treulich,
adj. und adv. in älterer zeit triuwelîche,
häufiger triuwelîchen
und das unorganische triuweclîchen.
die pluralische form findet sich noch spät aus metrischen gründen: auff Christum sei es frey gewagt, der wird uns treulichen beistehn W. Schmeltzl
zug ins Hungerland (1556) a 1
b.
ein unterschied in der verwendung von treulich
und getreulich
ist weder beim adj. (
s. dazu auch teil 4, 1, 3, 4513)
noch beim adv. so deutlich zu sehen wie beim adj. treu
gegenüber getreu (
s. o. sp. 245
f.). treulich
ist vom 15.-18.
jh. die zum adj. treu
gehörige adverbform, bis im 19.
jh. dieses zugehörigkeitsverhältnis sich lockert und treulich
einen specielleren sinn erhält. II.
das adj. ist selten, meistens in etwas gewählter klingendem stil, hier und da wohl aus rhythmischen gründen: mit triuwelichem galme
passional 436, 82
K.; trewlich
fiducialis (1420) Diefenbach 434
a; es war mir gar ein troylich laid ... wo wir die sach recht thet besinnen
Sterzinger spiele 3, 143
Zingerle; ach, mein lieber richter, ich hab gleich selber ein treuliches mitleiden mit dir C. Huberinus
der christliche ritter (1558) j 6
b; so ist es mir bei meinem eid im hertzen mein ein treulichs leid Hans Sachs 21, 66
Keller- Götze; treulich dem pfade, den er vorgewandelt Kretschmann
s. w. (1784) 2, 90; mein geist schlingt sich mit treulicher bruderliebe ewig um den deinigen Schubarts
briefe bei D.
F. Strausz
werke 9, 2, 250; die lieb ist nur kurzweil, die freundschaft nicht treulich Herder 25, 254
S.; solchen vertrauten hat er gewählt! heitre die stirne! dein kleiner ist treulich Immermann 15, 93
Boxberger. IIII.
überwiegend wird treulich
als adv. zu treu
gebraucht. II@AA.
zuerst in bestimmten bezirken des menschlichen lebens: II@A@11)
in rechtlichen und politischen zusammenhängen (
vgl.treu I A): auff solches war Ludwig erschrocken, darumb, dasz er wuszte, dasz er nicht treulich genug fried mit dem könig gemacht hatte C. Dietz
annales (1621) 401; dasz sie (
die leute) zins ... trewlich bezahlen und ausrichten wollen
[] Luther 26, 211
W.; sie haben ehrlich und trewlich gehandelt Agricola 750
teutscher sprichwörter (1534) a 2
b; die städte hingen ihm nach wie vor treulich an Ranke
ges. werke 1 (1867) 101.
im sinne von soldatisch treu (treu I A 2): unsz sämbtlich und unser geliebtes vaterland treulich ... zu defendieren (
a. d. j. 1618)
acta publica 1, 161
Palm; leb ich, so leb ich ... dem fürsten treulich Logau 1, 103
Eitner; nur ein einziger begehrte es von ihnen, dasz sie nemlich Solyman und ihm, als dessen obristen, treulich huldigen
M. Krämer
leben und tapfere thaten (1681) 156; und stets o könig, wohlgemut in seiner und in deiner hut, darbringe treulich gut und blut J. H. Voss
sämtl. ged. (1802) 6, 227; weigerten sich die soldaten, den geforderten eid, treulich im kampfe beisammenzustehen, in seine hände abzulegen Mommsen
röm. gesch. 2, 302.
auch '
treu im dienste, in der pflicht': als er auffs treulichst gedient hatte Luther 24, 632
W.; bruder, dasz dich ja kein trieb der verdammten ehrsucht dien ihm treulich! (
dem kaiser) fasse! Chr. O. v. Schönaich
Heinrich der vogler (1757) 42; wohlan, ich weih mich pflichten; gott und der geist der tugend heiszt mich treulich sie verrichten R.
Z. Becker
mildh. liederb. (1799) 82; was man dem giebt, der treulich dient, ist alles viel zu wenig A. Schellhorn
sprichwörter (1797) 34; wo er seinen pflichten treulich vorstehend verweilte Göthe I 36, 14
W.; ich kenne das männliche verschlieszen in der brust anstatt zu klagen — und das treuliche erfüllen seines berufs A. Stifter
werke (1901) 2, 341.
formelhaft in der älteren rechts- und geschäftssprache, weit verbreitet treulich und ohne gefährde u. ä. im sinne von '
redlich und ohne hinterlist', '
ehrlich, aufrichtig und unparteiisch'
u. dgl.: (
richter) sollen seyn treuwlich und ungefährlich in allen sachen Fronsperger
kriegsb. (1573) 1, a 2
r; trewlich und ohngefehrlich
schöne weise klugreden (1548) 123
b; treulich und ungefährlich
mente simplicissima et vera fide Schönsleder
promptuarium (1647) J i i 8
b; treulich und ohn falsch und geferde Henisch 1418;
vgl.alles getreulich und ohne gefährde
am schlusz von gerichtsinstrumenten bei Schmeller-Fr. 1, 741.
auch asyndetisch: threulich ohn gevährde (
v. 1423) v. Lori
samml. d. baier. bergrechts 25;
vgl. noch Menanthes
neue briefe (1723) 553; Hippel
lebensläufe (1778) 2, 72.
in poetischer sprache gedehnt: denn wem ihr seyd verpflicht zu zollen schosz und ehren und was des dings mehr ist dem thut es auch gewehren treulich ohn gfahr und list D. G. Morhof
unterricht v. d. dtsch. sprache (1682) 1, 387. II@A@22)
entsprechend dem weiteren gebrauch von treu
auch allgemeiner: II@A@2@aa) '
hilfsbereit'
u. ä. (
vgl.treu I A 6): die so treulich ihrer pflegte
Venusgärtlein 6
ndr.; der sohn dieses redlichen dieners kam ihm dabei treulich zu hilfe Pfeffel
pros. versuche (1810) 3, 18; und so pflegten und hegten wir das mädchen treulich graf Pocci
lustiges komödienbüchlein (1877) 6, 20;
häufig treulich beistehen: so wöll er auch die liebe ganss nicht lan verspielen diese schantz sondern jhr auch trewlich beystohn W. Spangenberg
ausgew. dicht. 34
Martin; dasz Anton ... dem kayser Julius treulich beygestanden ... berichtet Plutarch Lohenstein
Antonius und Cleopatra (1680)
anm. 132; Zachariä
poet. schr. (1763) 1, 52; O. Jahn
Mozart 4 (1859) 689. II@A@2@bb)
in allgemein menschlichen beziehungen (
vgl.treu I A 7):
vom verhältnis zwischen verwandten: dann er ihm macht unzählig müh und achtet nicht all lehr und raht die ihm sein vater treulich that Fischart 1, 319
Hauffen. [] entferne dich, mein oheim, dasz ich hier die vaterpflichten treulich übernehme Göthe I 10, 257
W.; vor allem in ehe und liebe: wo weib und man treulich einander anstehen und zusammensetzen, ist es unmüglich, das sie not leiden S. Franck
sprüchwörter (1545) 1, 15
b; dein gemahel treulich leiden, freche unkeusch gar vermeyden Joh. v. Schwarzenberg
teutsch Cicero (1535) 132; hab ich sie nicht gleich meinem hertzen und noch viel treulicher geliebt G. Neumark
lustwäldchen (1652) 76; lieb als witwe mich im grabe so treulich wie du es bisher gethan Pfeffel
poet. vers. (1812) 1, 138.
in der freundschaft (
vgl.treu I A 8): Domitia halfe ihr treulich mit klagen A. U. v. Braunschweig
römische Octavia (1677) 1, 630; weil er zu mir aus fremden landen kommen, hab ich als freund ihn treulich aufgenommen J. G. Neukirch
anfangsgründe z. teutsch. poesie (1724) 114; er ... genosz in dieser zeit von den einwohnern viel achtung und freundschaft, die er treulich erwiederte G. Forster
sämtl. schr. (1843) 1, 213.
als briefformel geläufig bei Göthe: eilig wie treulich IV 35, 304
W.; treulichst IV 33, 241;
ebda IV 41, 28; IV 31, 161; treulich IV 35, 147; IV 41, 50; IV 41, 145;
ebenso bei Hebbel treulichst
briefe 7, 255
Werner. II@A@2@cc)
im verhältnis zwischen gott und mensch, bes. im kirchenlied (
s.treu I A 9): ihn (
gott) treulich bitten Keisersberg
trostspiegel b 3; (
der mensch musz) der gotlichen zusagung trewlich glauben Luther 6, 356
W.; die gott treulichen such und meyne Seb. Franck
kriegbüchlein des friedes (1550) 225; ... aber treulich hoff auf den herrn vertreulich Schede-Melissus
psalmen 109
ndr.; ich will dir (
gott) treulich folgen P. Gerhardt
bei Fischer-Tümpel 3, 301; weil nun gott nach seiner gnad trewlich errettet hat dieses jetzt verlauffen jahr B. Derschow
bei Fischer-Tümpel 3, 16; siehe, der hüter Israel sorgt treulich für dein leib und seel Joh. Steurlein
ebda 1, 5; gott hat doch immer trewlich für mich gesorgt Chph. v. Schmid
ges. schr. 3 (1858) 123. II@BB.
neben diesen bestimmten anwendungen hat das wort bedeutungen allgemeinerer art, die es dem allgemeinethischen gehalt des grundwortes verdankt. II@B@11) '
ehrlich, aufrichtig': daz rât ich triuwelîche dir Lamprecht
Alexander 4100
W.; dasz er (
der fürsprech) jnen die sach vor dem richter treüwlich wölle darthuon vnd fürtragen Joh. Frisius
diction. (1556) 236
a; min praszen han ich trülich büszt
Schweizer. schausp. d. 16. jh. 1, 250; ist er also trewlichen wandeln sein handel sey grosz oder klein, so gewinnt er die nahrung sein H. Sachs 17, 268
Keller-Götze; ein armer kann offt und trewlich lachen, jhn beleidigt offt kein sorg Petri
d. Teutschen weisheit (1604) 2, s 6
v; gott, sprach er (
Siegfried) musz dirs vergelten, dasz du so treulich an mir gehandelt hast
volksbuch v. gehörnten Siegfried 75
ndr.; ich will ihnen meines herzens gedanken treulich offenbaren
F. H. Jacobi (1812
f.) 5, 232; was andre denken, wohl zu kennen und treulich zu schätzen Göthe I 45, 177
W.; der churfürst ersuchte sie, die gefaszten beschlüsse nun auch zu hause treulich zu fördern Ranke
s. w. (1867) 1, 85;
ebda 2, 98. II@B@22) '
zuverlässig, gewissenhaft': de arbeide truweliker (
als der frühere)
Magdeb. schöppenchron. 375
Jänicke; [] wan ich hab zwischen beiden lieben den beren ie trewlich getrieben (
gekuppelt) H. Sachs 17, 13
Keller- Götze; wie neulich der bapst die heylige schrifft handelt und auszlegt, tzeygt uns an der anfang seynes decretals Luther 8, 485
W.; dasz die häuer und arbeiter ... denen gewerken zu nutz treulich arbeiten Christ. Hertwig
neues u. vollk. bergbuch (1734) 369
b; die ihm anvertrauten ordres prompt und treulich exequieren Fleming
d. vollk. teutsch. soldat (1726) 176; diesen grundsatz habe ich denn bis jetzt auch sehr treulich befolgt Gleim
briefw. 1, 178
Körte; wie treulich ihr der welt verschweigt, was euch gott im vertrauen sagen mag Schiller 5, 13
Gödeke; ich ... will die von euch mir aufgelegte pönitenz treulich verrichten maler Müller (1811) 3, 131; das alles nimmt der schlaf in heilige verwahrung, und zahlet treulich glück und miszgeschick und sorgen an jedem neuen morgen an jedes herz zurück Tiedge
werke (1823) 3, 13; dabei soll es aber auch treulich verbleiben Göthe IV 14, 20
W.; wozu ich mich jeden abend treulich zwinge fürst Pückler
briefw. (1873) 3, 233; ein bäuerlein, das treulich am feuer mitgefacht, lehnt dort an seinem spiesze, nimmt alles wohl in acht Uhland
ged. (1898) 1, 284.
vielfach geht die bedeutung ins ethisch-neutrale über; etwa bei Göthe
kann man oft kaum entscheiden, ob '
liebevoll', '
gewissenhaft'
oder '
genau'
gemeint ist: ein schönes talent, das er (
Tieck) treulich ausgebildet hat IV 15, 291
W.; wie sollt ich mich in dem ganz eigenthümlichen kreise (
Frankfurts) thätig wirksam erzeigen, wozu man vielleicht mehr als zu jedem anderen treulich herangebildet sein musz? I 33, 162
W.; dasz ich natur und kunst zu schaun mich treulich bestrebe I 1, 293
W. II@B@33)
in anlehnung besonders an B 1
erscheinen einige redewendungen, in denen treulich
wie in II B 1
zu verstehen ist, bald aber auch verblaszt und zur bloszen verstärkungspartikel wird: treulich meinen: meyne es von hertzen treulich Luther 15, 27
W.; meynet er es gut und treulich Hutten 1, 384
Böcking; als meyn er es trewlich und gut H. Sachs 17, 455
Keller; mein sies gut, trewlich und recht
ebda 17, 455; du bist mein freund ders trewlich und von hertzen meynt P. Gerhardt
bei Fischer-Tümpel 3, 319; kein vater kan es trewlicher meynen
engl. comedien u. trag. (1624) b 3
a; so es am trewligsten gemeinet Chemnitz
schwed. krieg (1653) 2, 61; die es treulich meinen Hoffmannswaldau (1697) 2, 102; arbeite redlich, meine es treulich, und bete fleiszig J. A. Quensted
ethica pastoralis (1678) 331;
ähnlich Butschky
Pathmos (1677) 399; P. Gerhardt
bei Fischer-Tümpel 3, 326
b.
treulich warnen: aber dem sucher wird disz gesagt, und wil ihn treulich gewarnet haben J. Böhme
schriften (1620) 5, 85; ist er bey seiner vorigen art geblieben, die unbehutsame menschen trewlich zu warnen Grimmelshausen 4, 506
Keller; er warnete ihn treulich, sich an Kosroes zu spiegeln A. H. Bucholtz
Herkuliskus u. Herkuliska (1665) 719; sie haben sie ... für aller falschen lehre trewlich gewarnet J. Prätorius
saturnalia (1663) 338; was ein treuer freund ist, derselbe warnet einen treulich vor unglük
Reinike fuchs (1650) 111.
treulich bitten, wobei die bedeutung nach C 2
hin schwankt: zu dem das die gemeine ritterschaft ... trewlich für mich gepetten H. v. Cronberg 104
ndr.; ich pit dich treulich und fein
altteutsche pass.-spiele 167
Wackernell; Schweizer. schauspiele d. 16.
jh. 3, 28;
M. Opitz
deutsche poemata 337, 22
ndr. [] treulich anbefehlen: (
der mann der edlen frau) sein töchterlein vergünnet und gabe und trülichen befulhe Arigo
decamerone 130
lit. ver.; ihne hiemit euer gnaden ... in schutz unnd schirm des allerhöchsten treulich befehlen B. Ringwaldt
christliche warnung (1588) b 1
a; auf sölches hat Carolus Martellus ... Pirminium ... gar treüwlich befohlen dem schirm hertzog Luitfrieden J. Stumpf
Schweizerchronik (1606) 405
b; trewlich befehlen als einem bekanten und freunde
commendare H. Decimator
thesaurus (1615). —
gern verstärkend treulich halten (
s. auch 2 d): feste und trewlich ... halten Bas. Faber
thesaurus (1587) 318; diesen frieden unverbrüchlich und treulich zu halten H. Rätel
Joachimi Curäi chronica (1607) 42; schwöre mir dein wort treulich zu halten Lessing 2, 368
L.-M.; an den rechtschaffenen sitten der väter treulich zu halten Mommsen
röm. gesch. 2, 84.
auch in verbindung mit der formel es ist mir leid
ist das wort oft zur bloszen zusatzpartikel abgeschwächt: ist mir aber, got weis es, treulich laid, das solchs bei mir geschehen solt
akten u. briefe z. kirchengesch. Georgs v. Sachsen 2, 165 (1525); das er ie wart ein oberkeyt, das ist im trüwlich also leyt Th. Murner
mühle 41
Bebermeyer; und ist in (
den teufeln) allen truwlich leit, so du erholest reinikeit Th. Murner
badenf. 135
Michels; es ist mir trewlich leydt, dasz dein etty zu gott ist gefaren J. Frey
gartengesellsch. 54, 11
lit. ver.; doch war es ihr trewlich leyd, dasz ir herr also traurig war J. Ayrer
processus iuris (1600) iii 1; welches mir trewlich leid ist Schweinichen 485
Österley; dasz mir alle ... eure widerwertige zustendt treulich laidt seind Äg. Albertinus
zeitkürtzer (1603) 25
b. II@CC.
der ethische gehalt des wortes tritt schlieszlich ganz zurück. es bedeutet dann: II@C@11) '
genau, sorgfältig': mit der milch treulich und fein reinlich umgehen
viehbüchlein (1667) 34; jährlich treuliche und genugsame rechnung thun v. Hohberg
georgica curiosa (1682) 1, 11; weil er den unglücklichen ausgang dieses sturmes ihnen so treulich wahrgesagt hatte Lohenstein
Arminius (1689) 2, 1073
b; der erinnerung treulich folgen Jung-Stilling 3, 75
Grollmann. besonders treulich darstellen, berichten, übersetzen
u. s. w.: trewlich beschrieben Luther 53, 417
W.; hör, wie er jnen (
den betrügern) jr eigen farw so trüwlich anstrycht H. Zwingli
v. freiheit der speise 38
ndr.; auffs treulichst transferiert
V. Boltz
Terenz (1539) a 1
a; da man (
das übersetzen) trewlich vnd eigentlich thun soll W. Xylander
Polybius (1574) 6; auffs treuwlichest verteutschet
ebda 1; treulichst berichten J. A. Cramer
nord. aufseher (1758) 2, 52; treulich ... wieder erzählen maler Müller (1811) 1, 10; das der natur so treulich nachkopierte Forster
ansichten vom Niederrhein (1791) 1, 131; die mittheilung ... so treulich wiedergabst Göthe IV 38, 11
W.; treulich nacherzählt Wackenroder
herzensergieszungen (1797) 154; Mark Antons feste hand fuhr treulich mit dem grabstichel nach A. v. Arnim 9, 244
W. Grimm; ich gab nun treulich, wie ein echo, jedem dinge seinen namen Hölderlin 2, 99
Litzmann; der wilde strom verzerrt das bild doch treulich gibts das bächlein mild O. Ludwig (1892) 1, 60. II@C@22) '
dauernd, ohne nachlassen' (
s. auch B 3): vn in diszem fliegen solt du dich trewlich üben Keisersberg
granatapfel (1510) g 5
c; zu dem ersten male must du dich vor treulich geübt haben in dem würkenden leben
ebda g 3
c; wie ich zwei acte treulich aushielt und mich rüstete zum dritten E. T. A. Hoffmann 6, 100
Grisebach; wie bald kan reichthumb dich verlassen, kunst aber wird dich stets umbfassen, sie nähret treulich ihren mann
Königsberger dichterkreis 48
ndr. [] häufig '
nachdrücklich, inständig': ir gspilen rufft sie trewlich an aber das mehrteil war hindan C. Scheit
fröhl. heimf. 155
Strauch; II@DD. treulich
als ausruf: die schlachtordt müssen wir machen von kannen und glesen vol bier und wein, treulich, das ist kein lachen Soltau
don Quichote (1837) 2, 249.