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strudel

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

strudel

Bd. 20, Sp. 93
[]strudel , auch strodel, m., bewegte fluth, brandung, strömung, wirbelnder wassertrichter, quelle; getöse; noth, verwirrung, hast. herkunft und form. rückläufige ableitung (nomen postverbale) aus strudeln, strodeln, wie dieses auf das deutsche beschränkt.n. strudel ist jüngere entlehnung. noch im ahd. und class. mhd. fehlend, ist es zuerst in einer urkunde des 14. jahrh., allerdings als bestandtheil eines eigennamens, zu belegen: und vom Ruprechtswinkel bisz an die Strodelbach (1394) weisth. 6, 73. als selbstständiges wort findet sich strudel in einem voc. ex quo von 1429 Dief. n. gl. 112a; 155a; 177b. häufiger wird das wort sowie das dazugehörige verb. vom ende des 14. jahrh. an. ein plural findet sich nur vereinzelt: strudeln Stieler 2214; S. v. Birken forts. d. Pegnitzschäf. 1 f.; Happel relationes 449a; plur. strudels belegt Paul d. gr. 2, 132 bei der Gottschedin u. bei Schnabel insel Felsenb.als stammvocal steht neben vermuthlich älterem o von anfang an u, das sich allerdings auf kosten von o schnell verallgemeinert. von älteren lexikographen verzeichnen strodel als nebenform noch Stieler (1691) 2214; Kramer d.-it. 2 (1702) 1016a; Aler (1727) 2, 1855b. mundartl. hält sich o vereinzelt bis heute, vor allem obd.; oberösterr. strodl Pailler weihnachtsl. 2, 129; stródel, strodil neben strudil Tobler 415; auf altes û weist štroudəl B. Martin waldeck. 273. im verb. hält sich o zäher.neben d. formen mit gedehntem u (Paul d. gr. 1, 201) deuten auf kurzen vocal alem. struddel, struttel, s. u., vgl. auch strŭdel Fischer 5, 1881. — umlaut findet sich wie beim verb. ebenfalls im alem.: strüdel Stalder 411, vgl. auch die deminutiva strödeli, strüdeli Tobler 415. — dial. spielformen im consonantismus: struu'l Lenz Handschuhsh. 69b; struddel Schmidt Straszb. 106; struttel, strûtl, strùtl, strytl Martin-Lienh. 2, 626; mit articulationsübergang strurl Kisch Nösen 150. dazu die österr. nebenform struden, m., die vielleicht auf anderer bildungsweise beruht: Unger-Khull 585a ('ältere sprache'); Jakob Wien 186; vgl. auch den ortsnamen Struden an der Donau und Strudengau, die gegend des berühmten Greiner strudels. bedeutung und gebrauch. AA. eigentlich. die ursprüngliche anwendung geht auf stark bewegtes wasser. dabei ist, wie beim verb. strudeln, der visuelle eindruck des wallens und der akustische des rauschens von haus aus verbunden zu denken. für die bedeutungsentfaltung ist die visuelle componente wichtiger geworden. dementsprechend sind belege, in denen der akustische eindruck den ausschlag giebt, ziemlich selten: ettliche in dem wasser lind, das glüend eisen kühlten ab, darvon es einen strudel gab Spreng Ilias 162a; lexikalisch häufiger in ausdeutungen wie: murmur gereusch, getummel, strudel Junius nomencl. (1538) bei Dief. gl. 372c; murmur gereüsch, strudel und getösz eines fliessenden wassers Frisius 849b (für vortex setzt Frisius wirbel); murmur ein gereusch oder getösz eines fliessenden wassers, ein getümmel, strudel Calepinus dict. xi ling. (1598) 923b; kolk ... strudel ... gompe omnia a sonitu Stieler 942; strudel, strodel voce finta dal suono Kramer d.-it. 2, 1016a; vgl. noch: Teutones hunc locum infamem perniciosumque navigantibus, a strepitu aquarum strudelon nuncupant (um 1520) Aventin annales V cap. 7, sect. 28; nautae et accolae eam a stridore, voce teutonica den strudel appellant Herbinius bei Popowich untersuch. v. meere 200; vollkommen verselbstständigt zeigt sich heute das akustische element der bedeutung nur mundartlich: strudel 'lärm' Fischer schwäb. 5, 1881, als dessen weiterbildungen die folgenden bedeutungen gelten können: 'gezänke' ebda; stródel, strudil, auch stroedeli, strüdeli 'zank, zwistigkeit' Tobler 415; zuletzt ins abstracte spielend: 'uneinigkeit, streit, zwietracht' Fischer schwäb. 5, 1881. s.hausstrudel th. 4, 2, 691. A@11) A@1@aa) die ersten belege führen auf heftig strömendes wasser: Strodelbach (1394) (s. o.), 'bewegt dahin schieszender', vielleicht [] auch 'rauschender bach'; fluctus sturm, strudel Dief. n. gl. 177b (1429); häufig im 16. jahrh.: als er inn mitten des wassers kam, da nam der strudel uberhand ... ryss also dem bauren den wagen umb (1559) V. Schumann nachtbüchlein 217 Bolte; dann daselbst wardt das wasser in einer enge auffgehalten und die schiff durch ein gäheligen abfall zwischen zweien felsen in eim strudel hindurchgefiert A. Krantz hertz. Heynrichs history (1561) A 4b; aus welchem (see) ... ein schnell wasser mit solchem starcken strudel in das grosz meer laufft Fickler v. Weil Olai Magni hist. (1567) 116b; die gewaltige starcke strudel oder sonst schnelle wasser, so an die grosse felsen lauffen Schweickh. gr. z. Helfenstein Basilius Magnus (1591) 522; auch der altberühmte Donaustrudel bei Grein ist kein wirbel: der strudel genannt ... weil die Donau daselbst zwischen grausamen felsen lauffet ... und gehet der strom alldar ... als ein pfeil aus einem bogen Berckenmeyer cur. antiquar. (1712) 367; strudel, weil die Donau daselbst über einige verborgene felsen herschiesset Happel bei Popowich unters. v. meere (1750) 197; selbst im 18. u. 19. jahrh., in denen der bedeutungsschwerpunkt längst verlagert ist, taucht die alte bedeutung gelegentlich empor: nicht anders als ein strom, wenn er sich losgedämmet, alsdann zwey arme macht und alles niederschwemmet, was iedens weg ergreifft, vom strudel übermannt Besser schrift. (1732) 1, 37; und warfen in die flut der väter hort ... der strudel führte weg den alten graus C. F. Meyer Huttens letzte tage, cap. 72, 11 f.; strudel als thalsturz der wassermassen einer stromschnelle v. d. Steinen Zentralbrasilien (1894) 85. A@1@bb) bewegter schwall, wellengang, brandung: (der fisch) ging daher gegen unserm schiff mit groszem sausen strudel und wallen, und macht ein grosz fortun in dem meer Franck weltbuch (1542) 217b; (bei Ikstain) wolt sich erst auch ein strudel sträuben und thät gros wällen da auftreiben Fischart glückh. schiff 16 neudr.; dort wäschet deine Pegnitz deine ufere und schmeist ihre strudeln wider dieselben S. v. Birken forts. d. Pegnitzschäf. (1645) 1; die poetische sprache nützt das wort bis ins 19. jahrh., doch verblaszt dabei die ursprüngliche bedeutung: wenn sie (die kugel) tau, mast und volck in seinen (des stromes) strudel träget Pietsch geb. schr. 13 Bock; namentlich bei plural. gebrauch: (der strom) der körner reinen golds in seinen strudeln hegt Postel Wittekind (1724) 92; sie sehen des Simois silberne strudel Schiller 6, 190 G. wieder stärker: im strudel der brandung Matthisson schr. 1, 220; erst liesz ich mich mit soole tüchtig beregnen, dann ging ich in den strudel (wellenbad) Moltke ges. schr. 6, 86; lexikalisch: strudel wasserrünnel (vgl. th. 8, 1521 rünne sturmwoge) Stör 2, 469; im strudel medio in aestu Aler 2, 1855b; mundartlich: strùdel wallung des wassers Hunziker Aargau 261; specieller: 'wirbelförmige bewegung des wassers, so durch das schiff verursacht wird' Chr. Schrader dtsch.-frz. 2, 1329; in kleinerem ausmasz: wimpern oder borsten ... welche im wasser einen strudel hervorbringen, durch den sie (die strudelwürmer) sich ihre nahrung ... zuführen Krünitz 176, 129; auf die vorstellung des wallens in der gährung geht wohl das sprichw.: wein müssen erst durch vil strudel probiert verjeren (vergähren), sol man jn ein gschmack abgewinnen S. Frank sprüchw. (1541) 1, 112a. A@1@cc) einerseits von der vorigen bedeutung her, andererseits wegen der lautlichen ähnlichkeit wird strudel frühzeitig synonymisch mit sprudel gebraucht, als 'quell, aufsteigendes wasser, aufquall von unten': weil aber nach der sündflut ... der grosse strudel, da die vier hauptwasser im paradeisz herausquallen, sich versetzet Mathesius Sarepta (1571) 12a; (es ist aber) der Carlsbadische (topfstein), so im strudel wechset, castaneenbraun P. Albinus meiszn. [] bergchron. (1590) 164; die ... Donau ... quillt mit einem grossen strudel ausz der erden herausz P. Uffenbach atlas minor (1609) 362; wenn ich einen quell will stopfen, steigt ein strudel in die höh Logau poet. zeitvertr. (1725) 138; grüszen sie P. ... und gedenken mein im strudel (von Karlsbad) schr. d. Götheges. 18, 195; man erzählt von dem amerikanischen ... Yellow Stone Park, dasz, wenn man da mit dem stock in der erde wühlt, alsbald ein strudel emporschiesze d. allg. ztg. Berlin 3. 1. 1931, 4a; in ähnlicher art ist das aufwallen einer kochenden flüssigkeit gesehen: wofern man ... das glasz in einen warmen aschen oder sand würde setzen ... wenn es zuletzt nur einen strudel gethan, kan mans durchseihen schles. wirtschaffts-buch (1712) 611; mit bedeutungsverengerung als 'trinkbares heilwasser': gutes trinkgeld an den schöpfer verschafft den gehaltreichsten strudel B. Weber Tirol 3, 229. A@1@dd) die bedeutung des hervorquellenden emporsteigenden wassers im vorigen abschnitt setzt sich in einige speciellere anwendungen fort, meist in landschaftlich beschränkter anwendung: die aus dem mund dringende flüssigkeit; was man speit: doch hab ich in ein letz gelassen, ein strudel ausz der weinstrassen, etwan eins arms dick oder lanck H. Sachs 7, 12 Keller; ein strudel ausz dem maul im troff ders. 9, 430; der aufsteigende schleim (s.strudeln A 6 a): mein dudlsag is schon guát gstimmt und wann má dá strodl nöt kimmt, so dudl i halt brav drein Pailler weihnachtslieder 2, 129; der ausströmende harn; der bettpisser betet: hl. st. Veit wecke mich bei zeit nit zu früh und nit zu spat, vor der strudel angaht Fischer schwäb. wb. 5, 1881; schweiz., 'von einer kuh, die ihre milch in schönem strahle giebt, sagt man si hei an schöna strodil' Tobler 415. A@22) der begriff des bewegten flieszens wird schon frühzeitig auf die kreisdrehung des wassers übertragen, sodasz strudel in synonymische wechselwirkung zu wirbel geräth, u. zwar wird jede art der drehung, die flächenhafte wie die in die tiefe gehende sowohl mit wirbel als mit strudel bezeichnet, sodasz eine sachliche scheidung oft schwer zu treffen ist. in jedem falle kann strudel sowohl den vorgang der drehung als ihren ort bezeichnen. A@2@aa) das blosze, einfache drehen: vortex, vertex Golius onomast. (1571) 64; Calepinus undec. ling. (1598) 1531a; Stieler 2214; locus vertiginosus in mari vel flumine Wachter (1737) 1633; tournant d'eau nouv. dict. al.-fr. (1762) 878; whirl-pool Ludwig (1716) 1903; darnach kompt ein strudel, do laufft das wasser gerings umbhär inn ein zwirbel Seb. Münster cosmogr. (1550) 3, 820; etliche (strudel) führen das wasser nur in einem creysz umbher Happel relationes curiosae (1685) 2, 449a; dies zeug läszt man zwölf tage im strudel herumtreiben Pückler-Muskau südöstl. bildersaal 2, 215; in den maa. ist diese bedeutung selten, es werden dafür synon. wie werfel, kolk bevorzugt. sprichwörtliche anwendung: kleine strudel drehen grosze schiffe Wander 4, 923; allein sie kamen vom strudel in wirbel (vom regen in die traufe) Lohenstein Arminius 2, 282b; im vergleich: (in der zeichnung des marmors) hier sieht man stille wirbel sich, dort trockne strudel gleichsam regen Brockes ird. vergnüg. 4, 227; im bild: die wirbel und strudel des bluts Jean Paul 5, 62 Hempel. A@2@bb) in die tiefe gehende drehung, trichterförmiger wirbel. die lexikalischen belege geben die sache nur ungefähr wieder, auszer wo sie mit der bezeichnung jener sagenberühmten stelle im mittelmeer umschrieben ist: charybdis Stieler 2214; [] Dentzler 1, 137; Aler 2, 1855; im übrigen ist das sinnfälligste der erscheinung festgehalten, der durch die drehung entstehende 'schlund, abgrund, trichter': vgl. barathrum Schottel 1425; abyssus Stieler 2214; gurges Schottel 1425; vorago Comenius jan. iv ling. (1643) 21; voragine Kramer d.-it. 2, 1016a; goufre nouv. dict. al.-fr. (1762) 878; schlund Ludwig (1716) 1903; golfo (mit einer im it. anzusetzenden bedeutung 'schlund') Hulsius t.-it. (1618) 243; golfo di acque profondissime Kramer d.-it. 2, 1016a, vgl. ebda acque golfeggiante e verticose: in dem meer Sizilie ist ein fels und strudel davon den schiffungen vil geferlikeit ... begegnen (in cuius freto scilla et caribdis quibus navigia aut absorbentur aut colliduntur) G. Alt buch d. cronicken (1493) 19a; bei Crembs ... hat das wasser ein strudel und wirbel, das ein guter theyl der Thonau verfellt S. Franck chron. Germ. (1538) 294a; der (ist) im schwimmen in wassers-noth, in einen wasser-kessel oder strudel gerathen Dannhawer catechismus milch (1657) 6, 176; demgemäsz wird auch der strudel charakterisiert: der tiefe strudel W. Grimm deutsche sagen 1, 212; strudel ... erfaszt uns — hinab! E. Th. A. Hoffmann 11, 87 Grisebach; als tödlicher, alles verschlingender strudel: so das fischlin Tynnus ... flohe den delphin ... stiesz es sich in ein zwürbel, aber der delphyn wardt auch in einen strudel getriben. do sahe Tynnus das er jetz sterben wolte, und sprach, jetzt ist mir der tot nicht schwer, so ich sihe das der mit mir stirbet der ein ursach ist meines todes S. Brant bei Stainhöwel Esopus (Freiburg 1555) 153; der maalstrom oder strudel ... der ... alles verschlingt, was ihm zu nahe kömmt Wünsch kosmol. unterhaltungen (1779) 2, 520; so hätte mich der strudel eingeschluckt Bürger 173 Bohtz; bildlich: dan dis wort ist das ainige ruder des schiffes Petri, damit es durch alle strudel, wirbel und meerferlickeit gefurt wird (1527) A. Chrosner sermon v. d. hl. christl. kirch 57 Clemen. in vergleichen: also ist auch ein solch hochtragend ... weib ein rechter abgrund, strudel und unergründlicher wirbel, so ... grose güter ... verschluckt Fischart 3, 250 Hauffen; töne ... die um mich wie ein ziehender strudel gingen Jean Paul 1, 256 Hempel; als wären seine augen strudel, alles in sich zu reiszen A. Zweig novellen um Claudia (1912) 48; sprichwörtlich: wenn ein strudel nach schiffen hungert, so ist er noch nicht satt von einem kahn Wander 4, 923; der strudel, der das verschluckte wieder ausspeit: daran hieng er, bisz das schiff grosz widerumb auff im strudel schosz H. Sachs 3, 395 Keller; den grausamen und grösten strudel in der welt, welcher ... die grösten schiffe und wallfische sechs stunden lang verschlingt, die sechs folgenden aber alles wieder ausspeiet Lohenstein Arminius (1689) 2, 905a; die übrigens auch heute nicht streng durchgeführte unterscheidung zwischen wirbel als einfacher kreisdrehung und strudel als trichterförmiger drehung findet sich erst im 17. jahrh.: das wasser, wo es ... sich drehet (sollst du) einen wirbel, wo es sich selbst verschlinget einen strudel, dümpffel, kessel ... nennen Comenius jan. iv ling. (1643) 21; man kann also sagen: tausend wirbel im strudel Bode Tristram Schandi (1774) 7, 9; seither so lexikalisch Krünitz 176, 123; Maasz sinnverw. wörter (1820) 4, 9 f. A@33) vereinzelt nimmt strudel die bedeutung 'wasserfall' an. den übergang vermitteln stellen, in denen von wirbeln, die sich in der regel unterhalb der wasserfälle bilden, die rede ist (vgl. auch oben 1 c, d): der salm ... welcher in menge ... in dem strudel (des wasserfalls) nächst Rheinfelden gefangen wird v. Hohberg georgica cur. 3, 11, 301b; man empfand, dasz der wilde wasserfall ... in seinen mannichfaltigen strudeln schöner sey Kretschmann s. w. 1, 2; weiterhin wird auch der ganze fall als strudel bezeichnet: wunderbarlich rauschet der Rheyn gantz schmal durch die felsen und diser strudel wäret ... bis under die statt hinab Stumpf Schwytzerchron. (1606) 686b; strudel, plötzliche und schnelle ergieszung von oben herab, cataracta [] Decimator thes. 1615; cataracta ein strudel Garth lex. (1697) 97b; ein ort, wo ein flusz sich herabstürzt oder herabfällt, wie der Rhein Frisch d.-lat. wb. (1741) 349b; strudel, wasserfall, tiefes wasser unter einem solchen Buck obd. flurnamenb. 272. A@44) im älteren nhd., gelegentlich aber bis in den anfang des 18. jahrh. reichend, finden sich einige entlegenere bedeutungen, die sich als übertragung der bedeutung 1 a auf den ort des strudels erklären (vgl.strom II A 4). A@4@aa) fluszbett: alveus eyn gros strudel i. venter fluviorum (1429) Dief. n. gl. 18. A@4@bb) fluszmündung: meerhafen zu Alexandria ... nebenst zweien auszwürffen oder strudeln des berühmten flusses Nili. doch sind sie der beschaffenheit, dasz man mit grossen ... vaschallen nicht kann hineinsegeln Troilo orient. reisebeschr. (1676) 358 (den weg zu dieser bedeutung und zugleich eine beziehung zur folgenden giebt die fortsetzung der stelle: wegen des grossen und hohen sandes, welchen das meer mit seinen starcken hin- und wiederflissen zu überhäuffen pfleget). A@4@cc) syrte, sandbank: von jhrem könig Psyllo, welches grab an einem ort des groszen strudels (oder syrten) verhanden ist Gabr. Rollenhagen indian. reysen (1603) 51; syrtes Aler (1727) 2, 1855; Steinbach (1734) 2, 753. A@4@dd) 'meerenge, sund': euripus Aler 2, 1855; Steinbach 2, 753. A@55) übertragungen. A@5@aa) im sinnlichen bereich; soweit es sich um jüngere übertragungen handelt, ist zumeist an die in neuerer sprache vorherrschende bedeutung 2, besonders 2 b zu denken: ich dränge durch die brausendwilden strudel der stürm in der durchwühlten luft Pyra u. Lange 50 lit. denkm.; dasz das trunkene auge ... den strudel der wechselnden farbigen flammen (des feuerwerks) mit entzücken betrachtet Tieck schr. (1828) 5, 336; die spiralen des aufsteigenden rauches, seine strudel, windungen, sein dahinschwinden deutsche allg. ztg. 19. apr. 1931, beibl. 1a. vereinzelt, die 'elliptische bewegung' der weltkörper, dann auch die 'bahn' selbst (von 2 a her übertragen): wir wollen aber zugeben, nach der cartesianischen meinung, dasz der strudel der erde lang-rund sei Knorr v. Rosenroth pseudodoxia (1680) 350 u. ö.; s. strudeldicke, -zirkel sp. 101 f.; weniger abseitig von einer menschenmenge: einer nach dem andern wird in den strudel gezogen, der sich dreht, solange die schalmeien der musikanten blasen Holtei vierzig jahre (1843) 2, 38; der ganze strudel ist nach in's wirtshaus Fischer schwäb. 5, 1881. freier, ein 'gedrehter haarschopf', im comp.: dichtes haar mit dem geniestrudel in der mitte Schleich besonnte vergangenh. (1930) 345. von hier ergiebt sich eine beziehung zu dem österreich. strudel, f., spottname für einen 'haarbeutel' Castelli 238, s. auch strudelich 2. A@5@bb) in der neueren sprache hat den gröszten raum die anwendungsübertragung im unsinnlichen gebiet gefunden. alle abstracta, die im bilde kreisender, verschlingender bewegung gesehen werden, können dem begriff strudel genetivisch beigeordnet werden. in verbindung mit zeit, welt, tod findet sich die übertragung bereits im 16. jahrh.: ob mir gott durch den strudel diser gefarlichen zit helfen würd (um 1530) J. Keszler sabb. 17; wiewol der herr uns und alle die sinen vätterlich durch allen strudel diser wellt erhalten wird (1546) Blaurer briefw. 2, 519; können nicht ersterben, ob wir schon gern baldt abdrucken und durch den strudel des todts hindurch dringen wolten Huberinus mancherlei form zu predigen (1557) 182b. die herleitung dieses gebrauchs aus der sinnlichen sphäre ist gegeben, wo die objecte aus sinnlicher anschauung unmittelbar abgelöst sind: für so mancherley unbequemlichkeiten, welche sie in dem strudel der gesellschaft auszustehen haben Göthe IV 15, 195 W.; Vandamme verwickelte sich in den strudel des rückzugs Laube 8, 43. aus der fülle abgezogener, das bild immer blasser gestaltender objecte folge eine geringe auswahl: wer will Schlesien verdencken, wenn es bei zeiten den strudeln [] gröszerer gefahr entgehen ... wollen Lichtstern schles. fürsten-krohn (1685) 46; in den furchtbaren strudel des geschicks Lenz 182 Weinh.; in den trüben strudel des öffentlichen, geschäftigen lebens Fr. v. Schlegel s. w. (1846) 4, 78; von nun an wurde er in den strudel der französischen politik gerissen Kerner bilderbuch (1849) 52; strudel der finanzoperationen Bismarck polit. reden 1, 364 Kohl; mehr auf inneres bezogen: die pfeil bedeuten uns ... die forcht, die wellen und strudel der engsten und sorgen J. Meichel creutz-schul (1630) 12; er machet keine strudel des schwindelsüchtigen ehr-geitzes Schmolcke s. trost- u. geistr. schr. (1740) 2, 652b; durch die strudel meines gemüths Gutzkow ges. w. 3, 23; die strudel der schweigenden ehrfurcht W. Schäfer 13 bücher d. deutsch. seele (1923) 224. völlig verblaszt, den bedeutungsgehalt geradezu verkehrend: musz ein sanfter strudel fliessen sicherster zufriedenheit Weichmann poesie d. Nieders. 2, 213; anders: durch meine ohren strömte ein strudel musik Brentano 5, 340; dann auch mit adjectivischer verbindung: ich wollte warten, bis sie aus den festlichen strudeln ... ihr haupt erhüben Schubart briefe 2, 287 Strausz; wo man ... sich ... dem allzu geselligen strudel übergeben musz Platen tageb. 1, 93. BB. uneigentlich. B@11) schon vom 16. jahrh. an wird aus der sinnlichen anschauung abstrahiert, die hervortretenden begriffe erscheinen in freier, uneigentlicher verwendung. B@1@aa) noth, nöthe, anfechtung. die brücke giebt 'durch strudel herbeigeführte wassersnoth': von ainer not zu der andern, durch vil und mancherlai strudel an ain sicher port S. Franck bei Fischer schwäb. 5, 1881; verselbstständigt: die armut musz vil versuchen, erfarn und durch manchen strudel, dadurch sie geübt, gelert und weisz wirt S. Franck sprüchw. (1545) 1, 37b; dasz ich ... erst vor einem jahr ... kranck gelegen ... und eben ... im nächst verloffnen monat ... nicht ein geringen strudl, biss zu zimblicher gefahr aussgestanden Guarinonius greuel d. verw. (1610) 969; (gott) wölle durch diesen strudel (pest) gnedig hindurchhelffen (1607) bei Fischer schw. wb. 5, 1881; so, meine tochter! (sagte sie), wann ihr diesem strudel mit ehren entrinnet Grimmelshausen Simpliciss. (1713) 2, 121; vgl. das sprichwort: durch den strudel oder beutel lassen lauffen (jem.) den text lesen S. Franck sprüchw. 2, 92a; im heut. schwäb. 'n strudel ausstaun von einem bösen weib Fischer 5, 1881. B@1@bb) in der älteren sprache speciell 'schlacht, kampf, kampfgetümmel, sturm': er hat gegen den feinden allzeit vorn dran ... gefar erlitten, dasz iemant wundern solt, wie er zu solchem alter kommen wer durch so vil strudel und todtsnöt S. Franck Germ. chron. (1538) 286a; umb welche zeit keyser Ludwig ... für Burgaw ... gerucket und dasselbig gestürmet ... jn welchem strudel sie gleichwol nicht geringen schaden von denen von Ellerbach empfangen E. Werlichius Augsp. chron. (1595) 2, 100; folge der andere strudel oder schlacht (1666) bei Fischer 5, 1881; der hoffnung, die statt in dem strudel (überfall) zu bekommen (17. jahrh.) ebda, woselbst weitere belege. B@1@cc) 'verwirrung, wirrwarr; erregung, unruhe': und welche nüt in dem strudel gericht wurdend oder sunst in kurzem absturbend, kamend alle wieder in die ret und zu allen eren (ca. 1510) H. Brennwald Schweiz. chron. 2, 314; seit dem 21. des morgens lebe ich hier im sonderbarsten strudel (1813) graf Dohna landwehrbriefe (1913) 24; aber dazu müszte ich auch erst in ruhe gesetzt sein. in dem hiesigen strudel geht es nicht aus Schleiermachers leben 4, 324; nach innen gewendet: verspühr, so bald der kopf im strudel sich erhitzt, dasz meine sinne nicht, wie etwan for, gespitzt J. Rompler v. Löwenhalt erstes gebüsch (1647) 80; auf was für strudel rennt sein halb-verzweifelt sinn? Lohenstein Ibrahim sult. (1680) 63; in obd. maa: wirbel, wirrwarr Jakob Wien 187; durcheinander, aufregung, tumult Fischer 5, 1881. [] B@1@dd) die beständige, heftige bewegung des wassers führt zum begriff 'eile, hast': (die karthäuser) haben besonder stunden, in denen sie heimlich und on strudel leibliche werk üben Keisersberg bei Ch. Schmidt hist. wb. d. els. maa. 344; im strudel praecipitanter, tumultuarie Dentzler (1716) 2, 280; Aler (1727) 2, 1855b; auch in mod. alem. maa.: struddel unüberlegte hast Ch. Schmidt Straszb. 106; Martin-Lienh. 2, 626; mit weiterbildung der bedeutung: strudl unsinn Jakob Wien 187. B@1@ee) der vorige begriff wird mundartlich als übername auf menschen angewandt, als femininum auch auf frauen: struddel einer der durch zu grosze hast eine arbeit schlecht verrichtet oder sich im sprechen überstürzt Ch. Schmidt Straszb. 106; als demin.: strùdlì, m., übereilter, oberflächlicher arbeiter Hunziker Aargau 261; strudli flüchtiger mensch Seiler Basler ma. 282; die bedeutung entwickelt sich weiter, indem der begriff der 'hast' schwindet: strudel, f., oberflächliche arbeiterin Kehrein Nassau 1, 397; unordentliche arbeiterin Schön Saarbrücken 205; štrurl, f., faules frauenzimmer Kisch Nösen 150; strudel, m., oberflächlicher mensch Martin-Lienh. 2, 626. fraglich bleibt, ob schwäb. strodel, m., grosze kurzgeschwänzte feldmaus, arvicola arvalis Fischer 5, 1873 als die 'eilige, flinke' hierher gehört. B@22) eine aus stark abgeleiteter bedeutung des verbums gewonnene verwendung ist 'quirl' (das werkzeug) Schmeller 2, 810; Schöpf 721; Fischer 5, 1881; zu strudeln B 'quirlen'.
25042 Zeichen · 552 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    strudelstm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    strudel stm. strudel, alveus Dief. n. gl. 18 b ;

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    StrudelDer

    Campe (1807–1813) · +8 Parallelbelege

    Der Strudel , — s, Mz . gl. 1) Der Ort in einem Wasser, wo sich das Wasser mit Geräusch im Kreise drehet und eine tricht…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Strudel

    Goethe-Wörterbuch

    Strudel [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Strudel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Strudel , ein Wasserwirbel oder eine Stelle, an der sich das Wasser kreis- oder spiralförmig nach unten dreht, wobei sic…

  5. modern
    Dialekt
    Strudel

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Strudel I [ʿStrûtl, Pl. ʿStrûtlə Su. ] f. die zwei Seitenbalken einer alten Weinpresse, welche den Öwerbaüm halten. Vgl.…

  6. Sprichwörter
    Strudel

    Wander (Sprichwörter)

    Strudel 1. Kleine Strudel drehen grosse Schiffe. 2. Wenn ein Strudel nach Schiffen hungert, so ist er noch nicht satt vo…

  7. Spezial
    Strudel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Stru|del m. (-s,-) 1 ‹gastron› (Teigware) strudl (-i) m. 2 (Wasserwirbel) rodel (rodí) m. ▬ Strudel mit Äpfeln strudl da…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit strudel

94 Bildungen · 61 Erstglied · 32 Zweitglied · 1 Ableitungen

strudel‑ als Erstglied (30 von 61)

Strudel I

Idiotikon

Strudel I Band 11, Spalte 2053 Strudel I 11,2053

Strudel II

Idiotikon

Strudel II Band 11, Spalte 2057 Strudel II 11,2057

Strudelarbeit

PfWB

strudel·arbeit

Strudel-arbeit f. : ' oberflächliche, schlechte Arbeit, Pfusch ', Struʳʳlarwet [ KU-Herschw/Petth ]; vgl. PfWB strudeln . RhWB Rhein. VIII 8…

strudelartig

DWB

strudel·artig

strudelartig : ein drittes kringelförmiges gebäck, strudelartig mit äpfeln, pignoli und rosinen gefüllt Düringsfeld aus Dalmatien 3, 200 . —

strudelbad

DWB

strudel·bad

-bad : die durch das zwölftägige strudelbad präparierten stoffe Pückler-Muskau südöstl. bilders. (1840) 2, 215 . —

strudelborn

DWB

strudel·born

-born : ein besonderer brunnen, welchen man den strudelborn nennet Rohr Unterhartz (1736) 169 . —

strudelcascade

DWB

-cascade : schlage zum himmel, champagnergezisch, springe in silbernen strudelcascaden Strachwitz ged. (1850) 146 . —

strudeldicke

DWB

strudel·dicke

-dicke , durchmesser der erdbahn: dasz wir die halbdicke der sonnen, welche gröszer ist, als der vierdte theil des ganzen strudels, auch nur…

strudelei

DWB

strud·e·lei

strudelei , f. , hast, unruhe, übereilung, unbesonnenheit, getriebe, fahrigkeit u. ähnl., seit der 2. hälfte des 18. jahrh. belegt: strudele…

strudelen

KöblerMhd

strud·elen

strudelen , sw. V. nhd. vor Hitze wallen Q.: LexerHW (1483) E.: s. strudel W.: nhd. strudeln, sw. V., strudeln, DW 20, 108 L.: Lexer 215a (s…

strudelfels

DWB

strudel·fels

-fels : diejenigen strudelfelsen, die bey kleinem wasser hervorragen Benzler 1, 171 . —

strudelfrei

DWB

strudel·frei

-frei : auch ist der strom klippen- und strudelfrey A. v. Humboldt ans. d. natur (1808) 1, 304 . —

strudelgebackenes

DWB

strudel·gebackenes

-gebackenes : da dieses strudelgebackne mit den strauben und spritzkuchen übereinkommt ... so musz hier noch etwas über die strauben gesagt …

strudelgeschäum

DWB

strudel·geschaeum

-geschäum : rathlos hält ein mann, der schon weite fluren durchwandert, blickt ins strudelgeschäum W. Jordan Ilias (1892) 108 . —

strudelgetriebe

DWB

strudel·getriebe

-getriebe : dasz meine früheren arbeiten nun endlich auch in das strudelgetriebe der französischen literatur aufgenommen worden Göthe IV 37,…

strudelgezisch

DWB

strudel·gezisch

-gezisch : du hast einen leib halb maid, halb fisch, und wohnst im kochenden strudelgezisch Strachwitz ged. (1850) 56 . —

strudelich

DWB

strud·elich

strudelich , adj. , an versch. bedeutungen von 1 strudel anknüpfend. -o- formen sind spärlich: Stieler ( s. u. 1 ); Aler ( s. u. 2 ); mundar…

Strudelig

Campe

Strudelig , adj . u. adv . Strudel enthaltend, strudelnd.

strudelkessel

DWB

strudel·kessel

-kessel : die totale vermilitärisierung Deutschlands ... musz die nationale entwicklung noch in den strudelkessel der schwersten krisen stür…

strudelköpfigkeit

DWB

-köpfigkeit : die strudelköpfigkeit dieses mannes war grenzenlos Jochmann reliquien (1836) 1, 178 .

strudel als Zweitglied (30 von 32)

APFELSTRUDEL

DWB2

apfel·strudel

DWB2 APFELSTRUDEL m. DWB2 selten äpfelstrudel. süßes (öst.) feingebäck aus einer mit einer masse aus kleinen apfelstücken u. anderem gefüllt…

feuerstrudel

DWB

feuer·strudel

feuerstrudel , m. vortex ignis: bemerkst du, wie in weitem schneckenkreise er um uns her und immer näher jagt? und irr ich nicht, so zieht e…

G(e)strudel

Idiotikon

G(e)strudel Band 11, Spalte 2054 G(e)strudel 11,2054

gestaltenstrudel

DWB

gestalten·strudel

gestaltenstrudel , m. ein wirres, unklares durcheinander von ( künstlerischen ) gestalten: gestaltenstrudel ohne umrisz wühlen in ihm. Cl. B…

gestrudel

DWB

gest·rudel

gestrudel , n. , verbalsubst. zu strudeln, das strudeln des wassers, der strudel: der lasz sich nicht verdrieszen, ob man vor seinem stand e…

hausstrudel

DWB

hauss·trudel

hausstrudel , m. häusliche wirren, hauszwist: Sara war geduldig im creutz, und da sie den hauszstrudel hatte mit ihrer magd der Hagar, welch…

Hofstrudel

GWB

hof·strudel

Hofstrudel idVbdg ‘Jagd- und Hofstrudel’ GWB B51,376 Riemer 11.12.15 s Jagdstrudel Michael Schilar M.S.

Hōchzītstrudel

Idiotikon

Hōchzītstrudel Band 11, Spalte 2054 Hōchzītstrudel 11,2054

Jagdstrudel

GWB

jagd·strudel

Jagdstrudel idVbdg ‘Jagd- und Hofstrudel’: bildl für vereinnahmendes, turbulentes höfisches Leben Ist man einmal in den Jagd und Hofstrudel …

Kirsch(en)strudel

PfWB

kirschen·strudel

Kirsch(en)-strudel m. : 'Mehlspeise aus Nudelteig mit eingerollten Kirschen', Keʳschestrudel [ LU-Opp NW-Frankeck ], Kiʳsche- [ LA-Wollmh ].…

lebestrudel

DWB

leb·e·strudel

lebestrudel , m. : der lebestrudel reiszt es fort ( das herz ), und immer hängts an einem ort. Göthe 5, 116 .

meerstrudel

DWB

meer·strudel

meerstrudel , m. vortex marinus, wo das meer grosze wirbel macht. Frisch 1, 654 b : aus den dunkeln meerstrudeln steigen die alten dämonen h…

Menschenstrudel

GWB

menschen·strudel

Menschenstrudel bildl Meine Absicht ist sehr frühe nach Carlsbad zu gehen, ehe der M. sich um dem Wasserstrudel wirbelt GWB B29,105,3 Meyer …

Rahmstrudel

PfWB

rahm·strudel

Rahm-strudel m. : 'mit Rahm gefüllter Strudel', -strudel [ LA-Wollmh ]. SHW Südhess. IV 1191 . —

silbergestrudel

DWB

silber·gestrudel

silbergestrudel , n. von strudelndem silberhellen wasser: welche des lieblichen Titaresios ufer bewohnten, der die schönhinrollenden wellen …

sonnenstrudel

DWB

sonnen·strudel

sonnenstrudel , m. : aber, gute mutter erde, es wird ein jahrtausend aufgehen, wo alle deine kinder dir werden gestorben sein, wo der feurig…

spinatstrudel

DWB

spinat·strudel

spinatstrudel , m. strudelgebäck, das zum gröszten theile aus zerstoszenen spinatblättern besteht. Krünitz encycl. 158, 415 .

tagesstrudel

DWB

tages·strudel

tagesstrudel , m. : das flugblatt ... ward von dem tollen tagesstrudel verschlungen, bevor es die projektierte abwehr bringen konnte. H. Hei…

thalstrudel

DWB

thal·strudel

thalstrudel , m. : dabei kreischten überall die waldbäche, die sich wie toll von den höhen herabstürzten und in den dunkeln thalstrudeln ver…

triebsandstrudel

DWB

triebsand·strudel

-strudel : hier warf es ( das schiff ) der sturm an eine stelle, wo sich ein kolossaler triebsandstrudel gebildet hatte K. Braun aus der map…

wasserstrudel

DWB

wasser·strudel

wasserstrudel , m. wasserwirbel, vorago Diefenbach nov. gl. 386 a , syrtis, vortex Steinbach 2, 753 : die schäumenden wasserstrudel Ritter e…

wegstrudel

DWB

weg·strudel

wegstrudel , f. im Elsasz der vogelknöterich, polygonum aviculare L. Martin-Lienhart 2, 626 b . —

weltstrudel

DWB

welt·strudel

-strudel : da der herr Jesus selbst einen apostel und evangelisten aus dem weltstrudel herausreiszt und in seine gnadenmacht bekommt Phil. D…

Wogenstrudel

Campe

wogen·strudel

◬ Der Wogenstrudel , — s, Mz . gl. der Strudel von Wogen, strudelnde Wogen. — — soll mir auch Die feste Brust im wilden Wogenstrudel Ankämpf…

zauberstrudel

DWB

zauber·strudel

-strudel , m. , übertr.: z. ( weiblicher reize ) Göthe 17, 72 W.; z. von eitelkeit und thorheit Cl. Brentano Godwi 1, 154 .

Zeitenstrudel

Campe

zeiten·strudel

◬ Der Zeitenstrudel , — s, Mz . u. der strudelnde Strom der Zeit. Wenn Glück auf Glück im Zeitenstrudel scheitert. Göthe.

Ableitungen von strudel (1 von 1)

gestrudel

DWB

gestrudel , n. , verbalsubst. zu strudeln, das strudeln des wassers, der strudel: der lasz sich nicht verdrieszen, ob man vor seinem stand e…