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woran

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

woran adv.

Bd. 30, Sp. 1453
woran, adv. , aus wo und präpos.-adv. an zusammengerückt, unter erhaltung des -r aus ahd. wâr vor vokalischem anlaut. ahd. wârana, mhd. vereinzelt und in getrennter schreibung war an, nhd. als zusammenrückung gefestigt seit dem 15. jh. (s. die belege unten, dazu voron 'woran' [ca. 1450 schles.] bei Jungandreas gesch. d. schl. ma. i. mittelalt. 10), bis ins 16. jh. meist noch als waran. vereinzelt ohne -r-: woe an (fränk. 1468) weisth. 6, 65. mundartlich, und von da aus auch umgangssprachlich in der form wodran, vgl. z. b. Hofmann niederhess. 265b; meist durch satzglieder getrennt: ə~ sach, wo mə' drà~ ə~ freud hàbm kà~ Schmeller-Fr. bair. 2, 828; Fischer schwäb. 6, 428; vgl. daneben wourun wb. d. luxemb. ma. 491b. zur form vgl. noch s. v. wo sp. 904f. die anwendung von woran entspricht, mit der abwandlung ins interrogative, relative oder indefinite, derjenigen des demonstrativen daran, s. teil 2, sp. 753 ff. 11) interrogativ. 1@aa) in direkter frage: vnde gehorta er mine dige uuarana scein daz? Notker 2, 145, 4 P. (ps. 39, 3); vgl. 2, 501, 23 (ps. 118, 9); waz touc ditz schelten unde dreun, ode war an verschult ich daz? Hartmann v. Aue Iwein 6111; waran fehlt es ewern gnaden? Vogelgesang-Cochläus ein heiml. gespräch 27 ndr.; woran ist dieser ... gestorben? Moscherosch ges. (1650) 1, 188; woran hänget es, dasz jener grosze entwurf ... nicht zum stande kam? Just. Möser s. w. 1, 104 Abeken. 1@bb) in indirekter frage: meine augen schluog ich under und west nit wol, waran ich was liederb. d. Hätzlerin 280 H.; dasz ich also ... nicht wuste woran ich mit ihr war Chr. Reuter Schelmuffsky 38 ndr.; die unentschlüszigkeit, woran ich nunmehr die feder sezen soll Schiller br. 1, 156 Jonas; der graf ... zeigte ihnen ..., woran es den Deutschen immer fehle Göthe I 21, 239 W.; ich wuszte nicht, woran es lag, dasz ... Fontane ges. w. I 1, 153. elliptisch, vgl.: hie erzeigte sîne hövescheit her Gâwein der bescheiden man, unde ich sage iu war an Hartmann v. Aue Iwein 2716. 22) in relativischer anwendung. 2@aa) in relativsätzen, die als subjekts- oder objektssätze auf den übergeordneten satz bezogen sind: ez solt ieglicher zunftmaister ... erfaren an sinen zunftlüten, waran si beliben wölten (Augsburg 1397) dt. städtechron. 4, 109; waran man lange kochet, wird gemeiniglich verkocht Friedrich Wilhelm sprichw.-reg. (1577) G 1b; waran sie handt die grOeste freydt, das clagens für ein cleglichs leydt Th. Murner mühle 42 Beb.; woran der welt grauset, das pflegten sie mit lust J. Arndt Thomas a Kempis (1631) 97. 2@bb) seltener in der verknüpfung zweier satzaussagen, mit konjunktionaler funktion: wenn sich etwan etliche (woran ich sehr zweifele) solten finden Rist d. friedewünsch. Teutschland (1648) 12; später vermählte er sich ..., [] woran sich ... die übersiedlung nach Rheinsberg schloss Fontane ges. w. (1905) I 1, 161. 2@cc) in relativischer anknüpfung an ein substantiv des regierenden satzes, ein an dem, an den, an das, an denen vertretend, die in moderner sprache wohl als korrekter empfunden werden. gegenständlich lokal: vestungen, woran die Römer so lange zeit gearbeitet hatten M. I. Schmidt gesch. d. Deutschen (1778) 1, 90; der faden, woran wir uns durch das labyrinth ... durch helfen Göthe II 6, 279 W.; (ein) stock, woran ein silberner knopf war Cl. Brentano ges. schr. (1852) 5, 107. bei allgemeinerer oder abstrakterer beziehung, namentlich auf das neutrum eines substantivierten adjektivs oder pronomens oder eine satzaussage, wohl auch modern noch zulässig, vgl.: es wer an getreid, holz, weingarten, wisen, weid, oder woe an das wer (1468) weisth. 6, 65; auch umb alle peu an zinnen, meuren, an gräben und überall, waran das ist (Augsburg, mitte d. 15. jh.) dt. städtechron. 5, 119; gott ... war das erste woran er ... dachte Miller pred. fürs landvolk (1776) 1, 116; hab nichts, woran sich mein herz hängen möge Gaudy s. w. (1844) 4, 120. 33) als indefinitum im sinne von an etwas wenig üblich: damit der ... läser nicht etwa woran im durchläsen möchte behangen bleiben Bellin hochdtsche rechtschr. (1657) b 7a; um zu sehen, ob es woran fehlet reglement vor d. kgl. preusz. cavallerie-regim. (1743) 6, 89; accrochiren sich woran stoszen Kinderling reinigk. d. dtsch. sprache (1795) 110.
4281 Zeichen · 155 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Woran

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Woran , eine zusammen gesetzte Partikel, aus wo und an. 1. Als ein Fragewort, für an welchen, an welches. Woran liegt es…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    woran

    Goethe-Wörterbuch

    woran [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    woran

    Bayerisches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    woran Band 1, Spalte 1,391

  4. Spezial
    woran

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    wo|ran adv. 1 (interrogativ) da ci, a ci 2 (relativ) pro ci, pro chël che, da ci, da chël che. ▬ das Buch, woran er gera…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit woran

3 Bildungen · 0 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

woran als Zweitglied (3 von 3)

*sworan?

KöblerAhd

*sworan? , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. fir- Hw.: s. swerien*

firsworan

KöblerAhd

fir·s·woran

firsworan , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. firswerien*