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reiter

ahd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

reiter m.

Bd. 14, Sp. 777
reiter, m. eques. II. Formen. I@11) nhd. reiter geht zurück auf mhd. rîtære, rîter, ahd. rîtari. die bildung ist eine verhältnismäszig junge, vgl. die belege bei Graff 2, 477. dies entspricht der entwicklung des germanischen heerwesens: in universum spectanti plus penes peditem roboris. Germ. 6. erst im laufe des mittelalters kehrt sich dieses verhältnis um. ags. rîdere und isländ. ríðari sind lehnworte. die verkürzung des vokals der stammsilbe und verdopplung des auslautenden consonanten tritt früh ein. vgl. altniederd. riddere bei Graff 2, 477 und altisländ. riddari. im mhd. begegnet ritter erst bei späteren dichtern des 13. jahrh. mehrfach im reime, so häufig bei Konrad v. Würzburg; ob die handschriften mit ihrer schreibung riter langen oder kurzen stammvocal im sinne haben, ist nicht überall auszumachen. Lachmann zu Iwein 42 (vgl. auch Sommer zu Flore 162. Grimm gr. 1, 417) macht auf die thatsache aufmerksam, dasz die dichter das wort im reime gradezu vermeiden, so dasz der schlusz auf die schwankende aussprache des wortes nahe liege. mit der formalen geht auch eine bedeutungsdifferenzierung vor sich, indem ritter zur standesbezeichnung eingeschränkt wird, während reiter den reitenden und dann in besonderem sinne den berittenen knecht bezeichnet. vgl. unten unter ritter. ebenso stehen mnd. neben einander rider und ridder, mnld. rijder und ridder Kilian. I@22) verhältnis von reiter und reuter. für eine blosze nebenform zu reiter hält Grimm die bildung reuter. er vergleicht heunt neben heint für mhd. hînte. gramm. 13, 226. andere beispiele bei Kehrein gr.2 1, § 120. schon mhd. î verdumpft sich bisweilen zu iu: verliuhen für verlîhen in Grieshaber pred. 1, 33. wenn für das hochd. die möglichkeit einer solchen nebenform zugestanden werden kann, so ist die lage eine andere im mnd. und mndl., wo ruter, ruyter neben rider, rijder stehen. ruter und ruyter sowie das dazugehörende verbum ruten, ruyten [] gegenüber riden, rijden zeigen schon durch das stammauslautende t, dasz sie mit riden, rider nichts zu thun haben. sie tragen gegenüber rider, rijder eine eingeschränkte bedeutung: berittener krieger, dann auch praedator, grassator. rijder eques, ruyter miles Kilian. ruyter strooper, vrijbuider Oudemans bijdragen 5, 916. predo rouer, rter Dief. nov. gl. 300b. beispiele für mnd. ruter siehe unten mehrfach. diese bedeutungsdifferenzierung ist zum theil im nd. gewahrt: in der Altmark ist rüter der cavallerist, rîder allgemein der reitende Danneil 173a. vgl. ten Doornkaat-Koolman 3, 77a. durch diese umstände gewinnt eine annahme gewicht, die schon von Lipsius aufgestellt ist, dasz ruter, ruyter von mlat. ruta, turma militaris hergeleitet, ruterus ursprünglich also ein militärtechnischer ausdruck ist. vgl. Du Cange s. v. ruta, rutheri. hierzu stimmt die alte wendung ruyter te peerde, die nicht blosz im volks- und kinderreim sich findet, vgl. Woeste 221. rewter befehlshaber einer kleinen reitenden abtheilung in einem voc. theut. von 1482 bei Weigand 2, 468. dann entwickelte sich die bedeutung 'straszenräuber, wegelagerer', welche ihr handwerk zu ross ausübten, und in anlehnung an diesen gebrauch scheint sich zu ruyter, ruter das verbum ruyten, ruten gebildet zu haben; diese bildungen wurden dann bald ganz als nebenformen zu rijden, riden empfunden. ganz im sinne des nld. ruyter erscheint alem. rüter bei Brant narrensch. 79 (die heckenrüter S. Franck sprichw. Zürich 1575 1, 105a). vgl. rütrî trîben teufels netz 8168. rutter eques Dief. 206b, ruterbuben Liliencron hist. volksl. 1, nr. 114, 14. reuter, ryter, eques, miles arcu pugnans Aventinus werke 1, 513, 14. hochd. reuter trägt zunächst ebenfalls die eingeschränkte bedeutung. beispiele s. unten unter 1, b. c. im 16. jahrh. herrscht reuter bei weitem vor und zwar neben reiten, während reiter und reuten selten sind. so schreibt Dasypodius reuttung, reutter, reutterisch neben reitten. ebenso Maaler 332a. 331a. dasselbe verhältnis waltet in Luthers bibelübersetzung, werke 5, 536b wird reiter als druckfehler in reuter verbessert. Henisch schreibt dagegen reitter: reitter mit blitzenden spieszen 421, 22. Schottel verzeichnet reuter, m. eques neben reiten, equitare 1385. Stieler 1598 verwirft mit entschiedenheit die schreibung reuter, ebenso Steinbach, welcher in der vorrede die schreibungen reuter cribrum und reiter eques vorschlägt. doch hält sich diese noch bis in die zweite hälfte des 18. jahrh. und wird später noch in alterthümelnder sprache von neuem aufgenommen: die ganze stadt zog dem spektakel nach, reuter und fuszgänger durcheinander. Schiller 2, 91 (räuber 2, 3 schauspiel); da stand auf einmal pferd und reuter vor einem schlagbaum. Göckingk 1, 114; tummeln sich reuter und fuszvolk. Tieck ged. 1, 70. IIII. Gebrauch. II@11) eques. II@1@aa) in allgemeiner bedeutung, einer der reitet, so besonders in neuerer sprache. ein guter, ein mäsziger, ein tollkühner reiter. ein lateinischer reiter, s. theil 6, 275. gegenübergestellt reiter und fuszgänger, verbunden ross und reiter. in zahlreichen zusammensetzungen wie: forst-, land-, heide-, post-, depeschenreiter. apostelreiter. strickreiter. Vilmar 323. ellen-, muster-, postillen-, pegasusreiter, hecken-, buschreiter, krippenreiter u. s. w. ein pferd von ungewöhnlicher grösze wird uns angenehm befremden, aber noch mehr der geschickte und starke reiter, der es bändigt. Schiller 10, 189; trieben also den reutter ausz, dasz er zu fusz must gehn zu hausz. Sandrub histor. kurtzweil nr. 50, 25; zwar zähmt den raschen hengst des kühnen reiters zügel. Lichtwer 168; und rosz und reiter lagen da, wie kraut und rüben. Hölty 39 Halm; mein vetter ritt den schecken an dem tag, und rosz und reiter sah ich niemals wieder. Schiller Wallenst. tod 2, 3; da lernt es (das volk) dasz die eile den reiter überstürzt. Uhland ged. (1843) 137; der tod ist der dürre reiter. Grimm myth. 804; von kelt gerint dein edel bluot (das dünckt den dürren reutter guot). Grobianus 2681 neudruck. eigenthümlich ist der übergang von reiter auf das gerittene pferd. Stalder 2, 271. II@1@bb) in eingeschränkter bedeutung. im mhd. ist rîter im gebrauche völlig übereinstimmend mit dem sich erst entwickelnden ritter, später, nachdem der gebrauch von ritter sich befestigt hat, tritt reuter und reiter der berittene knecht in den gegensatz zu ritter, dem zu ross kämpfenden adlichen. mnd. (de forste van [] Schlesewick) hadde ock einen finen hupen rutere unde eddellude to perde. Lüb. chr. 2, 611 bei Schiller-Lübben 3, 537a. II@1@b@aα) reiter im sinne von der reisige. schon oben unter I. ist erwähnt, dasz im 15., 16. und noch 17. jahrh. in dieser anwendung meist die form reuter gebraucht wird; häufig so in Luthers bibelübersetzung: Pharao zoch hin ein ins meer mit rossen und wagen und reutern, und der herr lies das meer wider uber sie fallen. 2 Mos. 15, 19; man sahe aber durch die gantze stad, vierzig tage nach einander in der lufft, reuter in güldem harnisch, mit langen spieszen in einer schlachtordnung. 2 Macc. 5, 2; und rieff zu sich zween unterheubtleuten, und sprach, rüstet zwey hundert kriegsknecht, das sie gen Cesarien ziehen, und siebenzig reuter, und zwey hundert schützen. apostelg. 23, 23; item darnach zu ostern da bestellet der ratt, daʒ man alle küe und schaf, die die reuter und trabanten brachten, solt der stat kaufen. d. städtechr. 2, 308, 8; zwo compagnien hessische reuter im stifft Paderborn auszuheben, welche zwo meilen von Paderborn lagen. Simpl. 1, 274 Kurz. mnd. ruter unnd vothvolck. Lübecker chr. 1, 468 bei Schiller-Lübben 3, 537a; (ein räuber spricht) wir haben lang kain pewt erdappet. gester hetten uns schier erschnappet die rewter und uns gfangen gnumen. H. Sachs fastn. sp. 6, 97, 65 neudr.; ein reuter hat dies lied gesetzt; in der schlacht er sein degen netzt, sein leib blieb unverletzt. Opel u. Cohn 67, 17; auff! ihr reiter und trabanten, unser hoff wil numehr fort. S. Dach in ged. des Königsb. dichterkr. 47 neudr.; dem edelmann gegenüber gestellt: nun ist es doch kein reuter, es ist ein edelman. Gödeke-Tittmann liederb. 37. gespenster erscheinen als schwarz gerüstete, schwarze reuter: wie sie aber durch den waldt, genannt der Butz, gangen, sein zwen schwarz reuter ir begegnet ... do haben dieselbigen raisigen ainandern geholfen und sie in ein dunkele huele gefiert (dort sieht sie einen verstorbenen, den sie kennt, auf feurigem sessel sitzen). Zimm. chr. 2, 200, 13; als grave Weichman von Rapin und Mockern, der letzst seins stammens und nammens, gestorben ..., do kamen ain grose anzall pferdt und unerkannter schwarzer reuter wider abents in das schlosz ... aber das hat sich wol beschaint, das es ain lauters gespenst gewesen. 49, 23, der tod erscheint als reiter, vgl. auch unten 2, f der weisze reiter, s. oben 1, a. wol mit rücksicht auf solche vorstellungen wählten deutsche söldner, welche in den französischen kriegen reiterdienste nahmen, unheimliche schwarze tracht und rüstung, man zitterte in Frankreich vor dem reitre, reistre noir. reistre, reitre nimmt dann auch die bedeutung schwarzer mantel an. schwarzer reiter formelhaft: wasz sagstu dann du schwartzer reuter? Grobianus 1793 neudruck. in neuer sprache, besonders in gehobener oder bei darstellung alter zustände erscheint reiter ebenfalls im sinne des alten reuter: des landvogts reiter kommen hinter mir, ich bin ein mann des tods, wenn sie mich greifen. Schiller Tell 1, 1; Illo. ja, generalmajor! ich gratulire! Isolani. zum regiment, nicht wahr? das ihm der fürst geschenkt? und noch dazu dasselbe, hör' ich, wo er vom reiter hat heraufgedient? Piccol. 1, 1; es zog aus Berlin ein tapferer held, er führte sechshundert reiter ins feld. Arndt ged. 196; wenn ihr die schwarzen reiter fragt, das ist Lützow's wilde verwegene jagd. Körner 1, 135; im bilde: denn die hier oben weiden sind söhne kleiner männer, nicht kühne lanzenrenner, nicht reiter auf der see. Arndt ged. 167. II@1@b@bβ) die berittenen wegelagerer heiszen im 16. jh. reuter, s. oben I, 2. rüter und schriber einander gegenübergestellt Brant narrenschiff 79, vgl. unten reiterei, reiterisch, reiterspiel und reitersmann. leid und freud des freien reuters erklingt im reüterliedlein des 16. jh.: man sagt, als der alt Conradt vom Stain im todtbet gelegen, do sei der alt dechant zu Rotweil, herr Blasius Schmidt, zu im kommen, ine ... vermanet zur beicht, mit vermelden, er sei dannost seine tag ain seltzamer reuter gewest und der vil reuterspill hab getriben. hat er ime geantwort, er wisse gar nichs zu beichten ..., gleichwol man grundlichen wist, das er sein tag vilmals het den kaufleuten uf den dienst gewartet und inen die deschen geleret. Zimm. [] chr. 3, 187, 19, vgl. Schm. 2, 177; die reuter clagten und sagten, es möcht sich auch kain wolf in seinem land enthalten und dem strang entrinnen. Aventinus 2, 541, 3; der reif und auch der kalte schne der tut uns armen reutern we, was sollen wir nun beginnen? wenn wir die straszen nicht reiten können, was haben wir denn zu verzeren? Uhland volksl.2 290; wer ist der uns disz liedlein sang? ein freier frischer reuter ist ers genant. 286; nun seyn wir je kün, frech und gögel, wagn uns wie frommen reutern gbürt, bisz uns der schopff an galgen rürt. H. Sachs fastn. sp. 3, 16, 27 neudruck. so auch reiter: kaufleut seind edel worden, das sicht man taglich wol. so kumt der reiter orden und macht si raisig wol: man soll si auszher klauben, ausz iren füchsinen schauben, mit prennen und mit rauben die selbige kaufleut guot. 277. in diesem sinne noch jetzt nld. ruiter. II@22) in uneigentlicher anwendung. II@2@aa) bestimmte münzen, welche das bild eines reiters trugen, wurden reiter genannt: wenne mit nammen nieman keine riter me haben sol. d. städtechr. 9, 989, 3. mnd. rider, eine münze zu 12 gulden. Schiller-Lübben 3, 480a. mnld. rijder, numus aureus equitis effigie. Kilian. II@2@bb) reiter, m. der trillernde finkenschlag, vgl. unten reitzu: das ohr hört keine finken nicht den sogenannten reiter schlagen. Stoppe Parnasz 413. II@2@cc) der rothe reiter (tringa gambetta), eine art strandläufer. ein anderer vogel dieses geschlechtes der gestreifte reiter (tringa striata). parra jacana, der reiter Nemnich. II@2@dd) ein thier, welches bespringt, besonders der widder heiszt reiter. Campe, vgl. oben reiten. II@2@ee) in der Wetterau heiszen die blasen, welche der regen auf dem wasser hervorruft, reuter. man sagt es gibt reuter, es regnet. II@2@ff) nd. rider, ein stückchen speck auf einem bissen brot. brem. wb. 3, 488. die gleiche anwendung auch in anderen dialekten, z. b. in der sprache der Wetterau, im Handschuchsheimer dialekt. Lenz 39b. nld. rijder in butter gebackene semmelschnittchen zur garnierung von speisen. II@2@gg) spanische reiter (spanische oder friesische Campe), grosze balken, durch welche spitze mit eisen beschlagene pfähle gesteckt sind, deren je zwei ein schiefes kreuz mit einander bilden. die ältere kriegführung bediente sich derselben um den sturmangriff auf verschanzungen zu erschweren, besonders auch um der reiterei den zugang zu einem orte zu versperren: vestede dat slot mit graven unde bolwerken unde ruteren. Lübecker chr. 2, 14 bei Schiller - Lübben 3, 537a; di scharfe spizzen sein di spanischen reiter oder geschränkte stachchel währen. Zesen rosenmund (1664) 356; bey dem belägern hat man auch offt nöhtig, die quartier und eingänge zu verwahren mit frisischen reutern. Böckler kriegsschule 764; er (der igel) richtet aus sich selber gleichsam lebend'ge palisaden auf; er macht sich selbst zum span'schenreuter. Brockes 9, 302. reuter eine auf einem bollwerke oder kourtine angebrachte erhöhung, franz. cavalier. Jacobsson 3, 408b. ähnliche gestelle zum trocknen von klee u. ähnl. nd. klêwerrûter Schambach 103a. II@2@hh) die feinsten, reiterartigen gewichte, welche an feinen wagen auf die arme des wagebalkens gesetzt und auf ihnen verschoben werden, nennt man reiter. II@2@ii) der blühende weiszdorn heiszt der weisze reiter: wenn der weisze reuter helt fürm holtz, so ist gewiss der sommer furhanden. Henisch 734, 13. II@2@kk) reiter, etiam catachrestice dicuntur pediculi. er ist voller reiter, pedicosus ... est. Stieler 1599. ursprünglich wol ein scherzhafter ausdruck. vgl. reitersalbe.
14264 Zeichen · 314 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    reiter

    Althochdeutsches Wörterbuch

    re i ter Gl 3,183,1 s. rihtâri.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    reiterstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    reiter stm. der zähler, rechner. so hiess z. b. derjenige, der beim spiel zählte. aber der dâ raiter ist des spils, der …

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Reiter

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    1. Der Reiter , des -s, plur. ut nom. sing. ein nur in dem Ausdrucke Spanische oder Friesische Reiter übliches Wort, gew…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Reiter

    Goethe-Wörterbuch

    Reiter Wortgebrauch stark schwankend zwischen ‘Reiter’ u ‘Reuter’, bes in Variantformen bzw versch (Druck-)Fassungen ein…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Reiter

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +2 Parallelbelege

    Reiter , holländ. Münze, s. Rijder .

  6. modern
    Dialekt
    Reiter

    Schweizerisches Idiotikon · +2 Parallelbelege

    Reiter Band 6, Spalte 1648 Reiter 6,1648

  7. Sprichwörter
    Reiter

    Wander (Sprichwörter)

    Reiter 1. A junga Rüüt'r, a n'alta Fuesgäg'r. ( Bern. ) – Zyro, 4. 2. Auch geschickte Reiter werden zuweilen abgeworfen.…

  8. Spezial
    Reiterm

    Dt.-Russ. phil. Termini

    Reiter , m рейтер , м [biblio]

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit reiter

477 Bildungen · 162 Erstglied · 312 Zweitglied · 3 Ableitungen

Ableitung von reiter

reit + -er

reiter leitet sich vom Lemma reit ab mit Suffix -er.

Zerlegung von reiter 2 Komponenten

rei+ter

reiter setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

reiter‑ als Erstglied (30 von 162)

Reiter I

SHW

Reiter I Band 4, Spalte 1355-1356

Reiter II

SHW

Reiter II Band 4, Spalte 1357-1358

Reiter III

SHW

Reiter III Band 4, Spalte 1357-1358

Reiterball

SHW

Reiter-ball Band 4, Spalte 1357-1358

Reiterbein

SHW

Reiter-bein Band 4, Spalte 1357-1358

Reiterches

SHW

Reiter-ches Band 4, Spalte 1357-1358

reitergar

SHW

reiter-gar Band 4, Spalte 1357-1358

Reitergaul

SHW

Reiter-gaul Band 4, Spalte 1357-1358

reiterisch

SHW

reiter-isch Band 4, Spalte 1357-1358

Reiterkampf

SHW

Reiter-kampf Band 4, Spalte 1357-1358

Reiterpfad

SHW

Reiter-pfad Band 4, Spalte 1359-1360

Reiterseite

SHW

Reiter-seite Band 4, Spalte 1359-1360

reiterseits

SHW

reiter-seits Band 4, Spalte 1359-1360

Reitersel

SHW

Reiter-sel Band 4, Spalte 1359-1360

Reitersich

SHW

Reiter-sich Band 4, Spalte 1359-1360

Reitersieb

SHW

Reiter-sieb Band 4, Spalte 1359-1360

Reiterspiel

SHW

Reiter-spiel Band 4, Spalte 1359-1360

Reiterweg

SHW

Reiter-weg Band 4, Spalte 1359-1360

Reiterweide

SHW

Reiter-weide Band 4, Spalte 1359-1360

Reiteralpe

Meyers

reiter·alpe

Reiteralpe , Gruppe der Salzburger (Berchtesgadener) Kalkalpen, mächtiges, allseits steil abstürzendes Kalkmassiv, westlich von der Saalach,…

Reiterameise

PfWB

reiter·ameise

Reiter-ameise f. : 'große, schwarze Ameise (Formica herculeana)', Reideʳemez [ WD-Niedkch ZW-Schmitshs ], Riddeʳ- [ IB-Bliesmg/Bolch ], Reid…

Reiteranlage

DRW

reiter·anlage

Reiteranlage, f. Steuer zur Unterhaltung des Militärs [ist] wegen der reutheranlag dieses geschlossen worden: daß ein jeder unter der gemein…

reiter als Zweitglied (30 von 312)

Ɉagdreiter

Campe

Der Ɉagdreiter , des — s , d. Mz . w. d. Ez. ein Jäger, der einen Hirsch zu Pferde verfolgt, besonders der ihn bestätiget und aufsprengt.

Prinzipienreiter

RDWB1

Prinzipienreiter m umg. (Lakune) радетель принципов, педант, буквоед Willst du den Prinzipienreiter mimen? - Ты хочешь, чтобы я поверил в тв…

Spitzenreiter

RDWB1

Spitzenreiter m übertr. (kein Bezug zu "наездник") пьеса сезона, фильм сезона (лучший, наиболее популярный)

Streiter

RDWB1

Streiter m борец (но не "спорщик")

Úmreiter

Campe

✱ Der Úmreiter , — s, Mz . gl. einer der úmreitet. Ehemahls uneigentlich, ein Schmarotzer, Krippenreiter. Frisch.

Wegbereiter

RDWB1

Wegbereiter m (kein Bezug zu "готовить") пионер; новатор; первопроходец; кто-л. проложил путь идиом.

Ähr(en)reiter

PfWB

aehren·reiter

Ähr(en)-reiter m. : ' großes, weitmaschiges Sieb, auf welchem beim Durchsieben des durch Handdrusch gewonnenen Getreides die Ähren und Unkra…

AKTENREITER

DWB2

akten·reiter

DWB2 AKTENREITER m. DWB2 abschätzig; beamter, bürokrat ( vgl. paragraphenreiter): DWB2 1788 gerichtsverwalter V. .. rief .. / den nächsten a…

Alaunbereiter

Campe

alaun·bereiter

Der Alaunbereiter , des — s, d. Mz. w. d. Ez. der den Alaun bereitet, siedet; der Alaunsieder.

Amtsausreiter

DRW

amts·ausreiter

Amtsausreiter berittener Amtsbote 1748 Schlüter,WestfProvR. II 149 Faksimile 1764 Rabe,PreußG. I 3 S. 36 Faksimile

Amtsreiter

Campe

amts·reiter

Der Amtsreiter , des — s, d. Mz. w. d. Ez. ein Amtsdiener zu Pferde.

Amtsüberreiter

DRW

Amtsüberreiter berittener Steuereinnehmer amtsüberreuter, wann sie des almosens ungehorsame unterthanen zur lieferung ... verkündet 1568 Lah…

Arzeneibereiter

Campe

arzenei·bereiter

◎ Der Arzeneibereiter , des — s, d. Mz. w. d. Ez. derjenige, welcher die Kenntniß der Arzeneien besitzt, sie zu bereiten und zusammenzusetze…

ausbereiter

DWB

aus·bereiter

ausbereiter , parator, praeparator: horcha buba, wechsel hie den kreuzer, butz mir die bir, du butzst wol, gebst ein guten goldschmid, mache…

ausgereiter

DWB

aus·gereiter

ausgereiter , f. cribrum, ahd. rîtera, bair. reiter ( Schm. 3, 162 ). Tabernaemontanus hat ausgereuter für das ausgereiterte, ausgesiebte: s…

Ausstreiter

DRW

aus·streiter

Ausstreiter Heimsucher aus streitter des nemlichen haus 1413 OfenStR. Kap. 159

baumreiter

DWB

baum·reiter

baumreiter , m. gilt vom specht und von der wilden katze, s. DWB baumhäckel , DWB baumklimmer . Maaler 51 c baumrüter, catus silvestris.

beireiter

DWB

bei·reiter

beireiter , m. eques adjunctus: über etliche tage hat man ihn mit einem beireuter als wider heim zu ziehen abgefertigt. Luther 3, 385 .

Ableitungen von reiter (3 von 3)

bereiter

DWB

bereiter , m. instructor, opifex: bereiter eines gastmals. s. lederbereiter, tuchbereiter, flachsbereiter.

Gereiter

PfWB

 Ge-reiter m. : ' wer einer Gereite angehört ', vgl. PfWB Gereitebauer , PfWB Gereitergenosse . a. 1421: vor allen geräidern (ist) abzuleße…

unreiterlich

DWB

unreiterlich , adj. , untauglich zum sieben Fischer 6, 211 . —