Gestalt Kleinschr GWBN13,294,12
, im (Hans-Sachs-)Zit ‘gstalt’ ChrWGV24,24 Stammbucheintr 26.4.73
; nahezu die Hälfte der knapp 2100 Belege in Bed B (ein Sechstel in B2a) u ein Fünftel in D3. — Gegenüber dem weithin bedeutungsgleichen Begriff ‘Form’ bezeichnet ‘Gestalt’ zusätzl die Existenz u weit differenzierter etwas Existierendes, ob als ontolog Kategorie (A) od spezieller für ästhetische u natürl Gebilde. In nichtwiss Verwendung ist ‘Gestalt’ bei G durchweg ein qualitativer, ganzheitl orientierter Begriff, mit dem er auch bei anschaul Beschreibungen des Äußeren den Habitus od Gesamteindruck erfaßt, immer wieder auf etwas Substantielles, Musterhaftes od auf das Gesetzmäßige in den Erscheinungen abhebt u das dauerhaft Geordnete, durch organisatorische Arbeit Gesicherte u (darum) selbst das Normale als hohen Wert konnotiert. Eminent die wissenschaftsgeschichtl Bedeutung von G-s ‘Gestalt’-Begriff; wird ‘Morphologie’ als Gestaltlehre von ihm zunächst auf alle natürl Bildungen bezogen u später vornehmlich für Lebewesen gebraucht1), so bleibt ‘Gestalt’ auch für anorgan Phänomene bis zuletzt hoch belegt (vgl D2). Im organ Bereich überwindet “G-s Gestaltbegriff .. die Außen-Organisationssicht von früherer Evolutionstheorie (Präformationstheorie) und (vitalistischer) Epigenesetheorie”2); während letztere, der G einst stärker zuneigte, Neubildungen nur auf spontanem Wege zugesteht, meint ‘Gestalt’ im höchsten Sinn eine Bildung, die sich nach eigenen Gesetzen u Bedürfnissen organisiert u sich über Umbildungen ihrer Umwelt anpaßt; Anregungen dazu ua durch Herders ‘Ideen’ (1784) u Schellings (Natur-)Philosophie gegen Ende der 90er Jahre. In der Botanik führten G-s Beobachtungen, wie in Italien die Pflanzengestalt durch ihre Umwelt mitbestimmt wird, schließl zu der dynam Lehre von der Metamorphose, die modifiziert auch für das Tier gilt; in der Zoologie leitete die in seiner Studie üb den Zwischenkieferknochen (1784) eingeführte vergleichende Betrachtung immer mehr von der Beschreibung separater Teile u Organe zu ‘Gestalt’ iS eines ‘Typus’ hin, einer geistigen Konstruktion, in der — wie in der Botanik — die Teile auf der Grundlage eines immanenten Bauplans in ihrer Funktion für das sich entwickelnde Ganze beschrieben werden. Den im Vergleich zu ‘Bildung’ stationären, resultativen od typolog Bezeichnungscharakter von ‘Gestalt’ sucht G oft durch Betonung der weiter wirkenden Entwicklungsfaktoren auszugleichen. Auch bei der Betrachtung des Anorganischen läßt er sich von dynam Gesichtspunkten leiten, wenn er mineralogisch (D2a) statt der quantifizierbaren Struktur von Kristallen die auf ihre Genese zurückdeutende Zusammensetzung der Gesteine u Mineralien untersucht u ebenso geol die Erde, Gebirge ua ‘Massen’ als etwas Gewordenes od Sichausdifferenzierendes betrachtet3). Wie bei ‘Form’ ist eine intensive Weiterentwicklung zwischen G-s natwiss, ästhetischen ua Vorstellungen zu konstatieren; so hat sein künstlerischer Gestaltungsdrang sicherlich seine wiss Morphologie beeinflußt4) u berührt sich ‘Gestalt’ als natwiss ‘Typus’-Begriff ua mit der Forderung nach repräsentativer od gesteigerter Darstellung des Menschen durch den bildenden Künstler u Dichter (C2); bemerkenswert in diesem Zshg versch ästhetisch-organ Analogien wie das frühe (1773) genie-ästhetische Vergleichsbild für das Straßb Münster (C1) sowie G-s ‘Einleitung in die Propyläen’ (1798), in der die ‘gestaltlose’ Ästhetik der Frühromantik kritisiert u dem bildenden Künstler morphol Grundkenntnisse abverlangt werden. A
als ontolog Kategorie: zur Bezeichnung der (physischen wie geistigen) Existenz, des Daseins od eines Seienden, eines Elementes der Wirklichkeit 1
Körper od Körperlichkeit, als raumzeitlich gebundene, materielle, sinnl wahrnehmbare, greifbare Realität od als leibliche, physische Präsenz; bei stärkerer Berücksichtigung der Erscheinungsweise auch in Berührung mit anderen Bedeutungspunkten [
vor der Weiterreise, aus Erfurt] einen schönen guten Morgen! .. die Pferde werden bald da seyn, meine G. geht vorwärts und mein Geist zurück GWBB5,231,22 ChStein 7.12.81 [
es] gibt .. einen hohlen Fleck im Gehirn,
d. h. eine Stelle, wo sich kein Gegenstand abspiegelt .. Wird der Mensch [
darauf] .. besonders aufmerksam .. so verfällt er in eine Geisteskrankheit, ahnet hier Dinge aus einer andern Welt, die aber eigentlich Undinge sind und weder G. noch Begränzung haben, sondern als leere Nacht-Räumlichkeit ängstigen und [
ihn] .. mehr als gespensterhaft verfolgen GWB42
2,144,5 MuR(266) [
Magus zu Lila:] Sie [
die Geister] kommen. Du wirst glauben, bekannte Gestalten zu sehen, und du irrst nicht .. die Geister haben keine G-en .. Hüte dich sie zu berühren, denn sie zerfließen in Luft. Die Augen trügen GWB12,60,16 Lila II [
Natalies Oheim:] Bei .. Concerten stört uns immer die G. des Musicus; die wahre Musik ist allein für’s Ohr GWB23,202,13 Lj VIII 5 GWB41
1,190,11 Üb:Byron,Manfred
uö(selten) 2
Phantom od Phantasiegebilde a
für Geist, Gespenst, Schatten od eine ähnliche Erscheinung; überwiegend im dichterischen Werk, öfter mit Attr wie ‘geistig, lüftig, ungreifbar’ [
Wilh zu Serlo:] beobachten Sie ihn [
Hamlet], wenn er erfährt, die G. seines Vaters erscheine; stehen Sie ihm bei .. wenn der ehrwürdige Geist selbst vor ihm auftritt .. die Wundergestalt GWB22,75,10 Lj IV 13~GWB52,233,17 ThS VI 8 Man erzählt von Zauberern, die durch magische Formeln eine ungeheure Menge allerlei geistiger G-en in ihre Stube herbeiziehen GWB21,298,17 Lj III 9 = GWB52,153,24 ThS V 8 [
Orest:] Zu euch, ihr Schatten, in die ew’gen Nebel .. | Wer ist die Schaar .. ? .. göttergleich und ähnlich scheinen | Die wandelnden G-en. Ja, sie sind’s, | Die Ahnherrn meines Hauses! GWBIph 1273 Der Abend kommt heran, ein magisches Theater erbaut sich von selbst. Es erscheint die G. der Helena GWB15
2,175,50 Faust II Plp GWB12,360 Lila III Plp GWB23,159,12 Lj VIII 2 GWB15
2,108 Faust II Var
uö b
Erzeugnis, Gebilde der (frei spielenden) Einbildungskraft, öfter visionär od halluzinatorisch im (Tag-)Traum erfahren, einmal für eine undeutl gebliebene geistige Vorstellung; mehrf in Berührung mit C Der Mittelpunkt aller Sinne dieses Haupts [
von Homer] ist in der obern .. Höhlung der Stirne .. [
beim] Sitze des Gedächtnisses .. alle ihre Muskeln ziehen sich hinauf, um die lebendigen G-en zur sprechenden Wange herabzuleiten GWB37,339,19 PhysiognFragm [
‘Dämon der Unterdrückung’, von der ‘Hoffnung’ bedroht:] Ich will sie kirren .. | .. der Nebelrauch .. webt undeutliche G-en, | Die .. immer fort | Das Ungeheure mir entfalten .. | Verschleierte G-en, Ungestalten, | In ewigem Wechseltrug erneuert! .. (Er wehrt sich gegen die .. Vision .. ) GWB16,360 Epimen 527u534 [
nach dem Wiedersehen mit Friederike, beim Davonreiten] da überfiel mich eine der sonderbarsten Ahnungen. Ich sah nämlich, mit den Augen .. des Geistes, mich mir selbst .. entgegen kommen .. Sobald ich mich aus diesem Traum aufschüttelte, war die G. ganz hinweg GWB28,84,1 DuW 12 die wunderbare Gesammtheit seines [
Hamanns] Stils, seiner Mittheilungen .. [
Man] kann .. der G-en, die ihm vorschweben, sich nicht bemächtigen GWB28,109,26 DuW 12 GWBFaust II 7272
uö 3
für einen Gegenstand der Wahrnehmung, Erfahrung, des Erlebens od spezieller für ein best (natürl, techn) Produkt, Gebilde; meist pl a
(alles,) was einem (in einer best Lage, Umgebung) begegnet, zu Gesicht od zur Kenntnis kommt; bei stärkerem Rückbezug aufs Subjekt auch iSv das Wahrgenommene, Erfahrene [
Fahrt auf der Brenta] Die Ufer sind mit Gärten und Lusthäusern geschmückt .. Ortschaften treten bis an’s Wasser .. Zu so viel abwechselnden Bildern und G-en gesellte sich noch eine Erscheinung .. zwei Pilger nämlich GWB30,99,1 ItR [
griech Mysterienkult] Wunderlich irrte .. der Eingeführte durch Kreise | Seltner G-en .. hier | Wanden sich Schlangen .. umher, verschlossene Kästchen .. trugen hier Mädchen vorbei, | Vielbedeutend gebärdeten sich die Priester GWB1, 247 Vs 222 RömEleg XII Auslegung von Characterköpfen .. [
Nr]2 .. achtet auf was er doch nicht annehmen wird. Er betrachtet um die G-en nach seinem Sinn zu modeln, und beharrt so bedächtlich in die Welt hinein GWB53,392,5 Plp GWBB11,12,5 Schiller 23.1.96 GWB21,112,21 Lj I 17~GWB51,93,7 ThS I 23
uö b
Geschöpf, Lebewesen, Naturgebilde, auch ‘lebendige, lebende G-en’; vereinzelt zugl iSv Variante, Ausprägung Dann gingen wir [
bei Neapel] an’s Meer und sahen allerlei Fische und wunderliche G-en aus den Wellen ziehen GWB31,18,20 ItR Natur! .. Sie schafft ewig neue G-en .. Sie baut immer und zerstört immer .. Sie lebt in lauter Kindern GWBN11,5,9 Natur Pflanzen im Wasser wachsend bringen die seltsamsten lebendigen G-en hervor; Pflanzen in Berührung mit der Atmosphäre wachsend .. erzeugen eben so gut lebendige Geschöpfe GWBB39,86,17 CarlAug 17.1.25
uö(selten) als Mißgeburt od Mißgestalt; auch ‘unförmliche, gräßliche G(-en)’ uä die hochschwangere Frau [
eine männl Karnevalsmaske] .. bringt .. zu großer Belustigung der Umstehenden irgend eine unförmliche G. zur Welt GWB32,253,13 ItR GWB38,376,11 FGA EnglKupferst GWB1,317 Vs 215 VenEpigr XLI
uö c
für ein Konstrukt, etw künstlich Hergestelltes od spielerisch Geformtes [
Faust üb die kristallbildenden Berggeister:] In stetem Sondern, Prüfen und Verbinden, | .. Mit leisem Finger geistiger Gewalten | Erbauen sie durchsichtige G-en GWBFaust II 10434 An einem Abend, als [
Wilh] .. aus Ceraten [
Korr Morris,Euph 19,381] sich mancherlei G-en zusammenformte, stellte er .. auch einen Goliath und David auf GWB51,19,4 ThS I 6
uö(selten) d
Erscheinung, Bild, Gebilde uä im opt Bereich, insbes als entopt (Farb-)Figur im Innern eines durchsichtigen Körpers, einmal ‘spenstische G-en’ in Berührung mit A2a; vereinzelt für ein Schein- od Nachbild Die beyden Schaurohre [
Kaleidoskope] sind .. angelangt .. Sie zeigen die G-en ausgesucht schön [
vgl B29,192: farbige, regelmäßige Bilder, die sich .. mit der größten Regelmäßigkeit verändern] GWBB29,215,8 JFHSchlosser 27.6.18 Nähere Bezeichnung der entoptischen Erscheinung .. : daß wir [
im reflektierten Licht] G-en erblicken, von gewissen Farben begleitet und wieder Farben, an gewisse G-en gebunden, welche sich .. beiderseits nach der Form des Körpers richten müssen .. jede Form .. nöthigt das erscheinende Bild sich nach ihr zu bequemen GWBN5
1,267,4u6 Entopt Farb 161820 Franz I. .. sieht [
beim Spiel] scharf auf die Würfel .. Der Gegenspielende nimmt die Würfel schnell weg und der König .. sieht die G-en [>die Spectra derselben
R] dunkel auf dem Teppich und hälts für Blutstropfen GWBB27,371 Schultz [25.]5.16 K GWB3,101 EntoptFarb 22
uö e
‘rein umschriebene, gewisse G-en’: wohl für das der Phantasie von der Sinnlichkeit vorgelegte, klar umrissene Anschauungsmaterial GWBB27,309,12 Maria Paulowna 31.12.16/2.1.17 K Beilage 4
Person, Persönlichkeit; in a und b auch mit geschlechtsspezif Attr a
nicht (näher) bekannte, auch rätselhafte, befremdl od nicht geheure Person ich zog .. ruhig die gewohnten Pfade, bis ich eines Tages .. an dem Rande des Hegegrabens eine weibliche G. sitzend .. fand GWB24,27,18 Wj I 2 Als er [
Eduard] bei’m Wirthshaus vorbeiritt, sah er den Bettler .. den er gestern Nacht .. beschenkt hatte .. Eben diese G. war ihm gestern erschienen, als er Ottilien am Arm führte GWB20,171,26 Wv I 16 als ein junges Geschöpf [
Mignon] ihm [
Wilh] entgegen sprang .. Er sah die G. mit Verwunderung an, und konnte nicht mit sich einig werden, ob er sie für einen Knaben oder für ein Mädchen erklären sollte GWB21,142,22 Lj II 4 GWB19,288,9 BrSchweiz II
uö als unkenntliche, undeutlich wahrgenommene od vermummte Figur als er [
Wilh] .. zurücksah, kam es ihm vor, als wenn Marianens Thüre sich öffnete, und eine dunkle [schwarze GWB51,92,27 ThS I 23] G. sich heraus bewegte. Es war zu weit, um deutlich zu sehen GWB21,112,10 Lj I 17 GWB52,80,20 ThS IV 13 GWB32,246,23 ItR Röm Karn
uö b
identifizierend für ein best Individuum od eine typenhaft aufgefaßte Person Der unglückliche Jerusalem .. die Einsamkeit hat sein Herz untergraben, und — seit sieben iahren kenn ich die G. GWBB2,34,6 Kestner [Anf Nov 72] Brückner, als erster Liebhaber, hatte unsern .. Beifall .. Madame Stark war in den Mutterrollen wohl aufgenommen; der übrigen G-en [
der Kochschen Gesellschaft] erinnere ich mich nicht mehr GWB36,227,10 BiogrEinzh Seine Mädchen sind die allgemeinsten G-en, wie man sie in Societät und auf der Promenade kennen lernt GWB37,222,22 FGA PolnJude
uö c
heraushebend iSv (berühmte) Persönlichkeit, Charakter; öfter mit Attr wie ‘bedeutend, bekannt, groß’, mehrf mit nachgestelltem Gen (Eigennamen), insbes zur Kennzeichnung hist Größe daß [
eine best] Regierungsform eben auch einen moralisch-klimatischen Zustand hervorbringe, worin die Charaktere .. sich ausbilden. Von der Menge reden wir nicht, sondern von bedeutenden, ausgezeichneten G-en GWB7,40,9 DivNot Wilhelm .. ergötzte sich [
in der Gemäldegalerie] an so mancher bekannten G. .. Das Porträt wie die Biographie haben ein ganz eigenes Interesse; der bedeutende Mensch .. tritt einzeln abgesondert heraus GWB24,116,4 Wj I 7 1757 .. Die Siege, die Großthaten, die Unglücksfälle .. schienen sich aufzuheben; immer aber schwebte die G. Friedrichs, sein Name, sein Ruhm, in kurzem wieder oben GWB26,112,8 DuW 2 GWBN4,399,20 FlH AnzÜbers Gespr(He5,127) LSeidler undat
uö als hohe, exemplarische od ideale Erscheinung; meist mit Attr wie ‘heroisch, ehrwürdig, himmlisch’, öfter im mythol Kontext [
Faust zu Chiron:] Du hast die Größten deiner Zeit gesehn, | Dem Edelsten in Thaten nachgestrebt, | .. Doch unter den heroischen G-en | Wen hast du für den Tüchtigsten gehalten? GWBFaust II 7363 [
Phileros üb Epimeleia:] Es ist die Gebieterin die mir befahl .. wer gab der G. | Die einzige furchtbar entschiedne Gewalt? | Wer führte sie still die verborgene Bahn | Herab vom Olymp? Aus dem Hades heran? GWBPand 461 GWB42
2,460,15 Üb Volks- uKinderlieder GWB17,68,21 TriumphEmpfindsamk VI
uö ‘die einzig(st)e G.’, ‘die G. aller Gestalten’: für Helena als idolhaftes Musterbild der Schönheit u Vollkommenheit, insbes hinsichtl der irdisch-sinnl Verkörperung ihrer Entelechie; einmal für eine sehnsüchtig verklärte Frauenerscheinung; in Berührung mit B [
Faust zu Chiron:] Hat doch Achill auf Pherä sie gefunden, | Selbst außer aller Zeit .. | Und sollt’ ich nicht, sehnsüchtigster Gewalt, | In’s Leben ziehn die einzigste G.? | Das ewige Wesen, Göttern ebenbürtig, | So groß als zart, so hehr als liebenswürdig? GWBFaust II 7439 [
Helena:] Ich als Idol, ihm [
Achill] dem Idol verband ich mich. | Es war ein Traum .. Ich schwinde hin .. [
Chor zu Phorkyas:] Schweige .. | Daß der Königin Seele .. | Sich noch halte, festhalte | Die [In der
Var] G. aller Gestalten | Welche die Sonne jemals beschien GWBFaust II 8907 [
Wilh im Selbstgespräch:] Wenn du dereinst deine Amazone wieder antriffst, diese G. aller Gestalten, du findest sie, trotz aller deiner Hoffnungen und Träume, zu deiner Beschämung .. am Ende — als seine [
Lotharios] Braut GWB23,43,13 Lj VII 5 GWBFaust II 9324 B
(Erscheinungs-)Form, Aussehen od auch (typische, mustergültige) Beschaffenheit, Qualität 1
die das Aussehen eines Dinges, Gebildes, Wesens bestimmende, meist festumrissene (regelmäßige) äußere Form, Bildung, Geformtheit, auch iSv Umriß, Kontur; öfter neben der Farbe als (äußerl) Hauptmerkmal, mehrf iUz Inhalt; vereinzelt in grundsätzl (naturphilos) Erörterungen, auch kategorial wir bemerken .. daß wir durch eine gewisse Masse desselben [
des Wassers] die Gegenstände ihrer G. und Farbe nach deutlich erkennen GWBN5
1,129,15 ElementeFl 2 [
Pfefferkörner-Infusion] sehr zarte Gallertpunckte auf dem Boden ganz kleine Infusionsthiere deren G. kaum zu unterscheiden GWBN7,292 InfusTiere Getretner Quark | Wird breit, nicht stark. | Schlägst du ihn aber mit Gewalt | In feste Form, er nimmt G. GWB6,131 Vs 4 DivSprüche wie das Erhabene von Dämmerung und Nacht, wo sich die G-en vereinigen, gar leicht erzeugt wird, so wird es .. vom Tage verscheucht, der alles sondert GWB27,15,5 DuW 6 [
für: figura; σχῆμα] GWBN3,12,18 FlH Aristot GWB7,74,4 DivNot
uö spezieller als geometr od nach einem best (Wachstums-)Muster beschreibbare Figur, räuml Struktur, Bildungsform, Formation; meist im Formvergleich u mit Attr wie ‘viereckig, sternförmig, schornsteinförmig’ od in Vbdgn wie ‘in eiförmiger, körniger G.’, ‘in (der) G. einer Kugel, eines S’, auch hinsichtl der Konsistenz [
betr das Piedestal eines Monuments] Die viereckige G. der Base bietet auch für die Inschrift mehr Bequemlichkeit dar als die runde GWBB26,118,21 Schadow 25.10.15 [
best] Blätter .. die unter dem Wasser wachsen, fadenförmig sind, oder die G. von Geweihen annehmen GWBN6,36,11 MetamPfl 25 Ein feiner Töpferthon, der Porzellan-Erde sich nähernd .. enthält zwar .. Quarzantheil genug, der jedoch nicht mehr darin in körniger G. vorkommt GWBN9, 329 MinGeol Plp ein fallendes geschmolzenes Blei .. kommt unten in G. einer Kugel an GWB20,49,25 Wv I 4 [
für: shape] GWB46,200,9 Hackert TgbKnight GWBN13,430,31—431,5 Naturlehre GWBB5,23,15 Ernst II 27.12.80
uö als wohlvertraute, für ein Lebewesen, eine Spezies charakterist Körperform u -bildung; öfter ‘die menschliche G.’, insbes als noch zu bearbeitendes Sujet des Künstlers [
Faust:] Wie wird mein Pudel lang und breit! | .. Das ist nicht eines Hundes G.! | .. Schon sieht er wie ein Nilpferd aus GWBFaust I 1252 [
mBez auf genaue Abbildungen von Pflanzen] obgleich .. Linné .. der Sprache .. Bestimmungsfähigkeit gab, um sich an die Stelle des Bildes zu setzen, so kehrte doch immer die Forderung des sinnlichen Menschen wieder zurück, die G. mit Einem Blick zu übersehen GWB49
1,381,9 Blumenmalerei Diese Figuren [
eines Portals] hatten .. nichts vom Satyr, als .. Hörner und etwas Ziegenmäßiges im Gesichte, das Übrige war alles menschliche G. [
humana forma] GWB44,69,28 Cell III 4 [
für: εἶδος] GWB37,348,10 PhysiognFragm GWB32,317,9 ItR
uö prägnant iS der plast, lebendigen Fülle u üppigen Entfaltung [
aus Ottilies Tagebuch] wenn [
im Winter] die Bäume so geisterhaft, so durchsichtig vor uns stehen .. bis das volle Laub hervortritt, bis die Landschaft sich verkörpert und der Baum sich als eine G. uns entgegen drängt GWB20,310,24 Wv II 9 2
äußere Erscheinung einer Person; öfter alters-, geschlechts- od berufsspezif a
(iSv) Wuchs, Statur, Körperbau, auch: Leib; oft (zugl) für od mBez auf den Habitus, den Gesamteindruck von Körperbeschaffenheit, Haltung u seel-geistiger Ausstrahlung; häufig mit Attr wie ‘groß, kräftig, schlank, schön, ansehnlich’ od ‘würdig, edel, hold’, auch ‘von untersetzter, langer G.’, ‘hübsch an G.’ uä; oft in Ergänzung zu ‘Gesicht(sbildung), Wesen, Betragen’; einmal ‘Junonische G.’ An G. war er [
Lerse] gut gebildet, schlank und von ziemlicher Größe GWB27,254,24 DuW 9 [
Pfarrer mBez auf Dor:] Glücklich, wem doch Mutter Natur die rechte G. gab! | Denn sie empfiehlet ihn stets GWBHermDor VI 151 Unter den vielen Personen, deren G. und Gesicht im Kreise vom Feuer erleuchtet war, erblickt’ ich einen ältlichen Mann GWB33,65,18 Camp Andromeda ist schön .. noch mehr Bewunderung erfordert ihre G. Nicht sind die lydischen Mädchen weicher und zärter, die von Athen nicht stolzeres Ansehns, noch die von Sparta kräftiger GWB49
1,103,20 Philostrat daß .. zierliche Personen .. ihm [
Merck] .. nicht sonderlich gefielen. Er zog .. die Junonische G. einer ihrer [
Lottens] Freundinnen vor GWB28,171,17 DuW 12 GWB26,254,4 DuW 4 GWBFaust I 3395~GWBUrfaust 1087 GWB25
2,131 Wj Plp
uö b
iSv Aussehen, Äußeres, auch: Aufmachung, Aufzug [
Breme:] es wird zu nichts mehr Politik erfordert, als den Leuten .. [
die] Barthaare .. hinweg zu nehmen und den Mann dadurch an G. und Sitten einer glattwangigen Frau, einem zarten .. Jüngling ähnlich zu machen GWB18,59,16 Aufgeregten IV 2 [
der Fremde zu Wilh:] Kennen Sie Ihren alten Freund nicht mehr? Es war die Stimme des Harfenspielers, aber von seiner G. schien keine Spur übrig geblieben zu sein GWB23,287,15 Lj VIII 10 Wilhelm eilte zu Fuß durch das Gebirge voraus, und über seine sonderbare G. mußte jeder, der ihm begegnete, stutzig werden [
vgl 22,15: ein Westchen .. gestrickte Beinkleider .. eine .. seidne Schärpe] GWB22,34,7 Lj IV 4~GWB52,186,7 ThS V 14 GWBB38,204,24 Knebel 30.7.24 GWBB26,332,17 Voigt 7.4.16
uö spezieller für Gesichtsbildung, Gesichtszüge, bes als Gegenstand der physiognom Lehre Lavaters; einmal im Vergl Daß Emil so glücklich durch die Blattern gekommen ist, ohne an seiner G. oder seinem Humor etwas zu verlieren, ist .. schön GWBB9,68,28 Herder 27.12.88 [
betr vermutl eine geschwollene Wange] Liebe mich obgleich meine G. sich verändert hat GWBB7,193,16 ChStein 23.3.86 Vier Thorenköpfe .. 1. .. Die G. dieses wahnwitzigen Menschen ist wie ein Baumblatt, das der Mehlthau .. traf; von dem Orte aus verzieht sich die Form; nach dem Orte hin verziehen sich die Linien GWB37,353,7 PhysiognFragm GWBN12,242 Morph Plp
uö für jds äußeren Zustand als Ausdruck der momentanen seel Verfassung; vereinzelt für den (gefaßten) Gesichtsaudruck indem sie [
Lotte] zitterte, er [
Albert] würde das verweinte überwachte ihrer Augen und ihrer G. entdekken, ward sie noch verwirrter AA151,6 Werth
1 II Plp [
Mittler spricht üb das 7. Gebot] ehe sie [
Charlotte] ihn noch unterbrechen konnte, sah sie schon Ottilien, deren G. sich verwandelt hatte, aus dem Zimmer gehen GWB20,405,4 Wv II 18 GWB24,319,16 Wj II 5 GWB22,275,2 Lj VI GWBHermDor II 3
uö 3
(dem Wechsel unterworfene, vorübergehende) Erscheinungs- od Ausprägungsform; häufig ‘in, unter einer best G.’ od in Wdgn wie ‘eine best G. annehmen’, ‘in einer best G. hervortreten’ a
als eine dem jeweiligen Gegenstand, Thema immanente, oft mehr od minder beliebige Variante, Spielart, Machart, vereinzelt iSv Rolle, Funktion; überwiegend mit Attr wie ‘mancherlei, verschieden, ander’ od iVbdg mit Steigerungsformen von Adj war er [
Winckelm] doch immer von einer Unruhe gepeinigt, die, indem sie tief in seinem Charakter lag, gar mancherlei G-en annahm GWB46,66,5 Winckelm das radicale Böse in seiner häßlichsten G. .. als Neid und Widerwille gegen frohe .. vertrauende Personen GWBN6,144,16 MetamPfl Nachtr Fuhrwerk aller G.; Rüst- und Leiterwagen, Ein- und Mehrspänner GWB33,133,20 Camp Bemerkung bey den Staëlschen Liebhabern, daß die Frauen die Männer nur unter der G. des Liebhabers sehen und greifen GWB53,440,27 Aus Notizb GWBB26,139,7 Boisserée 6.11.15 GWB7,157,8 DivNot
uö b
bei meist tiefgreifender Veränderung, Umwandlung des Ausgangsstoffs od -zustands, einer ursprüngl Empfindung ua sie [
zu den Gipfeln hochsteigende Wolken] .. scheinen .. sich zu verdicken und von der Kälte gepackt in G. des Schnees niederzufallen GWB19,271,10 BrSchweiz II [
Erläuterung der chem ‘Wahlverwandtschaften’] Man muß diese todtscheinenden .. Wesen [
Elemente] wirkend .. sehen .. schauen, wie sie einander suchen .. aufzehren und sodann aus der innigsten Verbindung wieder in erneuter, neuer, unerwarteter G. hervortreten GWB20,55,22 Wv I 4 [
betr Einstellung einer Subskription zugunsten von GABürger] ob ich nicht .. alle Hoffnungen, die gewissermaßen die G. von Forderungen annehmen, völlig beseitigen solle GWBB37,293,1 CarlAug 23.12.23 GWB23,243,16 Lj VIII 7
uö doppeldeutig iS einer verwandelten persönl Erscheinungsweise od iSv (verwandelte) Person Wir werden uns [
im Jenseits] wiedersehn, rief ich .. unter allen G-en werden wir uns erkennen AA69,20 Werth
1 I~Werth
2 c
als eine der Verhüllung, Verkörperung od (allegor) Einkleidung dienende Erscheinungsweise α
zur Wahrung des Inkognitos, zur Verkleidung od Verstellung einer Person Darius .. kommt in fremder G. an Hof und erscheint vor Belsazarn als ein medischer Feldherr GWB51,242,1 ThS III 9 [
Scapin zu Scapine:] In der G. | Wie du mich siehst, (Er nimmt .. die Krüppelgestalt wieder
an.) saß ich vor seiner Thür GWB12,123 ScherzLR 88 GWB28,158,28 DuW 12
uö β
zur Manifestation, Inkarnation einer Gottheit od eines anderen überird Wesens Über den ehernen Stier .. Ich halte .. dafür, daß es Jupiter in dieser G. sey, der Europen trägt GWBB21,330,2 Knebel 12.6.10 [
kosmolog Vorstellungen des jungen G] Nichts ist .. natürlicher, als daß die Gottheit selbst die G. des Menschen annimmt, die sich zu einer Hülle schon vorbereitet hatte GWB27,221,16 DuW 8 [
Übersetzungsübung:] daß er [
Kaiser Maximilian] aus den steilen Felsen sich nicht wider finden konnte, biß ihm ein Engel unter der G. [=
sub specie] eines alten Mannes einen Weg gezeiget haben soll GWB38,211,38 Labores juv [1757] GWBT1,272,17 v 6.10.86 GWB41
1,269,7 Ilias Ausz 2
uö γ
zur Personifikation od Symbolisierung eines Begriffs, einer Lehre od auch eines (Natur-)Phänomens uä; einmal ‘das Abendmahl unter beiden G-en reichen’ (‘sub utraque specie’) Man hört .. den heitern Gesang einer Mädchenstimme; es ist die Liebe, die sich in G. einer zierlichen Nymphe nähert GWB41
1,41,20 Anz:Epimen Oktober .. in G. eines wein- und fruchtbekränzten Genius GWB16,235,7 Maskenz 1818 Progr daß wenn ich an ein wünschenswerthes Glück dachte, dieses mir am reizendsten in der G. des Lorbeerkranzes erschien, der den Dichter zu zieren geflochten ist GWB26,257,18 DuW 4 GWB42
1,401, 11 Ausz:ZTheobald,Hussitenkrieg [
für: εἶδος] GWB49
1,114,25 Philostrat
uö d
als Seinsweise, Seinsmodus [
Abfall der Engel in der Kosmologie des jungen G] Aus dieser Concentration der ganzen Schöpfung .. entsprang nun alles das, was wir unter der G. der Materie gewahr werden, was wir uns als schwer, fest und finster vorstellen, welches aber .. durch Filiation vom göttlichen Wesen herstammt GWB27,219,13 DuW 8 e
‘die G. dieser/der Welt’ iGz Bleibenden, Unvergänglichen geistiger Werte [
betr G-s bildkünstlerische Tätigkeiten] So entfernt bin ich jetzt von der Welt und allen weltlichen Dingen, es kommt mir .. wunderbar vor, wenn ich eine Zeitung lese. Die G. dieser Welt vergeht, ich möchte mich nur mit dem beschäftigen, was bleibende Verhältnisse sind, und so nach der Lehre des
***5) meinem Geiste erst die Ewigkeit verschaffen GWB32,62,26 ItR [
mBez auf einen Besuch Zelters] Mag doch die G. der Welt vergehen, wenn befreundete Gesinnung sich gleich bleibt GWBB29,324,19 Boisserée 31.10.18 4
Anschein, Ansehen, (passabler, gehöriger) Anstrich, auch in Berührung mit 5b will ich [
bei Dankesbekundungen] .. bey dem reinen Ausdruck verharren, damit es nicht etwa die G. gewinne, als wenn ich .. nöthig hätte mich auf Phrasen zu besinnen GWBB37,228,21 Nees 29.9.23 Vergegenwärtigung des strengen Formelwesens dieser [
römischen] Nation, welches zuletzt der Anarchie und Tyranney selbst noch eine gewisse legale G. zu geben trachtete GWBB40,157,2 JurFak Jena 24.11.25 GWB43,304,22 Cell II 10
uö(selten) 5
für innere (geistige) Beschaffenheit, Bewandtnis, Struktur; mit qualitativer Note oft auch iS einer wesenhaften, substantiellen od mustergültigen Bildung(sweise); in Vbdgn wie ‘(eine) G. annehmen, gewinnen, haben’ öfter zugl zum Ausdruck der (allmähl) Verwirklichung, der Wirksamkeit od auch Gewichtigkeit a
unspezif als Art u Weise od Qualität, Zustand, Lage, Verfassung; öfter ‘eine andere, verwandte G.’; vereinzelt in Vbdgn wie ‘etw hat folgende G.’, ‘in der G. daß’ Die .. Stunden meines hiesigen Aufenthaltes benutzte .. um die künftige G. meines Verhältnisses zum Theater durchzudencken GWBB28,36,7 Voigt? 26.3.17 daß Graf Sternberg .. in Marienbad angekommen, wodurch denn mein dortiger Aufenthalt eine ganz andere G. gewann GWBB36,103,5 CarlAug u Louise 1.8.22 K die im Ganzen durch das Rescr[
ipt] vom 5 Febr veränderte G. der Sache A2,364,6 Aktenausz [nach 8.11.93] [
betr Newtons Brechungshypothese] Setzt man seine Gründe auseinander, so werden sie folgende G. haben: .. GWBN5
1,168,19 ÜbNewt DivRefrangib GWB24,333,15 Wj II 5
uö b
Ordnung, geregeltes Procedere od Organisation(sform) einer Gesellschaft, Institution, Sammlung, Untersuchung ua; mehrf prägnant als hoher Wert od als Norm [
nach Kriegswirren in Weim] im April 1807 .. hatte alles doch wieder einige G. gewonnen, daß .. wir .. auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einige zutrauliche dichterische Blicke werfen konnten GWB13
2,213,12 Vorsp EröffngWeimTheat 1807 Bem [
Odoardo üb seinen Siedlungsplan:] Worauf ich .. aufmerksam zu machen habe .. ist die Einrichtung, die G., in welche wir alle Mitwirkenden vereinigen GWB25
1,220,16 Wj III 12 Man vereinigte sich .. ein .. allgemeines deutsches Wörterbuch zusammen zu bringen .. ich halte .. für gut der Sache die G. einer Societät zu geben GWBB17,306 Voigt? [März 04] GWBA(53,292,22) Bericht [Ende Okt 17] [Oberaufs] GWB23,212,23 Lj VIII 5
uö als sachgerechte u ansprechende, insbes hinsichtl des inneren (themat) Zusammenhangs überzeugende Form, Anlage, Ausführung zB eines Briefs, einer Erklärung od einer wiss Abhandlung Was ich gestern dictirte hat gar keine G. Und doch soll dies Blatt heute Abend zu Ihnen GWBB13,78,5 Schiller 25.2.98 ein kleiner Aufsatz [
üb die Externsteine] ist geschrieben, der freylich jetzt erst G. erhält GWBB38,66,18 Schultz [8.3.24] Sie erhalten .. ein ostensibles Blatt .. ich habe .. in Absicht auf die Stelle meine Meynung geändert, und der Vorschlag hat so mehr G. GWBB11,187,5 ChStein 7.9.96 GWBB27,1,6 Knebel 1.5.16 GWBB26,300,22 Seebeck 22.3.16
uö c
für das Charakteristische, Eigentümliche od Wesentliche, insbes für jds Individualität, Wesensart; vereinzelt in Betonung der Einzigartigkeit; öfter in Vbdgn wie ‘eigentliche, eigen(st)e G.’ Ehr’ [
als Zeichner] jede krüppliche Kartoffel, | Erkenne jedes Dings G., | Sein Leid und Freud’, Ruh und Gewalt GWB4,195 Hier schick’ ich dir 13 Während des neunmonatlichen Krankenlagers .. ward [
in der Kindheit] .. der Grund zu meiner ganzen Denkart gelegt .. Ich litt und liebte, das war die eigentliche G. meines Herzens
6) GWB22,259,16 Lj VI SchöneSeele das schlimmste [
für einzelgängerische Charaktere] .. daß man, um sie nach dem Tode wenigstens in ehrbare Gesellschaft introduciren zu können, ihre G-en verwischt, und betheuert: sie waren wie andere vortreffliche Leute auch! GWB37,282,3 FGA Lobrede aufKreuz GWB28,269,16 DuW 14 GWBB7,40,2 ChStein 6.4.85
uö d
als gesteigerte, substantielle Lebens- u Bildungsform; einmal ‘höchste G.’ [
Wilh üb das Französische:] Wie kann man einer Sprache feind sein .. der man den größten Theil seiner Bildung schuldig ist, und der wir noch viel mehr schuldig werden müssen, ehe unser Wesen eine G. gewinnen kann? GWB22,233,24 Lj V 16 [
der Abbé üb das oft unzulängl Kunstverständnis:] weil die meisten Menschen selbst formlos sind, weil sie sich und ihrem Wesen selbst keine G. geben können, so arbeiten sie, den Gegenständen ihre Gestalt zu nehmen GWB23,251,28 Lj VIII 7 Diese beiden Welten [
Makaries u Montans] gegen einander zu bewegen, ihre beiderseitigen Eigenschaften in der vorübergehenden Lebenserscheinung zu manifestiren, das ist die höchste G. wozu sich der Mensch auszubilden hat GWB25
1,273,2 Wj III 14 GWB5
1,310 Tab vot 75(38)
uö(selten) C
als ästhetischer Begriff 1
künstlerische Form, Gestaltung; mehrf in Analogie zur natürl Bildung, vereinzelt ‘schöne G.’ a
vom Künstler (durch Studium) zu adaptierende, ihm überlieferte (vorbildliche) Darstellungsform, Behandlungsweise, gattungsspezif Struktur od auch technisch untergeordnetes (standardisiertes) Darstellungselement; öfter konzeptionell od prozessual (in Berührung mit b) Beide Stücke [
Erw Elm u Claud] sind mehr gearbeitet, als man ihnen ansieht, weil ich erst recht mit Kaysern die G. des Singspiels studirt habe GWB32,209,14 ItR Solche Techniker [
mönchische Künstler], wie noch jetzt unsere Stuckatoren und Arabeskenmahler, führten Muster mit sich, wornach sie auch deßhalb genau arbeiteten, weil die einmal gegebene G. sich zu sicherem andächtigem Behuf immerfort identisch eindrücken .. sollte GWB49
2,48, 19 Externsteine [
betr Dichter der Romantik] alles geht .. ins form- und charakterlose. Kein Mensch will begreifen, daß die höchste und einzige Operation der Natur und Kunst die Gestaltung sey, und in der G. die Specification, damit jedes ein besonderes bedeutendes werde, sey und bleibe
7) GWBB20,192,11 Zelter 30.10.08 GWB34
2,28,14 Plp GWB29,227,4 DuW 18
uö nach Plotins ‘Enneaden’: reine, noch nicht ins Kunstwerk entäußerte (emanierte) Idee des Schönen [
für: species] GWB48,197,13 MuR(637)~GWBB19,55,27 Zelter 1.9.05 Beilage
‘in halber G.’: iSv halbfigurig (als Protome) [
betr Brandts Jub-Medaille auf CarlAug] Man wünscht die Figuren des Thierkreises .. in halber G. gebildet
8) GWBB39,232,11 Rauch 20.6.25 b
in einem best Werk konkretisierte, es prägende (charakterist) Form, die den Gesamteindruck bestimmende Organisation od Bildung eines Werkdetails; mehrf in kunsthist (stilist) Betrachtung, einmal ‘innere G.’ man hat .. immer nur zu sehr beym Erklären und Klassificiren alter Kunstwerke das materielle walten lassen und seltner G., Sinn und Kunstwerth um Rath gefragt GWBB11,247,7 Meyer 30.10.96 Der Triumph der Empf[indsamkeit] ist bis auf den ersten Ackt fertig .. Das Stück hat eine G., und .. soll einen besondern Effeckt thun GWBB7,231,1 ChStein 16.6.86 Die Gebärden der Figuren [
in ‘Faust’-Illustrationen] sind der Handlung angemessen und die Glieder von guter G. GWBB49,136,17 Nehrlich 10.11.31 [
betr die Schematisierung der ‘Achilleis’] Ein großer Theil des Gedichts, dem es noch an innerer G. fehlte, hat sich bis in seine kleinsten Zweige organisirt GWBB14,34,21 Schiller 9.3.99 [
für: form] GWB46,181,15 Hackert TgbKnight
uö im Vergleich mit der organisch-lebendigen Natur [
Straßb Münster] wie froh konnt’ ich .. schauen die großen harmonischen Massen, zu unzählig kleinen Theilen belebt: wie in Werken der ewigen Natur, bis auf’s geringste Zäserchen, alles G., und alles zweckend zum Ganzen GWB37,147,2 Von dtBaukunst 1773 c
für die (vorläufig) abgeschlossene Werkgestalt, mehrf iSv Fassung, Version; vereinzelt ‘in seiner früheren, jetzigen, heutigen G.’ uä mir ist es .. lieb, daß Sie das Werklein [
Wj] in seiner frühern G. noch gar nicht kannten, indem ich .. dasselbe umgestellt und umgeschrieben GWBB45,71,16 Göttling 3.12.28 GWBB17,205,8 NMeyer 10.10.04 GWBB28,188,8 Sartorius 20.7.17
uö 2
vom bildenden Künstler od Dichter Gestaltetes, Gebildetes; bei stärkerer gedankl Loslösung vom dargestellten Gegenstand od Thema auch iSv Plastik, Statue, Gemälde, Bildnis uä a
unspezif für alles, was von einem best Künstler, in einer best Kunstgattung geschaffen, dargestellt wurde od zu bilden ist; überwiegend in allg, insbes gattungsvergleichenden Aussagen, auch übertr u im bildhaften Vergl Dieser sinnlich-bildlich bedeutend wirkende Genius [
der Kunst zu Giottos Zeit] beherrschte auch ihn [
Dante] .. Wie ihn denn auch der dritte Reim .. niemals genirt, sondern .. seinen Zweck ausführen und seine G-en umgränzen hilft GWB42
2,70,14 ÜbDante Die Malerey kann ihre Abkunft von der Plastik nicht verläugnen .. Die Plastik mußte ihren G-en Grund und Boden geben. Die Malerey erhob sie zu Schwebenden GWB49
2,217,8 Zahn,Pompeji Plp [
der Fremde zu Wilh:] Jeder hat sein eigen Glück unter den Händen, wie der Künstler eine rohe Materie, die er zu einer G. umbilden will GWB21,109,10 Lj I 17 GWBB24,181,20 Sartorius [28.2.14] K
uö prägnant für ein plastisches Gebilde (in gleichnishafter Gegenüberstellung klass u oriental Poesie) Mag der Grieche seinen Thon | Zu G-en drücken, | An der eignen Hände Sohn | Steigern sein Entzücken; | Aber uns ist wonnereich | In den Euphrat greifen, | Und im flüss’gen Element | Hin und wieder schweifen GWB6,22 Div Lied und Gebilde 2 b
als konkr, identifizierbares Werk(element) der bildKunst α
plastische od gezeichnete (Tier-)Figur in ihrem best Aussehen, ornamental stilisiertes Gebilde ua [
betr Epigramme üb Myrons Standbild einer Kuh] sie stellen nicht dar, sie .. verwirren vielmehr den Begriff, den man sich von der verlornen G. machen möchte GWB49
2,3,17 MyronsKuh Die Pferde auf der Markuskirche .. Treffliche G-en! GWBT1,274,4 v 6.10.86 dem Architekten waren Blätter, Knospen, Blumen und von daher abgeleitete G-en als Zierde seiner starren Flächen und Stäbe höchst willkommen GWB49
1,377,15 Blumenmalerei GWB49
2,122,7 Münzkde dtMittelzeit GWB47,235,20 VonArabesk
uö β
Darstellung (Figur) eines Menschen od menschenähnl Wesens; oft in (innerer) Abhängigkeit von der Gesamtkomposition, einer best Bildtradition od dem Naturell des Künstlers; mehrf bei starker Betonung von Aussehen u körperl Erscheinung, vereinzelt in Berührung mit A4 Wir sehen die größte Mannichfaltigkeit der [
darzustellenden 12 bibl] G-en und doch immer, gewissermaßen paarweise, sich auf einander beziehend .. Adam auf Noah, Moses auf Matthäus GWB49
2,97,8 Christus nebst 12 alt- u neutest Fig bin ich überzeugter, daß von dort her [
von byzantin Werken] der ganze Cyclus des christlichen Olymps bildlich ist überliefert worden .. für Kunst und Kunstgeschichte [
bleibt] die Abstammung der G-en immer das Bedeutendste GWBB25,82,21 Boisserée 19.11.14 Hier [
Einsiedeleien] stehen die Figuren der frommen Männer .. mit wilden Umgebungen im Gleichgewicht .. [
im 17. Jh dann] setzt sich eine große, schön bedeutende Welt mit den Figuren ins Gleichgewicht und überwiegt .. durch höchst interessante Gegenden selbst die G-en GWB49
2,244,23 LandschaftlMalerei Entw [1829] finde ich in diesen G-en [
eines Gemäldes von Tischbein] die Unschuld der Sitten unsres Künstlers. Hätte er die Reize des weiblichen Körpers .. genossen .. er würde keine räthselhaften Zwitter produciren GWBB6,265,13 Ernst II 19.4.84 GWB49
2,16,20 u 17,8 Relief Phigalia GWB37,150,21 Von dtBaukunst 1773
uö hinsichtl einer idealisierenden, überhöhenden Wiedergabe der natürl Menschengestalt; vereinzelt als höchste Aufgabe des bildenden Künstlers [
betr Winckelmanns Beschreibung antiker Statuen] Das vollendete Herrliche, die Idee, woraus diese G. entsprang .. soll .. dem Leser mitgetheilt werden GWB46,57,1 Winckelm Von dieser ganz wahren .. Gegenwart [
in Mantegnas Bildern] .. gingen die folgenden Mahler aus .. und nun konnte die Lebhaftigkeit ihres Genies .. immer höher .. steigen .. und himmlische aber wahre G-en hervorbringen GWB30,92,23 ItR~GWBT1,240,13 v 27.9.86 Der Hauptzweck aller Plastik .. ist, daß die Würde des Menschen innerhalb der menschlichen G. dargestellt werde GWB49
2,58,16 Verein dt Bildhauer GWB32,394,13 ItR
uö c
poetischer Charakter(typus) α
als Figur einer Dichtung; öfter von exemplar od typolog Bedeutung u mehrf in Erörterung der (behaupteten) Lebensnähe Verzeichniß der .. handelnden Personen [
dieses Romans], das um so nöthiger ist, als .. diese G-en öfters wiederkommen GWB41
2,126,25 Üb:Salvandy,DonAlonzo [
üb Motive u Figuren der ‘Odyssee’] Die Rührung eines weiblichen Gemüths durch die Ankunft eines Fremden .. ist nach der Nausikaa gar nicht mehr zu unternehmen. Wie weit steht nicht .. Medea .. Dido schon .. hinter der Tochter des Alkinous zurück. Die Narine des Vaillants .. würde immer nur Parodie jener herrlichen G-en bleiben GWBB13,66,4 Schiller 14.2.98 [
betr HermDor] Mad. Bansa hat .. mir das Mädchen producirt, das .. für Dorotheens jüngere Schwester gelten könnte. G-en die nicht aus der Luft gegriffen sind müssen sich doch wohl hie und da auf der Erde wieder finden GWBB26,28,21 ABrentano 6.7.15 GWBB22,118,5u7 Zelter 26.6.11 GWB36,188,1 TuJ 1821
uö in der schweifenden, konzeptionell tätigen Phantasie des Dichters; einmal ‘schwankende G-en’ für die Urgestalten der ‘Faust’-Dichtung u -konzeption (in Berührung mit Vorstellungen von Schatten des Hades sowie mit der Metamorphosenlehre9)) [
Arbeit an ‘Iphigenie’] Meine Seele löst sich .. durch die lieblichen Töne aus den Banden der .. Ackten. Ein Quatro neben in der grünen Stube, sizz ich und rufe die fernen G-en leise herüber. Eine Scene soll sich heut absondern denck ich GWBB4,12,8 ChStein 22.2.[79] Ihr naht euch wieder, schwankende G-en, | Die früh sich einst dem trüben Blick gezeigt. | Versuch’ ich wohl euch dießmal fest zu halten? | .. Ihr drängt euch zu! nun gut, so mögt ihr walten, | Wie ihr aus Dunst und Nebel um mich steigt GWBFaust I 1 β
(zugl) als auftretende Bühnenfigur, auch als Figur im Maskenzug, ‘lebenden Bild’ uä; in Betonung der räuml-sinnl Präsenz od Illusion mehrf mit Attr wie ‘lebendig’ od mit Verben wie ‘entgegen-, hervortreten’, einmal ‘lebendig hervortreten’ Jery und Bätely .. Die Gebirgsluft die darinnen weht, empfinde ich noch, wenn mir die G-en auf Bühnenbretern zwischen Leinwand und Pappenfelsen entgegen treten GWB35,7,25 TuJ bis 1780 [
Minnesinger:] Ihr saht vor euch ein liebevoll Gedränge, | G-en vor’ger Zeit, vorüber fliehn GWB16,226 Maskenz RomantPoesie 204 GWB4,59 So wandelt hin 1
uö γ
iSv Rolle Einige Mädchen und junge Frauen mit leidlichen Gesichtern .. theilten sich in die untergeordneten G-en. Nur Mignon, dem man die Rolle des Kammermädchen auftragen wollte, schlug es rund ab GWB52,105,25 ThS V 2 Es ist .. nothwendig, daß der Schauspieler von allen Angewöhnungen .. frei sei, damit .. sein Geist sich bloß mit seiner angenommenen G. beschäftigen könne Schaubühne 36,61 Regeln fSchausp [G/Wolff] GWB4,242 Erlaubt sei dir 1
uö D
als morphol Kategorie in Naturwiss u -philosophie; oft in Berührung mit B, seltener mit A 1
in allgemeinen, organ u anorgan Gebilde meist ausdrückl übergreifenden method Überlegungen, Thesen u begriffl (metasprachl) Erörterungen; mehrf hypothetisch od als nur heuristische, die Beobachtung leitende Idee Der Deutsche hat für den Complex des Daseins eines wirklichen Wesens das Wort Gestalt. Er abstrahirt bei diesem Ausdruck von dem Beweglichen, er nimmt an, daß ein Zusammengehöriges festgestellt, abgeschlossen und in seinem Charakter fixirt sei. Betrachten wir aber alle Gestalten, besonders die organischen, so finden wir, daß .. alles in einer steten Bewegung schwanke .. Wollen wir also eine Morphologie einleiten, so dürfen wir nicht von G. sprechen; sondern .. uns allenfalls dabei nur die Idee, den Begriff oder ein in der Erfahrung nur für den Augenblick Festgehaltenes denken GWBN6,9,28 MorphH Absicht Da der Naturforscher überzeugt ist, daß alles nach G. strebt und auch das Unorganische erst .. wahren Werth erhält, wenn es eine .. entschiedene Bildsamkeit .. offenbart, so wird man ihm vergönnen, auch bei problematischen Erscheinungen die G. anzuerkennen GWBN9,65,25 u 66,1 Marienbad Morphologie. Ruht auf der Überzeugung daß alles was sey sich auch andeuten und zeigen müsse .. Wir wenden uns .. zu dem was G. hat. Das unorganische, das vegetative, das animale das menschliche deutet sich alles selbst an, es erscheint als was es ist unserm äussern unserm inneren Sinn. Die G. ist ein bewegliches, ein werdendes, ein vergehendes GWBN6,446,6u10 Morph Plp GWBFaust II 7863
uö ‘Eintreten der (ideellen) G. in die Wirklichkeit’ so gewähren sie [
best Granitbildungen] .. diesen Vortheil, daß man daran wie an allen monstrosen Ausgeburten der Natur, das Eintreten der ideellen G. in die Wirklichkeit .. mit dem Sinn und der Einbildungskraft .. erreichen kann GWBN9,44,22 AnLeonhard 25.11.07 GWBN9,348 ebd Var
als Ausgangspunkt od als Erkenntnisgegenstand der von G als gleichberechtigt angesehenen synthet u analyt Denkweise; einmal in Charakterisierung der eigenen Forschungsprinzipien [
betr botan, chem u mineralog Schr sowie galvan Versuche Humboldts] Sagen Sie mir von Zeit zu Zeit etwas von Ihren Erfahrungen .. Da Ihre Beobachtungen vom Element, die meinigen von der G. ausgehen, so können wir nicht genug eilen, uns in der Mitte zu begegnen GWBB10,271,16 AHumboldt [18.6.95] GWBN7,170,7 PrincPhilZool I 1830 2
im anorgan Bereich a
mineralog α
die für eine Mineralienart charakterist äußere Kristallform, -ausbildung od Grobstruktur der Zusammensetzung; öfter in Erörterung des Kristallisationsprozesses, überwiegend deskriptiv hinsichtl (anderer) äußerer Merkmale; vereinzelt zugl iSv stoffl Qualität, einmal im Vergl obgleich nur der Glimmer [
im Granit] öfters in seiner sechsseitigen, tafelartigen Krystallisation erscheint, und Quarz und Feldspath, weil es ihnen an Raum gebrach, die ihnen eigenen G-en nicht annehmen konnten .. GWBN9,179,13 Granit Betrachtung über die [
zerfallenen] Pechsteine; entdeckte Pyramidale G. derselben
10) GWBTgb 23.8.21 meldet mir Salinendirector Glenck, er habe [
das gesuchte Steinsalz] .. in ganz reiner G., den Bruchstücken nach als theils körniges, theils blättriges Krystallsalz angetroffen GWBB46,149,9 Zelter 13.11.29 GWB42
1,301,4 Plp GWBN9,24,25 JMüllerSammlg
uö als eine durch Abstraktion gewonnene, für die Individualbildungen aufschlußreiche ‘Grundform’ od ‘Mittelgestalt’ Die kleinen Basalte vom Horn .. denen man bei der Größe einer Kinderfaust oft eine bestimmte G. abgewinnen kann .. Der Grundtypus, woraus alle die übrigen Formen sich zu entwickeln schienen, ward in Thon nachgebildet
11) GWB36,157,26 TuJ 1820 GWBN9,98,16 Horn
uö β
konkrete, oft von äußeren Bedingungen abhängige Erscheinungsform, Varietät od Modifikation; auch ‘abwechselnde, besondere G-en’ daß die mineralischen Körper, insofern sie ähnliche oder verschiedene Grundtheile enthalten, auch in sehr abwechselnden G-en erscheinen; aber eben diese Möglichkeit .. zeigt das Unvollkommene dieser Verbindung, die auch .. leicht wieder aufgelös’t werden kann GWBN8,79,3 Vortr VglAnatomie 3 1796 da wir .. jenen luftsauren Kalk [
Calciumkarbonat] in dreierlei G-en gewahr werden .. als dichten Kalkstein .. als ungeformte zerreibliche Erde .. ebendieselbe als Krystall gestaltet GWBN9,212,16 AnLeonhard 18.11.08 GWBN9,186,5 Üb:KWNose GWBN10,18,11 Porphyrartig
uö b
geol u massenphysikal α
Bau, Struktur, tektonische Beschaffenheit der Erdoberfläche, einer erdgeschichtl bedeutsamen (Gebirgs-)Formation od eines best Gebirgsmassivs, mehrf hinsichtl der Entstehungsgeschichte; einmal im Vergl mit der Knochenlehre, im frühen Br als Gegenstand des ‘anschauenden Begriffs’ iUz ‘wiss’ G. der Erde. Ein Drittel Land, zwei Drittel Wasser .. Sinken des Wassers. Hervortreten des Soliden. Gebirge im Kreuz GWBN9,270,19 BildgErde [
betr eiszeitl Geschiebeblöcke] Zu Herrn von Hoffs Werk über die letzte G. der Erd-Oberfläche GWBN13,26,10 Morph Plp Die Erde .. Ihre Grundfesten zuerst zu betrachten. Ihren Bau, ihre G. Die Osteologie der Erde .. die nackten Gebirge, Steinritzen und Brüche .. offenbaren .. das Innere GWBN9,273,23 Bildg Erde GWBB5,25,27 Ernst II 27.12.80 GWBN9,288,12 EntwGeschNatur
uö β
geometrische, bes während des Zerfalls beschreibbare Form(ation) ‘anorganischer Massen’ (Gesteins-, Schnee-, Wassermassen ua), vereinzelt spezieller für das Kluftsystem von Felsen od die Granitbildung; als natürl Formtendenz mehrf iZshg mit der Solideszenz diskutiert, auch in Vbdgn wie ‘etw sucht G. zu gewinnen’, ‘etw drängt zur G.’ Das Unorganische ist die geometrische Grundlage der Welt .. Keine Frage bei der .. Krystallisation. Aber auch bei Gestaltung der Massen: Cubus .. Rhomboid, Pyramide, Keil liegt um das her, und alles, was nicht verwittert ist, zeigt solche G-en scharf und entschieden GWBN10,77,12 Unorgan Formen Ideale (Intentionelle) Theilung der Masse .. Form eine Bedingung des soliden Daseins .. Die Eigenschaft, daß die Masse in G-en auseinandergeht, am Cubus zu symbolisiren .. Theilbarkeit ins Unendliche. Zerfallen der Masse in Tetraedren GWBN9,272,20 BildgErde Alles Aufgelöste .. sucht, sobald es .. wieder sich annähern kann .. eine G. zu gewinnen .. Schnee auf hohen Gebirgen .. theilt sich in regelmäßig parallelepipedisch geformte große Massen .. Das Meerwasser .. gefrierend, zeigt sich in sechsseitigen Tafeln GWBN10,256 MinGeol Plp GWBN11,276,23 Purkinje,Sehen subj GWBN13,294, 9u12 MinGeol Plp GWBN11,108,7 MuR(1258)
uö c
Haupt-, Zwischen- od Nebenform von Wolkenbildungen; weithin in Anlehnung an LHowards Typologie u erst allmähl von G in systemat Zshg mit meteorol Beobachtungen gebracht glaube gefunden zu haben, daß die G-en der Wolken-Phänomene vom Barometer-Stande .. abhängen. Nimbus .. wird in Form eines Streifregens von ihr [
der Erde] angezogen. Stratus entschwebt der Erde .. Cumulus bildet sich .. in höhern Regionen .. Massenhaft einzeln oder sich weit erstreckend .. Cirro-cumulus entsteht, wenn .. dieser [
Cirrus] in jenen aufgelöst wird GWBB27,320,23 Münchow 20.1.17 K wird Strato-cumulus gebildet, wenn sich aneinander reihender Cumulus an seiner obern Spitze eine abgeplattete Form annimmt und so seine G. als Halbkugel oder Gebirgsmasse verliert GWBN12,220 Met Plp GWBN12,10,10 Wolkengest GWBN12,116,14 Wolkenzüge GWBN12,221 Met Plp
uö als unbekannte, (noch) nicht identifizierte Wolkenbildung (sog Wogenwolken)12) GWBN12,26,15 Wolkengest 3
im organ Bereich: Bau, gesetzmäßige, insbes in der vergleichenden Anatomie zu bestimmende Bildungsform eines Lebewesens, seines Körpers od eines best Körperteils (Organs); als erkannte Grundform oft regulativ zur Identifizierung u Klassifizierung a
in allg, (Säuge-)Tier u Pflanze umfassenden Betrachtungen, meist als Gegenstand der Morphologie im engeren Sinn u speziell der Lehre von der Metamorphose, verbunden mit Thesen u Prinzipien wie Vergleichbarkeit, Umwandlung, Steigerung u abgestufte Komplexität der Organisation [
Einteilungsversuch der Wissenschaften, wohl um 1798] Betrachtung der G. sowohl in ihren Theilen als im Ganzen, ihren Übereinstimmungen und Abweichungen ohne alle andere Rücksichten .. Die Morphologie soll die Lehre von der G., der Bildung und Umbildung der organischen Körper enthalten; sie gehört daher zu den Naturwissenschaften GWBN6,292,13 u 293,22 PhysiolPfl So entfernt die G. der organisirten Geschöpfe von einander ist, so finden wir doch, daß sie gewisse Eigenschaften mit einander gemein haben, gewisse Theile mit einander verglichen werden können. Recht gebraucht, ist dieses der Faden, woran wir uns durch das Labyrinth der lebendigen G-en durch helfen GWBN6,279,4u9 MetamPfl 1 Metamorphose der Pflanzen; die vollkommnern stehen höher in der G. als die unvollkommnern Thiere GWBN6,320,5 Morph Schema die [
irrige] Vorstellungsart, daß ein lebendiges Wesen zu gewissen Zwecken .. hervorgebracht und seine G. durch eine absichtliche Urkraft dazu determinirt werde .. hält uns noch auf GWBN7,217,19 AllgVergleichungslehre GWBB12,33,10 Gallitzin 6.2.97 K
uö ‘gesteigerte G-en’: für die (Reihe der) sich ausdifferenzierenden u vervollkommnenden Naturgeschöpfe; im spekulativen poet Blick auf die Entwicklung des Lebens [
vor Schillers Schädel] Wie mich geheimnißvoll die Form entzückte! | Die gottgedachte Spur die sich erhalten! | Ein Blick der mich an jenes Meer entrückte | Das fluthend strömt gesteigerte G-en GWB3,93 Im ernsten Beinhaus 25 b
für den Typus od ein abstrahiertes, ideiertes Grundmuster der Tier- bzw Pflanzenbildung; oft hinsichtl des Prinzips der Konstanz od der festen Lagebeziehungen bei variablen Proportionen α
als Bauplan eines Lebewesens, beim Tier insbes als ‘osteologischer Typus’ auf der Grundlage des Knochengerüsts, bei der Pflanze als sukzessives Stufenwachstum; mehrf hinsichtl des Prinzips eines ausgeglichenen Etats sowie mBez auf die ‘(Lebens-)Funktion’; vereinzelt ‘entschiedene, allgemeine, determinierende G.’ Niemand wird läugnen, daß der Knochenbau zum Grunde aller hoch organisirten G. liege, er begründet, er bestimmt die G., er ist aber nicht die G. selbst GWB47,159,21ff Samml 5 Eigenschaft der Monocotyledonen, daß sie zur Fructification eilen, nicht der Zeit, sondern der Form nach. Sie überspringen die Mittelglieder der Bildung, durch welche bei vollkommnern Pflanzen die G. hindurch geht GWBN6,309,5 PhysiolPfl Princip des Gebens und Entziehens .. Sie [
die Natur] kann nur einen Teil auf Unkosten des andern begünstigen und muß also in einem gewissen Maaß bleiben .. Anwendung des Prinzips auf die G. der beyden Geschlechter GWBN13,194,25 Morph Plp Sobald die unbedeutenden oder ungestalteten Bildungen der Würmer, Mollusken .. sich .. zu einer entschiedenen G. entwickeln, findet man den Körper in drey Hauptabtheilungen gesondert, welche verschiedene Lebensfuncktionen ausüben und durch ihre Verbindung unter einander .. die organische Existenz auf einer höhern Stufe darstellen GWBN13,204,14 Morph Plp GWBN6,118,6 BotanStudien [1831] GWBN8,261 VersGestaltTiere [1790] Titel GWBN6,429,15 MetamIns GWBN7,221,27 u 223,1f AllgVergleichungslehre GWB3,90 MetamTiere 25
uö in method Vergleichung von Mensch u Tier Wir können den Menschen nicht als das Urbild der Thiere, die Thiere nicht als das Urbild des Menschen ansehen; die Wissenschaft ist weit genug .. daß wir .. die G. finden können, auf welche sich die übrigen Gestalten beziehen lassen .. Die Anatomie des menschlichen Körpers ist so fleißig durchgearbeitet, daß dieselbige billig bey .. Vergleichungen zum Grunde gelegt worden GWBN13,199,12 Morph Plp GWBN8,70,24 Vortr VglAnatomie 2 GWBN8,267,1f VersGestaltTiere [1790]
uö β
vom Wirbelknochen u Blatt als typolog, in allen Verwandlungen sich durchhaltenden Grundorganen des Säugetiers bzw der Pflanze ob man denn wirklich die Schädelknochen aus Wirbelknochen ableiten und ihre anfängliche G., ohngeachtet so großer .. Veränderungen, noch anerkennen solle und dürfe? .. [
ich] bekenne .. daß ich seit dreißig Jahren von dieser geheimen Verwandtschaft überzeugt bin GWBN8,135,16 ZwKnoch 1819 daß wir ein allgemeines Wort haben müßten, wodurch wir dieses in so verschiedene Gestalten metamorphosirte Organ [
Blatt] bezeichnen, und alle Erscheinungen seiner G. damit vergleichen könnten GWBN6,92,21 MetamPfl 120 GWBN8,342 Morph Plp
uö(selten) γ
als charakteristisch, typisch, insbes art- od gattungsspezif aufgefaßte Bildung eines Lebewesens od eines best Körperteils, Organs; öfter unter funktionalen u ästhet Aspekten, vereinzelt zugl iSv Art, Gattung, einmal idVbdg ‘schwankende G-en’ daß oft in jenem [
dem Auge] noch mehr als in diesem [
dem Samen] die ganze G. der künftigen Pflanze erkannt werden kann GWBN6,72,16 MetamPfl 87 durch die Beschränktheit der organischen Natur auf Einen Zweck wird das Uebergewicht eines und des andern Glieds bewirkt .. So wäre der Maulwurf vollkommen aber häßlich, weil seine G. ihm nur wenige .. Handlungen erlaubt N(GOETHE14/15, 144) Schönheit organNaturen Die Übereinstimmung des Ganzen macht ein iedes Geschöpf zu dem was es ist, und der Mensch ist Mensch sogut durch die G. und Natur seiner obern Kinlade, als durch G. und Natur des letzten Gliedes seiner kleinen Zehe Mensch GWBB6,390,4f Knebel [17.11.84] hält sie [
die Morphologie] sich besonders anfangs bey Classen und deren Hauptabtheilungen .. Der Naturhistoriker .. nimmt zu dem Morphologen seine Zuflucht, wenn schwankende G-en
13) ihn in Verlegenheit setzen GWBN12,242 Morph Plp GWBN7,19,23 Morph Vorarb 2
uö c
für die dem Typus uä Grundmodellen entsprechende (u von dorther zu bestimmende) Ausprägungsform od Entwicklungsstufe; in Betonung der Versatilität öfter mit Attr wie ‘mannigfaltig, vielerlei, verschieden’ geschieht hier ein Vorschlag zu einem anatomischen Typus, zu einem allgemeinen Bilde, worin die G-en sämmtlicher Thiere, der Möglichkeit nach, enthalten wären, und wornach man jedes Thier in einer gewissen Ordnung beschriebe GWBN8,10,18 VglAnatomie 2 1795 Dasselbe Organ, welches am Stengel als Blatt sich ausgedehnt und eine höchst mannichfaltige G. angenommen hat, zieht sich nun im Kelche zusammen GWBN6,91,13 MetamPfl 115 der monoculus apus [
ein Blattfußkrebs] .. nirgends ist wohl die Verwandlung eines Glieds, das immer dasselbige bleibt, in eine andere G. deutlicher vor Augen zu sehen GWB36,7,22 TuJ 1807 GWBB10,144,16 Batsch 26.2.94 GWBN6,169,9 MetamPfl Nachtr
uö d
für die spezifizierte, konkrete, noch nicht zugeordnete od nicht klassifizierbare (Einzel-)Ausprägung eines Lebewesens od Körperteils, Organs; insbes hinsichtl der Bestimmung, Modifizierung durch äußere Gegebenheiten wie Umwelt u Nahrung; oft deskriptiv u mit Attr wie ‘abweichend, unregelmäßig, unförmig’ od ‘vollkommener’ [
betr G-s anfängl Abneigung gegen Linnés Nomenklatur] denke man mich als .. Dichter, der .. seine Ausdrücke unmittelbar an den jedesmaligen Gegenständen zu bilden trachtet .. Ein solcher sollte nun .. Wörter und Beiwörter bereit haben, damit er, wenn ihm irgend eine G. vorkäme .. sie zu charakteristischer Bezeichnung .. zu ordnen wisse GWBN6,116,13 BotanStudien [1831] [
es war] dem hemmenden Verfahren ein Ende zu machen, bei welchem von Metamorphose bloß die Rede war, wenn von unregelmäßigen G-en und von Mißbildungen gesprochen wurde GWBN6,172,24 Metam Pfl Nachtr [
Lorbeer u Zitrone] Alle Blätter eines Zweigs werden bei dem rückkehrenden Frühjahr in die vollkommenere G. versetzt, wie alle ihre vorhergehenden sind GWBN6,330,6 KnospenStolonen GWBN6,69,9 MetamPfl 82 GWBN7,23,22 Morph Vorarb 3
uö E
in kanzleispr Vbdgn 1
‘was gestalten’: wie, auf welche Weise, inwiefern [
Moratoriumsgesuch] tragen wir in geziemender Ehrfurcht .. vor, was g-en unßer Curandus .. Müller, durch die .. theuere .. Zeiten, und .. Zufälle .. in eine solche Schulden Last gerathen seye, daß wir solche .. nicht abzutragen vermögend sind DjG
33,364,11 RAnw [26.10.72] 2
‘solcher Gestalten’: (genau)so, dergestalt [
Übersetzungsübung:] [
betr den Suizid eines Festgenommenen] Solcher G-en [=
Hoc modo] fallen die jenige in schwere Versuchungen, welche sich nicht scheüen, alle .. Gesetze zu übertretten DjG
31,30,5 Labores juv [1757]
→ GWB
Bienengestalt GWB
Blasengestalt GWB
Blattgestalt GWB
Blütengestalt GWB
Bräutigamsgestalt GWB
Brecciengestalt GWB
Dichtergestalt GWB
Diebsgestalt GWB
Doppelzwerggestalt GWB
Doppelgestalt GWB
Dunstgestalt GWB
Eigestalt GWB
Eingeweidegestalt GWB
Elementargestalt GWB
Engelsgestalt GWB
Fadengestalt GWB
Federgestalt GWB
Felsengestalt GWB
Fischgestalt GWB
Fleischgestalt GWB
Flickgestalt GWB
Frauengestalt GWB
Fruchtgestalt GWB
Geistergestalt GWB
Gesichtsgestalt GWB
Gottgestalt GWB
Göttergestalt GWB
Grundgestalt GWB
Haargestalt GWB
Hauptgestalt GWB
Hautgestalt GWB
Heldengestalt GWB
Hochgestalt GWB
Horngestalt GWB
Hundsgestalt GWB
Jägergestalt GWB
Jammergestalt GWB
Jugendgestalt GWB
Jünglingsgestalt GWB
Kalendergestalt GWB
Kegelgestalt GWB
Kelchgestalt GWB
Kindergestalt GWB
Kindsgestalt GWB
Knabengestalt GWB
Knochengestalt GWB
Knollengestalt GWB
Körpergestalt GWB
Kraftgestalt GWB
Kreisgestalt GWB
Kristallgestalt GWB
Krüppelgestalt GWB
Kugelgestalt GWB
Kunstgestalt GWB
Leidensgestalt GWB
Lemurengestalt GWB
Lichtgestalt GWB
Löwengestalt GWB
Luftgestalt GWB
Männergestalt GWB
Mannsgestalt GWB
Menschen- GWB
Miniatur- GWB
Miß- GWB
Mittel- GWB
Mohren- GWB
Molchs- GWB
Mönchs- Mondengestalt GWB
Mondgestalt GWB
Muschel- GWB
Muskel- GWB
Nacht- GWB
National- GWB
Natur- GWB
Nebel- GWB
Nymphen- GWB
Perlen- GWB
Pflanzen- GWB
Phalangen- Phantasien- GWB
Pilgrims- GWB
Privat- GWB
Riesen- GWB
Rosen- GWB
Säulen- GWB
Scheiben- GWB
Schein- GWB
Schlangen- GWB
Schnecken- GWB
Schön- GWB
Schreck- GWB
Seiten- GWB
Strophen- GWB
Tempel- GWB
Teufels- GWB
Theater- GWB
Tier- GWB
Traum- GWB
Trug- GWB
Un- GWB
Untier- GWB
Wechsel- GWB
Weiber- GWB
Weibes- GWB
Winkel- GWB
Wohl- GWB
Wolken- GWB
Wunder- GWB
Wurm- GWB
Zauber- GWB
Zivil- GWB
Zweig- Zwerg(en)- GWB
Zwitter- GWB
Freundegestalten Liebesgestalten GWB
der- GWB
folgender- GWB
solcher- GWB
fein- GWB
wohl- GWB
reichgestaltig GWB
Traubengestaltige GWB
Entstaltung GWB
verunstalten Syn zu A1
GWB
Anwesenheit GWB
Dasein GWB
Existenz GWB
Gegenwart GWB
Körper(lichkeit) zu A2—B3 GWB
Erscheinung zu A2a und b Phantom zu A2a GWB
Geist GWB
Gespenst Schatten zu A2b GWB
Bild GWB
Gebilde Phantasiebild Vision zu A3 Phänomen zu A3a GWB
Ding GWB
Gegenstand Objekt Sache zu A3b und c GWB
Gebilde GWB
Geschöpf zu A3b Wesen zu A3d GWB
Farbenbild GWB
Farbenfigur GWB
Figur Phänomen zu A4 GWB
Figur GWB
Individuum Person zu A4c GWB
Charakter GWB
Existenz Persönlichkeit zu B-D GWB
Form zu B1—4 GWB
Aussehen zu B1 GWB
Kontur Muster Umriß zu B2a GWB
Körperbau Statur Taille Wuchs zu B2b GWB
Ansehen GWB
Gesichtsbildung zu B3 GWB
Erscheinungsweise zu B3a Machart Modifikation Rolle Spezifikation Spielart Variation zu B3c GWB
Hülle zu B4 GWB
Anschein GWB
Ansehen GWB
Anstrich Schein zu B5a-c GWB
Art GWB
Beschaffenheit zu B5a GWB
Lage Qualität Verfassung Weise Zustand zu B5b GWB
Anlage GWB
Einrichtung GWB
Geschick Ordnung Organisation Struktur zu B5c GWB
Besonderheit GWB
Dasein GWB
Eigenheit GWB
Eigentümlichkeit GWB
Individualität Wesen zu C1a und b GWB
Anordnung GWB
Ausführung GWB
Bildung GWB
Einrichtung GWB
Komposition Organisation Stil Struktur zu C1a GWB
Behandlungsweise GWB
Darstellungsweise GWB
Kunstform Muster Struktur Technik zu C1b GWB
Bau(art) GWB
Grundform Proportion zu C1c GWB
Bearbeitung Version Zustand zu C2a und b GWB
Kunstwerk zu C2a GWB
Bildung GWB
Gebilde Produkt(ion) GWB
Schöpfung zu C2b und c
GWB
Figur zu C2b
GWB
Bild GWB
Gemälde GWB
Plastik GWB
Skulptur zu C2bα
GWB
Tierbildung zu C2c
GWB
Charakter GWB
Person zu C2cβ
GWB
Maske GWB
Puppe zu C2cγ
GWB
Charakterfach GWB
Rolle zu D
GWB
Bildung zu D2a und b
GWB
Struktur zu D2aα GWB
Grundform GWB
Grundtypus GWB
Kristallform GWB
Kristallisation GWB
Textur zu D2aβ GWB
Varietät zu D2b
GWB
Bau zu D2bβ GWB
Formation zu D2c
GWB
Formation GWB
Wolkenform zu D3
GWB
Bau zu D3a
GWB
Organisation GWB
Struktur zu D3b
GWB
Bild GWB
Muster Typus zu D3bα GWB
Urbild zu D3bβ GWB
Grundorgan zu D3c und d
GWB
Gebilde GWB
Modifikation GWB
Varietät zu D3d
GWB
Abart GWB
Element GWB
Spezifikation GWB
Spielart zu E1
GWB
inwiefern GWB
welchermaßen zu E2
GWB
dergestalt GWB
dermaßen GWB
solchergestalt 1) vgl DKuhn/WvEngelhardt in: Klassiker der Naturphilosophie, ed GBöhme, 1989,236f 2) JErpenbeck, GJb 111 (1994),200f 3) WvEngelhardt, Morphologie im Reich der Steine? In: In der Mitte zwischen Natur u Subjekt .. , 1992,46ff 4) vgl FKoch, G-s Gedankenform, 1967,79ff sowie WSchadewaldt, Goethestudien, 1963,283ff 5) Spinoza, vgl Ethica V, propositio XXXI 6) zu ähnl Formulierungen im Pietismus vgl Langen, Pietismus,43 7) vgl hierzu EJenisch in GOETHE 19 (1957),69 (‘Gestalt’ hier als “das anschaulich gewordene Urbild in der Variation”) 8) s Abb 5 bei RGrumach, Kanzler vMüller, Unterhaltungen mit G, 21959 9) vgl PRequadt, G-s Faust I, 1972, 29f sowie zum ‘Schwankenden’ durch Metamorphosen DKuhn, GOETHE 14/15, (1952/ 53),347ff 10) vgl N9,65f sowie FfA I 25,1179 (Anm zu 495,31f) 11) das Modell “eines von sechs Flächen begrenzten Polyeders” FfA I 25,1125 12) vgl RBörnstein in Dt Revue 32 (1907),109f; vgl ferner die in N12,63,5—14 beschriebene Übergangsform 13) zu denken ist an schwer einzuordnende “Arten” (DKuhn in FfA I 24, 1026, unter Hinweis auf die ähnl Formulierung in der “gleichzeitig entstandenen ‘Zueignung’ zum ‘Faust’”) Horst FleigH.
F.