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gitter

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gitter n.

Bd. 7, Sp. 7571
gitter, n. herkunft und form. seit der 2. hälfte des 15. jhs., zuerst in Nürnberger quellen, belegt und wohl wie gatter zur idg. wurzel ghadh- 'vereinigen, eng verbunden sein', vielleicht älter 'umklammern, fest zusammenhalten' gehörig, vgl. Walde-Pok. 1, 531 und gut (teil 4, 1, 6, 1225f.). das verhältnis von gitter und gatter ist noch ungeklärt; schon mhd. tritt neben gatter (mhd. gater, m.) eine umgelautete, wohl deminutive bildung geter, n. (< *getiri?, s. oben getter teil 4, 1, 1, 1507) auf (dazu frühnhd. ein collectivum gegetter), aus dem man gitter durch mundartlichen lautwandel (etwa wie hippe < heppe, trichter < trechter, wichsen < wechsen u. s. w., vgl. Wilmanns gr. 13, 306) erklärt (s. Walde - Pokorny 1, 531); ein gëtter mit altem ë zu postulieren (vgl. Lessiak ztschr. f. dt. alt. 53, 111), dessen collectivum gegittere wäre, erscheint aus etymologischen gründen nicht unbedenklich, [] da e - vokal in dieser sippe sonst nirgends bezeugt; möglich ist auch, dasz zu getter analog zum typus berg: gebirge sekundär ein collectivum gegitter neu gebildet wurde (so Staub-Tobler 2, 507), doch setzt das für getter den mit altem ë weithin übereinkommenden sekundärumlaut ä (gäter < *gatari, nicht *getiri) voraus, was viele obd. maa. in der tat nahelegen (vgl. auch gegätter teil 4, 1, 2, 2193); das wegen seiner existenz im siebenbürg.-sächs. als relativ alt zu betrachtende gegitter (s. teil 4, 1, 2, 2305) könnte im anschlusz an gatter, getter verkürzt worden sein, hat doch später auch gitter sein neutrales geschlecht auf gatter (m.) übertragen; für die herleitung von gitter aus gegitter spräche auszer der im obd. teilweise auftretenden fortis im anlaut (s. Lenz Handschuhsheim 25b, 28a) auch die tatsache, dasz z. t. in älteren wörterbüchern gegitter neben gatter steht ohne erwähnung von gitter (vgl. z. b. im vocab. v. 1470 bei Diefenbach mlat.-hd.-böhm. 58) und ebenso in zahlreichen mundarten ein nebeneinander von gatter und gegitter beim fehlen von gitter zu beobachten ist, vgl. z. b. Kisch Nösener ma. 81a und 84b, Unger-Khull steir. 262a und 273b; Knothe Nordböhmen 240 und 243, Hönig Kölner ma. 68a und 70b u. s. w., wie denn gitter überhaupt mundartlich selten bleibt und erst aus dem schriftdeutschen übernommen scheint (vgl. rhein. wb. 2, 1249). anderseits ist zu beachten, dasz das simplex bereits im anfang des 14. jhs. in vergittern auftritt: suln auch die tür gen dem kyrchhofe also vergitert sein (v. j. 1311) Nürnberger polizeiordn. 291 Baader, vgl. auch in den oren (ist) das ferre gewurket gehoren gar durchnechtiglichen mit einem dunnen felle vergitert d. ackermann a. Böhmen 25, 31 Hübner. schriftsprachlich verdrängt das zunächst unhäufigere gitter wohl durch den einflusz der Lutherbibel und der städtischen handwerkersprache allmählich getter und gegitter und beschränkt gatter auf einige sonderbedeutungen, sodasz im 18. jh. gitter und gatter vorherrschen und von den grammatikern schon semasiologisch geschieden werden, vgl. z. b. Wachter gloss. (1727) 591, Stosch versuch (1777) 44 f., während Adelung 2, 433 und 692 gitter der hochsprache und gatter der niederen sprache zuschreibt. die form des plurals ist mit dem singular identisch, doch begegnet selten auch gittern, vgl. Luther 10, 2, 280 W., Fronsperger bauordn. (1564) 47a, nomenclat. in us. schol. (1634) 357, Th. Körner w. (1834) 1, 171. entlehnt wurde gitter, besonders in seinen technischen bedeutungen, insn., schwed. und engl. bedeutung und gebrauch. während gitter und getter (gätter) meist synonym bleiben, sondern sie sich gegen gatter schon im älteren nhd. oft fühlbar ab (vgl. teil 4, 1, 1, 1507) und bezeichnen dann ein feineres, künstlich gearbeitetes, ebenes gefüge aus dünnen parallel, kreuzweise oder verschränkt gestellten stäben (namentlich metallenen), oder netzartig geflochtenen drähten oder durchbrochenen figuren; vgl. die mundartliche unterscheidung: 'heute unterscheiden wir (im Elsasz) zwischen dem hölzernen gadder, gädder und dem eisernen gidder, gegidder' Schmidt Straszburg 37b und das frühe auftreten des compositum eysengitter gerra vocab. theut. (Nürnberg 1482) f 7b; in den wörterbüchern des 15.-17. jhs. gilt gitter fast ausschlieszlich als 'fenster-, tür-, käfiggitter', doch ist die bedeutung 'zaun, umfriedigung' ebenfalls schon für das 15. jh. gesichert, wenn auch bis ins 18. jh. gegenüber gatter weniger gebräuchlich. 11) als schutzvorrichtung aus eisen oder holz vor fenstern, türöffnungen, gewölbeeingängen und ähnl. 1@aa) besonders häufig bereits im älteren nhd. für das gitter vor dem fenster oder der fensteröffnung (s. gitterfenster und fenstergitter), vgl.zwerchhöltzer ... oder eisen für den fenstern oder sunst ghitter clathrivela Er. Alberus dict. (1540) b b 3b; gitter, fensterkorb graticcio di vinchi ò ferro Hulsius dict. (1618) 2, 182a; fenster, schrenckfenster, gitter, gätter oder gegitter aus geschrenckten eisernen stäben Comenius janua (1643) 202; eyserne gitter vor den fenstern clathrum Corvinus fons lat. (1671) 341. [] 1@a@aα) für das stabwerk, das das hineinsehen oder hinein- und heraussteigen verhindern soll: keiner (hat) gewalt oder macht, für sein fenster ... eisene oder höltzene gittern uber seines nachbaurn gerechtigkeit ... machen zu lassen Fronsperger bauordn. (1564) 47b, wo gitter wahllos mit getter wechselt; darumb er (Luther) auch sich befleisziget, zum fenster hinausz zu fliehen, aber umb des eysern gefesz halben hab er nicht können entweichen, und haben etliche durch die eyseren gitter ihm ein axt einwerffen müssen, damit er die thür geöffnet theatr. diab. (1569) 137b; oder man bedienet sich ... (statt der glasscheiben) zur sommers zeit, wie auch in den warmen ländern ... gestrickter oder geflochtener oder mit bildhauerarbeit ausgeschnitzter gitter Noel Chomels öcon. lex. (1750) 3, 1517; auswärts waren diese ihre fenster nicht ... mit eisernen gattern verwahret, sondern anstatt derselben war ein von metall mit kreuzstäben gegossenes gitter, welches in angeln hieng, und auf und zu gemacht werden konnte Winckelmann w. (1808) 1, 394; eine menge kleiner, baufälliger häuser mit hölzernen gittern statt der fenster bedeckten die plattform eines kasemattirten bastions Moltke ges. schr. u. denkw. (1892) 1, 128; mit besonderem gefühlsgehalt verbunden als das, was die weibliche ehre sichert oder die liebenden voneinander trennt: aber wenn man mit eyszern gittern und schlössern kunt gottis geschöpff und wort weren, hofft ich, wyr wollten auch szo dicke und grosze eyszern gittern fur setzen, das aus weybern menner würden Luther 10, 2, 280 W.; die doppelte gitter vor denen fenstern würden auch gut thun (um die weiber vor den männern zu schützen) Stranitzky ollapatrida 163, 32 Wiener ndr.; o durch das gelübde (der nonnen) wolten wir wohl kommen, wenn wir nur durch die gitter wären Lichtenberg aphorismen 2, 7 Leitzm.; (ich) versperre dich ins innerste gemach, mit schlosz und riegel, unter thor und gitter Grillparzer s. w. 6, 191 Sauer; ich kenn ihr (der geliebten) fensterlein, durch laden, glas und gitter schlüpft ich (wäre ich der mond) zu ihr hinein Wilh. Müller ged. (1868) 1, 6; trotz eltern, verwandten, gittern, schlössern ... und eigenen grundsätzen ... läuft (sie) ihm nach Holtei erz. schr. 4, 101. 1@a@bβ) für das vergitterte fenster als ganzes; oft mit der besonderen betonung, dasz der hinausblickende selbst ungesehen bleibt: zu denselben zeiten kam gen Janua ein hübscher, junger gelerter man, ... den ward Marina durch die gitter des hauses ansehen Albr. v. Eyb dtsche schr. 1, 63 Herrm.; die mutter Sisseras sahe zum fenster aus und heulet durchs gitter: warum verzeucht sein wagen? richter 5, 28; solches gitter oder kuckerlein Fronsperger bauordn. (1564) 48b; ehe sie zu der Neronia wohnzimmer gelangten, erblickte Tyridates seine Neronia durch ein gitter, das in das gemach hinein ginge Anton Ulrich v. Braunschweig Octavia (1677) 2, 19; (ihr sterne saht den missetäter) sein am heimlichen gitter lauschendes mädchen mit wonnevollen erwartungen entzünden Göthe 11, 120 W.; endlich entdeck ich sie durch ein verborgnes gitter im pallast Schiller 2, 125 G.; ach ich armes klosterfräulein, mutter, was hast du getan! lenz ging am gitter vorüber, hat mir kein blümlein gebracht Wolfs ztschr. f. dtsche mythologie u. sittenkde 1 (1853) 34; durchs gitter sehen u. ähnl. in typischer verbindung nach hohelied 2, 9: sihe er stehet hinder unser wand und sihet durchs fenster und gucket durchs gitter; von gott, der ungesehen den menschen beobachtet: gott, mein gott, ach wie so lang meiner seel ist angst und bang. schaustu noch, mein freund, durchs gitter, in dem schweren ungewitter? B. Prätorius bei Fischer-Tümpel kirchenlied 4, 40a; Jesus stehet hintern gitter und sieht deinem kampfe zu J. D. Ernst ebda 378b; [] dennoch bleibe ich stets an dir (gott), auch wenn du hinter der wand stehest, durchs fenster siehest, durchs gitter guckest Joh. Heusinger neueste sammlung leichenpred. (1764) 139; sprichwörtlich: durchs netz und gitter ist gut sehen Petri d. Teutschen weiszh. (1604) 2, s 2a, d. h. 'kann man gut sehen und doch verborgen bleiben'; anders: wer durchs gitter sieht, sieht oft, was er nicht gern sieht Binder sprichw.-schatz 75; schon miszverstanden scheint hinter dem gitter stehen im sinne 'etwas nicht genau sehen wollen' wie durch die finger sehen bei Eyering prov. (1601) 3, 28. 1@a@gγ) besonders prägnant als fenstergitter oder gitterfenster des gefängnisses: des jars vieng man die Podnerin und legt sie mit irm schreiber ins loch ... und der schreiber ... erprach oben ein eiseins giter und kom herausz städtechron. 10, 243; oft verbarg er (Johnson) sich in einem keller bei Moorfields, um einem zimmer mit eisernen gittern zu entfliehen Sturz schr. (1779) 1, 5; so haben wir, bey wasser und brod, sieben schreckliche wochen hinter eisernen gittern gesessen, ehe unser endurtheil gefällt ward Thümmel reise i. d. mittl. prov. v. Frankreich (1791) 5, 131; die thore spalten sich, die gitter springen, die mauer stürzt von ihren händen ein, und der freiheit des einbrechenden tages steigt Egmont fröhlich entgegen Göthe 8, 283 W.; drunten im tiefsten gewölb meines pallastes sollst du heulen ... und in des hungers wut in deines gitters eiserne stäbe die zähne schlagen Schiller 3, 244 G.; im bilde, 4 sich nähernd: wir sahn von nah und fern im todesungewitter auf dich, den letzten stern, schon aus der knechtschaft gitter Rückert w. (1867) 1, 87. 1@a@dδ) für andere verwendungsformen des gitters vor fensterartigen öffnungen, so im beichtstuhl: der geistliche, ein kräftiger mann in mittleren jahren, lehnte von drinnen den kopf gegen das gitter, das ihn von seinem beichtkinde trennte Storm ges. schr. (1899) 2, 197: 'bete für unsern herren abten. du weiszt, er ist krank.' 'nit besser zeithero?' bebte es leis und erschreckt durchs gitter E. v. Handel-Mazetti Stephana Schwertner (1927) 1, 138; für das gitterfenster im sprechzimmer der klöster (vgl. sprachgitter und klostergitter): grata, grada das gitter in einem nonnenkloster, durch welches man mit ihnen redt parlatorio Kramer ital.-teutsch. (1693) 521; es liebt in Welschland irgendwo ein schöner, junger ritter, ein mädchen, das der welt entfloh, trotz klosterthor und gitter Hölty ged. (1784) 60; gespräche mit fremden fanden (im kloster) nur durchs gitter ... statt Raumer gesch. d. Hohenstaufen (1828) 6, 348; vor einer theaterloge: die ältere zog sogleich das gitter vor, um uns den blicken der unzufriedenen balkonbewohner zu entziehen Holtei erz. schr. 2, 37, vgl. gitterloge. 1@bb) für ein aus gitterwerk verfertigtes tor, ein fallgatter u. ähnl.: (bretter soll man anschlagen) vor den zweien gittern an sant Seboltz kirchoff gegen dem millmarkt E. Tucher baumeisterb. 129 Lexer; thate ihme das kleine thürlein oder güdter an dem groszen gadter uff Seb. Bürster beschr. d. schwed. krieges 106 Weech; dem Montalbano ward das thor drauff auffgeschlossen, das gitter hinter ihm bald wieder fürgeschossen D. v. d. Werder ras. Roland (1636) 5. ges., 79. str.; (er) ritt ... durch das schwarze thor (des schlosses) ein, das hinter ihm das gitter fallen liesz Stifter s. w. 3, 172 S.; vielfach als gartentor: eine doppelte treppe führt zu einem eisernen gitter, das die gartenthür schlieszt Göthe 11, 228 W.; (Martin Salander) öffnete ... sachte das gitter und betrat den garten G. Keller ges. w. (1889) 8, 110; als sperrgitter am ausflusz eines gewässers durch eine mauer: und der ausflusz der Pegnitz lauft unter einem schwibbogen der stadt weg, und ist mit einem starken gitter geschlossen Chr. Fr. Nicolai reise d. Deutschland (1783) 1, 205; diese lieszen innerhalb des [] aquädukts eine dreifache mauer erbauen, durch welche vermöge eines gitters das wasser seinen durchflusz nehmen konnte Platen w. 3, 160 R. 1@cc) für einen aus gitterwerk bestehenden festen abschlusz vor gewölben, gräbern, höhlen, wehrgängen u. a.: (im tempel zu Delphi) doch wurd gemachet von den weysen uber das loch ein gitter von eysen, das nyemand mehr darein kund fallen. endlich wurd auch erwelt von allen ein jungkfrau, die man setzet hoch auff disz gitter der hölen loch Hans Sachs 2, 69 K.; der möcht die streichwer unden so weyt er die haben wolt in die runden wie einen weyten prunnen auffmauern lassen und oben mit starcken gittern verdecken A. Dürer etl. underricht (1527) c 2b; grosze gewölbe, durch eiserne gitter verschlossen, zeigen die marmornen denkmäler (grabmäler) der neuern könige H. Steffens was ich erlebte (1840) 1, 110. 22) für scheidewände und schranken aus gitterwerk; in kirchen besonders die den chor vom schiff trennende durchbrochene gitterwand oder schranke: als man in die pfarrkirchen kommen, ist die fürstliche leiche im chor vorm altar nidergesetzt und die schüler, so zum singen bestellet, ins gitter (innerhalb des gitters) beym taufstein geordnet worden H. Rätel Curäi chron. (1607) 498; sonderlich baueten ihnen die kirchendiener einen sonderbaren ort, den sie (die kleriker) allein einnahmen und gleichsam das heiligthum nenneten, und mit gittern und scheidewänden wol verwahrten G. Arnold kirchen- u. ketzerhist. (1699) 169a; (es) ward mir das gitter des altares geöffnet, so dasz wir uns auf die stufen reihen und die ganze handlung (die messe) aus der nächsten nähe betrachten konnten Grillparzer s. w. 19, 233 S.; ein eisernes gitter schlieszt die kirche von einer kleinen vorkirche, so dasz man alles sehen, weiter hinein aber nicht kommen kann Göthe III 1, 178 W.; durchbrochene schranken und gitterwände in amtszimmern u. dergl. zur trennung von amtspersonen und publikum: das ältere expeditionszimmer (der bibliothek) ward durch ein gitter getheilt, um das geschäft des ausgebens und einnehmens zu beruhigen und zu sichern Göthe IV 32, 108 W.; der raum, wo der leitende rat und die drei oder vier auscultatoren mit dem rücken gegen das publikum saszen, war von hölzernen gittern umgeben Bismarck ged. u. erinn. 1, 27 volksausg.; für im freien errichtete schranken: (man sah) eine unglaubliche menge volcks auf der hofstraszen, welche mit weiszglitzendem sande bestreuet und fein geebnet war, und zu beiden seiten ein höltzern gitter oder schranckwerck hatte Er. Francisci lust. schaubühne (1702) 1, 158; schon in 3 übergreifend: pfähle wurden eingerammt und balken darin eingefugt, zum gitter, welches den kampfplatz vor der zudringenden menge sichern sollte Fouqué zauberring (1812) 1, 183; als zollschranken: so blieben die Deutschen getrennt durch zahlreiche mauthlinien; die Deutschen konnten, so spottete man in der fremde, nur durch gitter miteinander verkehren Treitschke hist. u. polit. aufs. (1886) 1, 235; als hindernisgitter an der inneren grabenwand von befestigungen, vgl. v. Alten hdb. 4, 262b und 765b. 33) für aus gitterwerk bestehende zaunartige umfriedigungen, wie sie vor erkern, um brunnen, gärten u. s. w. angebracht werden; die vorstellung des einschlieszens, einfassens verdrängt hier meist die des abschlieszens: es soll ... der stat paumeister bestellen zwen gesellen in den schön prunnen, die inwendig des gitters sein an dem freitag früe pisz man das heiligtum geweist, und denselben gesellen bevelhen, das sie niemant lassen an den gittern hinauf oder in den prunnen steigen E. Tucher baumeisterb. 131 Lexer, vgl. 152; einem maler in nunnengesslen von den eisznen gittern in meinem gartten anezustreichen A. Tucher haushaltbuch 71 Loose; die heilig stig, darauf Christus zu dem richthaus gefurt ward zu dem urteil ... hat 28 schon lang staffeln, und an der [] 18. staffel von oben herab, do ist ein grünsz creutzlein eingemacht und ein gitter darob, do Christus nidergesigen ist N. Muffel beschreib. Roms 16 Vogt; Syrach redt auch die wort zuvorn: dein gitter du verzeunst mit dorn, warumb machstu kein riegel für, für deines waschenden mundes thür? Eyering prov. copia (1601) 1, 101; kunstlich geflochten gitter, so man an die röhrbrunnen, ercker oder sonsten zu machen pflegt Kramer ital.-t. (1693) 443a; ein schönes, goldenes gitter umgab das ganze liebe gärtchen Cl. Brentano ges. schr. (1852) 5, 114; da leuchteten mir durch das eiserne gitter des kirchhofes grüne bäume und sträucher so verlockend entgegen H. Seidel vorstadtgesch. (1880) 1; (er wolle) die stelle (grabstelle) mit einem gitter versehen oder mit einem buchsbaum umziehen Fontane ges. w. I 6, 382; bildlich für 'umzingelung': sie schlieszen den gegner in einem immer engeren gitter ein, Blücher und Schwarzenberg rücken beide schon näher an Dresden heran L. Häuszer dtsche gesch. (1854) 4, 416; brachest durch die gitter der feinde, die für jetzt zu weichen dachten Rückert w. (1867) 1, 20; 44) mit dem begriff des einschlieszens besonders für die umzäunung von tiergehegen und käfigen; sowohl für das gehege als ganzes wie für die einzelnen gitterwände gebraucht: er (gott) gedenkt also: ich habe wilde, unvernunfftige, rasende thier ynn der welt, wolff, beren, lewen etc., darümb mus ich sie versperren, verrigelen, mit eyszern gitter vergittern und mit starcken mauren verschlieszen, das sie sich nicht untereinander würgen Luther 16, 507 W.; mit einem löwen ... schertzet ein teutscher fürst, ... stecket zum gitter sein paret hineyn Kirchhof wendunmuth 1, 68 Österley; der thiere könig, löw, streng so an aug als klauen, trägt ketten an den hals und wird im gitter mild Abraham a s. Clara huy u. pfuy der welt (1707) 136; dann rast er (der sturm) um sich mit des raubthiers angst, das an des gitters eisenstäbe schlägt Schiller 14, 371 G.; die neue parkanlage und die gänschen, die durchs gitter fressen, werden ihnen nicht geringe unterhaltung gewähren Göthe IV 15, 218 W.; die vögel ... starrten durch ihre gitter auf das bett Fontane ges. w. I 1, 79; vergleichbar: er thut wie ein narr im gitter Kirchhofer schweiz. sprüchw. (1824) 240. 55) in verschiedenen, meist technischen verwendungen für vorrichtungen, die wie ein gitter beschaffen sind; zum schutz und durchsehen als helmgitter (s. teil 4, 2, 978) am visier: durch das gitter aus dem helm lauscht sie (die puppe als Minerva verkleidet) wie ein schlauer schelm Cl. Brentano ges. schr. 5, 125; vor den fluglöchern an bienenkörben: ziehlochsklappen sind gewisse gitter, so man vor die ziehlöcher macht, um den räubern den eingang zu verwehren Overbeck gloss. melitt. (1765) 100, vgl. fladergitter 30; diese gitter (am gehäuse einer wassermottenlarve) sind ganz regelmäszig und gleichen einem sieb mit löchern in concentrischen reihen, was sich sehr schön ausnimmt Oken allg. naturgesch. 5, 1470; als ehernes tragnetz: (Moses) machte am altar ein gitter wie ein netz von unten auf bis an die hälfte des altars 2. Mos. 38, 4; 'gitter, hölzernes gitterwerk des verdecks der kriegsschiffe, welches gemacht wird, um dem dampfe des unter dem verdecke losgebrannten geschützes eine ausflucht zu verschaffen' Eggers kriegslex. (1757) 1, 1069: daher entwiche Antonius diesem überfall, begab sich mit seinem volck unter das gitter im schiffe und wehrte sich ungefähr eine halbe stunde lang F. M. Pinto wunderl. reisen (1671) 84, vgl. dampfgitter (teil 2, 720); gitterförmige spalierwand im gartenbau: ich ging zum gitter im boskett, wo die blumen alle stehen auf hohen paradegestellen, man kann dran hinaufsteigen Bettine Cl. Brentanos frühlingskranz (1844) 221; eine [] über ein gitter geflochtene weinrebe verwandelt diesen hof in einen selbst im hohen sommer kühlen und reizenden salon Moltke ges. schr. u. denkw. 1, 207; gitter, ein teil des pfluges Mensing schlesw.-holst. 2, 384. — vielfach als 'rost' oder 'sieb': man macht aber unser papier ausz alten hederlein, die man stampffet und gleich zu einem musz machet, und darnach auf dretenen gittern formieret und zwischen filtzen presset Mathesius Sarepta (1571) 106a; da aber die Behmen wichen, waren die Hungern hinder inen her und stürtzeten sich sampt den rossen in die gräben, darüber heimlich gitter gemacht und stroh gedeckt war. und wurden also ir viel uberfallen und umbgebracht Martin Boregk behmische chron. (1587) 55; vor dem zapffenloch musz es (das fischwasser) auch mit einem starken gitter verwahret seyn, dasz der fisch nicht mit weglaufft, wann man den teich abläst fischbüchlein (um 1660) 98; die müllner fast alle insgemein werden nechst oberhalb der mühl ein höltzernes gitter in dem wasser haben, welches sie pflegen den rechen zu nennen, und ist dieser zu nichts anderst, als dasz er prügel, stecken, stauden und gesträuszwerck aufhalte Abr. a s. Clara Judas d. ertzschelm 3 (1692) 322; für die durchlüftung: sind gitter oder klappverschlüsse angeordnet, so ist die öffnungsgrösze so zu wählen, dasz die summe aller durchbrechungen des gitters, der sogen. reine querschnitt, mindestens so grosz ist wie der zugehörige kanal Karmarsch u. Heeren techn. wb.3 10, 72; besonders im bauwesen für gitterartig aufgebaute wandungen aus holz oder eisen: die beiden gegeneinander gestellten gitter, welche je ein gespärre bilden Mothes baulex.3 2, 98a, vgl. technische composita wie gitterbalken, -bogen, -brücke, -dach, -gespärre, -pfeiler, -sparren, -system u. s. w.; in der elektrotechnik für die in form eines gitters aus blei gegossene akkumulatorenplatte, vgl. Blaschke elektrotechnik (1901) 54; in der radiotechnik die siebartige platte (drahtnetz oder spirale) für die steuerung des elektronenstroms einer verstärkerröhre, vgl. in fachausdrücken wie z. b. gitterableitung, -abstimmung, -kreis, -röhre, -spannung, -strom, -welle, -widerstand; in der physikalischen optik (spektralanalyse) sind gitter die rahmen mit parallel in gleichen abständen gespannten dünnen drähten (drahtgitter) oder eine beruszte glasplatte mit feinen parallelstreifen (ruszgitter) oder eine glasplatte mit eingeritzten strichen (glasgitter), sämtlich sogenannte plangitter, durch die eine beugung der hindurchgehenden lichtstrahlen hervorgerufen wird; auch verwendet für das system der im raum regelmäszig angeordneten kleinsten teilchen (raumgitter) einer materie wie die atome (atomgitter) in kristallen (kristallgitter), die moleküle (molekelgitter, molekulargitter), die ionen (ionengitter) u. s. w., die bei strahlen kleinster wellenlänge solche brechungen bewirken; dazu gehören fachliche termini wie gitterdimension, -ebene, -energie, -erscheinung, -konstante, -spektrum, -störung u. s. w.; ähnlich für die gesamtheit der pflanzenzellen, die gitterartig gebaut sind, dazu die composita gitterblase, -gewebe, -skelett, -zelle u. s. w. 66) übertragen auf dinge, die wie ein gitter aussehen oder wirken; poetisch vielfach von dem gezweig der bäume: nur verstohlen durchdringt der zweige laubichtes gitter sparsames licht Schiller 11, 77 G.; der cedern dom hallt ihn (den namen) nicht wieder, und der freudge strom verräth ihn nicht des schilfes grünen gittern Freiligrath ges. dicht. (1870) 5, 11; weniger typisch gebraucht: der fall ereignet sich allezeit, so oft das netz gezogen wird, dasz die fische welche kleiner sind als die gitter des netzes, durchschlupfen, und die gröszern hangen bleiben Lessing 7, 442 M.; als (der ritter) durch des blusenflores gitter ein andres hemde sah Gökingk ged. (1780) 3, 89; unter diesem gitter der gespannten bänder (der spinnrocken) tanzt nun die ganze gesellschaft Böhme gesch. d. tanzes 191; [] und durch finstrer wolken gitter flimmern wechselnd kleine sterne Tieck schr. (1828) 1, 303; das weisze gitter der zähne Jul. Mosen s. w. (1863) 7, 233. 77) für liniensysteme, die die form eines gitters haben; in der heraldik, vgl. wapengitter cancelli di armi Kramer t.-ital. (1702) 1253a; 'gitter ist heroldfigur und entsteht aus zusammenkunft mehrerer schräger oder auch quer und senkrecht geschränkter kreuzfaden. aus queren und senkrechten faden entsteht das aufrechte gitter' v. Querfurth herald. terminol. 55; 'gitter heiszt ein aus mehr wie vier stäben bestehendes kreuz' Siebmacher-Gritzner wappenbuch einleitungsbd. abt. B (1890), 39: gitter (bedeutet) standhafftigkeit Schumacher teutsche wapenkunst (1694) 61; in der zeichenkunst, kartographie u. s. w. die gitterförmig gezogenen hilfslinien, in gleichen abständen rechtwinklig parallel angeordnet (vgl. gitternetz); zunächst noch eigentlich für das auf das original gelegte fadengitter im rahmen, dann für das gezeichnete liniensystem der kopie: 'in der zeichnungskunst ist das gitter ein viereckter rahmen, dessen innerer raum mit dünnen faden durchkreuzet ist, figuren aus dem groszen in das kleine zu bringen' Adelung 2, 692b; der erste, so von der gevierdten ramen oder gitter, so viel ich erfahren, geschrieben, ist Albertus Dürer von Nürnberg gewest L. Hulsius erster tractat (1604) 74; alsdann verfahren sie (die bildhauer), wie man ein gemälde durch ein gitter verjünget und vergröszert, und eben so viel einander durchschneidende linien werden auf den stein getragen Winckelmann s. w. (1825) 1, 40; anders die sich schneidenden hilfslinien der perspektivischen darstellung: also ist die schattensvierung ... sampt den innwendigen creutzlinien oder gitter recht gefunden A. Alberus perspectiva (1623) 94; für ein tabellensystem: John beschäftigte sich die gitter der graphischen tabellen zu ziehen Göthe III 9, 75 W.; in der mathematik und physik zwei scharen von parallelen graden, die sich unter einem beliebigen winkel schneiden, vgl. Östergaard lex. 8 (1932) 604; auch allgemein linienfiguren in der form eines gitters: tarte (torte) von eingemachten johannisbeeren mit einem gitter Amaranthes frauenzimmerlex. (1715) 1968; die hauptfarbe (des schermesserfisches) gelblichroth mit blauen gittern am leib Oken allgem. naturgesch. (1839) 6, 219; daher gitter als name einer gitterförmig gestreiften schnecke (patella graeca L.), vgl. Campe 2, 381a.
26772 Zeichen · 432 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gitterstn.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    gitter stn. s. giter.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gitterSb.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    gitter , Sb. nhd. Gitter Hw.: s. gādere, getter E.: s. gādere?; Herkunft unklar, Kluge s. u. Gitter L.: MndHwb 1/2, 97 (…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gitter

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Das Gitter , des -s, plur. ut nom. sing. Diminut. das Gitterchen, Oberd. das Gitterlein, ein jedes Werk das aus parallel…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gitter

    Goethe-Wörterbuch

    Gitter 1 parallel od kreuzweise angeordnetes Stabwerk zur Abriegelung, Einhegung od räuml Gliederung; öfter ‘eisernes G.…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gitter

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gitter , Umrahmung oder Umfriedigung eines Raumes, Verschluß einer Fenster- oder Türöffnung mittels Durchkreuzung von St…

  6. modern
    Dialekt
    Gitter

    Schweizerisches Idiotikon · +4 Parallelbelege

    Gitter Band 2, Spalte 507 Gitter 2,507

  7. Sprichwörter
    Gitter

    Wander (Sprichwörter)

    Gitter 1. Ein goldenes Gitter ist auch ein Gitter. 2. Hinter dem Gitter schmeckt auch Honig bitter. 3. Wenn das Gitter i…

  8. Spezial
    Gitter

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Git|ter n. (-s,-) 1 (Absperrung aus Draht oder Metall) feriada (-des) f. , grata (-tes) f. 2 (Gatter) pontin (-s) m. , p…

Verweisungsnetz

54 Knoten, 47 Kanten

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gitter

144 Bildungen · 86 Erstglied · 56 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von gitter

gitt + -er

gitter leitet sich vom Lemma gitt ab mit Suffix -er.

Zerlegung von gitter 2 Komponenten

git+ter

gitter setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gitter‑ als Erstglied (30 von 86)

Gittertor

SHW

Gitter-tor Band 2, Spalte 1369-1370

Gitterzaun

SHW

Gitter-zaun Band 2, Spalte 1369-1370

gitterarbeit

DWB

gitter·arbeit

gitterarbeit , f. , aus gitterwerk verfertigte kunstvolle arbeit: die tischler machen auch aus holz allerhand gitterarbeit Eggers kriegslex.…

gitterartig

DWB

gitter·artig

gitterartig , adj. , adv.; nach art eines gitters, wie ein gitter aussehend: das oberleder ( des schuhes ) ist gitterartig durchbrochen M. H…

gitterbalken

DWB

gitter·balken

gitterbalken , m. , bautechnisch, ein kleiner gitterträger ( s. dort ): bei gitterbalken auftretende nebenspannungen Lueger technik (1894) 4…

gitterbett

DWB

gitter·bett

gitterbett , n.; bett, dessen seiten mit gittern versehen sind, besonders für kinder gebraucht, vgl. gitterbette lectus cancellatus Stieler …

gitterblech

DWB

gitter·blech

gitterblech , n. , technisch, gitterförmig gelochtes blech oder gitter von eisendraht, z. b. bei den gürtlern, vgl. Jacobsson 2, 98 a ; in d…

gitterboden

DWB

gitter·boden

gitterboden , m. : ( jeder kessel ) besitzt über seinem geschlossenen boden einen gitterboden Lueger technik (1894) 1, 703 . —

gitterbogen

DWB

gitter·bogen

gitterbogen , m.; im brückenbau: gitterbogen bestehen aus zwei concentrischen bogen und dem dieselben verbindenden gitterwerke Karmarsch u. …

gitterbrücke

DWB

gitter·bruecke

gitterbrücke , f.; eine hängebrücke, deren hauptträger als eiserne ( oder hölzerne ) gitterträger ausgeführt sind, vgl. Lueger technik (1894…

Gittererker

Campe

gitter·erker

○ Der Gittererker , des — s , d. Mz . w. d. Ez. ein mit einem Gitter umgebener und verwahrter Erker (Balcon ). Kinderling.

Gittereteⁿ

Idiotikon

Gittereteⁿ Band 2, Spalte 507 Gittereteⁿ 2,507

gitterfalle

DWB

gitter·falle

gitterfalle , f. , aus eiserngittern bestehende falle: man hatte ... eine solche gitterfalle mit einem selbstschusz eingerichtet Göthe 24, 6…

gitterfalter

DWB

gitter·falter

gitterfalter , m. : name eines schmetterlings ( vanessa levana, vanessa prorsa ): der sogenannte gitterfalter oder die schwarze landscharte …

gitterfarn

DWB

gitter·farn

gitterfarn , m. , name einer farngattung ( hemionitis ) mit kreuzweise liegenden befruchtungsteilen, vgl. Nemnich wb. d. naturgesch. 196 : d…

gitterfenster

DWB

gitter·fenster

gitterfenster , n.; fenster, das mit einem gitter (1 a α ) versehen ist, vgl. ein gitterfenster fenestra clathrata nomencl. lat.-germ. (1634…

gitterflügler

DWB

gitterflügler , m. , dasselbe wie netzflügler ( s. teil 7, 642), eine ordnung von insekten ( neuroptera ): gewisse gitterflügler, deren flüg…

gitterförmig

DWB

gitter·foermig

gitterförmig , adj. , adv.; ' die form eines gitters zeigend, in form eines gitters gebracht ', vgl. gitterförmig treillisse Schwan dict. (1…

Gittergang

Campe

gitter·gang

◎ Der Gittergang , des — es, Mz. die — gänge , ein mit einem Gitter sowol auf einer Seite als auf beiden Seiten versehener Gang.

gitterhaft

DWB

gitter·haft

gitterhaft , adv. , nach art eines gitters: kostbarer trugen sie das buntfarbige gewand, nach gallischer sitte, gitterhaft gestreift Zschokk…

gitterhaus

DWB

gitter·haus

gitterhaus , n.; vogelhaus, dessen wände aus gittern bestehen, vogelkäfig: das schöne gitterhausz wil ihr ( der nachtigall ) gar nicht gefal…

gitterhelm

DWB

gitter·helm

gitterhelm , m. , helm mit gitterförmigem visier ( vgl. gitter 5): ( er ) schlägt den gitterhelm zurück P. Heyse ges. w. (1872) 3, 103 .

Gitterhorn

Campe

gitter·horn

Das Gitterhorn , des — es, Mz. die — hörner, s. Campe Gitterschnecke .

gitterig

DWB

gitte·rig

gitterig , gittericht , adj. , adv.; ' die form eines gitters zeigend ', ' mit einem gitter versehen ', vgl. gittericht clathratus, cancella…

gitterkabinett

DWB

gitter·kabinett

gitterkabinett , n. , aus gitterwerk gebildete laube, in gärten: die pflanzungen bestehen in wäldchen, ( die ) ... mit ruheplätzen, gitterka…

gitterkäfig

DWB

gitter·kaefig

gitterkäfig , m. , aus gittern bestehender käfig ( vgl. gitter 4): Hans ... hatte bereits vorher eine anzahl kleiner zierlicher gitterkäfige…

gitterkasten

DWB

gitter·kasten

gitterkasten , m. , aus gitterwänden gefügter kasten: ewig müssen loser knaben schlingen, ruthen, gitterkasten euch ( vögel ) nicht schaden …

gitter als Zweitglied (30 von 56)

Afsparrgitter

MeckWB

Wossidia Afsparrgitter n. Absperrgitter, Imkereigerät aus gelochtem Blech zum Absperren des Brutraums vom Honigraum der Bienenwohnung U. Imm…

balkongitter

DWB2

balkon·gitter

balkongitter n. : ⟨1879⟩ sie sah dann aber bald wieder gespannt durch das balkongitter in die lange leere straße hinab Heyse [1924] I 3,574.…

beingitter

DWB

bein·gitter

beingitter , n. clathrum osseum: beingitter stehen zwischen den menschenseelen, und doch kann der mensch wähnen es gebe auf der erde eine um…

chorgitter

DWB2

chor·gitter

chorgitter n . den chorraum einer kirche abschließendes gitter, chorschranke: 1683 Beer sommer-täge 373 HND. 1985 zeit (8.11.), DWDS-arch.

dampfgitter

DWB

dampf·gitter

dampfgitter , m. ein hölzernes gitter auf dem verdeck eines kriegsschiffes, durch welches der dampf des losgebrannten geschützes zieht.

Dradgitter

WWB

Drad-gitter n. Drahtgitter ( Kr. Halle Hal Bh).

drahtgitter

DWB

draht·gitter

drahtgitter , n. gitterwerk aus metalldraht, z. b. zum einsetzen in ein fenster, zu einem vogelbauer. reticulum ferreum Stieler 591 . franz.…

Eis(en)-(ge)gitter

PfWB

eisen·gegitter

Eis(en)-(ge)gitter n. : 'Eisenzaun', -gitteʳ [ RO-Münchw ], -gegitteʳ [ SP-W'see ]. SHW Südhess. II 167 . —

eisengitter

DWB

eisen·gitter

eisengitter , n. clathri ferrei, im voc. theut. 1482 f 7 b gerra (gerrae sind crates vimineae ): kein eisengitter schützt vor ihrer list. Sc…

fenstergitter

DWB

fenster·gitter

fenstergitter , n. calathri fenestrarum, die gegen einbruch sichern: nun brach man schnell, trotz sturm und graus, entzwei das fenstergitter…

Fladergitter

Campe

flader·gitter

† Das Fladergitter , des — s , d. Mz . w. d. Ez. ein Gitter vor den Fluglöchern der Bienenstöcke.

fleischundbeingitter

DWB

fleischundbeingitter stehen zwischen den menschenseelen und doch kann der mensch wähnen, es gebe auf der erde eine umarmung, da nur gitter z…

gartengitter

DWB

garten·gitter

gartengitter , n. gitter um einen garten: kirschblüthen zittern an gartengittern mit süszem ruch. Schmidt von Werneuchen alm. f. 1802 s. 49 …

Gegengitter

Campe

gegen·gitter

Das Gegengitter , des — s , d. Mz . w. d. Ez. ein Gitter, das vor einem andern befindlich ist. Schwan.

gegitter

DWB

gegitter , n. gitterwerk, zu gitter, wie gegätter zu gatter. 1 1) es erscheint seit dem 15. jh.: cancellus, gegiter Dief. 94 b , gatter, geg…

goldgitter

DWB

gold·gitter

goldgitter , n. , aus gold oder goldfarbenem metall geschmiedetes gitter: an der südwestseite ... steht der heiligenschrein ..., hinter eine…

kerkergitter

DWB

kerker·gitter

kerkergitter , n. vergitterung des kerkers: die heimliche freude eines gefangenen, wenn er .. die kerkergitter bald durchgefeilt hat. Göthe …

kiesgitter

DWB

kies·gitter

kiesgitter , n. gitter in einem rahmen zum durchwerfen, sieben des kiessandes, durchwurf.

klostergitter

DWB

kloster·gitter

klostergitter , n. vergitterung eines klosters. Zimmermann einsamkeit 2, 321 . trotz klosterthor und gitter Hölty 41 . wol auch das gitter i…

Ableitungen von gitter (2 von 2)

gegitter

DWB

gegitter , n. gitterwerk, zu gitter, wie gegätter zu gatter. 1 1) es erscheint seit dem 15. jh.: cancellus, gegiter Dief. 94 b , gatter, geg…

Vergitterung

Campe

Die Vergitterung , Mz. — en . 1) Die Handlung, da man etwas vergittert; ohne Mehrzahl. 2) Das Gitter, womit man etwas verwahret, verschließe…