Genauigkeit Rund 150 Belege; häufig idVbdg ‘mit G.’. Der beim Adj ‘genau’ noch deutl belegte ältere Wortgebrauch fehlt hier ganz. Exaktheit, Präzision 1 bei Maß-, Grad- od Zahlenangaben ist dieselbe [die Wiener Altstadt] noch einmal so groß als Pompeji .. Diese 2368 Kl[after]. [die Differenz zw beiden] machen aber ungefähr den 72. Theil des Flächenraums von Pompeji aus, sind also, wenn nicht eine zu große G. gefordert wird, außer Acht zu lassen GWB491,167,11 Üb:Zahn,Pompeji GWBN12,211 Instrukt meteorolBeob [wohl Schrön] uö(selten) 2 für das präzise Funktionieren von Maschinen Nur die technisch höchstgebildeten Völker, wo die Maschinen wieder zu verständigen Organen werden, wo die größte G. sich mit der größten Schnelligkeit verbindet, solche reichen an jene [die sog stationären Völker] hinan N3,XXIII,15 FlH Urzeit 3 für Sicherheit in der (artistischen) Bewegung beide [Narciß u Landrinette] zeigten sich nach einander auf dem Seile mit leichten Bewegungen, Sprüngen und seltsamen Posituren. Ihre Leichtigkeit, seine Verwegenheit, die G. [Präcision GWB51,199,14 ThS III 2], womit beide ihre Kunststücke ausführten, erhöhten mit jedem Schritt und Sprung das allgemeine Vergnügen GWB21,152,3 Lj II 4 4 im Bereich sinnl Wahrnehmung a für die visuelle Aufmerksamkeit des Künstlers auf Phänomene der realen Welt Leonardo da Vinci .. beobachtete .. Licht und Schatten mit weit mehr G. als zuvor geschehen war GWBN3,359,1 FlH V [Meyer] b für die Deutlichkeit einer akust Wahrnehmung [Marchese:] man nahm sich um so weniger in Acht, in seiner [des Bruders] Gegenwart davon [von den Wundern nach Speratas Tod] zu sprechen, als er sonst auf nichts aufzumerken pflegte .. Dießmal schien er aber mit großer G. gehört zu haben GWB23,282,14 Lj VIII 9 5 im kognitiven Bereich, insbes im Bereich geistig-empir Forschung a für Exaktheit, Konsequenz des method Vorgehens; als Merkmal einer individuellen Forschungspraxis, auch als generelle (ambivalent beurteilte) Haltung einzelner Forscherpersönlichkeiten; mehrf (mBez auf Newtons experimentelle Praxis) in Kritik einer nur vorgespiegelten, scheinbaren Akribie; auch idVbdgn ‘mathematische, physische G.’ u mit angeschlossenem (erweitertem) Inf um unsre Erfahrungen mit möglichster G. anzustellen und alle Verwechslung abzulehnen, halten wir uns zuerst an Subjective Versuche GWBN1,80,14 FlD 194 daß er [Mariotte] zwei entgegengesetzte Reihen als Randerscheinungen [bei der Refraktion] anerkennt .. Ein Gleiches thut er in Absicht auf den Regenbogen, wobei man .. seine Aufmerksamkeit, Fleiß, Scharfsinn, Reinlichkeit und G. der Behandlung bewundern muß GWBN4,68,12 FlH VI Newton wendete also hier ganz zweckmäßig seine mathematische G. an diesen Punct und zeigte .. gründlich, obgleich mit etwas zu viel Umständlichkeit, daß die Farbenerscheinung keiner diversen Incidenz [Lichteinfall] zugeschrieben werden könne GWBN4,37,19 FlH VI Durch die sämmtlichen Newtonischen Versuche jedoch geht eine solche pedantische G., alles nach seiner Hypothese unzerlegte Licht zu entfernen, und dadurch seinen Experimenten eine Art von Reinlichkeit zu geben, welche .. durchaus nichtig ist GWBN2,24,27 FlP 41 GWBN4,231,22 FlH VI GWBN2,167,17 FlP 313 GWBN52,220,24 u 223,15 FlP Plp uö als notwendige Voraussetzung, Postulat analyt-empir Forschung müßte man keine der menschlichen Kräfte bei wissenschaftlicher Thätigkeit ausschließen. Die Abgründe der Ahndung, ein sicheres Anschauen der Gegenwart, mathematische Tiefe, physische G., Höhe der Vernunft, Schärfe des Verstandes, bewegliche sehnsuchtsvolle Phantasie, liebevolle Freude am Sinnlichen, nichts kann entbehrt werden GWBN3,121,22 FlH II Wenn beym Trennen und Absondern großer Ernst und große G. nöthig ist, und es zum Besten der Wissenschaft sehr räthlich sein möchte, das einmal Abgetrennte und Gesonderte in Lehrbüchern .. stehen zu lassen, so scheint es mir hingegen nicht nachtheilig zu seyn, wenn man sich im Vergleichen mehr Willkür erlaubt GWBN13,431,13 Naturlehre GWBN12,123,4 MeteorolBeobachtungsorte uö als Merkmal einzelner Wissenszweige; mehrf ‘Grad der G.’ für den erreichten Standard Die Anatomie hat sich auf einen solchen Grad der G. und Bestimmtheit erhoben, daß ihre deutliche Kenntniß schon für sich eine Art von Physiologie ausmacht GWBN6,290,14 PhysiolPfl GWBN11,113,22 MuR(1171) uö b für Gründlichkeit, Umsicht, Behutsamkeit im intellektuellen od ästhet Urteil; auch unter dem Zielaspekt der Angemessenheit Diese seine [Newtons] Behandlung [des Refraktionsproblems] ist .. der Kritik unterworfen: denn wir können viele Fragen aufwerfen, wir können mit G. untersuchen: ob er denn auch recht verfahren? und in wiefern sein Beweis in jedem Sinne vollständig sei? GWBN51,168,15 Üb Newt DivRefrangib Das vorliegende Werk [der 1. Teil von Bußlers epischem Ged ‘Moses’] redlich und gründlich zu beurtheilen, müßte ich erst jene uralte Überlieferung mir völlig vergegenwärtigen und in ihre Natur und Eigenschaft wieder auf’s neue einzudringen suchen, um sodann erst mit Wohlwollen und G. zu ermessen, wie der spätere poetische Arbeiter jene Angelegenheit und die davon zu uns gelangte Kenntniß angesehen GWBB44,65,19 Bußler 15.4.28 K GWBB48,10,20 Boisserée 4.11.30 uö c für die Deutlichkeit einer Erinnerung Der Wundarzt .. war auf mancherlei Verirrungen [bei Nanny] gefaßt .. aber sie war natürlich, ruhig und sich völlig selbstbewußt. Sie erinnerte sich .. aller Zustände mit großer G. GWB20,413,11 Wv II 18 6 als Merkmal einer verbalen, bildl od schauspielerischen Darstellung a für die Detailgenauigkeit, Zuverlässigkeit, Ausführlichkeit, das Treffende, Richtige, Überzeugende einer mündl od schriftl Überlieferung; häufig in Beschreibung natwiss Gegenstände od Phänomene (hier auch krit gegenüber einer einseitig deskriptiven Methode), mehrf im biogr od kunsttheoret Schrifttum, seltener als Qualität einer dichterischen Darstellung; auch für die Originaltreue einer Übs ich beschrieb oft .. diesen Zug [während der Krönungsfeierlichkeiten] halb laut vor mir selbst, um mich alles Einzelnen zu versichern, und dieser Aufmerksamkeit und G. wegen von meiner Schönen [Gretchen] gelobt zu werden GWB26,314,13 DuW 5 Ein Bruder des von Struve .. ein passionirter Mineraloge .. Er hat die große G. Wernerischer Schüler in Beschreibung dieser natürlichen Gegenstände GWBB30,89,13 CarlAug 4.8.[06] Hier sei es erlaubt zu sagen daß gerade jene wichtige .. allgemein gebrauchte, zu Förderung der Wissenschaft höchst ersprießliche, mit bewundernswürdiger G. durchgeführte Wortbeschreibung der Pflanze nach allen ihren Theilen, daß gerade diese so umsichtige, doch im gewissen Sinn beschränkte Beschäftigung manchen Botaniker abhält zur Idee zu gelangen GWBN6,359,20 Morph Aphorist Über die G., mit welcher Meyer die Kunstschätze der alten und mittlern Zeit recensirt hat, werden Sie erstaunen und sich erfreuen, wie eine Kunstgeschichte aus diesen Trümmern gleichsam wie ein Phönix aus einem Aschenhaufen aufsteigt .. ein solcher neuer Pausanias GWBB12,345,20 Böttiger 25.10.97 Wir geben ihm [Manzoni] auch das Zeugniß, daß er im Einzelnen mit Geist, Wahl und G. verfahren .. Männlicher Ernst und Klarheit walten stets zusammen, und wir mögen daher seine Arbeit gern classisch nennen GWB411,211,13 Üb:Manzoni,Carmagnola 1820 GWB421,523,14 Carlyle,Schiller Plp GWB491,251,17 Üb:Noehden,Observations GWBB31,209,9 Weppen 1.7.19 K uö ‘ metaphysische, geometrische G.’ (in Übs von Mme de Staëls ‘Essai sur les fictions’): als Merkmal einer unsinnl, begriffl-abstrakten Darstellungsweise (auch in positiver Gegenüberstellung zu ‘Allegorie’) Will man die Leidenschaften des Menschen mit metaphysischer G. [précision métaphysique] behandeln, so thut man seiner Natur Gewalt GWB40,205,3 Staël,Dichtgn [für: précision géométrique] GWB40,215,13 ebd Pl, konkr für die in einem Tagebuch festgehaltenen Einzelheiten Nun setzt’ ich mich zu meiner Tasch’ und Briefen | Und meines Tagebuchs G-en GWB52,346 Das Tagebuch 34 als typische Eigenschaft des Philologen ein Philolog, den man blos bey G. schätzen muß GWB36,416,6 TuJ Var b für Wirklichkeits- od Gegenstandsnähe, Naturwahrheit, Richtigkeit, Schärfe einer bildl Darstellung, Detailgenauigkeit, Akribie in der künstlerisch-techn Ausführung; mehrf im Rahmen nachahmungsästhet Fragestellungen, im ästhet od fachl Urteil; auch im Bereich der reproduzierenden Künste u (vereinzelt) in der Architektur Meine Schwester sollte sogleich von ihm [einem jungen Maler] dargestellt werden, und es geschah mit einer unglaublichen G., woraus zwar zuletzt kein geschmackvolles, aber natürliches und wahres Bild entsprang GWB47,129,19 Samml 2 ihn [den Vater] erfreute die genaue Nachahmung der natürlichen Dinge .. hielt er sich einige Mahler im Solde, die ihm Vögel, Blumen, Schmetterlinge und Muscheln mit der größten G. mahlen mußten GWB47,126,25 Samml 2 Daher wird man bei’m Anblick dieser Blätter [von FBauer] bezaubert, die Natur ist offenbar, die Kunst versteckt, die G. groß, die Ausführung mild, die Gegenwart entschieden und befriedigend GWB491,382,23 Blumenmalerei wiederholen wir nun, daß alle Gegenstände der drei Bilder [Columba-Altar des Rogier van der Weyden, den G. für ein Werk Jan van Eycks hielt] auf das vollkommenste mit meisterhafter G. ausgeführt sind, so kann man sich im Allgemeinen einen Begriff von der Vortrefflichkeit dieser wohlerhaltenen Bilder machen GWB341,185,23 KuA RheinMain darf ich nicht unterlassen die höchst reinliche G. Ihrer Blätter [Fortsetzung der ‘Denkmäler dt Kunst’ u Stich des Kölner Doms] zu rühmen; sie erfreut bey allen architectonischen Zeichnungen, am meisten aber ist sie bey dieser altdeutschen Bauart willkommen, weil das Schlanke des Ganzen, das Zarte und Zierliche des Einzelnen uns dadurch auf das Angenehmste entgegentritt GWBB29,63,23 Moller 24.2.18 GWB47,142,11 Samml 3 GWB30,109,8 ItR GWB492,74,24 PlastAnatomie GWB18,370,12 ReiseMegapr [Richtigkeit Var] uö allg als Befähigung eines Künstlers, Voraussetzung für eine naturnahe Darstellungsweise, (die eigene Veranlagung korrigierendes) Lernziel, Postulat Die Nachahmung kann nicht ruhen, bis sie die Abbildung wo möglich an die Stelle des Abgebildeten setzt. Weil nun hierzu eine große G. und Reinheit erfordert wird, so stehet ihnen eine andere Classe nah, welche wir die Punctirer genannt haben GWB47,153,17 Samml 4 In allen Dingen, welche in das Fach der Behandlung einschlagen, ist es rathsam, ja nothwendig, daß der junge Künstler seiner Neigung entgegen arbeite; führt ihn diese zum Leichten, Weichen und Sanften, bemühe er sich aus allen Kräften um G. und Strenge GWB47,252,1 Gutachten übAusbildg jgMalers GWB46,367,20 HackertNachtr [Hackert/G] uö ‘Grad von G.’ (in der Naturbeobachtung u Naturnachahmung): als Standard einer künstlerischen Epoche GWBN3,80,27 FlH II [Meyer] c als Werktreue in der Gestaltung einer schauspielerischen Rolle GWB40,65,14 Üb:Piccolom [Schiller] 7 iSv Sorgfalt, Korrektheit, Strenge a als Haltung bei der Durchführung, Erledigung best Aufgaben, Tätigkeiten, insbes im administrativen, handwerkl od editorischen Bereich; auch für Korrektheit in finanziellen Dingen Außer dem gewöhnlichen Tagewerk, das ich mich nach und nach, mit der größten Geschwindigkeit, Ordnung und G. von Moment zu Moment abzuthun gewöhne, habe ich .. immerfort eine Menge Einfälle, Erfindungen und Kunstwerke vor GWBB4,201,20 Merck 3.4.80 [Korr B7,379] daß nicht immer der Fleiß und die G. der Handwerker seinen [des Vaters] Forderungen entsprachen GWB26,41,14 DuW 1 Für einen jungen, thätigen, accuraten Mann, der wohlbestellte Druckereyen in seiner Nähe hat, und welcher dem Abdruck mit G. und Geschmack vorstehen mag, ist die darauf [auf die Herausgabe von Hamanns Schriften] zu verwendende Arbeit gewiß an sich selbst belohnend GWBB25,167,20 ChHSchlosser [23.1.15] K Beilage Die Fregischen Zahlungen sind geschehen, 6000 Thaler hab ich baar erhalten, dagegen noch 3000 Thaler in suspenso sind .. wenn man älter wird und in solchen Dingen nicht fehlen möchte, erlaubt man sich eine unnöthige G. GWBB28,288,17 Cotta 25.10.17 GWB22,238,27 Lj V 16 GWB7,45,24 DivNot GWBB29,208,23 CarlAug [27.6.18] K uö als Ziel weibl Erziehung Lydie .. sah im Geiste schon ihre Schülerinnen sich in’s Hundertfache vermehren und ein ganzes Volk von Hausfrauen zu G. und Zierlichkeit eingeleitet und aufgeregt GWB251,269,3 Wj III 14 b für väterl Strenge, Strenge in der Ausübung einer Befehlsgewalt, in der Religionsausübung (idVbdg ‘kirchliche G.’) Das was er [der Vater] uns aufgab, forderte er [während der Einquartierung] nicht mehr mit der sonstigen G. GWB26,136,4 DuW 3 auch hier [beim armenischen Fest der Kreuzestaufe] kann er [der persische Kaiser] das Befehlen, das Anordnen nicht lassen .. er .. gebietet dem Zug Ordnung und Ruhe, mit G. wie er seine Krieger behandelt hätte GWB7,201,8 DivNot dellaValle GWBTgb 19.3.26 c als persönl (in einem Beruf, einem Metier gezeigte) Eigenschaft, Charaktermerkmal versäume nicht, die zuletzt eingereichten Arbeiten Schröns [meteorol Beobachtungen] hiedurch vorzulegen; sie zeugen abermals von der fleißigen G. dieses Angestellten GWBB43,273,4 Helbig 3.2.28 Münchow freut mich auch. Seine große Schärfe und G. leidet freylich von den schlottrigen Jenaischen Handwerkern bey dem neuen Baue [der Sternwarte, deren Direktor von Münchow war] gar sehr GWBB23,145,5 CarlAug 14.11.12 K GWBB25,84,12 Kieser 19.11.14 K GWBB26,187,7 Voigt 18.12.15 Beilage uö Syn zu 1 u 5 a GWBExaktheit zu 3 u 6 GWBPräzision zu 4 a GWBAufmerksamkeit zu 4 b GWBDeutlichkeit zu 5 a und b GWBGründlichkeit zu 5 a und 6 a GWBBestimmtheit zu 5 a GWBMethode GWBSchärfe GWBScharfsinn zu 6 u 7 GWBAkkuratesse zu 6 GWBKlarheit zu 6 b GWBReinlichkeit GWBTreue zu 7 GWBStrenge zu 7 a GWBKorrektheit GWBOrdnung GWBOrdnungsliebe GWBSorgfalt GWBVorsichtGertrude HarlassG. Ha.