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Reisige

mnd. bis sprichw. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

GWB
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8 in 7 Wb.
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Reisige

Bd. 7, Sp. 388
reisig Goethezeitlich bereits veraltendes Wort, nur in Anlehnung an ältere Quellen bzw historisierend gebraucht. Die etymol von ‘reiten/reisen’ sich ableitende Bed ‘zur Reiterei gehörig, beritten’ (bes in milit Zshg) ist nur in der subst Form ‘Reisige’(s Nebenlemma) noch präsent, in adj Verwendung dagegen fast vollständig verblaßt bzw umakzentuiert. a wohl iSv kampferprobt, lebenserfahren, zugl mit dem nobilitierenden Nebensinn von vorbildhaft, würdig, edel; nicht auszuschließen auch die Bed: reisefertig, zum Abschied bzw Aufbruch (ins Jenseits) bereit [Antilochos:] Wer jung die Erde verlassen,|Wandelt auch ewig jung im Reiche Persephoneia's..|Stirbt mein Vater dereinst, der graue r-e Nestor,|Wer beklagt ihn alsdann?..Völlig vollendet|Liegt der ruhende Greis, der Sterblichen herrliches Muster GWB50,289 Achilleis 520 b ‘das/der r-e Zeug’: eigentlich eine Schar Berittener, Reiterei, Kavallerie, auch Pferdegespann u Geschirr, hier - in ‘Hohelied’-Übs nach Luther/Dietelmair - wohl für die (königlich-edlen) Pferde selbst Meinem r-en Zeug unter Pharaos Wagen [Luther: meinem r-en Zeuge an den Wagen Pharaos; Dietelmair: mit den Pferden an den Wagen des Pharao] vergleich ich dich, mein liebgen. Schön sind deine Backen in den Spangen, dein Hals in den Ketten GWB37,302,4 Hohelied Reisige Reiter, Berittener, meist als bewaffneter Söldner; fast nur in ‘Götz3’, auch als redPers [Götz zu Faud:] Wieder zurück, alter Getreuer? Hast du Leute gefunden? Hast du genugsam angeworben? [Faud:] Nach Wunsch und Befehl. Sechs R., zehn Fußknechte, die liegen in den Dörfern umher GWB131,236,22 Götz3 II 10 [Lerse:] Es ist mit den R-n wie mit dem Gelde, je mehr man ihrer hat, je mehr werden aufgerieben GWB132,325 ebd IV 11 Var GWB131,332,27 ebd V 4 GWB131,188,10 ebd PersVerz GWB131,348,27 ebd V 14 Regiebem GWB53,365 BruchstTragöd Plp uö(in Götz3) Syn zu GWB‘Reisige’ GWBReiter GWBReiterbube GWBReitersknecht GWBReitersmann Nikolaus LohseN.L.
1929 Zeichen · 11 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    reisigeN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    reisige , N. Vw.: s. rēsige

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Reisige

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    * Der Reisige , des -n, plur. die -n, das Hauptwort des vorigen Beywortes, welches ehedem in einer doppelten Bedeutung ü…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Reisige

    Goethe-Wörterbuch

    reisig Goethezeitlich bereits veraltendes Wort, nur in Anlehnung an ältere Quellen bzw historisierend gebraucht. Die ety…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Reisige

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Reisige (reisige Knechte) , im Mittelalter gewappnete Dienstleute, von »reisen« (»Reise« früher soviel wie Kriegsfahrt);…

  5. Sprichwörter
    Reisige

    Wander (Sprichwörter)

    Reisige Wenn zehntausend reisiger seind, so seind zwanzigtausend metzen darbey. – Pauli, Schimpff und Ernst, XCIII b . »…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit reisige

4 Bildungen · 4 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von reisige

reis + -ig + -e

reisige leitet sich vom Lemma reis ab mit Suffixen -ig und -e.

Zerlegung von reisige 2 Komponenten

rei+sige

reisige setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

reisige‑ als Erstglied (4 von 4)

reisigengetöse

DWB

reisigen·getoese

reisigengetöse , n. das von der menge der reisigen hervorgebrachte getöse, der von ihnen gemachte lärm: ( kaiser Konrad ) rückt heran mit kr…

reisigengetümmel

DWB

reisigen·getuemmel

reisigengetümmel , n. eine gesammtheit, menge von reisigen, mit dem nebenbegriff des ungestümen durcheinanders: ( ich ) sah wie ... des volk…

rê(i)sige, rê(i)sege

MNWB

rê(i)sige, rê(i)sege, pl. (Gen. -n -r[s] ° -s [Zs. Lüb. Gesch 2, 339], Akk. -n ) : berittene Kriegsknechte, unse r. unde vôtknechte (Ub. Hil…