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gebildet

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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

gebildet

Bd. 2, Sp. 683
gebildet  als verselbständigtes Wertungsadj   1   a umfassend, allseitig, in der gesamten Persönlichkeitsstruktur (harmonisch) ausgebildet; zT körperl Gewandtheit, Fähigkeit zur Selbstdarstellung, Anstand, Grazie implizierend (Wilhelms frühes, am Adelsvorbild orientiertes Bildungsideal in Lj, im bürgerl Milieu nur realisierbar als ästhetische Fiktion); später deutlicher an Maß- u Beschränkungsvorstellungen gebunden: umfassende Bildung auf der Grundlage einseitiger Veranlagung od Spezialisierung, natürl Veranlagung u äußere (päd) Einwirkung als grundlegende Voraussetzungen der Bildung  [Wilh:] Ich habe .. zu jener harmonischen Ausbildung meiner Natur, die mir meine Geburt versagt, eine unwiderstehliche Neigung. Ich habe .. durch Leibesübung viel gewonnen .. viel von meiner .. Verlegenheit abgelegt und stelle mich so ziemlich dar .. Dazu kömmt meine Neigung zur Dichtkunst .. und das Bedürfniß, meinen Geist und Geschmack auszubilden .. Du siehst .. daß das alles für mich nur auf dem Theater zu finden ist .. daß ich mich in diesem einzigen Elemente nach Wunsch rühren und ausbilden kann. Auf den Bretern erscheint der g-e Mensch so gut persönlich in seinem Glanz, als in den obern Classen; Geist und Körper müssen bei jeder Bemühung gleichen Schritt gehen, und ich werde da so gut sein und scheinen können, als irgend anderswo GWB22,152,15 Lj V 3  Wie man g-e Menschen sieht, so findet man daß sie nur für Eine Manifestation des Urwesens oder doch nur für wenige empfänglich sind, und das ist schon genug. Das Talent entwickelt im Praktischen alles und braucht von den theoretischen Einzelnheiten nicht Notiz zu nehmen: der Musikus kann ohne seinen Schaden den Bildhauer ignoriren und umgekehrt GWB48,181,4 MuR(379)  [der Abbé:] wem es lebhaft und gegenwärtig ist, welche unendliche Operationen Natur und Kunst machen müssen, bis ein g-er Mensch dasteht GWB23,13,9 Lj VII 2 ‘nach allen Seiten, allseitig g.’  Beide Gatten [das Ehepaar Reinhard], wahrhaft aufrichtig und deutsch gesinnt, nach allen Seiten g. GWB36,14,15 TuJ GWB422,455,6 Plp   b zur Bezeichnung einer inneren (emotionalen) Kultur: der ‘g-e Mensch’ gekennzeichnet durch Feinsinnigkeit, verfeinertes sittl Empfinden, (in der Frühzeit) dem Bedürfnis zu empfinden; iUz ‘roh’ u ‘ganz ausgebildet’, neben ‘zartfühlend’, ‘edelmütig’, ‘geschmackvoll’  Der rohe Mensch ist zufrieden, wenn er nur etwas vorgehen sieht, der g-e will empfinden, und Nachdenken ist nur dem ganz ausgebildeten angenehm GWB51,194,24 ThS III 1  G-e Geister, zartfühlende Gemüther, welche nach fernem Gutem sich bestreben, in die Ferne Gutes zu wirken geneigt sind GWB421,190,3 Carlyle, Schiller  [Natalie zu Wilh:] Jeder g-e Mensch weiß, wie sehr er an sich und andern mit einer gewissen Rohheit zu kämpfen hat, wie viel ihn seine Bildung kostet GWB23,163,26 Lj VIII 3 GWBB25,98,20 ChHSchlosser 2.[12.]14 K GWB7,203,13 DivNot   c deutlicher iS einer moralischen Qualität: der ‘gebildete Mensch’ gekennzeichnet durch eth Grundpositionen, innere Freiheit, Liberalität, Mäßigkeit, sittl Handeln, Selbstbeschränkung; iUz ‘roh’, idVbdgn ‘rein, tief, leicht, oberflächlich g.’  die unerläßliche Forderung des g-en Menschen, Schönheit und Sittlichkeit im Einklange zu sehen GWB48,110,7 Polygnot  was heißt herrschen anders .. als auf seine eigne Weise ungehindert thätig zu sein .. Dieß fordert jeder rohe Mensch mit Willkür, jeder g-e mit wahrer Freiheit GWB18,306,12 GutWeiber  ein liberales Anerkennen aller Talente, die wir gewahr werden, ist eine schöne Eigenschaft eines g-en Menschen, besonders aber eines Künstlers GWBB16,122,2 CarlAug 28.9.02 K  [üb Schelling] Es ist ein sehr klarer, energischer und nach der neusten Mode organisirter Kopf; dabei habe ich keine Spur einer Sansculotten-Tournure an ihm bemerken können, vielmehr scheint er in jedem Sinne mäßig und g. GWBB13,168,19 Voigt 29.5.98 GWB23,306,22 Lj VIII 10 GWB24,138,20 Wj I 8 GWBB25,392 Gf Brühl 12.3.15 K   d als Klugheit, Angemessenheit, Schicklichkeit des Betragens; koordiniert mit ‘gesittet’, ‘verständig’  [Dor zu Hermanns Vater:] ich stehe vor euch, dem g-en Manne, | Der sich klug mit jedem beträgt, und gemäß den Personen GWBHermDor IX 95 GWB18,402 Aufgeregten II 4 Var   e geistig hochstehend, kenntnisreich, unterrichtet, versiert, meist allg in Bezeichnung eines von geistigen Interessen, Fähigkeiten, Zielsetzungen bestimmten intellektuellen Niveaus; neben ‘unterrichtet’, ‘denkend’, ‘erfahren’, ‘klug’, ‘gelehrt’, ‘edel’, ‘bedeutend’, ‘würdig’, ‘verdient’, ‘einsichtig’, ‘vernünftig’ ua; iUz ‘roh’, ‘ungebildet’  Schiller .. erwiderte [in der Diskussion, ob die Metamorphose der Pflanzen eine Erfahrung od eine Idee sei] .. als ein g-er Kantianer GWB36,251,16 BiogrEinzh  hoffte sie [in Ital] .. eine neue Erweiterung der Lebensansichten durch die Bekanntschaft edler und g-er Menschen, die jene glücklichen Gegenden .. verherrlichten, und jede Stunde des Umgangs zu einem merkwürdigen Zeitmoment erhöhten GWB36,307,17 AndenkAnnaAm 1807  daß dieser Almanach .. in die Hände aller Schauspieler und aller Theaterfreunde Deutschlands, d. h. also doch wohl der größten Mehrzahl g-er Personen, zu gelangen verdient GWB40,170,17 Rez:Iffland,TheatAlmanach  Jeder g-e Mensch muß seine Empfindungen poetisch schön ausdrücken und folglich ein gutes Gedicht (lyrisches) machen können GWB47,312,19 ÜbDilettantism Schema [G/Schiller]  G-e, nach Bildung strebende Männer sucht frühe sein Geist, sein Gefühl auf .. Hagedorn und Kleist .. GWB40,275,21 Rez:Voß,Ged [G/Voß dJ] GWBB46,143,12 Hitzig 11.11.29 GWBB48,121,11 Maria Paulowna 16.2.31 GWB341,86,27 KuARheinMain A(Vogel 49) Promem 27.4.21 skept-distanziert bis negativ  Mächtig bist du! g. zugleich .. | War denn Gerechtigkeit auch in der Tugenden Zug? GWB1,337 Vs 45 WeissagBakis 12  Ich habe Zeit meines Lebens Gelegenheit genug gehabt mich zu verwundern, daß vollkommen g-e Personen ästhetische oder höhere sittliche Zwecke durchaus nicht anzuerkennen wissen GWBB26,338,18 Zelter 14.4.16  [der Oheim:] unter denen, die wir g-e Menschen nennen, ist eigentlich wenig Ernst zu finden; sie gehen .. gegen Arbeiten und Geschäfte, gegen Künste .. nur mit einer Art von Selbstvertheidigung zu Werke GWB22,335,21 Lj VI SchöneSeele  [Lothario zu Jarno:] das ist ein Hauptfehler g-er Menschen, daß sie alles an eine Idee, wenig oder nichts an einen Gegenstand wenden mögen GWB23,20,12 Lj VII 3 GWB20,184,10 Wv I 18 GWB33,197,20 Camp GWBB45,230,24 Zelter 2.4.29   f iSv zivilisiert, kultiviert, gesittet; wiederholt zum Negativen tendierend als Überfeinerung, phys Schwäche (Farbempfindlichkeit in Fl); verbunden mit Kontrastbegriffen wie ‘wild’, ‘bestialisch’, ‘roh’, koordiniert mit ‘zart’  die Einbildungskraft .. hat .. einen unwiderstehlichen Trieb zum Absurden, der selbst in g-en Menschen mächtig wirkt und gegen alle Cultur die angestammte Rohheit fratzenliebender Wilden mitten in der anständigsten Welt wieder zum Vorschein bringt GWB35,244,1 TuJ  wie in dem bestialischen Rom zarte, unschuldige, höher g-e Menschen von Henkern und Thieren gemartert und gemordet werden, zur Schaulust eines wahnsinnigen unteren und oberen Pöbels GWB341,169,11 KuARheinMain  G-e Menschen haben einige Abneigung vor Farben. Es kann dieses theils aus Schwäche des Organs, theils aus Unsicherheit des Geschmacks geschehen GWBN1,334,1 FlD 841 GWB4,122 Fern von gebildeten Menschen 1 [für: policé] GWB45,266,18 Diderot,Malerei GWB45,313,21 ebd Anm G-s ‘der g-e Dichter’ iUz Volksdichter  Eigentlichster Werth der sogenannten Volkslieder ist der, daß ihre Motive unmittelbar von der Natur genommen sind. Dieses Vortheils aber könnte der g-e Dichter sich auch bedienen, wenn er es verstünde GWB422,177,10 MuR(514)   2 metonym bezogen auf einzelne Gefühls- od Geisteskräfte, menschl Ausdrucksmittel, Umgangsformen, Sitten: iSv verfeinert, kultiviert, innere, geistige Kultur ausdrückend, signalisierend  Diese charakteristische Kunst ist nun die einzige wahre. Wenn sie aus inniger, einiger, eigner, selbstständiger Empfindung um sich wirkt .. da mag sie aus rauher Wildheit, oder aus g-er Empfindsamkeit geboren werden, sie ist ganz und lebendig GWB37,149,13 Baukunst 1773  Zur Betrachtung der Baukunst früherer Mittelzeit bietet Trier merkwürdige Monumente: ich habe von solchen Dingen wenige Kenntniß, und sie sprechen nicht zum g-en Sinn GWB33,166,6 Camp  wir .. als Jünglinge .. erzeigten ihnen [den einheimischen Dichtern] den schönsten Beifall, indem wir unsere Gedanken durch ihre gewählten und g-en Worte ausdrückten GWB7,130,8 DivNot  [mBez auf Ottiliens Tagebücher] es ist immer interessant, wenn selbst von kleinen Ereignissen unseres Lebens und von zarten Gefühlen eines g-en geselligen Umgangs ein Merkmal zurückbleibt GWBB44,214,6 Ottilie 18.7.28 K GWB32,414,7 ItR Var GWB422,20,11 Zur Einführg dtSpr inPolen [G?]   3 in Bezeichnung gesellschaftl od ständischer Gruppierungen (zT in namensähnl Vbdg)   a ‘g-er Kreis, Zirkel’, ‘g-e Gesellschaft’, auch ‘Kreis g-er Menschen’  in den Abendunterhaltungen bey Herzogin Amalie .. woselbst ein höchst g-er Kreis sich versammelte und jeder auf seine Weise sich selbst und andere unterhielt GWBB34,128,18 Nagler 17.2.21  gehört ein höherer Einfluß dazu, das zu bewirken was wir heute erleben: die Vereinigung aller g-er Kreise .. die Anerkennung Eines Zwecks GWB412,362,15 Epoch gesellgBildg  [aus Marienbad] g-e Gesellschaft ist zahlreich, die Art zu leben ungenirt und angenehm GWBB37,115,18 August 8.7.23 GWB412,361,4 Epoch gesellgBildg GWBB40,33,9 Rauch 27.8.25 GWB33,193,28 Camp stärker verbal: ‘harmonisch, gesetzlich, geistreich g-e Gesellschaft’  daß das Werk [Propyl] überhaupt Beobachtungen und Betrachtungen über Natur und Kunst enthalten soll, welche von einer Gesellschaft harmonisch g-er Freunde angestellt worden GWB47,36,22 PropylAnz GWB36,284,6 BiogrEinzh GWBB42,233,1 NMeyer 21.6.27   b ‘g-e Stände’, ‘g-e Klasse, Sozietät (iSv Gesellschaftsschicht)’  [der Gehilfe:] in den g-en Ständen ist die [Erziehungs-] Aufgabe sehr verwickelt. Wir haben auf höhere, zartere, feinere, besonders auf gesellschaftliche Verhältnisse Rücksicht zu nehmen GWB20,283,26 Wv II 7  Das poetische Talent ist dem Bauer so gut gegeben, als dem Ritter .. daher denn auch die höhern, g-en Stände meistens wieder, in so fern sie sich zur Dichtung wenden, die Natur in ihrer Einfalt aufsuchen GWB421,307,13 NationDichtk LittauVolksl Plp GWBB21,467 Eichstädt 22.11.09 [für: les classes élevées] GWB422,483,14 Üb:Le Globe Plp ‘Klasse der g-en Deutschen’: für die in Opposition gegen die erstarrten Denkformen der Aufklärung sich neu konstituierende Klasse der dt Intelligenz  ein .. Verhältniß [zu FJacobi u die Fstin Gallitzin], dessen Art und Weise schwer auszusprechen und nur durch den Begriff der ganzen Classe g-er, oder vielmehr der sich erst bildenden Deutschen einzusehen. Dem besten Theil der Nation war ein Licht aufgegangen, das sie aus der öden, gehaltlosen, abhängigen Pedanterie .. herauszuleiten versprach .. GWB35,38,4 TuJ   c ‘g-e Menge, Masse’ als Publikum, ‘g-es Publikum’; negativ: ‘sogenanntes g-es Publikum’  Auf jedem Jahrmarkt getraue ich mir .. mit Calderons Stücken, mutatis mutandis, der g-en und ungebildeten Masse das höchste Vergnügen zu machen GWBB20,16,6 Kleist 1.2.08  Ein sogenanntes g-es Publicum will sich selbst auf dem Theater sehen und fordert ungefähr eben soviel vom Drama als von der Societät GWBB39,27,13 Zelter 3.12.24 GWB36,5,20 TuJ GWB40,78,11u13 WeimHoftheat GWB35,50,6 TuJ GWBN4,119,8 FlH VI Fontenelle   d ‘g-e Welt, Menschheit’: (im Unterschied zum ‘Volk’) die Schicht, Gemeinschaft der Gebildeten od allgemeiner als kultivierte, zivilisierte Sphäre (regional u zeitl); mehrf negativ (unter dem Aspekt der Überbildung, einer zur Mittelmäßigkeit führenden Verallgemeinerung der Kultur)  Und so sind denn diese Lieder anzusehen als unmittelbar vom Volke ausgegangen, welches der Natur, und also der Poesie, viel näher ist als die g-e Welt GWB421,306,18 NationDichtk LittauVolksl Plp  welch ein schmerzliches Gefühl .. als die Persönlichkeit des Homer, die Einheit des Urhebers jener weltberühmten Gedichte .. bestritten wurde. Die g-e Menschheit war im Tiefsten aufgeregt GWB36,189,27 TuJ  Eisenbahnen, Schnellposten, Dampfschiffe und alle mögliche Facilitäten der Communication sind es worauf die g-e Welt ausgeht, sich zu überbieten, zu überbilden und dadurch in der Mittelmäßigkeit zu verharren. Und das ist ja auch das Resultat der Allgemeinheit, daß eine mittlere Cultur gemein werde GWBB39,216,12 Zelter [6.6.25?]  [Lenardo:] manche Moos- und Rindenhütte, Knittelbrücken und Bänke zeugten von unserer Emsigkeit, womit wir eine Urbaukunst in ihrer ganzen Rohheit mitten in der g-en Welt darzustellen eifrig bemüht gewesen GWB251,105,21 Wj III 4 GWB411,145,12 Urteilsworte frzKrit GWBB37,121,1 Schultz 8.7.23 GWB412,465 Plp Var GWBN52,226,15 Fl Plp   4 für das geistig-kulturelle od sittl Niveau einer Nation, Epoche od Region; koordiniert mit ‘vernünftig’, ‘von höheren Eigenschaften’, ‘hochgebildet’, ‘entnervt’, iUz ‘roh’, ‘tierisch’, ‘ungebildet’, ‘einfach’, ‘barbarisch’, ‘stationär’; auch idVbdg ‘menschlich g.’  so ist alles, was wir in der früheren Zeit und bei ungebildeten Völkern bemerken können, praktisch. Das Theoretische begegnet uns zuerst, indem wir nunmehr zu den g-en Griechen übergehen N3,XXIV,10 FlH Urzeit  Alle mehr oder weniger g-en Völker hatten eine zweyte Natur durch Künste um sich erschaffen, die aus Überlieferung, Nationalcharakter und klimatischem Einfluß hervorwuchs GWBB26,221,11 Sack 15.1.16  Selig preisen wir daher g-e Völker, deren Monarch sich selbst durch ein edles sittliches Bewußtsein regiert GWB7,205,20 DivNot  denn die allgemeine Sehnsucht nach dem Vaterlande ist hier [in Iph] unter der Sehnsucht nach Griechenland, als dem einzig menschlich g-en Lande, ganz specifisch ausgedrückt GWB36,133,13 TuJ N3,XXIII,22 FlH Urzeit GWB412,218,1 Anz:Talvj,SerbLied ua [für: erudito] GWB43,3,6 Cell Vorr [für: civilized] GWB7,88,11 DivNot [für: refined] GWB46,203,11 Hackert TgbKnight ‘gebildet, aber bildlos’: mBez auf den aufgeklärten protestantischen Norden Deutschlands18)  Er [Serlo] kam in den g-en, aber auch bildlosen Theil von Deutschland, wo es zur Verehrung des Guten und Schönen zwar nicht an Wahrheit, aber oft an Geist gebricht GWB22,116,21 Lj IV 18 Gertrude Harlass G. Ha.
14061 Zeichen · 131 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gebildetpart.adj. swv.

    Findebuch (Mhd. Wortschatz) · +1 Parallelbeleg

    gebildet part.adj. Eckh.iii Tauler Seuse s.u. bilden swv. Cranc

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gebildet

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gebildet , adjectivisches participium zu bilden. 1 1) mit bildern oder bild geziert, 1@a a) hauptsächlich von gewebten u…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gebildet

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    gebildet als verselbständigtes Wertungsadj 1 a umfassend, allseitig, in der gesamten Persönlichkeitsstruktur (harmonisch…

  4. modern
    Dialekt
    gebildet

    Pfälzisches Wb.

    ge-bildet s. bilden 1 a, 2;

  5. Sprichwörter
    Gebildet

    Wander (Sprichwörter)

    Gebildet 1. Er ist gebildet, aber nur eingebildet. 2. Er ist gebildet wie ein Grönländer.

  6. Spezial
    gebildet, nach einem Muster adj

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    gebildet , adj , nach einem Muster ~ образованный , п по какому-н. образцу

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gebildet

13 Bildungen · 2 Erstglied · 9 Zweitglied · 2 Ableitungen

gebildet‑ als Erstglied (2 von 2)

gebildetmißmutig

GWB

gebildet·missmutig

gebildet-mißmutig da hörte man denn von trefflichen und schlechten Quartieren, bäurisch-unfreundlichen, gebildet-mißmuthigen, hypochondrisch…

gebildet als Zweitglied (9 von 9)

ungebildet

DWB

ungebildet , part.-adj. adv. , nicht gebildet. mhd. ungebildet; mnl. ongebeeldet; nl. ongebeeld; schwed. obildad. selten in maa.; z. b. lux.…

vȫrgebildet

KöblerMnd

vȫrgebildet , (Part. Prät.=)Adj. nhd. im Voraus dargestellt, vorgebildet Hw.: vgl. mhd. voregebiledet* E.: s. vȫrbilden W.: s. nhd. vorgebil…

wohlgebildet

DWB

wohl·gebildet

wohlgebildet , adj. , gut geformt, schön gestaltet. a a) in körperlichem sinne vom menschlichen körper und seinen teilen gesagt: Thusnelde h…

îngebildet

MWB

îngebildet Part.-Adj. → în bilden MWB 2 1891,3;

īngebildet

KöblerMhd

īngebildet , (Part. Prät.=)Adj. nhd. eingebildet, hineingeformt Q.: EckhII (vor 1326), EckhIII (FB îngebildet) E.: s. īnbileden* (1) W.: nhd…

ūzgebildet

KöblerMhd

ūzgebildet , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. ūzgebiledet

Ableitungen von gebildet (2 von 2)

Gebildete

GWB

Gebildete auch Kleinschreibung, Pl für die Schicht od Klasse der Gebildeten 1 als der sittl Hochstehende, innerl Kultivierte, durch Besonnen…

ungebildet

DWB

ungebildet , part.-adj. adv. , nicht gebildet. mhd. ungebildet; mnl. ongebeeldet; nl. ongebeeld; schwed. obildad. selten in maa.; z. b. lux.…