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strudeln

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

strudeln

Bd. 20, Sp. 104
strudeln , auch strodeln, vb., weiterbildung auf -eln (aus ahd. -alon, vgl. Wilmanns II 98) zu ahd. stredan fervere Graff 6, 744 f. idg. wurzel sreth in griech. ῥόθος 'geräusch, gebraus, bes. der anschlagenden wellen', ῥόθέω 'rauschen, brausen, lärmen', altcornisch stret 'latex', mittelcornisch streyth 'flusz', mittelirisch srithide fola 'ströme blutes' Walde-Pokorny 2, 704. seit dem 15. jahrh. belegt: strodeln (um 1450) Schmeller 2, 810; Eychmann h 5a; strodlen von hytz (1486) voc. predic. k 5a; Dief. gl. 231c; die formen mit stammvocal o sind seltener, halten sich aber zäh in den älteren lex. und in den maa.: Frisius 166b; nouv. dict. (Genf 1695) 354; Stieler 2214; Kramer d.-it. 2, 1016a; Dentzler 2, 279b; Aler 2, 1854; mundartlich in Aachen s. Müller-Weitz 238; Rovenhagen 143; oberdeutsch: Bühler 1, 152; Tobler 415; Schmeller 2, 6; Schöpf 722; Loritza 128; Höfer 3, 195; Stelzhamer 2, 105 Ros. bei Frisius u. a. vertheilen sich o- und u-formen auf verschiedene bedeutungen. der umlaut in alem. stridlen (1512) Kuhns zs. 15, 282; strödela Tobler 415; strüdeln Stalder 411 ist hervorgerufen durch das (stets mit -alon wechselnde) suffix -ilon. kurzvocalische formen: struddeln Stalder 411; struddle Schmidt Straszb. 106 f.; mit consonantenschärfung: strûtle Martin-Lienh. 2, 626. vgl. auch 1strütten. in drei sprachepochen besteht die vorliebe, das verb. mit einem zweiten (und dritten) schall- und bedeutungsähnlichen zu verbinden. 16. jahrh.: strudelt und prudelt H. Sachs 14, 172 lit. ver.; prodelt oder strodelt Mathesius Sarept. [] (1571) 125b; prudelt und str. ders. Syrach (1586) 2, 120b; barocklyrik: wudlend und strudlendes bächlein Harsdörffer frauenz.-gesprächsp. 5, )( )( )( )( )( 2a; wudelt — brudelt — str. Klaj bei Gottsched beitr. z. cr. hist. 7, 376; strudlende flut — brudlende brut Abele künstl. unordn. (1674) 5, 29; str. und brudeln und wudeln v. Birken forts. d. Pegnitz-schäf. (1645) 35; im umkreis der classik: prudelt's — strudelt's Göthe 15, 29 W.; strudelnd — sprudelnd ders. IV 38, 70; str. und sudeln ders. I 19, 119; str. und brudeln E. M. Arndt schr. f. u. an s. l. Deutsch. (1845) 1, 12; str. und sprudeln ders., briefe an Joh. Motherby 144; brodelt — strodelt Stelzhamer 2, 105 Ros. die bedeutung knüpft sich an die vorstellung stark bewegten wassers. dabei sind von haus aus der visuelle eindruck des wallens und der akustische des rauschens verbunden zu denken. in der praktischen anwendung des verb. ist das mischungsverhältnis verschieden. doch herrscht im ganzen das visuelle moment vor: auf seine rechnung kommt im wesentlichen die differenzierung der bedeutungen und die ausdehnung der anwendungsmöglichkeiten. immerhin wird von den lexikographen gelegentlich das akustische moment in den vordergrund geschoben: Adelung deutet das wort überhaupt onomatopoetisch, wb. 4, 458; strudeln 'der laut des wirbelns und sprudelns' Voigtel 3, 375b; strodla vom geräusch des siedenden wassers Schöpf 722; vgl. auch Stieler 2214 strodeln scaturire cum sonitu; selten litterarisch: da würdet ihr (in der wasserpfeife) ein strudeln und brudeln der ... wellen ... hören Balde truckene trunckenheit (1658) 31; eine stunde später drehen sich seine (des pferdes) enthäuteten glieder an einer zerbrochenen kosakenlanze über einem mächtigen feuer. es schmort und strudelt Dwinger zwischen rot und weisz (1930) 381; vgl. noch 6. AA. intransitiv. A@11) frühest und reichlich belegt im sinn des brodelnden, siedenden, kochenden wassers: fervere, lat. entsprechung zu den oben beigebrachten ersten belegen (1483: strodlen von hytz); ferveo sieden, strodlen, süttig heisz sein Frisius 69b; effervescere uber auszhin strodlen Maaler 393b; (e)bullio strodlen strudeln Frisius 116b; 456b; strudlen Calepinus xi ling. (1598) 174b; in alem. maa.: Fischer 5, 1882; strôdela, strodla Tobler 415; strodla Bühler Davos 2, 35; (im kessel) der ob dem fewer seudt und strudelt H. Sachs 21, 127 Götze; (der flusz) gab von sich einen dampff und rauch, war siedig heysz, und strudelt sehr Spreng Ilias 297b; wenn es endlich so lange und starck anfänget zu strudeln, dasz der oberste theil des glases erwärmet wird schles. wirtschafftsbuch (1712) 610; da brät's und prudelt's, da kocht's und strudelt's Göthe 15, 29 W.; siedend sprudelt sein (des punsches) gemisch, und schäumt, und strudelt Voss sämtl. ged. (1802) 6, 9; ähnlich vom perlen, moussieren des getränkes: was ist der rubinnectar, der in perlen strudelt ...? Bodmer abh. v. d. wunderb. (1740) 39; auch für das brodeln dickflüssiger massen: der bösen leib wie bäch und hartz ... wird strudlen siedend heysz (1625) bei Kehrein kirchenl. 1, 114; das hertz ... wird in grösten trübnüssen stecken, und gleichsam strudeln wie die erbes in einem siedenden hafen Abr. a s. Clara Judas 3 (1692) 444. überhaupt ziemlich häufig in bildlichem und übertragenem gebrauch: fervor siedenige liebe, als grosz liebe, dz sy uber sich strodlet voc. predic. (1486) K 5a; sein strudelnd blut, das rauch und rache dämpfet Pietsch geb. schr. 299; ich brenne ganz von zorn, das herz wallt auf und wudelt vor bitterbösem grimm, es brudelt auf und strudelt Klaj bei Gottsched beitr. z. crit. hist. 7, 376; ich habe gesehen, wie die verderbnisz der sitten siedet und strudelt, bis der kessel überläuft Eschenburg [] Shakesp. schausp. (1775—82) 2, 139; so siedets und strudelts noch immer in den ... Niederlanden Schubart bei Fischer schwäb. 5, 1882; ähnlich: in jene jugendzeiten ... wo alles noch unruhig in mir gohr und strudelte Mörike briefe an M. Speeth (1906) 28; und ich fühle die heilige gluth warm in mir strudeln und brudeln E. M. Arndt schr. f. u. an s. l. Deutsch. 1, 12. A@22) das natürliche wallen des wassers in meeren und flüssen: das strudeln der wellen und wasserwogen Barthrouherri (1696) 100 Olearius; oberhalb gegen der kochenden oder strudelnden see zu Pierot amerik. freibeuter 2, 361; plötzlich raffte ... der strudelnde schwall der gewässer (das schiff) Voss Odyss. 167 B.; die waldbäche zogen gebändigt ... den flüssen zu und strudelten, wo ein baumstamm ... in ihrem bett haftete Freytag ges. w. 9, 221. gelegentlich übertragen: das feuer strömt darin ... und strudelt ... wie ein meer Wieland Luc. 4, 212; (volksheer) strudelt auf königsplätzen Sonnenberg ged. (1808) 193; sogleich nun strudelt es (menschen) von ihm zu ihr, wie eine heerde strudelt vor dem treiber Immermann 11, 168 Boxb. häufig auch so, dasz neben oder an stelle des begriffes des auf- und abwärtswallens die vorstellung der horizontalen bewegungsrichtung in den vordergrund tritt, also 'bewegt flieszen, strömen': im fortlauff um-inselt sie das schlosz Spielberg, strudelt von dannen über felsen und klippen v. Birken verm. Donau-strand (1684) 39; allwo die keusche Susanna sich zu baden begunnte in einem wie crystall strudleten bächel Abr. a s. Clara etw. f. alle 2, 655; (ein sund) der von strudelnden strömen mit lautem brüllen durchkreutzt wird Bodmer Noah (1752) 51; der gieszbach, der von felsenhöhen in die täler strudelt Waiblinger bei K. Frey Waibl. (1904) 2, 19; mundartlich: der flusz strudlet über's wuhr 'nab Fischer schwäb. 5, 1882; bildlich: sie sprechen dabey sehr schnell. Sander nennt diese aussprache strudelnd Nicolai reise 5, 303; ihre worte strudeln, wo sie nur flieszen sollten Möser bei Sanders 3, 1246; das part. präs. öfter als bloszes schmückendes beiwort in verbindung mit flusznamen: der strudelnden Ister allg. d. bibl. 111, 327; vom strudelnden Hauthos Stolberg ges. w. 11, 170. A@33) wirbeln, sich im wirbel herumdrehen: strudeln, strodeln, gorgogliare, golfeggiare, girarsi e vorticarsi le acque in giro Kramer d.-it. 2, 1016a; tournoyer, aller en tournant Frisch nouv. dict. (1772) 575; (die Thur) dann wieder bald eine stille, bald eine strudelnde seetiefe bildet U. Bräker 2, 270; und reiszend sieht man die brandenden wogen hinab in den strudelnden trichter gezogen Schiller 11, 221 G. A@44) sprudeln, hervorsprudeln, -quellen: die cisternen aber thun nicht also (wie flieszende gewässer), sondern im anfang strudelen sie embsig daher ... aber über ein kleine zeit so versigen sie M. Herr feldbau (1551) 32a; diser bronn prodelt oder strudelt stets uber sich Mathesius Sarept. (1571) 125b; zudem lieget ein sandhübel in ihrem (der flüsse) munde, darüber das wasser eines halben mannes länge hoch strudelt Dapper Africa (1671) 388a; fürs erste strudelt das wasser aus den löchern und höhlen mit ... gewalt in die höhe Wünsch kosmolog. unterhalt. (1779) 2, 522. im vergleich: der undank ist eine quelle, aus welcher viel unzählige laster mit vollem strudeln herflieszen Neumark poet. u. mus. lustwäldch. (1652) IVb; ähnlich: nun strudelten fragen aus allen mäulern V. Weber holzschnitte (1793) 373; mit anderen flüssigkeiten: die heüpter, abgehauwen mit dem schwert, strudelten mit überflusz desz abnemmenden bluts Pinicianus Scanderbeg (1561) 118b; (wenn der hahn aus dem fasz fällt) strudlet der wein aus 'm fasz Fischer 5, 1882; auch österr. u. steir. für sprudeln: Mareta 2, 71; Unger-Khull 585a und schtrudle to spout Lambert pennsylvan.-germ. dial. 145. [] A@55) die subjectsverschiebung, die allgemein zu beobachten ist (z. b. das wasser strudelt neben der kessel strudelt unter 1) nimmt öfter solche form an, dasz das verb. eine causative bedeutung gewinnt 'einen strudel hervorrufen': (die hexe) daselbs ... mit den henndten in des teiffls namen in dem berürten lackhlen gestrudelt (1540) bei Schöpf 722; wie er auch des balthischen meeres gedencket, da der Leviathan prudelt und strudelt, wie das wasser im destillier kessel Mathesius Syrach (1586) 2, 120b; das wirbeln und strudeln der räderorgane läszt die tiere ... schwimmen Brehm thierleben 10, 97 Pech.-L. so mundartlich, von 4 aus entwickelt: shtrurelen das wiederholte harnen ('spritzen') rossiger stuten v. Pfister nachtr. 290; ähnlich: cacare von kindern das kind hat in die windel gestrudelt Kehrein Nassau 1, 397. A@66) nur in den maa. oder in mundartlich gefärbter umgangssprache weist strudeln verwendungen auf, bei denen die akustische bedeutungscomponente mehr oder weniger verselbstständigt ist; durchweg mit der subjectsverschiebung von 5. A@6@aa) strodeln röcheln, durch die mit schleim erfüllte drossel den athem laut aus- und einziehen Höfer 3, 195; röcheln kollern Loritza 128; beim athem ziehen rasseln, röcheln Schmeller 2, 810; Schacherl Böhmerwald 38; (bei einer erkältung) thuet einwendi' rodeln muesz tag und nacht strodln Lindermayr dichtg. in obderenns. ma. (1822) 173; (in der hölle) wo's bridelt und brodelt wo's lechátzt und strodelt Stelzhamer 2, 105 Ros. A@6@bb) strudeln von einer nicht sehr guten musik Mareta 2, 71; die musik musz wieder was strudeln kom. briefe d. Hans-Jörgels 33 (1854) 11; die begleiter der sängerin, d. h. die musikalischen, strudeln ganz famos ebda 50 (1855) 16. A@77) wie 1strudel B 1 entwickelt auch das verb. eine anzahl uneigentlicher bedeutungen; die bedeutung ist überall an ein persönliches subject geknüpft. A@7@aa) eilen, hasten: trepidatio das forchtsam und angsthafftig eylen und strudlen Frisius 1328; festinare eylen, im vil zu not lassen seyn und strudlen ebda 557; strudeln, strutten praecipitare, festinare Dentzler 2, 280a; ähnlich: strudeln in heftige bewegung versetzt werden, sehr unruhig sein Campe 4, 721; strudeln, strüdeln (obd.) unbesonnen verfahren Heyse 3, 1140; übereilt, hastig verfahren Schmeller 2, 810; Fischer 5, 1882; es werden oft also unsinnige ... köpf gefunden, die warten nicht, bis man die sach ... zum end bringt ..., sonder strutlen von stund an mit ungewüschtem hindern darvon Höniger narrensch. (1574) 27a; thuo dich des strudlens massen Wickram 4, 3 Bolte; wasz sie zu thun haben, thun sie so geschwindt, dasz sie drüber strudtlen Elis. Charl. v. Orl. br. 2, 608 Holland; du siehst an meiner hand, dasz ich nicht so strudele und sudele wie sonst Göthe 19, 119 W.; ins seelische gewendet: gedenk her, alles stridlens, betrübnus, ängsten (1512) Kuhns zs. 15, 282. A@7@bb) in speciellerer bedeutung des vorigen, von der arbeit; in obd. und md. maa.: strudlen, struttlen flüchtig, obenhin arbeiten Martin-Lienh. 2, 626 (woselbst belege); in ähnlicher bedeutung: strùdle Hunziker 261; strudle Seiler 282; strudeln, struddeln, strüdeln Stalder 411; strüdle, strudle (Schweiz) Frommanns zs. 6, 408; ebenso md.: shtrurelen v. Pfister nachtr. 290; strudeln Kehrein Nassau 1, 397; štrûrln Kisch vergleichend. wb. der Nösner ma. 219; strudele unordentlich arbeiten Schön Saarbrücken 205; mit weitergebildeter bedeutung: strudeln plagen, mühen Jakob Wien 186. A@7@cc) von der bedeutung 'hasten' ist wohl auch abzuleiten: strodeln mit den füszen strampen. das kind strodelt sich aus den windeln, strodelt die decke herab Schmeller 2, 810; strodeln mit den füszen stampfen, zappeln Unger-Khull 584a. A@7@dd) vom 17. jahrh. an begegnet der begriff 'hasten' eingeschränkt auf das sprechen: strudeln im reden präcipiti lingua verba intercidere Stör 2, 469; strodeln in dem [] reden parler précipitamment, bredouiller, praecipitanter loqui nouv. dict. (Genf 1695) 354; auch in den maa.: schnell und undeutlich sprechen Martin-Lienh. 2, 627 (struddlen, struttlen); Follmann 508 (strudlen); Autenrieth 139 (strudele); stottern Müller-Weitz 238 (strodele); Follmann 508; to speak indistinctly, sputter Lambert pennsylv.-germ. dial. 145 (schtruddle); fortgebildet: viel schwatzen v. Pfister nachtr. 290 (shtrurelen); (er hat) von kristlign werk langmächti' öppas gstrodelt Lindermayr a. a. o. (1822) 63. A@7@ee) Kaltschmidt (1851) 943 belegt eine bedeutung strudeln schwärmen, überschnappen, schwindeln; vielleicht zu 5strudel. BB. transitiv. spuren transitiven gebrauchs finden sich im 16. jahrh.: die lehr undereinander strutlen, gleich wie ein schumacher die leist untereinander wirft. es seind etlich die ... wissen keiner kunst das jhrig zu zueignen ... sonder werffen dasselbig alles untereinander Höniger narrenschiff (1574) 98; weiter bei Fischart 3, 61 Kurz in der zusammensetzung meszstrudeln, verb., die messe strudeln, eilig zu ende bringen. dann ist trans. gebrauch lange zeit nicht belegt, erst seit der zweiten hälfte des 18. jahrh. tritt er wieder auf, nun fast ausschlieszlich der poetischen sprache angehörig: manchen hat ins elend sie (Venus) gestrudelt Schiller 1, 190 G.; (der Vesuv) strudelt schäumend herrliche gluth in die schöne nacht aus Waiblinger ged. aus Ital. 2, 208 Gris.; wie sie (meine klänge) mich von dannen strudeln unbezähmbar, zaubervoll Strachwitz ged. (1850) 16. besonders sinnlich: in dem augenblick, in dem sich ... ein ei ... aus dem eierstock ablöst und durch die flimmerhaare des eileiters in den gebärmuttergrund gestrudelt wird mütter, kinder u. gesundheit (1931) 7. vgl. auch: tsəhôf-štrurln zusammendrehen, z. b. einen strick Kisch Nösen 150 u. Sanders wb. 3, 1246; erg.-wb. 536, woselbst weitere belege. hierher auch die bedeutung 'quirlen, umdrehen' in obd. maa., vgl. Schmeller 2, 810; Fischer 5, 1882.
15127 Zeichen · 336 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    strudelnswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    strudeln swv. vor hitze wallen, fervere Weig. 2,828 ( 1483 ), strodlen Dfg. 231 c . — zu strëden.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Strudeln

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Strudeln , verb. regul. neutr. mit dem Hülfsworte haben. Es ist eine Onomatopöie des Lautes, welchen ein flüssiger Körpe…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    strudeln

    Goethe-Wörterbuch

    strudeln [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    strudelnschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    strudeln schw. : 1. 'oberflächlich, schlecht arbeiten, pfuschen', struddele (šdrudələ) [KU-Hundh Kus IB-Ensh ( Glass 100…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit strudeln

29 Bildungen · 2 Erstglied · 24 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von strudeln 2 Komponenten

strud+eln

strudeln setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

strudeln‑ als Erstglied (2 von 2)

strudelnacht

DWB

strudel·nacht

-nacht : gesunken wär' ich bei dem groszen schiffbruch, der unsre zeit in strudelnacht hinabzog Körner 3, 218 Hempel. —

strudelnarr

DWB

strudel·narr

-narr : strutel narren ... diese seindts, so in den wichtigen und nothwendigen händlen keine rathschleg fürnemmen, sondern strudelen allein …

strudeln als Zweitglied (24 von 24)

Überstrudeln

Campe

Überstrudeln , v. ntr . mit haben. D. Überstrudeln. 1. \Uumlacute;berstrudeln, es strudelt über, übergestrudelt, überzustrudeln , über etwas…

Únterstrudeln

Campe

Únterstrudeln , v. ntr . mit haben, es strudelt unter, untergestrudelt, unterzustrudeln , strudelnd unter etwas fließen. D. Unterstrudeln .

Dúrchstrudeln

Campe

durch·strudeln

Dúrchstrudeln , v. ntr. mit sein, ich strudele durch, durchgestrudelt, durchzustrudeln, strudelnd sich durch eine Öffnung, durch einen Ort b…

Entstrudeln

Campe

ent·strudeln

◬ Entstrudeln , v. ntr. mit sein, strudelnd aus oder von einem Orte kommen. Die Katarakte zeugt's, Die wild der Alp entstrudelt. Kosegarten.…

erstrudeln

DWB

erst·rudeln

erstrudeln , vortices volvere: dasz über dir Ixions wirbelrad erstrudle. Stolberg 5, 71 .

Fortstrudeln

Campe

fort·strudeln

Fortstrudeln , v. I) ntr . 1) Mit sein , strudelnd von einem Orte sich entfernen. 2) Mit haben , fortfahren zu strudeln. II) trs . strudelnd…

Herstrudeln

Campe

herst·rudeln

◬ Herstrudeln , v. I) ntr . mit sein , strudelnd, in Strudeln herströmen, nahen. Dann auch bloß, strudelnd sich daher bewegen, wo der Begrif…

nachstrudeln

DWB

nach·strudeln

nachstrudeln , verb. strudelnd folgen: weltsysteme, fluten im bach, strudeln dem sonnenwanderer nach. Schiller 6 a .

Niederstrudeln

Campe

nieder·strudeln

◬ Niederstrudeln , v. I) ntr . mit sein , strudelnd, in Strudeln niederstürzen. II) trs . strudelnd, im Strudel niederziehen. — D. Niederstr…

überstrudeln

DWB

ueber·strudeln

überstrudeln , v. 1) in untrennb. verbindung, trans., strudelnd etwas überdecken: sie wurde von dem reiszenden wasser überstrudelt und fortg…

Umhérstrudeln

Campe

umher·strudeln

Umhérstrudeln , v ntr . mit haben , um etwas her strudeln, strudelnd sich bewegen. — Dort, wo sich nicht Lohn wies, Strudelt' umher Gedräng'…

Umstrudeln

Campe

Umstrudeln , v. ntr . mit haben und der Fügung eines trs . D. Umstrudeln. 1. Úmstrudeln, ich strudele um, umgestrudelt, umzustrudeln , strud…

verstruddeln, verstrudeln

RhWB

ver-struddeln, ver-strudeln: 1. eine Arbeit v., zu hastig, oberflächlich verrichten Verbr. wie str. 1. — 2. sich v., beim Sprechen sich verw…

verstrudeln

DWB

verst·rudeln

verstrudeln , verb. 1) intrans. ' in strudeln hervorkommend oder sich bewegend in die ferne flieszen; bis zur erschöpfung strudeln, aufhören…

Wegstrudeln

Campe

weg·strudeln

Wegstrudeln , v. I) ntr . mit sein , strudelnd sich entfernen. II) trs . wegstrudeln machen, strudelnd, im Strudel mit sich wegnehmen. — D. …

Zusammenstrudeln

Campe

zusammen·strudeln

Zusammenstrudeln , v. ntr . mit sein , strudelnd, in Strudeln zusammenfließen, zusammenkommen. D. Zusammenstrudeln .

Zustrudeln

Campe

zus·trudeln

Zustrudeln , v. ntr . mit sein , strudelnd zufließen. D. Zustrudeln .

Ableitungen von strudeln (3 von 3)

Entstrudeln

Campe

◬ Entstrudeln , v. ntr. mit sein, strudelnd aus oder von einem Orte kommen. Die Katarakte zeugt's, Die wild der Alp entstrudelt. Kosegarten.…

erstrudeln

DWB

erstrudeln , vortices volvere: dasz über dir Ixions wirbelrad erstrudle. Stolberg 5, 71 .

verstrudeln

DWB

verstrudeln , verb. 1) intrans. ' in strudeln hervorkommend oder sich bewegend in die ferne flieszen; bis zur erschöpfung strudeln, aufhören…