Begriff Annähernd 1700 Belege. — In wesentl Anwendungsbereichen verknüpft G den Begriff unmittelbar mit der Anschauung. Nach anfängl Dominanz der auf das Besondere gerichteten Empirie gegenüber der durch Abstraktion u Allgemeinheit konstituierten begriffl Erfahrung (vgl hierzu den frühesten Beleg für die charakterist Vbdg ‘anschauender B.’ als Gegensatz zum ‘wissenschaftlichen B.’, Sp 239,10
) kommt es während der ital Reise im ästh Bereich zu einer relativ problemlosen Verbindung von sinnl u intellektueller Anschauung. Der Begriff nähert sich hier von der einen Seite dem Bild, von der anderen Seite der Idee. Die gleichzeitigen morpholog Bemühungen um die allg u konkrete Organisationsgestalt der Pflanzen gehen zunächst parallel zur ästh Erfahrung, indem auch hier der Begriff (des Blattes) als sinnl evidente Idee verstanden wird. Seit den 90er Jahren sieht G die Beziehung spannungsvoller, die Erkenntnisleistung der begriffl Erfahrung wird gegenüber der bloßen Empirie entschiedener hervorgehoben. Der Klärung dieses Verhältnisses dienen zweifellos auch die Kant- (u Schelling-)Studien (s Sp 237,30
). Kants Feststellung, Begriff u Anschauung seien einander entgegengesetzt, steht zwar in einem gewissen Widerspruch zur G-schen Auffassung (s hierzu auch die bezeichnenderweise erfahrungsbezogene Detailkritik an Kants Apriorismus, Sp 236,6
), andererseits ist auch für Kant Erkenntnis nur möglich in der Verknüpfung von Sinnlichkeit u Verstand, so daß der Begriff die sinnl Anschauung zur Voraussetzung hat (vgl auch G-s Aufsatz ‘Anschauende Urtheilskraft’, N11,54f, mit dem zustimmenden Hinweis auf § 77 der ‘Kritik der Urteilskraft’, worin Kant neben dem diskursiven Verstand als dem Vermögen der Begriffe einen intuitiven od anschauenden Verstand annimmt). 1
als sprachl Realisierung von Inhalten vornehmlich fachl od wiss, kategorialen od gedankl-allg Charakters, häufig in metasprachl Funktion a
iSv Wort, insbes als berufs- od fachsprachl Wort, überwiegend mit Betonung der Inhaltsseite Was die Wissenschaft [
Geologie] .. unendlich erschwert, ist die unbestimmte Terminologie. .. thut die .. Bergmannssprache dem reinen Ausdrucke in solchen Sachen sehr vielen Eintrag, sie ist theils von den bergmännischen B-en unzertrennlich geworden, theils ist sie wieder höchst uneigentlich und macht, wenn man in wissenschaftlicher Verbindung sie unter andern eigentlichen Worten braucht, nothwendig Verwirrung GWBB5,25,6 Ernst II 27.12.80 Doch wird man immer, je weiter und genauer man das Wesen und das Werden unorganischer Naturen beschreiben will, die Unzulänglichkeit der Worte und B-e gewahr werden GWBN9,349 AnLeonhard 25.11.07 Var Unsre sittlich reine Sprache konnte derselbe nicht puristisch rein schreiben, weil für die griechischen und römischen unziemlichen B-e keine deutschen Worte zu finden waren GWB48,172,22 Rez:Welcker,Sappho Für seine [
Lenz] Sinnesart wüßte ich nur das englische Wort whimsical, welches, wie das Wörterbuch ausweis’t, gar manche Seltsamkeiten in Einem B. zusammenfaßt GWB28,76,21 DuW 11 Gespr KanzlMüller 11.6.22
uö für einfache prädizierende Ausdrücke als Elemente einer Beschreibungssprache (wie ‘oben, unten, links, rechts’), nur im zit Fremdtext GWBN11,280,4 Purkinje,Sehen subj [Purkinje]
Bezeichnung einfacher od komplexer Ausdrücke von allg, wesentl od charakterist Bedeutung im Rahmen wiss Vorstellungen u Theorien könnte man .. den B. [
‘porphyrartig’] erweitern und sagen, daß die Identität des Enthaltenen nicht dazu nöthig sei, und daß das Enthaltene nicht immer Feldspat zu sein brauche GWBN10,10,11 Porphyrartig Schon lange sagt man organisch, Organism .. ganz richtig; nur für die Negation dieser B-e hat sich ein unrichtig gebildetes, ganz etwas anders aussagendes Wort eingeschlichen GWB40,334,3
uö vereinzelt für ein Wort von bes gedankl Prägnanz [
üb die lat Übs von HermDor] daß die römische [
Sprache] nach dem B. strebt und, was oft im Deutschen sich unschuldig verschleyert, zu einer Art von Sentenz wird GWBB37,123,12 Schultz 8.7.23 b
Wortinhalt, auch unter onomasiolog Aspekt Wer mit den Worten, deren er sich im Sprechen oder Schreiben bedient, bestimmte B-e zu verbinden für eine unerläßliche Pflicht hält GWB40,198,2 Literar Sansculottism Bey Ausbreitung des Wissens und der Wissenschaft ist nicht zu hindern, daß sich halbfähige Menschen damit abgeben, und bey diesen verwandelt sich aller Gehalt sehr schnell in Worte, in welchen zuletzt weder Anschauung noch Gedanke noch B. noch Wissen übrig bleibt GWBB44,55,26 Nees 2.4.28 [
Meph:] haltet euch an Worte! .. [
Schüler:] Doch ein B. muß bei dem Worte sein. [
Meph:] .. wo B-e fehlen, | Da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein GWBFaust I 1993u1995 Die lateinische Sprache dagegen wird durch den Gebrauch der Substantiven entscheidend und befehlshaberisch. Der B. ist im Wort fertig aufgestellt, im Worte erstarrt GWBN3,202,10 FlH IV [
Vorschläge für Medailleninschrift:] Treuen Geprüften, | Thätigen Geprüften, | Thätigen Ausdauernden, | Treuen Verdienten, | denn um diese B-e dreht sich das Ganze herum GWBB45,112,5 Göttling 7.1.29 das Wort eitel .. eigentlich führt es den B. von Leerheit mit sich GWB28,335,21 DuW 15 Um mit Einem Worte den B. des Bucentaur auszusprechen, nenne ich ihn eine Prachtgaleere GWB30,121,22 ItR GWB28,269,23 DuW 14
uö von einem Wortkörper unabhängiger Sprachinhalt bzw gemeinsamer Inhalt versch Wörter (auch Wörter versch Sprachen) Deutschland .. an fremde Sprachen gewiesen, konnte seine eigne unmöglich ausbilden. Es drangen sich ihr, zu so manchen neuen B-en, auch unzählige fremde Worte .. mit auf GWB27,72,10 DuW 7 wie verschiedene Nationen den B. von Trübe ausdrücken GWBTgb 28.5.21
uö 2
wesentlicher, zusammenfassender od allg Gehalt einer Sache, auch iWdgn wie ‘einen (den) B. von etw fassen’ B. ist Summe, Idee Resultat der Erfahrung; jene zu ziehen wird Verstand, dieses zu erfassen, Vernunft erfordert GWBN11,158,17 MuR(1135) Das Werk der Frau von Staël [
‘De l’Allemagne’] .. Sie hat sich eine unglaubliche Mühe gegeben, den B. von uns Deutschen aufzufassen GWBB24,185,26 Meyer 7.3.14 was ist eine Novelle anders als eine sich ereignete unerhörte Begebenheit. Dieß ist der eigentliche B. Gespr Eckerm 29.[recte 25.]1.27 das Granitische. Sein auszeichnender B. ist, kein Continens und Contentum, sondern ein vollkommenes Ineinandersein, eine vollkommene Dreieinigkeit seiner Theile zu haben GWBN10,79,20 Dynamism [ChHSchlosser/G] Ausdehnung Undurchdringlichkeit Schwere, Schall sind doch alles Prädicate die zum Subject nothwendig gehören und nur daraus entwickelt werden .. Und zusammen machts den B. von Körper
1) GWBN11,376,25 Plp
uö iSv Oberbegriff, mehrf auch idVbdg ‘allgemeiner B.’ jede Hypothese hat nur dann einigen Werth, wenn sie viele Phänomene unter Einen B. versammelt GWBB10,287,20 Sömmerring 17.8.95 Die einfache Nachahmung .. je mehr sie das Ähnliche zu vergleichen, das Unähnliche von einander abzusondern, und einzelne Gegenstände unter allgemeine B-e zu ordnen lernet GWB47,82,27 Nachahmg,Manier,Stil wenn sie [
die Dichter einer entwickelten Kultur] nach entfernten und immer entfernteren Tropen haschen .. bleibt zuletzt nichts weiter als der allgemeinste B., unter welchem die Gegenstände allenfalls möchten zusammen zu fassen sein, der B. der alles Anschauen, und somit die Poesie selbst aufhebt GWB7,103,8u10 DivNot UrElemente orientPoesie hatte ich mich an Fritz Jacobi und die Fürstin Gallitzin mehr angenähert; doch blieb es immer ein wunderbares Verhältniß, dessen Art und Weise .. nur durch den B. der ganzen Classe gebildeter, oder vielmehr der sich erst bildenden Deutschen einzusehen GWB35,38,3 TuJ GWBB41,246,1 CarlAug 5.12.26
uö einschränkend: (nur) die wesentl od Hauptmerkmale, der allg od grobe Umriß einer Sache, mehrf mit dem Attr ‘allgemein’ [
üb Kartenzeichner] welche sich darauf verstehen in solchen Darstellungen symbolisch zu verfahren, das heißt: das Detail der Idee, dem B., dem Zweck unterzuordnen GWBB28,392,16 CarlAug [23.5.17] K [
bei dem Studium der Partitur von Händels ‘Messias’] Mein Messias .. bringt mir auch Gewinn, der B. wenigstens wird lebendig und da ist für unsereinen schon viel geschehen GWBB38,122,13 Zelter 28.4.24 GWBN6,67,7 MetamPfl 79
uö 3
Vorstellung als Gedanke od Idee u (in spezifisch G-scher Akzentuierung) als sinnl-anschaul Bild a
Vorstellung von etw, jdm α
gedankl Vorstellung; sehr häufig durch phraseolog Vbdgn mit Verben Betonung des Auffassungsvorgangs u Erkenntnisprozesses, neben konventionellen Wdgn wie ‘(jdm) einen (..) B. (von etw, jdm) geben’, ‘(einen, keinen) B. (von etw, jdm) haben’, ‘sich einen, keinen B. (von etw, jdm) machen, bilden’, auch ‘einen B. (von etw) erlangen, gewinnen, fassen, mitteilen, überliefern, erregen’ u mit Attr wie ‘deutlich, klar, richtig, rein, hell, wahr, gut, voll, vollständig, vollkommen, bedingt, hinlänglich, annähernd, dunkel, unvollkommen, trivial, schlecht, falsch, übel’ Was beunruhiget die Menschen, als daß sie ihre B-e nicht mit den Sachen verbinden können .. daß alles Erreichte .. auf ihr Herz nicht die Wirkung thut, welche die Begierde uns in der Ferne ahnen läßt GWB21,128,18 Lj II 2 was ist die ganze Heberei der Gebirge zuletzt als ein mechanisches Mittel, ohne dem Verstand irgend eine Möglichkeit, der Einbildungskraft irgend eine Thulichkeit zu verleihen? Es sind bloß Worte, schlechte Worte, die weder B. noch Bild geben GWBN9,257,17 GeologProbl So haben wir auch im Verstand nur unbestimmte B-e [
des notions vagues]. Sprech’ ich das Wort Gesang aus, so habe ich davon keinen bestimmtern B., als Ihr und die meisten Euresgleichen wenn sie aussprechen: Reputation, Schande, Ehre GWB45,111,4f RamNeffe [
Herder war totgesagt worden] Lebe wohl, du Wiederauferstandner. Es war ein verfluchter B., wenn ich mir einige Augenblicke denken mußte, daß du abgetreten seist GWBB9,209,26 Herder 9.6.[90] wenn ich nicht persönlich aufwarte, aber ein Abschied in dieser Zeit ist schon peinigend im B., geschweige in der Gegenwart GWBB23,314,1 Voigt 16.4.13 [
üb frz Bearbeitung von G-s Anm zu RamNeffe] sieht man den Zweck, beiden Nationen einen wechselseitigen guten, obgleich bedingten B. mitzutheilen GWB45,243,22 RamNeffeNachtr II GWBB43,123,18 Zelter 24.10.27 GWB47,28,15 PropylEinl
uö Begriff von jdm: klare, deutliche Vorstellung von einer Person, auch prägnant als positive Wertvorstellung; idVbdg ‘abstrakter B.’: Vorstellung ohne lebendige Anschauung Des Schweizerhauptmann Landolts Biographie von Weiß .. erneuerten Anschauung und B. des wundersamsten Menschenkindes GWB36,177,5 TuJ hast du ganz recht dir den Begriff von Napoleon nicht nehmen zu lassen; es hat uns zu viel gekostet dahin zu gelangen, als daß wir ihn um der Hänse willen aufgeben sollten GWBB46,259,4 Zelter 7.3.30 Von der Kaiserinn von Östreich habe ich mir abgewöhnt zu reden. Es ist immer nur ein abstracter B., den man von solchen Vollkommenheiten ausdrückt GWBB23,149,12 Reinhard 14.11.12 GWB27,256,3 DuW 9
uö β
sinnl-anschaul Vorstellung; mehrf (bes signifikant in ItR) idVbdgn ‘anschauender, anschaulicher B.’, auch ‘sinnlicher, lebendiger, lebhaftester, reizender, gar zu schöner B.’, neben häufig belegten konventionellen Wdgn auch charakterist Ad-hoc-Konstruktionen wie ‘einen B. faßlich, zu eigen machen, wegtragen, mit weg- od fortnehmen, in sich aufnehmen, sich vorbilden’ [
üb geolog Beobachtung] Jede richtig aufgezeichnete Bemerkung ist unschätzbar für den Nachfolger, indem sie ihm von entfernten Dingen anschauende B-e gibt, die Summe seiner eigenen Erfahrungen vermehrt und aus mehreren Menschen endlich gleichsam ein Ganzes macht GWBB5,24,26 Ernst II 27.12.80 [
bei Betrachtung von Landschaftsgemälden des 17. Jh] Wenn man nun gleich wieder die Natur ansehn und wieder finden .. kann, was jene gefunden .. das muß die Seele .. reinigen und ihr zuletzt den höchsten anschauenden B. von Natur und Kunst geben. Ich will auch nicht mehr ruhen, bis mir nichts mehr Wort und Tradition, sondern lebendiger B. ist GWB32,7,17u20 ItR ohne die Sixtinische Capelle gesehen zu haben kann man sich keinen anschauenden B. machen, was Ein Mensch vermag GWB32,61,14 ItR [
Mollers Riß vom Kölner Dom] das hat man hier, auf Leinwand gezogen, schattirt und illuminirt, wodurch denn ein sehr schöner B. uns entgegen kommt GWBB31,259,8 Boisserée 7.8.19 vom menschlichen Körper .. habe ich nur einen allgemeinen B., der eigentlich gar kein B. ist. Meine Einbildungskraft stellt mir diesen herrlichen Bau nicht lebhaft vor GWB19,213,1f BrSchweiz I Im Ästhetischen thut man nicht wohl zu sagen: die Idee des Schönen; dadurch vereinzelt man das Schöne .. Vom Schönen kann man einen B. haben, und dieser B. kann überliefert werden GWB48,180,9f MuR(376) GWB32,289,24 ItR GWBB26,8,8 August 8.6.15
uö b
als bewußtseinsimmanente od durch die sinnl Erfahrung evozierte Bedeutungsvorstellung, als Charakter, Ausdruck einer Sache Effect .. der uns zugleich mit dem B. vom Weißen den B. von unbedingter Reinheit und Einfachheit eindrückt; so daß wir auch im Sittlichen den B. von Weiß mit dem B. von Einfalt, Unschuld, Reinheit verbunden haben GWBN5
1,131,7f u10 ElementeFl 6 Sie [
die gelbe Farbe] führt in ihrer höchsten Reinheit immer einen B. von Hellung [die Natur des Hellen GWBN1,310,14] mit sich GWBN1,390 FlD 766 Var [
üb CJRaabes Kopie der ‘Aldobrandinischen Hochzeit’] Das Raabische [
Bild] hebt ganz den B. auf einer heiteren, reihenhaften Wandverzierung GWBB33,132,22 Meyer 28.7.20 Sie haben die Gewohnheit .. sich ans Ufer zu setzen und mit durchdringender Stimme Abends diese Gesänge zu singen .. .. daß ein naher Zuhörer wenig Freude an diesen Stimmen haben mögte .. Aber wie menschlich und wahr wird der B. dieses Gesangs GWBT1,280,28 v 7.10.86 GWBT2,117,5 v 1.9.97 c
als eine durch wiss, vornehmlich natwiss Abstraktion gebildete Vorstellung eines organ Typus od einer anorgan Abstraktionsklasse; mehrf idVbdg ‘allgemeiner B.’, einmal ‘transzendenteller B.’ was ist der allgemeine Charackter eines jeden Knochens damit wir nicht .. einem generi der Thiere besonders zuschreiben was der ganzen Klasse gehört .. Woher soll nun der allgemeine B. eines Knochens kommen GWBN13,211,34 Morph Plp Allgemeiner B. vom Thiere, da steht auch der Knochenbau nicht fest sondern er kann erweitert und ausgebreitet oder verengert werden GWBN13,210,21 VglAnatomie 7 Plp Die vergleichende Anatomie hat einen allgemeinen B. über organische Naturen vorbereitet; sie führt uns von Gestalt zu Gestalten, und indem wir nah oder fern verwandte Naturen betrachten, erheben wir uns über sie alle, um ihre Eigenschaften in einem idealen Bilde zu erblicken GWB47,14,19 PropylEinl Hauptbegriff des Blatts .. da wir schon gewohnt sind, solches in so vielerei Gestalt zu sehen, so haben wir den Trivialbegriff beinah verloren, haben einen transcendentellen B. erreicht GWBN6,316,8 Morph FrühEinl so entstehen solche Zweifelsfragen daher, daß man erst den B. des Granits zu eng gefaßt und ihn bei vielfacheren Erfahrungen nicht zu erweitern getraut GWBN9,44,1 An Leonhard 25.11.07 GWBN6,312,10 Morph
uö d
gleichbedeutend, ähnl od (in einem abgestuften Verhältnis) konkurrierend mit Idee α
als metaphys, sittl od Kunstidee, selten im philos Sinne als reiner Verstandesbegriff; auch als ‘allgemeiner, reiner, höherer, höchster B.’ Nur durch den B. des Einen | Hat er [
Mahomet] alle Welt bezwungen GWB6,289 DivNachl Süßes Kind 27 den reinen B. der Menschheit den er [
Lavater] in sich trug GWB29,143,12 DuW 19 [
Bodley an Baco:] die allgemeinen B-e [
notiones], die dem Menschen eingeboren sind GWBN3,231,2 FlH IV Übs [
Notiz nach Schelling, System des transzendentalen Idealismus, 1800] transcendentaler Schematismus. | Wie scheiden sich die B-e von den Objeckten. | Urtheil. B-e werden auf Anschauungen bezogen. vermittelst des Schemas | Weise wie das Objeckt zu Stande kommt der B. | Diese angeschaut ist das Schema
2) GWBN13,452,5u6u8 Plp daß auch unser Geist mit den tiefer liegenden einfachern Kräften der Natur in Harmonie steht und sich solche eben so rein vorstellen kann, als in einem klaren Auge sich die Gegenstände der sichtbaren Welt abbilden. .. diese reinen B-e zu erlangen oder sie zu erhalten GWBN5
2,330,16 Fl Plp setzen sie [
der Maler u der Komponist] ihre Werke nicht zusammen, sondern sie entwickeln irgend eine inwohnende Erscheinung, einem höherem B. [< B-e, so wie] der Kunst gemäß [ein inwohnendes Bild, einen höhern Anklang natur- und kunstgemäß GWBN7,208,8f]
3) GWBN7,266 PrincPhilZool II 1832 Var [Korr DKuhn 244] GWBB39,240,18 Ludw I vBayern [6.]7.25 K
uö mehrf im Wechselbezug zur Idee: als Manifestation der Idee, als erste Stufe der Ideation, als empir od praktikabler Aspekt der Idee Die Idee ist ewig und einzig .. Alles was wir gewahr werden .. sind nur Manifestationen der Idee; B-e sprechen wir aus, und insofern ist die Idee selbst ein B. GWB48,180,4f MuR(375) Napoleon, als die zum B. verkörperte Idee [der ganz in der Idee lebte GWB42
2,142,11] GWB42
2,326 MuR(263) Var alle Naturphänomene in einer gewissen Folge der Entwickelung zu betrachten .. Denn dadurch gelangte ich ganz allein zur lebendigen Übersicht, aus welcher ein B. sich bildet, der sodann in aufsteigender Linie der Idee begegnen wird GWBN12,12,25 Wolkengest Die Versuche sind Vermittler zwischen Natur und B., zwischen Natur und Idee, zwischen B. und Idee. Die zerstreute Erfahrung .. ist .. hinderlich, auch nur zum B. zu gelangen. Jeder Versuch aber ist schon theoretisirend; er entspringt aus einem B. oder stellt ihn sogleich auf GWBN3,119,1f u4f FlH II daß dem Ganzen eine Idee zum Grunde liege .. Anschauung, Betrachtung, Nachdenken führen uns näher an jene Geheimnisse. Wir erdreisten uns und wagen auch Ideen; wir bescheiden uns und bilden B-e, die analog jenen Uranfängen sein möchten GWBN11,56,10 BedenkenErgebg Wer sich vor der Idee scheut, hat auch zuletzt den B. nicht mehr GWB42
2,121,20 MuR(128)
uö in krit Akzentuierung als spekulativer Gedanke (vgl ‘Axiom’) Theorien sind gewöhnlich Übereilungen eines ungeduldigen Verstandes, der die Phänomene gern los sein möchte und an ihrer Stelle deßwegen Bilder, B-e, ja oft nur Worte einschiebt GWBN11,146,13 MuR(428) Er [
der Physiker] soll sich eine Methode bilden, die dem Anschauen gemäß ist; er soll sich hüten, das Anschauen in B-e, den B. in Worte zu verwandeln, und mit diesen Worten, als wären’s Gegenstände, umzugehen GWBN1,285,10f FlD 716 [
üb die antike natwiss Methode in Hinblick auf Aristoteles] Zerstreute Fälle sind aus der gemeinen Empirie aufgegriffen .. nun tritt der B. ohne Vermittlung hinzu, das Räsonnement geht in’s Subtile und Spitzfindige [
im Entwurf folgt: Wie bei allem die innerhalb des B-s verharren
Var], das Begriffene wird wieder durch B-e bearbeitet, anstatt daß man es nun deutlich auf sich beruhen ließe, einzeln vermehrte .. und erwartete, ob eine Idee daraus entspringen wolle, wenn sie sich nicht gleich von Anfang an dazu gesellte GWBN3,119,15u18 FlH II GWB29,174,1 DuW 20
uö β
gedankl Gehalt eines ästh Objekts als Leistung der abstrahierenden (allegorisierenden) Vorstellungskraft u als eine die sinnl Erscheinung des Kunstwerks ergänzende Komponente den Punct .. wo die Productionskraft mit dem reinen Verstande zusammentrifft, und dem Beschauer ein Kunstwerk überliefert, welches .. den innern Sinn aufruft, das Andenken anregt und zuletzt einen B. ausspricht, ohne sich darin aufzulösen oder zu verkühlen GWB48,163,3 Ruysdael als Dichter Die Allegorie verwandelt die Erscheinung in einen B., den B. in ein Bild, doch so, daß der B. im Bilde immer noch begränzt und vollständig zu halten und zu haben .. sei GWB48,205,23f MuR(1112) Zeichnung | Nutzen .. Den Gegenstand in ein Bild verwandeln .. Die Formen erkennen .. Die Erscheinungen in B-e verwandeln GWB47,302,13 ÜbDilettantism Schema [G/Schiller] dem Künstler .. begreiflich zu machen daß man zu einer Idee zu einem B. nicht erst ein Bild suchen müsse, welches sie allenfalls ausdrückte GWB47,396 PropylEinl Var [
in Hs gestr] so gaben seine [
Oesers] Werke immer etwas zu sinnen und wurden vollständig durch einen B., da sie es der Kunst und der Ausführung nach nicht sein konnten GWB27,155,28 DuW 8 Gespr KanzlMüller 19.4.19
uö ‘personifizierter B.’ Shakespeare ist reich an wundersamen Tropen, die aus personificirten B-en entstehen GWB41
2,93,3 MuR(252) γ
als Konzept einer geistigen, insbes wiss Arbeit, auch als Thema, Sujet eines künstlerischen Werkes Bey jedem schriftlichen Aufsatz soll der vollständige, reine, klare B. dem Geiste schon vorliegen GWBB28,62,13 Boisserée 17.4.17 daß ein richtiger, wohlgefaßter Hauptgedanke in der Ausführung mannichfaltigen Hindernissen .. unterworfen ist, in dem Grade, daß der erste B. beinahe verschwindet und für Augenblicke ganz und gar unterzugehen scheint GWB24,303,3 Wj II 4 [
üb Raffaels Teppichkarton] Beschämung und Bestrafung des Ananias .. hier ist ein großer B., eine in ihrer Eigenthümlichkeit höchst wichtige Handlung .. auf das klarste dargestellt GWB32,24,19 ItR [
mBez auf die Charon-Darstellung Leybolds] ein hoher B., meisterhaft dargestellt, muß für den Augenblick und in alle Zeiten sich wirksam erweisen GWBB39,267,18 Schorn 31.7.25
uö δ
als Theorem, Lehre, Regel; mehrf in Gegenüberstellungen wie ‘B. u Erfahrung’, ‘B. u Tat’, ‘B. u Technik’ iSv Theorie u Praxis Nur ein Hauch von Theorie erregte schon Furcht .. Niemand wollte gestehen, daß eine Idee, ein B. der Beobachtung zum Grunde liegen, die Erfahrung befördern, ja das Finden und Erfinden begünstigen könne GWBN6,167,23 MetamPfl Nachtr die Einschachtelungslehre, der B. von Präformation, von successiver Entwickelung .. hatten sich selbst der besten Köpfe .. bemächtigt GWBN6,16,7 Morph Einl Schelver geht aus von dem eigentlichsten B. der gesunden und geregelten Metamorphose, welcher enthält, daß das Pflanzenleben .. sich immer auf sich selbst erhöhe GWBN6,189,18 VerstäubgVerdunstgVertropfg Dieser schöne B. von Macht und Schranken, von Willkür | Und Gesetz, von Freiheit und Maß, von beweglicher Ordnung, | Vorzug und Mangel, erfreue dich hoch GWB3,91 MetamTiere 50 die möglichen Abweichungen der Form theils aus dem B. theils nach der Erfahrung durchgehen GWBN13,208,37 Morph Plp Er [
Marat] verharrt auf dem alten B. der Decomposition des Lichtes in farbige Lichttheile GWBN4,223,2 FlH VI daß er [
Jan van Eyck] .. sich zugleich einer .. technischen Vollkommenheit entäußerte, des B-s nämlich der symmetrischen Composition GWB34
1,182,18 KuARheinMain GWBB48,186,19 Zelter 24.4.31
uö iZshg einer aktuellen Erkenntnishandlung (mehrf idWdg ‘einen B. von etw fassen’) iSv Gedanke, Aperçu, Hypothese Vorwärts und rückwärts ist die Pflanze immer nur Blatt .. Einen solchen B. zu fassen, zu ertragen, ihn in der Natur aufzufinden ist eine Aufgabe, die .. GWB32,44,20 ItR ~ GWBN13,48,5 Morph Plp wie die um einen gemeinsamen Blüthenstand entwickelten Samen, wahre .. Augen seien. Fassen wir diesen B. fest, und betrachten in diesem Sinne mehrere Pflanzen .. so .. GWBN6,78,8 MetamPfl 100 Die Metamorphose ist ein Phänomen das sich mir bey Betrachtung der Pflanzen jederzeit aufdringt und das ich nicht bemercken kann ohne daß zugleich der B. der Stetigkeit in mir entstehe GWBN13,120,8 Morph Plp GWBB23,312,5 Seebeck 13.4.13 K
uö 4
Meinung, Ansicht, Auffassung; mit Attr wie ‘richtig, frei, hoch, naturgemäß, liberal, vorgefaßt, fix, ungehörig, falsch’; mehrf auch idWdgn ‘nach meinem B., nach meinen B-en’ eine Grundmeinung ..: bei allem was uns überliefert .. werde, komme es auf den Grund, auf das Innere, den Sinn, die Richtung des Werks an .. und in wie fern durch jene Lebenskraft die unsrige erregt .. werde .. Diese aus Glauben und Schauen entsprungene Überzeugung .. Durch diesen B. ward mir denn die Bibel erst recht zugänglich GWB28,102,17 DuW 12 daß der Bürger von dem regiert sein will .. der gleichen B. mit ihm von Recht und Unrecht gefaßt hat GWB8,269,14 Egm IV [
Gutachten iZshg mit Carlyles Bewerbung um einen Lehrstuhl für Moralphilosophie] Die Meynungen eines Philosophen greifen sehr oft nicht in die Zeit ein, aber ein verständiger wohlwollender Mann, frey von vorgefaßten B-en .. GWBB44,30,5 Carlyle 14.3.28 [Beilage] in solchen Menschen setzt sich leicht ein gewisser B. fest, den man als eine Gemüthskrankheit ansehen kann. Auf eine solche fixe Ansicht kam auch er immer wieder zurück GWB27,263,11 DuW 9 Im funfzehnten Jahrhundert .. hatten die Künstler von sich selbst und von der Kunst einen hohen B. GWB49
1,222,18 Bossi,Leonardo GWB34
1,241,6 ReiseSchweiz 1797 GWB40,288,1 Rez:Winckelm,Br GWBB9,109,10 Meyer 27.4.89
uö 5
sittl, relig, ästh, wiss Grundsatz; auch iWdgn wie ‘einen B. anwenden’, ‘aus einem B. deuten’, ‘auf einen B. zurückführen’, ‘jdn auf einen B. leiten’, ‘auf einem B. ruhen’ u iVbdgn wie ‘notwendigster, eingeborenster, unverwüstlicher, alter, großer, höchster, wahrer, guter B.’ [
Bruder Augustin nach Aufdeckung seiner inzestuösen Verbindung mit Sperata] Der ungebundene freie Verstand sprach ihn los; sein Gefühl, seine Religion, alle gewohnten B-e erklärten ihn für einen Verbrecher GWB23,270,12 Lj VIII 9 daß nur Treue und Glauben die Menschen schätzenswerth mache, daß der Gute eigentlich leben müsse, um alle Gesetze zu beschämen .. ehe diese wahren und guten B-e bei ihm ganz klar wurden und zu herrschenden Entschlüssen führten GWB18,202,26 Unterhaltungen waren übereilte, gewaltsame, heimtückische Manifestationen ganz gegen meine B-e und Einsichten [meine B-e und Einsichten < meinen Sinn
K] GWBB41,147,19 Nees 11.9.26 [
nach Augusts Tod] daß ich alle Lasten .. nunmehr selbst fortzuschleppen .. habe. Hier nun allein kann der große B. der Pflicht uns aufrecht erhalten GWBB48,21,9 Zelter 21.11.30 Deine Mineral Bemerckungen .. du .. siehst auch wie nothwendig iene ersten grosen B-e sind auf denen ich ruhe und zu ruhen empfehle, um über grose und neue Gegenstände der Natur und Cultur richtig und leicht zu urtheilen GWBB7,152,13 Knebel 30.12.[85] Nose über Basaltgenese, ein alter Gleichzeitiger, der auch noch an alten B-en hielt GWB36,159,11 TuJ GWBB12,105,19 Schiller 28.4.97 GWBN8,76,27 Vortr VglAnatomie 2
uö 6
(elementare) Kenntnis, Grundbegriff; auch idWdg ‘jdm die ersten B-e von etw geben’ Burns .. ohne Förderniß als die B-e [Kenntnisse
Var; für: knowledge], wie sie in eines armen Mannes Hütte wohnen GWB42
1,198,19 Carlyle,Schiller ich möchte wenigstens einigen Dingen auf den Grund kommen, einige B-e, Fähigkeiten und Fertigkeiten ausbilden GWBB8,243,16 Kayser 14.8.87 sie im Lesen, Schreiben und Rechnen vorzüglich zu üben; dabei ihnen auch wohl B-e beizubringen, die ihnen im Lebensgange nothwendig und förderlich sein könnten A(MPaulowna 94,23) Promem 18.5.29 daß du .. ihn eben in den B. leitetest, von dem was bey einem Rechnungs Amte vorkommt GWBB8,345,6 Seidel 9.2.88 GWB21,148,17 Lj II 4 ~ 51,188,28 ThS III 1
uö 7
mit verbaler Komponente: Verständnis, Erkenntnis; mehrf in Gegenüberstellung od Verknüpfung: rationales Verstehen u/od sinnl-anschaul Begreifen Hier sind die Kegelschnitte [
Darstellung der Kometenbahnen] zum leichteren B. des unbegreiflichen GWBB5,34,11 ChStein 16.1.81 [
Beurteilung mittelalterl Kunst in KuARheinMain] Es ist da viel Zeug unserer geläuterten Sinnlichkeit zuwider, das man nur durch den B. zu etwas machen kann, denn das Absurde freut uns auch wenn wir uns darüber aufklären GWBB26,288,24 Zelter 11.3.16 Und dann steckt uns noch eine böse Logik in den Gliedern, die was dem Anschaun glücklich gegeben ist dem B. demüthig überliefern möchte GWB3,439 ZXen III Plp [
iZshg mit einer geolog Karte Thüringens] Bei dieser Sache, wie bei tausend ähnlichen, ist der anschauende B. dem wissenschaftlichen unendlich vorzuziehen. Wenn ich auf, vor oder in einem Berge stehe, die Gestalt .. betrachte .. GWBB5,25,25 Ernst II 27.12.80 [
üb das geplante Werk zur Metamorphose der Pflanzen] dasjenige was ich im Allgemeinen aufgestellt, dem B., dem inneren Anschauen in Worten übergeben hatte, nunmehr einzeln .. darzustellen und auch dem äußern Sinne zu zeigen, daß .. GWBN6,171,14 MetamPfl Nachtr [
Meph als Vulkanist üb Gebirgsentstehung:] Wer gibt Erklärung solcher Schleudermacht? | Der Philosoph er weiß es nicht zu fassen .. | Zu Schanden haben wir uns schon gedacht. — | Das treu-gemeine Volk allein begreift | Und läßt sich im B. nicht stören GWBFaust II 10117 Ein guter Geist helfe uns zum Schauen, zum rechten B. GWBB10,300,8 Schiller 14.9.95 GWBN11,12,2 ErläutergNatur 1828 GWB42
1,523,22 Carlyle,Schiller Plp GWBTgb 24.6.31
uö konkr-sinnl Hipparchus sagt: das Strahlen von beyden Augen sich erstreckend mit ihrem Aeußersten wie mit Händen die Gegenstände außer uns ergreifen, und diesen B. [ἀντίληψιν,
apprehensionem] dem Sehvermögen ablieferten LA II 6,13,10 FlH I Plp
Vermögen od Fähigkeit des Auffassens u Begreifens [
üb das eigene Zeichnen] Ich .. treibe die Kunst .. immer ernsthafter. Wenn ich nur über einige Stufen im Machen hinwegkönnte! Im B., und zwar im ächten, nahen B. bin ich weit vorgeruckt GWBB8,235,24u25 CarlAug 6./[7.]7.87 Im Zeichnen fahr’ ich fort Geschmack und Hand zu bilden .. es wird mir alles erstaunend leicht (das heißt der B., denn die Ausübung erfordert ein Leben) GWB32,28,4 ItR Wir haben bei uns einen Bildhauer [
MKlauer], einen Mann von leichtem B. und schneller Hand .. dem es aber an Imagination fehlt GWBB4,142,10 Lavater [3./5.12.79 Korr SchrGG16,89] GWBT1,87,14 Anf Jul 79
uö idWdgn ‘über alle B-e’, ‘etw ist, geht über alle, jds B-e, übersteigt jds B-e’ uä: übersteigt die Fassungskraft Man trifft [
in Rom] Spuren einer Herrlichkeit und einer Zerstörung die beyde über unsre B-e gehn GWBB8,46,18 Weim Freunde 7.11.86 ~ GWB30,206,2 ItR Madame Szymanowska .. Pianospielerin über alle B-e, anmuthig über allen Preis GWBB37,260,1 Schultz 5.11.23 Es ist über alle B-e was dieser Mann [
Aristoteles] erblickte, sah, schaute, bemerkte, beobachtete GWBB42,104,20 Zelter 23./29.3.27 GWB30,136,8 ItR GWBB23,327,15 Christiane 25.4.13
uö 8
in stereotypen Wdgn: ‘im B.’, ‘im B. sein, stehen, etw zu tun’; sehr häufig in briefl Einleitungsfloskeln wie ‘eben im B. ..’ [
Lynceus:] die letzten Schiffe | Sie ziehen munter hafenein. | Ein großer Kahn ist im B-e | Auf dem Canale hier zu sein GWBFaust II 11145 Der Verfasser .. ist im B., sich einen eignen Platz auf dem deutschen Parnaß zu erwerben GWB40,297,6 Rez:Hebel,Ged ich war im B. [
stetti in procinto] toll zu werden oder zu sterben GWB43,184,4 Cell II 1 [
für: to be upon the point] GWB46,334,9 Hackert Nachtr Gore GWBB33,238,4 Zelter 20.9.20 GWB26,337,7 DuW 5
uö → GWB
Auslegebegriff GWB
Ekelbegriff GWB
Elementarbegriff GWB
Gartenbegriff GWB
Gattungsbegriff GWB
Grundbegriff GWB
Handwerksbegriff GWB
Hauptbegriff GWB
Inbegriff GWB
Kulturbegriff GWB
Kunstbegriff GWB
Lebensbegriff GWB
Lehrbegriff GWB
Menschen- GWB
Mittel- GWB
Natur- GWB
Neben- GWB
Netz- Reflexions- GWB
Religions- GWB
Schicksals- GWB
Traditions- GWB
Trivial- GWB
Un- GWB
Verstandes- GWB
Vor- GWB
Zeichen- GWB
Zweck- vgl zu 1 a GWB
Ausdruck Fachwort GWB
Kunstname GWB
Kunstwort Name Terminus Wort zu 1 b GWB
Bedeutung GWB
Inhalt Sinn Wortsinn zu 2 GWB
Bedeutung GWB
Gehalt Wesen zu 3 a, d GWB
Abstraktion GWB
Abstraktum GWB
Gedanke GWB
Idee Vorstellung zu 3 b GWB
Ausdruck GWB
Bedeutung GWB
Charakter Merkmal zu 3 c GWB
Bild(allgemeines B.) Norm(allgemeine N.) Typus Vorbild zu 3 d GWB
Aperçu GWB
Axiom GWB
Hypothese GWB
Konzept Theorem zu 4 GWB
Ansicht GWB
Betrachtungsart GWB
Denkart GWB
Einsicht Meinung Sinnesart Überzeugung Urteil Vorstellungsart zu 5 GWB
Gesinnung GWB
Grundsatz GWB
Maxime Prinzip Standpunkt zu 7 GWB
Auffassung GWB
Erkenntnis GWB
Fassungskraft Verständnis 1) In dem Einleitungsabschnitt zur ‘Kritik der reinen Vernunft’ (‘Von dem Unterschiede analytischer und synthetischer Urteile’) bezeichnet Kant ‘Ausdehnung’ als ein mit dem Körper verknüpftes Prädikat u damit als ein analyt Urteil, ‘Schwere’ dagegen als ein außerhalb des Begriffs vom Körper liegendes Prädikat u damit als ein synthet Urteil. 2) Das Urteil löst die ursprüngl Einheit zw Objekt u Begriff auf, die Vermittlung zw der Anschauung u dem B. geschieht durch das ‘Schema’, das Schelling definiert als “die sinnlich angeschaute Regel der Hervorbringung eines empirischen Gegenstandes” (Werke, ed MSchröter, 2,510). Mit dem transzendentalen Schematismus greift Schelling auf Kant zurück. Für Kant ist das Schema eine in der reinen Einbildungskraft a priori vorhandene Vorstellung, durch die die Beziehung des Begriffs auf das anschaulich Gegebene möglich wird; das Schema verschafft dem Begriff ein Bild, ohne selbst Bild zu sein (Kritik der reinen Vernunft I 2,1.Abt, 2.Buch,1.Hauptstück). G-s Kenntnis dieser Begriff-Explikation wird belegt durch seine eigenh Abschrift des Inhaltsverzeichnisses der Kritik der reinen Vernunft mit der Analytik der B-e
u dem hier angesprochenen Abschnitt Von dem Schematismus der reinen Verstandesbegriffe GWBN11,378f
3) Die Verbindung ‘inwohnende Erscheinung’ u ‘höherer B.’ entspricht etwa der neuplaton Definition der künstlerischen Idee, die das aristotelische ἔνδον εἶδος
als bewußtseinsimmanenter Vorstellung mit einer überindividuellen od metaphys Qualität verbindet (s Panofsky, Idea, 31975,11f)Horst Umbach H. U.