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glastig

nhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
3 in 3 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

glastig adj.

Bd. 7, Sp. 7701
glastig, glästig, adj., 'leuchtend, glänzend, blitzend', zu glast; die mhd. form glestig (s. mhd. wb. 1, 547a, Lexer 1, 1032) reicht im alem. ins frühnhd. hinein, mundartlich bis zur gegenwart, s. Staub-Tobler 2, 652, vgl. glestig Geiler v. Keisersberg postill (1522) 4, 35a. glastig setzt um dieselbe zeit ein, vgl. Hans Sachs 15, 268 K.-G., J. v. Watt dtsche schr. bei Staub-Tobler a. a. o.; glasticht Stieler stammb. (1691) 661. das wort bezeichnet ein starkes, helles leuchten (vgl.glast 1): er hat in (den tempel) auf einen glestigen leuchter gesetzet ..., das er allenthalben leuchtet Joh. v. Neumarkt Hieronymus 4 Ben.; du bist mein glestig morgenstern liederb. d. Hätzlerin 148; das der lyb also glestig ist worden als die sonn Geiler v. Keisersberg postill (1522) 2, 29a; ein wolk bleibt sie des tags geheur und des nachtes das glastig feur Hans Sachs 18, 306 K.-G.; schimmernd, glänzend bei gegenständen (vgl.glast 2): der weisz glestig flachs, der da ganz fein, glatt und zart ist Geiler v. Keisersberg granatapfel (1511) l 3a; alsdann ... werden dieselben silberfrüchte ... eines gediegener, schöner, glastiger und gläntziger als das andere B. Valentinus chim. schr. (1677) 2, 196; glastichtes geschirr vasa splendentia Stieler stammb. (1691) 661. in der modernen wiederbelebung (vgl.glast und glasten) an glast 3 angelehnt; 'hell blitzend': weisz man noch nicht, dasz ... unsere wehrleute die engel im himmel sind mit glastigen schwertern und demantschilden? G. Keller ges. w. (1889) 6, 347; vgl. mundartl. 'glänzend, strahlend, mit eis überzogen, eisig kalt' Staub-Tobler 2, 651, zum 'eisglanz' vgl. auch glast 3 a ende; entsprechend glast 3 b: wie der alte, graugekleidete mann ... langsam durch die zitternde, glastige luft des gartens wandelte E. Strausz Hans u. Grete (1919) 220; glast 4 nahe steht glastig 'dämmerig, vom morgen' rhein. wb. 2, 1257.
1918 Zeichen · 65 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    glastigadj.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    glastig , glästig , adj. , ' leuchtend, glänzend, blitzend ', zu glast; die mhd. form glestig ( s. mhd. wb. 1, 547 a , L…

  2. modern
    Dialekt
    glastig

    Schweizerisches Idiotikon · +1 Parallelbeleg

    glastig Band 2, Spalte 651 glastig 2,651

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit glastig

3 Bildungen · 0 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von glastig

glast + -ig

glastig leitet sich vom Lemma glast ab mit Suffix -ig.

Zerlegung von glastig 2 Komponenten

glas+tig

glastig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

glastig als Zweitglied (3 von 3)

feuerglastig

DWB

feuer·glastig

feuerglastig , fulgidus, sag mir, wo find ich dich hernach? 'schlag mit eim stahel an eim stein, so findst du mich darin allein mit meinen f…

hochglastig

DWB

hoch·glastig

hochglastig , adj. und adv. mit heller flamme: ein sehr grausamer donnerstral zundt an, die schiff hochglastig brunnen. H. Sachs 5, 281 d .

rotglastig

DWB

rot·glastig

rotglastig , adj. in roter farbe glänzend ( s. glast): als Sagunth die mechtig stadt verbrann mit rotglastigem fewr. H. Sachs 4, 2, 88 d .