Methode knapp die Hälfte von mehr als 400 Belegen in naturwiss Schriften 1
Vorgehensweise a
allg: die Art u Weise, etw zu tun, (regelgeleitete, erprobte) Herangehens-, Arbeitsweise, prakt-techn Verfahren (bes in Kunst u Handwerk, Landwirtschaft, Medizin, Verwaltung uä) Im gemeinen Leben treibt uns die Erfahrung auf gewisse Regeln hin..und so entsteht eine Art
M. GWBB27,310,5 Maria Paulowna 31.12.16/2.1.17 K Jesus. Erklärt..seine göttliche
M., große Dinge durch geringe Mittel zu thun GWB32,361,6 ÜbItal jedes Handwerk hat eigne M-n GWBB13,134,7 Schiller 2.5.98 in Redwitz erfand der junge Fikentscher eine leichte
M. das Glas zu trüben GWBB36,271,23 Sternberg 12.1.[23] Die von Kecht empfohlene
M., den Stock zu behandeln, hatte die dortigen Weinbauenden..zur Nachahmung gestimmt GWBB45,221,22 EHFMeyer 30.3.29 22,240,20 Lj V 16 A1,231,26 Ausarbeitg übGesch dGeneralrevision [Anf Apr 83] N2,135,6 FlP 234 A(FfA I 27,66,1) Aktenniederschr [Jan/Feb 90] 45,299,25u27 Diderot,Malerei
uö für professionelle Gesangstechnik in der Fügung ‘M. haben’ Diskant, Tenor und Baß..was in dem natürlichen Umfang dieser Stimmen von einem Künstler zu erwarten ist, der ein glückliches Organ, einige
M. und Übung hat GWBB7,68,25 Kayser 20.6.85 51,222,21 Ths III 6
iSv Façon Man lebt nicht hier [
Paris] und dort [
Poitiers] nach einerley
M.,|Was dort bewundert wird, ist hier schon aus der Mode GWB37,52 Lügner 61
iSv Konsequenz die Geschichte des weimarischen Theaters, das ich so viele Jahre selbst und nicht ohne eine gewisse
M. geführt GWBB32,161,25 LTieck 23.1.20 K b
wiss: (gegenstandsabhängige) Forschungs-, Untersuchungsmethode, systematisches Erkenntnisverfahren in einer pragmatisch bzw logisch begründbaren Abfolge von Schritten; auch mit Betonung der Vorläufigkeit, der (sachgemäßen) Pluralität sowie der generellen Abhängigkeit von fundamentalen (epochenspezifischen, theoretischen, persönlichen) Überzeugungen; oft in Hervorhebung eigener methodologischer Leistungen1), dabei auch mit Attr wie ‘naturgemäß’, ‘notwendig’, ‘rein’ so finden wir uns..indem wir den Thierschädel beschreiben wollen, zu einer anderen
M. genöthiget, wozu uns das Anschauen die einfache Anleitung gibt GWBN8,173,8 AllgKnochLehre bei Darstellung des Versuchs der Pflanzen-Metamorphose mußte sich eine naturgemäße
M. entwickeln; denn als die Vegetation mir Schritt für Schritt ihr Verfahren vorbildete, konnte ich nicht irren GWBN11,48,3 EinwirkgNeuPhilos Bei meiner Naturbeobachtung und Betrachtung bin ich folgender
M., so viel als möglich..treu geblieben. Wenn ich die Constanz und Consequenz der Phänomene, bis auf einen gewissen Grad, erfahren habe, so ziehe ich daraus ein empirisches Gesetz und schreibe es den künftigen Erscheinungen vor GWBN11,39,8 ErfahrgWissensch die Absicht..geht kürzlich dahin, die chromatischen Erscheinungen in Verbindung mit allen übrigen physischen Phänomenen zu betrachten, sie..in eine Reihe zu stellen, und so durch Terminologie und
M. eine vollkommnere Einheit des physischen Wissens vorzubereiten GWBN4,388,4 Fl AnzÜbers Jederman hält die Absonderung der Hypothese vom Facto sehr schwer, sie ist aber noch schwerer als man gewöhnlich denkt, weil..jede
M. schon hypothetisch ist GWBB13,325,11 Schiller 1.12.98 Fahren Sie fort, an meiner Art die Naturgegenstände zu behandeln kräftigen Theil zu nehmen..Es ist hier die Rede nicht von einer durchzusetzenden Meinung, sondern von einer mitzutheilenden
M., deren sich ein jeder, als eines Werkzeugs, nach seiner Art, bedienen möge GWBB33,295,6 Hegel 7.10.20 33,143,26 Camp N8,267,9 VersGestaltTiere N8,23,7 VglAnatomie 5 N13,200,6u10 Morph Plp N7,176,18 PrincPhilZool I
uö(häufig) im rückversinnlichenden Wortspiel mit der griech Wortwurzel ‘Weg’ Er [
Newton]..dringt..darauf, daß man nur den eingeleiteten Weg gehen, sich auf demselben vorgeschriebnermaßen benehmen solle, und will jede andre
M., jeden andern Weg der Wahrheit sich zu nähern, ausschließen GWBN4,64,3 FlH VI Sprengels Botanik..ist ein treffliches Werk, aus dem vieles..zu lernen ist, nur scheint mir diese
M. sich selbst im Wege zu stehen GWBB31,307,3 Nees 5.11.18 K der Antiquar hat um so weniger Ursache seiner
M. [
ein Kunstwerk in verschiedene Deutungskontexte zu stellen] zu entsagen, als er auf seinem Wege so viel Nützliches und Schätzbares fördert GWB47,38,13 PropylAnz Indessen fuhr ich fort der Bildung und Umbildung organischer Naturen ernstlich nachzuforschen, wobei mir die
M. womit ich die Pflanzen behandelt, zuverlässig als Wegweiser diente GWBN11,50,2 EinwirkgNeuPhilos
uö mBez auf bestimmte (namentlich bekannte) wiss Verfahrensweisen wie ‘analytische/synthetische M.’, ‘genetische M.’ u vor allem ‘mathematische M.’ (hinsichtl ihrer lückenlosen Beweis- bzw Konstruktionsverfahren „more geometrico”); okkasionell: ‘disjunktive M.’ der Kunstkritik iGz ‘konstruktiven’ Ich besaß [
iUz Schiller] die entwickelnde entfaltende [
=genetisch-‘analytische’]
M., keineswegs die zusammenstellende ordnende; mit den Erscheinungen neben einander wußt' ich nichts zu machen, hingegen mit ihrer Filiation mich eher zu benehmen GWB36,253,12 BiogrEinzh die von den Franzosen immer angewendete und vervollkommte analytische
M. ..Wir sehen darin nichts als eine immer weitre Ausbildung ihrer Einseitigkeit GWBB51,230 Seebeck 24.2.08 Die..Ruhe Spinoza's contrastirte mit meinem..Streben, seine mathematische
M. war das Widerspiel meiner poetischen Sinnes- und Darstellungsweise, und eben jene geregelte Behandlungsart, die man sittlichen Gegenständen nicht angemessen finden wollte, machte mich zu seinem..entschiedensten Verehrer GWB28,289,5 DuW 14 Diese Bedächtlichkeit nur das Nächste an's Nächste zu reihen..das Nächste aus dem Nächsten zu folgern, haben wir von den Mathematikern zu lernen..Denn eigentlich ist es die mathematische
M., welche wegen ihrer Bedächtlichkeit und Reinheit gleich jeden Sprung in der Assertion offenbart GWBN11,34,3 VersVermittlObjSubj 49
2,116,26 Verz geschnSteine Bln 1827 53,403,15 Entw Aufsatz üb neuere dtKunst B17,197,15 Eichstädt 15.9.04 N5
1,87,13 ChromatSätze
uö mehr iSv (übergeordnete) Theorie, Forschungsmaxime, Leitfaden, Grundsatz, -regel, Prinzip uä Nun ließ sich ohne
M. die Menge der Erfahrungen weder sondern noch verbinden; es wurden daher theoretische Erklärungsarten rege..hypothetische Irrthümer und Einseitigkeiten GWBN4,307,15 FlH VI Konfess dVerf die verschiedenen M-
n..nach welchen man das Pflanzenreich zu ordnen und zu systematisiren..versucht hatte GWBB48,1,14 FJFrommann 3.11.30 K Die
M., das Barometer als hauptwirksam bey allen atmosphärischen Erscheinungen anzusehen GWBB37,181,18 Schultz 9./19.8.23 Cuvier..Ich weiß, daß er der neuen deutschen
M. bey Behandlung der organischen Natur nicht ganz günstig ist, und daß er da nur Zufälliges erblicken mag, wo wir Gesetzliches zu sehen glauben. Da nun diese Differenz in der Maxime unendlich ist, so kann man sich auch im Einzelnen..nicht vereinigen GWBB19,458,3 Reinhard 16.11.07
uö 2
Vermittlungsweise; mehrf im Wortspiel mit ‘Weg’ (wie unter 1b) a
allg: Lehr-, Unterrichtsmethode; einmal (Brief an Bettina) ‘Pestalozzische M.’ Bürgerschule. Wir fanden..die sämmtlichen Lehrer im Unterricht beschäftigt. Bemerkten die verschiedenen M-n GWBT10,216,17 v 13.7.26 Lesen, Schreiben, Rechnen..übernimmt der Abbé; seine
M. erinnert an den wechselsweisen Unterricht, doch ist sie geistreicher GWB25
1,212,4 Wj III 11 Übung zur Italiänischen Sprache..bey Valenti..er hat eine gute
M. GWBB7,220,13 ChStein 21.5.86 Wir brauchen..einen Mann der den Tanz versteht..der eine leichte
M. im Unterricht..hätte GWBB16,324,22 Zelter 10.10.03 Je unzufriedner man mit der
M. ist, durch die man gebildet worden, desto lebhafter entsteht in uns der Wunsch, einer Folgewelt den..bessern Weg zu zeigen GWB44,372,18 CellAnh XV 3 22,136,19 Lj V 1 45,317,1 Diderot,Malerei B5,211,17 CarlAug 4.11.81 B20,50,17 Bettina 20.4.08
uö b
wiss: Behandlungs-, Darstellungsweise; didakt Disposition, Strukturierung von Fachwissen, Forschungsergebnissen; meist ‘M. des Vortrags’ oä; einmal (Brief an Schiller) ‘weibliche M.’ habe angefangen ihm [
Moritz] mein Pflanzensystem zu erklären..Wie faßlich aber das Abstracteste..wird, wenn es mit der rechten
M. vorgetragen wird..seh' ich an meinem neuen Schüler GWB32,85,17 ItR Ich habe..Ihr anatomisches Lehrbuch ganz durchgelesen, und sowohl an den Sachen als an der
M. sehr viel Freude gehabt GWBB18,50,11 Sömmerring [Herbst 93] K Fruchtbares Gespräch mit Schiller über die
M. des Vortrags der Farbenlehre GWBT2,222,20 v 12.11.98 In der
M. selbst des Vortrags liegt schon der Grund des Gegensatzes: wo der eine anfängt, hört der andere auf, wo der eine trennt, verbindet der andere GWBN8,124,8 ZwKnoch Daß bei einem Vortrag natürlicher Dinge der Lehrer die Wahl habe, entweder von den Erfahrungen zu den Grundsätzen, oder von den Grundsätzen zu den Erfahrungen seinen Weg zu nehmen, versteht sich von selbst; daß er sich beider M-n wechselsweise bediene, ist wohl auch vergönnt, ja manchmal nothwendig GWBN2,3,15 FlP 6 47,89,18 Üb:Moritz,Nachahmg dSchönen N1,150,17 FlD 358 N11,107,3 MuR(1272) B10,314,8 Schiller 13.10.[95] B36,73,24 Henning 13.6.22
uö iSv Konsequenz, Übersichtlichkeit, Klarheit, (didakt) Geschick Die Schrift ist ohne Abtheilungen, in einem fortgehenden Stil, nicht ohne
M. geschrieben GWB40,260,22 Üb:Napoleon u frzVolk allein es wollte ihm nicht gelingen, seine so wohlgefaßten Gedanken mit einer gewissen
M. darzustellen GWB46,357,12 HackertNachtr daß ihn [
Lavater] seine Neigung trieb, Erfahrungen..aufzuhäufen..allein es machte keine Reihe, alles stand vielmehr zufällig durcheinander, nirgends war eine Anleitung zu sehen..Eben so wenig schriftstellerische
M. ..herrschte in seinen übrigen Schriften GWB29,145,22 DuW 19 N4,171,12 FlH VI 3
System(atik), Ordnung, Einteilung; bes ‘mit/ohne M.’, ‘nach einer bestimmten M. (aufstellen)’; auch hinsichtl der Kriterien bzw Leitlinien des Sammelns, Anordnens; einmal (nach Shakespeares ‘Hamlet’) ‘in diesem Wahnsinn ist M.’ Bei den Jenaischen Museen drangen immer neue Gegenstände zu, und man mußte deßhalb Erweiterungen vornehmen und in der Anordnung eine veränderte
M. befolgen [neue Ordnung verfügen
Var] GWB35,253,28 TuJ 1806 Haben doch die Franzosen..den guten Gedanken gehabt, die Mineralien einmal nach der Wernerischen, das anderemal nach der Hauyschen
M. geordnet, neben einander aufzustellen GWBB21,165,12 Voigt 10.1.10 [
üb des Adressaten ‘Farben der organischen Körper’] Die vielen schönen Beobachtungen..äußerlich gleichsam nur gereiht, aber sehr gut nach einer innerlichen
M. aufgestellt GWBB26,310,8 FSVoigt 26.3.16 weil man vielleicht ganz zuletzt den Stoff den man [
für ein ‘lyrisches Volksbuch’] nach einer
M. gesammelt hat, nach einer ganz andern zu ordnen bewogen wird GWBB20,157,14 Niethammer 19.8.08 Brief von Sieber aus Paris..Hier kann man nicht sagen, in diesem Wahnsinn ist
M., aber dieser Wahnsinn beherrscht ein unglaubliches Wissen GWBT12,190,24 v 1.2.30 B21,169,25 Voigt 14.1.10 B51,498,4 CarlAug 1.2.24 N7,185,27 PrincPhilZool II N11,212,3 AtomismDynamism Gespr(He3
1,115) Kanzl Müller 6.5.19
uö → *Amalgamations- Bildungs- Elementarunterrichts- Entwicklungs- Familien- Frisch- Heil- Hülfs- Kur- Lebens- Lehr- Schmelz- Schul- Un- Unterrichts- Zeichen- Zerstreuungs- Syn zu 1 u 2 Verfahren Weg zu 1 Art Behandlung Methodik Weise zu 1a Arbeitsweise Façon Gang Gewohnheit Kunst Kunstgriff Manier Maße Modus Plan Regel Rezept Technik Verfahrungsart zu 1b Ableitungsweise Behandlungsart Behandlungsweise Betrachtungsweise Beweisart Denkweise Erkenntnisweise Erklärungsart Maßregel Prinzip Theorie zu 2a Lehrart Lehrmethode Unterrichtsmethode zu 2b Darstellungsart Darstellungsweise Form zu 3 Anordnung Einteilung Ordnung Schema System 1) vgl dazu: HHelbig, Naturgemäße Ordnung. Darstellung u Methode in Goethes Lehre von den Farben (2004), Kap 5: Die Methode der Wissenschaft Rüdiger WelterR.W.