), von blanken, glatten, glitzernden dingen zurückgeworfenes licht: von sînem helme gienc ein glast, der vermeldete ir den gast Gottfried v. Straszburg Tristan 9379 Bechst.; ... manec edel stein, der glast dâ wider ein ander schein Wirnt v. Gravenberg Wigalois 7377; glatte ... metall, und was schlecht und glat ist oder sein glantz und glasst hat Mathesius Sarepta (1571) 187a; sie (die throne) hatten einen glast, der etwas regenbogenähnliches zeigte Jung-Stilling s. schr. (1835) 2, 300; sie (die krone) blitzt und scheint und strahlt in frischem glast Paul Ernst kaiserbuch 3, 2, 191. in übertragung als 'abbild, scheinbild', auch 'maske': zuo disen megden wolte dô Thêtis Achillen füeren ... daz ir sun dar würde brâht in einer megde glaste ..., in einer megde bilde dar Konrad v. Würzburg trojan. krieg 13957 K.; als 'abglanz' eines anderen wesens: (die jungfrau der weisheit) stehet vor der gottheit als ein glast oder spiegel der gottheit, da sich die gottheit inne siehet Jac. Böhme s. w. 6, 156 Schiebler; vgl.: gleicher gestalt, als wenn ein mensch von einem spiegel tritt und weichet, so weichet auch der glast und das bild im spiegel Dannhauer catechismusmilch (1657) 4, 368. in abstraktem gebrauch als 'begriffsbild, geistige vorstellung': species ein bild oder ein glast im verstande ... denn wie bald ich etwas nennen höre, so lauffet mir desselben namen und gestalt, form oder bildnisse (das heiszt species) in das gemüte und bringet mir einen glast, den ich in meinen sinne betrachte und beschaue W. Bütner dialectica deutsch (1576) b 6b. 33) reicheres leben in neuerer hochsprache gewinnt die fortführung des gebrauchs von glast 1 und 2 als einer besonders starken oder durch hitze eindrücklichen lichtwirkung. [] 3@aa) gesteigert als 'blendender schein oder glanz' entwickelt sich glast bereits in älterer sprache aus der mhd. sachanwendung auf besonders hell leuchtende gegenstände, vgl. z. b. auf dieser linie: sîn (des wapenrockes) glast die blicke niht vermeit, ein bœsez oug sich dran versneit Wolfram v. Eschenbach Parz. 71, 15; der snnenleich undergank ist, so deu sunne nahent ainem stern oder ainem himelzaichen, also daz ez niht gesehen wirt vor der sunnen schein und von irem glast Konrad v. Megenberg dtsche sphaera 26, 35 M.; am deutlichsten intensiviert in frühnhd. glossaren bei anwendung auf den blitz, vgl. fulgur wetterglast oder schlag (v. j. 1495) bei Diefenbach gl. 250c; ähnlich: bis dan ir gerechtigkeit wie der glast (splendor) herfür bricht und ir heil wie ein fackel brünnt Züricher bibel (1530) 346a; des (engels) schein möcht er (Muhammed) nit erliden, sundern wurd von seinem glast zu der erden geschlagen Seb. Münster cosmogr. (1550) 1125; vgl. auch: 'durchglästen ist viel mehr als durchscheinen, gleichsam mit einem blitzenden glanz oder glast durchleuchten' Schottel haubtspr. (1663) 627; dieser gebrauch wird in die neuere dichtersprache hineingetragen, wohl unter dialektischem einflusz: denk, o herr! wenn du getrunken, sprüht um dich des feuers glast! Göthe 6, 218 W.; gleich einem blitz erlischt mit jähem glaste ... das heilge pflichtgefühl, das ernst entsagen Anzengruber ges. w. 5, 268; die sonne wehte drauf als goldne fahne, mich blendete der zauberische glast Rückert ges. ged. (1834) 2, 297; zieh ein (morgenluft) und füll den ganzen raum mit deinem glanz und glast Karl Jung in: dtsche dichtung 11 (1892) 90 Franzos; seine blanke sichel blitzet weit dahin wie eitel glast M. Greif ged.5 109; die sonne rafft sich auf zu grimmem kampf, sie wühlt und saugt und schmilzt des eises glast bei Arent mod. dichterchar. (1885) 173; die anwendung gerade auf eis hat eine mundartl. grundlage, weil glast dort im besonderen als blendender schimmer, vor allem von eis und schnee, erhalten ist, vgl. Staub-Tobler schweiz. 2, 650, Fischer schwäb. 3, 672, Lexer kärnt. 115, Schöpf tirol. 193. 3@bb) in der bedeutung 'sonnenheiszes flimmern', die die vorstellung des blendens zugleich mit enthält; sie entwickelt sich aus der betonung des sonnenglastes als heiszen strahlens, vgl. vor heizen sunnenglesten minnesinger 3, 224 v. d. Hagen: zu gegen der heizen glaste (der sonne) sliefen sie so vaste väterbuch 11451 R.; der erst das war der doctor Eck: der schaffet so vil als ein butterweck, der do an der sonnen leit, und ir glast sich darauf geit bei Schade satiren u. pasqu. 2, 193. es wird zum geläufigsten modernen gebrauch: ein ton ... klang über wogenden feldern im glaste der sonne und traf wie ein kühles fächeln die stirne des schnitters Aug. Sperl burschen heraus (1914) 3; vgl. auch: die stunden im sonnenglast und über der flimmernden öde vergehen diesmal im fluge G. Plüschow segelfahrt ins wunderland 185; schon sprangen ... anmutig schwanke palmen hinein und fächerten feierlich hernieder aus dem glast (der wüstenhitze) E. König Thedel v. Wallmoden 53; das breite maschenwerk der front, das rechts und links im glaste der mittagshitze sich den blicken entzog E. Jünger wäldchen 125 (1928) 67. 44) nur dem nhd. eigen ist die vorstellung von glast als einem schwach leuchtenden, rötlich glühenden oder glimmenden lichtschein; sie hat gewisse vorläufer in dem gebrauch von glast 1 a bei feuer, untergehender sonne oder entferntem licht, kann aber auch einen alten bedeutungszweig darstellen, vgl. glaster, glanster, glander 'funke' und glost 'glut', sowie glosen 'glühen' und glästen: der mensch ist ein glast, ein fünklein oder schein, von gott entzündt (v. j. 1642) bei Staub-Tobler 2, 650; ersahe ich nicht weit von mir ein wenig glasts von feur, dem ich mich näherte Moscherosch gesichte (1650) 2, 575; im betonten gegensatz [] zu strahlender helle: da ist kein schein des feuers, sondern nur ein glast, wie ihr dessen ein exempel an einem glühenden steine habt, der hat die quaal des feuers, und von dem scheine hat er nichts als nur einen glast Jak. Böhme s. w. 6, 21 Schiebler; am ofen bei des kiengeflackers glast M. A. Niendorf Hegler mühle (1861) 25; wohl hör ich die stimmen, die laden zur rast, wann die lichter erglimmen in traulichem glast F. Dahn ged. (auswahl 1908) 99. vor allem in der anwendung auf das abend- und morgenrot: die sonne wirft den letzten glast durchs bunte fenster der kapelle und senkt mit feuerfarbner helle hinter den bäumen sich zur rast G. Kinkel ged. 2 (1868) 355; über die kahlen schroffen ... senkte sich dort oben der goldene glast (der morgensonne) über die mächtigen schutthalden Ganghofer dopp. wahrheit (1893) 86; senkt langsam flammend sich von ast zu ast ins schwere gelb des abends goldner glast Stefan George d. siebente ring (1909) 130. als blaszschimmernder glanz, vgl. glast è meno che glanz ... un lustro pallido è non radiante Kramer t.-ital. 1 (1700) 527a: dort und da stiegs wie ein grauer glast empor aus dem weiszen band, das waren die staubwolken, denn das band war die reichsstrasze Rosegger schr. (1895) I 3, 67; poetisch im bilde (vgl.glanz D 2): das adelshaus mit seiner breiten rampe: wie schön will mir sein grauer glast erscheinen R. M. Rilke ges. w. (1927) 1, 13. 55) von glast 2 'glänzender schimmer' ausgehend im alem. als 'glasur', s. Staub-Tobler schweiz. 2, 650, Fischer schwäb. 3, 672; vgl. auch: die sakristei mit glastblatten (glasierten ziegeln) besetzen (v. j. 1502) bei Staub-Tobler a. a. o.; vgl. gläste, glästen 2, glästen, adj., und glastung.
12358 Zeichen · 256 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    GLASTstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +7 Parallelbelege

    GLAST ( Gr. 1,669. 2,199 ) stm. glanz. vgl. glas und glat. — des wâpenrockes glast die blicke niht vermeit: ein bœseʒ ou…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    glastM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    glast , M. nhd. Glanz Hw.: s. glans (1); vgl. mhd. glast (1) E.: s. mhd. glast, st. M., st. F., Glanz, Schein, blendende…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    glastm.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    glast , m. , ' glanz, schein, schimmer '. st- erweiterung zur wurzel idg. hel- (hlē-, hlō-, hlə-) ' schimmern, glänz…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Glast

    Goethe-Wörterbuch

    Glast dichterisch für Glanz, Schein; im Bild der vom Wein entfachten inneren Glut [ Saki: ] Denk’, o Herr! wenn du getru…

  5. modern
    Dialekt
    Glast

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Glast [Klàt Hf. Dehli. ] m. Schimmer, nur gebräuchlich in den Ausdrücken: [ər hèt nòχ ə pesl Klàt oder ər hèt khèn Klà…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit glast

67 Bildungen · 32 Erstglied · 27 Zweitglied · 8 Ableitungen

glast‑ als Erstglied (30 von 32)

Glastäfelchen

GWB

glastafel·chen

Glastäfelchen als Hilfsmittel für chromat Versuche; auch ‘entoptisches, trübes G.’ bitte um die G., durch deren Zusammendrücken man die schö…

glastafel

DWB

glast·afel

glastafel , f. : stosz zu pulver und legs auff eine glasztafel Paracelsus chir. bücher u. schr. (1618) 775 H.; will man durch eine glaszsche…

Glastafeleⁿ

Idiotikon

Glastafeleⁿ Band 12, Spalte 519 Glastafeleⁿ 12,519

Glastal

PfWB

glas·tal

Glas-tal n. : ' Tal bei einer ehemaligen Glashütte ', als FlN im Osten von Pirmas, im Süden von PS-Lembg, bei KL-Frankst. Das östlich von KL…

Glastblatteⁿ

Idiotikon

Glastblatteⁿ Band 5, Spalte 198 Glastblatteⁿ 5,198

Glasteil

GWB

glas·teil

Glasteil -th- Einzelteil eines zusammengesetzten Glasgemäldes GWB B48,101,18 Quandt 31.1.31 [ Zit s v Glasscheibe a ] Eva Beck E.B.

Glasteller

GWB

glast·eller

Glasteller als Hilfsmittel zur Veranschaulichung best, durch Schwingungen entstehender Strukturen (‘Chladnische Klangfiguren’) Wasser, auf f…

glasten

DWB

glas·ten

glasten , vb. , ' leuchten, schimmern ' ; spätmhd. mit glesten, glästen in wettbewerb tretend und daraus durch formenangleich an das prät. g…

glaster

DWB

glas·ter

glaster , gläster , m. , spätmhd. bezeugte ableitung von glast. 1 1) ' glanz, schimmer, funke ': reht als der sunnen glester versmelzt ein s…

glasteⁿ

Idiotikon

glasteⁿ Band 2, Spalte 650 glasteⁿ 2,650

Glasthür

Adelung

glast·huer

Die Glasthür , plur. die -en, eine aus Glasscheiben ganz oder zum Theil zusammen gesetzte Thür.

glastig

DWB

glas·tig

glastig , glästig , adj. , ' leuchtend, glänzend, blitzend ', zu glast; die mhd. form glestig ( s. mhd. wb. 1, 547 a , Lexer 1, 1032 ) reich…

Glastonbury

Meyers

Glastonbury (spr. glästn'börĭ), 1) Stadt ( municipal borough ) in Somersetshire (England), 10 km südlich von Wells, hat eine Kirche zu St. J…

glastopf

DWB

glas·topf

glastopf , m. , schmelztiegel zur glasbereitung (glas A 1): wie musz mans anfangen ..., wenn man einen deamant nachkünstlen will? ... man so…

glasträger

DWB

glast·raeger

glasträger , m. , hausierender glashändler, zu glas B: schatzgräbern, krätzbereytern, buttenkrämern, glaszträgern, goldsandfägern Fischart p…

glasträne

DWB

glas·traene

glasträne , f. , in wasser abgekühlter tropfen der flüssigen glasmasse mit langer spitze, vgl. Muspratt chemie (1891) 3, 1396 : einen lauten…

Glastränen

Meyers

glas·traenen

Glastränen ( Batavische Tropfen ), in eine lange Spitze auslaufende Glastropfen, die man durch Eintropfen von geschmolzenem Glas in kaltes W…

glastrari

AWB

glastrari Gl 1,367,32 s. galstarâri.

glastregan

AWB

glast·regan

glastregan st. m. — Graff II,441. clast-regan: nom. sg. Gl 1,183,29 ( R ). 4,244,28 ( clm 19 410, 9. Jh. ). Gewitterregen, Platzregen: clast…

Glastrog

Adelung

glas·trog

Der Glastrog , des -es, plur. die -tröge, in den Blaufarbenwerken, ein großer Trog, in welchem das glühende Glas gelöschet wird.

glastropfen

DWB

glast·ropfen

glastropfen , m. , mineral, s. DWB glaserz , DWB glas C 1: hölen ..., darin rothgülden ertz oder glastropffen brechen, die aus einander getr…

Glastür

GWB

glas·tuer

Glastür -th-, einmal -ß- [ Nichte, ihre Vision beschreibend: ] sie [ die Fstin ] geht nach der G-e, sie will hinaus GWB 17,203,7 GrCoph III …

glastüre

DWB

glas·tuere

glastüre , f. , türe mit glasscheiben, nach glas B 1 a: ( silberschränke ) seynd öffters mit glaszthüren versehen Amaranthes frauenz.-lex. (…

glastum

GWB

glas·tum

glastum Großschr lat: Waid; im Exzerpt aus JKunckel von Löwenstjerns ‘Ars vitraria experimentalis od Vollkommene Glasmacher-Kunst’ 1) GWB N1…

glast als Zweitglied (27 von 27)

anglast

DWB

ang·last

anglast , m. älterer ausdruck für anglanz: der mon gibt den angenommenen widerschein wie ein feurspiegel der erden, und denselbigen anglast …

berglast

DWB

berg·last

berglast , f. onus instar montis incumbens: die berglast des lebens. vgl. DWB bergeslast .

beyglast

KöblerAn

bey·glast

beyglast , sw. V. nhd. sich beugen E.: germ. *baugilōn, sw. V., beugen; s. idg. *bʰeug- (3), *bʰeugʰ-, V., biegen, Pokorny 152 L.: Vr 34b

dyrglast

KöblerAn

dyrglast , sw. V. nhd. verborgen gehalten werden L.: Vr 90b

erglast

KöblerMhd

erglast , (Part. Prät.=)Adj. Hw.: s. erglesten W.: nhd. DW2- L.: Hennig (erglesten), LexerHW 1, 631 (erglaste)

feuerglast

DWB

feuer·glast

feuerglast , m. was feuerglanz: er fiel vom boden durch ein loch hinab, aus welchem ihm feuerglast entgegen kam. Hebel schatzk. 166 .

gebirglast

DWB

gebirg·last

gebirglast , f. last wie von gehäuften bergen: dein haupt ( Friedrichs d. groszen ) nickt unter deiner thaten gebürglast. Schubart ged. (178…

himelglast

KöblerMhd

himel·glast

himelglast , st. M. nhd. Glanz des Himmels Q.: Frl, MarHimmelf (1258/1269) E.: s. himel, glast (1) W.: nhd. DW- L.: MWB 2, 1494 (himelglast)

hitzeglast

KöblerMhd

hitze·glast

hitzeglast , st. M. nhd. heißer Sommerstrahl Q.: RvEBarl (1225-1230) E.: s. hitze, glast (1) W.: nhd. DW- L.: MWB 2, 1606 (hitzeglast)

meienglast

KöblerMhd

meien·glast

meienglast , st. M. nhd. Maienglanz, Maiblick, Maiglanz Q.: Parz (1200-1210) E.: s. meie, glast W.: nhd. DW- L.: Lexer 136b (maienglast), He…

sonnenglast

DWB

sonnen·glast

sonnenglast , m. , dasselbe wie sonnenglanz, mhd. sunnenglast Lexer handwb. 2, 1316 . nachtr. 372; nhd. selten und poetisch: ( er ) rühmte i…

sunderglast

Lexer

sunder·glast

sunder-glast stm. BMZ besonderer, ausgezeichneter glanz Wwh. 14,9. j.Tit. 380.

sunnenglast

Lexer

sunnen·glast

sunnen-glast stm. BMZ sonnenglanz Barl. Msh. (2,396 a ). Altsw. 104,9. Hb. M. 731.

traglast

DWB

trag·last

traglast , f. zuerst bezeugt in nicht näher bestimmter bedeutung: gerula dragelast Diefenbach 261 b ; dann erst im 19. jh. 1) concret, die l…

unglast

DWB

ung·last

unglast , m. , gth. von glast: wie wir ettwan haben für das liecht den unglast Keisersberg bilgersch. B b 2 a . veraltet. —

widerglast

DWB

wider·glast

widerglast , m. : das gold, stein, berlin vnd jre geschmeid den lüften widerglast gaben Hartlieb buch Ovidij v. d. liebe (1482) 33 b ; die s…

zuglast

DWB

zug·last

zuglast , f. : vier zentner zuglast auf das pferd v . Alten 2, 218 .

überglast

KöblerMhd

überglast , st. M. nhd. „Überglanz“, übermäßiger alles übertreffender Glanz, höchster Glanz Hw.: s. überglas, übergleste; vgl. mnl. overglas…

ǫrglast

KöblerAn

ǫrglast , sw. V. nhd. aufstehen, sich heben Hw.: s. ǫrðga L.: Vr 688a

Ableitungen von glast (8 von 8)

beglasten

DWB

beglasten , splendore perfundere, was beglänzen: du hast den thron viel mehr als dich der thron beglast. von Birken OL. 330 .

erglast

KöblerMhd

erglast , (Part. Prät.=)Adj. Hw.: s. erglesten W.: nhd. DW2- L.: Hennig (erglesten), LexerHW 1, 631 (erglaste)

erglaste

Lexer

er-glaste prät. s. erglesten.

erglasten

DWB

erglasten , renidere, lucere, die mhd. form lautet erglesten und erst im praet. rückumlautend erglaste ( wb. 1, 547 a ), nhd. hat sich das a…

glaste

BMZ

glaste swv. glänze. ich sich des tages glasten (: rasten) Hätzl. 1,2, 28. gewöhnlicher

unglast

DWB

unglast , m. , gth. von glast: wie wir ettwan haben für das liecht den unglast Keisersberg bilgersch. B b 2 a . veraltet. —

verglasten

DWB

verglasten , verb. glänzend machen, zu glast: er ( der falsche prophet ) verglaszt es mit einer schönen gleichnüsz, zu dem sich der krieger …

verglastung

DWB

verglastung , f. überziehen mit glänzender masse ( ist wol dem heutigen glasierung gleich ): auf dem Ütliberg bei Zürich findet man eine fuc…