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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Maxime

Bd. 5, Sp. 1525
MaximeKleinschr GWBT3,122,13; über 400 Belege; Gehäuft seit der Propyläenzeit, bes im Zshg mit der auf Verbindlichkeit u Allgemeingültigkeit zielenden klassischen Kunstanschauung (Pkt 1e) sowie im Hinblick auf wiss Theoriebildung (Pkt 1f). Vergleichsweise gering belegt ist dagegen die tradierte moralphilos Wortbedeutung (Pkt 1b). Während die Bedeutungserweiterung im lebenspraktischen Bereich mit einer Abblassung einhergeht (vgl Pkt 1g), erfährt der axiomatische Aspekt des Begriffs eine deutliche Aufwertung iSv objektive Gesetzmäßigkeit (Pkt 2). Als aphoristische Denkform steht M. in der Tradition der (frz) Moralisten (Pkt 3).  1 (oberster, höchster) Grundsatz; vom Subjekt gesetztes od anerkanntes praktisches Prinzip; handlungsleitende Regel; wiederholt ‘eine M. aufstellen, aussprechen, ausüben, auslegen, auffassen, befolgen’, ‘nach einer M. handeln’, ‘einer M. treu bleiben’, ‘etw zur M. erheben, machen’; auch mit wertenden Attributen u konkretisierendem Attributsatz   a allgemein bzw bereichsübergreifend; vereinzelt sentenzartig u sprachreflexiv; wiederholt in selbstbezogener Aussage, dabei einmal in Berührung mit 2  Wer M-n bestreiten will, sollte fähig sein, sie recht klar aufzustellen und innerhalb dieser Klarheit zu kämpfen, damit er nicht in den Fall gerathe, mit selbstgeschaffenen Luftbildern zu fechten GWB48,202,1 MuR(1067)  [mBez auf Schiller] Die M. daß nur der Lebende Recht hat ziemt einem solchen Geiste GWBB39,233,23 Süvern 21.6.25  darf man die Jugend nur gewähren lassen; nicht sehr lange haftet sie an falschen M-n; das Leben reißt oder lockt sie bald davon wieder los GWB27,13,1 DuW 6  suchte ich, meiner angebornen Anlage gemäß, vor allen Dingen nach einem Leitfaden, oder, wie man es auch nennen möchte, nach einem Punct, wovon man ausginge, eine M. an der man sich halten, einen Kreis, aus welchem nicht abzuirren wäre GWBN7,191,26 PrincPhilZool II 1832  in mir lag .. das Bedürfniß nach den M-n zu forschen aus welchen ein Kunst- oder Naturwerk, irgend eine Handlung oder Begebenheit herzuleiten sein möchte .... Das was ich hier M. nenne, nannte man damals Gesetze und glaubte wohl, daß man sie geben könne, anstatt daß man sie hätte aufsuchen sollen GWB36,223,9 u 224,1 BiogrEinzh Jugendepoche GWBN4,287,25 FlH VI Konfess dVerf GWBN11,124,13 MuR(549) GWBB15,208,9 Rochlitz 29.3.01   b mBez auf individuelles Verhalten, Handeln; auch iSv (praktische) Lebensregel; wiederholt in Selbstaussage  Jeder Mensch in seiner Beschränktheit muß sich nach und nach eine Methode bilden, um nur zu leben. Er lernt sich allmählich kennen, auch die Zustände der Außenwelt; er .. formt sich zuletzt M-n des Betragens GWB36,252,24 BiogrEinzh Verhältn zuSchiller  Der Mensch, wenn er sich getreu bleibt, findet zu jedem Zustande eine hülfreiche M.; mir stellte sich, sobald die Gefahr groß ward, der blindeste Fatalismus zur Hand GWB33,123,6 Camp  Die M. des heil. Bernhard: | Spernere mundum, | Spernere neminem, | Spernere se ipsum, | Spernere se sperni, | schien ihn [Neri] ganz durchdrungen zu haben .. Ähnliche Absichten, ähnliche Zustände nöthigen[] den Menschen in gleichen M-n sich aufzuerbauen GWB32,193,4u12 ItR PhNeri  Die Großen dieser Welt sind .. genöthigt, in ihren oft ungeheuren Lagen, ganz andre M-n anzunehmen und auf eine Weise zu handeln, die dieser Höhe geziemt AALs5,83,6 Üb:Hiller,Ged Plp GWBB22,182,13u21 Passow 20.10.11 GWBB47,69,9 Kanzl Müller 21.5.30 GWB28,288,26 DuW 14 GWBB29,9,9 ABrentano 16.1.18 GWB29,252,36 DuW Schema den subjektiven Vorsatz, die Absicht betonend; ‘aus M. iGz ‘Charakter, Instinkt, Anlage, Natur’  Ich .. hatte [in Italien] die M. ergriffen, mich so viel als möglich zu verläugnen und das Object so rein als nur zu thun wäre in mich aufzunehmen. Diesen Grundsatz befolgte ich getreulich, als ich dem römischen Carneval beiwohnte GWB35,12,20 TuJ 1789  es war niemand geschickter und gewandter Erbschleicherei zu erzeugen als er [GChBeireis], ja es schien M. zu sein, sich dadurch eine neue künstliche Familie und die unfromme Pietät einer Anzahl Menschen zu verschaffen GWB35,220,19 TuJ 1805  Wer aus Charakter oder M. beharrlich verneint, hat eine größere Gewalt, als man denkt GWB18,308,23 Gut Weiber GWB53,384,13 DuW Plp GWBN8,129,4 ZwKnoch 1819   c im historisch-gesellschaftlichen Kontext; auch iSv allgemein anerkannte u verbindliche Grundanschauung, Leitlinie; insbes mBez auf den Humanismus der Aufklärung; auch spezifizierend ‘religiöse, moralische, philosophische, ästhetische M-n’ u mit typologisierender Nuance ‘machiavellische M-n’, ‘Rousseausche M-n’  [Juliette mBez auf den Oheim] Die kräftigen Mannsjahre dieses Edlen fielen in die Zeit der Beccaria und Filangieri; die M-n einer allgemeinen Menschlichkeit wirkten damals nach allen Seiten GWB24,96,18 Wj I 6  Weil nun in jeder Zeitepoche alles zusammenhängt .. so befolgte man in der Rechtslehre .. alle diejenigen M-n, nach welchen man Religion und Moral behandelte GWB28,190,7 DuW 13  die moderne M., daß der Einzelne durchaus ein Recht habe gegen den Vortheil des Ganzen den seinigen geltend zu machen GWB36,144,28 TuJ 1818 GWB24,120,17 Wj I 7 GWB26,4,4 DuW Vorw GWB33,231,24 Camp GWBB20,282,1 Eybenbg 16.1.09   d im (politisch-)administrativen bzw institutionellen Bereich; auch iSv offizielle Regelung, (behördliche) Vorschrift; wiederholt im Zshg der Redaktionstätigkeit bei der Jenaischen Allgemeinen Literaturzeitung; vereinzelt (abgeschwächt) iSv Handlungsweise, Standpunkt; einmal ‘landesmütterliche M.  [betr Verwaltung der Mineralogischen Gesellschaft u des Kabinetts nach dem Ausscheiden von JGLenz] Für ewige Zeiten aber würde man der M. treu bleiben: daß die Function eines Directors und die eines Docenten niemals in einer Person vereinigt würden A(Salomon 193,7) Bericht 20.4.30 [Oberaufs]  [betr Gage für Schauspielerinnen am Weimarer Theater] Die M., daß man während des Contracts nicht genöthigt werden könne Zulage zu geben, ist ganz richtig GWBB26,340,11 Kirms 16.4.16  [betr die Aufnahme von philos Rezensionen in die Jenaische Allgemeine Literaturzeitung] Unsre M., in diesem Fach mehr darstellende und begünstigende Recensionen, als tadelnde und widerwärtige aufzunehmen, ist .. sehr gut GWBB17,240,13 Eichstädt 16.1.05  daß .. Bertuch nicht nach den M-n eines Industrie-Comptoiristen gehandelt hat GWBB29,39,21 Schreibers 4.2.18 K GWBB13,44,23 Hirt 25.12.97 K GWBB22,248,17 Friederike Liszewska 28.1.12 K GWBB22,154,24 Cotta 22.8.11 ‘staatsrechtliche M-n’, mBez auf Steuergesetze  [betr Schätzung des Frankfurter Vermögens u daraus resultierende Steuerforderungen] In wiefern jedoch dieser etwas complicirte Fall sich gegen die staatsrechtlichen M-n und Herkömmlichkeiten meiner Vaterstadt verhalte, werden Ew. W. am besten beurtheilen GWBB21,11,3 JFHSchlosser 22.7.09 K   e mBez auf die Hervorbringung od Beurteilung von Kunstwerken; auch ‘M-n als Gesetze aufstellen’ u (abwertend) iGz ‘Beispiel’; wiederholt in polemischem Zshg ‘falsche, krankhafte, ausgerenkte M-(n)’; ‘Bologneser M-n der Komposition’, mBez auf die Malerschule von Bologna  jeder der diesen Namen [Künstler] verdient, ist zu unsrer Zeit genöthigt, sich aus Arbeit und eignem Nachdenken wo nicht eine Theorie, doch einen gewissen Inbegriff theoretischer Hausmittel zu bilden, bei deren Gebrauch er sich in mancherlei Fällen ganz leidlich befindet; man wird aber oft bemerken, daß er auf diesem Wege sich solche M-n als Gesetze aufstellt, die seinem Talent, seiner Neigung und Bequemlichkeit gemäß sind GWB47,29,25 PropylEinl  Beurtheilung der alten und neuern Kunst nach Grundsätzen — M-n am nöthigsten bei Beurtheilung der gleichzeitigen Künstler GWB47,4,29 PropylEinl InhVerz  [betr nazarenische Kunstrichtung] Wir möchten .. das talentvolle Individuum schonen und fördern .. aber auf die falschen, krankhaften und im tiefsten Grunde heuchlerischen M-n derb und unerbittlich losgehen GWBB28,109,25 Rochlitz 1.6.17 GWB491,135,15 Philostrat GWBB20,250,21 Eichstädt 8.12.08 GWBT7,36,20 v 13.4.19 iSv künstlerische Behandlungs-, Verfahrensweise; einmal auf Übersetzungsmethode bezogen; (typologisierend) ‘Klosterbruderische und Sternbaldische M.’, ‘byzantinische M.  Ich hatte in der Poesie die M. des objektiven Verfahrens, und wollte nur dieses gelten lassen. Schiller aber, der ganz subjektiv wirkte, hielt seine Art für die rechte Gespr(FfA II 12,395,7) Eckerm 21.3.30  [betr Weimarer Aufführung von ‘Des Epimenides Erwachen’] wir folgten auch hier unserer alten M. des Symbolisierens GWBB26,416 Zelter 11.3.16 K  Man kann .. nach zweyerley M-n übersetzen, einmal wenn man seiner Nation den reinen Begriff eines fremden Autors überliefern .. will, wobey man sich denn genau an das Original bindet; man kann aber auch ein solches fremdes Werk als eine Art Stoff behandeln, indem man es .. dergestalt verändert, daß es unserer Nation näher gebracht und von ihr gleichsam als ein Originalwerk aufgenommen werden könne GWBB15,233,6 Holcroft 29.5.01 K GWB53,404,7 Entw Aufsatz üb neuere dtKunst GWB341,179,2 KuARheinMain Heidelb iSv (poetologische) Regel, (ästhetische) Norm  Nun hat Moritz ausgeklügelt, daß es eine gewisse Rangordnung der Sylben gebe .. Ich habe diese M. öfters zu Rathe gezogen und sie mit meiner Empfindung übereinstimmend getroffen GWB30,249,4 ItR  [mBez auf Bilder mit antiken Motiven] nun wurden alle M-n, welche ich in Oesers Schule mir zu eigen gemacht, in meinem Busen rege GWB27,240,8 DuW 9 Gespr(FfA II 12,290,2) Eckerm 11.10.28 GWB412,249,24 Zu Aristot,Poetik   f mBez auf naturwiss Erkenntnis; auch iSv Lehrsatz, theoretisches Postulat, Methode u als Gegenpol zu ‘Erfahrung, Handgriff’; wiederholt ‘kurrente M-n’  Besonders gelingt es ihm [Bacon], die fortschreitende Wirkung physischer und mechanischer Kräfte .. auf eine folgerechte und heitre Weise abzuleiten. So einfach seine M-n sind, so fruchtbar zeigen sie sich in der Anwendung[] GWBN3,156,11 FlH III RBacon wie von der einen Seite die Erfahrung gränzenlos ist, weil immer noch ein Neues entdeckt werden kann, so sind es die M-n auch, indem sie nicht erstarren, die Fähigkeit nicht verlieren müssen, sich selbst auszudehnen um mehreres zu umfassen, ja sich in einer höhern Ansicht aufzuzehren und zu verlieren GWBN3,234,13 FlH IV BacoVer die Identität der Theile, wo weder Funktion noch Gestalt noch Nachbarschaft, nur ganz allein die letzte M. [Analogie als Grundbegriff der biologischen Betrachtung], aber in einem weit ausgebreiteten Sinn, zu benutzen ist GWBN13,113,34 PrincPhilZool Plp  Ich weiß, daß er [GFdeCuvier] der neuen deutschen Methode bey Behandlung der organischen Natur nicht ganz günstig ist, und daß er da nur Zufälliges erblicken mag, wo wir Gesetzliches zu sehen glauben. Da nun diese Differenz in der M. unendlich ist, so kann man sich auch im Einzelnen, selbst wo man zusammentrifft, nicht vereinigen GWBB19,458,6 Gf Reinhard 16.11.07 GWBN3,352,7 FlH V GWBN52,201,1 Fl Plp   g iSv praktisch-technische Regel, (technologische) Richtlinie  Ein neues Glashaus .. nach den neusten Erfahrungen und den daraus abgeleiteten M-n erbaut GWBN6,235,21 PflanzenkultWeim  Er sah wohl ein, daß bei allem Verfahren des Färbers nur sehr einfache M-n zum Grunde lagen, die sich aber unter einem Wust von einzelnen Recepten und zufälligen Behandlungen verbargen und kaum gefaßt werden konnten GWBN4,248,14 FlH VI Gülich GWBB49,140,16 Zelter 15.11.31 uö(selten)   2 (in der Weltordnung angelegte, den Lebenserscheinungen zugrunde liegende) universale Gesetzmäßigkeit, objektives Gesetz, inneres Entwicklungs- od Funktionsprinzip; auch iSv Grundwahrheit; vereinzelt ‘große, hohe, höhere M.’,M. der Natur, des Organismus’; wiederholt in den Arbeiten zur Morphologie, insbes mBez auf die ‘Metamorphose der Pflanzen’  [betr ‘Metamorphose der Pflanzen’] man hat zu erfahren gewünscht: wie ein Mann von mittlerem Alter, der als Dichter etwas galt .. sich habe können in das gränzenloseste Naturreich begeben und dasselbe in der Maße studiren, daß er fähig geworden eine M. zu fassen, welche, zur Anwendung auf die mannichfaltigsten Gestalten bequem, die Gesetzlichkeit aussprach, der zu gehorchen tausende von Einzelnheiten genöthigt sind GWBN6,98,1 BotanStudien [1831]  Die krankhaften Phänomene deuten gleichfalls auf organische und physische Gesetze: denn wenn ein besonderes lebendiges Wesen von derjenigen Regel abweicht, durch die es gebildet ist, so strebt es in’s allgemeine Leben hin, immer auf einem gesetzlichen Wege, und macht uns auf seiner ganzen Bahn jene M-n anschaulich, aus welchen die Welt entsprungen ist und durch welche sie zusammengehalten wird GWBN1,46,13 FlD 102  [betr os intermaxillare am Elefantenschädel] die Natur, die ihre großen M-n nicht fahren läßt, am wenigsten in wichtigen Fällen, ließ hier eine dünne Lamelle, von der obern Kinnlade ausgehend, die Wurzel des Eckzahns umgeben, um diese organischen Uranfänge vor den Anmaßungen des Zwischenknochens zu sichern GWBN8,122,21 ZwKnoch [1819]  Verrückung der Gänge nach der M. der Brechung des Lichtes GWBN13,319,1 MinGeol Plp  die sogenannten [pietistischen] Erweckungen .. sind eigentlich was wir in wissenschaftlichen und poetischen Angelegenheiten Aperçus nennen: das Gewahrwerden einer großen M., welches immer eine genialische Geistesoperation ist; man kommt durch Anschauen dazu, weder durch Nachdenken noch durch Lehre oder Überlieferung. Hier ist es das Gewahrwerden der moralischen Kraft, die im Glauben ankert GWB29,28,23 DuW 16 GWBB28,309,13u19 Schultz 24.11.17 GWBN52,421,15 Fl Plp GWBB28,247,11 Schultz 7.9.17 GWBN6,249,20 MetamPfl Wirkg 1830   3 als eigenständige Textsorte od Teil eines literarischen Werkes iSv Denk-, Sinnspruch; auch neben ‘Sentenz’ u in provisorischer Titelgebung; einmal ‘M-n des Rochefoucault’  Dr. Eckermann. Wir verhandelten die Angelegenheit der gesammelten kurzen M-n noch fernerhin GWBT12,36,7 v 10.3.29  Um diese Zeit finden sich in Ottiliens Tagebuch .. häufiger auf das Leben bezügliche und vom Leben abgezogene M-n und Sentenzen GWB20,237,28 Wv II 4 GWB45,123,4 RamNeffe uö(selten) im weiteren Sinne als sentenzartige (moralische) Betrachtung (in Berührung mit 1b); einmal im Zshg der Reflexion des eigenen Lebensganges  Und höchstens eine Haupt- und Staatsaction | Mit trefflichen pragmatischen M-n, | Wie sie den Puppen wohl im Munde ziemen GWB14,36 Faust I 584 [betr Redaktion von ‘Dichtung u Wahrheit’] Sollte übrigens eine Wiederhohlung einer M. vorkommen, die nicht eine Amplification oder veränderte Ansicht enthielte; So würden Sie solche wo nicht auslöschen sondern zweckmäsig variiren. Denn ich kann bemercken daß gewisse Haupbetrachtungen mich leiten GWBB23,412,6 Riemer 24.7.13 GWB38,343 FGA JungesFrauenzimmer [G/Merck] uö(selten) GWBErziehungs- GWBGlückseligkeits- GWBGrund- GWBHaupt- GWBKammerrats- GWBKunst- GWBNatur- Schöpfungs- GWBSicherheits- GWBStaats- Tages- GWBÜbersetzungs- GWBVölkerrechts-Syn zu 1 und 2 GWBGesetz GWBGrundsatz Prinzip zu 1a,b,e,f GWBMethode zu 1a und b, 3 GWBDiktum zu 1b GWBAbsicht GWBDevise GWBLebensregel GWBLeitfaden GWBVorsatz GWBWahlspruch zu 1b und c GWBGebot zu 1e GWBBehandlungsart GWBBehandlungsweise GWBGrundregel GWBNorm GWBRegel Verfahrensweise GWBVorschrift zu 1f GWBAxiom GWBBegriff GWBDenkweise GWBEinsicht GWBErklärungsart Grundposition GWBGrundregel Grundüberzeugung GWBHauptlehre GWBHauptprinzip GWBHauptsatz GWBHypothese GWBLehrsatz GWBProposition GWBRegel GWBTheorem zu 1g Richtlinie GWBVorschrift zu 2 GWBAxiom GWBGrundwahrheit GWBIdee GWBNaturgeheimnis Prinzip GWBRegel GWBVorschrift zu 3 GWBAperçu GWBAphorismus GWBAusspruch GWBBetrachtung GWBDenkspruch GWBDevise GWBDiktum GWBGnome GWBHauptbetrachtung GWBSpruchChristiane Schulz Ch.S.
15714 Zeichen · 148 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Maxīme

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Maxīme , plur. die -n, eine allgemeine Regel des Verhaltens, und in engerer und gewöhnlicherer Bedeutung, des sittli…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Maxime

    Goethe-Wörterbuch

    Maxime Kleinschr GWB T3,122,13 ; über 400 Belege; — Gehäuft seit der Propyläenzeit, bes im Zshg mit der auf Verbindlichk…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Maxime

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Maxime , allgemeiner Grundsatz zur Bestimmung des Handelns.

  4. Spezial
    Maximef

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Maxime , f максима , ж

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit maxime

18 Bildungen · 1 Erstglied · 17 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von maxime 2 Komponenten

max+ime

maxime setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

maxime‑ als Erstglied (1 von 1)

Maximengewand

GWB

maxime·n·gewand

Maximengewand im Bild Auch er [ der Maler WHensel ] stickt in dem seichten Dilettantismus der Zeit, der in Alterthümley und Vaterländeley ei…

maxime als Zweitglied (17 von 17)

Erziehungsmaxime

GWB

erziehung·s·maxime

Erziehungsmaxime die E. .. daß alles der Jugend auf eine leichte, lustige und bequeme Art beigebracht werden müsse; woraus denn aber auch wi…

Eventualmaxime

DERW

eventual·maxime

Eventualmaxime, F., ›Verfahrensgrundsatz wonach eine Partei eines Prozesses zur Vermeidung der Präklusion ihren gesamten Vortrag einschließl…

grundmaxime

DWB

grund·maxime

-maxime , f. ( vgl. comp.-typ. 5 o ): dasz dis ihre gr. seie, erhellet nur leider allzu klar aus ihren treulosen proceduren M. Krämer leben …

Hauptmaxime

GWB

haupt·maxime

Hauptmaxime 19 Belege, einmal Bindestrichschr 1 wichtiger Grundsatz a grundlegende praktisch-technische Regel es geht ihr [ Hilarie ] auf, d…

Kammerratsmaxime

GWB

kammerrat·s·maxime

Kammerratsmaxime Da der treffliche Freund [ August vGoethe ], nach wahrhafter Cammerraths Maxime: daß nichts besser schmecke als was man sel…

Kunstmaxime

GWB

kunst·maxime

Kunstmaxime Grundsatz, Grundregel der Kunstausübung; pl GWB B21,129,7 Bettina 3.11.09 GWB T5,82,3 v 3.11.13 Syn GWB *Kunstprinzip GWB Kunstr…

Naturmaxime

GWB

natur·maxime

Naturmaxime a Gesetzmäßigkeit, Regelhaftigkeit im Naturreich, auch: Naturgesetz; meist als physikalisches Prinzip im Zshg mit der Farbenlehr…

*Schöpfungsmaxime

GWB

schoepfung·s·maxime

*Schöpfungsmaxime Das Beste..ist, daß die von Geoffroy in Frankreich eingeführte synthetische Behandlungsweise der Natur jetzt [ nach öffent…

Sicherheitsmaxime

GWB

sicherheit·s·maxime

Sicherheitsmaxime Sicherheit eines ausgebreiteten Lebensgenusses ist gewöhnlich der Grund aller empirischen Achtung. Wir haben solche S-n, o…

staatsmaxime

DWB

staats·maxime

staatsmaxime , f. richtschnur für den staat und dessen leitung: dasz er als ein nebenwerk aber die staatsmaximen aller höfe sich bekannt mac…

stubenmaxime

DWB

stuben·maxime

-maxime : wurde professor ..., spitzte stubenmaximen zu Lichtenberg aphor. 3, 77 lit. denkm.;

Untersuchungsmaxime

Herder

untersuchung·s·maxime

Untersuchungsmaxime , wobei der Richter von sich aus untersucht, verfolgt, im Gegensatz zur Verhandlungsmaxime im Civilproceß und zum Anklag…