Form Kleinschr GWBN13,135,8.
Rund 1400 Belege, davon nur ein Viertel für natürl Gestaltphänomene. Der ästhet Begriff (A 3), sofern er nicht übergreifend verwendet wird, bezieht sich zu etwa gleichen Teilen auf Werke der bildKunst u Lit. Neben der äußeren, wahrnehmbaren Gestalt steht der Begriff einer inneren Organisation, eines formenden, Gestalt verleihenden Prinzips, der dem Wort eine dynam Komponente verleiht u die beiden Hauptbedeutungen (A u B) — Geformtes u Form Vermittelndes — einander annähert. G steht hier in der aristotel u neuplaton Tradition, er knüpft in der Begriffsbildung an Shaftesbury u den pietist-hermet Gedankenkreis an (s Anm 5). Der Einführung des Begriffs der ‘inneren Form’ in den frühen ästhet Schriften (‘Aus G-s Brieftasche’ v 75) entspricht der einer ‘wesentlichen Form’ in der Frühphase morphol Naturbetrachtung (Br an ChStein v 9./10.7.86) u der einer geistigen Prägung des Menschen (Br an FOeser v 13.2.69, frühester Beleg überhaupt). Diese Ansätze wirken auf versch Gebieten zeitlebens fort, am deutlichsten in der von organolog Grundmustern ausgehenden Metamorphosen- u Typuslehre. Die traditionelle Gegenüberstellung von Form u Materie (bzw Stoff, Inhalt, Gehalt uä) spielt sowohl im natwiss wie im künstlerisch-geistigen Bereich eine zentrale Rolle. Auf künstlerischem Gebiet gilt die Wahl der Form wie die Wahl des Gegenstandes als konzeptionelle Leistung des Künstlers. In der Frühzeit ist sie dem antizipierenden Zugriff des produktiven Genies, später auch der ‘Besonnenheit’, dem abwägenden ‘Verstand’ des Künstlers zugeordnet. Negativäußerungen beziehen sich vor allem auf einen in Normen erstarrten, veräußerlichten Formbegriff, eine sinnentleerte rhetor-dialekt Formelsprache od übertriebene dilettant Formentreue. Unabhängig davon gewinnt der Formbegriff gegenüb dem Stofflich-Materiellen, insbes der künstlerischen Gegenstandswahl zunehmend an Bedeutung. Die Beherrschung des Gegenstandes durch die Form, ihre ‘veredelnde’ Wirkung in Natur u Kunst, die von der schönen Form ausgehende ‘bindende’ Gewalt werden immer wieder gefordert od betont. Bezogen auf die Gestalt körperl Gegenstände erscheint Form (neben Farbe) als eine Grundbedingung sinnl Wahrnehmung, in universell-naturphilos Sicht als eine Grundbedingung des Seins. A
äußere od innere Geformtheit, Gestalt, Struktur, Gepräge, adäquate Formen hervorbringendes, bildendes Prinzip 1
Gestalt natürl Wesen, Gegenstände od Phänomene a
für die körperl Gestalt des Menschen; Pl od kollektiver Sg für die einzelnen (schönen) Körperformen; die äußere (auch die anatom) Gestalt mehrf als Gefäß, Spiegel des inneren, geistigen Menschen od Gegenstand künstlerischen Interesses; mit Attr wie ‘zierlich, gefällig, anlockend, schön, regelmäßig, groß, gewaltig’ ua wie herrlich ist mein junger Freund gebildet! welch ein Ebenmaß aller Theile! welch ein Fülle der
F. GWB19,213,12 BrSchweiz I Diese F-en, wie groß! wie edel gewendet die Glieder! GWB1,251 Vs 289 RömEleg XIII indem ich des lieblichen Busens | F-en spähe .. | .. versteh’ ich den Marmor erst recht GWB1,239 Vs 100 RömEleg V in Mitten solcher starren Menge [
Totenschädel] | Unschätzbar herrlich ein Gebild .. | Wie mich geheimnißvoll die
F. entzückte! | .. Gott-Natur .. | Wie sie das Feste läßt zu Geist verrinnen. | Wie sie das Geisterzeugte fest bewahre
1) GWB3,93 Im ernsten Beinhaus 22 GWB20,341,13 Wv II 11 GWBNatT 1522 GWBN1,264,14 FlD 669
uö in typolog Betrachtung männl u weibl Körperformen Gespr (He2,157) Riemer 20.11.06
als Gegenstand bildl Darstellung; im Hinblick auf Schönheit, Proportion u Funktion der Teile, das (sich in der Gestalt ausdrückende) Charakteristische uä Jeder Künstler der eine Zeit lang in Italien gelebt hat, frage sich: ob nicht die Gegenwart der besten Werke alter und neuer Kunst in ihm das unablässige Streben erregt habe, die menschliche Gestalt in ihren Proportionen, F-en, Charakteren zu studiren und nachzubilden GWB47,21,7 PropylEinl Die höchsten Kunstwerke .. zeigen uns: Lebendige, hochorganisirte Naturen. Man erwartet vor allem Kenntniß des menschlichen Körpers in seinen Theilen, Maßen, innern und äußern Zwecken, F-en und Bewegungen im Allgemeinen GWB47,102,10 ÜbLaokoon das Würdigste, womit man sich beschäftigen sollte, sei die menschliche Gestalt .. hier [
in der frz Akademie in Rom] .. fiel mir nur zu sehr auf, daß die Form zuletzt alles einschließe, der Glieder Zweckmäßigkeit, Verhältniß, Charakter und Schönheit GWB32,317,16 ItR GWBB9,109,3 Meyer 27.4.89 ~ GWB48,250,10 MuR(1352) [
für: forme] GWB45,269,11 u 281,19 Diderot,Malerei
uö b
allg für die Gestalt organ Wesen od ihrer Teile α
‘wesentliche F.’: im Anschluß an Spinozas ‘essentia formalis’2) für die den Einzelwesen zugrundeliegende, ideierte Grundgestalt Am meisten freut mich ietzo das Pflanzenwesen .. es ist kein Traum keine Phantasie; es ist ein Gewahrwerden der wesentlichen
F., mit der die Natur gleichsam nur immer spielt und spielend das manigfaltige Leben hervorbringt GWBB7,242,19 ChStein 9./10.7.86 β
die dem Gestaltwandel unterliegende, nach urbildl Grundmodellen erzeugte Einzelausprägung organ Wesen od ihrer Teile; in Vbdgn wie ‘Wandelbarkeit, Mobilität, Unendlichkeit, Mannigfaltigkeit, Folge der (aller) F-n’; auch iUz ‘Unform’ vollkommen entspringt es [
das Tier] | Aus dem Schoos der Natur .. | Alle Glieder bilden sich aus nach ew’gen Gesetzen | Und die seltenste
F. bewahrt im Geheimen das Urbild. | .. Doch im Inneren scheint ein Geist gewaltig zu ringen, | Wie er durchbräche den Kreis, Willkür zu schaffen den F-en GWB3,89 u 90 MetamTiere 15u34 Die Knochenbildung ist unbeständig .. in der
F. Die
F. ist: einfach oder ausgebildet, zusammengedrängt oder entwickelt; bloß nothdürftig oder überflüssig begabt; vollkommen und isolirt oder zusammen verwachsen und verringert GWBN8,30,15u16 VglAnatomie 7 Welch eine Kluft zwischen dem os intermaxillare der Schildkröte und des Elephanten! Und doch läßt sich eine Reihe F-en [< Wesen LA II 9A,491
3)] dazwischen stellen, die beide verbindet GWBN8,102,27 ZwKnoch sind die .. osteologischen Hefte [
d’Altons] ganz in dem Sinne der tiefsten Betrachtung, die sich durch proteische Wandelbarkeit der F-en, worin sich Gottheit Camarupa ewig gefällt, nicht einen Moment irre machen läßt, sondern immer fortfährt die mannichfaltigsten Erscheinungen zu deuten, ja sogar zu fordern .. Wir theilen mit dem Verfasser die Überzeugung von einem allgemeinen Typus .. wir glauben .. an die ewige Mobilität aller F-en in der Erscheinung GWBN8,224,15 u 225,7 FaultDickh Willkür der Bildung bis zur Unform [
bei den Nagetieren] .. daß .. dieses Schwanken von
F. zu Unform, von Unform zu
F., den redlichen Beschauer in eine Art von Wahnsinn versetzt? GWBN8,248,15f SkelNagetiere GWBB8,251,8 Knebel 18.8.87 GWBN6,275,26 MetamPfl Wirkg 1830 GWBN13,166,20 Morph Plp GWBN8,219,11 TibiaFibula
uö in Gegenüberstellung von ‘Stoff’ u ‘Form’ (als Grundkonstituenten des Lebens) [
schemat Darstellung:] Stoff. | Vermö
gen. | Kraft. | Gewalt. | Streben. | Trieb. | Form. | Leben.
4) GWBN7,73,22 Bildungstrieb GWBB31,308,6 Nees 5.11.18 K GWB36,126,24 TuJ
uö in Bezug gesetzt zu bedingenden od einwirkenden Faktoren (Funktion, ‘Bestimmung’, Größe, Klima, Licht uä) aller Knochen, der bloß nothdürftig seine Bestimmung erfüllt, hat auch eine bestimmtere und kenntlichere
F. als derselbe Knochen, der mehr Knochenmasse zu haben scheint als er zu eben dieser Bestimmung braucht GWBN8,43,1 VglAnatomie 7 die Frage: ob Größe auf Bildung, auf
F. Einfluß habe? und inwiefern? Wir wissen, daß alle sehr großen Thiere zugleich unförmlich sind, daß nämlich entweder die Masse über die
F. zu herrschen scheint, oder daß das Maß der Glieder gegen einander kein glückliches Verhältniß habe GWBN8,40,17u21 ebd GWBN8,31,11 ebd GWBN1,248,2 FlD 619 GWBN1,258,16 FlD 652
uö unter dem Aspekt eines allg Kompensationsprinzips Die langen Beine des Frosches nöthigen den Körper dieser Creatur in eine sehr kurze
F., und die ungestaltete Kröte ist nach eben diesem Gesetze in die Breite gezogen GWBN8,19,3 VglAnatomie 4
uö Pl für die Gesamtheit aller Lebewesen, als (hierarch) Stufenbau unendlicher Gestaltvarianten, zugl mythisierend für die Stationen gesetzmäßiger Entwicklung eines Einzelwesens [
Thales zu Homunc:] Gib nach dem löblichen Verlangen | Von vorn die Schöpfung anzufangen! | Zu raschem Wirken sei bereit! | Da regst du dich nach ewigen Normen, | Durch tausend, abertausend F-en, | Und bis zum Menschen hast du Zeit GWBFaust II 8325 [
vgl Gespr(He2, 158) Riemer 23.[20?]11.06]
im Vergl GWB37,353,10 PhysiognFragm
uö c
im anorgan Bereich α
für die (primäre) Gestaltung anorgan Massen, Kristallisations- od Absonderungsformen, Gebirgsformationen, Gestaltung der Erdoberfläche uä; auch als vorgegebene Grundgestalt, potentiell vorhandene Gestaltungsmöglichkeit Alles Materielle kommt uns formlos vor, wenn wir unaufmerksam sind. Aber es hat eine unwiderstehliche Neigung, sich zu gestalten. Das Materielle, Körperliche läßt sich vor der Gestaltung in einem dreifachen Zustand denken. In einem freien, gedrängten, gehäuften .. Aus diesen drei Zuständen strebt das Materielle zur
F. GWBN10,75,20 UnorganFormen diese Trennung [
der Gesteinsmassen in regelmäßige geometr Körper] sei anzusehen als ideell, als potentiâ, der Möglichkeit nach .. indem an großen Gebirgskörpern oben angedeutete F-en bald einzeln ausgebildet hervortreten, bald aber in große Massen verschlungen und darin versteckt gedacht werden müssen GWBN9,235,5 GestaltgAnorgMassen Ideale [Intentionelle
eigenh Zufügung am Rand] Theilung der Masse. In der Wirklichkeit auf das Sonderbarste manifestirt.
F. eine Bedingung des soliden Daseins. Freie
F. durch Succession entstanden. Gedrängte
F. in der Simultaneität. Beide F-en des Unorganischen sind mathematisch GWBN9,272,16-19 BildgErde Alle Gebirgsmassen trennen und bilden sich kosmisch; innerhalb der Masse aber erzeugt sich eine Neigung, sich eigenst gestaltet darzustellen .. Dieses Bestreben, daß die Masse sich in der
F. veredeln will, geht durch alle Epochen GWBN10,85,16 Edelsteine GWBN13,297,19 BildgErde Plp GWBB5,26,1 Ernst II 27.12.80 GWB3,77 Weltseele 20 GWBN10,76,1u3u5u7 u10u12u17 u 77,5 UnorganFormen
uö β
mBez auf Wolkenformen, atmosphär od opt Erscheinungen (entopt Farbfiguren ua) Da aus näherer Betrachtung der Howardischen Wolkenformen hervorzugehen schien, daß ihre verschiedenen F-en verschiedenen atmosphärischen Höhen eigneten GWB36,127,17 TuJ daß die gebietende Kraft der Atmosphäre nachläßt, und erlaubt daß Dunstsäulen und Nebelgespinnste in allen F-en aufsteigen GWBN12,111,12 Met Karlsbad 1819 GWBN5
1,289,9 EntoptFarb 28 GWBN12,221 Met Plp GWBB28,83,14 Seebeck 6.5.17 K
uö vereinzelt (in hist opt Theorien) von der Luft u den Lichtstrahlen [
für: τυποῦσθαι] GWBN3,4,15 FlH I Demokr [
für: Forms] GWBN4,107,28 FlH VI SchülerNewt
uö in symbol Zshg: für die Vision der Geliebten in einer Wolkenerscheinung [
Faust:] ein zarter lichter Nebelstreif | .. Täuscht mich ein entzückend Bild, | Als jugenderstes, längstentbehrtes höchstes Gut? | .. Wie Seelenschönheit steigert sich die holde
F. GWBFaust II 10064 d
für landschaftl Formationen; mit Attr wie ‘groß, schön, herrlich, gefällig, zierlich, merkwürdig, bedeutend’ die Berge im Abendroth rosenfarb in’s violette und diese Farben auf grossen, schönen, gefälligen F-en der Landschaft GWBB4,123,27 ChStein 3.11.79 Der Monte Pellegrino .. Seine schöne
F. läßt sich mit Worten nicht beschreiben GWB31,100,19 ItR GWB37,285,19 FGA Geßner,Idyllen GWB20,31,3 Wv I 3
uö ‘unfaßliche F-en’: in Beschreibung ‘erhabener’ Landschaftseindrücke GWB27,14,27 DuW 6 [
zit s v formlos 1] e
bezogen auf natürl Gestaltphänomene überhaupt daß gewisse Eigenschaften der Cörper gewisse F-en bestimmen, einzeln diese
F., verbunden eine andre und so bleibt der Natur eine unzählige Combination und Modification übrig, ohne daß ihre Grundpfeiler erschüttert werden GWBB8,320,11u12 Seidel [29.12.87] daß man .. an allen monstrosen Ausgeburten der Natur, das Eintreten der ideellen Gestalt in die Wirklichkeit, das sich uns bei regelmäßigen, vollendeten, abgeschlossenen F-en geheimnißvoll verbirgt .. mit dem Sinn und der Einbildungskraft einigermaßen erreichen kann GWBN9,44,24 AnLeonhard 25.11.07 So ist die äußere regelmäßige beständige
F. die Vollendung eines Dinges. Der Quarz kann lang in Gängen Gepreßt .. seyn .. wenn er frey wird wenn seine inneren Theile .. sich nach ihren eigenen ewigen Gesetzen zusammen finden können, dann entsteht der Christall GWBN13,317,17 MinGeol Plp Es ist nur Existenz und
F. in der Natur, so bald eine Existenz da ist so bestimmt sich die
F. nach dem Raum dem [
sic] sie bedarf, und dadurch entstehen wieder neue Existenzen, neue F-en Gespr(Gr5,649) ChSchiller 11.9.05 GWB27,208,1 DuW 8 GWBN11,311,9 Physik GWBN13,178,14f Morph Plp
uö 2
künstlich erzeugte Gestalt a
Zweck-od Gebrauchsform, Art der Gestaltung eines Gegenstandes od Materials (auch in Gegenüberstellung zu künstlerischer Formgebung od im künstlerisch-handwerkl Übergangsbereich); mBez auf Kleider, Frisuren iSv Façon, Schnitt; auch idVbdg ‘eine best F. geben, erhalten’ Die Häuser sind dauerhaft und sauber gebaut, die
F. und Einrichtung nach dem Bedürfniss der Gegend und der Bewohner GWBB4,105,4 ChStein 28.10.79 dürfen die Zöglinge [
in der päd Provinz] .. innerhalb einer mäßigen Beschränkung
F. und Schnitt [
ihrer Kleidung] wählen .. an dem Schnitt [
läßt sich] die Lebensweise des Menschen erkennen GWB24,257,23 Wj II 2 Eine Materie erhält durch die Arbeit eines echten Künstlers einen innerlichen, ewig bleibenden Werth, anstatt daß die
F., welche durch einen mechanischen Arbeiter selbst dem kostbarsten Metall gegeben wird, immer .. etwas Unbedeutendes und Gleichgültiges hat GWB47,56,25 Kunst uHandw GWB23,288,21 Lj VIII 10 GWB36,199,6 TuJ
uö im Bild u Vergl; mehrf bezogen auf die Gestalt eines geistigen Gebäudes Mit der grösten Philister Behaglichkeit sitze ich in meinem Neste [
dem neuen Haus am Frauenplan], nachdem ich mich vorher nach Art der Windhunde mehrmal herumgedreht habe, um ihm eine meinem Körper analoge
F. zu geben GWBB5,156,4 CarlAug 26.6.82 [Korr B7,380 u B50,215] Aristoteles .. umzieht einen ungeheuren Grundkreis für sein Gebäude, schafft Materialien von allen Seiten her, ordnet sie, schichtet sie auf und steigt so in regelmäßiger
F. pyramidenartig in die Höhe, wenn Plato, einem Obelisken .. gleich, den Himmel sucht GWBN3,142,6 FlH III N3,VIII,24 FlH Einl GWB42
1,247 SerbGed Var GWB20,97,23 Wv I 9
uö b
für die äußere Aufmachung, das Format od die typograph Gestaltung einer Buchausgabe (iUz ‘innerem Gehalt’); vereinzelt für den Schrifttypus, die Letternform Das Buch müßte eine große Masse seyn .. in größtem Octav, vier Alphabete; so daß das Werk in seiner äußern
F. sich schon dem Broschüren- und Blätterwesen des Tages entgegensetzte GWB42
2,417,20 LyrVolksb GWBB40,462 Beust 20.2.26 K GWBB40,372,26 Cotta 20.9.25 K GWBB15,120,4 Lagarde 27.9.00
uö c
für die (meist geometr) Zweckform opt-physikal (Experimentier-)Geräts Das Maß der concentrischen Ringe und ihrer Entfernungen [
beim epopt Farbversuch] bezieht sich auf die
F. der Gläser, welche zusammengedrückt werden GWBN1,181,8 FlD 438 Es ist ein Begriff von großer Tiefe, daß jede
F. des durchsichtigen Glasmittels eine innere [
entopt] Farbenerscheinung bestimmt GWBB23,312,6 Seebeck 13.4.13 K GWBN4,30,22 FlH VI GWBN5
1,267,11 EntoptFarb 16 [
für: figure] GWBN4,455,23 FlH Plp
uö 3
als ästhet Begriff a
in verallgemeinernden (gattungsübergreifenden) Äußerungen, insbes üb das Verhältnis von künstlerischer Form zu ‘Gehalt, Stoff, Materie, Material, Masse, Element’; einmal für das sinnl erfahrbare Schöne überhaupt; mehrf iUz ‘Unform, dem Formlosen’ das Kunstwerk soll aus dem Genie entspringen, der Künstler soll Gehalt und
F. aus der Tiefe seines eigenen Wesens hervorrufen, sich gegen den Stoff beherrschend verhalten, und sich der äußern Einflüsse nur zu seiner Ausbildung bedienen GWBN1,373,14 FlD Schlußw Den Stoff sieht jedermann vor sich; den Gehalt findet nur der, der etwas dazu zu thun hat, und die
F. ist ein Geheimniß den meisten GWB48,182,9 MuR(289) daß die Kunst, wie sie sich im höchsten Künstler darstellt, eine so gewaltsam lebendige
F. erschafft, daß sie jeden Stoff veredelt und verwandelt. Ja es ist daher dem vortrefflichen Künstler ein würdiges Substrat gewissermaßen im Wege GWBB23,243,19 Zelter 15.1.13 Nicht allein den Stoff empfangen wir von außen, auch fremden Gehalt dürfen wir uns aneignen, wenn nur eine gesteigerte, wo nicht vollendete
F. uns angehört GWBN11,251,27 MeteoreLiterar Himm Liebe will ich liebend loben, | Jede
F. sie kommt von oben GWB2,1 Sonette Vorspr 2 [
Epimeth:] Sie [
die Schönheit] steiget hernieder in tausend Gebilden, | .. Nach heiligen Maßen erglänzt sie und schallt, | Und einzig veredelt die
F. den Gehalt, | Verleiht ihm, verleiht sich die höchste Gewalt GWBPand 676 GWB48,206,20 MuR(1083) GWBB13,248,11u13 Voigt [14.8.98] K GWB47,306,23 ÜbDilettantism Schema 1799 [G/Schiller]
uö in einem Begriffsschema zur Veranschaulichung der Form- bzw Stoffbezogenheit einzelner Kunstgattungen GOETHE23,41 Schema zur Theorie dKünste [
vgl die Interpretation des Schemas von DKuhn ebd,31ff]
in Kritik dilettant Kunstausübung Was dem Dilettanten eigentlich abgeht, ist Architectonik im höchsten Sinne .. Man wird finden, daß der Dilettant .. vorzüglich auf Reinlichkeit ausgeht, welches die Vollendung des Vorhandenen ist .. eben so ist es mit der Accuratesse und mit allen letzten Bedingungen der
F., welche eben so gut die Unform begleiten können GWB47,326,21 ÜbDilettantism Notiz b
in der bildKunst u Architektur: für die dargestellten od darzustellenden Körperformen, die Linienführung u deren kompositor Zusammenspiel, die Gestalt architekton Werke od ihrer Elemente; als Zielsetzung od Leistung des schöpferischen (mit der Natur konkurrierenden) Künstlers, als stilist Qualität od ästhet Urteilskategorie; in Vbdgn wie ‘Reinheit, Bestimmtheit, Deutlichkeit, Bedeutung, Schönheit, Wohlgestalt, Einfalt, Größe, Großheit, Eleganz, Geschmack, Stil, Wert, Unwert der F(-en).’; mit Attr wie ‘edel, schön, würdig, heilig, ideal, antik, einfach, gehörig, gemäß, gefällig, faßlich, natürlich, künstlich, abgeschmackt, elend, kleinlich, unnatürlich, willkürlich, stark, gewaltig, zart, fließend’ ua; neben anderen ästhet Wertungskategorien wie ‘Zeichnung, Zusammensetzung, Proportion, Charakter, Übereinstimmung, Ausführung’ ua; mehrf in Bezug gesetzt zu ‘Farbe’; auch idVbdg ‘eine best F. geben’ Brustbild des Bacchus [
auf einer Gemme] .. in Hinsicht auf die idealen F-en eines der edelsten antiken Werke GWB33,255,14 Camp [Meyer/G] fühle ich hier in Rom wie interessanter denn doch die Reinheit der
F. und ihre Bestimmtheit, vor jener marckigen Roheit und schwebenden Geistigkeit ist und bleibt GWBB8,304,20 CarlAug 8.12.87 ist es .. noch viel seltner, daß ein Künstler sowohl in die Tiefe der Gegenstände, als in die Tiefe seines eignen Gemüths zu dringen vermag, um in seinen Werken .. wetteifernd mit der Natur, etwas geistig Organisches hervorzubringen, und seinem Kunstwerk einen solchen Gehalt, eine solche
F. zu geben, wodurch es natürlich zugleich und übernatürlich erscheint GWB47,12,17 PropylEinl Tausendfach und schön entfließe |
F. aus F-en deiner Hand, | Und im Menschenbild genieße, | Daß ein Gott sich hergewandt GWB3,116 Künstler-Lied 34 = GWB25
1,18,22 Wj II 8 Ein solcher Künstler, eine Nation, ein Jahrhundert solcher Künstler bilden durch Beispiel und Lehre .. die Regeln der Kunst. Aus ihrem Geiste und ihrer Hand entstehen Proportionen, F-en, Gestalten, wozu ihnen die bildende Natur den Stoff darreichte GWB45,257,26 Diderot,Malerei Anm Alle Darstellung der
F. ohne Farbe ist symbolisch, die Farbe allein macht das Kunstwerk wahr, nähert es der Wirklichkeit GWB45,295,17 ebd GWB37,144,18 Von dtBaukunst 1773 GWB49
1,255,12 Mantegna,Triumphzug GWB53,217,13 Bilder am Hause G-s GWB47,203,9 Samml 6
uö in der Frühzeit bezogen auf einfache ausdrucksstarke Vorformen künstlerischer Gestaltung GWB37,149,5 Von dtBaukunst 1773 [
zit s v Bildnerei]
als konzeptionelle Leistung des Künstlers (im Rahmen der Gegenstandswahl) Indem der Künstler irgend einen Gegenstand der Natur ergreift, so gehört dieser schon nicht mehr der Natur an, ja man kann sagen, daß der Künstler ihn in diesem Augenblicke erschaffe, indem er ihm das Bedeutende, Charakteristische, Interessante abgewinnt, oder vielmehr erst den höhern Werth hineinlegt. Auf diese Weise werden der menschlichen Gestalt die schönern Proportionen, die edlern F-en, die höhern Charaktere gleichsam erst aufgedrungen GWB47,17,24 PropylEinl GWB37,321,16 u 322,10 Falconet GWB45,283,24 Diderot,Malerei Anm
uö Pl für einen überlieferten Formenkodex GWBB17,11,15 Lamezan 12.1.04
iSv Stil, auch idVbdg ‘F. und Weise’ jene altdeutsche Bauart .. Was aber für eine
F. und Weise bey Erbauung protestantischer Kirchen zu wählen sey, diese Frage getraue mir nicht zu beantworten GWBB25,319,1 Catel 10.5.15 [
für: form] GWB46,154,21 Hackert TgbKnight
uö c
bezogen auf Musik, tänzerische od schauspielerische Darbietung Die Würde der Kunst erscheint bei der Musik vielleicht am eminentesten, weil sie keinen Stoff hat, der abgerechnet werden müßte. Sie ist ganz
F. und Gehalt und erhöht und veredelt alles, was sie ausdrückt GWB48,192,11 MuR(486) GWB48,146,23 TänzerinGrab GWB13
1,71,16 Was wir bringen [1802]
uö d
in der Literatur α
‘innere F.’: inneres, an das Einfühlungsvermögen, die antizipierende Potenz des Dichters gebundenes, die äußere Gestalt bestimmendes Formprinzip; in der Frühzeit in Opposition gegen die Regeln des normativen frz Klassizismus wohl in Anlehnung an Shaftesburys ‘inward form’ geprägt5),
später auch bezogen auf die (erlernbaren) wesentlichen Gestaltungsprinzipien einer literar Gattung; stets in Gegenüberstellung zur ‘äußeren’, an best Regeln gebundenen Technik Es ist endlich einmal Zeit, daß man aufgehöret hat, über die Form dramatischer Stücke zu reden, über ihre Länge und Kürze, ihre Einheiten .. Deßwegen gibt’s doch eine
F., die sich von jener unterscheidet wie der innere Sinn vom äußern .. die gefühlt sein will. Unser Kopf muß übersehen, was ein andrer Kopf fassen kann; unser Herz muß empfinden, was ein andres füllen mag .. Freilich wenn mehrere das Gefühl dieser innern
F. hätten, die alle Formen in sich begreift, würden wir weniger verschobne Geburten des Geists aneklen .. Jede Form, auch die gefühlteste, hat etwas Unwahres; allein sie ist ein- für allemal das Glas, wodurch wir die heiligen Strahlen der verbreiteten Natur an das Herz der Menschen zum Feuerblick sammeln. Aber das Glas! .. GWB37,313,16 u 314,4 Aus G-s Brieftasche Das wahre dichterische Genie, wo es auftritt, ist in sich vollendet; mag ihm Unvollkommenheit der Sprache, der äußeren Technik, oder was sonst will, entgegenstehen, es besitzt die höhere innere
F., der doch am Ende alles zu Gebote steht, und wirkt selbst im dunkeln und trüben Elemente oft herrlicher, als es später im klaren vermag GWB40,356,17 Üb:Wunderhorn Der Verfasser, indem er seine Vorgänger in diesem Fache las, hat sich von der inneren
F. eines solchen Kunstwerks [
Idylle] wohl manches zugeeignet, über die letzte äußere Form aber und deren Vollendung weder gedacht, noch mit irgend einem Wissenden sich besprochen GWB40,328,18 Üb:Geburtstag GWBB13,53,9 Schiller 3.2.98 β
formale Gestaltung od Organisation eines dichterischen Stoffes, Darstellung in einer best Gattung, einem Metrum, einem Stil; als vorgegebene (unter dem Aspekt der Angemessenheit bewußt gewählte) Darstellungsform bzw (in Berührung mit A 3 d α) originärer Ausdruck des künstlerischen Genies; iUz ‘Inhalt, Stoff, Materie, Sinn, Gesinnung, Idee, Gehalt’; in Vbdgn wie ‘Freiheit, Mannigfaltigkeit, Gediegenheit, Vollendung, Vollkommenheit, Seltsamkeit, das Absurde, Lüge der F(-en).’; mit Attr wie ‘eigen, selbständig, frei, originell, lebendig, natürlich, wild, rein, edel, vollendet, gesteigert, bestimmt, beschränkt, gebunden, regelmäßig, streng, eng(gefaßt), leer, tot, unrein, künstlich; lyrisch, dramatisch, episch, prosaisch, prosodisch, elegisch, rhythmisch, metrisch; abendländisch, morgenländisch, orientalisch, altertümlich, antik’ uä; auch in den Vbdgn ‘eine best F. geben’, ‘der F. nach’, ‘unter, in einer best F.’ uä Was Sie von Meister [
Lj] sagen [
Br v 20.10.] verstehe ich recht gut .. Eine reine
F. hilft und trägt, da eine unreine überall hindert und zerrt .. es wird mir nicht leicht wieder begegnen daß ich mich im Gegenstand und in der
F. vergreife GWBB12,352,23 u 353,2 Schiller 30.10.97 wenn wir die Werke eines und desselben Dichters vornehmen, so finden wir manche, die auf eine gewisse peinliche Arbeit hindeuten, andere dagegen, weil das Talent dem Gehalt und der
F. vollkommen gewachsen war, wie freie Naturerzeugnisse hervortreten GWB49
1,156,13 Antik uModern Zugemess’ne Rhythmen .. | Hohle Masken ohne Blut und Sinn; | Selbst der Geist erscheint sich nicht erfreulich, | Wenn er nicht, auf neue
F. bedacht, | Jener todten
F. ein Ende macht GWB6,40 Vs 6f DivHafis Die Besonnenheit des Dichters bezieht sich eigentlich auf die
F., den Stoff gibt ihm die Welt nur allzufreigebig, der Gehalt entspringt freiwillig aus der Fülle seines Innern .. die
F., ob sie schon vorzüglich im Genie liegt, will erkannt, will bedacht sein, und hier wird Besonnenheit gefordert, daß
F., Stoff und Gehalt sich zu einander schicken, sich in einander fügen, sich einander durchdringen GWB7,100,3u8u10 DivNot was doch alles schreibens anfang und Ende ist die Reproducktion der Welt um mich, durch die innre Welt die alles packt, verbindet, neuschafft, knetet und in eigner
F., Manier, wieder hinstellt GWBB2,187,2 Jacobi 21.8.[74] Danke, daß die Gunst der Musen | Unvergängliches verheißt, | Den Gehalt in deinem Busen | Und die
F. in deinem Geist GWB3,80 Dauer iWechsel 40 Erlaubt uns in unsern vermischten Schriften doch neben den abend- und nordländischen F-en auch die morgen- und südländischen GWB42
2,255,2 MuR(1095) Gespr Eckerm 6.6.31 GWBB40,142,20 Zelter 26.11.25 GWB42
1,109,12 Anz:Ausg.l.H. Gespr(He1,898) Voß dJ [4.12.03?]
uö als Resultat eines inneren Gestaltungsprozesses gegenständliche Dichtung .. große Motive, Legenden, uraltgeschichtlich Überliefertes .. mir schien der schönste Besitz solche werthe Bilder oft in der Einbildungskraft erneut zu sehen, da sie sich denn zwar immer umgestalteten, doch ohne sich zu verändern einer reineren
F., einer entschiednern Darstellung entgegen reiften GWBN11,60,22 BedeutFördernis
‘wesentliche F.’: für die aus einer best dichterischen Grundhaltung abgeleitete, wesentl Merkmale einer Dichtung erfassende Darstellungsform Allegorie, Ballade, Cantate, Drama, Elegie, Epigramm, Epistel, Epopöe .. Betrachtet man obige Rubriken genauer, so findet man, daß sie bald nach äußeren Kennzeichen, bald nach dem Inhalt, wenige aber einer wesentlichen
F. nach benams’t sind .. Es gibt nur drei echte Naturformen der Poesie: die klar erzählende, die enthusiastisch aufgeregte und die persönlich handelnde: Epos, Lyrik und Drama GWB7,117,13 DivNot
als Qualität eines ‘prägnanten’, die Darstellungsform in sich tragenden Stoffes der Stoff .. müßte einen selbstständigen Werth, eine Anlage zur
F. haben, ja schon geformt seyn; seine
F. schon mit sich bringen, und eine höchst naive Behandlung müßte ihm genügen GWB42
2,418,17f Volksb histInh Schema
in Charakterisierung einzelner Literaturepochen od Dichterpersönlichkeiten; mehrf iUz dem ‘Formlosen’ 50-70 .. formsuchend .. 70-90 ..
F. willkürl. zerstörend und besonnen herstellend .. 90-110 .. von
F. sich entfernend .. 110-120 .. Ins Formlose strebend GWB42
2,513,6 Epochen dtLit Schema GWBB46,194,10 Zelter 25.12.29 [
zit s v formlos 3 a]
uö für eine best Werkfassung man war die erste
F. [
der ‘Iphigenie’] .. gewohnt .. nun klingt das alles anders GWB31,53,20 ItR
uö 4
allg als Darstellungs- od Übermittlungsart (im außerkünstlerischen Bereich) a
verbale (schriftl od mündl) Darstellungsweise best Inhalte, Methode der Vermittlung, Textart Wenn früher Kant in kleinen Schriften nur von seinen größern Ansichten präludirte, und in heitern F-en selbst über die wichtigsten Gegenstände sich problematisch zu äußern schien GWB36,339,17 Zu brüderlAndenkWielands 1813 Es freut mich .. daß Sie meine Farbenlehre hauptsächlich um der Methode willen, studiren; denn ich leugne nicht, daß mich diese Arbeit zuletzt mehr wegen der
F. als wegen des Gehalts interessirte GWBB24,8,18 ChHSchlosser 21.9.13 K Da ich .. der Einleitung [
zu den ‘Propyläen’] die
F. einiger Briefe an Sie .. geben möchte GWBB13,86,4 Schiller 3.3.98 GWB42
2,224,14 MuR(891) GWB34
1,84,25 KuARheinMain GWBB16,170,7 Schiller 26.1.03
uö b
äußere, best Konventionen genügende Gestaltung eines (offiziellen, amtl) Schriftstücks Dem Hof-Schauspieler Herrn Deny wird sein .. eingereichtes Schreiben hiermit zurückgegeben, damit derselbe sich durch einen erfahrnen Concipienten belehren lasse, wie man sich, sowohl in Styl und Ausdruck als auch in
F. und Courtoisie gegen Eine Großherzogl. Immediat-Commission betrage B(Scene3,107b) Deny 17.11.15 daß das Kaiserliche Privilegium in aller
F. auf Pergament mit Allerhöchsteigner Unterschrift und großem Siegel .. angelangt ist GWBB40,107,23 CWFritsch 22.10.25 GWBB48,133,5 FSVoigt 26.2.31 K GWBB49,35,15 Bachm 12.8.31
uö ‘innere F. einer Schrift’ für die Manuskriptgestaltung in einer best Schriftart GWB27,133,15 DuW 7 5
für grammatikal od spezielle Wortformen das Altgriechische, verlorne Worte und gramaticalische F-en GWB42
1,297,3 NationDichtk Litt greque mod Plp GWBB40,89,16 Göttling 8.10.25
uö(selten) 6
Persönlichkeitsstruktur, Denk- od Lebensform des Menschen a
innere Form des Menschen, als vorgegebene individuelle Prägung, charakterliche Eigenart od Ergebnis von Bildungseinflüssen Meine Gegenwärtige Lebensart ist der Philosophie gewiedmet .. es ist doch nichts wahr als was einfältig ist .. Wer den einfältigen Weeg geht .. schweige still, Demuth und Bedächtlichkeit, sind die nothwendigsten Eigenschafften unsrer Schritte darauf .. Ich dancke es Ihrem lieben Vater; Er hat meine Seele zuerst zu dieser
F. bereitet
6) GWBB1,200,18 FOeser 13.2.69 Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen, | Die Sonne stand zum Gruße der Planeten, | Bist alsobald und fort und fort gediehen, | Nach dem Gesetz wonach du angetreten. | .. Und keine Zeit und keine Macht zerstückelt | Geprägte
F. die lebend sich entwickelt GWB3,95 Urworte 8 = GWB41
1,215, 23 Vorzügliche Menschen .. indem sie ins Allgemeine als Individuen wirken .. ziehn sie die Welt zur
F. ihrer eigenen bedingten Persönlichkeit zusammen. Eine solche Stempelung dauert .. sehr lange fort GWBN5
2,264,29 FlH IV BacoVer Plp GWB42
2,507,5 Selbstschilderung [
Hg-Konjektur für ‘Natur’ unter Hinweis auf 506,12] b
als Denk- od Anschauungsform, Vorstellungsart; zT in Anspielung auf Kants aprior Anschauungsformen [
anläßl der Beschäftigung mit Schellings ‘Ideen zu einer Philosophie der Natur’, 1797] Ich gebe gern zu daß es nicht die Natur ist die wir erkennen, sondern daß sie nur nach gewissen F-en und Fähigkeiten unsers Geistes von uns aufgenommen wird GWBB13,10,7 Schiller 6.1.98 Raum und Zeit, ich empfind’ es, sind bloße F-en des Anschauns [Sinnes
Var; Denkens
weitere Var], | Da das Eckchen mit dir, Liebchen, unendlich mir scheint GWB1,348 VierJahresz 23(557) indem er [
der Mensch] seine Empfänglichkeit sowohl als sein Urtheil immer zu neuen F-en des Aufnehmens und Gegenwirkens geschickt macht GWBN6,5,16 MorphH Unternehmen GWB18,107,16 Unterhaltungen
uö c
Daseins- od Lebensform Nächst den Eigenheiten [
des Menschen] müßte man die Influenzen bedenken; jene kann man sich vorstellen als F-en des lebendigen Daseins und Handelns einzelner, abgeschlossener, beschränkter Wesen, und in diesem Sinne gibt es Eigenheiten der Individuen so wie der Nationen GWB42
2,64, 14 Üb:WSchulz,Irrt uWahrh GWBB10,186,10 FStein 28.8.94 Gespr Eckerm 4.2.29 7
im gesellschaftl Bereich a
gesetzl festgelegte, den Rechtsnormen entsprechende Verfahrensweise, Rechtsakt, jur verbindl Formulierung Bestätigung deines häuslichen Glücks durch die gesetzlichen F-en .. Es ist .. um vieles sichrer als wenn man erst seine Zufriedenheit von den F-en erwarten soll GWBB13,78,15u17 Knebel [26.2.98] die
F. Rechtens [
vgl DWb18, 405], die er [
Abraham] dabei [
beim Kauf einer Höhle als Grabstätte] beobachtet, zeigt wie wichtig ihm dieser Besitz ist GWB26,216,19 DuW 4 [
Kontrakt-Entwurf für Cotta, die Ausg.l.H. betr] die beide contrahirende Theile gegen einander sicher stellenden juristischen F-en [Formeln
K] GWBB40,238,24 Boisserée 8.1.26 GWBB16,312,6 Schiller 23.9.03 GWB51,229,12 ThS III 7 GWBNatT 2068
uö b
verbindl festgelegte Organisationsform, Struktur, Status einer Institution, konstitutionelle Form eines Staatswesens Man nahm [
in Melinas Schauspielergesellschaft] als ausgemacht an, daß unter guten Menschen die republicanische
F. die beste sei; man behauptete, das Amt eines Directors müsse herumgehen; er müsse von allen gewählt werden .. GWB22,23,11 Lj IV 2 Es gehört schon eine große Masse von gebildeten Künstlern, eine Menge von heranstrebenden Fähigkeiten dazu, wenn man sich entschließen soll, ihnen eine gesetzliche
F. [
in einer Kunstakademie], ja ein Oberhaupt zu geben GWB34
1,113,12 KuARheinMain Das Weltregiment .. | Seine F-en hab’ ich durchgedacht: | Den hehren Despoten lieb’ ich im Krieg, | Verständigen Monarchen gleich hinter dem Sieg GWB3,297 ZXen IV 969 GWB1,355 VierJahresz 70 GWB34
1,80,4 KuARheinMain GWBB31,235,14 Welden [17.?7.19] K
uö ‘innere F.’ einer Institution: iS einer einheitl Zielsetzung, Vorgehensweise GWBN4,14,7 FlH VI c
gesellschaftl Betragen, Etikette, Manieren, gesellschaftl Konvention der [
in Lpz] Studirende von einigem Vermögen .. hatte alle Ursache .. sich um so mehr schicklicher äußerer F-en zu befleißigen, als die Colonie ein Musterbild französischer Sitten darstellte GWB27,62,4 DuW 6 Hauptursachen der französischen Revolution .. Mar. Antoinettens gänzliche Vernachlässigung aller Etickette. “Wenn Man einmal mehrere Millionen aufwendet, um einen Hof, um gewisse F-en, als Schranken gegen die Menge zu haben ..” Gespr Kanzl Müller 16.3.23 GWB41
1,166,8 Üb:Arnold,Pfingstmontag [1820] GWB41
2, 111,14 Üb:Varnhagen,BiogrDenkm
uö ‘der F. wegen, gemäß’ der Major wollte bei der schönen Witwe nur noch der
F. wegen einen Abschiedsbesuch machen GWB24,292,6 Wj II 3 GWBB16,387,13 ChSchiller 23.12.03 8
als universeller (natürl u künstliche, sinnl u ideelle Formen umfassender) Gestaltbegriff a
sichtbare Gestalt überhaupt (unter erkenntnistheoret, wahrnehmungsphysiol u zugl wirkungsästhet Aspekten) Farb- und gestaltlos die Welt [
im Norden] .. | Nun umleuchtet der Glanz des helleren Äthers die Stirne; | Phöbus rufet, der Gott, F-en und Farben hervor GWB1,242 Vs 154 RömEleg VII daß das Auge keine
F. sehe, indem Hell, Dunkel und Farbe zusammen allein dasjenige ausmachen, was den Gegenstand vom Gegenstand, die Theile des Gegenstandes von einander, für’s Auge unterscheidet N1,XXXI,1 FlD Einl Das Auge sieht keine Gestalten .. Das Gefühl für F-en, besonders für schöne F-en, liegt viel tiefer .. Die Freude an
F. liegt in des Menschen höherer Natur, und der innere Mensch theilt sie dem Auge mit GWBN5
2,12,14u18 Fl Plp Tasso 859 GWBN5
2,41,4 FlD Plp [
für: figura, forma] GWBN3,65,21u24 FlH II Lukrez [Knebel]
uö in Gegenüberstellung künstlicher (auch künstlerischer) u natürl Gestaltphänomene in den mechanischen, auch in den plastischen Kunstproduktionen, ist die
F. nicht wesentlich mit dem Inhalt verbunden, die
F. ist dem Stoff nur auf- oder abgedrungen. Die Produktionen der Natur erleiden zwar auch äußere Bedingungen, aber mit Gegenwirkung von innen. Kurz, es ist hier ein lebendiges Wirken von außen und innen, wodurch der Stoff die
F. erhält Gespr(He2,222) Riemer 18.[5.]07
in Korrelation mit den Begriffen ‘Figur’, ‘Gestalt’, ‘Bildung’ GWBN11,372 Plp [
zit s v bilden D 2] b
als sinnl u ideelle Formen umfassender (philos) Gestaltbegriff; in Übs von Plotins Enneaden (V,8,1) u krit Auseinandersetzung mit dessen Bevorzugung des ideellen Formprinzips vor dem konkr Erscheinenden indem die
F. [
forma], in die Materie hervorschreitend, schon ausgedehnt wird, so wird sie schwächer als jene, welche in Einem verharret .. Daher muß das Wirkende trefflicher sein als das Gewirkte GWB48,198,1 MuR(639) ~ GWBB19,56,11 Zelter 1.9.05 Beilage
7) freilich ist das belebende und ordnende Princip in der Erscheinung dergestalt bedrängt, daß es sich kaum zu retten weiß. Allein wir verkürzen uns an der andern Seite wieder, wenn wir das Formende und die höhere
F. selbst in eine vor unserm äußern und innern Sinn verschwindende Einheit zurückdrängen GWB48,199,9 MuR(642) Wir Menschen sind auf Ausdehnung und Bewegung angewiesen; diese beiden allgemeinen F-en sind es, in welchen sich alle übrigen F-en, besonders die sinnlichen, offenbaren. Eine geistige
F. wird aber keineswegs verkürzt, wenn sie in der Erscheinung hervortritt, vorausgesetzt, daß ihr Hervortreten eine wahre Zeugung, eine wahre Fortpflanzung sei. Das Gezeugte ist nicht geringer als das Zeugende; ja, es ist der Vortheil lebendiger Zeugung, daß das Gezeugte vortrefflicher sein kann als das Zeugende GWB48,199,12ff MuR(643)
als Grundbedingung materieller u geistiger Existenz Was ist das Sein? Es äußert sich durch
F. und Bewegung oder Handlung. Warum soll das Sein anders als durch diese Darstellung aller Existenz definiert werden? Der Geist ist so gut wie die Materie das sich gestaltende und handelnde Sein in seiner Äußerung Gespr(He2,68) Sophie Schardt [05/06] c
als umfassender geistiger Formbegriff; bezogen auf ein (fachübergreifendes) abstraktes Begriffssystem, eine (sinnentleerte) math od rhetor-dialekt Formelsprache, ein method Gerüst; in (polarer od komplementärer) Gegenüberstellung zu ‘Gehalt, Stoff, dem Formlosen’ Die Mathematik ist, wie die Dialektik, ein Organ des innern höheren Sinnes; in der Ausübung ist sie eine Kunst wie die Beredsamkeit. Für beide hat nichts Werth als die
F.; der Gehalt ist ihnen gleichgültig GWBN11,137,22 MuR(605) Gehalt ohne Methode führt zur Schwärmerei; Methode ohne Gehalt zum leeren Klügeln; Stoff ohne
F. zum beschwerlichen Wissen,
F. ohne Stoff zu einem hohlen Wähnen GWBN3,137,16 FlH III GWBN1,286,23 FlD 719
uö bezogen auf zentrale Inhalte der Faust-Dichtung Streit zwischen
F. und Formlosem. Vorzug dem formlosen Gehalt vor der leeren
F. Gehalt bringt die
F. mit.
F. ist nie ohne Gehalt. Diese Widersprüche statt sie zu vereinigen disparater zu machen GWB14,287,3ff Faust Plp
8) als Metapher der rational bestimmten männl Wesensart Verstand und Vernunft sind ein formelles Vermögen, das Herz liefert den Gehalt, den Stoff. Wenn man die Männer als Verstand und Vernunft ansehen kann, so sind sie
F.; die Weiber, als Herz, sind Stoff Gespr(He2,502) Riemer 15.1.10 9
Erscheinungsform eines Allgemeinen im speziellen Einzelfall, Manifestation in einer best generischen od ideellen Gestalt; auch als Sinnestäuschung od vorgetäuschtes Rollenspiel die Farbe .. entstehe .. durch den Zutritt einer äußeren Bedingung, die unter mancherlei empirischen F-en, als des Trüben, des Schattens, der Gränze, sich ausspricht GWBN2,172,19 FlP 321 eine Forderung, die mir damals unter der sinnlichen
F. einer übersinnlichen Urpflanze vorschwebte GWBN6,121,15 Botan Studien [1831] müßten wir [
zur Beurteilung des Natur- u Kunstschönen] .. die Gesetze kennen, nach denen die allgemeine Natur unter der besondern
F. der menschlichen Natur productiv handeln will und handelt, wenn sie kann GWB48,205,12 MuR(1347) In tausend F-en magst du dich verstecken, | Doch, Allerliebste, gleich erkenn’ ich dich
9) GWB6,197 Vs 1 DivSuleika Er [
der entflohene Graf] geht in die Welt unter der
F. eines hülfsbedürftigen Sängers GWB41
1,225,3 ÜbBallade GWBB29,122,11 Schubarth [2.4.18] K GWB27,111,28 DuW 7 GWBB33,67,15 Büchler 14.6.20 K
uö B
Hohlgefäß, Hohlraum zur Vermittlung best Formen 1
als Guß-, Präge- od Druckform (Druckstempel od -platte) was für eine Freude bringt es, zu einem Gypsgießer hineinzutreten, wo man die herrlichen Glieder der Statuen einzeln aus der
F. hervorgehen sieht GWB30,239,7 ItR daß jeder .. das Erz auf das beste geschmolzen sah, und zugleich bemerken konnte, daß die
F. [
forma] sich füllte GWB44,212,23 Cell IV 6 ich .. schnitt zwei F-en [
ferri] mit der größten Sorgfalt, prägte sogleich eine Münze in Gold aus GWB43,133,27 Cell I 9 [
für: mold] GWB46,156,22 Hackert TgbKnight GWB26,245,17 DuW 4 GWBB13,270,1u4 Cotta 14.9.98
uö (häufig in Cell) ‘etw zur F. nehmen, eine F. über etw nehmen, machen’: etw abformen, einen Abguß von etw machen wird das bewußte theure Haupt [
Schillers Schädel] zur
F. genommen GWBB43,80,8 CarlAug 25.9.27 K GWBB26,318,3 Schadow 28.3.16
uö im Bild u Vergl; als ein Äußeres, einen Inhalt, ein Ergebnis Bestimmendes, mit ihm Übereinstimmendes, Harmonierendes, auch als ein Einschränkendes, Einengendes od Vergängliches, Zerbrechliches Ihre neue Reichsverfassung .. Es ist löblich wenn einsichtige Männer die Gestalt vorzeichnen, die eigentlich aus der
F. heraustreten sollte. Bey’m Erzguß ist es ein Unglück wenn einige Glieder ausbleiben, dießmal hat man das Entgegengesetzte zu befürchten GWBB24,181,20 Sartorius [28.2.14] K [
mBez auf JMüllers ‘24 Bücher allgemeiner Geschichte’] diejenigen Theile, wo das Metall recht durchgeschmolzen, gereinigt und flüssig in eine wohlausgesonnene
F. lief, sind vortrefflich zu nennen GWBB21,361,24 Reinhard 22.7.10 GWBB23,227,20 Jacobi 6.1.13 GWB13
1,294,19 Götz
3 IV GWB13
2,314 u 315 Götz
3 III Var GWBB51,201 WHumboldt 22.8.06
uö 2
für die bei der Ziegelformung aus Stampferde (Pisétechnik) verwendete Holzverschalung; im Bild Getretner Quark [
iSv Lehm, Dreck] | Wird breit, nicht stark. | Schlägst du ihn aber mit Gewalt | In feste
F., er nimmt Gestalt. | Dergleichen Steine wirst du kennen, | Europäer Pisé sie nennen
10) GWB6,131 Vs 4 DivSprüche 3
für eine Puddingform GWBB29,37,21 August 3.2.18 Gertrude Harlass G. Ha.