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gageln

nhd. bis Dial. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
2 in 2 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gageln

Bd. 4, Sp. 1142
gageln , gaukelnde bewegungen machen, schriftlich selten, der neuern schriftsprache ganz fremd geblieben, aber weit verbreitet, alt und wichtig. 11) schriftliche zeugnisse: der dritten (spinnerin) schutt man ab die ageln, das ir die pein gen perg auf gageln. fastn. sp. 381, 34, die ageln abschütten (s. 1, 189) als liebesdienst der burschen gegen die mädchen in der spinnstube, hier zu handgreiflichkeiten ausartend, die die spinnende umstürzen, dasz die beine wie gaukelnd in die höhe fahren; wann sie reden, spreiten und gaglen die finger aus einander. Keisersberg narrensch. 31 b. Frisch, mit gegagelten fingern reden. das.; die schuo richten und regieren die fsz und zehen, das er stracks und schlecht sy, und die zehen nit dört uszhin gagelen, sunder das sie sich recht und schlecht dem schuo noch richten. ders. bilg. 90d; dasz man sie (die mörder) thu an zwei creuz nageln, lasz sie dran hin und wider gageln, bisz sie eins harten tods ersterbn. Ayrer 49d (262, 28 K.), gagelnd, gaukelnd baumeln. 22) noch vielfach in mundarten. 2@aa) oberd., z. b. schweiz. der tisch gaglet der ungleich steht, gagli n. ein kind das nicht still sitzen kann; nebenform gäggelen tändeln (auch gänggelen). tirol. gagklen, gôglen bes. mit den beinen gaukeln, burzeggl burzelbaum (gaggelairn tändeln); kärnt. gaggeln wackeln, tändeln. ferner schwäb. gackeln ohne halt, gaukelnd gehn, gagelich wackelnd, gaggel und gagg, gogg, goggel (adj. gaggelich, gackelich) langer mensch mit schlenderndem gange, gägele n. gaukelnde bewegung (durch die einer fällt, etwas verschüttet u. dgl.), vergägeln, vergekkeln vertändeln u. dgl. Schmid 214. 215; das gaukelmännchen aus holunder heiszt das. gackelmändle, das gaukeln der kinder mit dem feuer gackeln, göckelen. fränk. gackeln schlendern, mit dem lichte herumfahren u. a. 2@bb) auch mitteld. gâkeln (oder kakeln, tändeln Rüdiger zuwachs 2, 88, vgl. c), so thür., meiszn., sich gaukelhaft bewegen, närrisch benehmen (in Posen Bernd 70, der es mit gakeln schwatzen vermengt), bes. mit armen und beinen zwecklos herumfahren (eben wie der gaukler): gakle nicht so mit dem messer da herum! die mutter zum kinde; das ist kein arbeiten, nur solche gakelei! ein gakelhans, eine gakelliese (Bernd a. a. o.), die so gakeln. dazu denn gackelfreude, gackelei, gackelig, s. d. 2@cc) auch dem nd. gebiete fehlt es nicht, wenigstens nl. bei Kil. kaeckelen nugari, und es steckt wol nd. in kakelbont (s. unter gackelicht 2, c), über das k- neben hd. g- s.K 2, g. 33) nebenform ist gagern, auch das einfache gagen vorhanden; anderseits gesellt sich das gleichbed. gabeln dazu, s. weiter gagen.
2642 Zeichen · 62 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gageln

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gageln , gaukelnde bewegungen machen, schriftlich selten, der neuern schriftsprache ganz fremd geblieben, aber weit verb…

  2. modern
    Dialekt
    gageln

    Lothringisches Wb.

    gageln s. gakeln.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gageln

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