Bildung Rund 900 Belege. — Zur Begriffsentwicklung s Vorbem zu ‘bilden’. Die beim Verb überlieferten hist Wortinhalte, der imitative Aspekt, die Verankerung des Begriffs im künstlerisch-handwerkl Bereich treten hier sehr stark zurück zugunsten eigenständiger wortartspezif Leistungen des Subst. Der in der Verbalableitung angelegte Doppelaspekt des Prozessualen u Resultativen u die sich daraus ergebende semantische Offenheit u Mehrdeutigkeit qualifizieren das Wort in besonderer Weise zur Bezeichnung natürlicher, in Wandlung begriffener Gestaltphänomene. Hervorbringung, Entwicklung, Gestaltung u deren Resultat, das ‘Hervorgebrachte’, die ausgebildete Gestalt bezeichnen die Anwendungsbreite des Wortes im natwiss u allg im natürl Bereich. G bezieht sich ausdrückl auf diese Mehrdeutigkeit des Wortes u begründet damit seine bevorzugte Verwendung gegenüber dem eindeutigen, aber stationären Begriff der Gestalt (D 1). Im päd Bereich verbindet sich das Wort zunehmend mit Wertvorstellungen, Bildung erscheint als Zielvorstellung, Desiderat od Qualifikation, die actionis-Bedeutung beschränkt sich im wesentlichen auf den eigentl erzieherischen u den kunstdidaktischen Bereich. In der theoret Fundierung des Begriffs treten der neuhumanistische Ansatz, die Orientierung am Antikevorbild, die in der Auseinandersetzung mit dem zeitgenöss Postulat der Allgemeinbildung entwickelte Idee einer durch ‘Beschränkung’, durch spezialisiertes Können erworbenen Bildung sowie die organolog begründete Vorstellung einer ‘stufenweisen’ Ausbildung deutlicher hervor. Die von Herder erschlossene hist Dimension des Wortes findet in G-s kulturmorphol Betrachtungen eine breite Anwendung, in ihrer resultativen Variante nähert sich die Bedeutung hier am entschiedensten dem Kulturbegriff. — Zur Frequenz: Anders als beim Verb setzt häufigerer Gebrauch erst nach der ital Reise ein, insbes mit den natwiss Arbeiten der 90er Jahre. Von da an ist eine kontinuierl Steigerung zu verzeichnen (bis zu einer Verdoppelung in den letzten Lebensjahren). Früheste Belege Ephem 70/71 in der älteren Bed von A u als kunstdidakt Begriff, daneben die Bed des künstlerischen Gestaltens ab 74. Natwiss Gebrauch setzt mit den PhysiognFragm 75 ein, in den 80er Jahren nur sporadisch, Begriffsausprägung in den bontan u anatom Arbeiten der 90er Jahre, Wiederaufnahme (u Begriffsdefinition) anläßl der geplanten Herausgabe morphol Schr 06/07, erneuter Frequenzanstieg anläßl des [] Erscheinens der MorphH 16/17ff (Umgebungsschrifttum zu den Aufsätzen der 80er u 90er Jahre u neu veranlaßte Schriften). Der päd Begriff ist in vorweim Zeit nur vereinzelt belegt (als Geschmacksbildung in FGA ungesicherter Autorschaft u in dem Erziehungsgespräch in ErwElm), er findet seine breiteste Anwendung in dem, die päd Positionen der Zeit thematisierenden Romanwerk sowie in den biograph u autobiograph Schriften nach 1800. Mit zwei Dritteln der Belege dominiert der päd Begriff absolut. Daneben ist nur der natwiss Begriff stärker belegt (ein Viertel des Gesamtmaterials), alle übrigen, vor allem die älteren hist Wortinhalte sind demgegenüber stark zurückgedrängt. A
im Anschluß an bilden A: für die Darstellung von Bildgegenständen od Bildinhalten daß .. sich .. dasselbe [
das Schönheitsgefühl des Künstlers] in seiner höchsten Energie und Würde zeige, wenn es bei B. mannichfaltiger Charaktere seine Kraft beweis’t, und die leidenschaftlichen Ausbrüche der menschlichen Natur in der Kunstnachahmung zu mäßigen und zu bändigen versteht GWB47,116,2 Laokoon GWB37,90,26 Ephem
uö(selten) B
zu bilden B 1
künstlerische Formgebung, produktive Gestaltung a
plastisches, bildkünstlerisches Gestalten Baukunst .. Schaden fürs Subjekt .. Weil sich nur die wenigsten zu einer freien B. nach bloßen Schönheitsgesetzen erheben können, so verfällt der Baudilettant leicht auf sentimentalische und allegorische Baukunst und sucht den Character, den er in der Schönheit nicht zu finden weiß, auf diesem Wege hinein zu legen GWB47,306,30 ÜbDilettantism Schema 21.5.99 [G/Schiller] GWB34
2,25,11 KuARheinMain Plp
uö b
Gestaltungsart, Form, Gestalt eines konkreten künstlerischen Gebildes, metonym für das Werk des schöpferisch gestaltenden Künstlers In dem Hauptfelde [
des Igeler Monuments] Mann und Frau von colossaler B. sich die Hände reichend GWB33,152,6 Camp Ach, daß die innre Schöpfungskraft | Durch meinen Sinn erschölle! | Daß eine B. voller Saft | Aus meinen Fingern quölle! GWB2,185 KünstlersAbend
1) 3 GWB32,75,6 ItR
uö ‘B. und Umbildung’: in Übertragung des Metamorphosegedankens auf die künstlerische Gestaltung [
mBez auf Arabeskenmalerei] daß eine geniale phantastische Metamorphose immer geistreicher, anmuthiger und zugleich möglicher sich darstelle, je mehr sie sich den gesetzlichen Umbildungen der Natur .. anzuschließen .. das Ansehn hat. Was die phantastischen B-en und Umbildungen der menschlichen oder thierischen Gestalt betrifft, so haben wir zu vollständiger Belehrung uns an die Vorgänge der Alten zu wenden GWB49
1,182,3 Zahn,Ornamente Pompeji
‘Kreis einer best B.’: inhaltl interpretierter Gestaltenkanon (sa Bildkreis), als Werk des naturgesetzl verfahrenden Künstlers wie jene unvergleichlichen Künstler [
der Griechen] verfuhren, um aus der menschlichen Gestalt den Kreis göttlicher B. zu entwickeln, welcher vollkommen abgeschlossen ist und worin kein Hauptcharakter so wenig als die Übergänge und Vermittlungen fehlen. Ich habe eine Vermuthung, daß sie nach eben den Gesetzen verfuhren, nach welchen die Natur verfährt und denen ich auf der Spur bin GWB30,264,28 ItR
im Bild für die spezif Gestaltung einer poetischen Figur [
üb Schillers ‘Räuber’] Nimmt man aber aus der Gruppe so vieler fratzenhaft gezeichneten und grell gemahlten Figuren die Hauptfigur, deren B. und Colorit alles andere gleichsam überschreit .. heraus .. vertuscht ihre moralische Abscheulichkeit, so fällt der Verdruß .. auf die übrigen Figuren GWB40,172,16 Rez:Iffland,TheatAlmanach c
Gestaltung, Bearbeitung, Ausführung eines poetischen Werkes (auch in Aktivierung organolog Vorstellungen) Die Lust die ich diese acht Tage her in Betrachtung und B. meines Stücks [
Iph] gehabt habe, ist .. durch die Abneigung gehemmt worden, die du mir gestern gegen das Erscheinen auf dem Theater .. hast sehn lassen GWBB4,22,8 Knebel [14.3.79] Die Anfänge des Wilhelm Meister wird man in dieser Epoche [
bis 1780] auch schon gewahr, obgleich nur kotyledonenartig: die fernere Entwickelung und B. zieht sich durch viele Jahre GWB35,6,21 TuJ
‘B. und Umbildung’: originale Kunstschöpfung u deren nachdichtende Übersetzung [
betr Zaupers Prosa-Übs der Ilias] weil B. und Umbildung organisch verschlungen [< weil hier alles organisch verschlungen, Bildung und Nachbildung .. ganz lebendig ist;
endgültige Fassung: weil das Urbild organisch verschlungen und lebendig ist, die Nachbildung aber auch so werden soll GWBB37,159,26ff R] GWBB37,360,5 Zauper 6.8.23 K d
‘B. geben’: als imaginative Formgebung [
in NatH 1,4 gedruckter Eigenkommentar zu ‘Howards Ehrengedächtnis’] In der zweyten Strophe wird sodann die Function der menschlichen Einbildungskraft vorgetragen welche nach eingebornem Trieb allem Ungebildeten Zufälligen jederzeit irgend eine nothwendige B. zu geben trachtet [
s Zit Sp 674,28ff
s v bilden] GWBB50,47,22 Hüttner 3.4.21 Beilage 2
körperl Gestalt, insbes Gestalt, Wuchs, äußere Erscheinung des Menschen, im engeren Sinne Form des menschl Gesichts, Physiognomie (als Träger, Spiegel best Wesensmerkmale, Produkt des inneren Menschen); iVbdg mit Adj wie ‘schön’, ‘regelmäßig’, ‘angenehm’, ‘anmutig’, ‘lieblich’, ‘prächtig’, ‘frei’, ‘rein’, ‘gut’, ‘wacker’, ‘fest’, ‘wunderlich’, ‘häßlich’, ‘seltsam’ (Gestaltbeschreibung unter natwiss Aspekten s Punkt D) Einen Druck der Hand, ich sehe die himmlischen Augen | Wieder offen. — O nein! laßt auf der B. mich ruhn! | Bleibt geschlossen! .. | Diese Formen, wie groß! wie edel gewendet die Glieder! GWB1,250 Vs 286 RömEleg XIII Es zeigte das herrliche Paar sich, | .. die liebenden Eltern erstaunten | Über die B. der Braut, des Bräutigams B. vergleichbar; | Ja, es schien die Thüre zu klein, die hohen Gestalten | Einzulassen GWBHermDor IX 57 Sie nahm eine große Haube, die ihr Gesicht bedeckt hatte, vom Kopfe: eine schöne regelmäßige B. zeigte sich GWB19,217,23 BrSchweiz I Brutus [
Überschr] .. Schau die unerschütterliche Gestalt! Diesen ausgebildeten Mann, und diesen zusammen geknoteten Drang. Sieh das ewige Bleiben und Ruhen auf sich selbst. Welche Gewalt und welche Lieblichkeit! Nur der mächtigste und reinste Geist hat diese B. ausgewürkt GWB37,356,2 PhysiognFragm GWBFaust II 8690 GWBHermDor VII 6 [
für: τὸ εἶδος] GWB49
1,108,19 Philostrat
uö implizit wertend: schöne Gestalt, Schönheit der Gestalt [
Herm:] ihr werdet sie [
Dor] bald vor allen andern erkennen; | Denn wohl schwerlich ist an B. ihr Eine vergleichbar GWBHermDor V 167 du habest als Kind, Geliebte, den Menschen | Nicht gefallen .. | Fehlet B. und Farbe doch auch der Blüthe des Weinstocks, | Wenn die Beere, gereift, Menschen und Götter entzückt GWB1,243 Vs 177 RömEleg VIII
uö unter teleolog Aspekten Nun reicht die männliche [
Schönheit] aber mehr an die Idee: denn in ihr hört das Reale auf .. Des Mannes B. geht offenbar über die des Weibes hinaus .. Das Weib ist ein organisiertes Gebären .. Des Mannes τέλος ist viel idealer und geistiger
[] Gespr(He2,157) Riemer 20.11.06
spezif Ausprägung einer Gestalt (konstitutioneller Merkmale) in Abhängigkeit von den Umweltbedingungen Physisch-klimatische Einwirkung auf B. menschlicher Gestalt und körperlicher Eigenschaften läugnet niemand .. GWB7,40,2 DivNot C
zu bilden C: Hervorbringung, Erzeugung, Entwicklung 1
im Bereich konkr Seinsgebung a
für die Erschaffung des Menschen zeigt sich daß in ihm [
Homunculus] ein allgemeiner historischer Weltkalender enthalten sey, er wisse nämlich in jedem Augenblick anzugeben was seit Adams B. bey gleicher Sonn- Mond-Erd- und Planetenstellung unter Menschen vorgegangen sey GWB15
2,201,83 Üb:Helena Plp b
als konstitutive Zuordnung des Subjekts zum Objekt das Phänomen, daß eine Erbse zwischen kreuzweis gelegten Fingern einer Hand doppelt empfunden wird .. Wenn also der eine Finger die Kugel an der linken Seite fühlt, der andere aber an der rechten Seite, so ist es keine Täuschung, sondern es deutet ganz eigentlich consequente B. des Subjects zum Object an, ohne welche das erstere letzteres keineswegs fassen, noch mit ihm in Verbindung treten könnte GWBN11,280,18 Purkinje,Sehen subj c
resultativ: Geschöpf, Wesen, Individuum (zugl iS einer geistigen Existenz) Eine Sammlung der Art [
bildl Denkmale des Altertums] ist jedoch einem Privatmann nur in Absicht auf Medaillen und Münzen möglich, wodurch er sich von Physiognomie, Gestalt und Sitten längst verloschener B. [> Individuen GWB49
2,119,6] in Gegenwart überzeugen könne GWB49
2,338 VoigtsMünzkab Var GWB15
2,206 Üb:Helena Plp Var [> Bildungsfolgen] [
Zit s v Bildungsfolge] 2
Wortbildung, Sprachschöpfung (aktivisch u resultativ) Augustens und Riemers Späße mit der B. von lauter collectiven Substantivwörtern mit der Vorschlagssylbe ge, als: Geöchs, Gekälb, Gebäuch, Gehühn GWBTgb 10.9.07 ist .. Χάρος eine .. in die gewöhnliche Wortendung ος auslaufende B. des gemeinen Lebens GWB41
2,167,13 CharonCharos Tgb 7.2.20 GWB32,409 ItR Var [> Ableitungen GWB32,183,22
Korr Riemers]
uö ‘B. und Umbildung’ daß ich Ihnen oft näher geführt werde als Sie wohl denken, indem die Unterhaltungen mit Riemer gar oft auf’s Wort, dessen etymologische Bedeutung, B. und Umbildung, Verwandtschaft und Fremdheit hingeführt werden GWBB49,164,25 WHumboldt 1.12.31 K GWB27,40,15 DuW 6 3
Herstellung, Schaffung, Konstituierung Statt eines artigen Mädchens ist endlich ein zarter Knabe angekommen .. Nun wäre es an Ihnen, zu B. der Schwägerschaft und zu Vermehrung der dichtrischen Familie für ein Mädchen zu sorgen GWBB10,324,11 Schiller 1.11.95 Eroberung Troja’s .. Verherrlichung Helena’s .. Die B. der Gruppen aus einzelnen Figuren, ihre Zusammenstellung unter sich .. kann unsere erste Tafel vergegenwärtigen GWB48,84,12 Polygnot GWBN10,164,15 GesVaterländMusBöhm
uö 4
für hist Entwicklungen: Ausbildung, Vervollkommnung einer künstlerischen Gattung od Schule, einer Sprache od eines Stils eben so war die Abneigung Friedrichs gegen das Deutsche für die B. des Literarwesens ein Glück. Man that alles, um sich von dem König bemerken zu machen GWB27,106,11 DuW 7 Mit der B. der deutschen Sprache und des Stils in jedem Fache wuchs auch die Urtheilsfähigkeit GWB27,101,7 DuW 7 GWB44,304,10 CellAnh III D
in natwiss Begriffsausprägung, die zentralen Wortinhalte Gestaltung, Entwicklung, Hervorbringung u deren Resultat programmat verbindend 1
im organischen Bereich a
metasprachl-definitorisch: resultative u prozessuale Bedeutungskomponenten umfassende u deshalb adäquate Bezeichnung natürl Gestaltphänomene Der Deutsche hat für den Complex des Daseins eines wirklichen Wesens das Wort Gestalt .. Betrachten wir aber alle Gestalten, besonders die organischen, so finden wir, daß nirgend ein Bestehendes, nirgend ein Ruhendes, ein Abgeschlossenes vorkommt, sondern daß vielmehr alles in einer steten Bewegung schwanke. Daher unsere Sprache das Wort B. sowohl von dem Hervorgebrachten, als von dem Hervorgebrachtwerdenden gehörig genug zu brauchen pflegt GWBN6,9,24 Morph Einl 1807
als organolog bestimmter Formbegriff GWBN11,372 Plp [
Zit s v bilden Sp 677,55f] b
für die primäre Gestaltung organischer Substanzen, den Gesamtkomplex der organisch gestalteten Wesen (in Darstellung der Wolffschen u Blumenbachschen epigenet Theorien) Er [
CFWolff] bestreitet die mechanische Erklärungsart bleibt aber materiel .. Er setzt ein organisches Chaos voraus und läßt in und an diesem die B. entstehen GWBN11,365 Plp er [
Blumenbach] .. nannte das wovon die Rede war, einen nisus formativus, einen Trieb, eine heftige Thätigkeit, wodurch die B. bewirkt werden sollte GWBN7,72,12 Bildungstrieb c
organische Bildung allg: gesetzmäßige (nach den Grundprinzipien der Stetigkeit u Versatilität, der Konstanz im Verhältnis der Teile u einer umgebungsbedingten Modifikabilität, den Regeln der Metamorphose, unter der Einwirkung von Spiral- u Vertikaltendenz, nach dem ökonomischen Prinzip eines ständigen Gebens u Nehmens sich vollziehende) Hervorbringung, Entwicklung, Gestaltung organischer Wesen [
G dankt für das 2. Heft von d’Altons ‘Vergleichender Osteologie’] Mit Recht betrachte ich .. die neueren Aufschlüsse, die Sie uns über Constanz und Versatilität organischer B. [Bildungen
K] schenken und erwarten lassen, als neue Schöpfungs-Momente, die, das Lebendige erst recht belebend, eine höhere Bildung steigernd hervorbringen GWBB34,57,16 d’Alton 28.12.20 wird die B. dadurch .. höchst consequent, weil kein Knochen seine Nachbarschaft verändern, und dadurch wirklich ungeheuere Abweichungen niemals regellos werden können GWBN8,274,12 VersGestaltTiere So wird man die Wirkung des Klimas, der Berghöhe, der Wärme und Kälte, nebst den Wirkungen des Wassers und der gemeinen Luft, auch zur B. der Säugethiere sehr mächtig finden GWBN8,20,19 VglAnatomie 4 Wir mußten annehmen: es walte in der Vegetation eine allgemeine Spiraltendenz, wodurch, in Verbindung mit dem verticalen Streben, aller Bau, jede B. der Pflanzen nach dem Gesetze der Metamorphose vollbracht wird GWBN7,49,21 SpiralTend Eben dieses Verfahren [
Umgestaltung weicher Teile in Knochenmasse] hat sich die Natur vorbehalten bei B. der Thiere hie und da anzuwenden, und die Knochenmasse dorthin zu bringen, wo bei anderen nur Sehnen und Muskeln sich befinden GWBN8,33,19 VglAnatomie 7 Geben und Entziehen. Allgemeines Gesetz der B. GWBN13,202,25 Morph Plp nun fühlt man, so wie die Wissenschaft neue Fortschritte gewinnt, immerfort mehr das Bedürfnis, die Grundgesetze der organischen B. [
de la symétrie organique] zu erkennen .. Die einen suchten die Gesetze organischer B. [
la structure des êtres] nach allgemeinen Betrachtungen anzustellen, wie man sagt a priori; die andern bemerkten aufmerksam die Fälle, wo sich das Geschöpf von der Regelmäßigkeit entfernte
[] GWBN7,161,18u22 Pflanzenbildg Decandolle GWBN7,38,26 SpiralTend GWBN13,127,1 Morph Plp GWBN13,64,9 Morph Plp [
für: formation] GWBN6,266,2 MetamPfl Wirkg 1830
uö Hervorbringung pflanzl Organismen in einer best generischen Gestalt die verschiedenen Stufen, welche die Natur so wohl in der B. der Geschlechter, der Arten, der Varietäten, als in dem Wachsthum einer jeden einzelnen Pflanze betritt GWBN6,79,9 MetamPfl 102
‘entschiedene B.’: deutliche, spezifische Gestaltung Eingeschränkter Bildungskreis der Natur aber entschiedene Bildung. Besonders der vollkommnern Thiere GWBN8,312 Morph Plp ~ GWBN8,309 GWBN13,132,1 Morph Plp
‘regelmäßige, normale, Regel gebende B.’: unterschieden von ‘abnormer’, ‘monstroser’ Bildung, zugl (nach G-s spezieller Auffassung) sie mit umfassend Normale B. giebt unzähligen Einzelnheiten die Regel und bezwingt sie, Abnorme läßt die Einzelnheiten obsiegen und in ihrem Werth erscheinen GWBN13,11,1 Morph Plp Jussieu hatte .. der Metamorphose gedacht, aber nur bei Gelegenheit der gefüllten und monstrosen Blumen. Daß hier auch das Gesetz der regelmäßigen B. zu finden sei ward nicht klar GWBN6,161,10 MetamPfl Nachtr ich glaube, es [
das Phänomen der Verbreiterung] werde bewirkt .. aus einem allzu starken durch regelmäßige B. nicht zu verwendenden Antrieb von vorbereiteten und ausgebildeten Säften GWBN6,330,22 Verbreiterg GWBN8,43,14 VglAnatomie 7
‘B. und Umbildung’: Gestaltgenese u Gestaltwandel in komplementärer, den Metamorphosegedanken prägnant fassender Verbindung, gesetzmäßige, regelhafte (auch abnorme Entwicklungen umfassende) Gestaltung u Umgestaltung organischer Naturen; mehrf als Leitsatz od Forschungsgegenstand der morphol Theorie In Sicilien .. Aufmerksam auf neue Gestalten, erhob ich mich von dem beschränkten Begriff einer Urpflanze zum Begriff und, wenn man will, zur Idee einer gesetzlichen, gleichmäßigen, wenn schon nicht gleich gestalteten B. und Umbildung des Pflanzenlebens von der Wurzel bis zum Samen GWBN13,41,10 Morph Plp Weil aber .. sowohl das Geregelte als Regellose, von Einem Geiste belebt ist, so entsteht ein Schwanken zwischen Normalem und Abnormen, weil immer B. und Umbildung wechselt, so daß das Abnorme normal und das Normale abnorm zu werden scheint GWBN6,174,4 MetamPfl Nachtr Jene, bei Betrachtung der Pflanzen und Insecten, einmal angenommene, Methode leitete mich auch auf diesem Weg [
der vergleichenden Anatomie]: denn bei Sonderung und Vergleichung der Gestalten mußte B. und Umbildung auch hier wechselsweise zur Sprache kommen GWBN6,19,2 Morph Einl Die Morphologie soll die Lehre von der Gestalt, der B. und Umbildung der organischen Körper enthalten GWBN6,293,23 PhysiolPfl B. und Umbildung organischer Naturen LA I 9,2 u 274 Titel zu MorphH 1u2 GWBN12,242 Morph Plp GWBN11,50,1 EinwirkgNeuPhilos GWBB12,33,10 Gallitzin 6.2.97 K
uö ‘B. und Mißbildung’ wenn wir .. zurück schauen, wo Familien von Familien sich sondern: denn auch da berührt sich B. und Mißbildung schon. Wer könnte uns verargen, wenn wir die Orchideen monstrose Liliaceen nennen wollten? GWBN6,186,4 MetamPfl Nachtr GWBN13,26,22 Morph Plp
uö mit Betonung des durativen Moments: stufenweise, sukzessive, ‘fortschreitende’, als Steigerung, Vervollkommnung betrachtete Entwicklung, Ausbildung einer organischen Gestalt, Wachstum der organisch-chemischen Operation des Lebens beyzukommen, durch welche die Metamorphose der Pflanzen nach einem und demselben Gesetz auf die mannichfaltigste Weise bewirkt wird. Daß die Steigerung, die wir bey B. der Pflanzen von Knoten zu Knoten gewahr werden, durch eine Sonderung und Mischung der von der Wurzel aufgesogenen Feuchtigkeiten, verbunden mit den aus der Atmosphäre einwirkenden Ingredienzen bewirkt wird, glauben wir mit Augen zu sehen, indem eine immer vollkommnere Gestaltung sich zuletzt bis zu der neuen Fortpflanzung erhebt GWBB49,209,13 Wackenroder 21.1.32 Inseckten [
Überschr]. Wachsthum fortschreitende Bildung. Metamorphose GWBN13,10,2 Morph Plp Doch hier hält die Natur, mit mächtigen Händen, die B. [
der Pflanze] | An, und lenket sie sanft in das Vollkommnere hin GWB1,291 MetamPflanz 33
Ausbildungs-, Entwicklungsgrad, -stufe: ‘höhere, höchste B.’ (als Ergebnis ‘fortschreitender Veredelung’) fand ich einen so glücklich geborstenen Schafschädel, der mir .. den Übergang innerlich ungeformter organischer Massen, durch Aufschluß nach außen, zu fortschreitender Veredelung höchster B. und Entwicklung in die vorzüglichsten Sinneswerkzeuge vor Augen stellte GWB35,15,24 TuJ GWBN13,68,26 Morph Plp
uö Pflanzenwachstum, Vegetation in vielfältiger Gestalt [
Faust:] die Sonne duldet kein Weißes, | Überall regt sich B. und Streben, | Alles will sie mit Farben beleben GWBFaust I 912
die Gestalten hervorbringende Natur als Vorbild des bildenden Künstlers Halten wir dasselbe [
das durch Vergleichung gewonnene Idealbild der organischen Gestalten] fest, so finden wir .. daß wir .. bei’m Kunstgebrauch nur dann mit der Natur wetteifern können, wenn wir die Art, wie sie bei B. ihrer Werke verfährt, ihr wenigstens einigermaßen abgelernt haben GWB47,15,2 PropylEinl d
spezieller: für die Hervorbringung einzelner pflanzl od tierischer Organe durch Wandlung morphol identischer Teile, nach den Prinzipien der Zusammenziehung u Ausdehnung, durch Anastomose, aufgrund einer Verfeinerung der Säfte uä wenn die B. der Kronenblätter durch eine Ausdehnung geschieht, so werden dagegen die Nebenkronen durch eine Zusammenziehung .. gebildet GWBN6,53,8 MetamPfl 55 Auf gleiche Weise wirkt bei der Bildung der Blüthen und Früchte eine Anastomose mit, wodurch die nahe an einander gedrängten, höchst feinen Theile der Fructification .. innigst verbunden werden GWBN6,91,24 MetamPfl 117 Und so wären wir der Natur auf ihren Schritten .. gefolgt; wir hätten die äußere Gestalt der Pflanze in allen ihren Umwandlungen, von ihrer Entwickelung aus dem Samenkorn bis zur neuen B. desselben begleitet GWBN6,71,6 MetamPfl 84 GWBN6,72,6 MetamPfl 85 GWBN6,41,1 u 45,1 u 49,1 u 60,1 u 75,1 MetamPfl KapÜberschr GWBN6,74,19 MetamPfl 93 GWBN13,140,6 Morph Plp
uö ‘B. aus, durch etw’: Entwicklung tierischer od pflanzl Organe aus anderen, durch best Umwelteinwirkungen B. der Flügel aus dem Bronchial-System, an denen zwey Ringen, welche keine Stigmata haben GWBN6,440,13 EntomologStudien GWBN13,121,16 Morph Plp
(als ‘einfache Fortpflanzung’ angesehene) Hervorbringung von Pflanzenorganen an festgelegten Punkten der Entwicklung In der successiven Entwickelung eines Knotens aus dem andern, in der B. eines Blattes an jedem Knoten und eines Auges in dessen Nähe, beruhet die erste, einfache .. Fortpflanzung der Vegetabilien GWBN6,72,9 MetamPfl 86
funktionale Gestaltung der Körperteile B. der Theile nach dem Lebensbedürfnisse des Thieres GWBN8,309 Morph Plp
[] Art der Entwicklung (in Abhängigkeit von den klimatischen Bedingungen) Wie die Metamorphose in andern Fällen nach ähnlichen Gesetzen wirkte, zeigt sich auch an der B. der Knospen. Wenn die kältere Jahrszeit den Trieb des Saftes hindert, entwickelt sich der Zweig vorwärts, nicht weiter. Es bilden sich die Blätter nicht mehr aus, sondern sie kommen in schuppenförmiger Gestalt zum Vorschein GWBN6,329,3 KnospenStolonen
Konstituierung einer osteolog Gestalt, eines Körperteils (aus morphol identischen Teilen) Manchmal geht dieser Knochen [
das Tränenbein] so weit zurück in die Augenhöhle, daß er der oberen Kinnlade allen Antheil, welchen sie allenfalls durch den Zahnfortsatz an der B. der Augenhöhle nimmt, raubt GWBN8,182,14 AllgKnochLehre 4 Dr. Carus von Dresden besuchte mich; wir sprachen über den Schädel und dessen B. aus sechs Wirbeln GWBTgb 21.7.21 GWBN8,186,17 AllgKnochLehre 5 GWBN8,270,14 VersGestaltTiere
uö e
für die ideierte (in ihren Konkretionen wandelbare) Grundgestalt organischer Wesen, charakterisiert als ‘geordnet’, ‘fest umschrieben’, ‘ewig’, ‘lebendig’ So zeiget sich fest die geordnete B., | Welche zum Wechsel sich neigt durch äußerlich wirkende Wesen. | Doch im Innern befindet die Kraft der edlern Geschöpfe | Sich im heiligen Kreise lebendiger B. beschlossen. | Diese Gränzen erweitert kein Gott .. | Denn nur also beschränkt war je das Vollkommene möglich GWB3,90 MetamTiere 27u30 scheinet ein Geist im innern zu ringen | Wie er durchbräche das Band .. | Heftig drängt er sich hin zu diesen Gliedern zu jenen | .. Aber was er beginnt beginnt er vergebens es hält ihn | Die bestimmte Gestalt der fest umschriebenen B. [< Die umschriebne Gestalt der ewigen B.] GWB53,551 MetamTiere Var 26 sind Abbildungen besonders da unentbehrlich, wo bestimmte Formen mit einander verglichen und aus der verschiedenen äußeren Gestalt eine innere Gleichheit, oder umgekehrt bei einer allgemeinen Übereinstimmung der B. die Verschiedenheiten der einzelnen Formen gezeigt .. werden sollen GWBN12,138,11 NathistAbbildungen [d’Alton] GWBN8,312 Morph Plp
uö ‘innere B.’ für die Grundform eines Knochens das os incisivum, die obere Kinnlade und das Gaumenbein .. drei ihrer inneren B. nach ähnliche, nur durch verschiedene Determination verschieden gestaltete Knochen GWBN8,186,2 AllgKnochLehre 5 f
für die (typolog Mustern folgende) konkret erscheinende Gestaltvariante, charakterisiert als ‘mannigfaltig’, ‘verschieden’, ‘verwandt’ uä; Pl od als generalisierender Sg so werden wir in den Samenbehältern, ohnerachtet ihrer mannichfaltigen B., ihrer besonderen Bestimmung und Verbindung unter sich, die Blattgestalt nicht verkennen GWBN6,66,6 MetamPfl 78 Einerlei Organ kann als zusammengesetztestes Blatt ausgebildet und als Stipula in die größte Einfalt zurückgezogen werden .. Dadurch werden die mannichfaltigsten B-en der Pflanzen möglich GWBN8,81,18 Vortr VglAnatomie 3 Und so können wir hoffen .. sie [
die im Typus aufgestellten Knochenabteilungen] aufzufinden, ihre verschiedensten B-en unter einen Hauptbegriff zu bringen und auf diese Art die Vergleichung zu erleichtern GWBN8,31,21 VglAnatomie 7 Die botanische Wissenschaft macht uns die mannichfaltige B. der Pflanze und ihrer Theile von einer Seite bekannt, und von der andern Seite sucht sie die Gesetze dieser B. auf GWBN6,286,15u17 PhysiolPfl daß es der Natur dadurch .. allein möglich wäre, so mannichfaltige Gestalten hervorzubringen, daß die Bildung aus so vielen kleinen Theilen bestehe, auf welche sie wirkt .. und dadurch in den Stand gesetzt wird, theils himmelweit verschiedene B-en hervorzubringen, theils ganz nahe verwandte B-en durch eine ungeheure Kluft wieder zu trennen GWBN8,272,6u7 VersGestaltTiere GWBN8,42,2 VglAnatomie 7 GWBN8,18,26 VglAnatomie 4 GWBN6,287,5 PhysiolPfl
uö ‘Mannigfaltigkeit, Verschiedenheit der B(-en)’: Gestaltenfülle Wenn dadurch .. daß ein Knochen die seltsamsten .. Gestalten annehmen, und .. seine Nachbarn zu Annehmung seltener Gestalten determiniren kann, die große Mannichfaltigkeit der B-en entstehet, so wird die Bildung .. von der andern Seite höchst consequent GWBN8,274,12 VersGestaltTiere welche Willkür sie [
Gesneria flacourtifolia] in der Blattstellung .. sich erlauben dürfe .. daß jedes Blatt sein eigen Auge hinter sich habe, abhängig und unabhängig von seinen Nachbarn sich entwickeln könne, woraus denn die größte Mannichfaltigkeit der B. sich herschreibt GWBN6,334,19 Gesneria flacourtifolia Gespr(He2,165) Riemer 2.12.06
Sg generalisierend für die Gesamtheit der möglichen Gestaltvarianten Wir wollen versuchen uns durch das Labyrinth der thierischen B. an diesem Leitfaden [
Kompensationsgesetz] durchzuhelfen, und wir werden .. finden, daß er auch bis zu den formlosesten organischen Naturen hinabreicht GWBN8,16,28 VglAnatomie 4 Gibt es nicht einen schöneren Blick in den geheimnißreichen Bau der B., welche .. nach einem einzigen Muster gebaut ist, wenn wir .. fragen .. was wirkt ein allgemeines Element unter seinen verschiedenen Bestimmungen auf eben diese allgemeine Gestalt? GWBN7,222,22 Allg Vergleichungslehre Siehst du also dem einen Geschöpf besonderen Vorzug | Irgend gegönnt, so frage nur gleich, wo leidet es etwa | Mangel anderswo, und suche mit forschendem Geiste, | Finden wirst du sogleich zu aller B. den Schlüssel GWB3,90 MetamTiere 43 g
spezif Gestalt, Form einzelner Organismen, Organe od Organteile (Gestalt in Bezug gesetzt zu Zweckbestimmung, Umweltbedingungen, Größe, als Ausdruck best Grundtendenzen, Spiral- u Vertikaltendenz uä); charakterisiert als ‘merkwürdig’, ‘bedeutend’, ‘allerwundersamst’, ‘unbedeutend’, ‘ungestalt’, ‘charakterlos’, ‘schön’, ‘unangenehm’, ‘flügelartig’, ‘faserartig’, ‘aufgerichtet’, ‘gradaufsteigend’, ‘strack’, ‘starr’ uä jedes Organ [
der Pflanze] bringt auf seiner Stufe durch seine besondere Determinationen und, was es sich sowohl von innen als von außen zueignet, seine B. und seine Eigenschaften zu Wege GWBN7,339 Versuche übWachstum dPfl Es entsteht nämlich die Frage: ob Größe auf B., auf Form Einfluß habe? und inwiefern? GWBN8,40,17 VglAnatomie 7 Sobald die unbedeutenden oder ungestalteten B-en der Würmer, Mollusken und dergleichen, sich durch Metamorphose oder sonst zu einer entschiedenen Gestalt entwickeln, findet man den Körper in drey Hauptabtheilungen gesondert, welche verschiedene Lebensfuncktionen ausüben GWBN13,204,12 Morph Plp die einwärts gekehrte, einem Bischofsstabe ähnliche B. [
des Eschenzweigs] stellt eine höchst merkwürdige abnorme Monstrosität vor GWBN7,57,23 SpiralTend GWBN13,200,12 Morph Plp GWBN11,22,9 VersVermittlObjSubj GWBN8,37,26 VglAnatomie 7 GWBN8,215,1 UlnaRadius GWBN8,341 Morph Plp GWBN13,64,8 Morph Plp
uö veränderliche, ‘schwankende’, mobile, im Sinne der Metamorphosenlehre übergängliche, ‘lebendige’ Gestalt die Erfahrung lehrt uns, daß vollkommen ausgebildete Säugethiere über eine gewisse Größe
[] nicht hinausschreiten, und daß daher bei zunehmender Größe auch die B. anfange zu wanken und Ungeheuer auftreten GWBN8,41,7 VglAnatomie 7 Wir möchten dieses unstete Schwanken von einer mangelhaften, relativ-schwächlichen, wenn auch sonst in sich kräftigen Zahnung ableiten, wodurch dieses Geschlecht sich einer gewissen Willkür der B. bis zur Unform hinzugeben in Lockerheit gelassen ist GWBN8,248,8 SkelNagetiere Er [
der Zwischenkieferknochen] ist bei verschiedenen Thieren von sehr verschiedener Gestalt und verändert, je nachdem er sich vorwärts streckt, oder sich zurücke zieht, sehr merklich die Bildung. Sein vorderster .. Theil .. ist nach der Art des Futters eingerichtet, das die Natur dem Thiere bestimmt hat GWBN8,94,15 ZwKnoch 1784 Zwischenwerkzeuge [
zwischen Krone und Staubwerkzeugen] .. welche an Gestalt und Bestimmung sich bald dem einen, bald dem andern Theile nähern, und obgleich ihre B. höchst verschieden ist, sich dennoch meist unter einen Begriff vereinigen lassen: daß es langsame Übergänge von den Kelchblättern zu den Staubgefäßen seien GWBN6,51,8 MetamPfl 51 Allein es findet sich [
bei Jungius] auch nicht die geringste Spur dessen, was wir Metamorphose der Pflanzen genannt haben; keine Andeutung, daß ein Organ sich aus dem andern entwickele, durch Umgestaltung seine Verwandtschaft, seine Identität mit dem vorhergehenden verberge, verläugne, und sich in Bestimmung wie in B. in dem Grade verändere, daß keine Vergleichung nach äußeren Kennzeichen mehr mit dem vorhergehenden stattfinden könne GWBN7,113,5 Jungius Es hat sich .. in dem wissenschaftlichen Menschen zu allen Zeiten ein Trieb hervorgethan die lebendigen B-en als solche zu erkennen, ihre äußern sichtbaren, greiflichen Theile im Zusammenhange zu erfassen, sie als Andeutungen des Innern aufzunehmen und so das Ganze in der Anschauung gewissermaßen zu beherrschen GWBN6,8,21 Morph Einl GWBN6,52,17 u 53,2 MetamPfl 54 GWBN6,44,6 ebd 37
uö innere Struktur eines Organs da uns doch die vergleichende Knochenlehre zeigen wird, daß wir um einen deutlichen Begriff von der B. des Gehörorgans zu erhalten .. das Os petrosum ganz abgesondert vom Os temporum betrachten .. müssen GWBN8,36,24 VglAnatomie 7
‘innere B.’ für die Skelettform im Unterschied zur äußerl sichtbaren Gestalt wird .. augenfällig, warum diese Geschöpfe dickhäutig genannt sind, indem Haut und Fett, selbst im reinen Naturstand, die innere B. verhüllen und verstecken .. innerhalb dieser plump scheinenden Masse .. ein durchaus gegliedertes, bewegliches, manchmal zierliches Knochengestelle GWBN8,231,9 FaultDickh
Körperbau, Architektonik der Gestalt ich bedenke, daß ich nur von Schädeln zu reden habe. An ihrem Unterschiede, der den bestimmten Charakter der Thiere bezeichnet, kann man am stärksten sehen, wie die Knochen die Grundfesten der B. sind und die Eigenschaften eines Geschöpfes umfassen. Die beweglichen Theile formen sich nach ihnen, eigentlicher zu sagen mit ihnen GWB37,347,28 PhysiognFragm Es ist dieses [
der Zwischenkieferknochen] ein doppelter Knochen, der aus zwei völlig gleichen Hälften besteht, die an dem vorderen Ende der ganzen thierischen B. zusammenstoßen, und gleichsam den Schlußstein des ganzen Gebäudes machen GWBN8,174,25 AllgKnochLehre 1 Wem ist unbekannt, welche Entdeckungen im Körperbau des Menschen wir der Zootomie schuldig sind? .. Die menschliche B. aus sich selbst kennen zu lernen ist .. fast unmöglich, weil die Theile derselben in einem eigenen Verhältnisse stehen GWBN8,66,6 Vortr VglAnatomie 1 um nicht empirisch, nach der besonderen B. eines Geschöpfes das Gebäude der andern zu betrachten und zu beurtheilen GWBN8,267,7 VersGestaltTiere GWBN6,18,26 Morph Einl GWBN8,38,7 VglAnatomie 7 GWBB29,25,23 CFBurdach [25.1.18]
uö für den Gesamtorganismus iUz einzelnen Körperteilen wie die Theile, wenn sie im gesunden und lebendigen Zustand sich alle in einer wechselseitigen unaufhörlichen Wirkung umfassen .. so muß die B. selbst, wie in ihrer Grundbestimmung, so auch in ihren Abweichungen, durch einen wechselseitigen Einfluß hervorgebracht und determinirt werden GWBN8,75,21 Vortr VglAnatomie 2 GWBN8,272,2 VersGestaltTiere 2
mineralog-geol a
Kristallbildung, Entstehung, Entwicklung, Formierung eines Minerals od Gesteins Porphyr [
Überschr]. In dunkelrother Jaspismasse zur B. strebende Feldspatkrystalle, sechsseitig, tafel- und säulenartig, mit abgestumpften Kanten GWBN10,18,16 Porphyrartig Sie [
Bergkristalle aus Rußland] belehren mich auf dem Stützpunkte der Betrachtung, wie der so eigensinnige und hartnäckige Bergcrystall sich doch in seiner B. auf mehr als eine Weise bedingen und stören läßt GWBB32,101,11 Giesecke [22.11.19] K Die grüne ägyptische Breccie, bei welcher man gar wohl sehen kann, daß die Theile .. noch weich und bildsam, ja in der B. begriffen waren, als das Gestein solidescirte GWBN10,13,1 Porphyrartig sollte ein Band-Jaspis entstehen, aber zu viel fremde Theile hinderten die B. [< Bewegung] GWBN10,21,12 GestörteBildg GWBN9,24,26 JMüllerSammlg
uö ‘innere B.’, definiert als Anziehung des Gleichartigen sie [
die dynamische Erklärungsart] läßt .. im bereits Gebildeten noch eine innere B.,
d. h. eine Sammlung und Anziehung des Ähnlichen und Entsprechenden gelten GWBN10,79,16 Dynamism [ChHSchlosser/G]
‘schwankende B.’ In diesem [
zweiten Überschreiten des Granits in andere Formen] scheint eine schwankendere B. als in dem ersten statt zu haben. Was eben erst fixirt worden, wird durch neu eintretende Ursachen aufgehoben, verzehrt, gestört, neu hergestellt .. es gehört noch dem Dynamischen an; es ist keine Zerreißung und Ansetzung von außen, sondern ein inneres Aufgelös’t- und Neugebunden-Werden GWBN10,81,7 Dynamism [ChHSchlosser/G]
Entstehung aus einem Ausgangsgestein Ist man nun über die B. gewisser Laven aus Basalt eins geworden .. so wird sich das Ordnen und Benennen der Laven, die von andern Gesteinen abstammen, ebenfalls ergeben GWBN9,192,3 [Nose]
Entstehung von Gesteinsarten unter zeitl (erdgeschichtl) Aspekt Gebirgsarten der ältesten B., die .. die Unterlage des Flötztrapps ausmachen. 1. Granite .. GWBN10,101,3 GebirgsartenBöhm von Carlsbad .. Granit von neuerer B. welcher braune Thonartige Flecken enthält, die sich .. als völlig ausgebildete Chrystalle in sechsseitigen Tafeln darstellen GWBB19,196,11 Blumenbach 1.10.06 Warum sollte man denn dem Basalt, wie er auch entstanden sein möge, ungleiche Zeitepochen seiner B. abläugnen? GWBN9,185,15 Nose
uö b
(als Kristallisation verstandene) Entstehung, Gestaltung geol Formationen (Gesteinsmassen, Gänge), Gebirgsbildung, Gestaltung der Erdoberfläche, Erdentstehung; in Wiedergabe sowohl (mit der eigenen Auffassung übereinstimmender) neptunistischer wie (gegensätzl) vulkanistischer Erdentstehungstheorien; einmal ‘animalische B.’ für [] geol Formation durch fossile Ablagerung; mehrf in der frühen Beschäftigungsphase 82/84 [
aus Eisenach] Auf den Felsen bin ich fleisig herumgestiegen, und habe viel gefunden das mir taugt. Auch glaube ich ein ganz einfach Principium entdeckt oder vielmehr so angewendet zu haben daß es die B. der gröseren Steinmassen völlig erklärt GWBB6,308,22 Herder u Fr 20.6.84 Ich werde künftig weiter auszuführen Gelegenheit nehmen, warum ich auf die B. [> Gestaltung GWBN9,213,22] der Massen überhaupt, sowie auf die Gestaltung homogener oder heterogener Theile in der Masse, so vielen Werth lege GWBN9,375 MinGeol Var Physisch-chemische Wirkung. Bildung. Verwandtschaften. Krystallisation. Gegensatz der mechanischen Bildung. Schwere. Simultanes. Successives GWBN9,270,6u9 BildgErde [
Ausz aus Noses ‘Kritik der geol Theorie’ 1821] Wasser- und Feuerglaube .. Worauf gründen sich jene beiden Principien? Auf einem ursprünglich flüssig gewesenen Ursprung unseres Planeten .. Das älteste Princip erklärt die B. der festen Erdmassen durch Niederschläge aus einer wässrigen Flüssigkeit .. Das Andere nimmt eine warmflüssige Masse an GWBN9,391 Üb:Nose Boue .. setzt das Grundfeuer der B. der Erde voraus GWBN9,396 Üb:Nose Wie sich der Wasserspiegel senkt, finden drei Erscheinungen statt: Animalische Bildung. Trappformation. Vulkane. Aus der größten Tiefe bauen sich Corallen herauf .. Zuletzt die Schalthiere GWBN10,89,9 ChemKräfte GWBB5,308,3 ChStein 12.4.[82] GWBB6,303,2 ChStein 17.6.84 GWBN13,408,31 NatH Plp
uö c
resultativ: Kristallform, (auf kristalline Prozesse zurückgeführte) Erscheinungsform von Mineralien, äußere Gestaltphänomene an Mineralien; mehrf mBez auf die sog Karlsbader Doppel- od Zwillingskristalle; iVbdg mit Attr wie ‘regelmäßig’, ‘merkwürdig’, ‘eigen’, ‘kompliziert’, beschreibend: ‘kugel-’, ‘traubenförmig’, ‘stänglig’ vollkommene Krystalle, und zwar von sehr complicirter Bildung .. Es sind Doppelkrystalle, welche aus zwei in- und übereinander greifenden Krystallen zu bestehen scheinen, ohne daß man jedoch den einen ohne den andern einzeln denken könnte GWBN9,10,14 JMüllerSammlg Das merkwürdigste Vorkommen aber ist, wenn zwei solcher [
Doppel-]Krystalle einander durchkreuzen und zu dieser Form innig verbunden sind. Es entsteht alsdann eine der complicirtesten regelmäßigen B-en, die wir in der Krystallwelt kennen GWBN9,319 MinGeol Var danke schönstens für die neuerlich übersendeten höchst interessanten Kupferstufen. Auch diese kugel- und traubenförmigen B-en haben sich innerhalb einer lockern Gesteinsart erzeugt .. Diese Erscheinungen werden uns bey näherer Kenntniß der chemisch-elektrischen Operationen, durch welche die Natur bis in’s Innerste belebt und thätig ist .. erklärbar GWBB23,235,8 Trebra 6.1.13 Man findet ihn [
stänglichen Eisenstein] zufällig auf Feldern, Rändern, in Wegen in unförmlichen Kugeln, welche aufgeschlagen die stängliche B. zeigen GWBN10,254 MinGeol Plp GWBN10,224 VulkanRuß Var GWBN13,399,21 MinGeol Plp
uö Absonderungsform: als Kristallisation gedeutete primäre Gestaltung der Materie, (im Zit aus Nöggerath) bezogen auf die Absonderungsformen des Basalts; mit den Attr ‘säulenförmig’, ‘konzentrisch-schalig’, ‘ellipsoidisch’, ‘plattenförmig’ Alle Gebirgsarten vom ältesten Granit bis zur letzten Flötzschicht spalten sich in gewisse Formen .. Ziegelsteine, einem allzuheftigen Feuer ausgesetzt, trennen sich in säulenförmige B-en. Trennung der Masse zu Gestalten. Gestaltung der Masse in sich, krystallinisch. Krystallisation in Freiheit GWBN10,26,9 Gestaltg AnorgKörper GWBN9,198,15 u 202,17u25 u 204,11 u 206,5 Basaltsteinbr [Nöggerath]
(den Entstehungsprozeß widerspiegelnde) innere Struktur eines Gesteins: ‘porphyrartig’, ‘konglomeratisch’, auch ‘wundersam’, ‘merkwürdig’, ‘zufällig’ In den Bayreuther Marmorbrüchen kommt manchmal eine zufällige B. vor, die man .. ludus Helmontii nennt .. Es ist .. eine .. Marmorart, welche bei’m Solidesciren geschreckt und getrümmert, sogleich aber wieder durch Kalkspat zusammengefügt worden GWBN10,71,3 LudusHelmontii Der Trümmerachat ist eine unter dem Werden im Augenblick der schon sich bildenden Solidescenz gestörte Gangformation .. So auffallend auch dieses Phänomen sich erweis’t, so kommt es doch bei näherer Betrachtung anderer B., wenn schon nicht so entschieden, vor GWBN10,24,17 Trümmerachat Es lag mir damals mehr als je am Herzen, die porphyrartige B. gegen conglomeratische hervor zu heben GWB36,20,12 TuJ [
für: formation] GWBN13,397,3 Mawe,Expeditionen 1817
uö Textur eines Gesteins: ‘schiefrig’, ‘blättrig’ Er [
Granit] verändert sich in ein schiefriges Wesen .. Die schiefrige B. nimmt zu GWBN9,57,15 Marienbad Karlsbader und Ellbogner Granit. Feldspat-Überlagen. Übergang in den Gneis. Blättrige Bildung. Flasern GWBN10,117,16 Zinnformation GWBN10,124,3 Zinnformation
Gesteinsart Dicht am Granite kommt die Grauwacke vor, ein Name für viele B-en GWBN10,82,4 Dynamism [ChHSchlosser/G] d
äußere Gestalt geol Formationen, durch Lagerungsverhältnisse gekennzeichnete innere Struktur, Gestalt der Erdoberfläche Maillet war bei seinen vielen Küstenfahrten im mittelländischen Meere auf die B. der Felsen und Klippen, wie er sie an den Küsten fand, aufmerksam geworden GWBN13,302,14 MinGeol Plp In Zinnwalde nimmt dieselbe [
Zinn-] Formation eine ganz andere B. an: in Graupen waren die vertikalen Gänge bedeutend, die horizontalen nur hinzutretend, in Zinnwalde ist es umgekehrt; dort ist der Zinnreichthum horizontal gelagert GWBN10,119,24 Zinnformation Späterhin kamen wir auf das Bedeutungsvolle in der Form der Felsen und Gebirge für Bestimmung der Art des Gesteins, ja für die gesamte B. der Erdoberfläche Gespr(He3
1,262) Carus 21.7.21 B. des Erdkörpers [
in NatH der Besprechung von Kefersteins geol Kartenwerk vorangestellter Titel] GWBN9,216,1
uö geol Formation [
G-s Vorschläge zur Färbung v Kefersteins geognost-geol Deutschlandkarte] Der Hauptformation .. ertheilte man die Karminfarbe .. Den rothen Sandstein, eine höchst wichtige, meist nur in schmalen Streifen erscheinende B., bezeichnete man mit einem hervorstechenden Gelbroth GWBN9,218,12 Rez:Keferstein 3
materielle Naturschöpfung allg (prozessual u verdinglicht) Es geht nur daraus hervor, daß die Natur hüben und drüben der Ostsee wie überall in ihren B-en einfach und übereinstimmend verfahren sei GWBN10,91,11 UmherliegGranite GWBN9,348 AnLeonhard 25.11.07 Var [
Zit s v Bildungsfähigkeit Sp 712,38ff] E
als päd Begriff 1
umfassende innere Formung des Menschen, geistige od sittl Vervollkommnung, Persönlichkeitsbildung a
als Bestimmung, Prägung des in sich stabilen Individuums durch die bedingende Umwelt, die zeitl-örtl Bindung des Menschen (in dem übergeordneten Problemzusammenhang von Gesetz u Zufall); die Bildung des Menschen zugl in Bezug gesetzt zu seiner Wirkung nach außen Hierzu [
zur autobiogr Darstellung [] ] wird aber ein kaum Erreichbares gefordert, daß nämlich das Individuum sich und sein Jahrhundert kenne, sich, in wiefern es unter allen Umständen dasselbe geblieben, das Jahrhundert, als welches sowohl den Willigen als Unwilligen mit sich fortreißt, bestimmt und bildet, dergestalt, daß man wohl sagen kann, ein jeder, nur zehn Jahre früher oder später geboren, dürfte, was seine eigene B. und die Wirkung nach außen betrifft, ein ganz anderer geworden sein GWB26,8,3 DuW Vorw Man mag sich die B. und Wirkung der Menschen unter welchen Bedingungen man will denken, so schwanken beide durch Zeiten und Länder, durch Einzelnheiten und Massen, die proportionirlich und unproportionirlich auf einander wirken; und hier liegt das Incalculable, das Incommensurable der Weltgeschichte. Gesetz und Zufall greifen in einander GWBN3,134,1 FlH III b
als Formung, Prägung des Menschen durch Erziehung, Vorbild, ‘Beispiel’, Erfahrungen, Erlebnisse uä (selten aktivisch, meist als allgemeine Zielvorstellung od resultativ); konnotiert als Erschließung angeborener Fähigkeiten, (sich im Handeln manifestierende) sittl Vervollkommnung, negativ als (das natürl Entwicklungspotential zerstörende) Fehlsteuerung des Menschen; in Vbdgn wie ‘inner(lichst)e, eigentlich(st)e, hohe, höhere, wahre, reine, menschliche B.’ Der zur Vernunft geborene Mensch bedarf noch großer B., sie mag sich ihm nun durch Sorgfalt der Eltern und Erzieher, durch friedliches Beispiel oder durch strenge Erfahrung nach und nach offenbaren GWB48,191,4 MuR(469) [
Abbé:] wem es lebhaft und gegenwärtig ist, welche unendliche Operationen Natur und Kunst machen müssen, bis ein gebildeter Mensch dasteht, wer selbst so viel als möglich an der B. seiner Mitbrüder Theil nimmt, der möchte verzweifeln, wenn er sieht, wie freventlich sich oft der Mensch zerstört GWB23,13,11 Lj VII 2 [
der Abbé zu Wilh:] alles, was uns begegnet, läßt Spuren zurück, alles trägt unmerklich zu unserer B. bei; doch es ist gefährlich, sich davon Rechenschaft geben zu wollen GWB23,4,23 Lj VII 1 ihre [
Makaries] trefflichen Eltern wendeten alles auf ihre B.; alle Fähigkeiten wurden an ihr lebendig, alle Thätigkeiten wirksam, dergestalt daß sie allen äußeren Verhältnissen zu genügen wußte, und, indem ihr Herz, ihr Geist ganz von überirdischen Gesichten erfüllt war, doch ihr Thun und Handeln immerfort dem edelsten Sittlichen gemäß blieb GWB25
1,281,8 Wj III 15 [
Wilh:] Wehe jeder Art von B., welche die wirksamsten Mittel wahrer B. zerstört, und uns auf das Ende hinweis’t, anstatt uns auf dem Wege selbst zu beglücken! GWB23,138,2 Lj VIII 1 [
Alphons:] Ein edler Mensch kann einem engen Kreise | Nicht seine B. danken. Vaterland | Und Welt muß auf ihn wirken. Ruhm und Tadel | Muß er ertragen lernen. Sich und andre | Wird er gezwungen recht zu kennen Tasso 294 Tasso 100 GWB23,212,16 Lj VIII 5 GWB27,251,28 DuW 9 GWBB31,147,15 JFHSchlosser 17.5.19
uö als Prägung durch komplexe kulturelle Einflüsse, Denkrichtungen, Traditionen od deren Träger; in bes Hervorhebung der Bedeutung von Antike u Christentum als Vermittler zentraler Bildungsinhalte (‘höhere Menschheit’, ‘Menschlichkeit’, ‘höchste Sittlichkeit’) daß jeder, der von Jugend an seine B. den Griechen und Römern verdankt, nie ein gewisses antikes Herkommen verläugnen .. wird .. Eben so wenig können wir die B. verläugnen, die wir von der Bibel hergenommen haben .. Daß wir sie näher fühlen, kommt daher, weil sie auf Glauben und höchste Sittlichkeit wirkt, da andere Literaturen nur auf Geschmack und mittlere Menschlichkeit hinleiten GWB41
1,137,16u23 KlassRomantItal Eine Zeitlang hielt mich Plotin noch fest: denn diese Sinnesart war doch mit dem auf das Judenthum gepflanzten Christenthum, dem ich doch auch den größten Theil meiner B. schuldig war, gepflanzt GWB27,382,20 DuW 6 Var denen, die .. ihre Augen .. nach dem Alterthum wenden, wo ganz allein für die höhere Menschheit und Menschlichkeit reine B. zu hoffen und zu erwarten ist GWB41
2,63,11 Eurip,Phaethon Nachtr GWBB35,25,6 Voß dJ 22.7.21 K GWB41
1,111,28 DtSprache Gespr Eckerm 14.3.30
uö c
als Entwicklung, Vervollkommnung des eigenen Inneren, Ausbildung der Persönlichkeit (als individuelle Zielsetzung, Forderung an sich selbst, mehrf definitorisch u in verallgemeinernden bildungstheoret Äußerungen); parallel zu ‘Veredelung’, ‘Vervollkommnung’, ‘Fortschreitung’, ‘Vollendung’, ‘Geisteserhebung’, ‘Entwicklung’, iUz ‘Roheit’; iVbdgn wie ‘innere, hohe, höhere, wahre, menschliche, reinere, vollendete, vollkommene, wünschenswerteste, produktive, nacheifernde, schnellere, stetige, folgerechte, fortschreitende, ernste, gründliche B.’ Er [
Wilh] wußte nicht, daß es die Art aller der Menschen sei, denen an ihrer innern B. viel gelegen ist, daß sie die äußeren Verhältnisse ganz und gar vernachlässigen GWB23,116,27 Lj VII 8 meine Gegner aus Gründen .. Da es mir .. mit meiner B. ernst war und ich an meiner Veredelung unablässig arbeitete, so war ich im beständigen Fortstreben begriffen, und es ereignete sich oft, daß sie mich wegen eines Fehlers tadelten, den ich längst abgelegt hatte Gespr Eckerm 14.4.24 Er [
Wilh] überzeugte sich, daß er nur auf dem Theater die B., die er sich zu geben wünschte, vollenden könne .. GWB22,146,28 Lj V 2 [
Wilh üb den Landgeistlichen:] Von welchem Irrthum kann der Mann sprechen? .. als von dem .. daß ich da B. suchte, wo keine zu finden war, daß ich mir einbildete ein Talent erwerben zu können, zu dem ich nicht die geringste Anlage hatte GWB23,123,4 Lj VII 9 Diejenigen Menschen die nichts weiter verlangen als dasjenige, was Welt und Natur gleichsam von selbst geben, sind am besten dran und gewinnen meistens den Vorsprung vor denen, welche Forderungen einer höhern B. an sich und andre [
Korr GWBB30,273] machen, und welchen der Vorschmack höherer Genüsse in ihr Inneres eingepflanzt ist GWBB20,239,8 Willemer 5.12.08 GWB23,213,3 Lj VIII 5 GWB40,275,21 Rez:Voß,Ged [
Zit Sp 684,41 f
s v gebildet] GWBB35,371 Tischbein [17.]12.21 K [
Zit Sp 714,10ff
s v bildungslustig]
uö als Aneignung des Naturgemäßen, ‘originelle B.’, ‘B. aus und an der Natur’ Ein Eklektiker aber ist ein jeder, der aus dem, was ihn umgibt, aus dem, was sich um ihn ereignet, sich dasjenige aneignet, was seiner Natur gemäß ist; und in diesem Sinne gilt alles, was B. und Fortschreitung heißt, theoretisch oder praktisch genommen GWB42
2,187,23 MuR(649) Was er [
Giordano Bruno] uns hinterlassen .. reizt uns .. ungemein, insofern wir streben uns eine originelle B. zu geben, denn es ist nicht leicht ein lebhafterer Apostel der Originalität, der unmittelbaren B. aus und an der Natur GWBB22,309,21u23 JFHSchlosser 31.3.12
durch die Überwindung individueller Eigentümlichkeiten, der ‘Natur-Tendenz’ was wäre alle B., wenn wir unsere natürlichen Richtungen nicht wollten zu überwinden suchen Gespr Eckerm 2.5.24
unter dem Beschränkungsaspekt: Selbstbeschränkung, Spezialisierung als grundlegende Voraussetzung der Selbstvervollkommnung, [] Grundlage, Ausgangspunkt umfassender Bildung; im übergeordneten Problemzusammenhang von Gesetz u Freiheit So ist’s mit aller B. auch beschaffen. | Vergebens werden ungebundne Geister | Nach der Vollendung reiner Höhe streben. | Wer Großes will muß sich zusammen raffen. | In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister, | Und das Gesetz nur kann uns Freiheit geben GWB13
1,84,12 Was wir bringen = 4,129 Natur u Kunst 9 Allem Leben, allem Thun, aller Kunst muß das Handwerk vorausgehen, welches nur in der Beschränkung erworben wird. Eines recht wissen und ausüben gibt höhere B. als Halbheit im Hundertfältigen GWB24,227,6 Wj I 12 Jede B. ist ein Gefängnis, an dessen Eisengitter Vorübergehende Ärgernis nehmen .. der Sichbildende, darin Eingesperrte, stößt sich selbst, aber das Resultat ist eine wirklich gewonnene Freiheit Gespr(Bi2,524) nach Laube 1817/21 Gespr(He2,242) Riemer 24.7.07 GWBB29,228,9u22 Schubarth 8.7.18 Gespr(He2,61) Meyer [17.]4.06
uö durch das Mittel der reflektierenden Vergegenwärtigung des eigenen od eines fremden (symbolhaft über sich hinausdeutenden) Entwicklungsganges, der Wirkung in einer spezif Umgebung Für den Künstler, wie für den Menschen, ist eine geschichtliche Ansicht verwandter Zustände zu schnellerer B. höchst vortheilhaft .. Nur erst spät wird er seine Geschichte gewahr und lernt einsehen, wie viel weiter ihn eine stetige B. nach einem geprüften Leitfaden hätte führen können GWB46,10,15u26 WinckelmVorr was eine Spiegelung im Sittlichen heißen wolle, hat ein jeder schon, wenn auch unbewußt, an sich selbst erfahren und wird, sobald er erst aufmerkt, fassen und begreifen, wie viel er ihr im Leben zu seiner B. schuldig geworden GWB41
2,301,22 Anz:Globe Der deutsche Dichter [
G], bis in’s hohe Alter bemüht, die Verdienste früherer und mitlebender Männer sorgfältig und rein anzuerkennen, indem er dieß als das sicherste Mittel eigener B. von jeher betrachtete GWB42
1,100,11 AndenkByrons GWBB29,122,9 Schubarth [2.4.18] K
uö im Topos des lehrend Lernenden da .. die jüngeren [
Professoren] eigentlich nur lehren, um zu lernen, und noch dazu, wenn sie gute Köpfe sind, dem Zeitalter voreilen, so erwerben sie ihre B. durchaus auf Unkosten der Zuhörer GWB27,54,18 DuW 6 GWB23,131,16 Lj VIII 1
durch rezeptive Vorgänge, Kenntniserwerb; auch unter Hervorhebung der Bedeutung des privaten Sammlungsbesitzes Ich war stets aufmerksam auf diejenigen Puncte der Welt-, Kunst- und Culturgeschichte, wo ich mich immermehr vergewissern konnte, hier sey eine hohe wahre menschliche B. zu gewinnen GWBB49,263,12 Zahn 10.3.32 Mir ist der Besitz nöthig, um den richtigen Begrif der Objecte zu beckommen. Frey von den Täuschungen, die die Begierde nach einem Gegenstand unterhält, läßt erst der Besitz mich ruhig und unbefangen urtheilen. Und so liebe ich den Besitz, nicht der beseßnen Sache, sondern meiner B. wegen, und weil er mich ruhiger macht Gespr Kanzl Müller 23.10.12 GWBB47,185,20 Cancrin 15.8.30 GWB34
1,129,1 KuARheinMain
uö in geistiger Gemeinsamkeit, Wechselwirkung mit anderen ward ich in jene Zeiten zurückgeführt, wo wir uns zu einer ernsten gemeinsamen B. verpflichtet fühlten, wo wir .. dem faßlich Wahren nachstrebten, das Schönste und Herrlichste, was die Welt uns darbot, zu Auferbauung unsres willigen sehnsüchtigen Innern, zu Ausfüllung einer stoff- und gehaltbedürftigen Brust, auf das treulichste und fleißigste zu gewinnen suchten GWBB47,303,13 WHumboldt 19.10.30 GWBB25,313,20 ChHSchlosser 26.2.15 K Beilage zum 5.5.15 K GWB13
1,73,19 Was wir bringen
uö d
Verlauf, Gang einer individuellen Ausbildung, aktuelles Bildungsgeschehen od (überwiegend) individuelle Entwicklungsgeschichte; parallel zu ‘Fortschreiten’, ‘Wachstum’, ‘Leben’ daß ich von meiner B. im Zusammenhange nicht sprechen könnte, wenn ich nicht der frühen Vorzüge des Weimarischen, für jene Zeiten hochgebildeten Kreises dankbar gedächte, wo Geschmack und Kenntniß, Wissen und Dichten gesellig zu wirken sich bestrebten, ernste gründliche Studien und frohe rasche Thätigkeit unablässig mit einander wetteiferten GWBN6,103,10 BotanStudien daß .. in der Auswahl der noch unbekannten Arbeiten .. in Stellung und Anordnung .. darauf gesehen worden, des Verfassers Naturell, B., Fortschreiten und vielfaches Versuchen nach allen Seiten hin klar vor’s Auge zu bringen GWB42
1,117,12 Anz:Ausg l.H. könnten Sie mir einen .. Gefallen erzeigen, wenn Sie mir nur ganz kurz, nach den Jahren, eine kleine Skizze Ihres Lebens, Ihrer B., Ihrer Schriften, Ihrer Thätigkeit und Ihrer Reise senden möchten GWBB19,298,5 AHumboldt 3.4.07 Zu einer Zeit, wo ich das Wagestück unternehme mir und Andern von dem Gange meiner B. Rechenschaft zu geben, kann nichts aufmunternder .. seyn als von verehrten Personen zutraulich zu vernehmen, daß sie mir ihre Theilnahme nicht entziehen GWBB22,232,16 Przin Solms 30.12.11 GWB23,212,10 Lj VIII 5 GWBB33,275,14 Schultz 1.10.20 GWBB11,129,21 Meyer 22.7.96 GWBB23,136,14 Cotta 12.11.12
uö Epoche, Phase einer individuellen Bildung Bei einem sehr weiten Gesichtskreise hatte Schiller seinen Arbeitskreis nicht übermäßig ausgedehnt. Die Epochen seiner B. sind entschieden und deutlich; die Werke .. wurden in einem kurzen Zeitraume vollendet GWB41
1,97,7 Anz:Werke 1816 Das Leben jedes bedeutenden Menschen .. läßt sich in drei Epochen theilen, in die der ersten B., in die des eigenthümlichen Strebens, und in die des Gelangens zum Ziele, zur Vollendung GWBN3,244,8 FlH V GWB28,95,5 DuW 12 GWBTgb 27.6.07
uö ‘Stufe(n) der B.’ der Mensch kann sich nicht versagen nach seiner Art wirken zu wollen, er versucht es erst unbewußt, ungebildet, dann auf jeder Stufe der B. immer bewußter GWB36,247,25 BiogrEinzh Bekanntsch mitSchiller 1794 Die größte Achtung, die ein Autor für sein Publicum haben kann, ist, daß er niemals bringt was man erwartet, sondern was er selbst auf der jedesmaligen Stufe eigner und fremder B. für recht und nützlich hält GWB42
2,116,12 MuR(77) GWBN6,217,3 MuR(393) GWBB25,103,3 Cotta 21.12.14 GWBB46,11,10 Carlyle 6.7.29 GWB29,243 DuW Schema
uö e
als Qualifikation, Befähigung zu etw, individuelles Vermögen, persönl Vorzug, Besitz (mehrf im Negativbefund ‘Mangel an B.’); insbes als Durchdringungs- u Einsichtsvermögen, Urteils- od (definitorisch) Rezeptionsfähigkeit, Fähigkeit zur Objektivierung, zur Steuerung der Affekte; mehrf ‘Natur’, ‘Naturell’, ‘Anlage’ u ‘Bildung’ (als Persönlichkeitskonstituenten) koordiniert u gegenübergestellt, parallel zu ‘Einsicht’, ‘Kenntnis(se)’, ‘Belesenheit’, ‘Wissen’; iVbdgn wie ‘große, höhere, zunehmende, wachsende, gereifte, reife, vollendete, verhältnismäßige, natürliche, innere, gute, schöne, reiche, feinste, durchgreifende, solide B.’ Es gehört große B. dazu um einzusehen was vor uns geschehen ist. Eine noch größere was neben uns geschieht. Die höchste reicht nicht in die Einsicht der Zuk[unft] GWBN5
2,260,25
[] Fl Plp Alle Menschen guter Art empfinden bei zunehmender B., daß sie auf der Welt eine doppelte Rolle zu spielen haben, eine wirkliche und eine ideelle, und in diesem Gefühl ist der Grund alles Edlen aufzusuchen .. GWB28,26,21 DuW 11 Wer .. etwas Großes machen will, muß seine B. so gesteigert haben, daß er gleich den Griechen im Stande sey, die geringere reale Natur zu der Höhe seines Geistes heranzuheben, und dasjenige wirklich zu machen, was in natürlichen Erscheinungen, aus innerer Schwäche oder aus äußerem Hinderniß, nur Intention geblieben ist Gespr Eckerm 20.10.28 Auf zweierlei Weise kann der Geist höchlich erfreut werden, durch Anschauung und Begriff. Aber jenes erfordert einen würdigen Gegenstand, der nicht immer bereit, und eine verhältnißmäßige B., zu der man nicht gerade gelangt ist GWB27,164,6 DuW 8 Sich mitzutheilen ist Natur; Mitgetheiltes aufzunehmen wie es gegeben wird, ist B. GWB20,239,19 Wv II 4 OttiliensTgb Ja diese Wünsche [
nach Gold, Gesundheit, langem Leben] müssen leidenschaftlich in der menschlichen Natur gleichsam wüthen und können nur durch die höchste B. in’s Gleichgewicht gebracht werden GWBN3,208,6 FlH IV so finde ich hier den Keim .. der Verachtung des Publicums, die mir eine ganze Zeit meines Lebens anhing und nur spät durch Einsicht und B. in’s Gleiche gebracht werden konnte GWB26,73,14 DuW 2 GWB3,314 ZXen V 1194 GWB27,404,4 DuW 10 Plp N3,VII,5 FlH Einl GWB41
1,149,25 Rez: Arnold,Pfingstmontag GWB7,134,15 DivNot
teleolog: ‘zweckmäßige B.’, ‘B. zu jdm/etw’ Zum Beobachter gehört natürliche Anlage und zweckmäßige B. GWBN11,42,21 BeobachtgDenken GWBB38,185,23 Reinhard 5.7.24
uö ‘B. mitteilen’; Wissen, Kenntnisse, Erfahrung vermitteln Und so fahren auch Sie fort, sich selbst gewissenhaft zu bilden und B. gewissenhaft mitzutheilen GWBB36,297,20 Zauper 2.2.23 GWB26,49,24 DuW 1 GWB27,385,11 DuW Plp
‘vielseitige, allgemeine, vollkommene, mannigfaltige B.’: iS einer universellen Bildung; ambivalent bewertet: positiv als Grundlage spezialisierten Könnens, krit gegenüber der zeitgenöss Forderung nach Allgemeinbildung [
Wilh:] Man hat aber doch eine vielseitige B. für sehr vortheilhaft und nothwendig gehalten. — [
Montan:] Sie kann es auch sein zu ihrer Zeit .. Vielseitigkeit bereitet eigentlich nur das Element vor, worin der Einseitige wirken kann, dem eben jetzt genug Raum gegeben ist GWB24,50,20 Wj I 4 Narrenpossen, sagte er [
Jarno], sind eure allgemeine B. und alle Anstalten dazu. Daß ein Mensch etwas ganz entschieden verstehe, vorzüglich leiste, wie nicht leicht ein anderer in der nächsten Umgebung, darauf kommt es an GWB25
1,59,15 Wj II 11 Der echte Deutsche bezeichnet sich durch mannichfaltige B. und Einheit des Charakters GWB42
2,238,6 MuR(976) GWB24,54,6 Wj I 4 GWBB36,149,12 Maria Paulowna 6.9.22 K
uö als vordergründige Verstandeskultur iUz ‘Geist’, ‘Seele’ Diese junge Frau war nicht ohne B., doch fehlte es ihr gänzlich an Geist und Seele [Es fehlte Madame Melina nicht an einer Art von Verstand, nur war ihr Geist und Witz nicht ausgebildet GWB51,216,13ff ThS III 5] GWB21,168,28 Lj II 5
erreichter Bildungsstand, Bildungsniveau; ‘vollendete, höchste B.’ (mit besonderer Betonung des Wertaspekts) in ihrer epochalen Wirkung [
Jarno zu Wilh:] Es ist gut, daß der Mensch, der erst in die Welt tritt, viel von sich halte, daß er sich viele Vorzüge zu erwerben denke .. aber wenn seine B. auf einem gewissen Grade steht, dann ist es vortheilhaft, wenn er sich in einer größern Masse verlieren lernt .. seiner selbst in einer pflichtmäßigen Thätigkeit zu vergessen. Da lernt er erst sich selbst kennen, denn das Handeln eigentlich vergleicht uns mit andern GWB23,119,27 Lj VII 9 Er [
der Mensch] bedarf der Klarheit und der Aufheiterung, und es thut ihm noth, daß er sich zu solchen Kunst- und Literatur-Epochen wende, in denen vorzügliche Menschen zu vollendeter B. gelangten, so daß es ihnen selber wohl war, und sie die Seligkeit ihrer Cultur wieder auf Andere auszugießen im Stande sind Gespr Eckerm 3.10.28 [
anläßl eines Besuchs der Großfstin Catharina, einer Schwester Maria Paulownas, in Weim] kann nichts tröstender seyn als die Gegenwart solcher Personen, die auf den obersten Stufen des irdischen Daseyns, der höchsten B. theilhaft geworden, deren Eigenschaften uns die tröstliche Versicherung einflößen, daß Vernunft und Menschlichkeit die Oberhand behalten und ein klarer Sinn das vorübergehende Chaos bald wieder regeln werde GWBB24,34,19 Leonhard 16.11.13 Gespr Eckerm 18.7.27 GWB25
1,83,1 Wj III 3 GWBB49,387,14 Cattaneo [26.11.31] K
uö 2
spezieller: Bildung des Herzens, des Charakters, des Geistes, des Geschmacks, ästhetische, moralische, sittliche, gesellige, äußere Bildung, Bildung ‘für die Welt’; vereinzelt Schulung des Körpers, Sprachausbildung So viel Kindisches in dem Vorgang [
Liebe zu dem älteren Sohn des Hofmarschalls] war, so viel trug er zur B. meines Herzens bei GWB22,266,15 Lj VI Schöne Seele Diese Reise gereichte mir zu mancherlei Belehrung und Belebung, die mir aber mehr in der Kenntniß seines [
Lavaters] Charakters als in der Reglung und B. des meinigen zu Theil ward GWB28,271,16 DuW 14 daß es bey den Wissenschafften mehr auf die B. des Geists der sie behandelt als auf die Gegenstände selbst ankommt GWB42
2,506,30 Plp Sie [
die beiden Theaterfreunde] waren, was die Aufführung Hamlets betraf, mit Wilhelmen nicht bei allen Stellen einig; hie und da gab er nach, meistens aber behauptete er seine Meinung, und im Ganzen diente diese Unterhaltung sehr zur B. seines Geschmacks GWB22,184,9 Lj V 8 Auf eigene moralische B. loszuarbeiten, ist das Einfachste und Thu[n]lichste was der Mensch vornehmen kann; der Trieb dazu ist ihm angeboren; er wird durch Menschenverstand und Liebe dazu im bürgerlichen Leben geleitet, ja gedrängt GWB29,27,9 DuW 16 Bei seinem redlichen, tüchtig bürgerlichen Ernst war es ihm [
Zelter] eben so sehr um sittliche B. zu thun, als diese mit der ästhetischen so nah verwandt, ja ihr verkörpert ist, und eine ohne die andere zu wechselseitiger Vollkommenheit nicht gedacht werden kann GWB35,157,11 TuJ wenn der Sohn, nach dem frühen Tode des Vaters, keine so bequeme, so begünstigte Jugend hat, so gewinnt er vielleicht eben deßwegen an schnellerer B. für die Welt, durch zeitiges Anerkennen, daß er sich in andere schicken muß, was wir denn doch früher oder später alle lernen müssen GWB20,346,9 Wv II 12 Ein junger Mann von guter Familie mit hinreichendem Geist und Zartsinn und genugsamer äußeren B., wie sie aus dem Umgange mit vollendeten Menschen der höheren und höchsten Stände hervorgeht, wird den Tasso nicht schwer finden Gespr Eckerm 10.1.25 GWBB15,4,24 Jacobi 2.1.00 GWB22,338,5 Lj VI GWB13
2,241,13 VorspEröffn HbgTheat Schema GWB47,300,18 ÜbDilettantism Schema
uö ‘B. aller Kräfte’ ich höre sie [
die Sänger] von weiten: | .. Mit gewalt’gen Götterschlägen | Rufen sie zu Recht und
[] Pflichten | Und bewegen, | Wie sie singen, wie sie dichten, | Zum erhabensten Geschäfte, | Zu der B. aller Kräfte
2) GWB2,25 Deutscher Parnaß 57 3
im engeren Sinne päd a
Kindeserziehung, päd Einwirkung auf das Kind, planmäßige Steuerung der kindl-jugendl Entwicklung, Entfaltung der Gefühls- u Geisteskräfte (zugl als vom Kind erstrebtes Ziel); mehrf in der Negation; neben ‘Erziehung’, iUz ‘Belehrung’ Das Kind, an und für sich betrachtet, mit Seinesgleichen und in Beziehungen die seinen Kräften angemessen sind, scheint so verständig, so vernünftig, daß nichts drüber geht, und zugleich so bequem, heiter und gewandt, daß man keine weitre B. für dasselbe wünschen möchte. Wüchsen die Kinder in der Art fort, wie sie sich andeuten, so hätten wir lauter Genies; aber das Wachsthum ist nicht bloß Entwickelung GWB26,110,18 DuW 2 ich habe .. dir in deinem Knaben gutes und liebes erzeigt. Ich hab ihn gewärmt und weich gelegt, mich an ihm ergötzt und seiner B. nachgedacht GWBB5,199,18 ChStein 1.10.81 [
Elmire:] Ich habe immer mehr für mich gelebt, als für andre, und meine Gefühle, meine Ideen, die sich durch eine frühzeitige B. entwickelten, machten von jeher das Glück meines Lebens GWB38,76,23 ErwElm
1 das liebe Kind [
Mignon] .. Was that ich zu seiner B., nach der es so sehr strebte? Nichts! Ich überließ es sich selbst und allen Zufälligkeiten, denen es, in einer ungebildeten Gesellschaft, nur ausgesetzt sein konnte GWB23,140,17 Lj VIII 1 [
Jungfrau:] Nennst du den reich, der fremde Kinder nährt? [
Evadne:] an ihrer [
Antiopes] Seite, wuchs er [
Elpenor] schnell hervor und er gehört nun ihr durch Lieb und B. GWB11,371,17 Elp
1 I 1 GWBB22,184,23 Nicolovius 20.10.11 GWBB28,292,1 Meyer 28./29.10.17 GWB53,346 Zweite Epist Plp Vs 2
uö b
Erziehung im Rahmen päd Veranstaltungen (häusl od schulischer Unterricht), in nach best Prinzipien arbeitenden päd Anstalten (päd Provinz in Wj), Kenntnisvermittlung, Lehre; wiederholt zielgerichtet: Erziehung auf eine best Lebensposition hin (Fürstenerziehung, standesgemäße Erziehung); auch als ‘allgemeine, allgemein höhere B.’ entbot [
ich] Ihnen eine Stelle unter meinen Hausgenossen, mit dem Wunsch, daß Sie an der B. meines Sohns Theil nehmen möchten GWBB32,198,7 Riemer 19.3.20 K Der Graf Orlow Denisow .. wünscht einen Mann, der der Erziehung seiner Kinder vorstehe .. Die mathematischen, sowohl theoretischen als praktischen Wissenschaften werden vor allen Dingen gefordert und sodann alles erwartet, was zur B. junger Standespersonen gehört GWBB24,264,20 Eichstädt 11.5.14 Beilage [
Vorschläge für den Philosophieunterricht des siebzehnjährigen Prinzen CarlAnt vHohenzSigm] ein Privatissimum .. wo der sinnige Denker durch Vortrag, Gespräch, Befragung, vor- und rückwärts gehend, zu einer allgemeinen ja vollständigen B. eines jungen Mannes redlich beytragen könnte GWBB44,360,19 Bachm [7.4.28] K [
Lenardos Rede vor dem Auswandererbund:] den Lehrstand .. findet ihr gleichfalls in fortdauernder Bewegung, ein Katheder um das andere wird betreten und verlassen, um den Samen eiliger B. ja nach allen Seiten hin reichlich auszuspenden GWB25
1,185,5 Wj III 9 GWB20,277,23 Wv II 7 GWBB24,47,16 Dittrich 15.11.13 K GWB53,189,28 Üb verschZweige hiesiger Tätigk
uö Ausbildung in einem speziellen Unterrichtsfach3) Wilhelm, der hier abermals ein Beyspiel ausschließlicher B. und Lebensleitung [ausschließlicher Beschäftigung und, wie ihm bei aller Breite scheint, beschränkter Lebensleitung GWB25
1,3,16ff] erfährt, wünscht zu wissen, worinn man die Zöglinge sonst noch [
außer in der Pferdezucht] übe GWB25
2,119 Wj II 8 Var [
Wilh im Bezirk der Instrumentalmusik der päd Provinz] konnte kein Zweifel übrig bleiben daß auch dieser [
der Gesang] begünstigt werde. Auf eine Frage sodann was noch sonst für eine B. sich hier freundlich anschließe, vernahm der Wanderer: die Dichtkunst sei es, und zwar von der lyrischen Seite GWB25
1,7,7 Wj II 8
Stufe im Bildungsprozeß, erreichtes Bildungsniveau4) [
Wilh zum Aufseher der päd Provinz:] Ich sehe wohl, daß diese Gebärden, diese Stellungen Grüße sind, womit man Sie empfängt. — Ganz richtig, versetzte jener, Grüße, die mir sogleich andeuten, auf welcher Stufe der B. ein jeder dieser Knaben steht GWB24,233,14 Wj II 1 [
der Aufseher der päd Provinz zu Wilh:] nur zu gewissen Zeiten des Jahrs läßt man die Zöglinge, den Stufen ihrer B. gemäß, dort [
bei den Heiligtümern] eintreten, um sie historisch und sinnlich zu belehren GWB24,238,26 Wj II 1
Stufe des Unterrichts, Unterrichtsniveau [
der Aufseher der päd Provinz:] bei uns ist der Gesang die erste Stufe der B. [Ausbildung
Var], alles andere schließt sich daran und wird dadurch vermittelt. Der einfachste Genuß, so wie die einfachste Lehre werden bei uns durch Gesang belebt und eingeprägt GWB24,235,16 Wj II 1 [
Schubarth war Lehrer am Gymnasium in Hirschberg geworden] beobachten Sie ja recht genau was für eine Höhe von B. [welchen Niveau von B. GWBB49,433,4] Ihr Kreis eigentlich bedarf und verlangt. Alles Voreilige schadet, die Mittelstufen zu überspringen ist nicht heilsam .. Indessen ist es [zwar] schwer, aber doch nicht unmöglich, den Menschen auf den eigentlichen Punct, wo er praktisch wirken kann und soll, zurückzuführen; ich kenne jetzt keine andere Pädagogik GWBB49,235,6 Schubarth 14.2.32 c
kindl-jugendl Entwicklung (unter elterl od päd Leitung), selbständiger Kenntniserwerb des jungen Menschen; parallel zu ‘Entwicklung’, ‘Lernen’, ‘Wachstum’ [
Hzg:] Gefühl des Vaters, der entzückt, | .. Sich an Entwicklung wunderbarer Kräfte, | Sich an der B. Riesenschritten freut GWBNatT 1306 Der Knabe nimmt seine B. aus Schriften, die ohngefähr gleiches Alter mit ihm haben, der Jüngling aus gleichzeitigen GWB28,359,7 DuW Plp In einer ansehnlichen Stadt geboren und erzogen, gewann ich meine erste B. in der Bemühung um alte und neuere Sprachen, woran sich früh rhetorische und poetische Übungen anschlossen. Hiezu gesellte sich übrigens alles was in sittlicher und religiöser Hinsicht den Menschen auf sich selbst hinweis’t GWBN6,98,13 BotanStudien GWB27,22,10 DuW 6
uö 4
Künstlerbildung, vereinzelt für die ästhetische Bildung des Kunstliebhabers a
aktivisch od als kunstdidaktische Zielsetzung: ästhetische, praktische Ausbildung des Künstlers, steuernde, fördernde Einwirkung, Schaffung einer best (kunsttheoret begründeten) Disposition; mehrf in der Diskussion um den Vorrang von Begabung (‘Naturell’) od Bildung Rede bey Eröffnung der Londner Akademie von Reynolds [
am 2.1.69]. Enthält fürtreffliche Erinnerungen eines Künstlers, über die B. iunger Mahler; er dringt besonders auf die Correcktion, und auf das Gefühl der Idealischen stillen Größe. Er hat recht. Genies werden dadurch unendlich erhaben, und kleine Geister wenigstens etwas GWB37,101,11 Ephem [
Wilh:] Sollte .. nicht .. ein glückliches Naturell, als das Erste und Letzte, einen Schauspieler, wie jeden andern Künstler, ja vielleicht wie jeden Menschen, allein zu einem so hochaufgesteckten
[] Ziele bringen? [
der Geistliche:] Das Erste und Letzte .. möchte es wohl sein und bleiben; aber in der Mitte dürfte dem Künstler manches fehlen, wenn nicht B. das erst aus ihm macht, was er sein soll, und zwar frühe B. GWB21,191,3u5 Lj II 9 der damals [
unter den Schauspielern] überhand nehmende Natur- und Conversationston .. Ich aber benutzte diesen Trieb zu meinen Zwecken, indem ich gar wohl zufrieden sein konnte, wenn das angeborne Naturell sich mit Freiheit hervorthat, um sich nach und nach durch gewisse Regeln und Anordnungen einer höhern B. entgegen führen zu lassen GWB33,251,7 Camp Der echte gesetzgebende Künstler strebt nach Kunstwahrheit, der gesetzlose .. nach Naturwirklichkeit .. Gelten nun dergleichen Maximen zur B. des Künstlers, zur Leitung desselben in mancher Verlegenheit .. GWB47,24,9 PropylEinl Die Ausübung der bildenden Kunst ist mechanisch und die B. des Künstlers fängt in seiner frühsten Jugend, mit Recht, vom Mechanischen an, seine übrige Erziehung hingegen ist oft vernachlässigt GWB47,30,17 ebd GWB47,31,19 ebd GWB47,11,11 ebd GWBB24,108,21 JPLanger 17.1.14 GWBB17,41,22 Thürheim [30.1.04] K
uö ‘wechselseitige B.’ (im künstlerischen Produktionsprozeß) Nach unserer Überzeugung gibt es kein größeres und wirksameres Mittel zu wechselseitiger B. als das Zusammenarbeiten überhaupt, besonders aber zu theatralischen Zwecken, wo, nachdem sich Freunde beredet, gestritten, vereinigt, gezweifelt, überlegt und abgeschlossen, zuletzt .. die Aufnahme [
durch das Publikum] .. die Belehrung vollendet GWB41
1,92,21 ÜbFestspIffland
‘allgemeine’, ‘umfassende’ Bildung des Künstlers (insbes seine natwiss Schulung als grundlegende Voraussetzung der intentionellen Erfassung des Darstellungsgegenstandes) Bemerkungen und Betrachtungen über Natur .. besonders solche .. die sich zunächst auf bildende Kunst, so wie auf Kunst überhaupt, dann aber auch auf allgemeine B. des Künstlers beziehen .. .. daß wir .. bei’m Kunstgebrauch nur dann mit der Natur wetteifern können, wenn wir die Art, wie sie bei Bildung ihrer Werke verfährt .. abgelernt haben GWB47,11,19 PropylEinl GWB49
2,128,22 Anz: Vorbilder fFabrikant uHandwerker b
individuelle Entwicklung, Selbstbildung des Künstlers (in ihrer hist Gebundenheit, auf der Grundlage einer hochentwickelten Nationalkultur), Verlauf od Stand einer künstlerischen Ausbildung; ‘fortschreitende, langsame, ruhige, gleichförmige, stufenweise B.’ die Geschichte der Ausbildung unsrer vorzüglichsten Schriftsteller .. Wollten sie selbst .. uns nach ihrem Gefallen nur diejenigen Momente mittheilen, die zu ihrer B. am meisten beigetragen haben, und dasjenige was ihr am stärksten entgegen gestanden, bekannt machen GWB40,201,25 LiterarSansculottism Wann und wo entsteht ein classischer Nationalautor? .. wenn er seine Nation auf einem hohen Grade der Cultur findet, so daß ihm seine eigene B. leicht wird GWB40,198,16 Literar Sansculottism Jemehr man bey seiner B. und bey seinen Arbeiten nur auf die strengsten Forderungen der Natur und der Kunst achtet, desto seltner kann man sich einen reinen Wiederklang von aussen versprechen GWBB11,251,1 Knebel [Ende Okt 96] Die Rollen memorirte Wilhelm mit Fleiß, und trug sie mit Wärme und Lebhaftigkeit, und mit so viel Anstand vor, als die wenige B. erlaubte, die er sich selbst gegeben hatte GWB21,284,17 Lj III 8 Eine Zusammenstellung der Art [
chronolog angeordnete Ged-Sammlung], die schon mehreren Dichtern gefiel, deutet, besonders bei dem unsrigen, auf ruhige, gleichförmige, stufenweis erfolgte B., und gibt uns ein Vorgefühl, daß wir .. das Leben, das Wesen, den Gang des Dichters abgebildet empfangen werden GWB40,263,19 Rez:Voß,Ged [G/Voß dJ] GWB48,6,12 Preisaufg 1799 GWB48,229,22 Preisaufg betr Plp GWB49
1,259,8 Mantegna,Triumphzug
Stufe der (theoret u prakt) Bildung Unsere erste Frage muß also seyn, was der Einsender für ein Naturell verräth und dann auf welcher Stufe der B. er sich befinde sowohl in Absicht der Denkart als der Ausübung GWB48,226,32 Preisaufg betr Plp c
für die ästhetische Bildung des Kunstliebhabers Der ausgebildete Kenner soll vergleichen; denn ihm schwebt die Idee vor .. der Liebhaber, auf dem Wege zur B. begriffen, fördert sich am besten, wenn er nicht vergleicht, sondern jedes Verdienst einzeln betrachtet; dadurch bildet sich Gefühl und Sinn für das Allgemeinere nach und nach aus. Das Vergleichen der Unkenner ist eigentlich nur eine Bequemlichkeit GWB48,194,24 MuR(492) 5
allg berufs- od fachbezogen a
Heranbildung zu einem Beruf, berufl Aus- u Weiterbildung Dr. Gärtner, der .. berühmte Pflanzenforscher, dem wir die B. mancher trefflichen Botanisten verdanken GWB34
1,143,22 KuARheinMain Ich wünsche daß ich hierdurch [
durch ein Empfehlungsschreiben für einen Zimmermann an den Baumeister Arens] zu Beförderung der guten Absicht, welche Ew. Hochwohlgeb. bezwecken, um so mehr etwas beytragen möge, als die B. eines geschickten Handwerkers nicht allein für seinen Bezirk, sondern auch für die ganze Nachbarschaft nützlich und bedeutend ist GWBB12,103,12 HWThümmel [26.4.97] K GWBB11,145,24 Batsch 30.7.96 K GWBB16,488,28 Potocki 27.11.03 K
uö b
fachbezogen: ‘wissenschaftliche, gelehrte, philosophische, literarische, theoretische, praktische B.’ uä; auch verbunden od kontrastiert mit den weiteren Begriffen einer ‘menschlichen’ od ‘weltlichen’ Bildung Man kann von dem Physiker nicht fordern, daß er Philosoph sei; aber man kann von ihm erwarten, daß er so viel philosophische B. habe, um sich gründlich von der Welt zu unterscheiden und mit ihr wieder im höhern Sinne zusammenzutreten GWBN1,285,6 FlD 716 Aufmerksamkeit auf das Besondere, Unterscheidungsgabe und daher auch richtiges Zusammenstellen, wobei ihm denn seine dialektisch-philosophische B. sehr zu statten kommt, indem er für alle Schritte, die er thut, seine Ursachen anzugeben weiß GWBN7,117,25 Jungius [
üb Sternberg] Wie wichtig ist es einen Mann von diesen Jahren, von solcher menschlichen, welt- und wissenschaftlichen B. anzutreffen, eine vollkommene Mittheilung möglich zu finden und durch wechselseitiges Empfangen und Geben des größten Vortheils zu genießen GWBB36,103,12 CarlAug u Grhzgin Louise 1.8.22 K GWBN4,248,10 FlH VI GWBN9,398 Üb:Nose GWBN3,196,12 FlH IV GWB41
1,75,21 DonCiccio
uö 6
in gesellschaftl od hist Dimension a
als kulturpolit od zeitgeschichtl Desiderat, gesellschaftl od hist Prozeß, Merkmal einer Region od Epoche; bewirkt, gefördert durch Kunst-, insbes Antikerezeption, gehindert, retardiert durch gewaltsame gesellschaftl Veränderungen, auch unter dem Aspekt der Ungleichzeitigkeit od Verschränkung der Entwicklung in den einzelnen Kulturbereichen; nuanciert als ästhetische, geistige od sittl-moralische Bildung; idVbdgn ‘hohe, höhere, höchste, freie, freigesinnte, fruchtbar(st)e, bedeutende, gesetzliche, naturgemäße, ruhige, wahre, reine, tüchtige, [] solide, glücklichste, schönste, mannigfaltige, weite, fortschreitende, fortrückende, wachsende, gesteigerte, steigende, sinkende B.’ uä, ‘allgemeine B.’ iSv einheitliche u iSv weitere gesellschaftl Schichten umfassende Bildung; auch differenziert iSv E 5 b Weder Zeit noch Zustand erlauben ihm [
dem einzelnen Staatsbürger] treffliche Werke, die einflußreich werden könnten, die, es sei nun auf Productivität oder auf Kenntniß, auf That oder Geschichtseinsicht kräftig wirken sollten, dem Künstler so wie dem Liebhaber öfter vorzulegen und dadurch eine höhere, freigesinnte, fruchtbare B. zu bezwecken GWB49
2,112,13 Notice sur le Cabinet des Médailles jene schöne frühe Zeit, wo ich einen großen Theil des Jahrs in Jena zubrachte, in der anmuthigsten und höchst belehrenden Gesellschaft Tage verlebte, die .. mir die beruhigende Überzeugung zurückließen daß ein Grund zu fruchtbarster [< bedeutender
K] B. gelegt sey GWBB39,162,18 Luden 2.4.25 daß die deutsche Literatur in diesem humanen Bezug viel geleistet hat, daß durch sie eine sittlich-psychologische Richtung durchgeht, nicht in asketischer Ängstlichkeit, sondern eine freye naturgemäße B. und heitere Gesetzlichkeit einleitend GWBB44,28,10 Carlyle 14.3.28 Denn andre köstliche Massen des unschätzbar Überlieferten, wie z. E. die Masse der griechischen Dichter, hat erst spät, ja sehr spät, wieder lebendig auf B. gewirkt GWBN3,144,17 FlH III Möge das Studium der griechischen und römischen Literatur immerfort die Basis der höhern B. bleiben GWB42
2,201,6 MuR(762) Revolutionen. [
Überschr] Was das Lutherthum war, ist jetzt das Franzthum in diesen | Letzten Tagen, es drängt ruhige B. zurück GWB5
1,218 Xen 93(785) ~ 1,354 VierJahresz 62 Da bei dem Fortrücken der Cultur nicht alle Theile des menschlichen Wirkens und Umtreibens, an denen sich die B. offenbaret, in gleichem Wachsthum gedeihen, vielmehr, nach günstiger Beschaffenheit der Personen und Umstände, einer dem andern voreilen .. muß; so entsteht daraus ein gewisses eifersüchtiges Mißvergnügen GWB46,53,11 WinckelmPhilos GWB44,345,15 CellAnh X GWB49
2,265,2 Plp GWBN4,429,33 FlH Plp [
für: humanity] GWBN12,49,14 Üb:Howard Gespr(He3
1,58) CEgloffstein 29.4.18
uö unter dem Nützlichkeitsaspekt Geheimer Rath von Faßbinder .. Über die gegenwärtige Lage der Dinge. Argument derjenigen die eine bessere und höhere B. aversiren,
“daß ja den Protestanten ihre Cultur ebenso wenig bey Jena als den Katholiken ihre Uncultur bey Austerlitz geholfen oder geschadet habe
” GWBTgb 24.7.07
in kausalen Bezügen (Herleitung aus dem Bürgertum, in Bezug gesetzt zu Religionsgründung) Wo kam die schönste B. her, | Und wenn sie nicht vom Bürger wär’? | Wenn aber sich Ritter und Bauern verbinden, | Da werden sie freilich die Bürger schinden GWB5
1,151 ZXenNachl 927 GWB7,35,21 DivNot Mahomet
kulturelle Sphäre od Potenz einer Region od Epoche (als Grundlage, Medium der Individualbildung, best Wirkungsmöglichkeiten), erreichter Bildungsgrad; in steigernder Reihung mit ‘Verbildung’ Eine gewisse Cultur, die vom Herzen ausgeht, ist daselbst [
in Norddeutschland] einheimisch .. er selbst [
Hiller] ist ein Kind, eine Ausgeburt dieser Cultur .. Wir glauben .. hier einen Beweis zu finden, daß eine B., die über das Ganze geht, auch dem Einzelnen zu Gut kommt GWB42
2,27,8 Rez:Hiller,Ged Der ächte Künstler kann nicht wünschen allein zu stehen, indem er nur bey allgemeiner B. seiner Zeit, die durchs Zusammentreffen mehrerer Fähigen und Gleichgesinnten bewirkt wird, wahrhaft geschätzt werden kann GWBB15,133,12 Hartmann 27.10.00 K In der ersten [
Hälfte des 16. Jh] zeigt sich eine hohe B., die aus Gründlichkeit, Gewissenhaftigkeit, Gebundenheit und Ernst hervortritt. Sie ruht auf der zweiten Hälfte des funfzehnten Jahrhunderts. Was in dieser geboren und erzogen ward, glänzt nunmehr in seinem ganzen Werth, in seiner vollen Würde, und die Welt erlebt nicht leicht wieder eine solche Erscheinung GWBN3,241,24 FlH IV Die B. nämlich unserer Zeit steht so hoch, daß weder die Wissenschaft der Kunst, noch diese jener entbehren kann GWBB26,221,7 Sack 15.1.16 Weimar hat den Ruhm einer wissenschaftlichen und kunstreichen B. über Deutschland, ja über Europa verbreitet; dadurch ward herkömmlich sich in zweifelhaften literarischen und artistischen Fällen hier guten Raths zu erholen GWBB26,187,28 Voigt 18.12.15 Beilage Gespr Eckerm 25.2.24 GWB7,121,15 DivNot GWBN3,198,4 FlH IV GWBN3,140,16 FlH III GWB41
1,56,13 Shakesp u kein Ende
uö ‘gesellige, soziale B.’: Gesellschaftskultur, Bildung im sozialen Verband so nährt sich heimlich der abermalige Widerstreit und bleibt länger verborgen als der ältere, indem höhere gesellige B., gewisse Convenienzen, schweigende Schonungen den Ausbruch ein Jahr nach dem andern hinhalten GWBN7,186,5 PrincPhilZool II Epochen geselliger B. [
Titel] .. die idyllische .. die sociale oder civische .. die allgemeinere .. Daß sie aber universell werde, dazu gehört Glück und Gunst, deren wir uns gegenwärtig rühmen können GWB41
2,361,1 Epoch gesellgBildg GWB42
2,500,14 Stud zurWeltlit Schema b
Bildung ständischer Gruppierungen, best Volksklassen, allgemeiner des ‘Volkes’ od eines breiteren Publikums, der ‘Masse’ die B. der höheren Classen durch fremde Sitten und ausländische Literatur, so viel Vortheil sie uns auch gebracht hat, hinderte doch den Deutschen als Deutschen sich früher zu entwickeln GWB40,200,27 LiterarSansculottism Ich habe dem Volk und dessen B. mein ganzes Leben gewidmet, warum sollte ich ihm nicht auch ein Theater bauen! Gespr Eckerm 27.4.25 wir wären schon viel weiter [
im Studium der organischen Natur] .. wenn nicht talentvolle Männer .. sich in’s Abstruse .. verloren hätten, wohin sie denn das schwankende Publicum mit sich ziehen, und eine folgegerechte und methodische B. der Masse immer weiter hinausschieben [< ächte ideell-reelle stufenweise B. gar sehr erschweren < ächte ideell-reelle B. unmöglich machen] GWBB25,98,4 ChHSchlosser 2.[12.]14 K GWB40,268,1 u 271,10 Rez:Voß,Ged [G/Voß dJ] c
Frauenbildung [
Therese:] einige Damen aus der Nachbarschaft hatten uns besucht und über die B. der Frauen die gewöhnlichen Gespräche geführt. Man sei ungerecht gegen unser Geschlecht, hieß es, die Männer wollten alle höhere Cultur für sich behalten, man wolle uns zu keinen Wissenschaften zulassen, man verlange, daß wir nur Tändelpuppen oder Haushälterinnen sein sollten GWB23,54,5 Lj VII 6 GWBTgb 19.1.26 d
Nationalbildung: Kultivierung einer Nation (einmal zugl ‘der Welt’) Ein vor funfzig Jahren in Deutschland entsprungenes Werk, welches unglaublich auf die B. der Nation eingewirkt hat GWB41
2,345,12 Anz:Herder,Ideen frzÜbs Geistesruhe und Thätigkeit hielten sich bey ihm [
Wieland] so schön das Gleichgewicht, und so hat er, mit der größten Gelassenheit und ohne das mindeste leidenschaftliche Streben, unendlich viel auf geistige B. der Nation
[] gewirkt GWBB23,268,12 Reinhard 25.1.13 der große wichtige Einfluß des Theaters auf die B. einer Nation und der Welt GWB51,62,8 ThS I 16 ~ GWB21,90,6 Lj I 15 GWBB44,80,3 Borchardt 1.5.28 GWBB50,60,5 Ludw I vBayern [12.1.30] K
uö Gang einer nationalen Bildung Die wilde Unterbrechung der deutschen B., besonders vom Anfang des 17. Jahrhunderts bis in’s 18. hinein GWBB47,278,3 Carlyle 5.10.30 GWBB44,90,10 CarlAnt vHohenzSigm 9.5.28 K
uö geistige Kultur, erreichte Kulturstufe, kulturelle Eigenart, Bildungsgut einer Nation, mehrf in Darstellung kultureller Einflüsse und Überlagerungen; ‘hohe, mannigfaltige, edle, große, tiefere, fremde B.’, ‘B. von außen’ Die alte, tüchtige, barsche Rohheit war gemildert, weitere Weltumsicht, praktisch tieferer Blick in bedeutende Charaktere .. hatten die römische B. auf den bewundernswürdigen Punct gebracht, wo Kraft und Ernst sich mit Anmuth, wo starke gewaltige Äußerungen sich mit Gefälligkeit vermählen konnten. Daraus entwickelte sich im Fortgang das Zeitalter Augusts GWB41
1,362,5 Rez:Knebel,Lukrez die Menschen [
in den Rheingegenden] .. die .. nunmehr einem Reiche angehören, dessen Mittelpunct von ihnen durch Gebirge, Flüsse, weitschichtige Provinzen, ja durch B., Denkweise, Religion, Sitten, Gesetz und Herkommen getrennt ist GWBB26,68,13 FLuck 10.8.15 neue bedeutende Melodien durch sie [
die Lieder aus ‘Des Knaben Wunderhorn’] hervorzulocken .. .. kehrten sie allmählich belebt und verherrlicht zum Volke zurück .. so könnte man sagen, das Büchlein habe seine Bestimmung erfüllt und könne nun wieder als geschrieben und gedruckt verloren gehen, weil es in Leben und B. der Nation übergegangen GWB40,338,13 Rez:Wunderhorn GWB27,106,5 DuW 7 GWB7,38,19 DivNot GWB42
2,417,8 Plp GWB42
2,500,9 Plp
uö → GWB
Basaltbildung GWB
Centaurenbildung Cirrus- GWB
Dauerbildung GWB
Dunstbildung GWB
Erdbildung GWB
Familienbildung GWB
Farben- GWB
Feldspatbildung GWB
Flammenbildung GWB
Gebirgsbildung GWB
Geistesbildung GWB
Geistbildung Gerichts- GWB
Gesamtbildung GWB
Geschäftsbildung Geschichts- GWB
Geschmacksbildung GWB
Gesichtsbildung GWB
Götterbildung GWB
Grundbildung GWB
Hauptbildung GWB
Herzbildung GWB
Holzbildung GWB
Inselbildung GWB
Knotenbildung GWB
Kohlenbildung GWB
Körperbildung GWB
Kristallbildung GWB
Kunstbildung GWB
Landschaftsbildung GWB
Lebensbildung GWB
Lieblingsbildung GWB
Lokalbildung GWB
Lungenbildung GWB
Menschen- Metall- GWB
Militär- GWB
Miß- GWB
National- GWB
Natur- GWB
Normal- GWB
Pflanzen- Platten- GWB
Rede- GWB
Reim- Säulen- GWB
Schädel- GWB
Schauspieler- GWB
Schiefer- GWB
Schluß- GWB
Schul- GWB
Selbst- GWB
Skelett- GWB
Sprach- GWB
Stahl- GWB
Steinkohlen- GWB
Streifen- GWB
Tal- GWB
Tier- GWB
Un- GWB
Ur- GWB
Vers- GWB
Verstandes- GWB
Vertikal- GWB
Volks- GWB
Vor- GWB
Wacken- GWB
Wasser- GWB
Welt- GWB
Witterungs- GWB
Wolken- GWB
Wort- GWB
Zahn- GWB
Zeit- GWB
Zinn- vgl zu A GWB
Darstellung zu B 1 a GWB
Gestaltung zu B 1 b GWB
Form GWB
Gebilde GWB
Gestalt zu B 1 c GWB
Ausbildung GWB
Bearbeitung GWB
Gestaltung zu B 2 GWB
Form GWB
Gesichtsbildung GWB
Gestalt Statur Wuchs zu C 1 a GWB
Erschaffung zu C 1 c GWB
Geschöpf GWB
Individuum Wesen zu C 2 GWB
Formung Wortableitung GWB
Ableitung Wortbildung Wortform zu C 3 GWB
Herstellung zu C 4 GWB
Ausbildung GWB
Entwicklung GWB
Genese Vervollkommnung zu D 1 a GWB
Form GWB
Gestalt GWB
hervorbringen(Hervorgebrachte, das) GWB
Hervorgebrachtwerdende zu D 1 c und d GWB
Ausbildung GWB
Entwicklung GWB
Gestaltung GWB
Hervorbringung zu D 1 c GWB
Erzeugung GWB
Hervorbringungsart Vegetation Wachstum zu D 1 d GWB
Entstehung Formierung zu D 1 e, f und g GWB
Form GWB
Gestalt zu D 1 e Typus zu D 1 g GWB
Figur GWB
Körperbau Organisation Organismus zu D 2 a und b GWB
Entstehung GWB
Entwicklung GWB
Erzeugung GWB
Formung GWB
Gestaltung GWB
Kristallisation Solideszenz Werden zu D 2 c und d GWB
Form GWB
Formation GWB
Gestalt Struktur Textur E 1 b GWB
Einwirkung zu E 1 c GWB
Auferbauung GWB
Aufklärung GWB
Entwicklung GWB
Fortschreitung GWB
Geisteserhebung Veredelung Vervollkommnung Vollendung zu E 1 d GWB
Entwicklung GWB
fortschreiten Wachstum zu E 1 e GWB
Belesenheit GWB
Einsicht GWB
Gelehrsamkeit Kenntnisse GWB
Kenntnis Wissen zu E 2 GWB
Ausbildung GWB
Entwicklung GWB
Erhebung(ideale E.) GWB
Kultur(moralische K.) Regelung zu E 3 a GWB
Ausbildung GWB
Erziehung zu E 3 b GWB
Belehrung GWB
Lehre Übung Unterricht Unterweisung zu E 3 c GWB
Entwicklung GWB
lernen(L.) zu E 4 GWB
Ausbildung zu E 4 a GWB
Belehrung GWB
Leitung zu E 4 b Übung zu E 5 GWB
Ausbildung zu E 5 b Kenntnisse GWB
Kenntnis zu E 6 GWB
Aufklärung GWB
Kultur zu E 6 d GWB
Kulturstufe 1) früherer Titel: ‘Lied des physiognom Zeichners’ 2) Das Ged wird als Erwiderung auf Gleims Xenienkritik ‘Kraft u Schnelle des alten Peleus’ gedeutet. Die Stelle wäre dann als Monolog Gleims aufzufassen, ‘B. aller Kräfte’ als Maxime der älteren, rousseauistisch beeinflußten Dichtergeneration; vgl Morris, Zu G-s Ged: Deutscher Parnaß. In: G-Studien, 1897,38—46 sowie die vorangehende Diskussion in GJb6, 13 u 14 3) Im Erziehungsplan der päd Provinz ist jede Spezialausbildung in einer prakt Berufsdisziplin komplementär verbunden mit der Ausbildung in einem geistig-musischen Fach; zu diesem bei Rousseau im Ansatz vorgebildeten, von der zeitgenöss Pädagogik aufgenommenen Erziehungskonzept s WFlitner, G-s päd Ideen, Päd Texte, 1948,219—224 4) in Wj symbolisiert durch ein Gebärdensystem, dem ein System ethischer Grundpositionen (Lehre von der dreifachen Ehrfurcht) u (im weiteren Zshg) eine ethnisch-religionsgeschichtl Stufenfolge entspricht; s das in HA89,
602 aufgestellte Schema, das die einschlägigen Stellen parallelisiertGertrude Harlass G. Ha.