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keusch

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

keusch adj.

Bd. 11, Sp. 651
keusch, adj. castus, purus. ahd. chûsci, adv. chûsco, mhd. kiusche, ags. cûsc, alts. cûsco adv., altfries. kûsk, kûs, nd. küsk, nl. kuisch, kuis; entlehnt schwed. kysk, n. kydsk. Bemerkenswert ist eine ältere oberd. form künsch, schon in mhd. zeit, z. b. alem. chiunsch Wackern. pred. 27, 8. 34, 16 (Weinhold al. gr. s. 170), und noch im 16. jh. z. b. bei Frisius 196b, Maaler 255b, die auszer keüsch ihre heimatliche form künsch mit ansetzen, wie es Tschudi u. a. brauchen; älter schwäb. könsch Schmid 311: und ouch dein mutter reine, Maria die künsche magd. Wolffs hist. volksl. 466; die künsche fürbitterin. 467. dasselbe n tritt in denselben mundarten in betonter silbe, urspr. nur nach langen vocalen und besonders vor s, sz, sch, auch sonst ein, z. b. meinst, meinster, Prünszen (anz. 8, 497) Preuszen, linse leise (Neidh. 55, 29 in B), wünst wüst (anz. 6, 229), verwünsten verwüsten (Dief. 176b), faunst faust (Zarnckes Cato s. 149), fünsz füsze (Platter 122), riunstern räuspern Eckhart 301, 13 (riustern mhd. wb. 3, 748a) u. s. w.; diesz n ist nur ein mundartlicher auswuchs, nasal gesprochen und mehr vocalischer natur, vgl. Schmellers mundarten B. § 554. Weinhold a. a. o. 11) Die nhd. bedeutung ist rein in geschlechtlicher beziehung, unberührt von (unerlaubten) geschlechtlichen lüsten, leiblich und sittlich. von den ältern bedeutungen s. 5. 1@aa) früher auch blosz leiblich, von eunuchen: der keusch, dem do ausgeschnitten sein sein gezeugen und sein manschaft. der gee nit in die kirchen gots. deutsche bibel von 1483, Nürnb. Koburger, 94a (5 Mos. 23, 1, Luther kein zestoszener noch verschnittener); do befalch (übergab) der künig etlich jüngling aus inen einem keuschen, das er sie solt leren nach dem sitten der Calder (Chaldäer). Keisersberg seelenpar. 44b. im voc. theut. 1482 keuschgeporner burgio, castratus, celebatus q 4a. 1@bb) unbewuszt rein, an leib und gemüt: ein keuscher jüngling, der die geschlechtslust noch nicht kennt; keusch wie ein kind; eine keusche jungfrau, deren seele noch nie von unreinem verlangen getrübt ward; Esopus gieng hinin und fand da sitzen schön rein keusch und wolgestalt knaben. Steinhöwel (1555) 4; die holde farbe keuscher jugend deckt dein verschämtes angesicht (bei der liebeserklärung). Haller (1777) 116. 1@cc) enthaltsam, der versuchung widerstehend: keusch leben, keusch sein, venere abstinere; als einer der da nit alwegen keusch wil sein, der setzt im doch für ein tag keusch zuo sein, darnach gelopt er es aber acht tag, darnach ein monat. Keisersberg s. d. m. 80b. ein keuscher Joseph, die keusche Diana. in gott endt sie ir leben fein und bleib ein jungfraw keusch und rein. Uhlands volksl. 281, beide adj. werden gern so verbunden, keusch bedeutet ursprünglich rein: damit sie lebten keusch und rein. Rollenhagen froschm. J 2b; ich nenne mich zwar keusch und rein. Göthe 1, 190. halt dich selber keusch. 1 Tim. 5, 22; machet keusch ewre seelen. 1 Petr. 1, 22: wenn sie ansehen ewren keuschen wandel. [] 3, 2; machet ewr herzen keusch. Jac. 4, 8; schön und keusch ist selten beisammen. Stieler 956; die keusche braut des himmels willst du werden. Schiller 442a. 1@dd) enthaltsam gegen unreine, unerlaubte geschlechtslust: es ist nichts liebers auf erden denn ein züchtig weib, und ist nichts köstlichers denn ein keusches weib. Sir. 26, 20; ihrer keuschen ehe band knüpfte gottes vaterhand. Fr. L. v. Stolberg (1779) 33; gott segnet keuscher ehe zucht mit wahrer liebe süsze. ders.; denn ihr besitzt ein edles weib, es gürtet scham den keuschen leib. Schiller 67b. 1@ee) dann von allem, was zur liebe und keuschheit in beziehung tritt, keusche liebe, keusche lust Göthe 47, 62, keusche brunst Haller (1777) 320, keusche wollust 322, im adv. keusch lieben, keusch küssen: als du bei unsern keuschen kuss solche befleckete küsse gestellet. Hoffmannswaldau getr. sch. (1700) 78; man darf das nicht vor keuschen ohren nennen, was keusche herzen nicht entbehren können. Göthe 12, 173, wie lat. aures castae. keusches auge, keuscher blick, keuscher busen (der Diana) Gotter 1, 444. glücklich wem der gattin treue rein und keusch das haus bewahrt. Schiller 53a. dichterisch vom nonnenschleier: jener kuss, geweiht dem keuschen schleier, aber ach von kalter lippe nur. Bürger 97a. verstärkt lilienkeusch, keusch wie eine lilie: hir ligt ohn unterscheid ein liljenkeuscher leib bei faulen hurenknochen. A. Gryphius (1663) 497. 1@ff) früher auch von thieren, wie man da überhaupt die thiere in der sprache mehr auf menschlichem fusze behandelte (s. z. b. essen 3, 1163): man schreibt von dem helfanten, dasz er sehr keusch sei und sich an seinem gespons begnügen lasse. Ryff thierbuch 28. die Niederländer nennen ein männliches kalb ein kuischkalf. bei uns jetzt nur dichterisch: nachtigall und turtel fliehen das so keusch erwärmte nest. Göthe 2, 30. 22) Übertragen auf andere wesen, die damit mehr oder weniger vermenschlicht werden. 2@aa) blumen nennt man keusch: die rose blüht, ich bin die fromme biene und rühre zwar die keuschen blätter an ... doch lebt ihr glanz und bleibet immer grüne (von mir ungestört). Chr. Weise kl. leute 234 (cap. 14); wie die lilie sei dein busen offen ohne groll, aber wie die keusche rose sei er tief und voll. Platen. besonders lilien, die mit ihrer reinen weisze als bild jungfräulicher keuschheit gelten, s. vorhin lilienkeusch. 2@bb) überhaupt von naturdingen, die dem bereich des unreinen wünschens, das nur den menschen quält, entrückt sind und ihm so ein bild der unnahbaren reinheit werden, meist von glänzenden: dasz eine solche hand dich (smaragd) förderhin soll tragen (die hand der freundin), die auch, wie keusch du bist, dich doch noch keuscher macht. Fleming 648 (sonn. 3, 75); ihr keuschen sterne. Lenz 1, 170; darf ichs der keuschen sonne nennen und mich vernichtet nicht die scham? Schiller 474b; der keusche tag. 12b. 14b; der keusche frühling blickte mit tausend blüthen in die geheime sehnsucht. Arnim kronenw. 1, 188; aus den keuschen heilgen schatten dringt verhaszter ton hervor. Göthe 2, 29; dieser keusche schnee der au. Rückert 408, Maria heiszt mhd. rehter kiusche ein blanker snê Haupt 4, 521. da geht denn keusch öfter ganz wieder in den alten begriff rein über, s. 5. 2@cc) von einem worte: pietät, ein im deutschen bis jetzt jungfräulich keusches wort, da es unsre reiniger abgelehnt und als ein fremdes glücklicher weise bei seite gebracht haben. Göthe 46, 97, noch nicht abgenutzt, in ganzer frische. 2@dd) ein eigenthümliches keusch, keusches brot, bloszes? s. rechtsalterthümer 462. 33) Von geistiger keuschheit, einer gewissen 'jungfräulichen' reinheit des geistes im gegensatz zu trüber leidenschaftlichkeit, selbstliebe, 'coquetterie', zu empfänglichkeit gegen trübende einflüsse, zu ruhmsüchtigem selbstbeschauendem geistreichthun u. dgl.; theils von [] charakteren, theils von kunstrichtungen: geistig wendeten sich viele zu ihm (Klopstock), seine keusche abgemessene, immer ehrfurcht gebietende persönlichkeit aber lockte zu keiner annäherung. Göthe 31, 39, keusch etwa gleich jungfräulich herbe; auch darf man wol zuletzt noch die mäszigkeit des componisten rühmen, welcher sich nicht selbst zu hören, sondern mit keuscher sparsamkeit die vorstellung zu fördern und zu tragen suchte. 45, 76; keusch, überirdisch, unkörperlich, heilig wie seine religion, ist seine (Klopstocks) dichterische muse. Schiller 1203b; der dichter, der keusche jünger der muse. 1205a, der nur den reinsten regungen dient; die ihrem (der schönheit) keuschen dienste leben, versucht kein niedrer trieb. 23a; und (die musen haben) das keusche reine siegel auf die lippen mir gedrücket. Göthe 2, 23; blickt (ihr dichter), mit fremdem euch zu befiedern, nicht nach südens und ostens liedern, nordisch bleib und keusch der klang. G. Kinkel. vergl. in der bibel: die weisheit aber von oben her ist aufs erst keusch (ἁγνή), darnach friedsam, gelinde u. s. w. Jac. 3, 17. 44) Eigenthümlich bair. und östr. für dünn, zart, fein, schwach, z. b. die deichsel am wagen, das grindel am pflug ist zu keusch (kaisch), zu schwach, wenn der nagel nicht recht kaisch (dünn) gemacht wird, so wird er den rahmen von einander spalten. Schmeller 2, 338. keuscher zeug zu einem kleide, dünner, von dingen überhaupt die nicht strapaziert, sondern geschont werden müssen Höfer 2, 120. 128. der bua is noh z'kaisch zu der oarwad (arbeit). Castelli 178. vielleicht zuerst von grüner jugend, leiblich genommen, veneri nondum idoneus. doch erinnert Schmeller an das ähnliche bair.-östr. käsig (sp. 258). 55) Die nhd. bedeutung ist aber nur das bruchstück einer allgemeineren. denn 5@aa) mhd. kiusche war auch enthaltsam in andrer beziehung, im sinnengenusz überhaupt, auch in essen und trinken, z. b. von der gîtekeit (gier) wird gesagt: bî fremder koste ist si gar fræʒic, ûʒ irem biutel kiusche und mæʒic. Renner 4640; dann auch leidenschaftslos überhaupt, σώφρων, daher sanftmütig, mild, ruhig, geduldig, kaltblütig, besonnen, entsagend. ähnlich schon das ahd. wort, es wird glossiert mit sobrius, honestus, modestus, parcus, unchûski dagegen ist neben impudicus auch contumax, turpis, foedus, obscoenus, improbus, inhumanus, scurrilis, ignominiosus. 5@bb) der älteste begriff aber scheint rein, in sinnlicher, leiblicher bed.; unter den ahd. angaben 'foedus, turpis' und 'unkûskî, unchûskida sordes, squalor, labes' ist das gewiss mit gemeint. die bed. zeigt sich auch in altprovenz. cusc rein, sauber (Diez 605), und im nl. ist sie bis heute völlig erhalten, z. b. die vrouw houdt haar huis zeer kuisch, hält es sehr reinlich, dazu kuischen säubern, putzen. man möchte sie auch noch mhd. vermuten, und bei Murner unter keuschheit klingt sie sogar nhd. noch nach. 5@cc) ursprünglich wird das aber die reinheit sein, wie sie nicht nur im hause, sondern auch an kleidung und leib (reinheit von böser krankheit, von blut, geschlechtliche reinheit, nüchternheit) bei opfern und an heiligen tagen den göttern gegenüber nötig war. damit erklärt sich vollständig das ahd. 'nist chûski non est fas' und 'unkûski nefas' wie 'unkûski profanus' und 'unchûskida scrupulum' (Graff 4, 527. 528. 530). nefas, profanum, scrupulus entstanden bei den Römern durch unreinheit (unkeuschheit, unnüchternheit, gewisse krankheiten, rohe reden, feindschaft, hasz) und machten das opfer oder den zutritt dazu unmöglich, und es wird bei unsern vorfahren ebenso gewesen sein. die andern ahd. und die mhd. bedeutungen lassen sich daraus unmittelbar völlig erklären. ja das kiuscher worte sîn, kiuschiu wort haben Winsb. 39, 1, welsch. gast 389 ist vielleicht geradezu urspr. gleich favere linguis, εὐφημεῖν, casto uti sermone. So trifft keusch in seiner grundbedeutung mit demd. kauscher zusammen, das damit durch die oberd. form kausch vermittelt ist. auch lat. castus musz eine ähnliche entwickelung gehabt haben, z. b. castus a cruore civili bei Cicero Phil. 13, 4, integer castusque Tusc. 1, 3, casta concio, sanctus campus Rabir. perd. 4, castissimi (sanctissimi) ludi de harusp. resp. 13. castus ist der als rein den göttern entgegentreten kann. castus und purus werden verbunden wie keusch und rein, fidem castam servare die treue rein halten, castum nemus götterhain Tacitus Germ. 40, casta sacra, taedae castae beim opfer u. s. w., februa casta Ov. fast. 4, 726, wie sanctus von sancire, die bei der prüfung rein befunden sind, mit denen man vor den göttern erscheinen darf. daher castigare [] prüfen wegen der castitas, und incestus unrein befunden, incestum est ist ganz gleich nefas est, jenem ahd. nist chûski, unkûski; noch Tacitus hist. 5, 4 stellt concessum und incestum in religiösem sinn einander gegenüber, wie fas und nefas. mit dem verwandten griech. καθαρός scheint es ebenso (καθαραὶ ἡμέραι, dies fasti). 5@dd) als stamm von keusch ist gramm. 2, 986 kius in kiusan (s. kiesen) angenommen; chûski mit ableitendem k mag ursprünglich sein nicht 'prüfend, vernünftig überlegend' wie mans ausgelegt hat, das wäre zu abstract, sondern sanctus, d. i. sancitus, geprüft und für rein befunden, zur heiligen handlung zugelassen. vgl. ags. cŷse purus Ettm. 389, s. auch Diefenbach goth. wb. 2, 457 fg.
12243 Zeichen · 262 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Keusch

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Keusch , -er, -este, adj. et adv. ein Wort, welches ehedem, 1) * in weiterer Bedeutung als jetzt üblich war, indem es fü…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    keusch

    Goethe-Wörterbuch

    keusch einmal ‘k-e’ in (klanglicher) Anlehnung an das Mittelhochdeutsche GWB 42 1 ,354 Vs 7 a in erotischer Hinsicht ent…

  3. modern
    Dialekt
    keuschAdj.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    keusch Adj. : wie schd., in der Verb. keischeʳ Josep, spöttisch für einen, der Mädchen gegenüber schüchtern, zurückhalte…

  4. Sprichwörter
    Keusch

    Wander (Sprichwörter)

    Keusch 1. Wer keusch leben sol, fahet zeitlich an. – Petri, II, 601. Die Russen sagen aber: Zum Keuschsein gehört mehr a…

  5. Spezial
    keusch

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    keusch adj. 1 (sexuell enthaltsam) cast (casć, -a) 2 (schamhaft) dodus (-sc, -dosa) 3 (enthaltsam) ascet (-ec, -a) 4 (re…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit keusch

38 Bildungen · 23 Erstglied · 9 Zweitglied · 6 Ableitungen

Zerlegung von keusch 2 Komponenten

keu+sch

keusch setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

keusch‑ als Erstglied (23 von 23)

keuschbaum

DWB

keusch·baum

keuschbaum , m. vitex, keuschbaum, Abrahamsbaum. Golius (1582) 367 , Rädlein , Frisch 1, 512 c , ein strauchartiger baum im südlichen Italie…

Keuschberg

Herder

keusch·berg

Keuschberg , preuß. Dorf bei Merseburg, berühmt durch den Sieg vom 15. März 933 des deutschen Königs Heinrich I. über die Ungarn.

Keuschblume

PfWB

keusch·blume

Keusch-blume f. : ' Lilie (Lilium candidum) ', Keischblum [ Wilde 160 (Neustdt)], mit Bezug auf die weiße Farbe der Blume.

keuscheln

DWB

keusch·eln

keuscheln , keusch thun, keuschheit heucheln, wie frömmeln, bei Campe aus A. G. Eberhard : die frömmelnde, keuschelnde gräfin, entrüstet das…

keuschen

DWB

keu·schen

keuschen , bei Stieler 956 : castificare, ad verecundiam admonere, adjutorem temperantiae esse, sein beispiel aber ist von andrer art, entsc…

Keuscher

Wander

keu·scher

Keuscher Seynd wir schon nicht von der zahl der keuschen, so bringen wir es doch durch mit täuschen, sagte der Pfaff. – Zinkgref, IV, 77.

keuschheit

DWB

keusch·heit

keuschheit , f. castitas, mhd. kiuscheit Hartmann büchl. 1, 1315 , kiuschekeit Haupt 9, 33 , nrh. kûsheit modestia Mones anz. 3, 49 b , nd. …

Keuschheitsgürtel

Meyers

keuschheit·s·guertel

Keuschheitsgürtel ( Florentiner Gürtel ), den Vorrichtungen der Infibulation (s. d.) entsprechende, mit Schlössern versehene Gürtel, die bes…

Keuschheitspochel

PfWB

keuschheit·s·pochel

Keuschheits-pochel Gen.? , Keuschheits-pock(el)chen n. : 'Eiterbläschen, Mitesser', Pl., Keischheitspochle [ LU-Böhl ], -peckcheʳ [ FR-N'lei…

keuschlamm

DWB

keusch·lamm

keuschlamm , n. gleich keuschbaum: keusch lamp, agnus castus Rösslin kräuterb. ( Dief. 18 c ), keusch lamb, vitex Soranus ( Dief. 623 c ), s…

keuschlich

DWB

keusch·lich

keuschlich , 1 1) älteres adj. wie keusch, mhd. kiuschlîch, kiuscheclîch; es ist aber nhd. selten oder fraglich: keuschlicher als eine jungf…

keuschsiegesfromm

GWB

keusch-siegesfromm zu keusch b; als positiv kontrastierend zu (unterstellter) Lüsternheit u verlogener Religiosität von Zacharias Werner Her…

Keusch- und Züchtigkeit

GWB

Keusch- und Züchtigkeit Ellipsenbildung zu ‘keusch’ a Eine Haupttugend seiner Helden preißt er die Keusch- und Züchtigkeit GWB 38,351,10 FGA…

keusch als Zweitglied (9 von 9)

durchkeusch

DWB

durch·keusch

durchkeusch , adj. durch und durch keusch. fraw, du pist also güetig, so tugenthaft, diemüetig, so gar durchkewsch an alle mail Suchenwirt 1…

grundkeusch

DWB

grund·keusch

-keusch : zeichen eines grundkeuschen hertzens Spangenberg apolog. schluszschr. 2, 527 ;

Nonnenkeusch

Wander

nonnen·keusch

Nonnenkeusch Nonnenkeusch und Katzentreu sind seltene Pflänzlein. – Klosterspiegel, 73, 18. Bei B. Waldis (IV, 40) heisst es von einer Nonne…

treukeusch

DWB

treu·keusch

treukeusch , adj. : keiner ist glückseeliger auszer diesem dem gott giebet solch ein seelchen, welches ihn aus treukeuschem hertzen liebet N…

überkeusch

DWB

ueber·keusch

überkeusch , adj. u. adv. , sehr keusch: diser Seneca hat auch überkeusch und rayn gelebt, das in sant Jeronimus in dem bch der heiligen ge…

unkeusch

DWB

unke·usch

unkeusch , adj. adv. , gth. v. keusch; ahd. unkûski, mhd. unkiusche, mnd. unkûsch, mnl. oncuusch, nl. onkuisch; aus dem mnd. entlehnt dän. u…

wortkeusch

DWB

wort·keusch

wortkeusch , adj. , ' vorsichtig, streng mit dem wort umgehend ': dem wortkeuschen ... Xenophon Gerstenberg recensionen 348 lit.-denkm.; ein…

Ableitungen von keusch (6 von 6)

keusche

DWB

keusche , f. keuschheit, ahd. chûskî, mhd. kiusche, findet sich noch im 15. jh.: pudicicia, pudor, kuscheit, kusch, schamhaftikeit. Melber v…

unkeusch

DWB

unkeusch , adj. adv. , gth. v. keusch; ahd. unkûski, mhd. unkiusche, mnd. unkûsch, mnl. oncuusch, nl. onkuisch; aus dem mnd. entlehnt dän. u…

unkeusche

DWB

unkeusche , f. , mangel u. gth. der keuschheit; s. DWB keusche , f., u. vgl. DWB unkeuschheit , DWB geilheit , hurerei; ahd. unkûski, mhd. u…

unkeuschen

DWB

unkeuschen , veraltetes verb., unkeuschheit treiben, unkeusch sein, unsittlich leben. vgl. DWB keuschen . mhd. unkiuschen, mnd. unkûschen, m…

unkeuschlich

DWB

unkeuschlich , adj. adv. , gth. v. keuschlich. mhd. unkiuschlich, -lîche, mnd. unkûschlik, -liken, mnl. oncuuschelijc, -like. adj.: unkeusch…

unkeuschung

DWB

unkeuschung , f. , coitus Diefenbach gl. 130 c . plur. s. DWB unkeusche , f.