Ausbildung A
zu ausbilden A 1 a
als Persönlichkeitsbildung (vgl ausbilden A 1 a); mehrf iVbdg mit charakterisierenden u qualifizierenden Attr: ‘eigne, persönliche, personelle A.’, ‘höhere, höchste, vollkommene, vollständige, fortschreitende, harmonische, allgemeine (in unterschiedl Wertung), stufenweise, freie, ruhige A.’; frühester Beleg 1781 mich in ein Verhältniß gesezt zu sehen, dem ich von keiner Seite gewachsen war .. wo ich .. durch so viele Prüfungen ging .. deren ich .. zu meiner A. äußerst bedürftig war GWBB5,179,26 CEGoethe 11.8.81 [
Wilh an Werner:] Ich habe nun einmal gerade zu jener harmonischen A. meiner Natur, die mir meine Geburt versagt, eine unwiderstehliche Neigung. Ich habe .. durch Leibesübung viel gewonnen .. viel von meiner gewöhnlichen Verlegenheit abgelegt .. meine Sprache und Stimme ausgebildet .. Dazu kömmt .. das Bedürfniß, meinen Geist und Geschmack auszubilden .. Auf den Bretern erscheint der gebildete Mensch so gut persönlich in seinem Glanz, als in den obern Classen GWB22,151,24 Lj V 3 [
Schema zur geplanten Fortsetzung von DuW bis 1786] Respect vor der A. des einzelnen aus sich selbst Ο μη δαρεις
1) GWB29,252,33 DuW Plp daß die verschiedensten Denk- und Empfindungsweisen, welche in dem Menschen durch Atmosphäre, Landstrich, Völkerschaft, Bedürfniß, Gewohnheit entwickelt oder ihm eingedrückt werden, sich hier am Orte in ausgezeichneten Individuen darzustellen und die Begier nach höchster A., obgleich einzeln unvollkommen, durch Zusammenleben würdig auszusprechen berufen seien. Damit dieses aber möglich werde, haben sie sich um einen Mann versammelt, der den Namen Humanus führt GWB41
1,103,15 Üb:Geheimnisse [1816] Eine allgemeine A. dringt uns jetzt die Welt ohnehin auf .. das Besondere müssen wir uns zueignen GWB42
2,202,16 MuR(771) [1829] [
vgl Zit Sp 1100,64ff] GWBN4,96,7 FlH VI NewtPersönlichk
uö b
Entwicklung, Entfaltung, Schulung menschl ‘Kräfte’, Anlagen, Organe uä (vgl ausbilden A 1 c) Man sagt mit Recht .. daß die gemeinsame A. menschlicher Kräfte zu wünschen und auch das Vorzüglichste sey. Der Mensch aber ist dazu nicht geboren, jeder muß sich eigentlich als ein besonderes Wesen bilden, aber den Begriff zu erlangen suchen, was alle zusammen sind Gespr Eckerm 20.4.25 Der Charakter, das heißt die Mischung der ersten menschlichen Grundtriebe, der Selbsterhaltung
etc., ist das, wovon auch die A. der übrigen Seelenkräfte ausgeht, und worauf sie ruht. Die Franzosen haben diesen Verstand, weil sie diesen Charakter haben Gespr(He2,597) Riemer [1808/10] Der Geschmack ist dem Genie angeboren, wenn er gleich nicht bei jedem zur vollkommenen A. gelangt. Daher wäre freilich zu wünschen, daß die Nation Geschmack hätte, damit sich nicht jeder einzeln nothdürftig auszubilden brauchte GWB45,176,10 RamNeffeAnm GWB42
2,258,1 MuR(1202)
uö, bes mBez auf ‘Talent’, ‘Anlagen’, ‘Naturell’, ‘(Kunst-)Sinn’, einzelne Sinnesorgane; seltener mBez auf ‘Geist’, geistige ‘Produktionskraft’, ‘Menschenverstand’, ‘Urteil’, ‘Erfahrung’; vereinzelt für die Schulung von ‘Sprache’, ‘Stimme’, ‘Deklamation’ 2
verschieden spezifiziert a
künstler, geistig, sittl, fachl, prakt, theoret uä; mehrf in polarer Auseinandersetzung mit dem (‘widerstrebenden’) Erkenntnis- od Bearbeitungsgegenstand der zur .. Beobachtung aufgeforderte Mensch .. Kaum überzeugt er sich von diesem wechselseitigen Einfluß [
zw ihm u dem Erkenntnisgegenstand], so wird er ein doppelt Unendliches gewahr, an den Gegenständen die Mannichfaltigkeit des Seins und Werdens .. an sich selbst aber die Möglichkeit einer unendlichen A., indem er seine Empfänglichkeit sowohl als sein Urtheil immer zu neuen Formen des Aufnehmens und Gegenwirkens geschickt macht GWBN6,5,14 Morph Einl 1807 sie [
die Künstler] bilden zuletzt die Regeln aus sich selbst, nach Kunstgesetzen, die eben so wahr in der Natur des bildenden Genies liegen, als die große allgemeine Natur die organischen Gesetze ewig thätig bewahrt .. man muß kühn behaupten, daß sie gefunden werden müssen, und daß, wenn wir sie dem Genie nicht vorschreiben können, wir sie von dem Genie zu empfangen haben, das sich selbst in seiner höchsten A. fühlt und seinen Wirkungskreis nicht verkennt GWB45,258,21 Diderot,Malerei Anm G-s sind von den frühsten Zeiten an die Einsichten der Menschen in natürliche Dinge durch jenes [
das reine Interesse am Gegenstand] weniger gefördert worden, als durch ein nahe liegendes Bedürfniß, durch einen Zufall .. und durch mancherlei Art von A. zu entschiedenen Zwecken GWBN3,131,3 FlH III Mittag Hofrath Vogel. Bedeutendes Gespräch über wechselseitig sittliche, wissenschaftliche und praktische A. GWBTgb 12.11.31 GWB47,249,1 Gutachten übAusbildg jgMalers Titel GWB36,306,14 AndenkAnnaAm 1807 GWBT3,271,20 v 7.9.07
uö b
körperl; auch als Bestandteil eines Erziehungsplans Tanz Nutzen fürs Subjekt .. A. des Körpers .. Schaden .. Falsche A. des Körpers GWB47,304,19 ÜbDilettantism Schema [G/Schiller] Sein [
Kjekjawus] Vater hatte, die körperliche A. auf’s höchste zu steigern, ihn einem trefflichen Pädagogen übergeben. Dieser brachte den Sohn zurück, geübt in allen ritterlichen Gewandtheiten GWB7,225,18 DivNot Diez denkt sich der Künstler, indem er seinen Idealen nachstrebt, einen menschlichen Körper, welcher, durch die mäßigste Übung, zu seiner größten A. gekommen ist; allen Begriff von Mühe, von Anstrengung, von A. zu einem gewissen Zweck und Charakter muß er ablenken GWB45,267,12u13 Diderot,Malerei Anm G-s [
vgl ausbilden A1b]
uö vereinzelt für Pferdedressur verdient diese [
die Reitkunst] unsere Aufmerksamkeit, da sie die A., Erhaltung und zweckmäßige Benutzung des kostbaren, einzigen und in seiner Vollkommenheit immer seltener werdenden Thieres zum Zweck hat GWB53,183,13 Üb verschZweige hiesiger Tätigk 3
iSv Erziehung, Schulung, Unterricht [
Wilhelms Begleiter durch die Pädagog Provinz:] bei uns ist der Gesang die erste Stufe der A. [Bildung GWB24,235,16], alles andere schließt sich daran und wird dadurch vermittelt
2) GWB25
2,77 Wj II 1 Var [
Schreiberhand, möglicherweise unter Einfluß von ausgebildet GWB24,235,14;
sonst in ähnl Zshg stets ‘Bildung’, zB GWB24,233,14 u 238,26] in der Mitte eines .. sich in manchem Sinn weiter bildenden Hofes, einer Vaterstadt, welche sich durch mancherlei Anstalten zur Cultur der Kunst und Wissenschaft auszeichnete, ward sie bald gewahr, daß auch in ihr ein solcher Keim liege, und freute sich der A., die ihr durch die trefflichsten Männer, welche späterhin in der Kirche und im Reich der Gelehrsamkeit glänzten
3), gegeben wurde GWB36,304,8 AndenkAnnaAm 1807
uö 4
als Volks- und Nationalbildung daß Hochdieselben .. uns berechtigen, nächstens, wenn wir über die Fortschritte vaterländischer A. irgend Freude bezeugen, auch einer so vorzüglichen Unternehmung [
die in Bln erscheinenden ‘Vorbilder für Fabrikanten u Handwerker’] mit Auszeichnung gedenken zu dürfen GWBB35,21,1 Bülow 19.7.21 K äußerte er [
G] sich mit großer Anerkennung über das Verdienst vieler edlen Männer in Bayern und die sichtbaren Fortschritte des Volkes zu einer allgemeinen A., wünschte auch für Unternehmungen, die solche A. befördern können, ein gemeinsames Band der Kräfte wirksam werden zu sehen Gespr(He3
2,86) Elsholtz [Okt 26?]
uö B
zu ausbilden B 1
für die (Weiter-)Entwicklung, Ausprägung menschl Vorstellungen, Ideen, gedankl Ansätze daß er [
Wilh] in Lieblingsmaterien kurz und zerstreut abbrach, daß er sich nicht mehr in lebhafte A. seltsamer Vorstellungen vertiefte GWB21,91,26 Lj I 15 ~ GWB51,72,4 ThS I 19 ich werde immer sichrer daß die allgemeine Formel die ich gefunden habe, auf alle Pflanzen anwendbar ist .. Zur völligen A. dieser Idee brauchts doch noch Zeit GWBB8,268,15 Knebel 3.10.87 über einige, die Jenaische Disciplin betreffende Puncte mein unmaßgebliches Gutachten .. .. Daß diese Grundzüge bey näherer Betrachtung einer großen A. fähig sind GWBB18,10,2 CarlAug [Anf Jun 95 Korr FestschrKretzschmar 377] K
uö idVbdg ‘Aus- und Fortbildung’ Nachstehendes kann .. als weitre Aus- und Fortbildung des oben Gesagten angesehen werden GWBN3,158,6 FlH III RBacon
von Erfindungen eine Feldfuhrküche, erfunden von einem jungen Manne, Namens Kurowski .. Der Gedanke ist sehr glücklich und leidet A. und Anwendung in’s Unendliche GWBB24,115,15 Knebel 19.1.14
uö 2
für den künstler Gestaltungsprozeß, vereinzelt für die Ausarbeitung eines wiss Werks; überwiegend terminolog4): für die ‘kunstgerechte’, Geschmack u Angemessenheit der Darstellungsmittel erfordernde Arbeit am Detail, an den ‘untergeordneten’ Motiven, die Ausschmückung, Verzierung u Vollendung des Kunstwerks; konkurrierend mit ‘Ausführung’ (sd) u ‘Behandlung’ (sd), iUz ‘Konzeption’, ‘Komposition’ usw; überwiegend von Werken der Dichtkunst, häufig mBez auf eigene dichter Produktion; mehrf iVbdgn wie ‘A. in’s Einzelne, der einzelnen Teile’, ‘geschmackvolle, kunstgerechte, reinlichste, dichterische A.’ Da mir aber, so wohl in Absicht auf die Conception eines würdigen Gegenstandes als auf die Composition und A. der einzelnen Theile, so wie was die Technik des rhythmischen und prosaischen Stils betraf, nichts Brauchbares, weder von den Lehrstühlen noch aus den Büchern entgegenkam .. so suchte ich mir außerhalb der Dichtkunst eine Stelle, auf welcher ich zu irgend einer Vergleichung gelangen .. könnte. Diesen Zweck zu erreichen, konnte ich mich nirgends besser hinwenden als zur bildenden Kunst GWBN4,285,25 FlH VI Konfess dVerf Der Gegenstand ist aus der heroischen Griechenzeit sehr glücklich gewählt; denn die Vortheile solcher Sujets sind sehr groß, indem sie bedeutende Zustände darbieten, edle große Bildung .. sodann auch eine gränzenlose Mythologie an die Hand geben zu dichterischer A. GWB42
2,95,10 Rez:Jouy,Athenerinnen den Gegenstand blos aus dem Gesichtspunct reiner Menschlichkeit zu betrachten .. jener einfache Begriff muß herrschend im Bilde wohnen; alles was zur weitern A. zur Ausfüllung noch hinzugethan wird, es seien Bestimmungen der Charactere, Attribute pp. darf ihm zum wenigsten nicht widersprechen GWB48,224,6 Zur Preisverteilg 1799 Plp [Meyer?] [
üb den geplanten Neubau der Freimaurerloge in Rostock] daß .. Grundriß, Aufriß, Durchschnitte nöthig sind, deren Entwurf, Ausführung, Mundiren und Vollenden sowohl Meister als Gesellen beschäftigen würde .. Die zuletzt unentbehrlichen Details der A. [< Auszierung] und Verzierung verlangen gleichfalls viel Sorgfalt GWBB35,13,5 Both [12.]7.21 Eine treffliche Nachbildung dieses merkwürdigen Alterthums [
Kreuzabnahme auf einem der Externsteine] verdanken wir .. Herrn Rauch .. und, erwehrt man sich auch nicht des Vermuthens, daß ein zarter Hauch der A. dem Künstler des neunzehnten Jahrhunderts angehöre, so ist doch die Anlage selbst schon bedeutend genug GWB49
2,47,5 Externsteine GWB35,299 TuJ Var [> Ausführung 35,115,26]
uö ‘musikalische A.’ iSv Vertonung sind in genannte Sammlung nahezu ein Dutzend meiner .. Lieder aufgenommen, deren musikalische A. ich durchaus empfehlen darf. Sie zeugen von der Wechselwirkung zweier Freunde GWB41
1,370,17 Rez:Zelter,Liedersammlg 3
für die systemat Anlage u Vervollständigung einer wiss Sammlung Die Joseph Müllerische Verlassenschaft .. Der gute Mann verfuhr eben deshalb so langsam mit A. seiner Cabinette weil er oft, zu Aufsuchung einzelner Stücke .. weit umher ging GWBB29,399,2 Knoll? 11.8.18 K C
zu ausbilden C 1
in verallgemeinernden geschichtsphilos Äußerungen u in Kennzeichnung regionaler Entwicklungen; mehrf als stufenweiser, von Individuen getragener Vervollkommnungsprozeß Betrachtet man die einzelne frühere A. der Zeiten, Gegenden, Ortschaften, so kommen uns aus der dunklen Vergangenheit überall .. vortreffliche Menschen .. in herrlicher Gestalt entgegen. Der Lobgesang der Menschheit .. ist niemals verstummt, und wir selbst fühlen ein göttliches Glück, wenn wir die durch alle Zeiten und Gegenden vertheilten harmonischen Ausströmungen .. vernehmen GWBN3,132,15 FlH III Auch im Orient finden wir gar frühe Documente einer bedeutenden Weltausbildung .. wenn es zu höherer A. großer Landstrecken dienlich ist, daß solche nicht Einem Herrn unterworfen .. seien GWB7,49,4 DivNot Überliefergn Wir ehren und bewundern die einen (Zeiten und Völker), bei denen die Künste geblüht, und eine Art von Geringschätzung verfolgt die andern, die sich zu dieser Stufe der A. [> Entwicklung GWB47,333,3] nicht erheben konnten, es sei nun daß Roheit sie abhielt, oder eine glückliche Gelegenheit ihnen fehlte GWB47,333 Zu:Meyer,Lehranst Plp Var Das Glück der griechischen A. .. Zu dem .. Glück der Griechen muß .. gerechnet werden, daß sie durch keine äußre Einwirkung irre gemacht worden .. selbst vollkommene Vorbilder machen irre, indem sie uns veranlassen, nothwendige Bildungsstufen zu überspringen GWBN3,120,12 FlH II GWB44,348,4 CellAnh X FlorentinZustände
idVbdg ‘Aus- und Umbildung’ (vgl Sp 1107,63) Der Kampf des Alten, Bestehenden, Beharrenden mit Entwicklung, Aus- und Umbildung [Kampf des alten und neuen des Bestehenden und werdenden
Var; Lesung fraglich] ist immer derselbe .. Classicismus und Romanticismus, Innungszwang und Gewerbsfreiheit, Festhalten und Zersplittern des Grundbodens, es ist immer derselbe Conflict GWB42
2,157,11 MuR(346) 2 a
für die Entwicklung einzelner künstler u wiss Disziplinen uä; auch mBez auf die Wirkungsgeschichte eigener Theorien Wenn ich nun zeither mich alles desjenigen zu erfreuen hatte, was Ihnen zum Aufbau und zur A. unsrer Literatur fortschreitend beyzutragen gelungen ist GWBB46,81,6 LTieck 9.9.29 Niederländische Kunst .. A. durch glückliche Naturelle Und durch den Weg das Überlieferte nach dem Wircklichen aber in demselben Sinne auszuführen GWB34
2,21,23 KuARheinMain Plp
uö idVbdg ‘Aus- und Umbildung’ (vgl Sp 1107,63) Zugleich findet sich jedoch entschiedene Anerkennung und glückliche Anwendung der Idee der Metamorphose, zu fernerer Aus- und Umbildung [
Meyers Vorlage: Ausbildung] der Wissenschaft, in Kiesers Aphorismen aus der Physiologie der Pflanze von 1808 GWBN6,251,3 MetamPfl Wirkg 1830 [EMeyer/G] b
für sprachl Entwicklungen (vgl ausbilden C2c), die Herausbildung, Ausprägung einer wiss Terminologie od einzelner poet-rhetor Darstellungs- u Ausdrucksmittel [
üb den Improvisator OLBWolff] ein recht hübsches Talent, welches durch die große A. unsrer Sprache, Rhythmik und Reim endlich gar wohl möglich ward GWBB40,274,19 CarlAug 31.1.26 K daß selbst die hohe A. einer Terminologie, einer wissenschaftlich [
sic] Sprache für die wahre Einsicht gefährlich werden kann GWBN9,349 MinGeol Var Geschmack = Euphemism. Cultur der Sprache und Styl besteht in A. des Euphemismus. Deutsche Derbheit diesem entgegen. Nothwendig diplomatische und Weltausbildung GWB42
2,392 Plp
uö D
zu ausbilden D 1
im organ Bereich (vgl ausbilden D1); auch iZshg mit den morph Phasen der ‘Zusammenziehung’ u ‘Ausdehnung’ sowie mit Vertikal- u Spiraltendenz; mehrf iVbdgn wie ‘sukzessive, unaufhaltsame, stufenweise A.’, ‘A. von Knoten zu Knoten’, ‘größte, vollkommene, feinste, letzte, reine, mehrere A.’ Einsicht in die Bedingungen unter denen die Natur auf so manichfaltigen Punckten sich stufenweise spezifizirt. A. der Organe ist Retardation oder Verminderung der Reproducktionskraft. Absonderung der Organe ist A. derselben GWBN13,120,3u5 Morph Plp Versuch im folgenden einer Deducktion jedes Knochens durch das Thierreich von seiner einfachsten oder vielmehr unvollkommensten Art zu seiner vollkommensten Gestalt. das heißt wo er an seinem Plaz seine Bestimmung am reinsten nicht unter noch über dem erfüllt und in seiner größten ausbildung existirt GWBN13,212,10 Morph Plp daß der Same in dem höchsten Grade von Zusammenziehung und A. seines Innern sich befindet. Es läßt sich bei verschiedenen Samen bemerken, daß er Blätter zu seinen nächsten Hüllen umbilde, mehr oder weniger sich anpasse, ja meistens durch seine Gewalt sie völlig an sich schließe und ihre Gestalt gänzlich verwandle GWBN6,69,4 MetamPfl 82 Haben wir nun bemerkt, daß von den Samenblättern herauf eine große Ausdehnung und A. der Blätter, besonders ihrer Peripherie .. vor sich gehe GWBN6,46,7 MetamPfl 41 Hat man den Begriff der Metamorphose vollkommen gefaßt, so achtet man ferner, um die A. der Pflanze näher zu erkennen, zuerst auf die verticale Tendenz .. Sodann aber haben wir die Spiralrichtung zu beobachten GWBN7,38,12 SpiralTend 1831
uö ‘A. und Umbildung’ wie ‘Bildung und Umbildung’ paraphrasierend für ‘Metamorphose’ Bei Betrachtung der Pflanze wird ein lebendiger Punkt angenommen, der ewig seines gleichen hervorbringt .. bei den geringsten Pflanzen durch Wiederholung .. bei den vollkommnern durch progressive A. und Umbildung des Grundorgans in immer vollkommnere und wirksamere Organe GWBN6,305,22 PhysiolPfl
konkretisiert die stufenweise A. der Blätter [
einer Fächerpalme] bis zur Blüthe bewahre noch getrocknet GWBB31,222,25 CarlAug 11.7.19 K 2
im anorgan Bereich a
mineralog; nur in Fremdtext GWBN9,202,8 Basaltsteinbr [Nöggerath] b
physikal: mBez auf entopt Farbenfiguren haben wir .. unsere Vorrichtungen gesteigert, um das Phänomen in seiner größten A. darzustellen GWBN5
1,275,13 EntoptFarb 22 1820
→ GWB
Kunstausbildung GWB
Welt- vgl zu A GWB
Aufklärung GWB
Entfaltung GWB
Entwicklung GWB
Fortbildung Steigerung Veredlung Wachstum zu A3 GWB
Auferziehung GWB
Erziehung Unterricht zu B1 GWB
Entfaltung GWB
Entwicklung zu B2 GWB
Ausarbeitung GWB
Ausfertigung GWB
Ausführung GWB
Ausschmückung GWB
Auszierung GWB
Bearbeitung GWB
Behandlung GWB
Form(F. geben) GWB
Gestaltung Verschönerung Verzierung Vollendung zu C GWB
Entwicklung GWB
Kultur Steigerung Verfeinerung Vervollkommnung zu D GWB
Entwicklung GWB
Gestaltung Steigerung Wachstum 1) Ὀ μὴ δαρεὶς ἄνθρωπος οὐ παιδεύεται
(Wer nicht geschunden wird, wird nicht erzogen) Menander, Monostichen 422; das vollständige Zit erscheint am 30.4.09 als Tgb-Notiz u 1811 als Motto zu DuW I 2) zur Rolle des Musikunterrichts in Fellenbergs pädagog Konzept, dem G zT folgt, vgl KGuggisberg, PhFellenberg u sein Erziehungsstaat, 1953,2,179ff u 432 3) Als Erzieher der fürstl Kinder wurde 1742 der Theologe JFWJerusalem nach Braunschweig berufen. Von den Gelehrten des 1745 gegründeten Karolinums hatte AnnaAm bes enge Beziehungen zu Klopstocks Freund JAEbert (vgl WBode, Amalie Hzgin von Weim, 1909,1,4ff u Der weim Musenhof, 1925,26ff) 4) vgl Sulzer2 s v Ausbildung sowie AHSchott, Theorie der schönen Wiss 1, 1789,371—376; terminolog Gebrauch auch schon in der Poetik des BarockGertrude Harlass G. Ha.